Thema: Turnier: 10. Online Aktivschach WM
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Alt 24.05.2014, 10:41
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AW: 10. Online Aktivschach WM

 Zitat von achimp Beitrag anzeigen
Hallo,

wieder ist eine Runde gespielt und wir lagen gut in der Zeit

Der MM V zeigt sich nun doch als Überflieger und ist das einzige Gerät ohne Verlustpunkt. Es stellt sich dem Interessierten nun natürlich die Frage, ob diese Steigerung gegenüber dem MM V 18 MHz nur durch das Turnierbuch zu erzielen ist? Oder wurde am Programm "geschraubt" und es ist im Grunde gar kein MM V mehr? Vielleicht könnte man einige Partien mit einem "normalen" MM V 16-18 MHz nachspielen (Mess-Emu sollte auch gehen), um evtl. Programmunterschiede festzustellen. Jedenfalls benötigt der MM V nur noch einen Punkt für den Sieg - der Präsident 20 MHz kann ihn aber vielleicht noch aufhalten

Dahinter ist es weiterhin spannend...

Nachfolgend die Tabelle nach Runde 5 und die nächsten Paarungen.

Gruß
Achim
Mm4 und mm5 waren immer schon sehr sehr stark. Milano und polgar haben mir nie wirklich gefallen. Vielleicht ist das Gerät eine Vorstufe der chessmachine Version, noch auf 6502.
Beim polgar hat Ed m.e. Schlagerweiterungen übertrieben. Der polgar spielt manchmal "bizarr" und wenn man sich hv oder berechnete Züge ansieht vertieft er hauptsächlich schlagzüge. Die Stillen aber kann mm4 sehr gut.
In einem meiner Turniere ist der Monte Carlo sehr stark.
Wir denken immer das das chessmachine Programm deswegen so gut war und wm würde weil es eine so schnelle Hardware hat. Vielleicht war Ed aber einfach auch von der Software einen Schritt weiter gekommen. Was sich dann im 8 Bit wm Gerät , also in der eprom Version, zeigt.

Jedenfalls war das die zeit wo der Ed die größten Fortschritte gemacht hat. Seine Hochzeit. Bei Richard lang sind die fortschritte nicht so krass gewesen. Er lag immer auf einem hohen Sockel. Hat wohl aber das Programm weniger verändert. Oder die Veränderungen brachten nicht soviel. Die stärksten Versionen sind in assembler 68000 und 16 Bit und später dann schwächer Versionen in c für die 32 Bit Sachen. Aber das Hauptproblem ist das die asymmetrische Baumschere fest im Programm verdrahtet ist und er das gar nicht ändern kann. Nichtmals experimentieren. Und dadurch das man Figurenwerte hoch oder runter setzt kann man nur bescheiden Einfluss nehmen. Weil er auf den eigenen suchtiefen 1 3 5 7 9.... Nicht alle äste verfolgt, dafür aber auf den gegnerischen, ergab sich ein passiver spielstil. Er übersah keine Drohungen, aber er spielte nicht immer den besten Zug schlicht weil er den ausselektiert hatte. Auch wusste das Programm kaum wie eine Stellung nach einem Abtausch Positionslicht einzuschätzen war da er eine statischen schlagzuggenerator hatte, d.h. Er bewerte die Stellung nach dem Schlägen gar nicht mit der kompletten stellungsbewertungen und schätze das nur materiell ab.
Auf dem systemimmanenten Problem blieb er hängen. Als dann die nullmove Geräte auch so tief kamen wie lang mit der Asymmetrie würde Genius einfach ausgerechnet.
Was mir dennoch unklar ist, wieso eds Programme von 6502 und chessmachine nachher auf dem pc m.E. Nicht so profitierten vom Power. Anzunehmen das sie im suchbaum festsaßen. Die rechwntiefen der kleinen Geräte lagen nur bei 4-7. auf dem pc kam man dann viel tiefer. Aber vielleicht war es auch wie bei lang. Das der nullmove Algorithmus die älteren selektiven Konzepte einfach ausrechnete. Davon profitierte morsch. Der dann ja auch in sovielen schachcomputern steckte, und eine zeit lang als Fritz im pc Schach oben war. Über Schröder und lang.
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Geändert von mclane (24.05.2014 um 10:52 Uhr)
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achimp (24.05.2014)