Hallo Wolfgang,

Zitat von
Wolfgang2
Überhaupt konnte ich das ganze Jubelgeschrei seinerzeit über den SuperConstellation wegen seiner Opferbereitschaft nicht nach vollziehen. Wenn der gegen mich in einer "Kaufhauspartie" die Quali opferte, war die Partie immer für ihn sofort verloren - da "half" natürlich auch die Endspielschwäche des Computers noch mit. Deswegen habe ich dieses Gerät auch nie besessen. Gegen andere Computer hatte der Novag damit naheliegenderweise eher mal Erfolg, weil die oft zu wenig Wert auf die Königssicherheit legten oder nicht verstanden, sinnvoll zu vereinfachen.
Das sehe ich anders; normalerweise denken menschliche Spieler (die in ihrer Spielstärke dem Super Constellation in etwa entsprechen und die Spielweise des SC nicht kennen), wenn ihr Computergegner opfert: "Das macht er ja nicht umsonst, da steckt bestimmt was dahinter!" Und dann werden sie oft unsicher und ihr Spiel fehleranfällig. Einem Computer kann das in dieser Situation naturgemäß nicht passieren; er bleibt "kaltblütig" genug, um evtl. Ungenauigkeiten des Opferspielers zu finden und auszunutzen. Deshalb zahlen sich Gambiteröffnungen in reinen Computerpartien eher selten aus.
Und dass der Super Constellation überhaupt Opferzüge spielte (auch wenn sie zumeist spekulativ waren), machte ihn damals einzigartig und für die meisten Schachcomputerinteressenten sehr erstrebenswert.
Meinen Superconny habe ich seit fast 30 Jahren und ich bin happy, dass er immer noch funktioniert...
viele Grüße
Robert