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Mythbuster (16.02.2021) | ||
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AW: Der DGT Centaur - Die Review
Passt irgendwie gerade zum aktuellen Shitstorm, der sich über Chessbase zusammenbraut, nachdem Sie Stockfish mit einen eigenen neuronalen Netz verknüpft haben und dies nun für einen stolzen Preis als "die" neue Engine anbieten, die alle anderen hinter sich lässt. Da hat sich DGT doch deutlich zurückhaltender verhalten. Bis heute ist eigentlich völlig unbekannt, welcher Programmierer hinter der Centaur-Engine steckt. Kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass DGT die Engine selbst entwickelt hat.
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AW: Der DGT Centaur - Die Review
DGT hat keine neue Engine entwickelt. Im Centaur werkelt, wie schon so oft angesprochen, Stockfish in der Version 310118. Was im Centaur als adaptiv beschrieben wird, ist ein Algorithmus, der aus dem Multivarianten Modus von Stockfish (z.B. Friendly Modus auf 10 Züge gestellt) einen Zug auswählt, um die Stellung ungefähr im Gleichgewicht zu halten bzw. sich an den ausgeführten Zügen zu orientieren und vergleichbar gute oder schlechtere Züge ausspielt. Wobei „orientiert“ die falsche Begrifflichkeit darstellt. Es ist ein stures auswählen aus einer vorhandenen Zugliste, generiert aus dem Multivarianten Modus. Somit suggeriert der Centaur maximal ein adaptives Spiel, was es aber nicht ist. Figureneinsteller seitens des menschlichen Spielers, werden teilweise umgehend mit Einstellern des Centaur beantwortet. Ebenso werden sehr vorteilhafte Stellungen teilweise mit nur einem Zug in eine ausgeglichene oder gar verlorene Stellung verwandelt. Auch in den Partien von Beeco76 finden sich diese Nachweise.
Wenn man sich diese Tatsache vor Augen führt oder noch besser, sich die Mühe macht und die genannte Stockfish Version unter Arena einbindet und den Multivarianten Modus auf 10 stellt, versteht man, warum sich teilweise so seltsame, unausgewogene Partien entwickeln. Genau diese Dinge vermitteln mir eben nicht den Eindruck, einen menschlichen Ersatz als Gegner vorzufinden, sondern ein unnatürliches Konstrukt, welches nicht ausgereift erscheint, sich auf dem Niveau einer frühen Entwicklungsversion zu befinden. Nun kann man gerne versuchen, diese Spielverhalten mit aller Vehemenz zu verteidigen oder Aussagen versuchen zu diskreditieren. Es ändert aber nichts an den mehrfach beschriebenen Fakten. Es ist immer besser die härteste Wahrheit zu ertragen, als sie zu verschleiern und in Illusionen zu leben. Natürlich kann man mit dem Centaur Spaß haben, was auch von uns nie bestritten wurde. Oder wie Raphael von chesshouse es in seiner YouTube Rezension so wunderschön diplomatisch verpackte: „You have the basics to play chess…“ Genau, aber eben auch nicht mehr. Gruß Micha |
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chessman68 (17.02.2021), Hartmut (16.02.2021), Mythbuster (17.02.2021), Nisse (16.02.2021), RetroComp (17.02.2021), Schachhucky (16.02.2021), Tintenfisch (16.02.2021) | ||
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