Ach ja ... die liebe "Wundermaschine" ...
Soweit ich weiss, ein Unikat, oder? Viele Geräte dieser Machart gibt es jedenfalls nicht! Die Frage, ob es sich dabei um einen "echten" Schachcomputer handelt oder nicht, stellt sich mir eigentlich nicht so sehr in den Vordergrund. Das Ding ist doch rein äusserlich nichts anderes als ein Brettcomputer und ob der eingebaute 486er (realistisch betrachtet) wirklich mehr kann als nur Schach zu spielen, sei doch mal dahingestellt (ein H8 kann auch Wäsche waschen, wenn man so will).
Bei einem auf die Wundermaschine aufbauendem Projekt muss man doch nicht viel mehr tun, als der PC-Hardware zu erklären, dass sie nur Schach spielen kann (und soll) - Schach und nichts anderes! Der PC-Lautsprecher übernimmt das Gepiepse, die Tastatur wird nebst Maus weggelassen und ersetzt durch ein paar Tasten, die "Hotkey"-Funktionen haben. Einen Monitor braucht's nicht, denn PCs können Dotmatrix-Displays ansteuern. Nicht einmal Windoofs würde gebraucht: Man entwickle lediglich eine DOS-Umgebung die einerseits den Rechner in den 32Bit-Modus switchen (es geht!) und gleichzeitig mit UCI- und/oder WB-Engines umgehen kann. Diese werden bei Bedarf über 'nen USB-Stick oder eine Speicherkarte nachgeladen, ebenso wie engineeigene Bücher. Programmieren muss man halt können. Diese Geschichte ist kaum etwas anderes als Ruud's Verfahrensweise: Es spielt keine Rolle, ob man PDA-taugliche Hardware zum reinen Schachcompi "degradiert", oder ob man es mit einem PC tut. Am Ende sollte das "Look'n Feel" eines reinen Schachcompis erhalten bleiben und DAS halte ich auch bei Einsatz von PC-Hardware für gegeben.
Ein Manko hat das Ganze freilich: Die "altehrwürdigen" Meisterstücke, wie ich unsere Oldies mal nennen möchte, haben gegen solche Power keine Chance mehr und die meisten von uns wohl auch nicht. Hier geht dann doch ein wenig vom Character des herkömmlichen Brettcompis verloren - und DAS will die Mehrheit (einschließlich mir) wohl auch wieder nicht riskieren.
Ohne Frage: ICH würde gerne so ein Ding basteln, hätte ich ausreichend Kenne, Zeit und Geld. Nur fürchte ich, das Ding würde nach ersten Anflügen von Enthusiasmus später doch im Schrank verstauben. Selbst Ruud's Geräte (die gegen eine PC-Lösung gewisss nicht angehen könnten) sind mir für mein eigenes Spiel schon zu stark. Auch anderen Brettis würde ich sie aus selbigem nicht als Gegner vorsetzen...
Gruß, Willi