Einzelnen Beitrag anzeigen
  #34  
Alt 04.06.2008, 08:52
HPF HPF ist offline
TASC R40
 
Registriert seit: 30.04.2005
Ort: München
Land:
Beiträge: 542
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 3 Danke für 3 Beiträge
Aktivitäten Langlebigkeit
0/20 20/20
Heute Beiträge
0/3 ssssss542
AW: Literaturliste?

[QUOTE=Paisano]Na, da bist Du mir aber mitten in die Parade gefahren , gerade hatte ich nämlich Folgendes verfasst:

Meiner Meinung nach ist das Endspiel K,L,S gegen König nicht als „Wissen“ bei Schachcomputern hinterlegt, damit meine ich, dass die Bewertungsfunktion in dem Moment, wo eine solche Stellung auftaucht, sich nicht verändert. Wenn dem so wäre, würde die Bedenkzeit keine Rolle spielen, sondern der Compi würde zielstrebig in Richtung Matt weiterspielen, auch bei kürzeren Bedenkzeiten.

In einem Interview mit Ed Schröder hab ich mal gelesen, dass durch den Einsatz bzw. die Verfügbarkeit von schnellerer Hardware auf die Implementierung vorher mühsam zu programmierenden Techniken verzichtet werden kann, weil durch die verbesserte/tiefere Suche vergleichbare Ergebnisse erreicht werden. Ich interpretiere das so, je schneller die Hardware, desto weniger "echtes" Schachwissen.

Aber zu berechnen, und das meine ich hier im wahrsten Sinne des Wortes, ist ein solches Endspiel auch nicht.

Vielmehr denke ich, dass es mit allgemeinen Bewertungskriterien innerhalb der Bewertungsfunktion zusammenhängt, welche zu bestimmten Zügen führen und so im positiven Fall eine Art „Pseudowissen“ vorgaukeln, dann spielt auch die Bedenkzeit wieder eine Rolle.

Also mehr oder weniger ein Neben(Zufalls)produkt, eine Ableitung auf die Spielstärke eines Programms würde ich davon nicht unbedingt ableiten, deshalb hab ich auch für den Tasc Verständnis .

Aber wenn mich der Risc halt Lügen straft.... dann kann ich auch nur sagen Respekt an Ed Schröder, aber etwas skeptisch bin ich noch.

Viele Grüße
Uwe


Hallo Uwe,

ich pflichte Dir bei, was die Stärke der neuen Compies betrifft. Frage: was bedeutet dieses für unsere Turniere?

Eine Möglichkeit wäre, dass bei der Wertung von Turnieren nicht nur die Ergebnisse bei den Spielen berücksichtigt werden, sondern, dass alle Teilnehmer Endspielaufgaben lösen müssen. Beim Endspiel K,L,S sollte die Lösung in einer gewissen Zeit erreicht werden, wie auch eine Lösung behaupt, die aber als die Lösung in schnellerer Zeit, schlechter bewertet werden soll. Gutes Schachwissen könnte damit etwas ausgeglichen werden. Es gibt beim Sport einen Wettkampf "Pflicht und Kür". Pflicht ist für alle gleich, bei der Kür kann jeder seine Stärke herausstellen. Wie die Wertung der beiden Spielarten erfolgen soll, ist natürlich nicht einfach.

Paul
Mit Zitat antworten