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Nabend,
sehr interessant, die Frage, wie die Zukunft der Schachcomputer aussehen könnte! Nun, ich denke, es wird ab jetzt vor allem darum gehen, wie man ein Programm elegant und genial "verschlechtern" und "bremsen" kann, so dass es mit "menschlichen" Fehlern spielt und der Mensch einen ernsthaften Trainingspartner bekommt. Das ist nämlich die hohe Kunst! Es gab viele Versuche aber keiner ist bisher überzeugend. Entweder es werden unnatürlich Bauern oder Leichtfiguren geopfert oder die Spielstärke schwankt während der Partie stark zwischen niedrig und hoch. Maia ist da vielleicht noch der beste Ansatz, bin auf Maia2 gespannt, das es aber erst im beta-Status gibt. Für mich waren die alten "Module" immer so wertvoll, weil sie wirklich aus Leibeskräften 3 Minuten rechnen (eine wichtige Zeit, in der auch ich überlegen kann) und dann ihren besten Zug ausspucken. Wenn man nur etwa 1600 DWZ hat (so wie ich) ist man froh, so einen ebenbürtigen Gegner gefunden zu haben (Leider sind die selten, im Bereich 1800-2100 gibt es sehr viel mehr!) Und was eigene Programme betrifft: ich schreibe ja seit etwa 10 Jahren an einem eigenen JAVA-Schachprogramm (habe ich hier im Forum schon öfter erwähnt), das so umständlich und langsam geschrieben ist, so dass es knapp etwas stärker ist als ich. Immerhin ist es aber von Null auf selbst entwickelt. Dabei lernt man viel über Schach und über Java. Klar, wünschte ich, es wäre etwas stärker und schneller - aber wieso überhaupt? ![]() Es hat ja gerade den Charme eines anfälligen Programms, dass je nach Stellung maximal bis Tiefe 7,8,9 oder 10 kommt, da es rekursiv rechnet. Momentan versuche ich es übrigens, mittels KI zu beschleunigen. Anfangs war ich begeistert aber momentan stelle ich fest, dass der Code hier und da auch verändert, verschlimmbessert und langsamer gemacht wird - Frechheit! ![]() Aber es wäre ja auch dann nicht mehr MEIN Programm. Am besten mache ich selbst wieder alleine weiter ... verbessern kann man es immer, auch wenn es dadurch immer langsamer wird. Will sagen: ich habe gar kein Interesse daran, ein neues Stockfish zu schreiben und ich will auch nicht gegen ein 3700-ELO-Stockfish spielen! Wahrscheinlich sind gleichstarke menschliche Gegner immer noch am spannendsten und geeignetsten ... ich sage nur DSAM-Turniere, die liebe ich! Dies war mein Senf zum Thema ![]() liebe Grüße der Eskimo
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Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben |
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Nabend,
sehr interessant, die Frage, wie die Zukunft der Schachcomputer aussehen könnte! Nun, ich denke, es wird ab jetzt vor allem darum gehen, wie man ein Programm elegant und genial "verschlechtern" und "bremsen" kann, so dass es mit "menschlichen" Fehlern spielt und der Mensch einen ernsthaften Trainingspartner bekommt. Das ist nämlich die hohe Kunst! Es gab viele Versuche aber keiner ist bisher überzeugend. Entweder es werden unnatürlich Bauern oder Leichtfiguren geopfert oder die Spielstärke schwankt während der Partie stark zwischen niedrig und hoch. liebe Grüße der Eskimo Von daher waren und sind die alten Programme auf Programmmodulen natürlich optimal. Sie haben die vorhandene Hardware voll ausgenutzt. Und machten ihre Fehler eben auf Grund der begrenzten Rechentiefe. Und natürlich auch durch teils mangelndem Schachwissen. Ich frage mich trotzdem, was es für einen Sinn macht, Schachprogramme zu entwickeln, welche sich der 4000 Elo-Marke nähern. Das ist im Grunde ein Kampf der Maschinen, Menschen haben keine Chance mehr. Aber trotzdem gibt es ja selbst auf diesem Niveau Fehler auf höchstem Level, da ja immer noch Programme gegen andere Programme verlieren. Aber so ist es eben, man will die Grenzen immer weiter herausschieben, und wenn die CPU`s erst einmal in 2 stellige Gigahertzbereiche gelangen, wer weiß, was dann noch kommt. Wenn es nach mir geht, sollte man anstatt immer schneller, auch einmal verbesserte Schachprogramme entwickeln, was den Output und die Bedienung betrifft. Mein Fritz 18 zeigt auch nicht mehr an, als seine Vorgänger, CS Tal II z.B. konnte wenigstens man noch beim Rechnen zusehen. Geändert von udo (11.01.2026 um 22:06 Uhr) |
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Oberstratege (11.01.2026) | ||
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AW: Die Zukunft der Schachprogrammierung..
Diese zutreffende Aussage gefällt mir. Beste Grüsse Kurt |
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Eskimo (14.01.2026) | ||
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