
Zitat von
Paco
Hallo,
das Bibi so wenig ausmacht hätte ich gar nicht gedacht. Ich dachte schon, dass es doch viel besser sei, je besser man in der Eröffnung spielt. Aber gut - ihr werdet es besser wissen

"Besser" weiß ICH garnichts - habe nur so meine Erfahrungen mit verschiedenen PC-Büchern. Die Quantität sagt absolut nichts über die Qualität eines Buches aus. Sicher ist ein Buch mit 500 Zügen besser als garkeines und eines mit 10.000 Zügen besser als eines mit 500. Solche Größenordnungen sind noch vehältnismäßig leicht auf Fehler hin zu prüfen und zu bereinigen, wenn man einen Schachcompi programmiert. Aber bei 100.000 oder gar fast 400.000 sieht das schon anders aus (war da nicht was faul mit dem Star Diamond im Sizilianer?). Was nutzt ein größeres Buch, wenn dadurch eine größere Gefahr besteht, das der Compi schlecht aus der Eröffnung kommt? Doch selbst wenn das rund 4-mal größere Buch des Montreaux sorgfältig bereinigt wurde, was bringt denn die Vervierfachung effektiv innerhalb einer Partie? Sicher wird die eine oder andere Variante um 3-4 Halbzüge länger sein und der Compi dort dann mehr Zeit für die restlichen Züge haben - doch das soll ausreichen, um 35 Punkte zu rechtfertigen? Es wird gewiß auch Varianten geben, auf die sich die Vervierfachung nicht ausgewirkt hat. Diese Varianten werden doch trotzdem noch gespielt, wobei es dann also Null Vorteil gibt. 35 Punkte können so kaum erklärt werden. OK, wenn das größere Buch top-gepflegt ist und das kleinere hingegen einfach nur zusammengewürfelt, dann mag das passen - doch das dürfen wir eher ausschließen. Nein, es muß was anderes sein, als das Buch - und da bleibt nun einmal nur noch der Speicherausbau. Genaueren Aufschluss bekäme man, würde man beide Compis mit gleichem Speicher bestücken und gegen die gleiche Gegnerschaft unter fixen Bedingungen antreten lassen. Evtl. mit einigen (wenigen) vorgegebenen Eröffnungszügen, damit einerseits nicht die grobe Eröffnungswahl das Ergebnis verfälscht und andererseits dennoch das Buch noch wirksam zum Einsatz kommt (wobei man ja vorher prüfen kann, ob denn in den Verzweigungen der gewählten Eröffnung tatsächlich mehr Züge gespeichert sind). Das Ganze wäre dann auch weniger ein Computer-, denn vielmehr ein Buchtest. Danach wäre man wohl schlauer, aber das ist auch verdammt viel Aufwand. Sonst fällt mir dazu eigentlich nix mehr ein, denn ich habe leider weder den einen, noch den anderen Compi zur Verfügung.
MfG,
Wilfried