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Alt 03.05.2006, 09:25
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Supergrobi Supergrobi ist offline
Revelation
 
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AW: Gratulation dem Finalsieger!

Hallo!

Die Geräte-Auswahl bzw. -Zulassung ist natürlich immer ein heikles Thema. Und je weiter man sich zurücklehnt und versucht, alles aus einer gewissen Distanz zu betrachten, desto nachdenklicher kann man dabei werden:

Die meisten Spitzen-Neuentwicklungen liegen nun schon gut 10 Jahre zurück. Projiziert man das in die "Goldene Zeit" der Schachcomputer, kommt dabei ein Fortschritt von Mephisto III bis R30 raus. (Kommt doch ungefähr hin: 1983-1993?)

Wäre die Entwicklung immer so weitergegangen, gäbe es sowieso längst zig Geräte, die den R30 zu Null schlagen, salopp gesagt.

Ich glaube, niemand würde auf die Idee kommen, einen R30 von einem Turnier ausschließen zu wollen. Das Problem mit Fruit ist wohl eher, daß es in dieser Liga noch nicht soviel Konkurrenz gibt. Aber wie soll es in der Zukunft weitergehen? Wenn Ruud heute den Resurrection entwickeln würde (vielleicht macht er ja auch mal eine Weiterentwicklung?), dann hätte er schon 624MHz. Damit würde auch Ruffian schon den alten Brett-Compis entwachsen...

Und wo wir gerade bei Resurrection sind: Was ist mit den PocketPCs/Palms, die ja immerhin die gleiche Hardware wie der Resurrection haben? (Mit dem Hardware-Argument lassen wir ja beispielsweise auch die Chessmachine im Rating mitspielen, obwohl sie ja rein äußerlich eher ein PC ist.)

Von den Pocket-PCs ist man ganz schnell beim Sharp Zaurus, ein Linux-PDA, der sehr einem Subnotebook ähnelt, aber Pocket-PC-Hardware hat. Der ähnelt aber schon wieder sehr einem richtigen Subnotebook mit x86-Prozessor, zumindest äußerlich...

Und jetzt haben wir noch gar nicht von den Handys gesprochen. Genius soll auf einem Handy schon manchen Schachcomputer geschlagen haben...

Was ich mit diesem Posting sagen will, ist folgendes: Es ist ein natürlicher Vorgang, daß die Entwicklung weitergeht und unsere alten Kisten auch schachlich überholt werden. Nur leider hat sich die Entwicklungslinie "ausgefranst", und die Grenzen zwischen den Kategorien sind fließend geworden.

Vielleicht wäre es gut, in Zukunft ein wenig toleranter zu werden im Hinblick darauf, was ein Schachcomputer ist? Aber irgendwelche Grenzen sollte man setzen, vielleicht der Einsatz eines x86-Prozessors?

Diskussion erwünscht!

Viele Grüße,
Dirk
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