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Alt 23.03.2018, 21:05
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AW: Worin besteht der Sinn eines Schachcomputers?

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Dann aber bitte eine ordentliche und hochwertige Verarbeitung, wie man sie auch vor 30 Jahren schon hinbekommen hat und kein China-Pressspan mit Glanzlack-Beschichtung ...
OK, jemand, der sich mit der Materie auskennt, hat mir gesagt, ein München Brett würde heute in der Herstellung in Handarbeit und Made in Germany ca. 500,- Euro kosten ...

Nun, selbst wenn die Elektronik maximal 100,- Euro kostet, dann muss der VK locker ca. 2,5x so hoch sein, damit es sich rechnet ...
Nehmen wir als VK 1.499,- Euro an, siehe oben ... dann geht erst einmal die Märchensteuer runter ... also ist der eigentliche VK netto nur 1.259,- Euro ... dann ist es ja nicht so, dass der Hersteller direkt verkauft ... dazwischen ist ja noch der Händler, der ja auch leben will ... da gehe ich in diesem Segment mal von 30% aus ... bleiben für den Hersteller 968,- Euro netto ...

OK, wenn die Herstellungskosten bei ca. 600,- Euro liegen (von mir aus 550,- Euro) bleiben 418,- Euro ... davon gehen dann ja noch weitere Kosten ab: Zunächst einmal die Entwicklung ... von der Idee, über die Gestaltung bis zur Umsetzung ... dann der Programmierer ... Nebensächlichkeiten wie Transport, Verpackung (inkl. Design), Handbuch (vom Autor, der bezahlt werden will bis zum Druck) etc. pp.

Dann muss die Produktion vorfinanziert werden ... dann Rückstellungen für Garantiefälle und Serviceleistungen ... ach ja, die kostenfreien Updates sind für den Kunden kostenfrei ... für den Hersteller nicht ... Arbeitszeit etc. pp. ... bis zur Webseite und dem Server.

Die Bude, in der der Hersteller seinen Betrieb hat, muss ja auch bezahlt werden: Vom Telefon bis zu den Möbeln ... bis zu den Angestellten ... alles muss bezahlt werden.

Dann frage Dich, was da noch an "Spanne" unterm Strich am Ende des Monats bleibt ... und dafür geht er zuvor das komplette unternehmerische Risiko ein.

Hätte ich lieber ein Gerät mit der Qualität eines DGT Brettes oder eines Mephisto München? Ja, auf jeden Fall ... aber wer ist bereit, dann auch den Aufpreis zu zahlen ... hier im Forum sicherlich einige ... aber das reicht kaum, um das als Firma zu machen.

Na ja, unterm Strich muss man sagen: Will man einen Schachcomputer aus Holz, ist die Auswahl aktuell "limitiert": Pewa und Rev II spielen in einer komplett anderen Liga ... halbwegs vergleichbar wäre da noch DGT ... wobei man hier sagen muss, die vertreiben die Bretter ... den Part "Schachcomputer" in der PI überlassen sie elegant Ehrenamtlichen wie Jürgen und Co ...

Unabhängig davon würde ich mir schon wünschen, so ein Gerät wie den Genius oder den King mit einem "DGT vergleichbaren" Brett zu bekommen, auch wenn dann der Preis von 599,- Euro auf 899,- Euro klettern würde ... mir wäre es das wert ... und schön, wenn man wenigstens die Wahl hätte.

Gruß,
Sascha
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Oberstratege (24.03.2018)