
Zitat von
Chessguru
Unsere Listen sollen Ansporn sein, um sich mit den schachlichen Qualitäten der einzelnen Geräte auseinanderzusetzen, nicht aber ein stures Festhalten an irgendwelchen Zahlen oder starre Denkweisen hervorrufen.
Gruß,
Micha
Gut gesprochen, Erhabener!
Leider denken viele Leute in genau solchen Bahnen - alles muss akribisch dokumentiert und nachvollziehbar sein. Bei den Elozahlen ist das aber schlicht unmöglich. Die in der Statistik ausgewiesenen Toleranzen sind niemals gegen Null zu führen und im Falle der Brettgeräte wegen der erforderlichen "Handarbeit" nicht einmal in die Nähe davon zu bringen.
Man beachte doch einfach mal Thorsten's Beispiel mit MM4/5:
Der MM5 hat fünfmal so viele Partien absolviert wie der MM4. Seine errechnete Elo ist damit weniger möglichen Schwankungen unterlegen als die seines Vorgängers. Haben beide einmal gleichviele Partien, wird ein Vergleich der beiden Elos schon relevanter. Doch selbst wenn beide Kisten sagen wir auf je 234 Partien kommen, dann liegt die Schwankungsbreite immer noch bei +/- 39 Elos. Was dürfte denn der "gefühlte" Unterschied sein? 40 Elo? Oder 50? Egal, sagen wir das wäre so passend, dann müssten wieviele Spiele je Gerät absolviert sein, damit die Schwankungsbreite nicht größer wird als der "gefühlte" Unterschied? Ich glaube nicht einmal an 40 Elo. Je geringer der "gefühlte" Unterschied wird, um so mehr Spiele müssten aber absolviert werden, wollte man den Unterschied sicher nachweisen. Damit wären dann wohl noch unsere Urenkel bis zur Rente beschäftigt. Nehmen wir doch die Werte als das was sie sind: Eine ungefähre Einschätzung der Geräte untereinander! "Ungefähre Schätzung" erlaubt ja, dass man auch mal "voll daneben" liegt...
Gruß, Willi