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AW: Mephisto Phoenix Exclusive Edition Novag Constellation Expert
Guten Abend,
![]() ich habe eine weitere Stellung aus dem Buch "Schachcomputer was sie wirklich können" dem Turbo Constellation Expert ~ 586 MHz als wirklich harte Nuss vorgegeben. Es geht um die Stellung 72. Seinerzeit löste keine der getesteten Geräte diese Stellung. Auch meine eigenen Tests, Ende der 80-er, bzw. Anfang der 90-er Jahre, ergaben ein unverändertes Bild. Das schwierige ist, es handelt sich um keine Mattkombination und es gibt einen stillen Zug: Mephisto Almeria 32 Bit: nach 25 Stunden erfolglos abgebrochen Mephisto Portorose 32 Bit: nach 100 Stunden erfolglos abgebrochen Mephisto Lyon 68030: Nach 14 Stunden und einer abgeschlossenen Suche von 9 Halbzügen Brute-Force Rechentiefe erfolglos abgebrochen.
Der Lösungszug lautet: 1. Ld5xf7+ Novag Constellation Expert ~ 586 MHz: Unglaubliche 24 Sekunden, gefunden während der Suche im 8. Halbzug. Hier haben die PSH-Algorithmen voll gegriffen, denn es musste bis in den 14 Halbzug analysiert werden, um den Vorteil zu erkennen. Die weiteren Züge wurden binnen einer Sekunde ausgespielt. Ich bin beeindruckt. ![]() Gruß Egbert Geändert von Egbert (14.03.2026 um 18:07 Uhr) Grund: Typo & Ergänzung |
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AW: Mephisto Phoenix Exclusive Edition Novag Constellation Expert
Hallo Zusammen,
ich habe gerade einmal eine Stellung eingegeben, aus dem Schachcomputer-Buch von N. H. Yazgaz "Schachcomputer was sie wirklich können". Es geht um die Stellung 8. Seinerzeit lösten nur 5 Programme die Stellung überhaupt. Weiß am Zug. Novag Constellation Expert unter Mephisto Phönix 2. Generation brauchte auf Analysestufe nur 5 Sekunden für den Lösungszug, samt Mattansage! 1. Dh7+ ...Kxh7 2. Se4xf6+ ...kh6 3. Se5-g4+ ...Kg5 4. f4+ ...Kg5-h4 5. g2-g3+ ...Kh4-h3 6. Ld3-f1+ ...Lb7-g2 7. Sg4-f2++ Sicher, es ist ein forciertes Matt mit lauter Schachgeboten, dennoch muss man das erst einmal in 5 Sekunden vollständig sehen. ![]() Hier die Ergebnisse der Programme, die Herr Yazgaz seinerzeit ermittelte: Mephisto MM II: 3 Stunden, 35 Minuten Fidelity Avantgarde: 29 Sekunden! Novag Constellation Expert Original (? MHz): 27 Minuten, 3 Sekunden Novag Super Constellation: 1 Stunde, 15 Minuten, 43 Sekunden Conches Amsterdam (6 MHz): 9 Minuten, 29 Sekunden Die beiden nachstehenden Zeiten hatte ich seinerzeit mit den Originalgeräten ermittelt: Mephisto Portorose, 68020: 1 Stunde, 9 Minuten Mephisto Lyon, 68030: 25 Sekunden! Ich weiß jetzt zwar nicht, mit wieviel MHz der Novag Constellation Expert bei Herrn Yazgaz lief, aber unter dem Mephisto Phönix 2. Generation ist die Emu von Ruud in dieser Stellung satte 325x schneller als das Original! Und wie viel Zeit benötigt Euer Lieblings-Schachcomputer? ![]() Gruß Egbert |
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AW: Mephisto Phoenix Exclusive Edition Novag Constellation Expert
Und der beluga sieht, dem Namen entsprechend sehr schön aus.
Sagt doch mal ehrlich, unser Hobby ist wirklich einzigartig.
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Guten Morgen,
![]() so nun eine letzte Stellung aus dem Schachcomputer-Buch von N. H. Yazgaz "Schachcomputer was sie wirklich können". Es geht um die Stellung 75. Damals konnte kein Gerät die Stellung lösen.
Der Lösungszug lautet 1...Td3-c3! Ein sehr schönes Ablenkungsmanöver. Ich hatte die Stellung vor ca. 35 Jahren auch mit einigen Geräten getestet: Mephisto Almeria, 32 Bit: ca. 1 Stunde, 10 Minuten. Mephisto Portorose, 32 Bit: ca. 13 Minuten! Mephisto Lyon 68030: 13 Minuten, 57 Sekunden Novag Constellation Expert, ~586MHz: 6 Minuten, 54 Sekunden, bei einer Brute-Force Rechentiefe von 10 Halbzügen. In dieser Stellung hat die selektive Suche nicht gegriffen, die reine Rechengewalt brachte die Lösung zu Tage. Die restlichen Züge der Kombination wurden ad hoc gefunden. Gruß Egbert Geändert von Egbert (15.03.2026 um 10:40 Uhr) Grund: Korrektur |
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AW: Mephisto Phoenix Exclusive Edition Novag Constellation Expert
Hallo Zusammen,
![]() Ruud und ich hatten gehofft, dass er bewerkstelligen kann, bei der Emulation die Informationsausgabe des Druckers über die Druckfunktion PB auf dem Display darstellen zu können. Letztendlich war dies aber nicht möglich. Die abschließende Stellungnahme von Ruud gibt einen kleinen Einblick, wie komplex dieses Materie ist. Ich zitiere Ruud: "ich habe nun etwa zwei Wochen an den Druckfunktionen gearbeitet. Ich bin so nah dran und doch so weit davon entfernt. Der Novag-Drucker verwendet einen Thermodrucker, der 20 Spalten mit 5×7 Pixeln drucken kann. So weit, so gut. Novag hat jedoch einen Trick angewendet, um den ungenutzten Platz zwischen den Spalten zu nutzen, der 3 Pixel breit ist. Das ist notwendig, wie man auf der Druckplatine sehen kann, da der Drucker sicherlich das gesamte Pixel-Feld nutzt (siehe die Linien, die das Feld umgeben). Und im Handbuch für den Thermodrucker PU1800 steht ausdrücklich, dass Grafiken nicht möglich sind, sondern nur die 20 Spalten und 5×7 Zeichen. Dass Novag dies trotzdem hinbekommen hat, war damals ein kleines Programmierwunder. Der Novag-Drucker verwendet einen Thermodrucker mit einer kleinen rotierenden Scheibe, die die Zeitpunkte für jeden gedruckten Punkt angibt. Diese Zeitpunkte gelten für die 20 Spalten mit jeweils 5 Punkten pro Spalte. Die Novag-Programmierung nutzt einen Trick, indem sie berechnet, wie schnell diese Zeitpunkte sind, und dann errät, wo die drei Punkte gedruckt (oder gebrannt) werden sollten. Dies ist sehr zeitkritisch und hängt auch vom verwendeten Drucker ab, da jeder Drucker kleine Abweichungen bei der Zeitscheibe oder der Geschwindigkeit der Scheibe selbst aufweist. Die (meine) Emulation „versucht“, dasselbe zu tun, da sie den Code im 6502-Programm genauso ausführt. Dies ist jedoch so zeitkritisch, dass die Punkte an sich schon verstreut sind, da während der Emulationen kleine Abweichungen bestehen (man sieht dies an den Schwankungen der Geschwindigkeitsleiste), und es wird noch schlimmer, wenn man die Emulationen von „Standard ~5 MHz“ auf Maximum beschleunigt – diese Streuung ist unlösbar. Ich habe den Ausdruck in meinem Debugger, aber er ist keineswegs konsistent. Schade, die Herausforderung war da, aber ich kann diese Trickserei von Novag nicht „bekämpfen“. Also keine Druckfunktionen… Tut mir leid, ich habe mich so sehr bemüht…" Zitat-Ende. Das ist natürlich bedauerlich, dennoch bereitet die Emulation des Constellation Expert viel Freude. Heute beginne ich die Wettkampfreihe mit dieser Emulation. Der erste Gegner dient der Aufwärmphase und bildet die Untergrenze des Spektrums möglicher Gegner ab. Es geht um Ed Schröders Werk "Rebell 5.0". Ich tippe auf ein 21,5:8,5 für Novag Const. Expert ~ 586 MHz Ich freue mich über Eure Prognosen und Beteiligung zu diesen Wettkämpfen. ![]() Gruß Egbert |
| Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Egbert für den nützlichen Beitrag: | ||
applechess (15.03.2026), kamoj (16.03.2026), Major Chaos (15.03.2026), Mark 1 (15.03.2026), Tibono (15.03.2026) | ||
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AW: Mephisto Phoenix Exclusive Edition Novag Constellation Expert
Hallo Egbert...
Dann gebe ich diesmal auch einen Tipp ab. Ich gehe davon aus, dass Rebel mit Standardgeschwindigkeit läuft. Mein Tipp: 23,5 : 6,5 für den Expert. Ein herrlich interessanter Bericht von Ruud. Und da ich bald Rentner werde, überlege ich ernsthaft, mir selbst etwas zu gönnen – schließlich muss man ja rechtzeitig anfangen, die Rente sinnvoll zu investieren… vielleicht in einen Phoenix V2! ![]() Gruß Mark 1 |
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Hallo Mark,
vielen Dank für Deinen Tipp. Ja, Mephisto Rebell 5.0 läuft auf Original-Geschwindigkeit mit 5 MHz. ![]() Gruß Egbert |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu Egbert für den nützlichen Beitrag: | ||
kamoj (16.03.2026) | ||
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Guten Morgen,
![]() so nun eine letzte Stellung aus dem Schachcomputer-Buch von N. H. Yazgaz "Schachcomputer was sie wirklich können". Es geht um die Stellung 75. Damals konnte kein Gerät die Stellung lösen.
Der Lösungszug lautet 1...Td3-c3! Ein sehr schönes Ablenkungsmanöver. Ich hatte die Stellung vor ca. 35 Jahren auch mit einigen Geräten getestet: Mephisto Almeria, 32 Bit: ca. 1 Stunde, 10 Minuten. Mephisto Portorose, 32 Bit: ca. 13 Minuten! Mephisto Lyon 68030: 13 Minuten, 57 Sekunden Novag Constellation Expert, ~586MHz: 6 Minuten, 54 Sekunden, bei einer Brute-Force Rechentiefe von 10 Halbzügen. In dieser Stellung hat die selektive Suche nicht gegriffen, die reine Rechengewalt brachte die Lösung zu Tage. Die restlichen Züge der Kombination wurden ad hoc gefunden. Gruß Egbert Hier kann etwas nicht stimmen. Erstens ist gemäss FEN nun Weiss am Zug. Und zweitens, wenn Schwarz am Zug ist, bringt der Lösungszug gar nichts. Gruss Kurt |
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