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AW: genius 68030: Spielstil und Selektivität
Hallo Patrick,
die Problematik liegt wohl in diesem Fall auf Seiten von Hiarcs und der angeführten Spielstärkeanpassung. Aus meiner Erfahrung bringen die Änderungen der Spielstile bei den Lang Programmen keine signifikanten Änderungen mit sich.
Ich bin kein großer Freund dieser Elo-Stufen bei diversen Programmen, da die Ausgabe der Spielstärke doch recht schwankend daher kommt und teilweise mit der Beschneidung von Wissen oder auch der Eröffnungsbibliothek einhergeht. Das Resultat ist ein auf mich etwas künstlich wirkendes Spiel. Sicherlich nicht mehr so plump wie in früheren Jahren, aber von perfekt noch immer weit entfernt. Wobei Shredder durchaus noch die brauchbarsten Ergebnisse produziert.
Wir hatten dieses Thema im Rev II Thread bereits angesprochen. Der druckvolle Stil gepaart mit viel Wissen (z.B. gute Behandlung von Freibauern, Turm- und Leichtfigurendspielen) von Hiarcs kann sofort gefallen. Daher war es uns wichtig, eine natürliche Schwächung durch Reduzierung der Geschwindigkeit zu erreichen und nicht auf die genannten Elo-Stufen zu vertrauen, eben aus den oben angeführten Gründen. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Wir werden in den kommenden Tagen das Ergebnis auch mit einem gespielten Turnier unterstreichen.
Ich würde dir von den Elo-Stufen bei Hiarcs abraten, wenn es um den Vergleich mit ("alten") Schachcomputern geht, da das Ergebnis, wie du selbst festgestellt hast, nicht zielführend, sondern auf Dauer sogar etwas frustrierend ist bzw. sein kann.
Gruß
Micha
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