
Zitat von
Sargon
Es ist ein MM 4 Module , und dahin Sitz die WM 1989 Portorose WM Programm pcb/platine
Hallo Hans,
vielen Dank für Deine Erläuterungen! Das schöne ist: Wir widersprechen uns gar nicht!
Denn nach der WM 1989 erschien erst das Polgar-Modul (erster SSDF-Listen-Eintrag: Dezember 1989). MM V war dann ein Jahr später.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß Schröder als Basis zum Entwickeln der Engine und zum Turnierspielen ein bewährtes MM IV-Board benutzt hat. (Das Bedienkonzept des Academy war zwar schon "draußen", aber ob man an den Academy so einfach ein TurboKit hätte anschließen können? Und Polgar-Module gab es ja noch nicht. Insofern für die Entwicklung ein denkbarer Kompromiss.)
Was mich etwas wundert, ist die Aussage zu den Schachvertiefungen. Zumindest die echten Singular Extensions kamen erst mit dem MM V. Evtl. hat Schröder schon 1989 mit MM V-Algorithmen experimentiert, und mit dem Turniergerät tatsächlich Sachen vorweggenommen, die beim Serien-Polgar dann verworfen wurden und erst beim MM V umgesetzt wurden?!
Dein Hinweis auf die Rechentiefe deutet auf eine deutlich höhere Selektivität hin (Rechentiefen werden schneller abgeschlossen). Das überwiegt sogar die zusätzlichen Extensions, die ja dazu führen, daß eine Rechentiefe langsamer abgeschlossen wird.
Da es sich um ein Experimental-Programm handelt, wird der richtige MM V sicher ebenfalls ein komplett anderes Verhalten zeigen, schätze ich mal. Und das ist ja das Schöne dabei: Du hast hier ein richtiges Unikat, das Gerät, das die Computer-Olympiade in London gewonnen hat!

Und wir alle haben das Vergnügen, die Partien dieses einmaligen Geräts zu verfolgen.
Viele Grüße,
Dirk