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Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Hallo Computerschachfreunde,
vor einigen Tagen habe ich mir aus nostalgischen Gründen wieder einen Turbostar 432 zugelegt, das war mein erster "echter" Schachcomputer, wenn man mal von dem Chess Partner 5000 absieht, was das vorhergehende Gerät war. Leider habe ich in den Anfängen meiner Computerbegeisterung immer wieder Geräte verkauft bzw. in Zahlung gegeben, um mir ein stärkeres, besseres Gerät leisten zu können, so folgte auf den Turbostar ein Turboking, dem aber auch das gleiche Schicksal beschieden war. Unvergessen ist mir eine Geschichte mit dem Turbostar aus 1989, meine damalige Ehefrau war seinerzeit hochschwanger und ich hatte den Turbostar auf ein Matt in 8 angesetzt (ich war jung, unerfahren und euphorisch, was die Leistungen des Turbostar betraf:o). Nachdem die Geburt vorüber und mein Sohn dann 2 Tage alt war, fiel mir der arme Turbostar wieder ein, er hatte inzwsichen 5 Tage brav gerechnet und war in dieser Zeit bis zur Suche nach einem Matt in 7 angelangt, Erinnerungen halt...:) Ich habe dann abgebrochen und so meine erste "Erfahrung" damit gemacht, wie lange eine Mattsuche sich hinziehen kann..., übel genommen habe ich es dem Turbostar nicht, er spielt ja auch ein ordentliches Schach ! Nun zum Thema selbst; der Turbostar ist ja nicht besonders auskunftsfreudig, ausser dem aktuell besten Zug zeigt er garnichts an, somit gibt es auch keinen Hinweis bzgl. der maximalen Rechentiefe und dem wollte ich abhelfen. Ausgangspunkt dazu ist nachstehende konstruierte Stellung mit erzwungenen Zügen, die jeweils zu einem Matt für Weiss führt, ich meine, die Stellung wurde irgendwann in der CSS veröffentlicht. Durch hinzufügen von schwarzen Bauern lässt sich die Stellung bis zu einem Matt in 19 für Weiss verändern, los geht es mit der Stellung Matt in 8:
Der Turbostar kann Matt's bis 8 Züge lösen und benötigt dazu in dieser Stellung auch nur 16 Sekunden auf der entsprechenden Mattsuchstufe. Auf der Stufe B8 (unendlich) nimmt er sich 58 Sekunden Zeit. Weiter geht's, nun mehr nur noch auf Stufe B8, da die Mattstufe ja bei Matt in 8 endet:
nachstehend die Stellung zum Matt in 12, hier ist gegenüber der Ausgangsstellung der schwarze Bauer auf g7 hinzu gekommen.
Da die Zeiten zwischen den einzelnen Matt's bis zum Matt in 16 nicht exponentiell ansteigen, vermute ich, dass der Turbostar mit dem Matt in 15 seine maximale Suchtiefe errreicht hat und dann in einer Art von Schleife beim Matt in 16 weiterrechnet. 30 Halbzüge erscheinen mir recht viel für den Turbostar, aber eine andere Erklärung habe ich nicht oder hab ich etwas nicht beachtet ? Grüße Uwe |
AW: Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Wurde den auch ein Matt in 9# oder höher angezeigt? Mein MMVI rechnet übrigens auch bis zu 32 Halbzügen, findet trotzdem nur max. ein Matt in 9 Zügen, (Übrigens entgegen der offiziellen Ansage von max. Matt in 8#
Alles, was er sich darüber zusammenrechnet, ist und bleibt für mich ein Rätsel. OT: ich habe ein anderes Foto von mir. Etwas weniger direkt. |
AW: Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Hier ein von mir selbst creierter Zehnzüger. Zeigt der Turbostar dort ein Matt in 10 an?
Der MMVI rechnet und rechnet und zieht irgendwann zwar auch den Zug a2xb3, was anderes bleibt ihm ja auch nicht übrig, aber ohne Mattansage, und er ist dabei gerade im 25. Halbzug ! Matt in 10#
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AW: Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Hallo Udo
Mein MM II braucht auf Fernschach Stufe Le 10 , 12 Minuten 17 Sekunden , um das Matt in 10 anzuzeigen =) Danach braucht er von Zug zu Zug weniger Zeit , bei den Matt Ansagen . Also Matt in 9 , Matt in 8 usw. . LG Lipo |
AW: Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Ja, der MM II rechnet bis zu 22 Halbzüge tief, kann also das Matt finden.
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AW: Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Ich sehe gerade, der Turbo Star hat keine LCD Anzeige, daher wäre die Frage, wie zeigt er an, das er ein Matt gefunden hat ? Offiziell kann er ein Matt in bis zu 8 Zugen finden, also 15-16 Halbzüge erreichen.
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AW: Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Hallo Udo
Ich vermeide wenn es geht , Geräte ohne Display . Manche zeigen das aber über die Zahlen , neben dem Brett . Ein Matt in 3 währe da , wenn a3 leuchtet . Also die LED neben dem Brett . LG Lipo |
AW: Rechentiefe-Experiment mit dem Turbostar 432
Hallo Udo,
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Auf der Mattsuchstufe zeigt er an den linken Randdioden an, wie weit er fortgeschritten ist, also wenn die Diode a6 leuchtet, sucht er nach einem Matt in 6, bei a7 nach einem Matt in 7 usw.. Eine Mattankündigung gibt es ebenfalls nicht, daher muss man aus seinem Verhalten Rückschlüsse ziehen: Wenn auf der Analysestufe ein Zug ausgespielt wird, kann es beim Turbostar nur zwei Gründe geben: entweder, es wurde ein Matt gefunden oder die maximale Rechentiefe wurde erreicht, wobei bei Letzterem dies nicht alle Geräte machen, z. B. Novag-Geräte rechnen dann einfach in einer Art Endlosschleife weiter und ich vermute, beim Turbostar ist es ebenso. Grüße Uwe |
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Wenn ich mich recht erinnere, hast Du vor etwa 15 Jahren exakt dieses Thema schon mal beackert: http://www.schachcomputer.info/forum...read.php?t=841 Auf Seite 2 dieses Threads "Maximale Rechentiefe von Schachcomputern" steht folgende Notiz: Einen Nachtrag zum Thema Suchtiefgrenze findet man in CSS 4/86, S.5: der Turbostar löst obiges 16# in 1h und 10 Minuten, 17# in ca. 4h, 18# in 3 h 30 Minuten, 19# in 1 h 40 Minuten. Gruß Hans-Jürgen |
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