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Spaß mit modernen Schachcomputern/-engines
Wie wohl viele hier, begrüße ich auch, dass neue Geräte die alten nicht ausmerzen, aber die Computerschachwelt mit frischen Ideen und Möglichkeiten bereichern. Ich bin mir aber nicht sicher, inwieweit mit ihnen persönlicher Spielspaß einhergeht.
Deshalb lese ich nach dem Erwerb des T2 auch gerade sehr interessiert die Dinge, dich ich zum Proelium zu lesen bekomme. Allerdings wäre es spannend zu hören, wie die "Neuen" auf den verschiedenen ELO-Levels gegen menschliche Gegner aussehen. Hier im Forum liegt der Fokus naturgegeben mehr auf dem Thema Computerschach (untereinander), aber für Menschen, die mit den Geräten spielen wollen, stellt sich doch die Frage, was man in Sachen persönlichem Spielspaß von ihnen hat. Stockfish ist ja recht bekannt dafür, seine Abschwächung in den einfacheren Stufen durch gelegentlich dumme Züge unter vielen sehr viel besseren zu erreichen. Shredder oder dem King scheint es viel besser zu gelingen, ohne Gurkenzüge menschenähnlich und über Strecke weniger optimal zu spielen. Insofern würde mir ein Hardwaresystem, das wie ein Stockfish-Roboter spielt, als menschlicher User keinen großen Spaß machen. Ich habe dies bzgl. mit LC0 aber weniger Erfahrung, und es mag sein, dass Leelas (oder auch Maias) spezielle Herangehensweise in dieser Hinsicht etwas smarter ist. Klar scheint mir aber zu sein, dass die meisten modernen Top-Engines eher auf Topleistung jenseits menschlicher Möglichkeiten abzielen, und dass die Stufen minderer Spielstärke nur eine Art halbgarer Lippenbekenntnisse ohne spezielle Programmierung dafür sind. Warum sollte ich also Spaß mit einem Gerät haben, das ich außerhalb von Computervergleichen (und Analysen für Turnierspieler) kaum unterhaltsam finde? Wie sähe das also mit den TCA-Geräten inkl. Proelium aus? Oder mit dem Sense Robot? Ergänzen möchte ich noch, dass ich den Phönix besitze. Mit ihm nutze ich Stockfish oder Shredder gern, um Stellungen zu trainieren, die ich gegen Gegner meiner Mannschaft für möglich halte. Spielen zum Spaß tue ich aber meistens mit dem bekannterweise viel billigeren Chess-Classics-Element, bei dem mir der trockene Stil des Chess Genius auch weit weniger gefällt, als das tolle Programm des King. |
AW: Spaß mit modernen Schachcomputern/-engines
Den Teil vom phoenix der neue engines beinhaltet benutze ich kaum.
Dafür hat man ja eigentlich PCs oder Handys. |
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Bei Gelegenheit würde ich schon gern mal gegen T2 und Co spielen. Ob und inwieweit ich da allerdings noch eine Chance habe, lasse ich mal dahingestellt. Ich bin zwar gut, aber so gut, dass ich ein Gerät schlagen kann dass über 2200 ELO hat bin ich dann vermutlich doch nicht, lach (und im Moment läuft ja noch die Schachcomputerliga... da ist auch viel zu tun).
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Interessant wäre doch mal ein Turnier "Mensch und Computer" hier im Forum zu organisieren?!
Nur so eine Idee ...ich wäre dabei ( und mein Vorschlag 6 Computer von Spielstärke 1000 bis 2200 o. ä.) Menschen gegeneinander könnten ihre Partien z.B.: über Lichess o.ä. spielen! Gruß Herbert |
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[QUOTE=Salpeter;136432]Wie wohl viele hier, begrüße ich auch, dass neue Geräte die alten nicht ausmerzen, aber die Computerschachwelt mit frischen Ideen und Möglichkeiten bereichern. Ich bin mir aber nicht sicher, inwieweit mit ihnen persönlicher Spielspaß einhergeht.
Warum sollte ich also Spaß mit einem Gerät haben, das ich außerhalb von Computervergleichen (und Analysen für Turnierspieler) kaum unterhaltsam finde? Wie sähe das also mit den TCA-Geräten inkl. Proelium aus? Oder mit dem Sense Robot? Also ich spiele sehr gerne gegen die modernen Engines. Nicht alle aber bestimmte. Gegen Stockfish macht es wenig Spass wenn man ihn herab stuft und auf hoher Stufe ist es sinnfrei gegen ihn zu spielen...genau wie gegen aehnliche Programme z.B. Komodo usw.. Es macht aber Spass wie Du schon richtig schreibst gegen ihn Gewinnstellungen auszuspielen und das kann manchmal sehr herausfordernd sein und gut fuers Training. Ansonsten natuerlich nur fuer Analysen oder Stellungsbewertungen. Die neuen KI wie z.B. im Sense Robot begeistern mich um so mehr..natuerlich auch hier nur bis zu einer bestimmten Stufe, aber dafuer sind diese Stufen ja da und man bekommt wie ich finde sogar sehr viel Unterhaltung. Das Spiel gegen die Maias ist reiner Fun...aber auf den Stufen 1800 - 2200 ist das schon ok...es ist kurzweilig und eine schnelle Partie gegen die doch recht beliebten Maias geht immer. Hier hat man immer gute Chancen zu gewinnen...ich bezeiche sie als Sparring Engine..man sollte hier ohne einen hohen Anspruch zu erwarten spielen...aber fuer sehr hohe Ansprueche sind sie auch nicht gemacht..die unteren Stufen der Maias lasse ich mal aussen vor wegen der offensichtlichen Blunder..aber die oberen sind ok zur Unterhaltung und ich denke das sieht man auch wie viele gegen diese KI auf lichess spielen. TCA-Geraeten inkl. Proelium..ich kann da zwar nichts zum Spielspass zu sagen, da ich keines der Geraete habe und mir auch nicht kaufen wuerde, aber klar warum denn nicht ?! Auch hier scheint die KI oder Programm dahinter einiges an Unterhaltung zu bieten...nicht auf den hoeheren Stufen fuer uns normalos aber auf der richtigen Stufe fuer das eigene Niveau sehe ich kein Grund warum diese Schachcomputer einen nicht unterhalten sollten. Mir macht es jedenfalls nach wie vor grossen Spass. Gruss Andre |
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Hallo zusammen.
Also mir macht es auch Spaß, eine Turnierpartie auf 40/Z 2Std. gegen Stockfish oder LC0 zu spielen. Dabei gebe ich mir die zwei Stunden und Stockfish/LC0 15 Minuten für die 40 Züge. So kann man eine Turnierpartie besser planen, denn in spätesens 2 Stunden ist die Partie durch. (Man muss wissen, dass ich Blitzpartien überhaupt nicht mag! :-) ) Bei den Brettgeräten ist das anders, hier hatte ich schon mal eine Turnierpartie gegen den R30, die dauerte länger als 8 (!) Stunden. Komischerweise habe ich gar keine Probleme damit, zu wissen, dass ich gegen Stockfish keine Chance habe. Mir geht es in erster Linie darum (im Rahmen meiner Möglichkeiten) gut zu spielen. Und wenn mir das gelingt, dann bin ich zwei Stunden gut unterhalten worden und nach der Analyse wieder ein bisschen schlauer. Ich finde es nach all den Jahren immer noch schön, an einem langen Winterabend eine ruhige Turnierpartie zu spielen mit tickender mechanischer Schachuhr, einem großen Holzbrett und einer Tasse Tee. Da ist mir auch ein Stockfish als Gegner sehr willkommen. |
AW: Spaß mit modernen Schachcomputern/-engines
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Ja , so ein schönes Holzbrett hatte ich mir mal aus Spaß selber gebaut. Mit einem speziellem Lötkolben für Holzarbeiten die schwarzen Felder, die Linien , Zahlen und Buchstaben und auch den Mephisto Schriftzug gebrannt. Das komplette Brett ist 40x40cm, das Spielfeld 33,5 x33,5 cm. Jedes Einzelfeld knapp 4,2 x4,2 Das ganze dann mit sehr hart werdenden Bootslack lackiert, und die Unterseite mit Filz beklebt. Das Brett ist nun schon einige Jahrzehnte alt, und immer noch fit. Es hat nur keine Reed-Kontakte :D Gegen Stockfish und Co bin ich allerdings nicht so fit ;) |
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