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  #1  
Alt 27.12.2025, 00:15
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udo udo ist offline
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Die Zukunft der Schachprogrammierung..

Hallo, mir ging in den letzten Wochen und Monaten immer der Gedanke durch den Kopf, wie das Computerschachmodell eigentlich in Zukunft weiter geht.

Die Zeiten ändern sich, die Schachcomputer werden mit immer schnellerer Hardware und Programmsimulationen auf PC oder dem neuem Phoenix immer stärker, haben aber zum Teil mit ihren alten Programmcodes zu kämpfen, die für solchen Leistungsschub gar nicht entwickelt wurden. Also ihre alten Fehler beibehalten, und diese eben nur mit höherer Geschwindigkeit wieder geben.

Um bei meinem geliebten, und auch jedem bekannten Mephisto III zu bleiben. Er dient auch nur als bekanntes Beispiel. Im Grunde ein Superintelligentes Programm, fast eine Sensation, allerdings auch mit Schwächen, die auch bei höherer Geschwindigkeit natürlich bestehen bleiben. Das Programm ist im Grunde so wie es ist technisch ausgereizt.
Wie etliche andere ältere Programme auch. Spaß machen sie natürlich trotzdem, denn wer will schon nur noch gegen Stockfish und Co antreten. Wahrscheinlich keiner, der klar bei Verstand ist.


Ich sehe leider nicht, das es noch Programmierer gibt, die ähnliches wie den Mephisto III neu entwickeln, oder auch gerne anderes. Es gibt gar keine wirklich neuen Schachprogramme mehr!

Am PC die ultrastarken bekannten und quasy unbesiegbaren Programme, natürlich super und unerbittlich zur Analyse und Fehlerfindung, aber im Schachcomputerbereich sehe ich nichts, was es nicht in irgendeiner Form schon gibt.
Auch technisch werden die alten Briketts , Programmmodule , Exclusive Bretter, Fidelity , ARB und alle anderen rein Zeitmäßig irgendwann zu Elektroschrott zerfallen.

So frage ich mich,

Ist die Zukunft der normalen Schachcomputer, Brettcomputer, wo man einen Schalter umlegt, und es kann los gehen am Ende angelangt? Bzw. wird man auch in 20 Jahren noch mit den alten Programmen spielen? Z.b. Richard Langs Chess Genius noch in 20 Jahren? Irgendeinen verstaubten Mephisto II Brikett , den man auf dem Speicher fand, versuchen, wieder zu beleben?

Oder wird es hoffentlich einmal neue Programme geben, hier wieder als futuristisches Beispiel einen hochselektiven, neu entwickelten Mephisto VIII , Modell 2050, mit einer max. Rechentiefe von 80 HZ und einem soliden Brute Force Sockel von 8 HZ im Aktivschach im Mittelspiel bei vollem Brett. 64 MB Hashspeicher, Inclusive Turmendspielkenntnisse etc.


Programmiert von einem zukünftigen Programmierer.

Wie seht Ihr das?
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Chess Monarch (27.12.2025), Chessguru (27.12.2025), Egbert (27.12.2025), gavon (30.12.2025), kamoj (28.12.2025), Oberstratege (27.12.2025), pato4sen (27.12.2025)
  #2  
Alt 27.12.2025, 03:11
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..

OT... Ich habe mir neue Fotos gegönnt, zum nahendem Neuen Jahr, alles neu macht der Mai, und Photosh...ist immer dabei, oder so.
Auf dem alten Foto konnte man mich kaum erkennen. Einige Daten aktualisiert, und meine Homepage kann man nun auch erkunden.
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Alt 27.12.2025, 10:27
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MaximinusThrax MaximinusThrax ist offline
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..

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Hallo, mir ging in den letzten Wochen und Monaten immer der Gedanke durch den Kopf, wie das Computerschachmodell eigentlich in Zukunft weiter geht.

Die Zeiten ändern sich, die Schachcomputer werden mit immer schnellerer Hardware und Programmsimulationen auf PC oder dem neuem Phoenix immer stärker, haben aber zum Teil mit ihren alten Programmcodes zu kämpfen, die für solchen Leistungsschub gar nicht entwickelt wurden. Also ihre alten Fehler beibehalten, und diese eben nur mit höherer Geschwindigkeit wieder geben.

Um bei meinem geliebten, und auch jedem bekannten Mephisto III zu bleiben. Er dient auch nur als bekanntes Beispiel. Im Grunde ein Superintelligentes Programm, fast eine Sensation, allerdings auch mit Schwächen, die auch bei höherer Geschwindigkeit natürlich bestehen bleiben. Das Programm ist im Grunde so wie es ist technisch ausgereizt.
Wie etliche andere ältere Programme auch. Spaß machen sie natürlich trotzdem, denn wer will schon nur noch gegen Stockfish und Co antreten. Wahrscheinlich keiner, der klar bei Verstand ist.


Ich sehe leider nicht, das es noch Programmierer gibt, die ähnliches wie den Mephisto III neu entwickeln, oder auch gerne anderes. Es gibt gar keine wirklich neuen Schachprogramme mehr!

Am PC die ultrastarken bekannten und quasy unbesiegbaren Programme, natürlich super und unerbittlich zur Analyse und Fehlerfindung, aber im Schachcomputerbereich sehe ich nichts, was es nicht in irgendeiner Form schon gibt.
Auch technisch werden die alten Briketts , Programmmodule , Exclusive Bretter, Fidelity , ARB und alle anderen rein Zeitmäßig irgendwann zu Elektroschrott zerfallen.

So frage ich mich,

Ist die Zukunft der normalen Schachcomputer, Brettcomputer, wo man einen Schalter umlegt, und es kann los gehen am Ende angelangt? Bzw. wird man auch in 20 Jahren noch mit den alten Programmen spielen? Z.b. Richard Langs Chess Genius noch in 20 Jahren? Irgendeinen verstaubten Mephisto II Brikett , den man auf dem Speicher fand, versuchen, wieder zu beleben?

Oder wird es hoffentlich einmal neue Programme geben, hier wieder als futuristisches Beispiel einen hochselektiven, neu entwickelten Mephisto VIII , Modell 2050, mit einer max. Rechentiefe von 80 HZ und einem soliden Brute Force Sockel von 8 HZ im Aktivschach im Mittelspiel bei vollem Brett. 64 MB Hashspeicher, Inclusive Turmendspielkenntnisse etc.


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Wie seht Ihr das?

Guten Morgen Udo,

ich entpuppe mich da als Schwarzmaler denn ich sehe schwarz für unsere alten Brettgeräte wenn ich da so unsere Jugend sehe für was die sich so interessieren. Ich denke wenn schon irgendwas mit Elektroschach passieren wird, dann wird es auf PC oder Smartphon Basis weitergehen ( KI wird sich noch mehr verbreiten!) denn eben diese Entwicklung wurde ja schon vor Jahren Eingeleitet...wenn es überhaupt noch irgendwelche Liebhaber für die alten Brettgeräte in Zukunft geben sollte dann auf jeden Fall nicht in dem Ausmaß wie eben noch heute und wir sind auch schon älter, es fehlt da einfach der Nachwuchs.
Ich würde mich gerne eines besseren belehren lassen aber ich sagte es ja schon : ich sehe da schwarz.

Gruß
Otto
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Geändert von MaximinusThrax (27.12.2025 um 10:33 Uhr)
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  #4  
Alt 27.12.2025, 17:41
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udo udo ist offline
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..

Hallo Otto, Ja, das ist richtig, obwohl, es gibt ja auch neuere Brettgeräte, die dazugehörige Technik ist bei den spielstarken Geräten in der oberen Klasse aber komplexer geworden. Siehe z.B. Phoenix etc. Was ja erst einmal nicht schlecht ist. Aber auch nicht gerade billig.

Das geniale CB-EMU rettet die alten geliebten Programme wenigstens noch in die digitale Welt. Hier ein Dank an Franz

Aber, es gibt keine Nachfolger mehr der alten Programme und Geräte im üblichen Sinn, wie ich schon oben schrieb. Sie sind im Grunde fast alle mehrere Jahrzehnte alt.
Im Chess Champion 2.0 werkelt ja auch ein älteres, aber von Andrew Keatley modifiziertes Programm.
https://www.schach-computer.info/wik...eatley,_Andrew https://www.schachcomputer.info/foru...ead.php?t=7189

Senserobot und Co sind auch tolle Erfindungen, was sicherlich eine Zukunft hat, aber was steckt drin, was nicht drauf steht.?

Fragen über Fragen, wer kann die Antwort sagen
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kamoj (28.12.2025)
  #5  
Alt 27.12.2025, 17:53
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..

Unsere Zukunft kann nur durch die Vergangenheit begründet werden.
Ich kann nicht wirklich nachvollziehen wie stockfish und die tausende Engines über 2800 ELO uns da jemals befreien können.

Ich glaube auch nicht wirklich daran das sich von den Stockfish gewohnten Programmierern jemand daran macht jemals etwas so selektives zu konstruieren wie Mephi III .

Nur wir können das forcieren.

Die anderen werden state of the art hardware nehmen, mit state of the art open source code und sich was >2800 Elo zusammenbasteln.

In das, in das wir interessiert sind, sind die anderen nicht interessiert.
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Alt 27.12.2025, 18:40
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..

Hallo Udo,

für „Bestleistung auf hohem Niveau“ wird es in Zukunft fast ausschließlich KI-basierte Schachsoftware geben. KI-basierte Programmierung wird weiterhin die Spitzenleistungen setzen, weil:

Neuronale Netzwerke komplexe Positionsbewertungen besser lernen als klassische heuristische Evaluationen. Sie durch Self-Play ständig bessere Strategien entwickeln. Selbst klassische Engines zunehmend Hybridmodelle nutzen (NN-Eval). ABER:

Es gibt es einige Gründe, warum klassische Engines bzw. Retro-Hardware nicht komplett verschwinden werden:

- Viele Enthusiasten lieben alte Hardware (6502, 68000, Z80, etc.)

- Retro-Projekte wie die von Ruud Martin (Phoenix Chess Systems) verbinden Oldie Programme, auf Basis von Emulationen mit moderner Hardware. Schaue Dir doch einmal die Partien an, die ich gerade unter Mephisto Phoenix II im Forum veröffentliche. Mephisto Nigel Short bekommt unter dieser Hardware regelrecht Flügel. Das ist einfach genial.

- Foren wie schachcomputer.info können mit Ihrer Liebe zu den Oldies und einer enormen Fachkompetenz auch den ein oder anderen Kiebitz begeistern. Ich habe hier schon manchen ersten Vorstellungsbeitrag eines neuen Community-Mitglieds gelesen, wo genau dies zum Ausdruck gebraucht wurde. Das dies hier in unserem Forum dazu auch noch auf wirklich freundschaftlich und hilfsbereite Art und Weise geschieht, dürfte sich auch förderlich auswirken.

Meine Einschätzung nach, könnten wir in Zukunft vereinzelt noch Programmierer sehen, die Schachprogramme auf einem 65C02, oder Motorola 68000 entwickeln. Natürlich nicht mit dem Ziel, in die Spielstärke-Regionen von PC-Engines zu kommen. Das ist auch vollkommen illusorisch, man denke an Performance-Grenzen alter CPU's, kleine Registerbreiten,
langsame Taktfrequenzen, wenig RAM.

Das limitiert selbst sehr gute Algorithmen stark. Eine klassische Engine auf 6502 kann vielleicht ~1600–2000 Elo erreichen, aber kaum mehr.

Mit einer guten Compiler / Optimierung kann man per Cross-Compiler und hochoptimierten Assembler viel aus alten CPUs herausholen. Doch kein Trick kann fehlende Rechenleistung ersetzen. Aber hier könnten wieder Nostalgie-Produkte, wie die Mephisto Phoenix I & II von Ruud ins Spiel kommen und für eine massive Beschleunigung sorgen.

Nur mal so ein Gedanke, eine offizielle Micro-Schachcomputer-Weltmeisterschaft, basierend auf einem 65C02-Schachprogramm, alternativ auf einem Motorola 68000 basierenden Schachprogramm könnte vielleicht den ein oder anderen Entwickler motivieren ein Schachprogramm für solch eine CPU zu entwickeln.

Fazit: Wir leben noch Udo.

Gruß
Egbert
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  #7  
Alt 27.12.2025, 18:58
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mclane mclane ist offline
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..

Wie ihr vielleicht wisst habe ich mich das immer wieder gefragt wie es weiter geht.
Schon meine ersten Leserbriefe an CSS handelten davon, wie es jetzt wohl weiter geht.
Aber es hat sich alles nicht so entwickelt wie ich es mir gewünscht hätte. Die menschen haben auch total unterschiedliche Ziele.

Lange war das Hauptziel die Spielstärke schlechthin, egal mit welchen Mitteln.
Heute ist das hinfällig geworden.

Ich glaube was im Retro Bereich spass macht, ist eigene Programme zu entwickeln. Und zwar nicht auf PC Hardware mit 4.2 GHz oder diversen Prozessoren oder Grafikkarten, sondern auf DER alten Hardware auf der unsere Heros gezeigt haben, was sie können.
Was spricht denn dagegen es mal auf 6502 oder 1802 oder z80a zu versuchen.
Oder auf den 16 Bit Prozessoren.

Natürlich mit dem Ziel als Amateur die alten Kisten zu besiegen.

Oder das man Projekte wie Mchess, Mephisto III fortsetzt, sofern die Listings vorhanden sind.

Es gab doch auch mal im Schachcomputer Info Forum den Versuch ein Basic Schachprogramm fortzusetzen oder mit mehreren zu entwickeln. Was ist eigentlich daraus geworden.

In einem anderen Thread berichte ich u.a. von einem „homebrew“ Schachprogramm auf dem Texas Instruments TI99/4a Rechner.
Also einer Uralt-Hardware von 1979. aber das macht soviel Spass zu sehen wie es Gestalt gewinnt und das Ergebnis dann gegen andere Schachcomputer aus den Anfängen antreten zu lassen.

Und wenn es uns gelingt diesen Spirit einzufangen und beizubehalten, wenn wir den Kontakt zu den Programmiern der alten Zeit nicht verlieren,
werden wir auch den Spass und den Sinn nicht verlieren.

Lars z.B. hat mit seinem Kontakt zu Ulf sehr viel geleistet. Eberhard hat sein ganzes Herzblut in monatelange Testphasen mit Mephisto III S gesteckt. Und versucht das nun in Tests mit dem Constellation Expert fortzuführen.

Wenn es uns gelingt diesen Spirit beizubehalten, immer wieder zu forschen, die Helden unserer Vergangenheit wach zu halten, dann können wir die Zukunft gestalten.

Ich hatte wirklich geglaubt das die Community irgendwann die Listings von Mephisto III S bekäme, und wir vielleicht zusammen mit Thomas Nitsche oder seinen Söhnen das Programm fortsetzen könnten.

Nicht um Stockfish zu schlagen oder ein ELO 3000 Programm zu bekommen. Sondern um zu verstehen wie das Programm funktioniert.
Ich glaube das die Community solche Projekte , in die sie eingebunden ist, braucht.

Die stärke dieses Mediums Internetforen und Community liegt im Austausch.
Das jeder seinen Teil beitragen kann und unerheblich wieviel oder wie wenig es ist, zusammen mit anderen an einer Sache arbeiten und teilhaben kann.

Das macht Schachcomputer.info und überhaupt das Computerschach aus.

Es heisst wohl Computerschach. Aber eigentlich geht es um uns Menschen.

Schach ist so vielfältig das wir uns über Jahre einbringen können.

retro wettbewerbe wie: wer schlägt unsere alten Schachcomputer mit einem neuen Programm auf der alten Hardware.

Das ist es , wie ich finde, was die Zukunft bringen wird.

Wir haben gerade erlebt das Commodore von den Fans aufgekauft wurde und die nun neue Commodore Geräte herausbringen.

Wer sonst sollte das können ? Wenn nicht die, die es selbst heute noch tagtäglich mit den alten C64 Kisten zuhause machen ????

Und das denke ich, ist die Zukunft.

Wir machen selber Computerschach.
Wir kontaktieren die alten Programmierer und würdigen ihre Arbeit.
Die Events organisieren wir. Es macht wenig sinn Programme mit 2800+ zu besprechen.
Das sollen jene GM machen die eine solche ELO haben.

D.h. die alte Hardware, mit neuen Programmen bespielen. Und dann in dem Pool der alten Geräte mit der neuen Software „fischen“
Das ist m.E. die Zukunft des Computerschachs so wie ich es verstehe.

Das CSS Forum geht unter, schon seit Jahren, weil es sich auf die 2800+ Ebene verlässt.

Das hat m.E. gar keine Zukunft.
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Geändert von mclane (27.12.2025 um 19:24 Uhr)
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  #8  
Alt 27.12.2025, 19:10
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Egbert Egbert ist offline
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Hey Thorsten, ich bin nicht Eberhard Aber Du hast Recht, so schnell geben wir uns nicht geschlagen.

Gruß
Egbert
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  #9  
Alt 27.12.2025, 19:45
Hartmut Hartmut ist offline
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 Zitat von mclane Beitrag anzeigen
Es gab doch auch mal im Schachcomputer Info Forum den Versuch ein Basic Schachprogramm fortzusetzen oder mit mehreren zu entwickeln. Was ist eigentlich daraus geworden.
Während ich zu den anderen Themen wenig sagen kann (da dürften andere besser informiert sein) so kann ich doch zum obigen Thema etwas beisteuern.

Das Schachprogramm an sich ist nahezu fertig, teilweise mit KI-Hilfe, teilweise ohne. Allerdings haben sich hier einige Probleme im Code aufgetan, die ich derzeit noch nicht vernünftig lösen konnte. Einerseits durch Krankheit (2022 Lungenkrebs und COPD, 2025 dann eine Metastase im Kopf, beides wahrscheinlich geheilt, aber ich bekomme nach wie vor noch Immuntherapie), andererseits einfach durch interne Code-Probleme, die hauptsächlich damit zusammenhängen, dass ich erstmal den ganzen Code nochmal umbauen und auf einen 32-bit oder gar 64-bit Code bringen muss, zumal ich den ursprünglichen BASIC-Code erhalten will. Das fertige Produkt dann auf eine andere Basis zu stellen (Pascal, C, etc.), oder das Programm durch eine Eröffnungsbibliothek ergänzen, eine Hash-Tabelle einbauen und so weiter können dann andere machen. Da fehlt mir einfach ein wenig die Zeit dafür.

Leider haben sich die Mitstreiter dieses Projekts weitgehend zurückgezogen, so dass ich die Arbeit jetzt alleine auf dem Tisch habe, was auch dazu geführt hat, dass mir einfach ein wenig die Lust gefehlt hat hier alleine weiterzumachen. Aber ich bin dran und komme vermutlich nochmal darauf zurück, könnte aber durchaus ein wenig Hilfe dabei gebrauchen.
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Alt 27.12.2025, 19:50
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Hallo Hartmut,

ich wünsche Dir weiterhin beste Genesung!

Gruß
Egbert
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