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-   -   Info: Millennium - The King (https://www.schachcomputer.info/forum/showthread.php?t=5647)

Egbert 17.08.2018 03:50

AW: Millennium - The King
 
Vielen Dank Micha für die beeindruckende Rezession der "Noch-Beta-Version" von dem bald erscheinenden Modul "The King". Das deutet alles auf sehr viel Spielfreude und Experimentier-Möglichkeiten hin. ;) Das sogar die stark gedrosselte Hiarcs Engine auf dem Revelation II im Turnierschach so klar distanziert wird ist erstaunlich!

Gruß
Egbert

applechess 17.08.2018 09:01

AW: Millennium - The King
 
Zitieren:

Zitat von Chessguru (Beitrag 74586)
[...]
Es tut mir leid, ich bin von dem Teil einfach begeistert, sorry. ;)

Gruß
Micha

Hallo Micha

Als ehemaliger Tester der The King Engine mit verschiedenen
Spielstilen kann ich deine Begeisterung nachvollziehen. Da
öffnet sich ein weites und nie zu Ende gehendes Testfeld.
Trotz allem eine kleine "Warnung": Spielstil A mit Settings B
punkten sehr gut gegen Engine X, aber relativ schlecht gegen
Engine Y :)

Gruss
Kurt

borromeus 17.08.2018 18:25

AW: Millennium - The King
 
Mich macht ja schon mein kleiner R30 sehr glücklich!
Ich habe ihn schon immer für den Schachcomputer mit dem attraktivsten Spiel gesehen.
Schön, dass das noch verbessert wurde.

Jetzt fehlt nur mehr das grössere Brett........

BHGP 25.10.2018 00:06

AW: Millennium - The King
 
Ich vermute mal, dass das King-Modul wie das Lang-Modul in Zukunft mit Firmware-Updates oder Buchupdates über USB "versorgt" wird.

Schade irgendwie, dass man die ChessLink-Funktionalität (Bluetooth) nicht mit dem King-Modul in einem Gerät zusammengeführt hat. Ideal wäre natürlich die neue King-Bedienungseinheit mit de Koning und Lang-Programm als Komplettpaket. Sicherlich deutlich teurer, aber weniger Peripherie / Kabelsalat.

Zusatzfrage zum Kingmodul: War die Anbindung an Tablebases eigentlich nie ein Thema? The King stammt doch noch aus einer Zeit, wo Tablebases noch unbekannt waren. Hätte da Johann de Koning noch deutlich mehr "dazu programmieren" müssen und/oder wäre die hardwaretechnische Umsetzung zu teuer gewesen (integrierte SSD)?

Hartmut 25.10.2018 14:56

AW: Millennium - The King
 
Zitieren:

Zitat von BHGP (Beitrag 75233)
Zusatzfrage zum Kingmodul: War die Anbindung an Tablebases eigentlich nie ein Thema? The King stammt doch noch aus einer Zeit, wo Tablebases noch unbekannt waren. Hätte da Johann de Koning noch deutlich mehr "dazu programmieren" müssen und/oder wäre die hardwaretechnische Umsetzung zu teuer gewesen (integrierte SSD)?

Machen hätte man vermutlich schon können. Die Frage ist, wie sinnvoll es in Bezug auf die Zielgruppe ist. Bei reinen PC-Engines habe ich mit Tablebases kein Problem. Im Fernschach ist man fast schon darauf angewiesen. Ansonsten ist für mich eine Engine-Eloliste immer irgendwie verfälscht, weil gerade durch die Tablebases eine hohe Remisquote entsteht (kaum stehen die Dinger auch nur geringfügig schlechter, versuchen sie auf eine TB-Remisstellung zu spielen). Das spiegelt die Leistung der Engines kaum mehr wieder. Für denjenigen, der jetzt in einem "normalen" Schachcomputer einen Spielpartner sucht, kommt es weniger darauf an, dass das Programm perfekt spielt, sondern dass es einfach ein guter Spielpartner ist und interessantes Schach spielt. Da sind Tablebases eher im Weg. Zudem ist das für mich immer ein wenig wie schummeln. Der menschliche Spieler kann nicht auf Tablebases zugreifen, warum sollte der Compi es dürfen? Wer das will, für den bietet der PC mannigfaltige Engines und Möglichkeiten.

Für mich ist es immer erschreckend wenn ich z.B. einen Stockfish spielen sehe und er - kaum dass er aus der Eröffnung draussen ist - bereits zichtausende von Tablebase-Zugriffen hat. Er kann ja nicht mal ansatzweise zeigen dass er überhaupt was vom Schachspiel versteht. Die ersten 15 Züge aus der Bibliothek, danach im tiefsten Mittelspiel werden bereits die TBs hinzugezogen. Das hat mit vernünftigem Schachspiel für mich nichts mehr zu tun. Aber vielleicht stehe ich mit der Meinung auch alleine da...

applechess 25.10.2018 15:07

AW: Millennium - The King
 
Zitieren:

Zitat von Hartmut (Beitrag 75237)
Machen hätte man vermutlich schon können. Die Frage ist, wie sinnvoll es in Bezug auf die Zielgruppe ist. Bei reinen PC-Engines habe ich mit Tablebases kein Problem. Im Fernschach ist man fast schon darauf angewiesen. Ansonsten ist für mich eine Engine-Eloliste immer irgendwie verfälscht, weil gerade durch die Tablebases eine hohe Remisquote entsteht (kaum stehen die Dinger auch nur geringfügig schlechter, versuchen sie auf eine TB-Remisstellung zu spielen). Das spiegelt die Leistung der Engines kaum mehr wieder. Für denjenigen, der jetzt in einem "normalen" Schachcomputer einen Spielpartner sucht, kommt es weniger darauf an, dass das Programm perfekt spielt, sondern dass es einfach ein guter Spielpartner ist und interessantes Schach spielt. Da sind Tablebases eher im Weg. Zudem ist das für mich immer ein wenig wie schummeln. Der menschliche Spieler kann nicht auf Tablebases zugreifen, warum sollte der Compi es dürfen? Wer das will, für den bietet der PC mannigfaltige Engines und Möglichkeiten.

Für mich ist es immer erschreckend wenn ich z.B. einen Stockfish spielen sehe und er - kaum dass er aus der Eröffnung draussen ist - bereits zichtausende von Tablebase-Zugriffen hat. Er kann ja nicht mal ansatzweise zeigen dass er überhaupt was vom Schachspiel versteht. Die ersten 15 Züge aus der Bibliothek, danach im tiefsten Mittelspiel werden bereits die TBs hinzugezogen. Das hat mit vernünftigem Schachspiel für mich nichts mehr zu tun. Aber vielleicht stehe ich mit der Meinung auch alleine da...

Hallo Hartmut

Du stehst mit deiner Meinung nicht alleine da :)

Gruss
Kurt

BHGP 25.10.2018 15:17

AW: Millennium - The King
 
Ich kann die Argumente für/gegen Tablebases gut nachvollziehen, was das Spiel gegen den Mensch betrifft. Mir ging es wirklich nur um die eierlegende Wollmilchsau für verschiedene Einsatzgebiete, ohne groß an der Peripherie herumzuschrauben. Ich freue mich auf das King-Modul, möchte aber trotzdem die Features des ChessLink nutzen. Bin mal gespannt, wie es dann in der "Praxis" wird.

Rasmus 25.10.2018 23:39

AW: Millennium - The King
 
Das Hauptproblem bei TBs ist hier wohl die Hardware. Der Chip hat 384 kB RAM, aber das nutzt man besser für Hashtabellen als für einen TB-Cache. Das ROM mit 2 MB ist auch nicht groß genug, um nennenswert TBs aufzunehmen. Eine Bitbase für K+B:K wäre leicht möglich, das kann man in 24 kB unterbringen.

Ansonsten sind die elementaren Mattführungen bzw. Remiswendungen leicht über die Stellungsbewertung und Suche zu machen, dafür braucht man keine TBs.

Für nennenswerte TBs braucht man weitaus mehr Speicher als das Gerät überhaupt hat. Direkt z.B. von SD-Karte zu arbeiten geht auch nicht, weil ohne die zig Gigabytes RAM eines PC kein Caching geht, und die Verlangsamung der Suche würde dann mehr Spielstärke kosten als die TBs einbringen. Außer man greift nur dann auf die TBs zu, wenn die Stellung schon auf dem Brett ist, aber dann ist auch der Nutzen der TBs drastisch reduziert.

BHGP 26.10.2018 07:54

AW: Millennium - The King
 
Dann bleibt das also eher ein Thema für den Chess Link mit der Verbindung zu einem leistungsfähigen Smartphone, oder?

udo 27.10.2018 14:56

AW: Millennium - The King
 
Zitieren:

Zitat von Hartmut (Beitrag 75237)
Für mich ist es immer erschreckend wenn ich z.B. einen Stockfish spielen sehe und er - kaum dass er aus der Eröffnung draussen ist - bereits zichtausende von Tablebase-Zugriffen hat. Er kann ja nicht mal ansatzweise zeigen dass er überhaupt was vom Schachspiel versteht. Die ersten 15 Züge aus der Bibliothek, danach im tiefsten Mittelspiel werden bereits die TBs hinzugezogen. Das hat mit vernünftigem Schachspiel für mich nichts mehr zu tun. Aber vielleicht stehe ich mit der Meinung auch alleine da...

Das sehe ich auch so, ich würde einmal gerne wissen, wie so einige hochgepriesene Schachengines ohne diese ganzen Datenbankenunterstützung spielen würden. Und wie hoch dann deren Elowert wäre.


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