
Zitat von
Nisse
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Der Gag ist nun eben die adaptive Spielweise, aber genau da liegt der Trugschluss.
Ich habe den Eindruck, dass dies eben genau NICHT der Fall ist.
Er spielt auf „freundlich“ keines Wegs freundlich, sondern streut die Chancen und die passt permanent den Score an. (#144, #168).
Dies hat zur Folge, dass er manchmal einen scheinbar schwachen Zug macht, um dann später wieder zuzuschlagen.
Irgendwie ist das nicht sehr menschlich, wenn man mal einen Blunder reinhaut, muss man diese Suppe halt auslöffeln und wird aber nicht künstlich auf einem Level gehalten.
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Genauso ist es mir bisher auch ergangen. Ich bin ja wirklich weit unten mit meiner Spielstärke. Mit dem KingElement und dem ChessLink mit Hiarcs macht es aber einfach unheimlich Spaß und ich merke eigentlich nie, dass der Computer sich meiner schwachen Spielweise anpasst. Gerade mit Hiarcs ist das sensationell. Immer wenn ich zwei oder dreimal gewonnen habe und in der Bewertung aufgestiegen bin, schraubt er dezent die Spielstärke wieder hoch und zeigt mir, wo der Hammer hängt. Das motiviert unheimlich und ist für mich unglaublich "menschlich". Ich hab selten das Gefühl, dass der Computer mich "fertig" macht, es sind meist richtig spannende Gefechte, bei denen ich immer das Gefühl habe, eine Chance zu haben, solange ich mich konzentriere ;-)
Bei dem Centaur komm ich mir vor wie in meiner Kindheit, wenn ich gegen meinen Vater gespielt habe. Um mir eine Chance zu geben, hat er dann immer wieder mal einen total unsinnigen Zug gemacht. Als ich dann in dem Alter war, das zu erkennen, hat es mich eigentlich nur geärgert und keinen Spaß gemacht. OK, irgendwann hat sich der Spieß dann umgedreht ;-)
Auch der Centaur macht bei mir immer - teils auch in einer recht ausgeglichenen Spielsituation - einen komplett unsinnigen Zug. Das verdirbt mir dann wirklich den Spaß. Zumal er, wie Du schreibst, dann plötzlich wieder gnadenlos zuschlägt.
Ich hab ihn jetzt mal auf Experte gestellt. Mal schauen, wieviel Züge ich da überstehe.