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-   -   Frage: genius 68030: Spielstil und Selektivität (https://www.schachcomputer.info/forum/showthread.php?t=4710)

mibere 13.01.2014 21:59

genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Würdet ihr nach eurer langjährigen Erfahrung der Bedienungsanleitung vom genius weitesgehend zustimmen, das Spielstil=Aktiv und Selektivität=12 die "besten" Ergebnisse bzw. die "beste" Spielstärke liefert?
Oder anders gefragt, habt ihr mit anderen Einstellungen, abweichend vom Standard, andere/bessere Erfahrungen gemacht?

xchessg 13.01.2014 22:24

Re: genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Sehe

https://www.schachcomputer.info/foru...nden-3577.html


Tja, ich bin der Einsicht das ein Lang-Programm am Ende immer ein langweiliges Schach spielt. Änderungen Wie Stil "Risiko" z.B. bewerken nur, das das Programm weniger sicher spielt ohne das es Initiatieve nachstrebt. Ein Lang Programm hat es einfach nicht in sich, jedenfalls nicht so wie ein De Koning Programm.

Gruss

Xavier

Theo 14.01.2014 00:59

AW: genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Hallo Xavier,

das würde ich so nicht bestätigen, m.E. spielt der Genius recht aktiv und druckvoll. Besser als London und besser als Vancouver. Den würde ich gar nicht verstellen.

Schönen Gruß,
Theo

MaximinusThrax 14.01.2014 01:07

AW: genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Wobei V4.0 unternehmender als V4.01 spielt. So weit mein Eindruck als ich beide Versionen miteinander verglich.
Aber der Genius spielt schon sehr druckvoll und alles andere als Langweilig!

mibere 14.01.2014 08:20

AW: genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Der Hintergrund meiner Frage ist folgender:

Ich habe ein MM VI gegen HIARCS 14 (nicht die Deep-Version; 1 Thread; automatische Spielstärkenanpassung mit einem Start-Elo von 1600) spielen lassen. Beide 30s/Zug, beide ohne permanent brain.
Die genauen Zahlen habe ich grad nicht parat, aber nach 5-6 Partien, hat sich der MM VI laut Aussage von HIARCS auf 2020-2030 Elo hochgearbeitet.
Bis auf eine Remis-Partie hat der Mephisto jede Partie gewonnen und schien auch keine großen Probleme zu haben.

Anders das gleiche Szenario mit dem genius 68030...der kommt nicht von der Stelle und muss sich selbst das Remis erarbeiten.

Chessguru 14.01.2014 10:41

AW: genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Hallo Patrick,

die Problematik liegt wohl in diesem Fall auf Seiten von Hiarcs und der angeführten Spielstärkeanpassung. Aus meiner Erfahrung bringen die Änderungen der Spielstile bei den Lang Programmen keine signifikanten Änderungen mit sich.

Ich bin kein großer Freund dieser Elo-Stufen bei diversen Programmen, da die Ausgabe der Spielstärke doch recht schwankend daher kommt und teilweise mit der Beschneidung von Wissen oder auch der Eröffnungsbibliothek einhergeht. Das Resultat ist ein auf mich etwas künstlich wirkendes Spiel. Sicherlich nicht mehr so plump wie in früheren Jahren, aber von perfekt noch immer weit entfernt. Wobei Shredder durchaus noch die brauchbarsten Ergebnisse produziert.

Wir hatten dieses Thema im Rev II Thread bereits angesprochen. Der druckvolle Stil gepaart mit viel Wissen (z.B. gute Behandlung von Freibauern, Turm- und Leichtfigurendspielen) von Hiarcs kann sofort gefallen. Daher war es uns wichtig, eine natürliche Schwächung durch Reduzierung der Geschwindigkeit zu erreichen und nicht auf die genannten Elo-Stufen zu vertrauen, eben aus den oben angeführten Gründen. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Wir werden in den kommenden Tagen das Ergebnis auch mit einem gespielten Turnier unterstreichen.

Ich würde dir von den Elo-Stufen bei Hiarcs abraten, wenn es um den Vergleich mit ("alten") Schachcomputern geht, da das Ergebnis, wie du selbst festgestellt hast, nicht zielführend, sondern auf Dauer sogar etwas frustrierend ist bzw. sein kann.

Gruß
Micha

mibere 14.01.2014 11:51

AW: genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Hi Micha,

dank dir für deine Ausführungen.

Das mit der Wertungszahl wollte ich eigentlich gar nicht allzu ernsthaft betrachten, eher just-for-fun oder als Experiment. So nach dem Motto "Mal schauen", das mit der Spielstärkenanpassung hatte sich da irgendwie angeboten (obwohl mir eigentlich bekannt war, dass man diesen Angaben nicht trauen sollte).
Passte soweit auch ganz gut mit dem MM VI, nur das mit dem genius hat mich doch etwas verwundert - das er schon bei, laut HIARCS, 1700-irgenwas Schwierigkeiten hat zum Remis zu kommen.

Experiment gelungen oder gescheitert, je nachdem.

Chessguru 14.01.2014 12:40

AW: genius 68030: Spielstil und Selektivität
 
Hallo Patrick,

vielleicht kannst du die gespielten Partien einstellen, dann fällt eine Beurteilung leichter. Ich schaue mir lieber Partien an, um Leistungen zu bewerten, als der reinen Statistik zu vertrauen.

Gruß
Micha


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