
Zitat von
Lucky
Da Du das Stichwort 'positionelles Schachspiel' erwähnst: Interessant, was Gemini, Googles AI, nach Eingabe dieses Stichwortes in der Google-Suchmaschine dazu zu sagen hat. Eine druckreife Abhandlung.
Gruß!
Es kommt in der Tat eine sehr "vernünftige Antwort" heraus:
Positionelles Schachspiel ist ein strategischer Ansatz im Schach, bei dem langfristige Vorteile und die Qualität der Stellung im Vordergrund stehen – im Gegensatz zum taktischen Schach, das auf kurzfristige Kombinationen und konkrete Drohungen setzt.
Merkmale des positionellen Schachspiels:
Kontrolle über zentrale Felder – z. B. e4, d4, e5, d5.
Bauernstruktur – Vermeidung von Schwächen wie isolierten oder rückständigen Bauern.
Aktivierung der Figuren – gute Felder für Läufer, Springer, Türme.
Schwächen provozieren – z. B. durch Druck auf bestimmte Bauern oder Felder.
Langfristige Pläne – wie Minoritätsangriffe oder Umgruppierungen.
Schachcomputer der 1980er Jahre:
In den 1980er Jahren waren Schachcomputer wie der Mephisto, Fidelity Elite oder Novag populär. Diese Geräte hatten begrenzte Rechenleistung und Speicher, was ihre Fähigkeit zum positionellen Spiel stark einschränkte:
Stärken: Sie waren gut in taktischen Stellungen, da sie viele Varianten schnell berechnen konnten.
Schwächen: Positionelles Verständnis war rudimentär. Sie konnten z. B. nicht gut einschätzen, ob ein Springer auf d5 langfristig stark ist oder ob ein isolierter Bauer ein Nachteil ist.
Bewertungssysteme: Meist basierten sie auf einfachen Bewertungsfunktionen (Material, Königssicherheit, offene Linien), aber ohne tiefes strategisches Verständnis.
Vergleich zu heutigen Engines:
Moderne Engines wie Stockfish oder Leela Chess Zero kombinieren brute-force-Rechnung mit tiefem positionellen Verständnis (z. B. durch neuronale Netze bei Leela). Sie erkennen strategische Motive, die früheren Computern verborgen blieben.
Gruß
Egbert