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-   -   Frage: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie? (https://www.schachcomputer.info/forum/showthread.php?t=1870)

Mythbuster 03.06.2008 20:41

Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Hallo zusammen,
damals habe ich die Schachcomputer von Mephisto geliebt, aber als Schüler waren die einfach nicht drin . . . auch wenn mittlerweile mein PPC mit ChessGenius besser als jeder Brettcomputer spielt, ist das irgendwie nicht zu vergleichen . . . Vor allem der alte Mephisto III hat es mir angetan. Ein Exemplar in der Edelausführung, sprich als Mephisto III S Glasgow, wäre schon was - mit dem durfte ich früher regelmäßig spielen, seinen Stil empfand ich immer als sehr angenehm . . . Die Frage ist: Wie alt können die Module und Bretter werden? Bereiten CPU / EPROM Probleme?

Und by the way, wie groß ist die Chance, noch einen Lyon oder was in der Art in sehr gutem Zustand zu ergattern? Gibt es außer ebay irgendwelche Quellen?

Danke für Tipps!

Grüße, Sascha

MaximinusThrax 03.06.2008 21:10

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Hallo zusammen,
damals habe ich die Schachcomputer von Mephisto geliebt, aber als Schüler waren die einfach nicht drin . . . auch wenn mittlerweile mein PPC mit ChessGenius besser als jeder Brettcomputer spielt, ist das irgendwie nicht zu vergleichen . . . Vor allem der alte Mephisto III hat es mir angetan. Ein Exemplar in der Edelausführung, sprich als Mephisto III S Glasgow, wäre schon was - mit dem durfte ich früher regelmäßig spielen, seinen Stil empfand ich immer als sehr angenehm . . . Die Frage ist: Wie alt können die Module und Bretter werden? Bereiten CPU / EPROM Probleme?
Hallo,

bei pfleglicher Behandlung halten die Mephistos schon sehr lange.

1. Lagerung trocken, nicht im feuchten Keller oder Dachboden

2. wenigstens einmal im Jahr sollen die Geräte ans Netz, damit die elektronischen Bauteile keinen schaden nehmen und die elektronik innen nicht irgendwann oxydiert

3. sichere Verwahrung der Geräte/Module (am besten im Schrank) bei Zimmertemparatur

und deine Geräte und Module sollten es dir lange danken


Zitieren:

Und by the way, wie groß ist die Chance, noch einen Lyon oder was in der Art in sehr gutem Zustand zu ergattern? Gibt es außer ebay irgendwelche Quellen?
guckst Du hier im Forum. Ab und an wird ja mal was angeboten.


Grüße
Otto

Mythbuster 03.06.2008 21:13

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Danke für die Antwort, klingt ja ermutigend. Na ja, ins Forum schaue ich schon regelmäßig, seit ich hier angemeldet bin . . . aber solche Teile sind halt wohl doch sehr selten . . .

Chessguru 03.06.2008 21:19

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Hallo Sascha,
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Zitat von Mythbuster
Wie lange leben die alten Module...

wir hoffen doch ewig. ;)

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Vor allem der alte Mephisto III hat es mir angetan. Ein Exemplar in der Edelausführung, sprich als Mephisto III S Glasgow
Ein Original ist sehr schwer zu bekommen. Es würde aber auch ein Amsterdam-Modul (4 Eprom Version) reichen. Dieses lässt sich problemlos umrüsten. Aber wie gesagt, es muss die 4 Eprom Version sein. Oder hat jemand andere Erfahrungen mit der 2 Eprom Version des Amsterdams? Und wenn du eine ganz einfache Variante suchst, dann greifst du auf den Mephisto III 68000 PC-Simulator zurück.

Zitieren:

Die Frage ist: Wie alt können die Module und Bretter werden? Bereiten CPU / EPROM Probleme?
Die Antwort ist: ja. Naja, wie alles im Leben ist auch das elektronische Leben endlich... ;) Bei Eproms liest man häufiger etwas von 10 Jahren Lebensdauer. Bestätigen kann ich es aber nicht, denn das große Epromstreben blieb bisher aus. Vielmehr ist wohl davon auszugehen, dass die Daten bis zu 10 Jahren gespeichert werden können, bevor die Fehlerfreiheit nicht mehr zu 100% garantiert werden kann.

Zitieren:

Und by the way, wie groß ist die Chance, noch einen Lyon oder was in der Art in sehr gutem Zustand zu ergattern? Gibt es außer ebay irgendwelche Quellen?
Wie Otto schon sagte, einfach schauen bzw. fragen. Irgendwann kommt eine Gelegenheit...

Gruß,
Micha

Mythbuster 03.06.2008 21:26

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Chessguru
Ein Original ist sehr schwer zu bekommen. Es würde aber auch ein Amsterdam-Modul (4 Eprom Version) reichen. Dieses lässt sich problemlos umrüsten. Aber wie gesagt, es muss die 4 Eprom Version sein. Oder hat jemand andere Erfahrungen mit der 2 Eprom Version des Amsterdams? Und wenn du eine ganz einfache Variante suchst, dann greifst du auf den Mephisto III 68000 PC-Simulator zurück.


Die Antwort ist: ja. Naja, wie alles im Leben ist auch das elektronische Leben endlich... ;) Bei Eproms liest man häufiger etwas von 10 Jahren Lebensdauer. Bestätigen kann ich es aber nicht, denn das große Epromstreben blieb bisher aus. Vielmehr ist wohl davon auszugehen, dass die Daten bis zu 10 Jahren gespeichert werden können, bevor die Fehlerfreiheit nicht mehr zu 100% garantiert werden kann.


Am liebsten wäre mir schon ein Original . . . auch schon, weil ich nicht der Bastler bin . . . den Emulator nutze ich bereits . . . der hat meine Sehnsucht nach einem Brettgerät geweckt. :D

Ab 10 Jahre Probleme? Hm, in Anbetracht der Tatsache, daß ich den Weltmeister von 1984 suche, komme ich schon ins Grübeln, ob ich dann noch lange Freude dran habe . . . auch wenn ich ihn natürlich hegen und pflegen würde . . .

Im Bietebereich vom Forum habe ich bis jetzt nur andere Gesuche gesehen, Angebote sind eher nicht vorhanden . . . :(

Grüße, Sascha

Chessguru 03.06.2008 21:31

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mythbuster
Ab 10 Jahre Probleme? Hm, in Anbetracht der Tatsache, daß ich den Weltmeister von 1984 suche, komme ich schon ins Grübeln, ob ich dann noch lange Freude dran habe . . . auch wenn ich ihn natürlich hegen und pflegen würde . . .

Wie gesagt, so recht glaube ich nicht an diese ominösen 10 Jahre. Ich müsste mal Arno fragen, wie viele defekte Eproms ihm schon untergekommen sind. Ich zumindest hatte bisher noch bei keinem Gerät ein Problem mit einem Eprom. Bei steckbaren Eproms ist das Problem auch recht unbedeutend, da man diese Eproms auslesen kann.

Gruß,
Micha

Mythbuster 03.06.2008 21:33

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Chessguru
Bei steckbaren Eproms ist das Problem auch recht unbedeutend, da man diese Eproms auslesen kann.

Wenn man es kann . . . ;)

Chessguru 03.06.2008 21:34

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Nur soviel zu diesem Thema, niemand aus unserer Community brauch sich Sorgen um steckbare Eproms (bzw. deren Inhalt) machen...

Gruß,
Micha

MaximinusThrax 03.06.2008 22:23

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Wie gesagt, so recht glaube ich nicht an diese ominösen 10 Jahre. Ich müsste mal Arno fragen, wie viele defekte Eproms ihm schon untergekommen sind. Ich zumindest hatte bisher noch bei keinem Gerät ein Problem mit einem Eprom. Bei steckbaren Eproms ist das Problem auch recht unbedeutend, da man diese Eproms auslesen kann.
Hallo Micha,

das wäre ein hochinteressantes und nicht unwichtiges Thema, gerade für uns.
Denn wie ist es sonst möglich, das Oldies aus den Jahren 1978 oder 1979 immer noch funktionieren ?


Viele Grüße
Otto

Robert 03.06.2008 23:57

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von MaximinusThrax
Hallo Micha,

das wäre ein hochinteressantes und nicht unwichtiges Thema, gerade für uns.
Denn wie ist es sonst möglich, das Oldies aus den Jahren 1978 oder 1979 immer noch funktionieren ?

Es könnte sein, dass man früher weniger EPROMS als vielmehr ROMs verwendet hat, bei denen Datenverlust kein solches Thema sein dürfte.

Bei (zumindest manchen) alten Fidelitys war es so...

Allerdings hatte ich bislang noch keine EPROMs, die unter Datenverlust litten (auch bei älteren Rechnern), also würde ich erstmal Entwarnung geben.


viele Grüße,
Robert

Chaturanga 04.06.2008 00:30

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mythbuster
Am liebsten wäre mir schon ein Original . . . auch schon, weil ich nicht der Bastler bin . . . den Emulator nutze ich bereits . . . der hat meine Sehnsucht nach einem Brettgerät geweckt. :D

Ab 10 Jahre Probleme? Hm, in Anbetracht der Tatsache, daß ich den Weltmeister von 1984 suche, komme ich schon ins Grübeln, ob ich dann noch lange Freude dran habe . . . auch wenn ich ihn natürlich hegen und pflegen würde . . .

Im Bietebereich vom Forum habe ich bis jetzt nur andere Gesuche gesehen, Angebote sind eher nicht vorhanden . . . :(

Grüße, Sascha

hallo sascha,
im moment wird einer bei Ebay angeboten. läuft noch 5 tage ungerade.
hier die beschreibung "Mephisto Schachcomputer chesscomputer III - S Glasgow" und die artikel-nr. 170225235356.
viel glück
gruß Olaf

Mythbuster 04.06.2008 01:25

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mephisto1
hallo sascha,
im moment wird einer bei Ebay angeboten. läuft noch 5 tage ungerade.
hier die beschreibung "Mephisto Schachcomputer chesscomputer III - S Glasgow" und die artikel-nr. 170225235356.
viel glück
gruß Olaf

Habe ihn bereits im Auge und habe Kontakt zum Besitzer! :D

Schaut gut aus, das Teil . . . ich fürchte nur, der wird seeeeeehr teuer werden . . . :(

Gruß, Sascha

Chaturanga 04.06.2008 09:50

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mythbuster
Habe ihn bereits im Auge und habe Kontakt zum Besitzer! :D

Schaut gut aus, das Teil . . . ich fürchte nur, der wird seeeeeehr teuer werden . . . :(

Gruß, Sascha


Hallo Sascha,

ja das Teil sieht echt saugut aus und den Besitzer kann ich vorbehaltlos empfehlen.
Habe von ihm ein einwandfreies Bavaria-Brett gekauft.
Viel Glück.

Gruß Olaf

Mythbuster 04.06.2008 09:53

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mephisto1
Hallo Sascha,

ja das Teil sieht echt saugut aus und den Besitzer kann ich vorbehaltlos empfehlen.
Habe von ihm ein einwandfreies Bavaria-Brett gekauft.
Viel Glück.

Gruß Olaf

Heul . . . ein Bavaria! Das willst Du wohl nicht loswerden . . . ;)

Sorry, war nur ein Versuch . . .

Aber Du hast recht, der e-Mail Kontakt ist sehr nett . . . hast Du zufällig ne Ahnung, was bei dieser Versteigerung rauskommen kann bzw. was solche Teile bringen können . . .

HPF 04.06.2008 16:42

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mythbuster
Hallo zusammen,
. . . Die Frage ist: Wie alt können die Module und Bretter werden? Bereiten CPU / EPROM Probleme?


Grüße, Sascha


Hi Sascha,

Fachleute (aus Regensburg, der Speicher herstellt), die ich vor ca.12 Jahren danach gefragt habe, gaben an, dass Prozessoren ca. 10 bis 15 Jahre alt werden können. Die Dauer hängt davon ab, wie sie belastet werden. Besonders kritisch sind hier die Temperaturen. Das Material besteht fast zu 100% aus Monokristallinen Silizium, preiswertere Bausteine aus Polykristallinen Silizium. Dieses Material hat nicht die o. g. Lebensdauer. Andererseits werden sie nicht so sehr Temperaturschwankungen ausgesetzt, sie haben also fast die gleiche Lebensdauer. Es kommt noch darauf an, wie die Wafer hergestellt werden und wie sie weiter verarbeitet werden; dieser Einfluss soll aber gering sein. Die gestellte Frage wird von Fachleuten unterschiedlich beantwortet. Ich bin mir sicher, dass einige Bausteine, die in den 80 Jahren eingebaut sind, so z. B. in Aufzügen, noch heute brav ihren Dienst machen.

Paul

Chaturanga 04.06.2008 22:30

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von HPF
Hi Sascha,

Fachleute (aus Regensburg, der Speicher herstellt), die ich vor ca.12 Jahren danach gefragt habe, gaben an, dass Prozessoren ca. 10 bis 15 Jahre alt werden können. Die Dauer hängt davon ab, wie sie belastet werden. Besonders kritisch sind hier die Temperaturen. Das Material besteht fast zu 100% aus Monokristallinen Silizium, preiswertere Bausteine aus Polykristallinen Silizium. Dieses Material hat nicht die o. g. Lebensdauer. Andererseits werden sie nicht so sehr Temperaturschwankungen ausgesetzt, sie haben also fast die gleiche Lebensdauer. Es kommt noch darauf an, wie die Wafer hergestellt werden und wie sie weiter verarbeitet werden; dieser Einfluss soll aber gering sein. Die gestellte Frage wird von Fachleuten unterschiedlich beantwortet. Ich bin mir sicher, dass einige Bausteine, die in den 80 Jahren eingebaut sind, so z. B. in Aufzügen, noch heute brav ihren Dienst machen.

Paul

Hallo Paul,

na dann kann ich ja noch hoffen, das meine Mephisto-Module noch ne Weile halten werden :D .

Immerhin hat ja jeder von uns ein paar schöne Teile zu Hause und man will auch noch in Jahren spielen. Wenn nicht sogar in 30 Jahren noch.

Wenn man bedenkt, das manche Module jetzt schon seit 1983, das sind schon 25 Jahre, im Einsatz sind und ihren Dienst tun.

Die meisten von uns Sammlern werden Module haben, die so um die 15-20 Jahre auf dem Buckel haben und da die meisten von uns nicht mit allen Compis gleichzeitig (oder etwa doch :D ) spielen, so hält sich m.E. die Belastung und somit die Temperatur in Grenzen.

Werden die Module mit den Prozessoren und Eproms noch Jahre spielbar bleiben oder kann man mit einem Datenverlust erst nach 30 Jahren rechnen?

Werden unsere Schachcompis bei Nicht- oder Wenigbenutzung lange Jahre oder Jahrzehnte haltbar sein?

Gruß Olaf

Chaturanga 04.06.2008 22:34

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mythbuster
Heul . . . ein Bavaria! Das willst Du wohl nicht loswerden . . . ;)

Sorry, war nur ein Versuch . . .

Aber Du hast recht, der e-Mail Kontakt ist sehr nett . . . hast Du zufällig ne Ahnung, was bei dieser Versteigerung rauskommen kann bzw. was solche Teile bringen können . . .


Hehehe, man kann es ja mal versuchen :D .

Nein, das tolle Teil behalte ich :top: .

Und das wird teuer, aber was macht man nicht alles?

Und denke dran: man braucht auch was fürs Alter :lol: , also hau rein.

Viel Glück.

Gruß Olaf

Mythbuster 04.06.2008 22:50

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mephisto1

Viel Glück.

Gruß Olaf

Danke! ;)

Immerhin hat mir der nette Herr einen extrem gut erhaltenen Genius 68.030er mit London Update angeboten, im München Brett, sieht auf den Fotos sehr gut aus . . . ist reserviert . . . jetzt warte ich noch die Auktion ab. Wenn ich mächtig Schwein habe, hätte ich meine Wunschkombi zusammen . . . :klatsch:

Man weiß halt nur nicht, wo der Glasgow landet . . . :bigeyes:

CC 7 05.06.2008 14:07

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
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Zitat von Mythbuster
Wie alt können die Module und Bretter werden? Bereiten CPU / EPROM Probleme?

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Zitat von Mephisto1
Werden die Module mit den Prozessoren und Eproms noch Jahre spielbar bleiben oder kann man mit einem Datenverlust erst nach 30 Jahren rechnen?

Hallo !

Panik(mache) !?

Ein Beitrag aus PC/Schach 1/93, S.44-45 läßt Sammler von Schachcomputern erzittern. Dort wird ein Szenario gezeichnet ähnlich der Klima-Katastrophe: auch für unsere geliebten Oldies ist es 5 vor 12, sie stehen kurz vor dem totalen Kollaps !

Zitat:
"Eine Tatsache, die den meisten Besitzern von Schachcomputern vermutlich wenig bekannt ist, ist die Flüchtigkeit von EPROMs.

Zunächst zum Aufbau von EPROMs: EPROMs werden aus MOS-Transistoren mit einem zusätzlichen "Floating Gate" in der Oxidschicht (SiO2) hergestellt. Die Programmierung erfolgt durch Injektion von Ladungen auf das Floating Gate. Dies geschieht durch das Anlegen einer großen positiven Spannung an das Steuergate, wodurch Elektronen durch das Oxid (den Isolator) auf das Floating Gate durchtunneln. Durch diese negative Ladung bleibt der Transistor auch bei positiver Gatespannung nichtleitend - er speichert die logische Null.

Diese Ladung läßt sich durch Bestrahlung mit UV-Licht wieder beseitigen, sie fließt dabei über das Oxid ab. (Daher EPROM = Erasable Programmable Read-Only Memory). Zu diesem Zweck sind die Gehäuse von EPROMs mit einem Fenster versehen. Ohne Ladung am Floating Gate ist der Transistor bei positiver Gatespannung leitend. Dies entspricht der logischen Eins. Die isolierung der Ladung auf dem Floating Gate durch das Oxid ist jedoch nicht vollkommen. Nach einer bestimmten Zeit - grob gerechnet zehn Jahre, oder ein wenig länger - verschwindet die Ladung allmähich durch Leckströme im Oxid wieder, die gespeicherte logische Null wird zur Eins. Damit ist auch die Lebensdauer eines auf EPROM gebrannten Programms auf etwa 10 Jahre beschränkt.

Ein möglicher Ausweg wäre es, dasselbe EPROM, bevor es seinen Inhalt verliert, rechtzeitig neu zu brennen, um dadurch eine erneute Betriebsdauer von 10 Jahren zu erreichen, oder aber das Programm auf ein PROM zu brennen. PROMs verlieren ihren Inhalt nie, da beim Programmieren (bzw. Brennen) durch eine hohe Spannung Verbindungen durchgeschmolzen werden und deshalb keine Ladungen beständig auf dem Baustein gehalten werden müssen. PROMs sind dadurch auch nicht löschbar bzw. neu programmierbar.

Die Lebensdauer von EPROMs kann außerdem durch eine Reihe von äußeren Umständen weiter verkürzt werden:
- hohe Betriebstemperatur
- starke Temperaturschwankungen während der Lagerung
- hohe Luftfeuchtigkeit
- Radioaktivität (Erdboden, Höhenstrahlung usw.), welche zur Ionisierung der Oxidschicht führen kann und dadurch den Abfluß der Ladung begünstigt

Alle Schachcomputer auf EPROM-Basis geben also nach etwa 10 Jahren ihre Funktion auf, am Anfang vielleicht nur teilweise, letztendlich aber vollkommen.

Wesentlich besser sieht es für Single-Chip-Schachcomputer aus. In der Regel verwendet der Hersteller hierzu maskenprogrammierten Speicher, der wie das PROM solange hält wie die übrige Elektronik. Sofern kein zusätzlicher externer EPROM-Speicher angeschlossen ist, kann man sich deshalb sein ganzes Leben lang an solchen Geräten erfreuen.

Für alle Besitzer älterer Schachcomputer mit EPROMs (Elite Budapest u.ä.) wird es nun allmählich Zeit, einen Fachmann zu konsultieren und ihre EPROMs neu brennen zu lassen. Ansonsten werden sie sie bald nur noch zur Dekoration verwenden können".

Soweit die sehr düstere Prognose der renommierten Computerschachzeitschrift PC Schach 1/93. Seitdem sind mehr als weitere 10 Jahre ins Land gegangen - ohne daß ein solch skizziertes Schreckensszenario eingetreten wäre ! Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis...? ;)
Oder haben etwa die ersten EPROM-basierten Schachcomputer bereits ihren Geist aufgegeben ?
Gar so schlimm wie befürchtet ist es doch nicht gekommen - oder haben unbemerkt doch schon etliche Computer schlapp gemacht (ich rede hier nicht von Novag Robot und Savant...). :dead:

Aber es droht den Oldies noch eine weitere Gefahr: defekte Akkus. Jeder Schachcomputer mit eingebautem Akku (z.B. Fidelity A/S-Serie, Novag Constellation-Serie, Mark V...) hat mit diesem Problem zu kämpfen: nach über 20 Jahren Laufzeit ist die Betriebssicherheit perdue.
Übler noch als ein einfacher Defekt ist das Auslaufen des Akkus und die damit verbundenen chemischen Reaktionen auf die Platinen, die Elektronik des Schachcomputers kann dadurch irreversibel beschädigt werden.

Wann muß/sollte man neue Akkus einbauen ? Gibt's überhaupt noch genügend passende ? Hat jemand mit dieser Akku- und EPROM-Problematik schon (leidvolle) Erfahrungen gesammelt ?

Wer veröffentlicht eine "rote Liste" mit den vom Aussterben bedrohten EPROM-Schachcomputer (mit Akku) ?

Wie ist der Fall juristisch einzuschätzen wenn man sich als Sicherungskopie ein neues EPROM brennt ? Oder ein PROM ?

Sicher ein unerquickliches, aber wichtiges Thema - hoffentlich halten die EPROMs und Akkus unserer geliebten Schachcomputer noch lange durch !:box2:

Viele Grüße
Hans-Jürgen

Luemmel 05.06.2008 14:37

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Hallo,

Nachdem mein Mephisto III - Brikett längere Zeit pausiert hatte, weil ich mir damals einen Milano und dann noch ein Exclusiv geholt habe streikt er.
Wenn man ihn anschaltet, zeigt er entweder garnichts an, oder irgendwelche wirren Zeichen. Auf Tasten reagiert er auch gar nicht mehr.
Kann das nicht evtl. so ein Fall von einem "verstorbenen Eprom" sein?

Gruß,
Lümmel

Robert 05.06.2008 15:20

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Zitieren:

Zitat von Luemmel
Hallo,

Nachdem mein Mephisto III - Brikett längere Zeit pausiert hatte, weil ich mir damals einen Milano und dann noch ein Exclusiv geholt habe streikt er.
Wenn man ihn anschaltet, zeigt er entweder garnichts an, oder irgendwelche wirren Zeichen. Auf Tasten reagiert er auch gar nicht mehr.
Kann das nicht evtl. so ein Fall von einem "verstorbenen Eprom" sein?

Möglich, aber viel wahrscheinlicher sind andere Ursachen.

Zum einen kann es sein, dass sich Geräte, die längere Zeit nicht benutzt wurden, ans Arbeiten erst wieder "gewöhnen" müssen (vor allem ältere Novags haben dieses Problem) Einfach noch ein paarmal probieren, vielleicht wacht er dann irgendwann wieder auf.

Eine weitere häufige Ursache sind oxidierte Kontakte von gesockelten Bausteinen (EPROMs, Speicher usw.) Dann hilft es oft schon, diese Chips ein wenig aus ihren Sockeln hochzuhebeln und wieder reinzudrücken. Man kann sie auch ganz herausnehmen und die Kontaktstellen mit Spiritus reinigen.

Wenn auch das nicht hilft, würde ich langsam anfangen, mir Sorgen zu machen... :dead:


viele Grüße,
Robert

EberlW 05.06.2008 15:35

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Zitieren:

Zitat von Luemmel
Hallo,

Nachdem mein Mephisto III - Brikett längere Zeit pausiert hatte, weil ich mir damals einen Milano und dann noch ein Exclusiv geholt habe streikt er.
Wenn man ihn anschaltet, zeigt er entweder garnichts an, oder irgendwelche wirren Zeichen. Auf Tasten reagiert er auch gar nicht mehr.
Kann das nicht evtl. so ein Fall von einem "verstorbenen Eprom" sein?

Gruß,
Lümmel

Zuerst solltest Du alle gesteckten Bauteile mit der gebotenen Vorsicht aus ihren Sockeln ziehen und dann wieder zurückstecken, um festzustellen ob das Problem auf simple Oxidation zurückzuführen ist. Falls dies der Fall ist, sollte das Gerät nach dieser Prozedur wieder funktionieren.

Gruß, Willi

Edit: Grrr - musste während des Verfassens kurz vom Compi weg und prompt hätte ich mir das Posting schon sparen können ... :lol:

Robert 05.06.2008 16:01

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Zitieren:

Zitat von EberlW
Edit: Grrr - musste während des Verfassens kurz vom Compi weg und prompt hätte ich mir das Posting schon sparen können ... :lol:

Naja, dieses eine mal, wo ich schneller war, wirst du schon verkraften können...:D


Gruß,
Robert

EberlW 05.06.2008 16:44

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Zitieren:

Zitat von CC 7
Ein möglicher Ausweg wäre es, dasselbe EPROM, bevor es seinen Inhalt verliert, rechtzeitig neu zu brennen, um dadurch eine erneute Betriebsdauer von 10 Jahren zu erreichen, oder aber das Programm auf ein PROM zu brennen. PROMs verlieren ihren Inhalt nie, da beim Programmieren (bzw. Brennen) durch eine hohe Spannung Verbindungen durchgeschmolzen werden und deshalb keine Ladungen beständig auf dem Baustein gehalten werden müssen. PROMs sind dadurch auch nicht löschbar bzw. neu programmierbar.

Stellt sich nur die Frage, ob es diese PROMs auch in der nötigen Ausführung für unsere Zwecke gibt. Stichwort hier: Hardwarekompatibilität.
Zitieren:

Wesentlich besser sieht es für Single-Chip-Schachcomputer aus. In der Regel verwendet der Hersteller hierzu maskenprogrammierten Speicher, der wie das PROM solange hält wie die übrige Elektronik. Sofern kein zusätzlicher externer EPROM-Speicher angeschlossen ist, kann man sich deshalb sein ganzes Leben lang an solchen Geräten erfreuen.
Na, da bin ich aber erleichtert... :D
Ein Eprom brennen ist eine Sache - aber so ein Singlechip-Ding? :dead:
Zitieren:

Soweit die sehr düstere Prognose der renommierten Computerschachzeitschrift PC Schach 1/93. Seitdem sind mehr als weitere 10 Jahre ins Land gegangen - ohne daß ein solch skizziertes Schreckensszenario eingetreten wäre ! Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis...? ;)
Oder haben etwa die ersten EPROM-basierten Schachcomputer bereits ihren Geist aufgegeben ?
Nicht das ich wüsste... ;)
Zitieren:

Aber es droht den Oldies noch eine weitere Gefahr: defekte Akkus. Jeder Schachcomputer mit eingebautem Akku (z.B. Fidelity A/S-Serie, Novag Constellation-Serie, Mark V...) hat mit diesem Problem zu kämpfen: nach über 20 Jahren Laufzeit ist die Betriebssicherheit perdue.
Übler noch als ein einfacher Defekt ist das Auslaufen des Akkus und die damit verbundenen chemischen Reaktionen auf die Platinen, die Elektronik des Schachcomputers kann dadurch irreversibel beschädigt werden.
Oxidation durch äußere Einflüsse ist sicher eine der größten Gefahren für unsere "Lieblinge". Man kann dem recht gut vorbeugen, indem man die Platine mit einem speziellen Schutzlack behandelt. Der Weisheit letzter Schluss ist das jedoch nicht, da man auf der Bestückungsseite nicht so wirklich überall hin kommt. Vor auslaufenden Akkus schützt das leider auch nur bedingt. Hier hilft nur Vorbeugen durch rechtzeitiges Tauschen. Wann "rechtzeitig" ist, weiß ich aber nicht zu sagen.
Zitieren:

Wie ist der Fall juristisch einzuschätzen wenn man sich als Sicherungskopie ein neues EPROM brennt ? Oder ein PROM ?
Da man keinen Kopierschutzmechanismus aushebeln muß, eine Sicherheitskopie bei eigener Verwendung kein illegales Verbreiten urheberrechtlich geschützten Materials bedeutet, die meisten Kisten mangels Möglichkeiten (Interessen) der Hersteller andernfalls nur noch "Sondermüll" wären (man also nur den Wert seines Eigentums erhält) und da kaum noch jemand Interesse an den Programmrechten hat ... sollte es keinen juristischen Einwand gegen eine Sicherungskopie geben und erst recht nicht gegen das Brennen einer solchen (eigenen) Kopie auf ein EPROM oder PROM (solange es für die eigene Verwendung ist).

Gruß, Willi

HPF 05.06.2008 16:58

AW: Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
 
Zitieren:

Zitat von CC 7
Hallo !



Zitat:
"Eine Tatsache, die den meisten Besitzern von Schachcomputern vermutlich wenig bekannt ist, ist die Flüchtigkeit von EPROMs.

Die Lebensdauer von EPROMs kann außerdem durch eine Reihe von äußeren Umständen weiter verkürzt werden:
- hohe Betriebstemperatur
- starke Temperaturschwankungen während der Lagerung
- hohe Luftfeuchtigkeit
- Radioaktivität (Erdboden, Höhenstrahlung usw.), welche zur Ionisierung der Oxidschicht führen kann und dadurch den Abfluß der Ladung begünstigt

Alle Schachcomputer auf EPROM-Basis geben also nach etwa 10 Jahren ihre Funktion auf, am Anfang vielleicht nur teilweise, letztendlich aber vollkommen.

Für alle Besitzer älterer Schachcomputer mit EPROMs (Elite Budapest u.ä.) wird es nun allmählich Zeit, einen Fachmann zu konsultieren und ihre EPROMs neu brennen zu lassen. Ansonsten werden sie sie bald nur noch zur Dekoration verwenden können".
Soweit die sehr düstere Prognose der renommierten Computerschachzeitschrift PC Schach 1/93. Seitdem sind mehr als weitere 10 Jahre ins Land gegangen - ohne daß ein solch skizziertes Schreckensszenario eingetreten wäre ! Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis...? ;)
Oder haben etwa die ersten EPROM-basierten Schachcomputer bereits ihren Geist aufgegeben ?
Aber es droht den Oldies noch eine weitere Gefahr: defekte Akkus. Jeder Schachcomputer mit eingebautem Akku (z.B. Fidelity A/S-Serie, Novag Constellation-Serie, Mark V...) hat mit diesem Problem zu kämpfen: nach über 20 Jahren Laufzeit ist die Betriebssicherheit perdue.
Übler noch als ein einfacher Defekt ist das Auslaufen des Akkus und die damit verbundenen chemischen Reaktionen auf die Platinen, die Elektronik des Schachcomputers kann dadurch irreversibel beschädigt werden.

Wann muß/sollte man neue Akkus einbauen ? Gibt's überhaupt noch genügend passende ? Hat jemand mit dieser Akku- und EPROM-Problematik schon (leidvolle) Erfahrungen gesammelt ?
Wer veröffentlicht eine "rote Liste" mit den vom Aussterben bedrohten EPROM-Schachcomputer (mit Akku) ?
Wie ist der Fall juristisch einzuschätzen wenn man sich als Sicherungskopie ein neues EPROM brennt ? Oder ein PROM ?

Viele Grüße
Hans-Jürgen

1.Ich habe gelernt, dass die zehn Jahre auf den Betrieb sich beziehen.
2.Akkus sind ein Problem. Ich habe selbst einen Compie verloren, als der 9Volt
Akku ausgelaufen ist, und zwar innerhalb von zwei Jahren.
3.Nach Rücksprache mit einem Patentanwalt ist es erlaubt, dass man eine Sicherungskopie erstellt. Ob man damit Geschäfte machen darf, d. h., solche auf dem Markt anzubieten, kann ich nicht sagen. Einige Eproms werden in schöner Regelmässigkeit bei ebay angeboten. Ich würde vom Kauf zunächst abraten, solange die Frage nicht eindeutig geklärt ist.

Paul


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