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AW: Millennium ChessGenius
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Chess Mips wurden Anfang der 90-er Jahre von Larry Kaufmann erstmals ins Spiel gebracht. Für das Schach sind Mips keineswegs bei den verschiedenen Hardwarearchitekturen über einen Kamm zu scheren. Risc-Prozessoren haben z.B. tendenziell mehr Instruktionen pro Sekunde als Cisc-Prozessoren, dafür aber in der Regel einen geringeren Befehlssatz. Mit den Chess Mips soll diesem Umstand hinsichtlich einer besseren Vergleichbarkeit Rechnung getragen werden. Ein paar zusammen getragene Ergebnisse in der Anlage.
Nachtrag: Wer sich einmal näher mit dem Thema befassen möchte..., ich habe eine weitere Anlage beigefügt und zwar ein Auszug aus dem Computer Chess Reports Quartely (3. Quartal 1990). Hier gibt es von Larry Kaufmann Detailinformationen zu Chess Mips. Obgleich mein Englisch sehr eingerostet ist... es ist heraus zu lesen, dass Larry der Meinung ist, dass Risc-Prozessoren nur 2/3 ihrer erreichten Dhrystone Mips für das Schach (Chess Mips) umsetzen können. Gruß Egbert |
AW: Millennium ChessGenius
Stimmt, von Kaufman stammt das.
Ich habe die Zahlen irgendwann in den 90ern das erste Mal gesehen und sofort die Unstimmigkeiten bemerkt. So passen z.B. die Verhältnisse zwischen 6502 mit 5 MHz und 68000 oder 80286 nicht oder auch zwischen 68000 mit 12 MHz und 33 MHz. Leider sind für die Motorolas keine Angaben zu Waitstates gemacht worden, aber 68000 mit 33 MHz (offiziell gab es nur bis 20 MHz) sind nicht so schnell wie 68020 mit 20 MHz (was sogar langsameren Speicher verträgt). Leider kenne ich die Datenbasis nicht (Kaufman wird die Zahlen ja nicht erwürfelt haben) um sie genauer zu bewerten. |
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Gruß Egbert |
AW: Millennium ChessGenius
Vielen Dank für den Artikel!
Wie ich es mir dachte, Kaufman hat an den Zahlen so lange herum gedreht bis sie ihm halbwegs passten. Dabei hat er einige interessante Fakten gesammelt (er ist halt lange im Geschäft ;)), aber auch merkwürdige Quervergleiche gezogen. Er überschätzt die 6502, wahrscheinlich wegen der über die Jahre handoptimierten Assemblerprogramme und wegen Programmen, die mit wenig Speicherbedarf auskommen (256 Bytes in der Zeropage können deutlich schneller angesprochen werden als der restliche Speicher). Bei den Intel CPUs werden einige übertriebene Faktoren für Waitstates angenommen und sie werden im Vergleich zur 68000er Familie unterschätzt. Ich vermute, dies hängt mit den Erfahrungen mit Rexchess zusammen. Die C-Compiler damals waren noch nicht so gut beim Optimieren wie später in den 90ern und der Real Mode überhaupt war nicht leicht zu optimieren. Schach 3.0 zeigte was möglich war... Mein Fazit: Sehr interessant zu lesen, aber als Quelle für eigene Hochrechnungen leider nur eingeschränkt zu gebrauchen. |
AW: Millennium ChessGenius
Ja, es ist eine sehr komplizierte Materie und 100% korrekte Vergleichsergebnisse verschiedener Prozessoren/Architekturen kann es wohl nicht geben.
Gruß Egbert |
AW: Millennium ChessGenius
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AW: Millennium ChessGenius
Hallo Freunde des Computerschachs ;)
ich hatte gerade wieder kurzen Kontakt zum Produktmanagement der Millenium2000 GmbH. Auf einen weiteren Test des ChessGenius gegen andere Gegner dürfen wir zwar nicht hoffen, aber dass werden wir ja dann sicherlich sehr bald selbst in die Hand nehmen :D Sehr erfreulich ist jedoch die Tatsache, dass man auf Seiten des Herstellers ganz bewusst auf die ARM-Technologie aufgrund deren hervorragenden Skalierbarkeit setzt. Den Cortex M4 beispielsweise gibt es in Taktraten bis zu 300 MHz, vom Cortex M7 ganz zu schweigen. Somit dürfte klar sein, dass weitere höherwertige Geräte kommen werden, sollte der ChessGenius mit Erfolg platziert werden können. Gruß Egbert |
AW: Millennium ChessGenius
Das Ding ist ja an Hässlichkeit kaum zu toppen! Aber wie immer im Leben zählen auch die inneren Werte ;) das macht ihn gleich viel attraktiver...
Für mich eine echte Überraschung, dass es auf dem Schachcomputermarkt wieder eine Hauch von Leben zu verspüren ist. Sehr gespannt bin ich! Grüße José |
AW: Millennium ChessGenius
Hallo,
"wie immer im Leben zählen auch die inneren Werte" Nur mal so… Kann der oder sein Vorgänger Endspiel, z.B SLK-K oder KD-KT? Für mich bot sich diese Frage gerade an. Gruß und Spaß Andreas |
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DK vs. K ist auch kein Problem. Sonnige Grüße Tom(mi) |
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