Uih, das ist ja cool, daß der CT800 jetzt auch in den ersten Brettschachcomputer Einzug gehalten hat.

Zitat von
Fluppio
Positiv aufgefallen ist mir beim CT800 die tief reichende Bibliothek - keine Killervarianten oder sowas, aber grundsolide.
Das Buch ist auch nicht auf Spielstärke optimiert, sondern auf Abwechslung. Alles, was halbwegs spielbar ist, sollte rein, selbst wenn es etwas suboptimal ist. Im Club spielen Menschen auf dem Level ja auch nicht nur optimale, auswendig gelernte Eröffnungen. Das Einzige, was nicht aktiv drin ist, ist Holländisch, denn kommt der CT800 mit Schwarz nicht zurecht.
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Taktisch war der CT800 dem MCG klar überlegen, auch im Endspiel.
Wobei das Endspiel nicht so die starke Seite des CT800 ist.
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Positionell spielt der CT800 zurückhaltend, manchmal auch etwas passiv (siehe Partie 1 und 5).
Ja, das Programm hat keinen Begriff von Raum, nur von Mobilität. Die Folge ist, wenn mit Figuren kein Spiel zu machen ist, daß er dann beengt steht und bei starken Gegenspiel auch schonmal überrollt wird. Andererseits sieht man nicht die für Schachcomputer typischen sinnlosen Bauernzüge, die die Stellung wegen Überdehnung auseinanderfallen lassen.
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Vor allem scheint es kein "Abtauscherprogramm" zu sein. Die Figuren werden oft und gerne auf dem Brett gehalten.
Ja, das dient auch dazu, die Endspielschwächen zu kaschieren. Menschen sind im Endspiel besser, weil sie Zusammenhänge verstehen und Taktik da nicht so oft geht. Der CT800 ist primär zum Spiel gegen Menschen entworfen, und da hilft es, die Stellung möglichst verwickelt zu halten.
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Klar sind 5 Partien nur ein kleiner Einblick, doch ich muss sagen der CT800 im Pewa GM gefällt mir.
Freut mich. Wobei ich den MCG aber alles in allem schon für stärker halte, was sich bei höheren Partienzahlen auch äußern dürfte.
Die Drosselung geht übrigens ab V1.20 nicht nur prozentual, also relativ zur CPU-Leistung, sondern auch absolut in Knoten pro Sekunde. Mit der Einschränkung, daß die Vorsuche in chaotischen Stellungen viel Rechenkraft braucht, die aber nicht als gedrosselt zählt. Das wird mit V1.21 behoben werden, indem die Vorsuche drastisch begrenzt ist, was auch auf der dedizierten Hardware nützlich ist.
Ein Update sollte auf dem Pewa eigentlich im Handumdrehen gehen, muß man bloß neu compilieren. Oder waren größere Anpassungen notwendig?