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  #41  
Alt 05.03.2026, 12:17
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Hallo Jürgen,

Ich möchte mich an dieser Stelle mal ganz herzlich für die aufwändige und akribische Berichterstattung bei dir bedanken. Das ist ja schon bei langen Turnierpartien viel Arbeit, aber du kommentierst ja auch noch diese schnellen Aktivschachspiele so ausführlich.

Viele Grüße
Roberto
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Boris (05.03.2026), Egbert (05.03.2026), kamoj (05.03.2026)
  #42  
Alt 05.03.2026, 14:00
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@Roberto
Danke dir! Ich verwende den Edge‑Browser und darin den Copilot als Unterstützung. Er hilft mir beim Formulieren und bei der Analyse.

Round "11. 31"
*g7 dxe5

[Event "fimenosa"] [Site "W"] [Date "2026.03.04"] [Round "11. 31"] [White "Mephisto Nigel Short"] [Black "Fidelity 2265 Master"] [Result "1-0"] 1. c4 Nf6 2. Nf3 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. d4 O-O 6. Be2 e5 7. dxe5 dxe5 8. O-O Nc6 9. Bg5 h6 10. Qxd8 Rxd8 11. Bxf6 Bxf6 12. Nd5 Bg7 13. Nxc7 Rb8 14. Rad1 Bg4 15. Nd5 Be6 16. Rd3 f5 17. Rfd1 fxe4 18. Ne7+ Kh7 19. Rxd8 Rxd8 20. Nxc6 Rxd1+ 21. Bxd1 bxc6 22. Nd2 h5 23. Bb3 Bf5 24. Ba4 Bh6 25. Nf1 c5 26. Bc6 Bg5 27. Ne3 Kg7 28. Nd5 Kf7 29. h3 Ke6 30. Bb5 Kd6 31. Kf1 Be6 32. Nc3 Be7 33. Nxe4+ Kc7 34. Ke2 Bf5 35. Ke3 Kb6 36. b3 Bf8 37. Kf3 Be7 38. g4 Bc8 39. Be8 hxg4+ 40. hxg4 g5 41. Nc3 Kc7 42. Bg6 Kd8 43. a3 a6 44. Nd5 Bd6 45. Bf5 Bd7 46. Ke4 Be8 47. Bh7 Bd7 48. Nf6 Bc8 49. Kd5 Be7 50. Kxe5 Bxf6+ 51. Kxf6 Bxg4 52. Kxg5 Bd1 53. b4 cxb4 54. axb4 Bf3 55. Bf5 Kc7 56. Bg4 Bg2 57. f4 Kd8 58. Be6 Bb7 59. f5 Ke7 60. Bd5 Bxd5 61. cxd5 Kd6 62. f6 Kxd5 63. f7 Kc4 64. f8=Q Kd5 65. Qc8 Kd6 66. Kf5 a5 67. bxa5 Kd5 68. a6 Kd4 69. a7 Ke3 70. a8=Q Kf2 71. Kf4 Ke1 72. Ke3 Kd1 73. Qa1# 1-0


🧭 Überblick über die Partie
Eröffnung: Englische Eröffnung → Übergang in Königsindisch-Strukturen

Mittelspiel: Schwarz spielt zu optimistisch mit …f5 und öffnet Linien gegen seinen eigenen König

Endspiel: Weiß gewinnt einen Bauern, aktiviert den König und entscheidet technisch sauber

Die Partie ist ein gutes Beispiel dafür, wie präzises Spiel gegen ungenaue Bauernvorstöße zu strukturellem Vorteil führt.

♟️ Eröffnungsphase (Züge 1–10)
Weiß spielt solide:

c4 Nf6 2. Nf3 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. d4

→ Klassische Stellung, Übergang in Königsindisch.

Kritischer Moment:

dxe5 dxe5 8. O-O Nc6 9. Bg5 h6 10. Qxd8 Rxd8

Weiß tauscht früh die Damen. Das ist gegen Königsindisch sehr gut, weil Schwarz normalerweise auf Königsangriff spielt – ohne Damen ist das kaum möglich.

Weiß steht bereits angenehmer.

🔥 Mittelspiel – Weiß gewinnt Material (Züge 11–22)
Bxf6 Bxf6 12. Nd5 Bg7 13. Nxc7 Rb8

→ Weiß gewinnt den Bauern auf c7.
Schwarz bekommt dafür keine Kompensation.

Ab hier hat Weiß:

Mehrbauer

Aktivere Figuren

Bessere Struktur

Sehr stark:

Nxc6 Rxd1+ 21. Bxd1 bxc6 22. Nd2

Weiß konsolidiert und hält den Mehrbauern.

⚖️ Strategischer Abschnitt (Züge 23–35)
Weiß verbessert systematisch:

Bb3

Ba4

Nf1

Bc6

Schwarz hingegen:

…h5

…c5

…Kg7

→ Das sind eher „Luftzüge“, ohne Plan.

Schlüsselzug:

Nxe4+!

Weiß gewinnt einen zweiten Bauern und öffnet die Stellung für seine aktiveren Figuren.

🧱 Übergang ins Endspiel (Züge 36–50)
Weiß hat:

2 Mehrbauern

Aktivere Figuren

Einen König, der schnell ins Zentrum kommt

Schwarz hat:

Schwache Bauern

Wenig Koordination

Einen passiven König

Wichtig:

Kxe5 Bxf6+ 51. Kxf6

Weiß tauscht in ein klar gewonnenes Bauernendspiel ab.

🏁 Endspielphase (Züge 51–73)
Weiß spielt das Endspiel sehr sauber:

Aktiviert den König

Nutzt den Freibauern am f‑Flügel

Drückt Schwarz langsam zurück

Verhindert Gegenspiel

Der entscheidende Moment:

Qa1#

Ein schönes Mattbild: der weiße König steht aktiv, die Dame setzt matt, und Schwarz ist völlig gelähmt.

⭐ Gesamtbewertung
Weiß gewinnt verdient, weil:

Schwarz mit …f5 und …h5 die Stellung schwächt

Weiß konsequent Material gewinnt

Weiß das Endspiel technisch sauber verwertet

Schwarz keine aktiven Chancen bekommt

Die Partie zeigt sehr schön, wie wichtig Figurenaktivität und Königsstellung sind, besonders nach frühem Damentausch.


Noch eine Sache zu „good cop, bad cop“ – oder sollte man sagen: guter Läufer, schlechter Läufer?

♟️ Warum das Läuferpaar nicht automatisch besser ist
In vielen Schachstellungen gilt das Läuferpaar als Vorteil – aber dieser Vorteil ist stark strukturell abhängig. Es gibt zahlreiche Situationen, in denen die Kombination Läufer + Springer praktischer, flexibler und letztlich stärker ist als zwei Läufer. Besonders in Partien klassischer Schachcomputer zeigt sich dieses Muster immer wieder.

1) Geschlossene oder halbgeschlossene Stellungen
Sobald viele Bauernketten entstehen oder die Stellung blockiert ist, verliert das Läuferpaar an Wirkung.

Läufer werden durch Bauernketten eingeschränkt.

Springer finden stabile Stützpunkte, die der Läufer nie erreichen kann.

Der Springer kann Hindernisse überspringen und bleibt dadurch manövrierfähig.

Typische Beispiele sind Strukturen aus Königsindisch, Englisch oder bestimmten Damenbauernspielen. In solchen Stellungen ist der Springer oft die aktivere Figur.

2) Wenn einer der Läufer „schlecht“ ist
Ein Läufer, der hinter eigenen Bauern eingesperrt ist, wird praktisch zu einem schlechten Läufer – manchmal kaum mehr wert als ein Bauer.

In solchen Fällen ist die Kombination:

guter Springer

guter Läufer

klar stärker als:

guter Läufer

schlechter Läufer

Viele ältere Schachcomputer (Fidelity, Novag, frühe Mephistos) bewerten das Läuferpaar automatisch positiv, erkennen aber nicht, wenn einer der Läufer in Wirklichkeit völlig passiv ist.

3) Wenn der Springer stabile Felder bekommt
Ein Springer auf starken Feldern wie d5, e4, c6 oder f5 kann das Läuferpaar dominieren.

Ein solcher Springer:

erzeugt Drohungen

bereitet Gabeln vor

bindet gegnerische Figuren

kontrolliert Felder, die der Läufer nicht erreicht

In vielen praktischen Partien führt ein gut platzierter Springer zu Materialgewinnen oder langfristiger Positionsdominanz.

🔍 Warum das in vielen Schachcomputer-Partien besonders auffällt
Gerade ältere Geräte spielen häufig:

…f5

…h5

…c5 oder …e5 ohne Vorbereitung

Diese Züge schließen die Stellung eher, statt sie zu öffnen. Damit wird das eigene Läuferpaar geschwächt, während der gegnerische Springer immer stärker wird.

Typische Muster:

Der Springer gewinnt Bauern auf c7, e4 oder d6.

Ein Läufer des Gegners bleibt auf g7 oder c8 „tot“.

Der aktive Springer + Läufer dominieren das Brett.

Das führt dazu, dass das nominell „starke“ Läuferpaar praktisch schlechter ist.

🤖 Warum viele Schachcomputer das falsch einschätzen
Ältere Engines haben typische Bewertungsfehler:

automatischer Bonus für das Läuferpaar (+0.3 bis +0.5)

schlechte Erkennung von schlechten Läufern

schwache Springer-Manöver

mangelnde Bereitschaft, die Stellung zu öffnen

Dadurch überschätzen sie ihre eigene Stellung und unterschätzen die Kraft eines gut platzierten Springers.

⭐ Fazit
Das Läuferpaar ist kein universeller Vorteil. In geschlossenen oder halboffenen Stellungen, bei schlechten Läufern oder starken Springerfeldern ist Läufer + Springer oft die deutlich bessere Kombination.

Viele Schachcomputer-Partien zeigen dieses Muster sehr klar:

Weiß: aktiver Springer + aktiver Läufer

Schwarz: ein guter Läufer + ein passiver, blockierter Läufer

Das Ergebnis ist häufig Materialgewinn und eine klare Positionsdominanz.

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Egbert (05.03.2026)
  #43  
Alt 07.03.2026, 12:37
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Round "11. 32"
*cxd4 Dd3

[Event "fimenosa"] [Site "W"] [Date "2026.03.06"] [Round "11. 32"] [White "Novag Zircon II"] [Black "Fidelity Designer 2000 9.2 MHz"] [Result "1/2-1/2"] 1. c4 c5 2. Nc3 Nc6 3. g3 g6 4. Bg2 Bg7 5. Nf3 Nf6 6. O-O O-O 7. d4 cxd4 8. Nxd4 Nxd4 9. Qxd4 d6 10. Qd3 Qb6 11. Qe3 Qc7 12. b3 Ng4 13. Qd2 Bh6 14. Qd1 Bg7 15. Bb2 Be6 16. Nb5 Qb6 17. Bxg7 Kxg7 18. Qd4+ Qxd4 19. Nxd4 Bc8 20. h3 Nf6 21. a3 Rb8 22. Nb5 a6 23. Nc3 Be6 24. Rfd1 b5 25. Nd5 bxc4 26. bxc4 Rb2 27. Nxe7 Bxc4 28. e3 Re8 29. Nc6 d5 30. Rab1 Rxb1 31. Rxb1 Ne4 32. Rb7 Nc5 33. Ra7 Kf6 34. Nb4 Re5 35. f4 Re7 36. Rxe7 Kxe7 37. Nxd5+ Ke6 38. Nc3 f5 39. e4 fxe4 40. Nxe4 Nxe4 41. Bxe4 Bd5 42. Bd3 a5 43. Kf2 Kf6 44. g4 Be6 45. Be4 Bd7 46. Kf3 Be6 47. Ke3 h6 48. Kd3 a4 49. Bc6 Bb3 50. Ke4 Bc2+ 51. Kd5 h5 52. gxh5 gxh5 53. Bd7 Bf5 54. Bxa4 h4 55. Kd4 Bxh3 56. Bc6 Bc8 57. a4 h3 58. Be4 Bf5 59. Bb7 Be6 60. Be4 Bf5 61. Bf3 Bc8 62. Ke3 Kf5 63. Bd5 h2 64. Be4+ Kg4 65. a5 Kg3 66. Bh1 Kg4 67. Kf2 Kxf4 68. Kg2 Ke4 69. Kxh2+ Kd4 70. Bg2 Kc4 71. Bh3 Kb5 72. Bxc8 Kxa5 1/2-1/2


1. Eröffnung: Symmetrische Englische Struktur (Züge 1–10)
c4 c5 2. Nc3 Nc6 3. g3 g6 4. Bg2 Bg7 5. Nf3 Nf6 6. O-O O-O 7. d4 cxd4 8. Nxd4 Nxd4 9. Qxd4 d6 10. Qd3

Solide Theorie: Beide Seiten entwickeln sich logisch, fianchettieren und landen in einer symmetrischen Englischen Struktur.

9.Qxd4: Weiß nimmt mit der Dame zurück, was völlig spielbar ist.

10.Qd3: Die Dame steht hier nicht schlecht, aber Weiß verliert bereits etwas Flexibilität. Alternativen wären z.B. Qd2 oder Qh4 mit latentem Druck auf e7/g6.

Schwarz steht nach 10…Qb6 leicht angenehmer, weil er den weißen Damenmanövern kleine Temponachteile entlockt.

2. Mittelspielbeginn: Leichte Ungenauigkeiten, aber noch im Gleichgewicht (Züge 11–20)
Qe3 Qc7 12. b3 Ng4 13. Qd2 Bh6 14. Qd1 Bg7 15. Bb2 Be6

Damenmanöver: Qd3–Qe3–Qd2–Qd1 ist klar ein Zeitverlust. Das ist sehr typisch für viele Schachcomputer dieser Generation: sie „korrigieren“ ihre Dame mehrfach.

Schwarz reagiert vernünftig, entwickelt sich weiter und stellt die Läufer gut auf.

Nb5 Qb6 17. Bxg7 Kxg7 18. Qd4+ Qxd4 19. Nxd4 Bc8 20. h3 Nf6

Damentausch: Nach 18.Qd4+ Qxd4 19.Nxd4 entsteht ein relativ ausgeglichenes Mittelspiel ohne Damen.

Weiß hat etwas Raum, Schwarz dafür eine sehr solide Bauernstruktur.

Objektiv: =, vielleicht minimal angenehmer für Schwarz, weil Weiß schon einige Tempi investiert hat.

3. Übergang ins dynamische Mittelspiel (Züge 21–27)
a3 Rb8 22. Nb5 a6 23. Nc3 Be6 24. Rfd1 b5 25. Nd5 bxc4 26. bxc4 Rb2

22.Nb5–23.Nc3: Wieder ein typischer Computertanz – der Springer geht nach b5 und gleich wieder zurück. Das kostet Zeit, ohne wirklich etwas zu erreichen.

Schwarz spielt sehr thematisch: …Rb8, …b5, …bxc4, …Rb2 – Aktivität auf der b-Linie, Druck gegen die zweite Reihe.

Nxe7 Bxc4

27.Nxe7: Weiß gewinnt hier einen Bauern – das ist der erste klare materielle Vorteil für den Zircon II.

Schwarz erhält dafür aber aktives Figurenspiel und offene Linien. Das ist wichtig: der Mehrbauer ist nicht „sauber“, sondern mit Gegenspiel verbunden.

Stellung nach 27…Bxc4:
Weiß: +1 Bauer, aber etwas unkoordininiert.
Schwarz: aktive Figuren, Druck auf c4/c2, gute Chancen auf Ausgleich.

4. Kritische Phase: Aktivität vs. Mehrbauer (Züge 28–37)
e3 Re8 29. Nc6 d5 30. Rab1 Rb1 31. Rxb1 Ne4

28.e3: Solide, Weiß stabilisiert das Zentrum.

29.Nc6: Springer zentral, aber Schwarz nutzt sofort die Gelegenheit mit …d5.

Nach 31…Ne4 hat Schwarz eine sehr aktive Stellung: Springer zentral, Türme aktiv, Druck auf c4 und d5.

Rb7 Nc5 33. Ra7 Kf6 34. Nb4 Re5 35. f4 Re7 36. Rxe7 Kxe7 37. Nxd5+ Ke6

Weiß konsolidiert sich langsam, tauscht Material und nimmt auf d5 einen Bauern zurück.

Nach 37.Nxd5+ Ke6 ist die Stellung ungefähr ausgeglichen:

Material: wieder gleich

Beide Seiten haben leichte strukturelle Schwächen, aber nichts Dramatisches

Die Könige werden aktiv, das Endspiel beginnt.

5. Endspiel: Aktivität, aber keine echten Gewinnchancen (Züge 38–57)
Nc3 f5 39. e4 fxe4 40. Nxe4 Nxe4 41. Bxe4 Bd5 42. Bd3 a5

Schwarz spielt sehr logisch: …f5, …fxe4, Figurenabtausch, dann …Bd5 und …a5 – Raumgewinn am Damenflügel.

Weiß hat das Läuferpaar, aber die Stellung ist sehr symmetrisch.

Kf2 Kf6 44. g4 Be6 45. Be4 Bd7 46. Kf3 Be6 47. Ke3 h6 48. Kd3 a4 49. Bc6 Bb3

Beide Könige sind aktiv, die Figuren gut koordiniert.

Schwarz stellt den Läufer auf b3 sehr schön hin – er stützt den a4-Bauern und kontrolliert wichtige Felder.

Ke4 Bc2+ 51. Kd5 h5 52. gxh5 gxh5 53. Bd7 Bf5 54. Bxa4 h4

Weiß nimmt auf a4 einen Bauern, aber Schwarz bekommt dafür einen gefährlichen Freibauern auf h4.

Das ist ein typischer Computerkompromiss: Material vs. Gegenspiel.

6. Schlussphase: Remisabwicklung (Züge 55–72)
Kd4 Bxh3 56. Bc6 Bc8 57. a4 h3 58. Be4 Bf5 59. Bb7 Be6 60. Be4 Bf5 61. Bf3 Bc8

Hier sieht man sehr schön die „Schleifenlogik“ der Geräte:

Schwarz hält die Stellung mit Läuferzügen (Be6–Bf5–Bc8) zusammen.

Weiß findet keinen klaren Plan, den Mehrbauern (bzw. seine Aktivität) in einen Gewinn umzusetzen.

Ke3 Kf5 63. Bd5 h2 64. Be4+ Kg4 65. a5 Kg3 66. Bh1 Kg4 67. Kf2 Kxf4 68. Kg2 Ke4 69. Kxh2+ Kd4 70. Bg2 Kc4 71. Bh3 Kb5 72. Bxc8 Kxa5 ½–½

Am Ende wird alles abgetauscht, der a-Bauer fällt, und die Stellung ist klar remis.

Beide Seiten haben zwar noch Bauern, aber die König- und Läuferaktivität reicht nicht, um etwas zu erzwingen.

Fazit zur Partie
Eröffnung: sauber, aber Weiß verliert einige Tempi mit der Dame und den Springern.

Mittelspiel: Weiß gewinnt einen Bauern (27.Nxe7), aber Schwarz kompensiert das durch Aktivität und gutes Figurenspiel.

Endspiel: sehr typisch für diese Geräte:

Der Fidelity Designer 2000 @ 9,2 MHz zeigt seine Stärke in der Verteidigung und im Endspiel.

Der Novag Zircon II spielt solide, aber ohne klaren Gewinnplan, als er materiell im Vorteil ist.

Objektiv: Das Remis ist vollkommen gerecht. Weiß hatte nie einen klaren, forcierten Gewinnweg, Schwarz stand nie wirklich auf Verlust.

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Tibono (07.03.2026)
  #44  
Alt 07.03.2026, 15:34
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11. 33
*d4 Lb7

[Event "fimenosa"] [Site "W"] [Date "2026.03.06"] [Round "11. 33"] [White "Novag Zirkon II"] [Black "Mephisto Modena 8 MHz"] [Result "1-0"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 O-O 7. c3 b5 8. Bb3 d6 9. h3 Na5 10. Bc2 c5 11. d4 cxd4 12. cxd4 Bb7 13. dxe5 dxe5 14. Nxe5 Qc7 15. Ng4 Nxg4 16. hxg4 Rfd8 17. Qe2 Nc6 18. Be3 Nb4 19. Rc1 Nxc2 20. Rxc2 Qe5 21. f3 Bd6 22. Kf1 Qh2 23. Bg1 Qh6 24. Nc3 Be5 25. Rd1 Rxd1+ 26. Qxd1 Qf6 27. Nd5 Bxd5 28. Qxd5 Rd8 29. Qb3 Qh6 30. Rc5 Qd2 31. Rxe5 Qc1+ 32. Kf2 a5 33. Qxb5 Rf8 34. Bh2 Qd2+ 35. Kg3 a4 1-0


Der Modena 8 MHz überschätzt einen vermeintlichen Königsangriff mit …Qh2+ und …Qh6, doch der Zirkon II steht völlig sicher. Während Schwarz Zeit verliert, aktiviert Weiß seine Figuren und übernimmt die Kontrolle.
Nach 28.Qxd5 ist der Angriff endgültig verpufft, Weiß gewinnt einen Bauern (31.Rxe5) und hat klare Stellungsvorteile.
Die Züge …a5 und …a4 sind nur noch Verzweiflung.
Die Stellung ist technisch verloren – daher die Aufgabe vom Modena 8 MHz.

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Geändert von Boris (08.03.2026 um 12:15 Uhr) Grund: Bd6 22. Kf1 Qh2 statt Qh2 +22. Kf1 Bd6
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  #45  
Alt 08.03.2026, 01:03
Frank Velbrati Frank Velbrati ist offline
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Stimmt die Notation? Nach 21.... Dh2+ kann Weiß mit 22. Kxh2 die schwarze Dame gefahrlos schlagen.
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Boris (08.03.2026), mclane (08.03.2026), Tibono (08.03.2026)
  #46  
Alt 08.03.2026, 11:17
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Danke für den Hinweis. Das kann ja nicht stimmen zum Zeitpunkt des Angriffs der Dame befand sich der Läufer auf der selben diagonale. Das war ein Bedienerfehler von mir. Ich stelle gleich mal die Situation auf den Brettern nach.
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  #47  
Alt 08.03.2026, 12:11
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Die Ursache war schnell gefunden:
Ich hatte zwei Züge vertauscht. In Wirklichkeit zog zuerst der Läufer nach d6, dann folgte Kf3, und erst danach kam der Damenzug – also ohne Schachgebot.

Ich habe die beiden Züge in der PGN entsprechend korrigiert.
Danke nochmals für den Hinweis und das genaue Hinschauen!
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Frank Velbrati (08.03.2026), Tibono (08.03.2026)
  #48  
Alt 08.03.2026, 21:15
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12. 34
*Dd8 Sc2

[Event "fimenosa"] [Site "W"] [Date "2026.03.07"] [Round "12. 34"] [White "Mephisto Milano"] [Black "Fidelity 2265 Master"] [Result "1/2-1/2"] 1. e4 c5 2. c3 d5 3. exd5 Qxd5 4. d4 e6 5. Nf3 Nc6 6. Na3 Qd8 7. Nc2 Bd7 8. Bg5 Qb6 9. b3 cxd4 10. Ncxd4 Nxd4 11. Qxd4 Qxd4 12. Nxd4 Rc8 13. Bc4 Be7 14. Bxe7 Kxe7 15. O-O Nf6 16. Rae1 b5 17. Bxb5 Bxb5 18. Nxb5 a6 19. Nd4 Rxc3 20. Nf5+ Kd7 21. Rd1+ Nd5 22. Nxg7 Rc2 23. a4 Rc3 24. h4 Rxb3 25. Rb1 Rhb8 26. Rxb3 Rxb3 27. Ra1 Ke7 28. g3 Nf6 29. Re1 Ra3 30. Nf5+ Kf8 31. Nd6 Rxa4 32. Kg2 Ra2 33. Kf3 Rd2 34. Nb7 Rc2 35. Ra1 Rc6 36. Ra5 Nd7 37. Ke3 e5 38. f4 f6 39. fxe5 fxe5 40. Ra3 Ke7 41. g4 Rh6 42. g5 Rb6 43. Na5 Nc5 44. h5 Rb5 45. g6 hxg6 46. hxg6 Kf6 47. Nc6 Rb6 48. g7 Kxg7 49. Nxe5 Kf6 50. Nc4 Rb4 51. Kd4 Na4 52. Kd5 Ke7 53. Nd6 a5 54. Nc8+ Kd8 55. Nd6 Kc7 56. Ra1 Kb6 57. Ra3 Ka6 58. Rh3 Nb6+ 59. Ke6 Rd4 60. Rh2 a4 61. Rc2 a3 62. Rf2 Ka5 63. Rf1 a2 64. Ra1 Ra4 65. Kf6 Nd7+ 66. Kf5 Nc5 67. Nc4+ Rxc4 68. Rxa2+ Kb5 69. Ra8 Rd4 70. Ke5 Kc4 71. Kf6 Rd5 72. Ra2 Ne4+ 73. Ke6 Rh5 1/2-1/2


Eröffnung: Alapin‑Sizilianisch (2.c3)
Weiß wählt mit 2.c3 eine solide Anti‑Sizilianisch‑Variante.
Nach 3.exd5 Qxd5 4.d4 entsteht eine typische Alapin‑Struktur.

Beide Geräte spielen die Eröffnung sauber, ohne große Ungenauigkeiten.

♟️ Mittelspiel: Ausgleich und frühe Vereinfachung
Wichtige Momente:
11…Qxd4 12.Nxd4 Rc8
Schwarz tauscht früh die Damen – das nimmt Weiß etwas Initiative, aber Schwarz verliert auch Druck.
Die Stellung ist objektiv ausgeglichen.

17.Bxb5 Bxb5 18.Nxb5
Weiß gewinnt einen Bauern, aber Schwarz erhält aktives Figurenspiel und kompensiert den Minusbauern durch Entwicklungsvorsprung und Druck auf der c‑Linie.

22.Nxg7
Weiß nimmt den Bauern auf g7 – das ist spielbar, aber Schwarz bekommt dafür sehr aktives Gegenspiel.
Ab hier ist die Stellung dynamisch ausgeglichen.

♟️ Endspiel: Leichtfiguren + Türme, viele Chancen – aber alles im Gleichgewicht
Ab Zug 29–40
Beide Seiten manövrieren, aber niemand kann einen klaren Vorteil herausarbeiten.
Schwarz hat etwas Aktivität, Weiß dafür den sichereren König.

44.h5 Rb5 45.g6 hxg6 46.hxg6
Ein spannender Moment: Weiß bekommt einen starken g‑Bauern, aber Schwarz blockiert rechtzeitig.

49.Nxe5
Weiß gewinnt Material zurück – die Stellung bleibt aber vollkommen ausgeglichen.

♟️ Schlussphase: Technisches Remis
Ab Zug 55–73
Beide Seiten haben:

aktive Türme

weit vorgerückte Bauern

aber keine realen Gewinnchancen

Schwarz kann den a‑Bauern nicht durchbringen, Weiß kann den König nicht aktiv genug machen.
Die Figuren neutralisieren sich gegenseitig.

Das Remis ist absolut korrekt.

⭐ Fazit
Saubere Eröffnung von beiden Geräten

Dynamisch ausgeglichenes Mittelspiel

Endspiel ohne Gewinnchancen für beide

Remis völlig verdient

Die Partie zeigt schön, wie Mephisto Milano und Fidelity 2265 Master sich gegenseitig neutralisieren, sobald die Stellung symmetrisch und technisch wird.

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Egbert (09.03.2026), Tibono (09.03.2026)
  #49  
Alt 09.03.2026, 14:15
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Boris Boris ist offline
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AW: 3‑Gruppen‑Aktivturnier – Fidelity vs. Mephisto vs. Novag/Saitek

12. 35
*Lb3 0-0, Ankündigung Matt in 2

[Event "fimenosa"] [Site "W"] [Date "2026.03.08"] [Round "12. 35"] [White "Saitek Centurion"] [Black "Fidelity Designer 9.2 MHz"] [Result "0-1"] 1. e4 e5 2. Nc3 Nf6 3. Bc4 Nxe4 4. Qh5 Nd6 5. Bb3 Be7 6. Nf3 Nc6 7. Nxe5 O-O 8. Nxc6 dxc6 9. O-O Bf5 10. d3 Qd7 11. Bf4 Bf6 12. Rae1 Rfe8 13. Bxd6 Rxe1 14. Rxe1 Bg6 15. Qf3 cxd6 16. a3 Be5 17. Qe3 Qd8 18. d4 Bf6 19. Ne4 Bxe4 20. Qxe4 d5 21. Qe3 a5 22. c3 Bg5 23. Qd3 Qd6 24. h3 Bf4 25. g3 Bg5 26. f4 Bf6 27. Bc2 g6 28. f5 Bg7 29. Re3 Bh6 30. Re2 Bc1 31. Bb1 Bg5 32. Qf3 Qf8 33. Bc2 Re8 34. b4 b6 35. bxa5 bxa5 36. Kh2 Rxe2+ 37. Qxe2 Qxa3 38. fxg6 hxg6 39. Qe8+ Kg7 40. Qxc6 Qb2 41. Qa4 Qxc3 42. Bb3 Qd2+ 43. Kh1 Qe1+ 44. Kg2 Qe2+ 45. Kh1 Qf3+ 46. Kh2 Qf2+ 47. Kh1 Qxg3 48. Qe8 Qxh3+ 49. Kg1 Be3+ 50. Qxe3 Qxe3+ 51. Kf1 Qxb3 52. Ke2 Qc2+ 53. Ke3 a4 54. Kf4 Qf5+ 55. Ke3 a3 56. Kd2 a2 57. Kc3 a1=Q+ 58. Kb4 Qd7 59. Kc5 Qa5# 0-1


Die Partie beginnt mit einer Vierspringer‑ähnlichen Struktur, aber Weiß spielt früh das scharfe:

3. Bc4 Nxe4 4. Qh5
→ Das ist die Wayward‑Queen‑Attack‑Idee, aber gegen Maschinen meist fragwürdig.

Fidelity verteidigt sich korrekt:

4…Nd6 5. Bb3 Be7
→ Schwarz steht solide, Weiß hat Zeit verloren.

Nach 7. Nxe5 O-O 8. Nxc6 dxc6 hat Schwarz:

das Läuferpaar

bessere Entwicklung

Zentrumskontrolle

Weiß hat zwar Material gewonnen, aber seine Stellung ist unkoordiniert.

🔥 Mittelspiel (Züge 11–25)
Weiß versucht, sich zu entwickeln, aber Schwarz übernimmt Schritt für Schritt die Initiative:

13…Rxe1 14. Rxe1 Bg6
→ Schwarz aktiviert Figuren mit Tempo.

17…Qd8 18…Bf6 19…Bxe4
→ Schwarz tauscht den starken weißen Springer ab.

Weiß verliert langsam die Kontrolle über das Zentrum.

⚠️ Kritischer Moment (Züge 26–35)
Weiß spielt:

26. f4
→ Das schwächt die Königsstellung.

Schwarz reagiert stark:

28…Bg7 29…Bh6
→ Der Läufer dringt tief ein.

Dann kommt der entscheidende Fehler:

35. b4?
→ Öffnet die a‑Linie und schwächt den Damenflügel.

Schwarz nutzt das sofort:

35…b6 36…bxa5
→ Die schwarze Dame bekommt Angriffspunkte.

💣 Entscheidungsphase (Züge 36–50)
Der Angriff rollt:

37…Qxa3
→ Schwarz gewinnt Material.

41…Qb2 42…Qd2+
→ Der weiße König wird gejagt.

47…Qxg3
→ Weißer König ist völlig entblößt.

Schwarz hat nun:

Mehr Material

Königssicherheit

Aktive Figuren

🏁 Endspiel & Matt (Züge 50–59)
Weiß versucht Gegenspiel, aber Schwarz setzt technisch sauber fort:

53…a4 56…a3 57…a1=Q
→ Der Freibauer entscheidet.

Das Schlussmatt:

59…Qa5#

Ein klassisches Mattbild:
Schwarze Dame + Königskäfig am Rand.

🧩 Zusammenfassung der Partie
✔️ Was Schwarz gut gemacht hat
Solide Eröffnung gegen frühe weiße Damenattacke

Läuferpaar stark genutzt

Zentrum kontrolliert

Geduldig Druck aufgebaut

Damenflügel geöffnet und entscheidend eingedrungen

Königsjagd sauber zu Ende gespielt

❌ Was Weiß schlecht gemacht hat
Zu frühe Dame (Qh5) → Zeitverlust

Springerzüge ohne Plan

f‑Bauer zu früh vorgezogen → Königsschwäche

b‑Bauer geöffnet → Damenflügel kollabiert

König zu exponiert im Endspiel

⭐ Fazit
Der Fidelity Designer 9.2 MHz zeigt hier seine typische Stärke:

solide Verteidigung

gutes Positionsgefühl

starkes Endspiel

präzise Nutzung gegnerischer Schwächen

Der Saitek Centurion spielt kreativ, aber zu riskant und verliert strukturell den Faden.

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Egbert (09.03.2026), Mapi (09.03.2026), spacious_mind (10.03.2026), Tibono (09.03.2026)
  #50  
Alt 10.03.2026, 06:07
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12. 36
*0-0 0-0 resign

[Event "fimenosa"] [Site "W"] [Date "2026.03.09"] [Round "12. 36"] [White "Saitek Centurion"] [Black "Mephisto Modena 8 MHz"] [Result "1-0"] 1. d4 Nf6 2. c4 e5 3. dxe5 Ng4 4. Nf3 Bc5 5. e3 Nc6 6. Be2 Ngxe5 7. O-O O-O 8. Nc3 Nxf3+ 9. Bxf3 d6 10. b3 Bf5 11. Bb2 Re8 12. Nd5 Ne5 13. Bxe5 dxe5 14. b4 Bf8 15. Qb3 e4 16. Be2 c6 17. Nf4 Bd6 18. c5 Be5 19. Rad1 Qc7 20. g3 Rad8 21. f3 exf3 22. Bxf3 Rxd1 23. Rxd1 Bf6 24. a3 Qe5 25. Ng2 Qe7 26. a4 a6 27. a5 Bg6 28. Bg4 Qe4 29. Bh3 Bf5 30. Bxf5 Qxf5 31. Nf4 h6 32. Rd6 Be5 33. Qd3 Qc8 34. Rd7 Bf6 35. Nh5 Bg5 36. Qc3 Bxe3+ 37. Kg2 f6 38. Rxg7+ Kh8 39. Qxf6 Qh3+ 1-0


Eröffnung (Züge 1–10)
Der Modena wählt gegen 1.d4 die Budapester Verteidigung (…e5).
Das ist mutig, aber riskant für einen 8‑MHz‑Mephisto.

3.dxe5 Ng4 4.Nf3 Bc5 ist noch Theorie

6.Be2 Ngxe5 7.0–0 0–0

8.Nc3 Nxf3+ 9.Bxf3 d6

Bis hierhin steht Schwarz solide, aber Weiß hat das angenehmere Spiel.

♟️ Mittelspiel – der kritische Moment (Züge 11–20)
Der Centurion spielt sehr logisch:

11.Bb2 Re8

12.Nd5! → starker Springer, drückt auf c7/e7

13.Bxe5 dxe5

14.b4! → Raumgewinn, Initiative

17.Nf4 Bd6

18.c5! → thematischer Vorstoß, schneidet den schwarzen Läufer ab

Hier beginnt der Modena zu schwimmen.
Weiß hat Raum, Aktivität und bessere Figurenkoordination.

⚠️ Schwarz verliert den Faden (Züge 20–30)
Nach:

21.f3 exf3

22.Bxf3 Rxd1 23.Rxd1

hat Weiß:

offene d‑Linie

aktiven Turm

bessere Struktur

Der Modena spielt 24…Qe5 und 25…Qe7 – reine Zeitverluste.

Weiß verstärkt:

27.a5

28.Bg4

29.Bh3

30.Bxf5 Qxf5

Schwarz steht passiv und ohne Gegenspiel.

💥 Entscheidung (Züge 31–39)
Der Centurion nutzt seine Aktivität:

31.Nf4! → Droht g6‑Schwächen

32.Rd6! → Eindringen auf die 6. Reihe

34.Rd7 → totale Dominanz

35.Nh5 → Springer kommt rein

36.Qc3 Bxe3+

38.Rxg7+! → starker Schlag

39.Qxf6 Qh3+ 1–0

Schwarz ist matt oder verliert entscheidend Material.

Der Modena hat keine Verteidigung mehr.

🧠 Zusammenfassung
Phase Bewertung
Eröffnung Ausgeglichen, aber Weiß angenehmer
Mittelspiel Centurion übernimmt Initiative
Übergang Modena verliert Koordination
Endphase Weiß dominiert, taktischer Schluss
Der Saitek Centurion gewinnt verdient, weil er:

aktiver spielte

Raumvorteil konsequent nutzte

den Modena in Passivität drückte

taktisch sauber abschloss

Der Modena 8 MHz ist hier schlicht überfordert, sobald die Stellung offen wird.

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Egbert (10.03.2026), kamoj (10.03.2026), Mapi (10.03.2026), Novize (11.03.2026), spacious_mind (10.03.2026)
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