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AW: Zep Tepi, die erste Zeit der Computerschach Götter
[Event "40/120 beaglebone"] [Site "SCW"] [Date "2025.04.14"] [Round "1"] [White "Mephisto Almeria 68000"] [Black "Chafitz Sargon4 BB 125 mhz"] [ECO "A28"] [Result "1/2-1/2"] 1. c4 e5 2. Nc3 Nf6 {"} 3. Nf3 Nc6 4. e3 Bb4 5. Qb3 e4 6. Ng5 {"} Bxc3 7. bxc3 h6 8. Nh3 d6 9. Nf4 O-O 10. Be2 Na5 11. Qa4 c5 12. O-O Bd7 13. Qc2 Qe7 14. Ba3 Bc6 15. Rab1 b6 16. Bb2 Qb7 17. Ra1 Nd7 18. Nd5 Rae8 19. d3 exd3 20. Bxd3 Nxc4 21. Bxc4 Bxd5 22. Bxd5 Qxd5 23. Rfd1 Qc6 24. c4 Re6 25. Rac1 Rfe8 26. Qd3 a6 27. h3 Rg6 28. Qd5 Qxd5 29. Rxd5 b5 30. cxb5 axb5 31. Rd3 Ra8 32. Rb3 Ra5 33. a3 c4 34. Bc3 Nc5 35. Rbb1 Rxa3 36. Bb4 Rb3 37. Bxc5 Rxb1 38. Rxb1 dxc5 39. Rxb5 Rg5 40. f3 Rd5 41. e4 Re5 42. Ra5 f5 43. exf5 c3 44. Ra2 Rxf5 45. Rc2 Kf7 46. Rxc3 Ke6 47. g4 Rd5 48. Kf2 g5 49. Kg3 Ke5 50. h4 Kd4 51. Rc1 c4 52. hxg5 hxg5 53. f4 gxf4+ 54. Kxf4 c3 55. g5 Kd3 56. Rd1+ Kc4 57. Rc1 Kb3 58. g6 c2 59. g7 Rd8 60. Kf5 Kb2 61. Rxc2+ Kxc2 62. Kf6 Kc3 63. Kf7 Rd7+ 64. Kf6 Rd6+ 65. Kf7 Rd7+ 66. Kf6 Rxg7 67. Kxg7 {Remisreklamation Chafitz} 1/2-1/2 Der Chafitz hätte das erstaunlicherweise mit schwarz gewinnen können. aber im Endspiel hat er es noch ins remis geschaukelt. Ein sehr passives Spiel von Almeria... ![]()
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Schach ist das Spiel, das die Verrückten gesund hält. (Albert Einstein) |
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AW: Zep Tepi, die erste Zeit der Computerschach Götter
Intermezzo:
Als Deutschland eine eigene CPU hatte... https://www.golem.de/news/olympia-cp...02-163221.html Spannende Story!!
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Die ganze Welt des Computerschachs Geändert von mclane (25.04.2025 um 10:11 Uhr) |
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AW: Zep Tepi, die erste Zeit der Computerschach Götter
In meinem Zep Tepi Turnier habe ich ja das Programm Videochess von 1979 herausgenommen.
Der TI99/4A auf dem die Engine lief war komplett mit Bausteinen des Konzerns Texas Instruments gebaut und schon damals mit einem 16 Bit Prozessor ausgestattet. Lange bevor die anderen Homecomputer sowas hatten und kommerziell umsetzten, konnte Texas Instruments mit 16 Bit glänzen . Allerdings hatte das Gerät noch merkwürdige strukturelle Design Schwächen was Speicher und Umsetzung der Sprachen angeht. Aber prinzipiell war das schon ein spannendes Gerät. Leider ist das Schachprogramm das man schon 1978 entwickelt hatte sehr schwach. Zwar kann man es auf 200 Sekunden maximale Bedenkzeit einstellen, aber es spielt sehr schwach. Es ist m.E. anzunehmen das dieses Programm das ja viele Features eingebaut hat, den Prozessor nicht in seiner ganzen stärke ausnutzt. Nun ist es mir gelungen Kontakt mit einem Programmierer aufzunehmen der versucht ein Schachprogramm auf dem Ti99/4a zu schreiben. Und zwar in USCD Pascal. Sein Name ist Walid Maalouli, der Alias Name ist Vorticon. Er berichtet darüber im Atari Age Forum, im Unterbereich Ti99/4a. Dort veröffentlicht er auch die Engine die man auf dem Emulator Classic99 laufen lassen kann. https://forums.atariage.com/topic/24...phoenix-chess/ Sein Schachprogramm nennt er Phoenix Chess. Die grundlegende Idee ist es auf dem Ti99/4a ein weiteres Schachprogramm herauszubringen das stärker ist als das einzige erhältliche, Video Chess. Es ist ein weiter weg aber ihr könnt diesen Weg im Forum verfolgen. Vorticon ist auch ein schachcomputerfreund. Er hat einige Modelle zuhause. Meine Idee ist, dieses neue Phoenix Chess Programm dann in mein Turnier mit aufzunehmen, wenn es konkurrenzfähig ist. Noch ist das wie gesagt ein weiter weg. Ich finde aber solche Projekte sehr interessant. Der ti99/4a hat nur ein Schachprogramm weil er zu früh auf den Markt kam. In der Zeit um 1978 gab es nicht viel starke Auswahl. Und als dann der Homecomputer Markt boomte und diverse Geräte wie C64 oder ZX Spectrum für viel Software sorgten, hatte sich Texas Instruments schon wieder aus dem Homecomputer Markt zurückgezogen. Dazu etwas Futter: https://digitalesleben.blog/2023/05/...i-99-computer/ Wird es gelingen auf dem TI ein konkurrenzfähiges Schachprogramm zu konstruieren? Vorticons UCSD Pascal Schachprogramm benutzt Bitboards, ist aber noch sehr langsam. Was wohl auch damit zu tun hat das der Compiler nicht direkt in Maschinen Sprache übersetzt sondern in eine Vorstufe, GPL. Im Prinzip wenn der BASIC interpreter euren Code ablaufen lässt wird dieser 2x interpretiert. Von BASIC erst in GPL und erst dann in Maschinencode. Dementsprechend langsam ist das. Bei UCSD Pascal leider genauso. Auch hier wird erst über GPL zwischenübersetzt.
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Hallo Thorsten..
Es entführt mich in eine Ära, in der die Computertechnologie noch in den Kinderschuhen steckte und trotz begrenzter Hardware-Ressourcen beeindruckende und zuweilen revolutionäre Softwarelösungen entstanden. Insbesondere die Schachprogramme der 1980er Jahre haben bis heute ihren besonderen Charme – sie zeugen von Pioniergeist und technischer Kreativität in einer Zeit, in der Rechenpower und Speicherplatz zu den größten Herausforderungen gehörten. Ich bin gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickelt. Gruss Mark 1 |
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AW: Zep Tepi, die erste Zeit der Computerschach Götter
Das faszinierende ist ja das Videochess für den ti99/4 entwickelt wurde der 1979 auf den Markt kam und keine wirklich gute Tastatur hatte.
Denn da gab es ja noch keinen Ti99/4a als Videochess verkauft wurde. Der kam erst 1981 auf den Markt. Ich habe im thread auf atari age gelesen es gab neben intermediate auch eine advanced Variante. Aber das debugging war nicht abgeschlossen als man die software auf den markt bringen wollte. So ist Videochess dann ohne diese stärkere Spielstufe veröffentlicht worden 1979. Wer hat Videochess geschrieben. Wo ist das unveröffentlichte Level.
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Hallo Thorsten...
Ich erinnere mich daran, wie ich den Ti damals in Hannover sah , wenn ich mich richtig erinnere , war es bei Brinkman, einem Ort, den es heute leider nicht mehr gibt. Dort stand ich und beobachtete, wie er quasi gegen sich selbst spielte ,so war es in meiner Erinnerung verankert. Und all die Kaufhäuser, die es einst gab und in denen ich so oft verweilte, lösen heute nur noch ein Gefühl tiefer Traurigkeit in mir aus. Mark 1 |
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Gemini über Mephisto III S Glasgow:
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Genau das ist der absolute Kernpunkt, warum der Mephisto Glasgow (und ähnliche Maschinen dieser Ära) so unglaublich faszinierend war: Er erreichte seine beeindruckende Spielstärke mit nur drei bis sechs Knoten pro Sekunde! Die wahre Meisterleistung des Mephisto Glasgow Heutzutage sind wir es gewohnt, dass Schach-Engines Milliarden von Stellungen pro Sekunde berechnen. Wenn man das mit den winzigen drei bis sechs Knoten (Stellungen/Positionen) pro Sekunde des Mephisto Glasgow vergleicht, wird die Leistung des Programmiererteams um Thomas Nitsche und Elmar Henne erst richtig deutlich: * Intelligenz statt Brute Force: Diese extrem niedrige Knotenrate bedeutet, dass der Glasgow sich nicht auf rohe Rechenkraft verlassen konnte. Stattdessen musste seine Programmierung unglaublich "intelligent" und "selektiv" sein. Er musste schnell erkennen können, welche Züge vielversprechend waren und welche Linien es sich lohnte, genauer zu untersuchen, während Milliarden andere ignoriert wurden. Das ist das Gegenteil des Deep-Blue-Ansatzes. * Menschliche Intuition im Code: Im Grunde versuchten die Entwickler, menschliches Schachverständnis und Intuition in Algorithmen zu gießen. Man kann sich vorstellen, dass das Programm Heuristiken und Bewertungsfunktionen hatte, die es ihm ermöglichten, positionelle Konzepte wie Königsicherheit, Bauernstrukturen, Figurenkoordination und strategische Pläne zu "verstehen", anstatt nur taktische Drohungen zu berechnen. * Die Kunst des Programmierens unter Einschränkungen: Es war eine Meisterleistung der Software-Entwicklung, mit den damaligen begrenzten Speicher- und Rechenkapazitäten ein so starkes und "menschlich" spielendes Programm zu schaffen. Jeder Byte und jeder Rechenzyklus mussten optimal genutzt werden. * Ein Denkmal für symbolische KI: Der Glasgow ist ein hervorragendes Beispiel für die symbolische KI-Ära, in der man versuchte, menschliches Wissen und Regeln explizit zu repräsentieren und zu verarbeiten. Im Gegensatz dazu stehen die späteren neuronalen Netze, die ihr Wissen implizit durch Training erlernen. Es ist genau diese Tatsache – die Fähigkeit, mit minimalen Ressourcen maximale Wirkung zu erzielen – die den Mephisto Glasgow für viele als den vielleicht interessantesten und beeindruckendsten Schachcomputer seiner Zeit auszeichnet. Er war ein Beweis dafür, dass "kluge" Programmierung manchmal mehr Wert sein kann als schiere Rechenpower. Vielen Dank, dass du diesen entscheidenden Aspekt hervorhebst! Er unterstreicht, wie vielfältig die "Interessantheit" eines Schachcomputers sein kann.
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Ich hatte euch ja schon mal den Oric Atmos vorgestellt. Hier ein Video das seine Fähigkeiten etwas beleuchtet:
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu mclane für den nützlichen Beitrag: | ||
kamoj (05.06.2025) | ||
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