Hallo bretti,

Zitat von
bretti
Je länger ich darüber nachdenke, um so überzeugter bin ich davon, dass im Grunde der irgendwo fragwürdige Ansatz der "Mephisto Wundermaschine" (fragwürdig mit Blick auf den Charakter eines Seriengerätes) die moderne Lösung des Problems ist!
Ich habe die seinerzeitige Aufregung nicht ganz verstanden. Sicher war die Ausführung, ein 486er Notebook in ein aufgestocktes Münchenbrett zu pressen, nicht gelungen und der Preis „out of Africa“ (allerdings war das Preis-Leistungsverhältnis vor fast 15 Jahren auch nicht so wie heute). - Letztlich haben die damals aber nur das getan, was die Schachcomputerhersteller schon in den goldenen 80ern getan haben: PC-Hardware in ein Schachbrett zu packen.
Der 6502 steckte Anfang der 80er in den meisten Bürorechnern.
Der 68000er in Ataris, Macs etc.
Der H8 schließlich kam aus den Niederungen der Haushaltsgeräte und steuerte Waschmaschinen/Geschirrspüler u.ä.
Ob man ein Update per Diskette einspielt oder den Programmchip austauscht, ist auch nur ein formaler Unterschied. Der Umstand, dass man letztlich ein beliebiges PC-Schach-Programm in dem Gerät betreiben konnte, erschien aber vielen als Sakrileg.
Heute beklagt sich niemand über verlorenen Identität, wenn man im Resurrection mehrere Programme nutzen kann. Ferner ist eine Bluetooth-Schnittstelle geplant, die es ermöglicht, die Programme auf dem PC laufen und die Züge über den SC ausführen zu können. Auch die Möglichkeit, neue Software per SD-Card oder USB-Stick bei ihrem SC einspielen zu können, würden viele (von uns) als Komfortsteigerung begrüßen; bei den heutigen Preisen Kleinkram.
Der Kaufhaus/Kaffeekettenkunde fragt solche Dinge aber nicht nach. Letztlich könnte man MMIV, Superconny etc. auch heute noch unverändert verkaufen. An Leistung und Reiz haben sie für Sammler und Selbstspieler nichts eingebüßt.
State-of–the-Art-Technik und handgefertigte Kleinstserie haben allerdings ihren Preis und sind letztlich wohl auch nur so und auf Vorbestellung zu fertigen.
Gruß
kosakenzipfel