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  #1  
Alt 10.03.2018, 23:10
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AW: Vergleich 8bit CPU's

Ich hatte vor drei Jahren mal eine Liste eingestellt. Zu finden ab diesem Beitrag, die Liste findet sich ganz am Schluss.
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RetroComp (10.03.2018)
  #2  
Alt 11.03.2018, 10:32
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AW: Vergleich 8bit CPU's

Hallo Solwac,

vielen Dank für den interessanten Thread.
Aus Mapis Tabelle zum Dhrystone benchmark geht hervor, dass der 8bit H8 bei gleicher Taktfrequenz etwa 0,88x so schnell ist wie ein 6502, ein 10Mhz Centurion würde auf Dhrystone bezogen also die Rechenleistung eines 8,8Mhz 6502 erreichen. Das ist schon mal sehr interessant.

Für Schach wären natürlich Knoten/s oder Schachmips noch besser. Da ist ja Deine Tabelle im Anhang bei der ich jedoch noch etwas Verständnisprobleme habe die richtig zu lesen.Eventuell ist da auch ein Fehler drin, der Mephisto Milano Pro wird dort mit einem H8 10Mhz aufgeführt? Und der Novag Constellation hat dort 3Mhz, der hat aber eigentlich nur 2Mhz?

Desweiteren habe ich noch etwas Probleme die Tabelle richtig zu lesen. Meine Fragen:
Was bedeutet die Zahl 3600 in Spalte H8 Prozessor und der Zeile Fidelity Prestige? Der Faktor CPU ist eventuell der Dhrystone Wert?
Also, wenn ich das richtig sehe erreicht der H8 10Mhz 3600Knoten im Vergleich zum Schachcomputer mit 6502 5Mhz 1300Knoten. Das würde auf 1 Mhz bezogen 360Knoten für den H8 und 260 Knoten für den 6502 ergeben. Bei der wichtigen Zahl der Knoten wäre also der H8 deutlich schneller als der 6502 pro Mhz. Oder anders ausgedrückt der viel verwendete 10Mhz H8 entspräche einem 13,8Mhz 6502 im Hinblick auf die Rechenleistung in Knoten.

Also, im Hinblick auf Dhrystone ist der 6502 etwas schneller als der H8 , im Hinblick auf die Berechnung von Knoten beim Schach ist jedoch der H8 schneller als der 6502, alles bezogen auf eine gleich hohe Taktfrequenz.

Viele Grüße
Jürgen
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  #3  
Alt 11.03.2018, 13:14
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AW: Vergleich 8bit CPU's

Genau, die Spalten geben die ungefähre Knotenzahl an. Dabei habe ich stark gerundet, da schon die Ausgangszahl unsicher ist.

Der Unterschied zwischen Knotenzahl und Dhrystone resultiert bei den älteren und kleineren CPU daher, dass sie nicht gut per Compiler zu programmieren sind.

In dieser Tabelle habe ich der 68030 noch 25% mehr als der 68020 gegeben. Inzwischen tendiere ich aber zu einem deutlich kleinerem Vorteil, da die 68030 offenbar in weiten Teilen nur stärker integriert, aber von der Logik her unverändert geblieben ist.

Geändert von Solwac (12.03.2018 um 13:55 Uhr)
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RetroComp (11.03.2018)
  #4  
Alt 11.03.2018, 16:54
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AW: Vergleich 8bit CPU's

 Zitat von RetroComp Beitrag anzeigen
Für Schach wären natürlich Knoten/s oder Schachmips noch besser.
Das würde in der Regel nur dann etwas bringen, wenn man gleiche Programme auf den Prozessoren vergleicht, also z.B. Psion Chess auf 68030 und 80386. In der Regel ist es bei unseren normalen Schachcompis aber so, dass normalerweise völlig gleiche Programme nicht auf unterschiedlichen Prozessoren angeboten werden bzw. nur auf Prozessoren der gleichen "Familie" (also z.B. 68xxx). Insofern kann man da Knotenzahlen nur schlecht vergleichen.
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  #5  
Alt 11.03.2018, 17:08
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AW: Vergleich 8bit CPU's

Hallo Hartmut,

mir ist klar das diese Angaben nur Anhaltspunkte liefern. Der Dhrystone misst im wesentlichen nur Ganzzahloperationen und was der Programmierer aus der gegeben Hardware herausholt war schon immer unterschiedlich. Je komplexer die Prozessoren wurden desto schwieriger wurde es ja auch einen einzelnen Benchmark zur Leistungsfähigkeit bei komplexen Programmen heranzuziehen. Heutige Prozessoren werden mit zig benchmarktests mit unterschiedlichen Schwerpunkten von Grafikaufgaben, Nummerische Aufgaben, Speicherdurchsatz etc... getestet und nur aus der Vielzahl der unterschiedlichen Tests kann man sich ein ungefähres Bild machen.

Aber mir ging es ja um die noch sehr überschaubaren 8-bitter und da liefert der Dhrystone und eventuell auch die Anzahl der Knoten doch einen gewissen Anhaltspukt für einen Vergleich. Ich jedenfalls schliesse aus diesen Zahlen, dass der 6502 und der H8 in etwa auf Augenhöhe waren, was die Rechenleistung für ein Schachprogramm angeht. Wie sich das im Zusammenspiel mit der jeweiligen sonstigen Hardware und dem jeweiligen Programm niederschlägt ist dann sicher noch eine andere Frage.

Viele Grüße
Jürgen
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  #6  
Alt 12.03.2018, 13:11
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AW: Vergleich 8bit CPU's

Hallo Jürgen,

also ich denke das der H8 einen alten 6502 locker in die Tasche steckt - auch auf Mhz normiert.
Als alter H8 Hase (siehe hier: https://picochess.com/thinking-machi...-project-1993/) darf ich mir diese Meinung auch erlauben

Jürgen


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Hallo Hartmut,

mir ist klar das diese Angaben nur Anhaltspunkte liefern. Der Dhrystone misst im wesentlichen nur Ganzzahloperationen und was der Programmierer aus der gegeben Hardware herausholt war schon immer unterschiedlich. Je komplexer die Prozessoren wurden desto schwieriger wurde es ja auch einen einzelnen Benchmark zur Leistungsfähigkeit bei komplexen Programmen heranzuziehen. Heutige Prozessoren werden mit zig benchmarktests mit unterschiedlichen Schwerpunkten von Grafikaufgaben, Nummerische Aufgaben, Speicherdurchsatz etc... getestet und nur aus der Vielzahl der unterschiedlichen Tests kann man sich ein ungefähres Bild machen.

Aber mir ging es ja um die noch sehr überschaubaren 8-bitter und da liefert der Dhrystone und eventuell auch die Anzahl der Knoten doch einen gewissen Anhaltspukt für einen Vergleich. Ich jedenfalls schliesse aus diesen Zahlen, dass der 6502 und der H8 in etwa auf Augenhöhe waren, was die Rechenleistung für ein Schachprogramm angeht. Wie sich das im Zusammenspiel mit der jeweiligen sonstigen Hardware und dem jeweiligen Programm niederschlägt ist dann sicher noch eine andere Frage.

Viele Grüße
Jürgen
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RetroComp (12.03.2018)
  #7  
Alt 12.03.2018, 13:35
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AW: Vergleich 8bit CPU's

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Hallo Jürgen,

also ich denke das der H8 einen alten 6502 locker in die Tasche steckt - auch auf Mhz normiert.
Als alter H8 Hase (siehe hier: https://picochess.com/thinking-machi...-project-1993/) darf ich mir diese Meinung auch erlauben

Jürgen
Hallo Jürgen,

ja, ich vermute dies auch. Ich kann mich noch an ein Interview mit Frans Morsch entsinnen, in welchem dieser über die Möglichkeiten des H8-Prozessors sehr angetan war. Da Frans ja auch bestens mit dem 6502 vertraut war, muss man davon ausgehen dass der H8-Prozessor schon ein ordentliches Stück schneller ist.

Gruß
Egbert
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RetroComp (12.03.2018)
  #8  
Alt 12.03.2018, 18:25
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Hallo Jürgen,

ja, ich vermute dies auch. Ich kann mich noch an ein Interview mit Frans Morsch entsinnen, in welchem dieser über die Möglichkeiten des H8-Prozessors sehr angetan war. Da Frans ja auch bestens mit dem 6502 vertraut war, muss man davon ausgehen dass der H8-Prozessor schon ein ordentliches Stück schneller ist.

Gruß
Egbert
Hallo Egbert,

mir ist klar, dass das auf konkrete Schachcomputer übertragen alles schwer zu vergleichen ist. Aber man kann natürlich auch mal schauen, was die Wiki-Elo List dazu sagt. Einer der letzten und modernsten Rechner mit 6502 CPU ist der Nigel Short, getaktet mit 5 Mhz erreicht er in der WikiListe 2028 ELO. Der ebenfalls viel getestete Saitek Centurion mit Frans Morsch Programm und H8 Prozessor mit 10Mhz erreicht 2021 ELO. Trotz doppelter Taktfrequenz kann der Saitek Centurion den Nigel Short nicht überholen.

Mir ist klar, dass das sehr unterschieliche Programmierer sind und die Schachcomputer sind unterschiedlich ausgestattet, aber zumindest mit der WikiListe kann man nicht argumentieren das der H8 8bit den 6502 überflügelt.

Viele Grüße
Jürgen
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  #9  
Alt 12.03.2018, 18:50
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Hallo Egbert,

mir ist klar, dass das auf konkrete Schachcomputer übertragen alles schwer zu vergleichen ist. Aber man kann natürlich auch mal schauen, was die Wiki-Elo List dazu sagt. Einer der letzten und modernsten Rechner mit 6502 CPU ist der Nigel Short, getaktet mit 5 Mhz erreicht er in der WikiListe 2028 ELO. Der ebenfalls viel getestete Saitek Centurion mit Frans Morsch Programm und H8 Prozessor mit 10Mhz erreicht 2021 ELO. Trotz doppelter Taktfrequenz kann der Saitek Centurion den Nigel Short nicht überholen.

Mir ist klar, dass das sehr unterschieliche Programmierer sind und die Schachcomputer sind unterschiedlich ausgestattet, aber zumindest mit der WikiListe kann man nicht argumentieren das der H8 8bit den 6502 überflügelt.

Viele Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,

ein solcher Quervergleich ist wirklich kaum zu machen. Das Nigel Short Programm dürfte auch das stärkste Schachprogramm sein, welches jemals auf eine 6502-Prozessor zum Einsatz kam. Ein tolles Gerät Würde das sehr gerne auf dem Revelation II (trotz Drucksensoren-Technik) laufen sehen...

Gruß
Egbert
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RetroComp (12.03.2018)
  #10  
Alt 12.03.2018, 14:02
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Sicher macht er das. Die H8-Familie bot viel Leistung und trotzdem die Vorteile von Mikrocontrollern wie geringer Aufwand für eine vollständige Lösung.
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