
Zitat von
applechess
Hallo Christian
Bauern- und Damenendspiele haben es in sich. Natürlich verliert 56.Kc4, aber das zu erkennen ist für den Mephisto Magellan jenseits von Gut und Böse. Denn erst nach 12 Halbzügen besitzen beide Spieler eine Dame. Und dann braucht es nochmals 4 Halbzüge, bis klar ist, dass der f6-Bauer sein Leben lassen muss. Ferner: In der Remisvariante 56.Kc5! geht es gar 13. Halbzüge, bis beide Damen auf dem Brett stehen. Und nach 3 weiteren Halbzügen ist der weisse b2-Bauer gefallen und Weiss müsste wissen, dass die Stellung mit schwarzem Mehrbauer nicht zu gewinnen ist. Kurzum: Beide Programme sind bei diesen Berechnungen total überfordert. Und nur durch den normalen Fortschritt der Dinge in der Partie gerät dann der Pewatronic Masterchess in eine zufälligerweise gewonnene Stellung.
Gruss
Kurt
Sehr gut zusammengefasst. Ich habe meinem Atlanta die Stellung nach 55. ... Kxg3 vorgesetzt im turniergerechten 3-min-pro-Zug-Modus. Heraus kam nach 4:14 min und 17_9 Halbzügen (leider) auch 56. Kc4. Also von der Rechentiefe her hätte er es gerade noch schaffen können, das Remis zu erkennen, aber wenn das Wissen fehlt, nützt die tiefste Tiefe nichts.
Könnte jemand kurz erklären, warum 56. Kc4 eine Megabock war? Mit einfachen Worten ohne lange Varianten - falls möglich, denn ich - habe schlicht keine Ahnung.
Zwar wäre Weiß mit 56. Kc5 im Wettlauf um 1 Zug schneller an f7 als mit 56. Kc4, soweit kann ich sehen, aber da es hier um einen Bauern-Wettlauf geht, den beide gleichzeitig beenden, verstehe ich nicht, warum es in der Endstellung besser wäre, wenn der weiße König auf c5 statt auf c4 stünde.
Tja, und in der Tat, nicht nur Hobbyspieler hätten hier fehlgegriffen ...
Gruß!