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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Während ich zu den anderen Themen wenig sagen kann (da dürften andere besser informiert sein) so kann ich doch zum obigen Thema etwas beisteuern.
Das Schachprogramm an sich ist nahezu fertig, teilweise mit KI-Hilfe, teilweise ohne. Allerdings haben sich hier einige Probleme im Code aufgetan, die ich derzeit noch nicht vernünftig lösen konnte. Einerseits durch Krankheit (2022 Lungenkrebs und COPD, 2025 dann eine Metastase im Kopf, beides wahrscheinlich geheilt, aber ich bekomme nach wie vor noch Immuntherapie), andererseits einfach durch interne Code-Probleme, die hauptsächlich damit zusammenhängen, dass ich erstmal den ganzen Code nochmal umbauen und auf einen 32-bit oder gar 64-bit Code bringen muss, zumal ich den ursprünglichen BASIC-Code erhalten will. Das fertige Produkt dann auf eine andere Basis zu stellen (Pascal, C, etc.), oder das Programm durch eine Eröffnungsbibliothek ergänzen, eine Hash-Tabelle einbauen und so weiter können dann andere machen. Da fehlt mir einfach ein wenig die Zeit dafür. Leider haben sich die Mitstreiter dieses Projekts weitgehend zurückgezogen, so dass ich die Arbeit jetzt alleine auf dem Tisch habe, was auch dazu geführt hat, dass mir einfach ein wenig die Lust gefehlt hat hier alleine weiterzumachen. Aber ich bin dran und komme vermutlich nochmal darauf zurück, könnte aber durchaus ein wenig Hilfe dabei gebrauchen. Hallo Hartmut. Es gibt auch sehr gute Basic Compiler. Power Basic z.B. finde ich gut für DOS engines auf PC Hardware. und dann gibt es auch ARM Hardware. Da fällt mir Maximite Hardware ein. Der Basic Dialekt heisst https://mmbasic.com/ Der läuft dann auf ARM und ARM ist praktisch heutzutage alles vom Handy über Tablet.
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Die ganze Welt des Computerschachs |
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Na klar Thorsten.
![]() Gruß Egbert |
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Hallo Hartmut. Es gibt auch sehr gute Basic Compiler. Power Basic z.B. finde ich gut für DOS engines auf PC Hardware. und dann gibt es auch ARM Hardware. Da fällt mir Maximite Hardware ein. Der Basic Dialekt heisst
https://mmbasic.com/ Der läuft dann auf ARM und ARM ist praktisch heutzutage alles vom Handy über Tablet. Nachtrag: Das letzte Stable Release von PowerBasic ist von 2011 und wurde dann auch nicht mehr weiterentwickelt. Die FreeBasic Website ist allerdings nach wie vor aktuell und erzeugt auch 64bit Code.
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Mein Profil beim ICCF (International Correspondence Chess Federation) https://www.iccf.com/player?id=89948&tab=3 Geändert von Hartmut (27.12.2025 um 20:56 Uhr) |
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Hallo Udo,
manchmal fühlt es sich an, als stünde man allein in einem stillen, großen Raum, in dem früher einmal ein leises, elektrisches Summen eines Lüfters zu hören war. Das Klicken von Tasten, das Blinken der LEDs, das kurze Zögern vor dem nächsten Zug. Die alten Schachcomputer sind noch da, aber sie wirken wie Stimmen aus einer anderen Zeit. Geduldig, unbeirrbar, mit all ihren Eigenheiten. Sie haben sich nicht verändert, sie denken nicht schneller, sie denken so, wie sie es immer getan haben. Die Welt draußen hat sich verändert. Heute rechnen Schachprogramme mit unvorstellbarer Tiefe, erkennen Muster und dringen in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, ach nee, das war die Enterprise… Diese Teile spielen ein Schach, das eher mathematisch als menschlich wirkt. Unmenschlich, perfekt, kalt, endgültig. Gegen diese Programme als Mensch spielen zu wollen, ergibt keinen Sinn, da der Ausgang von Anfang an feststeht. Und doch leben sie noch, unsere alten geliebten Schachcomputer. Der Mephisto, mit seinem Lang-und-weiligen-Karpov-Stil, der Fidelity, mit seinem dschungelbehafteten Überlebenskampf, der Novag, mit seinen passt-sicher-halbwegs Kaffeehausschachzügen... Mit ihren begrenzten Horizonten, ihren Überzeugungen, jeder mit seinem ganz eigenen Stil. Ja, sie machen Fehler, ehrliche Fehler, keine sinnlosen Opfergaben an den vor ihnen sitzenden Patzer. Klar, sie überschätzen Angriffe, unterschätzen stille Züge, übersehen taktische Wendungen, halten an Plänen fest, die längst widerlegt sind, denn „hinterm Horizont geht‘s weiter“… und genau darin liegt ihre Stärke, liegt genau das, was wir so lieben, ihre Seele. Ja, die große Ära der Schachcomputer wird nicht zurückkehren. Ab und an blitzt es noch einmal auf, aber es wird keinen neuen großen Namen geben, keinen nächsten Richard Lang, keinen Frans Morsch, keinen Kaare Danielsen, keinen Schröder, keinen Rathsman..., der mit wenigen Kilobytes Speicher eine unverwechselbare Denkweise erschafft. Die Zeit der genialen Einzelkämpfer ist leider leiser geworden, übertönt vom Rauschen gigantischer Rechenzentren. Aber, wie man an uns sieht, Ende bedeutet nicht vergessen. Wir leben in einer Zeit, in der alles optimiert, vernetzt und perfekt zu sein scheint und genau hier könnte gerade das Unvollkommene wieder wertvoll werden. Programme, die nicht gewinnen wollen um jeden Preis, sondern den Fokus wieder auf den Spaß am eigentlichen Spiel richten, dem menschlichen Spiel. Geräte, die man einschaltet, ohne Accounts, ohne Browser, ohne Internetzugang, ohne Cloud einfach ein Brett, 64 Felder und ein Gegner, der Zeit braucht zum Nachdenken. Um gegen ein Programm mit Charakter, mit Geschichte, mit Grenzen, mit Stil, mit einer Seele zu spielen. Und vielleicht entstehen dann wieder neue Ideen. Um die Ideen, den alten Geist der alten Programmierergarde weiterzutragen. Leise und respektvoll, mit dem Wissen, dass Fortschritt nicht immer bedeutet, alles Alte hinter sich lassen zu wollen. Und solange es Menschen gibt, die lieber gegen einen Mephisto III verlieren als gegen Stockfish gewinnen wollen, ist diese Welt noch nicht am Ende. Gruß Micha |
| Folgende 14 Benutzer sagen Danke zu Chessguru für den nützlichen Beitrag: | ||
Egbert (27.12.2025), gavon (30.12.2025), kamoj (28.12.2025), KWGil (28.12.2025), Mapi (27.12.2025), MaximinusThrax (27.12.2025), mclane (27.12.2025), MikeChess (28.12.2025), Novize (27.12.2025), Oberstratege (28.12.2025), pato4sen (27.12.2025), RetroComp (27.12.2025), Robert (07.01.2026), udo (28.12.2025) | ||
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Ich kann nur jedem empfehlen selber mal ein oder an einem Schachprogramm mitzuwirken.
Dann wird klar das man von ganz unten starten muss. Und oben endet. Wenn es gut geht.
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Hartmut, Gute Besserung. 2014 stand bei mir die Uhr auch um 3 Min. vor Null Uhr, was die Lebenszeit angeht. Nicht wegen Krebs, sondern wegen Legionellen. Schwere Lungenentzündung, fast 42 Grad Fieber , einsetzende Sepsis, 9 Tage künstliches Koma. Verwandte schon auf das schlimmste vorbereitet, Lebend wieder aufgewacht.
Soviel dazu. Zum Thema. Angenommen, Thomas Nitsche und Elmar Henne würden heute den Mephisto III entwickeln, wahrscheinlich würde er vom Prinzip ähnlich sein, aber mit der heutigen Hardware wesentlich leistungsfähiger, auch das Programm würde wohl inhaltlich deutlich stärker sein . Aber man kann ja auch ganz neue Programme entwickeln, man muss sich auch nicht auf die alten CPUs festlegen. Aber es widerholt sich, aus meiner Sicht, es gibt momentan einfach keine Programmierer mehr, die das in Angriff nehmen. Ein Fidelity Spracklen Programm ist z.B. natürlich auf schneller Hardware wie dem Phoenix deutlich stärker, seine Gegner allerdings auch. Würde da letztendlich nicht im Endeffekt bei Matches nicht ein ähnliches Ergebnis heraus kommen, nur auf einer höheren Ebene? Als wenn sie mit ursprünglicher Geschwindigkeit laufen würden? Anderseits, wenn die Schachprogramme und die Hardware immer schneller und stärker werden, wer blickt dann noch durch? Stockfisch und Co. brettert einem ja jetzt schon in Sekunden 20 zügige Matts vor die Nase. Immerhin oder Gottseidank hat noch keiner herausgefunden, ob Weiß generell siegen würde in einem Schachspiel, wenn er die besten Züge machen könnte. Das man schnellere Hardware auch in günstigen Schachcomputer einsetzen kann, beweist ja der Chess Genius Pro 2024. Fehlen nur noch Moduleinschübe, und neue Programme. Zu einem bezahlbaren Preis. OT, Foto noch mal geändert, war ein bisschen bunt. |
| Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu udo für den nützlichen Beitrag: | ||
Egbert (28.12.2025), kamoj (28.12.2025), mclane (28.12.2025), Oberstratege (28.12.2025), RetroComp (28.12.2025) | ||
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Hallo Udo,
Nur mal so ein Gedanke, eine offizielle Micro-Schachcomputer-Weltmeisterschaft, basierend auf einem 65C02-Schachprogramm, alternativ auf einem Motorola 68000 basierenden Schachprogramm könnte vielleicht den ein oder anderen Entwickler motivieren ein Schachprogramm für solch eine CPU zu entwickeln. ![]() Fazit: Wir leben noch Udo. ![]() Gruß Egbert Aber wie ?? ![]() |
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