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Wie lange leben die alten Module und wo findet man sie?
Hallo zusammen,
damals habe ich die Schachcomputer von Mephisto geliebt, aber als Schüler waren die einfach nicht drin . . . auch wenn mittlerweile mein PPC mit ChessGenius besser als jeder Brettcomputer spielt, ist das irgendwie nicht zu vergleichen . . . Vor allem der alte Mephisto III hat es mir angetan. Ein Exemplar in der Edelausführung, sprich als Mephisto III S Glasgow, wäre schon was - mit dem durfte ich früher regelmäßig spielen, seinen Stil empfand ich immer als sehr angenehm . . . Die Frage ist: Wie alt können die Module und Bretter werden? Bereiten CPU / EPROM Probleme? Und by the way, wie groß ist die Chance, noch einen Lyon oder was in der Art in sehr gutem Zustand zu ergattern? Gibt es außer ebay irgendwelche Quellen? Danke für Tipps! Grüße, Sascha |
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bei pfleglicher Behandlung halten die Mephistos schon sehr lange. 1. Lagerung trocken, nicht im feuchten Keller oder Dachboden 2. wenigstens einmal im Jahr sollen die Geräte ans Netz, damit die elektronischen Bauteile keinen schaden nehmen und die elektronik innen nicht irgendwann oxydiert 3. sichere Verwahrung der Geräte/Module (am besten im Schrank) bei Zimmertemparatur und deine Geräte und Module sollten es dir lange danken Zitieren:
Grüße Otto |
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Danke für die Antwort, klingt ja ermutigend. Na ja, ins Forum schaue ich schon regelmäßig, seit ich hier angemeldet bin . . . aber solche Teile sind halt wohl doch sehr selten . . .
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Hallo Sascha,
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Gruß, Micha |
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Am liebsten wäre mir schon ein Original . . . auch schon, weil ich nicht der Bastler bin . . . den Emulator nutze ich bereits . . . der hat meine Sehnsucht nach einem Brettgerät geweckt. :D Ab 10 Jahre Probleme? Hm, in Anbetracht der Tatsache, daß ich den Weltmeister von 1984 suche, komme ich schon ins Grübeln, ob ich dann noch lange Freude dran habe . . . auch wenn ich ihn natürlich hegen und pflegen würde . . . Im Bietebereich vom Forum habe ich bis jetzt nur andere Gesuche gesehen, Angebote sind eher nicht vorhanden . . . :( Grüße, Sascha |
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Gruß, Micha |
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Nur soviel zu diesem Thema, niemand aus unserer Community brauch sich Sorgen um steckbare Eproms (bzw. deren Inhalt) machen...
Gruß, Micha |
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das wäre ein hochinteressantes und nicht unwichtiges Thema, gerade für uns. Denn wie ist es sonst möglich, das Oldies aus den Jahren 1978 oder 1979 immer noch funktionieren ? Viele Grüße Otto |
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Bei (zumindest manchen) alten Fidelitys war es so... Allerdings hatte ich bislang noch keine EPROMs, die unter Datenverlust litten (auch bei älteren Rechnern), also würde ich erstmal Entwarnung geben. viele Grüße, Robert |
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im moment wird einer bei Ebay angeboten. läuft noch 5 tage ungerade. hier die beschreibung "Mephisto Schachcomputer chesscomputer III - S Glasgow" und die artikel-nr. 170225235356. viel glück gruß Olaf |
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Schaut gut aus, das Teil . . . ich fürchte nur, der wird seeeeeehr teuer werden . . . :( Gruß, Sascha |
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Hallo Sascha, ja das Teil sieht echt saugut aus und den Besitzer kann ich vorbehaltlos empfehlen. Habe von ihm ein einwandfreies Bavaria-Brett gekauft. Viel Glück. Gruß Olaf |
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Sorry, war nur ein Versuch . . . Aber Du hast recht, der e-Mail Kontakt ist sehr nett . . . hast Du zufällig ne Ahnung, was bei dieser Versteigerung rauskommen kann bzw. was solche Teile bringen können . . . |
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Hi Sascha, Fachleute (aus Regensburg, der Speicher herstellt), die ich vor ca.12 Jahren danach gefragt habe, gaben an, dass Prozessoren ca. 10 bis 15 Jahre alt werden können. Die Dauer hängt davon ab, wie sie belastet werden. Besonders kritisch sind hier die Temperaturen. Das Material besteht fast zu 100% aus Monokristallinen Silizium, preiswertere Bausteine aus Polykristallinen Silizium. Dieses Material hat nicht die o. g. Lebensdauer. Andererseits werden sie nicht so sehr Temperaturschwankungen ausgesetzt, sie haben also fast die gleiche Lebensdauer. Es kommt noch darauf an, wie die Wafer hergestellt werden und wie sie weiter verarbeitet werden; dieser Einfluss soll aber gering sein. Die gestellte Frage wird von Fachleuten unterschiedlich beantwortet. Ich bin mir sicher, dass einige Bausteine, die in den 80 Jahren eingebaut sind, so z. B. in Aufzügen, noch heute brav ihren Dienst machen. Paul |
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na dann kann ich ja noch hoffen, das meine Mephisto-Module noch ne Weile halten werden :D . Immerhin hat ja jeder von uns ein paar schöne Teile zu Hause und man will auch noch in Jahren spielen. Wenn nicht sogar in 30 Jahren noch. Wenn man bedenkt, das manche Module jetzt schon seit 1983, das sind schon 25 Jahre, im Einsatz sind und ihren Dienst tun. Die meisten von uns Sammlern werden Module haben, die so um die 15-20 Jahre auf dem Buckel haben und da die meisten von uns nicht mit allen Compis gleichzeitig (oder etwa doch :D ) spielen, so hält sich m.E. die Belastung und somit die Temperatur in Grenzen. Werden die Module mit den Prozessoren und Eproms noch Jahre spielbar bleiben oder kann man mit einem Datenverlust erst nach 30 Jahren rechnen? Werden unsere Schachcompis bei Nicht- oder Wenigbenutzung lange Jahre oder Jahrzehnte haltbar sein? Gruß Olaf |
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Hehehe, man kann es ja mal versuchen :D . Nein, das tolle Teil behalte ich :top: . Und das wird teuer, aber was macht man nicht alles? Und denke dran: man braucht auch was fürs Alter :lol: , also hau rein. Viel Glück. Gruß Olaf |
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Immerhin hat mir der nette Herr einen extrem gut erhaltenen Genius 68.030er mit London Update angeboten, im München Brett, sieht auf den Fotos sehr gut aus . . . ist reserviert . . . jetzt warte ich noch die Auktion ab. Wenn ich mächtig Schwein habe, hätte ich meine Wunschkombi zusammen . . . :klatsch: Man weiß halt nur nicht, wo der Glasgow landet . . . :bigeyes: |
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Panik(mache) !? Ein Beitrag aus PC/Schach 1/93, S.44-45 läßt Sammler von Schachcomputern erzittern. Dort wird ein Szenario gezeichnet ähnlich der Klima-Katastrophe: auch für unsere geliebten Oldies ist es 5 vor 12, sie stehen kurz vor dem totalen Kollaps ! Zitat: "Eine Tatsache, die den meisten Besitzern von Schachcomputern vermutlich wenig bekannt ist, ist die Flüchtigkeit von EPROMs. Zunächst zum Aufbau von EPROMs: EPROMs werden aus MOS-Transistoren mit einem zusätzlichen "Floating Gate" in der Oxidschicht (SiO2) hergestellt. Die Programmierung erfolgt durch Injektion von Ladungen auf das Floating Gate. Dies geschieht durch das Anlegen einer großen positiven Spannung an das Steuergate, wodurch Elektronen durch das Oxid (den Isolator) auf das Floating Gate durchtunneln. Durch diese negative Ladung bleibt der Transistor auch bei positiver Gatespannung nichtleitend - er speichert die logische Null. Diese Ladung läßt sich durch Bestrahlung mit UV-Licht wieder beseitigen, sie fließt dabei über das Oxid ab. (Daher EPROM = Erasable Programmable Read-Only Memory). Zu diesem Zweck sind die Gehäuse von EPROMs mit einem Fenster versehen. Ohne Ladung am Floating Gate ist der Transistor bei positiver Gatespannung leitend. Dies entspricht der logischen Eins. Die isolierung der Ladung auf dem Floating Gate durch das Oxid ist jedoch nicht vollkommen. Nach einer bestimmten Zeit - grob gerechnet zehn Jahre, oder ein wenig länger - verschwindet die Ladung allmähich durch Leckströme im Oxid wieder, die gespeicherte logische Null wird zur Eins. Damit ist auch die Lebensdauer eines auf EPROM gebrannten Programms auf etwa 10 Jahre beschränkt. Ein möglicher Ausweg wäre es, dasselbe EPROM, bevor es seinen Inhalt verliert, rechtzeitig neu zu brennen, um dadurch eine erneute Betriebsdauer von 10 Jahren zu erreichen, oder aber das Programm auf ein PROM zu brennen. PROMs verlieren ihren Inhalt nie, da beim Programmieren (bzw. Brennen) durch eine hohe Spannung Verbindungen durchgeschmolzen werden und deshalb keine Ladungen beständig auf dem Baustein gehalten werden müssen. PROMs sind dadurch auch nicht löschbar bzw. neu programmierbar. Die Lebensdauer von EPROMs kann außerdem durch eine Reihe von äußeren Umständen weiter verkürzt werden: - hohe Betriebstemperatur - starke Temperaturschwankungen während der Lagerung - hohe Luftfeuchtigkeit - Radioaktivität (Erdboden, Höhenstrahlung usw.), welche zur Ionisierung der Oxidschicht führen kann und dadurch den Abfluß der Ladung begünstigt Alle Schachcomputer auf EPROM-Basis geben also nach etwa 10 Jahren ihre Funktion auf, am Anfang vielleicht nur teilweise, letztendlich aber vollkommen. Wesentlich besser sieht es für Single-Chip-Schachcomputer aus. In der Regel verwendet der Hersteller hierzu maskenprogrammierten Speicher, der wie das PROM solange hält wie die übrige Elektronik. Sofern kein zusätzlicher externer EPROM-Speicher angeschlossen ist, kann man sich deshalb sein ganzes Leben lang an solchen Geräten erfreuen. Für alle Besitzer älterer Schachcomputer mit EPROMs (Elite Budapest u.ä.) wird es nun allmählich Zeit, einen Fachmann zu konsultieren und ihre EPROMs neu brennen zu lassen. Ansonsten werden sie sie bald nur noch zur Dekoration verwenden können". Soweit die sehr düstere Prognose der renommierten Computerschachzeitschrift PC Schach 1/93. Seitdem sind mehr als weitere 10 Jahre ins Land gegangen - ohne daß ein solch skizziertes Schreckensszenario eingetreten wäre ! Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis...? ;) Oder haben etwa die ersten EPROM-basierten Schachcomputer bereits ihren Geist aufgegeben ? Gar so schlimm wie befürchtet ist es doch nicht gekommen - oder haben unbemerkt doch schon etliche Computer schlapp gemacht (ich rede hier nicht von Novag Robot und Savant...). :dead: Aber es droht den Oldies noch eine weitere Gefahr: defekte Akkus. Jeder Schachcomputer mit eingebautem Akku (z.B. Fidelity A/S-Serie, Novag Constellation-Serie, Mark V...) hat mit diesem Problem zu kämpfen: nach über 20 Jahren Laufzeit ist die Betriebssicherheit perdue. Übler noch als ein einfacher Defekt ist das Auslaufen des Akkus und die damit verbundenen chemischen Reaktionen auf die Platinen, die Elektronik des Schachcomputers kann dadurch irreversibel beschädigt werden. Wann muß/sollte man neue Akkus einbauen ? Gibt's überhaupt noch genügend passende ? Hat jemand mit dieser Akku- und EPROM-Problematik schon (leidvolle) Erfahrungen gesammelt ? Wer veröffentlicht eine "rote Liste" mit den vom Aussterben bedrohten EPROM-Schachcomputer (mit Akku) ? Wie ist der Fall juristisch einzuschätzen wenn man sich als Sicherungskopie ein neues EPROM brennt ? Oder ein PROM ? Sicher ein unerquickliches, aber wichtiges Thema - hoffentlich halten die EPROMs und Akkus unserer geliebten Schachcomputer noch lange durch !:box2: Viele Grüße Hans-Jürgen |
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Hallo,
Nachdem mein Mephisto III - Brikett längere Zeit pausiert hatte, weil ich mir damals einen Milano und dann noch ein Exclusiv geholt habe streikt er. Wenn man ihn anschaltet, zeigt er entweder garnichts an, oder irgendwelche wirren Zeichen. Auf Tasten reagiert er auch gar nicht mehr. Kann das nicht evtl. so ein Fall von einem "verstorbenen Eprom" sein? Gruß, Lümmel |
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Zum einen kann es sein, dass sich Geräte, die längere Zeit nicht benutzt wurden, ans Arbeiten erst wieder "gewöhnen" müssen (vor allem ältere Novags haben dieses Problem) Einfach noch ein paarmal probieren, vielleicht wacht er dann irgendwann wieder auf. Eine weitere häufige Ursache sind oxidierte Kontakte von gesockelten Bausteinen (EPROMs, Speicher usw.) Dann hilft es oft schon, diese Chips ein wenig aus ihren Sockeln hochzuhebeln und wieder reinzudrücken. Man kann sie auch ganz herausnehmen und die Kontaktstellen mit Spiritus reinigen. Wenn auch das nicht hilft, würde ich langsam anfangen, mir Sorgen zu machen... :dead: viele Grüße, Robert |
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Gruß, Willi Edit: Grrr - musste während des Verfassens kurz vom Compi weg und prompt hätte ich mir das Posting schon sparen können ... :lol: |
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Gruß, Robert |
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Ein Eprom brennen ist eine Sache - aber so ein Singlechip-Ding? :dead: Zitieren:
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Gruß, Willi |
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2.Akkus sind ein Problem. Ich habe selbst einen Compie verloren, als der 9Volt Akku ausgelaufen ist, und zwar innerhalb von zwei Jahren. 3.Nach Rücksprache mit einem Patentanwalt ist es erlaubt, dass man eine Sicherungskopie erstellt. Ob man damit Geschäfte machen darf, d. h., solche auf dem Markt anzubieten, kann ich nicht sagen. Einige Eproms werden in schöner Regelmässigkeit bei ebay angeboten. Ich würde vom Kauf zunächst abraten, solange die Frage nicht eindeutig geklärt ist. Paul |
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