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-   -   Frage: Eprom im Mephisto Modul MM? (https://www.schachcomputer.info/forum/showthread.php?t=1998)

Groundcrew 03.09.2008 08:39

Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo zusammen,

ich habe hier noch von früher 2 Eproms bei mir gefunden. Auf denen ist ein kleiner Aufkleber mit der Zahl 200 bzw. 400 (handgeschrieben). Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die von einem MMII und einem MMIV Modul stammen. Durch einen anderen Artikel hier im Forum bin ich mir jetzt aber unsicher: Es könnte wohl auch eine Versionsnummer sein, oder? Weiß jemand um welche Eproms es sich genau handelt? Kann man eigentlich durch Auslesen des Eproms irgendwie feststellen um welche Version es sich handelt?

Vielleicht hat ja jemand eine Idee.

Danke und Gruß
Kurt

Stranger 03.09.2008 11:38

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Kurt

Der mit 400 beschriftete ist wahrscheinlich ein MM2 (steht auch auf meinem MM2-Eprom drauf).
Beim anderen kann ich dir nicht helfen. Ist aber bestimmt kein MM4.(entweder 600 oder 710)

Tschau Alexander.

Groundcrew 15.09.2008 15:11

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Alexander,

vielen Dank schon einmal für deine Hilfe. Wer weiss eventuell etwas über das Eprom auf dem 200 steht?

Außerdem sind noch immer 2 Fragen aus einem anderen Beitrag von mir unbeantwortet:

1.) Wofür ist der zweite Steckplatz neben dem Eprom beim MMII (vielleicht auch MMIV?

2.) Warum funktioniert es nicht, wenn ich die Daten mephisto5.rom (aus dem Emulator Projekt) in ein Eprom brenne und in das Modul stecke? Vielleicht liegt es ja auch daran, dass mein Modul ein MMII ist. Ich bin da nicht ganz sicher weil ich nur die Platine ohne Gehäuse habe.

Gibt es vielleicht irgendwo Fotos von den geöffneten Modulen MMI-MMIV? Im Wiki ist nur ein Bild vom MMV abgebildet.

Wäre schön, wenn jemand helfen könnte.

Danke und Gruß
Kurt

Chessguru 15.09.2008 16:56

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Kurt,

vielleicht wäre es einfacher, wenn du ein Foto deines geöffneten Moduls veröffentlichen würdest.

Zitieren:

1.) Wofür ist der zweite Steckplatz neben dem Eprom beim MMII (vielleicht auch MMIV?

2.) Warum funktioniert es nicht, wenn ich die Daten mephisto5.rom (aus dem Emulator Projekt) in ein Eprom brenne und in das Modul stecke? Vielleicht liegt es ja auch daran, dass mein Modul ein MMII ist. Ich bin da nicht ganz sicher weil ich nur die Platine ohne Gehäuse habe.
Das MMV ROM ist definitiv in Ordnung. Im MM IV/V Modul findet sich nur ein Programm Steckplatz. Wenn du 2 Steckplätze hast, ist es wohl ein MM II. Im MM II "könnte" der 2. Steckplatz für ein zusätzliches Programmeprom Platz bieten oder vielleicht für 2 kleinere Eproms (2x 128K) gedacht sein, um die 256K Programm unterzubringen. Ist aber nur Vermutung. Die Frage kann dir nur der Hersteller beantworten.

MM II und MM IV/V (in beiden läuft das MMV ROM) lassen sich aber recht einfach unterscheiden. Die Lage der CPU ist unterschiedlich. Im MM II liegt diese quer zum Datenstecker, beim MMIV/V längs. Der MM I ist nicht relavant, da dieser keine LEDs im Modul hat.

Gruß,
Micha

Paisano 15.09.2008 17:49

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Kurt,
Zitieren:

Zitat von Groundcrew

1.) Wofür ist der zweite Steckplatz neben dem Eprom beim MMII (vielleicht auch MMIV?

Hier sind Fotos der MM II Platine https://www.schachcomputer.info/foru...ead.php?t=1843.

Wie Micha schon erwähnte, scheinen die beiden Steckplätze für zwei 128k Eproms oder ein 256k Eprom vorgesehen zu sein, im letzteren Fall bleibt ein Steckplatz frei.

Grüße
Uwe

Chessguru 29.10.2008 16:35

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Uwe,

so wie es scheint, existieren 3 MM II Versionen. Alwin hat mir Fotos von einer MM II Version geschickt, die 2 (16K) Programm Eproms enthält.

https://www.schachcomputer.info/Bild...II_Alwin_1.JPG
https://www.schachcomputer.info/Bild...II_Alwin_2.JPG

Interessant in diesem Zusammenhang, das 32K Version A Eprom funktioniert nicht in diesem (2 16K Eprom) Modul von Alwin.

Gruß,
Micha

Paisano 03.11.2008 17:59

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Zitieren:

Zitat von Chessguru
Hallo Uwe,

so wie es scheint, existieren 3 MM II Versionen. Alwin hat mir Fotos von einer MM II Version geschickt, die 2 (16K) Programm Eproms enthält.

Interessant in diesem Zusammenhang, das 32K Version A Eprom funktioniert nicht in diesem (2 16K Eprom) Modul von Alwin.

Gruß,
Micha

Hallo Micha,

das mit der weiteren Version bezieht sich aber auf die Hardware oder?

Grüße
Uwe

Drahti 27.05.2016 15:11

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo, man möge es mir verzeihen, ich "buddel" mal wieder. ;)

Zitieren:

Zitat von Groundcrew (Beitrag 14995)
...2 Eproms bei mir gefunden. Auf denen ist ein kleiner Aufkleber mit der Zahl 200 bzw. 400 (handgeschrieben).

Der Vollständigkeit halber: 200 ist die ältere Version des MM II. In der Wiki auch so benannt. 400 ist die neuere fehlerbereinigte. In der Wiki mit "MM IIa" bezeichnet.

Zitieren:

Zitat von Chessguru (Beitrag 15897)
Interessant in diesem Zusammenhang, das 32K Version A Eprom funktioniert nicht in diesem (2 16K Eprom) Modul von Alwin.

Dass es nicht funktioniert, in einem Modul wo eigentlich 2x16k reingehören einfach 1x32k reinzustecken, lässt sich begründen. Der Adressbereich ist für 2 Eproms aufgeteilt und die Chip Enable Signale sind entsprechend verdrahtet, dass jeweils einer der beiden Eproms auf jeweils seinen Adressbereich anspricht.

Möchte man nun stattdessen 1x32k Eprom im selben Modul betreiben, muss dieses Chip Enable Signal entsprechend angepasst werden, sodass der Eprom für *beide* Adressbereiche aktiviert wird. Hierzu sind je nach Modul Lötbrücken oder so eine Art "Jumper" (gelötet) vorgesehen. Meist in der Nähe des Decoders, die die höchstwertigen Adressleitungen (A14, A15) auswertet und daraus die Chip Enable Signale generiert.

Viele Grüße
Andreas

Walter 27.05.2016 19:40

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Zitieren:

Zitat von Drahti (Beitrag 58712)
Möchte man nun stattdessen 1x32k Eprom im selben Modul betreiben, muss dieses Chip Enable Signal entsprechend angepasst werden, sodass der Eprom für *beide* Adressbereiche aktiviert wird. Hierzu sind je nach Modul Lötbrücken oder so eine Art "Jumper" (gelötet) vorgesehen. Meist in der Nähe des Decoders, die die höchstwertigen Adressleitungen (A14, A15) auswertet und daraus die Chip Enable Signale generiert.

Richtig - ich habe schon mal ein MM II mit zwei Eproms in die Version mit einem Eprom umgebaut, weil das Programm in einem der beiden Eproms fehlerhaft geworden war. Dazu musste ich zwei Verbindungen auf der Unterseite der MM II-Platine unterbrechen und zwei Lötbrücken herstellen. Das hatte ich bei irgendeinem 1-Eprom-MM II gesehen, der offenbar ab Werk mit dieser Handarbeit gediehen war. Eigentlich war es sehr einfach, und der MM II lief dann umgehend mit einem Eprom. Der Rückbau wäre genauso einfach, also ist es keine Reise ohne Wiederkehr....

Walter

Drahti 27.05.2016 22:21

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Walter,

meine MM II haben 1 Eprom. Zwei Verbindungen auf der Lötseite sind mit einem Bohrer unterbrochen worden. 2 Lötbrücken sind gesetzt.

Warum habe ich mir das Modul überhaupt so genau angeschaut (und bin auf diesen Thread hier gestoßen)? Ich wollte HG240 integrieren. Hat funktioniert. Eine Weile Stromplaufplan für A14/A15 und die beiden CE Signale aufgenommen, irgendwann die richtige Idee gehabt und voila: eine Verbindung getrennt, eine neue hergestellt und originales HG240 Eprom läuft in dem freien Steckplatz neben dem Programm-Eprom. :eclipseeb

Viele Grüße
Drahti (der seinem Namen alle Ehre macht... ;) )

Walter 31.05.2016 13:55

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Zitieren:

Zitat von Drahti (Beitrag 58717)
Hallo Walter,

meine MM II haben 1 Eprom. Zwei Verbindungen auf der Lötseite sind mit einem Bohrer unterbrochen worden. 2 Lötbrücken sind gesetzt.

Warum habe ich mir das Modul überhaupt so genau angeschaut (und bin auf diesen Thread hier gestoßen)? Ich wollte HG240 integrieren. Hat funktioniert. Eine Weile Stromplaufplan für A14/A15 und die beiden CE Signale aufgenommen, irgendwann die richtige Idee gehabt und voila: eine Verbindung getrennt, eine neue hergestellt und originales HG240 Eprom läuft in dem freien Steckplatz neben dem Programm-Eprom. :eclipseeb

Viele Grüße
Drahti (der seinem Namen alle Ehre macht... ;) )

Jetzt hast du ordentlich Spannung aufgebaut :top:
Nun sei ein wahrer Freund und teile uns bitte mit, wie du das gemacht hast. Ich bin schon voll freudiger Erregung :yummy: . Das muss ich jetzt einfach wissen. Das gibt mit Sicherheit ein DANKE von mir, und von einigen anderen vielleicht auch.

Walter

mickihamster 31.05.2016 17:54

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Walter,

vielleicht erhalte ich mein umgebautes MM II bis Donnerstag / Freitag. Ich würde es dann mit nach Klingenberg bringen!

Ich habe ein MM II wo handschriftlich 300 drauf steht. Ist das eine "Zwischenvariante"?

LG
Udo

Drahti 31.05.2016 21:34

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Walter,

vielen Dank fürs Interesse. :) Also das läuft prima in 2 Modulen jetzt. Was ich leider nicht hinbekommen habe, dass er "HG24" im Display anzeigt... ;) Man muss mit der LED-Anzeige durch 3x Blinken und leicht verzögertes Ausspiel gegenüber MM II ohne HG240 auskommen.

Udos Modul ist ab morgen früh auf dem Postweg und sollte rechtzeitig da sein (diese Woche hat ja keinen "komischen" Feiertag, den wir in BRB nicht kennen, oder?! :D ).

Ich kann das bei Gelegenheit auch nochmal detaillierter erklären, wie die Adressbelegung beim MMII und HG240 ist und welche Adressleitungen dafür "umgelegt" werden müssen für den 2. Eprom-Steckplatz.

Ich möchte dasselbe auch für HG170 bauen, musste das aber erstmal auf "Eis" legen aus Zeitmangel und weil ich da noch keine Idee hatte, wo ich das fehlende Gatter anzapfen kann. Hier werden die Adressleitungen über einen Decoder auf CE umgesetzt und meine Module haben alle keinen 2. Eprom-Slot ("b" Version). So muss ich den Sockel nachrüsten oder mit einem Eprom auskommen und benötigte für CE Generierung am besten ein NOR-Gatter (A14=0, A15=0 muss ich "ausblenden"). Also ev. doch Chip auflöten Huckepack, aber möglicherweise kommt mir noch eine bessere Idee. Beim MM II hats auch etwas gedauert bis es "klick" machte. :rolleyes:

Beim MMI macht das dann auch richtig Sinn, da der dann mit Biblio auch im Mobil spielt bzw. in Exclusive-Brettern ohne Batteriefach/Zugang zum. 4. Slot hinten. :top:

Etwas Geduld bitte, ich melde mich. Weitere Projekte folgen, lasst Euch überraschen... ;)

Viele Grüße,
Andreas

achimp 01.06.2016 09:05

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Andreas,

das HG hat beim MM II keine Anzeige, also ist wohl alles OK. Man kann die Funktion nur an der längeren Zeit und dem 2-maligen LED-Blinken erkennen.

Gruß Achim

Robert 01.06.2016 10:14

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Zitieren:

Zitat von achimp (Beitrag 58759)
das HG hat beim MM II keine Anzeige, also ist wohl alles OK. Man kann die Funktion nur an der längeren Zeit und dem 2-maligen LED-Blinken erkennen.

Das wird ihm wohl bewusst gewesen sein (zumindest hatte ich den Smiley an der entsprechenden Stelle so interpretiert ;))

Gruß
Robert

Drahti 01.06.2016 11:30

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Achim,

es wäre halt schön gewesen und wäre sicher mit entsprechendem Aufwand auch machbar... bedeutet aber Änderungen am Eprominhalt/Software. Nein, ich habe da keine Zeit investiert, leider muss man sich mit dem Blinken als Indikator zufrieden geben. Robert hat den Smily schon ganz richtig interpretiert. :)

Wenn ich endlich mal die Zeit "finde", möchte ich das Wiki entsprechend updaten und dort auch erklären, wie man bei HG170 und HG240 die "Anwesenheit" bzw. Funktion erkennen kann. Fürs HG170 habe ich auch eine Zugfolge gefunden/getestet, die er im HG170 drin hat und ohne diesem so nicht spielt.

Udo, fürs Wiki würde mich die 300er Version interessieren. Ich möchte dort die bekannten Versionen mit Checksumme auflisten. So hat man die Chance, zu einem Eprom ohne oder mit unleserlichem Aufkleber rauszubekommen, was für eine Version drauf ist. Bzw. kann man dann auch teilweise defekte Eproms besser erkennen, weil die Checksumme nicht mehr passt.

Udos MM II Modul ist unterwegs.

Allen Teilnehmern viel Spaß in Klingenberg!
Andreas

Walter 05.06.2016 17:10

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Andreas,

in Klingenberg konnte ich das frisch eingetroffene Modul von Udo zusammen mit seinem originalen HG240 besichtigen.

Von deiner Schaltungsidee verstehe ich im Prinzip kaum etwas, die Bauweise kommt mit minimalen Änderungen aus -
die Hardware ist genial :klatsch:

Die Leitungsunterbrechung habe ich eine ganze Weile gesucht, und sogar mit der Lupe war sie kaum zu finden. Das Eprom und dessen Aufbau des Inhalts -
die Software ist genial :klatsch:

Das ist so phantastisch einfach gemacht, ich kann nur noch staunen. Natürlich darf ich hier nicht zuviel verraten, weil es deine Erfindung ist und du alle Rechte daran hast. Das werde ich respektieren.

Walter

Drahti 07.06.2016 22:42

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Walter, vielen Dank für den Applaus. :) Soo schwierig wars dann doch auch nicht, nur die richtige Idee muss man haben...

Ich war inzwischen beim Patentamt, aber die haben mich nur ausgelacht. Die Kiste sei zu alt, da lässt sich nix mehr patentieren. :D

;)

Gut, ich erkläre jetzt mal etwas genauer, was da in dem MM II Modul passiert. Das Programm belegt 32 kB, und zwar liegt dieses im oberen Adressbereich. 16 Bit, also 16 Leitungen stehen für die Adressierung zur Verfügung. Nummeriert von A0-A15. Insgesamt 64 kB sind somit ohne weitere Tricks addressierbar. Wenn nun nur die 2 höchstwertigsten Leitungen A14 und A15 betrachtet werden, ist der Speicher in 4x 16 kB Blöcke unterteilt und so ist es eigentlich in den meisten Mephisto Modulen praktisch realisiert.

A14 A15 Adressbereich
0 0 0000 - 3FFF
1 0 4000 - 7FFF Bibliothek HG240
0 1 8000 - CFFF Programm 1 (PLatz weiter weg von CPU)
1 1 D000 - FFFF Programm 2 (Platz neben CPU)

Herausbekommen kann man dies durch Aufnahme der Leiterbahnen, man muss halt wissen, wo A14, A15, die CE Signale sind und wie die Pinbelegung der Logikgatter ist.

Bei manchen Modulen wird ein 2auf4 oder besser 3auf8 Decoder verwendet, hier beim MM II einfach ein Standard 4x Nand. Die CE Signale zur Aktivierung des richtigen Eprom(steckplatzes) sind Low-aktiv.

Für den CPU-nahen Steckplatz wird also A14 und A15 auf ein Nand geschickt und heraus kommt das CE für den "oberen" Eprom (Programm 2. Teil). Dieser ist bei mir aber nicht bestückt (gewesen), da ich die 1-Eprom-Variante verwendet habe, wo das Programm in einem 32 kB Eprom steckt. Und der 2. Steckplatz ist nur für den Fall vorhanden, dass das Programm in 2 Eproms je 16 kB drin steckt...

Für den anderen Steckplatz wird einfach A15 am Nand-Gatter negiert und dann dem Eprom als CE zugeführt. Hier steckt halt bei mir das MM II Programm als 32 kB Eprom drin (war so und bleibt so).

Man kann jetzt das HG240 Eprom nicht einfach in den 2. freien Sockel stecken, weil dieses dann im selben Adressbereich wie das Programm aktiviert würde. Läuft dann natürlich gar nix mehr. Die Herausforderung ist, mit den Mitteln auf der Platine das abweichende CE-Signal zu generieren.

Ist: A14=1 und A15=1 (das macht ein Nand-Gatter)
Soll: A14=1 und A15=0 (dafür sind 2 Nand-Gatter nötig, eines als Negator für A15)

Leider war kein Nand mehr frei. Also wie lösen? Bis mir auffiel, das A15 für den anderen Steckplatz ja schon negiert vorlag! Man muss also einfach die Verbindung von A15 zum Nand, wo auch A14 dranhängt, trennen. Und stattdessen den Ausgang des für den anderen Eprom verwendeten Nand-Gatters mit einem Draht an den nun freien Eingang verbinden. Voila, läuft!

Walter, Du müsstest mehrere unterbrochene Leitungen gesehen haben. Da waren nämlich 1 oder 2 Leiterbahnen mit einem Bohrer bereits ab Werk getrennt! Die Unterbrechung die ich durchgeführt habe ist sehr nahe bei der Drahtbrücke. Ist ja auch dasselbe Gatter, welches ich "umlegen" musste...

Warum 4x gebrannt? Nunja, ich hatte nur 64 kB Eprom und wollte auf Nummer sicher gehen. Eigentlich hätte 1 Block gereicht, aber er muss halt an der richtigen Stelle liegen. So musste ich darüber nicht nachdenken, einer der 4 Blöcke liegt "richtig".

Viel Spaß beim Nachbauen. Bei Fragen einfach fragen ;)

Viele Grüße
Andreas

Walter 08.06.2016 15:56

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Zitieren:

Zitat von Drahti (Beitrag 58868)
Walter, Du müsstest mehrere unterbrochene Leitungen gesehen haben. Da waren nämlich 1 oder 2 Leiterbahnen mit einem Bohrer bereits ab Werk getrennt! Die Unterbrechung die ich durchgeführt habe ist sehr nahe bei der Drahtbrücke. Ist ja auch dasselbe Gatter, welches ich "umlegen" musste...

Hallo Andreas,

also nachgebaut habe ich deine Lösung schon. Das juckt in den Fingern, und das Jucken hörte erst auf, als es sauber funktionierte. Klasse! Zum Glück habe ich bereits das HG240...

Deine Trennung bei Udos Modul ist so nah am Übergang von der Lötstelle zur Leiterbahn, dass der Schnitt dadurch auch mit Lupe nahezu unsichtbar ist. Außerdem musst du einen sehr scharfen Cutter verwendet haben. Und ganz ungefährlich ist der Schnitt auch nicht, man muss ordentlich aufdrücken, und wenn man nicht aufpasst, rutscht der Schnitt wegen der aufzuwendenden Kraft leicht weiter und trennt die benachbarte Leiterbahn. Das wäre zwar reparabel, aber ärgerlich.


Die beiden anderen unterbrochenen Leiterbahnen kann ich dir zumindest von der Funktion her erklären.

Auf dem MM II-Modul mit einem Programm-Eprom gibt es auf der Oberseite zwei kurze Drahtbrücken und auf der Unterseite gibt es die zwei angesprochenen nachträglichen Unterbrechungen, in der Regel anscheinend mit einer Art von Zahnarztbohrer ausgefräst. Das ist ab Werk so.

Wenn man sich das MM II-Modul mit zwei Programm-Eproms anschaut, dann fehlen die beiden Drahtbrücken und die beiden Unterbrechungen sind auch nicht vorhanden. Diese machen genau den Unterschied zwischen der Ein- und Zwei-Eprom-Variante aus. Das habe ich schon zwei Mal selbst ausprobiert - einfach eine Zwei-Eprom-Variante in die Ein-Eprom-Variante umgebaut. Der Unterschied fiel mir einmal auf, als ich ein Zwei-Eprom-Modul hatte, bei dem das Programm im Eprom sich nicht gehalten hatte. So war es für die Reparatur naheliegend, auf die Ein-Eprom-Version umzustellen, um auf die Version IIa zu kommen, die in bestimmten Situationen besser ist.

Ich kann mir das so erklären: Mephisto hat von Anfang an beim Entwurf der Platine die Ein-Eprom-Version eingeplant. Der Grund wird die damalige Preissituation gewesen sein: anfänglich waren 2 kleinere Eproms wohl billiger als ein größeres, und man rechnete mit baldigem Preisverfall, oder man hatte sehr große Posten an 27C128 (die kleineren) eingekauft, die man erst noch verbauen wollte.

Der Umbau ist ziemlich einfach und auch reversibel, einfach die Drahtbrücken herauslöten (oder durch Jumper ersetzen und die Jumperbrücke nicht setzen) und die Unterbrechungen wieder gängig machen.

Man kann also jederzeit wieder zum Originalzustand mit 2 Eproms zurückkehren.

Bevor aber jemand gleich forsch zum Werkzeug greift, hier noch eine Mahnung zur Vorsicht: Als ich meine verschiedenen MM II-Module öffnete, um zu klären, bei welchem ich das Buch-Eprom aufstecken sollte, war eines dabei, das ich noch nie geöffnet hatte: Es war eine Version mit 2 Eproms, aber einer etwas anderen Platine. So eine Platine habe ich noch nie vorher gesehen. Ich nehme an, dass es eine relativ frühe Platine ist. Auf ihr sind die Positionen für die Drahtbrücken und einige Details nicht vorhanden. Sonst ist sie ähnlich der späteren Platine. Näher habe ich das aus Zeitgründen nicht untersucht. Der Umbau dieser Platine dürfte schwierig bis unmöglich sein.

Ansonsten steht dem Umbau von 2-Eprom-Versionen zwecks Einbau der Bibliothek nichts im Weg.

Grüße
Walter

Drahti 08.06.2016 17:37

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Hallo Walter,
vielen Dank für die Erläuterungen. Die 2 Drahtbrücken"jumper" habe ich gesehen, aber nicht bis ins Detail untersucht, da schnell klar war, dass sie für den Zweck irrelevant sind.

Wenn es aber Mephistos Intention war, die Platine universell für 1 oder 2 Eproms auszulegen, dann haben sie beim Design doch gepfuscht, weil die 2 "Bohrungen" (Unterbrechungen) nötig sind. Das hätte man doch ebenso in Jumper oder Lötbrücke ausführen sollen... Insofern bin ich mir nicht ganz sicher, was wirklich geplant war. Bei anderen Modulen (MM I, IV, V) ist mir derartiges Vorgehen mit angebohrten Leiterzügen bisher nicht aufgefallen...

Ansonsten sind 2 Eproms insofern schlechter, weil sie mehr Strom ziehen. Theoretisch wäre interleaved Betrieb möglich mit schnelleren Zugriffszeiten, aber bei der alten 6502 ist das nicht möglich und würde wohl auch nix bringen. Insofern denke ich schon, dass es Kostengründe oder hohe Lagerbestände an "alten" 16kB Eproms waren. Wobei man den Aufwand fürs Brennen auch nicht unterschätzen darf. Alles doppelt und Zeit kostet auch...

Beim Academy sind übrigens 2x32kB verbaut, obwohl im 2. Eprom nur 16kB enthalten sind. Da wurde also "verschwendet".

Viele Grüße
Andreas

MonteCarlo04 17.06.2016 13:13

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Zitieren:

Zitat von Groundcrew (Beitrag 14995)
Kann man eigentlich durch Auslesen des Eproms irgendwie feststellen um welche Version es sich handelt?
Vielleicht hat ja jemand eine Idee.

Ja, das ist möglich wenn du ein Programm hast von dem du mit Sicherheit die Version kennst.
Dann kannst du das Programm von dem Unbekannten EPROM auslesen und mit dem bekannten vergleichen.
Macht natürlich nur Sinn wenn du ungefähr weißt was auf dem Chip gespeichert ist, also zwischen einigen Programmen vergleichen kannst.
Wenn du gar keine Idee hast, währe es eine sisyphus Aufgabe und du muss natürlich auch an die anderen Programme kommen mit bekannter Quelle als Referenz.

Gruß
Martin

Drahti 17.06.2016 15:15

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Die Lösung dieses Problems ist relativ einfach. Man müsste mal eine Liste der bekannten Programmversionen und der zugehörigen Prüfsummen erstellen. Dann könnte man ein Eprom einfach auslesen, Prüfsumme berechnen lassen und in die Liste schauen. Dann hätte man einen oder max. 2 heiße Kandidaten und gegen diese kann man dann gerne einen Byte-weisen Vergleich machen.

Ich sammle noch Daten, würde die Liste irgendwann mal im Wiki anlegen, falls gewünscht.

Drahti 13.07.2016 10:25

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Ich habe folgendes "Problem". Udo schickte mir ein MM II Modul welches nicht in das bekannte "Raster" von MM II "200" bzw. MM IIa "400" passt.

Das Modul enthält nur einen 32k Eprom, die Aufschrift ist handschriftlich "300". Die Stellungsbewertung erfolgt in 0.01er Schritten. Den "Mausefallentest" aus der Wiki habe ich durchgeführt und er löst das Matt in 3. Die Eprom-Abbilder aller 3 Versionen differieren.

Es scheint sich um eine Version zwischen MM II und MM IIa zu handeln, die von der MM IIa durch die bisher bekannten Tests nicht sicher abzugrenzen ist. Es existieren Anleitungen mit der Beschriftung Modular/Exclusive IIa, richtig? Und dies ist bisher der "400" zugeordnet, was ich ungerne ändern würde. Diese Zwischenversion könnte man MM II* oder MM II+ oder sowas in der Art nennen. Hat jemand hier einen Vorschlag? Ich gebe hier mal die Checksummen der 3 Versionen an und würde dies auch gerne in der Wiki einpflegen, bin aber unsicher, wie ich die Version benennen soll...

MM II "200" Checksumme DD41
MM II+ "300" Checksumme D207
MM IIa "400" Checksumme B8FB

Danke und Gruß,
Andreas

Drahti 12.12.2019 11:15

AW: Eprom im Mephisto Modul MM?
 
Zitieren:

Zitat von Walter (Beitrag 58877)
Bevor aber jemand gleich forsch zum Werkzeug greift, hier noch eine Mahnung zur Vorsicht: Als ich meine verschiedenen MM II-Module öffnete, um zu klären, bei welchem ich das Buch-Eprom aufstecken sollte, war eines dabei, das ich noch nie geöffnet hatte: Es war eine Version mit 2 Eproms, aber einer etwas anderen Platine. So eine Platine habe ich noch nie vorher gesehen. Ich nehme an, dass es eine relativ frühe Platine ist. Auf ihr sind die Positionen für die Drahtbrücken und einige Details nicht vorhanden. Sonst ist sie ähnlich der späteren Platine. Näher habe ich das aus Zeitgründen nicht untersucht. Der Umbau dieser Platine dürfte schwierig bis unmöglich sein.

Guten Morgen zusammen,
ja, da war doch noch was offen :) Demletzt fiel mir eine solche Platine in die Hände. ;)

Beschriftung der Eproms ist "8-B" und "C-F" wie auf dem Foto von Micha auf der ersten Seite. Dies kennzeichnet die Speicherblöcke, welche beide 16 kByte umfassen: 8000 - BFFF sowei C000 - FFFF. Ich nenne diese Version "100", weil die späteren Versionen (Einstufung als "später" anhand Platinen-Revision) 200, 300 und 400 beschriftet waren...

Walter, Deine Vermutung einer "relativ frühen Platine" teile ich, da sind vergleichsweise langsame Eproms drauf, zudem sind die beiden Steckplätze nicht für 32 kByte Eproms tauglich, da Adressleitung A14 fest auf +5V verdrahtet ist.

Irgendwie reizte es mich doch zu probieren, ob es nicht trotzdem funktioniert. Mit dem 32 kByte Programm Eprom. Um Platz zu schaffen. Für ein... HG240. ;)

Erstmal so viel: ja, geht :) Ist etwas aufwendiger als bei den späteren Modulen, aber trotzdem recht schnell erledigt.

Eine bebilderte Anleitung könnte bei Interesse folgen. Einem anderen aktuellen Thread habe ich entnommen, dass der Spielstil des MM II nicht sonderlich beliebt ist... Mich hat er gestern relativ schnell "geschlagen", was allerdings nicht soo überraschend war. :o

Grüße
Andreas


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