
Zitat von
Helmut
Hallo Dirk!
Schön wäre es wenn man den Emulator schneller betreiben könnte ohne dass die interne Uhr schneller geht. Denke dass bei 200% die intere Uhr automatisch auf 50% geht.
Ist sowas "einfach" möglich?
Trotzdem, eine ganz tolle Sache dieser Emu!
Grüße ... Helmut
Hallo Helmut,
soweit ich Dirk's Ausführungen bisher richtig verstanden habe, ist das schon "relativ" einfach - man muss nur die Sourcen entsprechend ändern und neu compilieren, wenn man weiss wie man das anzustellen hat.
Das würde aber nicht dem eigentlichen Sinn des MESS-Projekts entsprechen, der einfach ausgedrückt jener ist, eine Hardware 100% genau zu emulieren. Dazu gehört natürlich auch die Zeitnahme der emulierten Schachcompis.
Bei 200% läuft die interne Uhr freilich auch auf 200%. Ich sehe hier jedoch kein größeres Manko, denn dies hat nur wenig Einfluss auf das Spiel des Programms. Man sollte sich auch im Klaren darüber sein, aus welchem Grund man das Programm überhaupt schneller laufen lassen will.
Soll beispielsweise eine Problemstellung gelöst werden, steht der "Compi" zumeist ohnehin auf unendlich (Analyse). Läßt man das Proggi nun mit 500% laufen, stoppt man die reale Zeit, multipliziert diese mit fünf und weiss wie lange das Origninal gebraucht hätte. Will man hingegen ermitteln, wie stark sich ein Tuning auf das Original auswirkt, wählt man eine realistisch erreichbare Taktfrequenz aus und lässt den Emulator mit dem entsprechenden Faktor laufen - er ist dahingehend einigermaßen flexibel. Das man einen höheren Level einstellen muss (bei angenommenen 200% dann 1 Minute statt 30 Sekunden), ist kaum störend und müsste auch beim Original so hingenommen werden, will man nicht im Programmcode rumwurschteln. Es gibt sicher noch weitere Beispiele...
Aus meiner Sicht ist es daher nicht tragisch, dass der Emulator von sich aus keine Beeinflussung der Uhren erlaubt. Immerhin geht das bei den Originalen auch nicht. Schöner weil einfacher wäre es, aber man kann wohl nicht alles haben...
Gruß, Willi