Hier nun die 10. und letzte Partie des Matches. Der Masterchess hat sich bis ins Endspiel sehr gute Gewinnchancen herausgearbeitet. Allerdings kann er wieder mal nicht ein remis erkennen, wenn es aufs Brett kommt und spielt im 48.Zug
Se5? der durch Lxe5 sofort geschlagen wird und die Partie ist remis.
Der Chessgenius pro zeigt sofort 0.00 an und kommt in rechentiefen von 26-27 Halbzüge, das ist zu tief für den Masterchess.
Nach 10 Partien steht es nun 5:5
Beide Geräte konnten je einen Sieg für sich verbuchen und 8 Partien gingen remis aus.
Es war ein Wettkampf auf Augenhöhe.
Hier noch einige Anmerkungen meinerseits zum Chessgenius pro.
Das Sensorbrett ist mit den Fingern ganz gut zu spielen, wenn auch nicht so leichtgängig wie beim Masterchess, aber trotzdem ok
Die Zeiteinteilung bei 30 min/Partie ist sehr gut.
Der CGpro hat sich im Mittelspiel für seine Züge teilweise viel Zeit gelassen und wurde daher vom Masterchess eigentlich nicht wirklich überrumpelt
Im Endspiel kam er bei wenigen Figuren in sehr hohe Suchtiefen und kann sich so sehr viel errechnen.
Nun zum Thema Aussetzer
Die von Micha angesprochenen Aussetzer habe ich zwar auch festgestellt, allerdings nur mit Hilfe einer mitlaufenden Engine. Als wirklichen Aussetzer würde ich das nur sehen, wenn der Gegner (Masterchess) das auch sofort erkennt und dadurch in Vorteil kommt.
Das war aber in den gespielten Partien nicht so. Es gab teilweise grosse Bewertungssprünge, aber eben nur von der mitlaufenden Engine. Der Masterchess hat diese"Aussetzer" oft nicht erkannt, und mir fehlt die Spielstärke um weiter darauf einzugehen.
Insgesamt ist der Chessgenius pro Dank seiner Hardware ein spielstarkes Gerät. Leider vermisst man doch die Richard Lang typische Spielweise.
Es werden Züge heruntergezählt und gezogen aber nicht gespielt, wie Beispielsweise den von Sascha (und von mir natürlich auch) hochgelobten Vancouver.
Da ich einen Vancouver habe ist das für mich nicht so schlimm
Wer bereits einen Millenium Chess Genius besitzt und ihn als Gegner zum spielen nimmt, der braucht nicht unbedingt den CGpro, da beide Geräte fast identisch sind und der schnellere Prozessor beim Spiel gegen Menschen wahrscheinlich nicht sejr viel mehr hergibt, es sei denn man heißt Krammnik oder Carlsen, aber die werden beide Geräte in Grund und Boden spielen.
Für uns Schachcomputerfreaks gibt es eine starke Kiste mehr, die aber leider einen faden Beigeschmack bezüglich der Engine hinterlässt.
Hier möchte ich ausdrücklich Sascha und Micha nochmal für die vielen Infos danken.
viele Grüße
Markus
So anbei noch die Partie
[Event "30 min/Partie"]
[Site "?"]
[Date "2016.08.23"]
[Round "10"]
[White "Masterchess 27Mhz, Mephisto"]
[Black "CGpro, Millenium"]
[Result "1/2-1/2"]
[ECO "C25"]
[PlyCount "108"]
1. e4 e5 2. Nc3 Nc6 3. Bc4 {Buchende} d6 4. Nf3 Be7 {Buchende} 5. Bb5 Bg4 6.
Bxc6+ bxc6 7. O-O Nf6 8. d3 Rb8 9. Rb1 O-O 10. Re1 Qc8 11. Bg5 Qa6 12. h3 Bh5
13. Qe2 Rb7 14. g4 Bg6 15. Nh4 Rfb8 16. Bc1 Qb6 17. a3 Nd7 18. Nxg6 fxg6 19. b4
a5 20. Bd2 Bh4 21. Be3 Qa6 22. g5 h5 23. gxh6 Nf6 24. bxa5 gxh6 25. Rxb7 Rxb7
26. Bxh6 Qxa5 27. Rb1 Rb6 28. Rxb6 cxb6 29. Nb1 Qa4 30. Be3 d5 31. exd5 Nxd5
32. Qg4 Qxg4+ 33. hxg4 Nxe3 34. fxe3 Be7 35. Nd2 Kf7 36. Nc4 Ke6 37. Nxb6 Bxa3
38. Kf2 Bc5 39. Na4 Bd6 40. Kf3 Bb4 41. c4 Be7 42. d4 exd4 43. exd4 Bb4 44. Ke4
Ba3 45. Nb6 Bb4 46. c5 Ba5 47. Nc4 Bc7 48. Ne5 $2 {Masterchess erkennt das
remis nicht} Bxe5 {CGpro zeigz nach diesem Zug sofort 0.00 an und kommt in den
nächsten Zügen auf Suchtiefen von 26-27 Halbzüge dank der hashtables} 49.
dxe5 g5 50. Kd4 Kd7 51. Ke3 Ke7 52. Kd3 Kd7 53. Kd4 Ke7 54. Ke3 Kd7 1/2-1/2
So, hier nun die Partie