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AW: Polgar Tuning
Hi Wolfgang,
deine Ausführungen kann ich zumindest teiweise verstehen. Bei einem 12 : 8 Ergebnis sehe ich dagegen noch keine signifikant andere Richtung als bei einem 10 : 10 weil beide Ergebnisse nah beisammen liegen, daher auch der Rat zu mindestens 30 Partien. Hunderte Partien zwischen 2 Geräten wird außer früher den Schweden bei aller Liebe, niemand von uns im Forum hier spielen wollen. ich denke mal das es den meisten wichtiger ist zu sehen wie sich ein Gerät aufbaut, welche Stärke oder Schwächen es hat und wie der typische Stil ist oder einfach interessante Partien zu bekommen! Dazu braucht es nicht hunderte Partien. Auch bei hunderten von Partien (ohne Dubletten!) kann man nicht immer klären ob ein Gerät Signifikant stärker ist, als ein anderes. Dann kann man höchstens konstatieren das beide in etwa gleichwertig sind.
Meine eigene Erfahrung bei solchen Computer gegen Computer Wettkämpfen ist, das selbst solide Eröffnungen nicht immer einen Erfolg garantieren müssen weil vielleicht diese oder jene Variante nicht lange genug einprogrammiert ist und zu früh endet oder das andere Gerät mit einer bestimmten Stellung einfach besser ins Spiel kommt -solide Abspiele vorausgesetzt- dennoch bin ich ausserdem der Meinung das man als Operator nicht in die Eröffnungswahl aktiv eingreifen sollte, es sei denn um Dubletten zu vermeiden. Schließlich sollen ja die Geräte spielen und wenn ein Gerät zweifelhafte Eröffnungen spielt oder nicht versteht - ja Pech gehabt.
Sicher sind Eröffnungsvorgaben ein interessantes wenn auch nicht neues Thema aber dann stellt sich wieder die Frage welche Eröffnungen soll man vorgeben?
Du gibst zB. die Zugfolge 1. e4 - b6 ein. Selbstverständlich werden solche Vorgaben Doppelrundig gespielt, einmal mit weiß und einmal mit schwarz. An so einem fiktiven Turnier nehmen sage ich mal 6 Geräte teil und einer wird (in der Regel oder meistens) das Turnier gewinnen, was sagt mir das?
Na das der Sieger mit dieser gewählten Eröffnung am besten klar kam - mehr aber auch nicht. Man hat auch schon ganz ohne Eröffnungsbibliothek Turniere spielen lassen, nur um zu sehen welches Gerät damit am besten zu recht kam, aber egal, weiter will ich das Thema gar nicht vertiefen.
Zurück zum Berlin 68000: das das Gerät in der getunten Version eindeutig stärker ist als die normale 12 MHz Fabrik-Version ist wohl auch ohne Partiebeisspiele ziemlich klar...
Läuft die Uhr bei den getunten Berlin-Versionen übrigens gleich schnell wie bei 12 MHz? Bei den Morsch Geräten ist das ja bekanntlich nicht möglich, zumindest kenne ich kein Morsch Gerät wo die Uhren nach Tuning nicht auch schneller laufen würden.
Gruß
Otto
Ps.: als ich das schrieb kannte ich Michas Posting zu dem Thema noch gar nicht....
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Schach ist das Spiel, das die Verrückten gesund hält. (Albert Einstein)
Geändert von MaximinusThrax (08.08.2013 um 18:20 Uhr)
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