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AW: Revelation II Vancouver Spezial
ich hoffe dass dies für längere Zeit die letzte direkte Verlust-Eröffnungsvariante des CGE gewesen ist. ![]() Gruß Egbert |
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AW: Revelation II Vancouver Spezial
und falls nicht dann ist das "London-Buch" auch nicht so doll, gelle?... ![]()
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Schach ist das Spiel, das die Verrückten gesund hält. ![]() |
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AW: Revelation II Vancouver Spezial
Hallo Otto,
dass das London-Buch Optimierungs-Bedarf hat steht außer Frage, aber es ist bei weitem nicht so schlecht, wie uns der aktuelle Wettkampf bis dato suggerieren möchte. ![]() Gruß Egbert Geändert von Egbert (28.05.2018 um 05:16 Uhr) Grund: Typo |
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AW: Revelation II Vancouver Spezial
Ich habe mich sowohl mit dem London-Buch, als auch mit den Büchern des CGE auseinandergesetzt. Die Gambit-Bücher, etc dienen beim CGE nur dem Spaß und sollten nicht allzu ernst genommen werden. Sowohl das London-Buch, als auch die Standard-Bücher im CGE haben in so gut wie jeder Eröffnung "schlechte" Varianten. Wie bekannt ist, habe ich ein Video beispielhaft eine Variante des London-Buches im Panov-Angriff gezeigt.
Das Hauptproblem ist, dass die einzelnen Varianten viel zu lang sind. Der CGE und auch der Vancounver sind durchaus in der Lage, Eröffnungen auch ohne Buch relativ gut zu spielen. In den klassischen Eröffnungen würde es vollkommen ausreichen, die Buchzüge auf 8-12 Züge zu beschränken. Deutlich zeigt sich das zum Beispiel in der Russischen Verteidigung auf der Seite von Schwarz. Hier gab es gerade ab 2006 viele Fortschritte und Schwarz und Weiß haben sich neue Ideen wie Bälle hin- und hergeworfen. Hier ist es fatal, wenn der CGE eine längere Variante spielt, die sich mittlerweile als forciert schlecht herausgestellt hat. Der CGE und auch die anderen Lang-Programme würden mit Sicherheit wesentlich besser abschneiden, wenn man sie nicht in "katastrophale" Mittelspiele entlassen würde. Leider kann man beim CGE die Eröffnungsbücher nicht selbst editieren. Ich habe mir vor einiger Zeit mal die Mühe gemacht und bei meinem Lieblingsschachcomputer Fidelity V11 das Eröffnungsbuch komplett auf den neusten Stand zu bringen. Das war schon ein paar Monate Arbeit, aber im Ergebnis überspielt das Gerät nun aus der Eröffnung so gut wie jeden der älteren Schachcomputer. Auch mein zweitliebstes Gerät, der Tasc 30, hat gegen diesen V11 nun keine echten Chancen. Ich muss dazu sagen, dass es nicht reicht, einfach alle Eröffnungen auf den neusten Stand zu bringen, sondern der V11 muss forciert in die Mittelspiele kommen, die dem Programm liegen. Ich bin mir sicher, dass man das auch beim Vancouver sehr gut machen könnte. Hier lässt sich das Eröffnungsbuch ja auch gut bearbeiten. Es ist halt immer die Frage, wie viel Zeit investiert man in so eine Anpassung. Es ist am Ende wohl eher reiner Idealismus. Wenn es um die Ranglisten geht, bin ich dann aber auch dafür, dass man so testet, wie die Geräte im Auslieferungszustand sind. Jedoch finde ich es immer wieder schade, wenn der CGE, Vancouver, etc. wegen einer schlechten Eröffnung überhaupt nicht sein Potenzial zeigen kann. Nach Durchsicht einiger Partien die hier gepostet werden (Danke hierfür!), bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Mehrheit der Partien den Makel der "falschen" Eröffnung in sich tragen und dies großen Einfluss auf das Ergebnis hat. Ein CGE mit einem komplett auf das Programm angepassten Eröffnungsbuch würde mit Sicherheit 100 bis 150 ELO mehr bringen. Es ist zwar schön, dass Richard Lang sein Programm weiter verbessert, aber statt Verbesserungen in bestimmten Stellungstypen zu programmieren ist es meiner Meinung nach sinnvoller, überhaupt nicht erst in diese reparaturbedürftigen Stellungstypen zu kommen. Es muss für einen Programmierer grausam sein zu sehen, wenn sein wunderschönes Programm Lettisch spielt, aus dem Buch draußen ist und versuchen muss die Stellung zu retten. Gruß |
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Egbert (28.05.2018), MaximinusThrax (29.05.2018), mickihamster (29.05.2018), RetroComp (28.05.2018), Thomas J (28.05.2018) |
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AW: Revelation II Vancouver Spezial
Guten Abend,
die 4. Partie ist absolviert. In der Eröffnung gab sich kein Gerät eine Blöße. Durch ein etwas besseres Spiel gelangte Vancouver zu einem Bauerngewinn. Eine Gewinnführung war jedoch äußerst schwierig und der CGE bewies erneut, welch zäher Gegner "er" gerade im Endspiel sein kann und erkämpfte sich ein Remis. ChessGenius Exlusive V. 23.1, 300MHz: 1,5 Rev. II Vancouver Special, ~ 68030, 66 MHz: 2,5
[Event "Revelation II Vancouver Spezial"]
[Site "?"] [Date "2018.05.28"] [Round "4"] [White "ChessGenius Exlusive V. 23.1, 300 MHz"] [Black "Rev. II Vancouver Special, ~ 68030, 66 MHz"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "B14"] [Annotator "Rapp,Egbert"] [PlyCount "126"] [EventDate "2018.05.28"] 1. e4 c6 2. c4 d5 3. exd5 cxd5 4. d4 Nf6 5. Nc3 e6 6. Nf3 Bb4 7. cxd5 Nxd5 8. Bd2 O-O 9. Bd3 Nc6 10. O-O Be7 11. a3 Bf6 12. Qc2 h6 13. Rad1 {Ende Buch} Bd7 { Ende Buch. Die Stellung ist ausgeglichen.} 14. Bc1 {ein etwas passiver Zug, eine gute Alternative wäre z.B. 14. Sc3xd5 gewesen.} Nce7 15. Rfe1 {nach wie vor war 15. Sc3xd5 die bessere Wahl.} Rc8 16. Qb3 {16. Sf3-e5 war etwas besser. } Nxc3 17. bxc3 Qa5 18. Qb4 {? ein taktischer Fehler, allerdings nicht einfach zu sehen. Der weiße Bauer auf d4 lässt sich nun nicht mehr halten, nach 18. Db3xb7 wäre noch alles im Lot gewesen.} Qxb4 19. cxb4 Bc6 20. Be4 Bxe4 21. Rxe4 Rc2 22. Ne1 Rc4 23. Bb2 Nd5 24. h3 Rfc8 25. Kf1 Be7 26. Rd3 Bg5 27. Rg3 { ? klar schwächer als 27. g2-g3.} Bf4 {schwächer als 27. ... Lg5-c1.} 28. Rb3 Bc1 29. Ba1 h5 30. Re2 b6 31. Kg1 a5 32. bxa5 bxa5 33. Bb2 Bxb2 34. Rexb2 Rxd4 {der Bauer auf d4 ist zwar nun Geschichte, dennoch war 34. ...a5-a4 bedeutend stärker.} 35. Nf3 Rd1+ 36. Kh2 a4 {hier hätte der Vancouver die Turmverdopplung via 36. ...Td1-c1 anstreben sollen.} 37. Rb7 Ra1 {? klar schwächer als 37. ...f7-f6, nun riecht die Position schwer nach Remis.} 38. Ng5 Rf8 39. Rb8 {? 39. verpasst den direkten Ausgleich über 39. Tb7-a7.} Rxa3 40. R2b7 Ra2 41. Rxf8+ Kxf8 42. Rxf7+ Kg8 43. Rd7 Rxf2 44. Nxe6 Ne3 45. Rxg7+ Kh8 46. Ra7 Rxg2+ 47. Kh1 Ra2 48. Nf4 Kg8 49. Nxh5 a3 50. h4 Nc4 51. Nf6+ Kf8 52. Nh7+ Ke8 53. h5 Rf2 54. h6 Rf5 {ein Wettlauf der Bauern ohne einen Sieger.} 55. Kg2 Kd8 56. Nf6 Rxf6 57. h7 Rh6 58. h8=Q+ Rxh8 59. Ra8+ Kc7 60. Rxh8 Kb6 61. Rb8+ Ka5 62. Ra8+ Kb4 63. Rxa3 Nxa3 {und technisches Remis. Die Eröffnungsphase überstanden beide Kontrahenten schadlos. Die bessere Partieführung hatte dann der Vancouver, welcher folgerichtig auch zum Bauerngewinn führte. Der CGE zeigte dann aber durch ein gutes Endspiel, welch zäher Verteidiger "er" ist. Über das Remis sollte sich der CGE nicht beschweren.} 1/2-1/2 Gruß Egbert |
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AW: Revelation II Vancouver Spezial
Guten Abend,
die 4. Partie ist absolviert. In der Eröffnung gab sich kein Gerät eine Blöße. Durch ein etwas besseres Spiel gelangte Vancouver zu einem Bauerngewinn. Eine Gewinnführung war jedoch äußerst schwierig und der CGE bewies erneut, welch zäher Gegner "er" gerade im Endspiel sein kann und erkämpfte sich ein Remis. ChessGenius Exlusive V. 23.1, 300MHz: 1,5 Rev. II Vancouver Special, ~ 68030, 66 MHz: 2,5 Gruß Egbert Der Verzicht des CGE auf 18.Dxb7 hat sich in der Tat als klar minderwertig erwiesen. Gruss Kurt |
Folgender Benutzer sagt Danke zu applechess für den nützlichen Beitrag: | ||
Egbert (29.05.2018) |
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AW: Revelation II Vancouver Spezial
das ist richtig. Danach war das Kampf-Remis jedoch durchaus beachtenswert. Gruß Egbert |
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AW: Revelation II Vancouver Spezial
Guten Abend,
![]() in der 5. Partie ließ der Favorit ChessGenius Exclusive nichts anbrennen und gleicht den Wettkampf somit aus. ChessGenius Exlusive V. 23.1, 300MHz: 2,5 Rev. II Vancouver Special, ~ 68030, 66 MHz: 2,5
[Event "Revelation II Vancouver Spezial"]
[Site "?"] [Date "2018.05.29"] [Round "5"] [White "Rev. II Vancouver Special, ~ 68030, 66 MHz"] [Black "ChessGenius Exlusive V. 23.1, 300 MHz"] [Result "0-1"] [ECO "C88"] [Annotator "Rapp,Egbert"] [PlyCount "131"] [EventDate "2018.05.29"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 {Ende Buch } Bb7 8. d4 Nxd4 {Ende Buch} 9. Bxf7+ {besser dürfte hier 9. Sf3xd4 sein.} Kf8 10. Bd5 c6 11. Bb3 Nxb3 12. axb3 d6 13. Nc3 a5 14. Qd3 Ba6 15. Ng5 Kg8 { die Partie ist im Gleichgewicht.} 16. Qg3 Bc8 {der CGE versteht es mit der Stellung umzugehen.} 17. Nh3 {? dieser Zug verdient Kritik, klar besser mit Ausgleich ist 17. Dg3-d3.} Be6 {auch für den CGE gab es hier mit 17. ...h7-h6 stärkeres.} 18. Bg5 {? doch Vancouver kann mit der Stellung nicht viel anfangen, erforderlich war 18. Sh3-g5.} b4 19. Na4 {zwei weiße Springer am Rand, Schwarz besitzt noch das Läuferpaar in einer Stellung welche leicht geöffnet werden kann. Als Mensch würde ich hier lieber mit Schwarz spielen.} h6 20. Bxf6 Bxf6 21. Qe3 {schwächer al 21. Ta1-d1.} Rb8 22. f4 Bf7 {hier gab es mit 22. ...Le6xh3 wohl eine stärkere Fortsetzung, andererseits bleibt Schwarz somit das Läuferpaar erhalten.} 23. Red1 {? ein Fehler, mit 23. f4-f5 kann die Stellung noch geschlossen gehalten werden.} exf4 {Schwarz hat nun die klar bessere Stellung.} 24. Qxf4 Be5 25. Qf5 Rb5 26. Qf2 Bh5 27. Rd2 Kh7 { und der schwarze König macht Luft für seinen bislang inaktiven Turm auf h8. Das Spiel des CGE weiß zu gefallen.} 28. Rf1 Re8 29. Qe1 Rf8 30. Rxf8 Qxf8 31. Kh1 {? deutlich schwächer als 31. De1-h4.} Qd8 32. Rf2 Qh4 33. Rf1 Qg4 34. Rf3 Rb8 35. Qe3 Re8 36. Nf2 Qg6 37. Rf5 Bxh2 38. Rxa5 {verliert schneller als 38. De3-h3, es ist aber ohnehin nichts mehr zu retten für den Vancouver.} Be5 39. Nb6 Bd1 40. Nc4 Qh5+ 41. Qh3 Qxh3+ 42. gxh3 Bxc2 43. Kg2 Bd4 {jetzt wird in dieser Stellung deutlich, dass die beiden Springer gegen das Läuferpaar geradezu ohnmächtig sind.} 44. Nxd6 Rf8 45. Rf5 Rxf5 46. Nxf5 Bxb2 47. Ne7 c5 48. Nc6 g5 49. Na5 Be5 50. Kf3 Bc7 51. Nc6 Bxb3 52. Nd3 Be6 53. Nxc5 Bxh3 54. e5 Bb6 55. Nd3 b3 56. Nb2 h5 57. Nb4 Bd4 58. N4d3 Bf5 59. e6 Kg6 60. e7 Kf7 61. Ke2 Kxe7 62. Nc4 h4 63. Nd2 Bxd3+ 64. Kxd3 h3 65. Nf3 Bg1 66. Nxg1 {und Vancouver gibt die Partie auf. Der Außenseiter hatte in dieser Partie nicht wirklich eine Chance. Im Gegenzug konnte der CGE einfach mehr mit der Stellung nach der Eröffnungsphase anfangen und nützte die strategischen Fehler des Vancouvers gekonnt aus.} 0-1 Gruß Egbert Geändert von Egbert (29.05.2018 um 19:04 Uhr) Grund: Typo |
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In dieser Partie hat der CGE den Vancouver wirklich ausgespielt. Und schliesslich gab es gegen das riesenstarke schwarze Läuferpaar kein Rezept. Gruss Kurt |
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Egbert (29.05.2018) |
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