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Alt 18.06.2023, 11:49
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AW: Mephisto Phoenix mit Mephisto Glasgow-Emulation

 Zitat von Wolfgang2 Beitrag anzeigen
Die Frage kann ich Dir Egbert, und allen die sich hier mehr oder minder übertrieben empören, leicht beantworten:
Die Regel vom Quadrat kannte damals außer Fidelity, Mephisto III (vielleicht noch Capablanca S) niemand. Also auch kein Novag Super Constellation oder Mephisto MMII, um mal die beiden Computer zu nennen, über die Kurt derzeit berichtet.

Unter dieser Prämisse, muss sich Schwarz nach Lc3-Lg7? keine Sorgen machen, denn, er sieht, dass nach Se6xg7:
- Der weiße Bauer auf g6 fällt
- Der weiße a-Bauer "nur" ein relativ wertloser Randbauer ist. Das hat man dem Programm so beigebracht. Da ist der g6-Bauer wertvoller.
- Der weiße a-Bauer weit weg von einer Umwandlung ist.

Also ist es im Endeffekt eine reine Rechenaufgabe.
Zählen wir einfach ab:
Weiß braucht 3 Königszüge um auf a5 zu schlagen und die a-Linie zu räumen.
Weiß braucht 4 Bauernzüge bis zur Umwandlung
Das sind 13 Halbzüge, davorgeschaltet der Abtausch auf g7. Ergibt in Summe also 15 Halbzüge an notwendiger Rechentiefe.

Ausprobiert: Mephisto MMII hat nach über eineinhalb Stunden (Tiefe 12) Se6xg7! erstmals überhaupt auf dem Schirm, allerdings ohne noch zu wissen warum. Die Berwertung ist mit +1,01 nur um 0,01 besser als beim vorherigen Se6-f4?

Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang
Vielen Dank für diese wertvollen Ergänzungen, die den schlimmen Fehler
85...Lg7? ins rechte Licht rücken, vor allem auch im Vergleich mit anderen
Schachprogrammen.
Gruss
Kurt
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Egbert (18.06.2023), Wolfgang2 (18.06.2023)