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AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 10. Partie: Weiss (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 5,0-5,0 ausgeglichen | In einer von der CXG Sphinx Legend sehr schlecht gespielten Partie gewinnt der Fideltiy Excellence auf nette Art und Weise eine Kurzpartie in 25 Zügen. Dieses Beispiel zeigt, dass man auch in einer eigentlich geschlossenen Englischen Eröffnung die Entwicklung der Figuren nicht derart sträflich vernachlässigen darf, wie dies das Programm von Gyula Horvath hier getan hat.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "10"] [White "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Black "CXG Sphinx Legend"] [Result "1-0"] [ECO "A12"] [WhiteElo "1838"] [BlackElo "1816"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "50"] [EventDate "2022.??.??"] 1. c4 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 10. Partie: Weiss (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 5,0-5,0 ausgeglichen | In einer von der CXG Sphinx Legend sehr schlecht gespielten Partie gewinnt der Fideltiy Excellence auf nette Art und Weise eine Kurzpartie in 25 Zügen. Dieses Beispiel zeigt, dass man auch in einer eigentlich geschlossenen Englischen Eröffnung die Entwicklung der Figuren nicht derart sträflich vernachlässigen darf, wie dies das Programm von Gyula Horvath hier getan hat.} c6 {***ENDE BUCH***} 2. Nf3 d5 3. b3 { ***ENDE BUCH***} Bg4 4. Ne5 {Nicht sehr üblich, aber durchaus spielbar, ohne allerdings auf Eröffnungsvorteil hoffen zu können.} dxc4 {? Die erste Ungenauigkeit in dieser von der CXG Sphinx schlecht gespielten Partie. Das Programm erkennt nur den materiellen Faktor, dass nach Sxg4 Dd4 wegen des Angriffs auf den Turm der Sg4 wieder zurückerobert werden kann. Positionelle und dynamische Faktoren wie Vernachlässigung der Entwicklung werden nicht berücksichtigt.} 5. Bb2 (5. Nxg4 Qd4 6. Nc3 Qxg4 7. bxc4 $16 {mit deutlichem Vorteil für Weiss ist gar stärker.}) 5... Bh5 {Vorzuziehen war es, den Läufer nach f5 zu stellen.} 6. g4 Bg6 7. bxc4 Be4 {Schwarz täte besser etwas für seine Entwicklung mit 7...Sd7 usw.} 8. f3 Bxb1 $6 {Dann noch dieser absolute Negativtausch einer Figur, die schon oftmals gezogen hat gegen eine Figur in der Grundstellung.} 9. Rxb1 e6 {droht Dh4 matt} 10. h4 Qc7 $6 {Und erneut verzögert Schwarz seine Entwicklung nur wegen der simplen und einfach zu behebenden Drohung ...f6, wonach der Springer nicht weichen dürfte wegen Dg3 matt.} 11. Bd4 Nd7 12. Nxd7 Qxd7 13. e3 c5 $2 {Verschlechtert die Stellung noch mehr.} ({Mit} 13... h5 {sollte Schwarz die einzige Schwäche von Weiss ausnützen} 14. g5 Ne7 {und seinen Springer auf das schöne Feld f5 bringen} 15. Bh3 Nf5 16. Bxf5 exf5 {und so versuchen, Überlebenschancen zu generieren.}) 14. Bc3 Qc6 $2 $18 {Schwarz ist völlig von der Rolle und bringt seine Dame auf die Diagonale, wo bald der weisse Läufer auftaucht, nämlich auf e4. Die schwarze Stellung ist jetzt bereits kaputt.} 15. Bd3 {droht Le4 mit Vernichtung } Qa6 16. Be4 Qxa2 17. Bxb7 {[#] Man schaue diese für Schwarz traurige Stellung an.} Rd8 18. Bc6+ Ke7 19. Bb5 (19. Ra1 {gewinnt noch rascher}) 19... a6 20. Ba4 Qxc4 21. Rb7+ Kd6 22. Qb1 $1 {Auch der Excellence hat jetzt Blut gerochen und leitet unter Opfer seines La4 einen Mattangriff ein. Eigentlich erstaunlich, denn das Matt in 10 Zügen, also 20 HZ kann das Programm von Dan & Kathe Spracklen unmöglich schon gesehen haben. Erkannt haben mag er jedoch die Eroberung des schwarzen Td8, wofür nur 6 HZ zu berechnen waren.} Qxa4 23. Qb6+ Kd5 (23... Qc6 24. Qxd8+ Qd7 25. Qxd7#) 24. d3 {droht e4+ nebst Matt} f5 25. Qxd8+ Bd6 {***AUFGEGEBEN***} 1-0 |
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Hallo Kurt,
da hat die CXG Sphinx Legend ihre Entwicklung aber vollends vernachlässigt. Die zahlreichen (unsinnigen) Damenzüge gegen Partieende untermauern diese These noch. Gruß Egbert |
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Stimmt ... die bisher schlechteste Partie der CXG Sphinx Legend in diesem abwechslungsreichen Match. Mfg Kurt |
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Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 11. Partie: Schwarz (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 6,0-5,0 (54,5%) für den Fidelity Excellence | Die wenig optimale Eröffnungsanlage von Schwarz (Excellence) gegen den Torre-Angriff trifft auf eine noch ungenauere Behandlung von Weiss. So hätte der Fidelity Excellence schon frühzeitig eine übermächtige Stellung erhalten können. Das Programm von Dan & Kathe Spracklen lässt den Gegner jedoch in ein schlechteres Endspiel entkommen. Und in dieser Spielphase spielen sich die bekannten Dramen ab mit gegenseitigen groben Fehlern und beidseitigen Gewinnchancen. Aus einem Doppelturmendspiel entsteht schliesslich ein völlig ausgeglichenes Turmendspiel. Und als man schon bereit war, die Friedenpfeife zu rauchen, begeht die CXG Sphinx Legend eine schwerwiegende Sünde: Er lässt den Turmtausch zu mit Übergang zu einem verlorenen Bauernendspiel wegen des entfernten Freibauern des Fidelity Excellence.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "11"] [White "CXG Sphinx Legend"] [Black "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Result "0-1"] [ECO "D03"] [WhiteElo "1816"] [BlackElo "1838"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "143"] [EventDate "2022.??.??"] 1. d4 Nf6 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 11. Partie: Schwarz (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 6,0-5,0 (54,5%) für den Fidelity Excellence | Die wenig optimale Eröffnungsanlage von Schwarz (Excellence) gegen den Torre-Angriff trifft auf eine noch ungenauere Behandlung von Weiss. So hätte der Fidelity Excellence schon frühzeitig eine übermächtige Stellung erhalten können. Das Programm von Dan & Kathe Spracklen lässt den Gegner jedoch in ein schlechteres Endspiel entkommen. Und in dieser Spielphase spielen sich die bekannten Dramen ab mit gegenseitigen groben Fehlern und beidseitigen Gewinnchancen. Aus einem Doppelturmendspiel entsteht schliesslich ein völlig ausgeglichenes Turmendspiel. Und als man schon bereit war, die Friedenpfeife zu rauchen, begeht die CXG Sphinx Legend eine schwerwiegende Sünde: Er lässt den Turmtausch zu mit Übergang zu einem verlorenen Bauernendspiel wegen des entfernten Freibauern des Fidelity Excellence.} 2. Nf3 g6 3. Bg5 Bg7 {***ENDE BUCH***} 4. Nbd2 d5 5. e3 {***ENDE BUCH***} Nc6 $2 { Der Fideltiy Excellence kann es nicht besser und in geschlossenen Eröffnungen wird der Springer fast immer auf c6 oder c3 gestellt, bevor der c-Bauer gezogen hat. Dieses Verhalten führt durchwegs zu schwierigem Spiel. Und solche anti-positionellen Zügen sind für mich "halbe Verlustzüge", tragen sie doch schon den Keim des Verlustes in sich.} (5... c5 $11 {gleicht spielend aus.}) 6. c4 $1 {Viel besser macht es hier die CXG Sphinx Legend. Der Excellence hätte wohl 6.Sc3? gespielt.} O-O 7. cxd5 Nxd5 8. e4 $6 {Ein verfrühter Vorstoss und schon ist der weisse Vorteil verschwunden.} Nb6 { Nun befindet sich das weisse Zentrum massiv unter Druck, so dass Abhilfe nur noch durch einen Bauervorstoss geschaffen werden kann, womit allerdings das weisse Zentrum viel an Kraft einbüsst.} 9. d5 Nb8 {Mindestens gleichwertig sind ...Se5 oder ...Sd4.} 10. Qb3 $2 {Zwecks Schutz des b2-Bauern, aber eigentlich schlecht. Nach 10.a4!? hätte eine interessante Variante entstehen können, auf die der Excellence fast totsicher eingeschwenkt wäre. Allerdings darf man von unseren Oldies solche Entdeckungen nicht erwarten.} (10. a4 $5 Bxb2 $6 11. a5 $1 Bxa1 $2 12. Qxa1 N6d7 13. Bh6 $18 {und die schwarze Stellung ist im höheren Sinne bereits verloren.}) 10... c6 $1 {Sehr gut: Das geschwächte weisse Zentrum wird angeknabbert.} 11. dxc6 Nxc6 $17 {[#] Das Blatt hat sich völlig gewendet, denn nun steht Schwarz deutlich besser.} 12. Rd1 {Sieht logisch aus, aber die modernen Engines sehen das anders und deren Einschätzung lautet bereits: Schwarz gewinnt. Weiss hätte versuchen sollen, seine Stellung mit 12.Le3 oder 12.Da3 zusammenzuhalten.} Qc7 $2 {Der falsche Weg, denn der Entwicklungszug 12...Le6! mit Tempogewinn lag nun doch wirklich auf der Hand. Nach dem lahmen Textzug kann Weiss wieder etwas aufatmen.} (12... Be6 $1 13. Qa3 {Die beste Verteidigung.} Qd6 14. Bb5 Qxa3 15. bxa3 h6 16. Be3 ( 16. Bxc6 hxg5 17. Bxb7 Rab8 $19) 16... Na5 $19 {mit übermächtiger Stellung für Schwarz.}) 13. Be2 {Gute Alternativen sind 13.Lb5 oder 13.Le3.} Be6 14. Qa3 Qd6 15. Qxd6 exd6 16. b3 $17 {Nun hat Weiss das gröbste überstanden.} f5 {Der Excellence meint durch die Öffnung der f-Linie etwas zu erreichen, liegt damit aber nicht richtig.} (16... Nb4 $1 $17 {genügt noch für Vorteil.}) 17. O-O h6 18. Be3 Kh7 $6 {Das macht hier wenig Sinn. Schwarz sollte seine Bauernschwäche mit 18...d5 auflösen.} 19. exf5 Bxf5 20. Nc4 Nxc4 21. Bxc4 { Jetzt steht gar Weiss eine Spur besser.} Rad8 22. Nh4 Be4 23. Bd5 Bxd5 24. Rxd5 Ne7 25. Rd3 b6 26. Rc1 {Auch 26.Tfd1 war gut.} Rd7 {Verhindert das lästige Eindringen des weissen Turms auf die siebte Reihe.} 27. Bd4 Bxd4 28. Rxd4 d5 { Schwarz befindet sich im Verteidigungsmodus.} 29. Nf3 Nf5 30. Rd2 Re8 31. Rcd1 Red8 32. Kf1 Kg7 {Gut: Der König eilt in Richtung Zentrum und kann nötigenfalls seinem Isolani helfen.} 33. Ne5 Rd6 34. g4 Kf6 35. Re1 Ne7 { Der weisse Vorteil dürfte nicht zum Gewinn genügen, zumal auch nicht zu sehen ist, wo Weiss im gegnerischen Lager eine zweite Schwäche schaffen könnte, was für einen Sieg wohl die Voraussetzung wäre.} 36. Rd3 Kg7 37. Rc3 {Typisches Lavierspiel in solchen Stellungen. Dem weissen Turm winkt die 7. Reihe.} {[#]} a6 $2 {Ein Fehler, der zum schwarzen Verlust führen sollte.} ( 37... Rc8 {war erzwungen} 38. Rxc8 Nxc8 {und Schwarz kann die Stellung wohl halten.}) 38. Rc7 Kf8 39. f4 $2 {Verpasst einen komplizierten und langzügigen Gewinn, beginnend mit 39.Te3, der jedoch weit ausserhalb der Fähigkeiten unserer Oldies liegt.} d4 40. Nf7 {Diese Abwicklung bringt gar nichts ein. Vorteil war noch mit 40.Tb7 oder 40.Ke2 zu haben.} Kxf7 41. Rexe7+ Kf6 $2 { Auf f8 ist der richtige Platz für den König. Denn nun hätte Weiss die Gelegenheit, klaren Vorteil zu erhalten.} 42. Rh7 $2 {Ergreift seine Chance nicht.} (42. Rf7+ Ke6 43. Rce7+ Kd5 44. Ke2 $16) 42... d3 $1 $11 {Der schwarze Freibauer ist jetzt so stark geworden, dass sich die Stellung wieder im Gleichgewicht befindet.} 43. Rcf7+ Ke6 44. Rfg7 ({Besser ist} 44. Re7+ Kd5 45. Ke1 $11) 44... d2 45. Re7+ (45. Rxg6+ Kd5 46. Rxd6+ Rxd6 47. Ke2 Ke4 48. Kd1 Kxf4 49. Rg7 $11 {ausgeglichen}) 45... Kd5 46. Ke2 Kc5 47. Kd1 Rd4 48. Rhf7 ({ Auch} 48. Re2 Rxf4 49. Rxd2 Rxd2+ 50. Kxd2 Rxg4 51. Rxh6 $11 {ändert nichts.}) 48... R8d6 49. h4 (49. Re2 {ist einfacher für den Ausgleich} Kb4 50. g5 hxg5 51. fxg5 b5 52. Rf6 $11) 49... Kb4 50. Ra7 $2 {Die CXG Sphinx stolpert doch noch und alles nur deshalb, weil sich das Programm keinen Deut um die Gefahren mit dem gegnerischen Freibauer kümmert.} Re6 $2 {Der Fideltiy Excellence revanchiert sich und vergibt einen Gewinn, der durchaus zu meistern war.} ( 50... Rd3 $1 {Dieser stille Zug droht via g3 oder h3 nach g1 oder h1 zu gelangen mit nachfolgender Umwandlung des Bauern. Dagegen ist kein Kraut gewachsen.}) 51. Rfe7 {Es drohte ...Te1+ und aus für Weiss.} Rc6 {Nun will er auf c1 eindringen und gewinnen, was aber auch leicht abgewehrt werden kann.} 52. Rac7 Rf6 53. Rf7 Rfxf4 54. Rxf4 Rxf4 55. Rc6 Rxg4 56. Rxb6+ $6 {Zwar verständlich, aber jetzt wird es für Weiss kritisch und exakte Züge sind erforderlich, um das Endspiel zu halten.} (56. h5 gxh5 57. Rxb6+ Kc3 58. Rc6+ Kb2 59. Rxh6 $11) 56... Ka5 57. Rd6 $6 {Wie soll das Programm erkennen, dass 57.Te6 Txh4 58.Kxd2 genauer ist? Schlicht unmöglich.} h5 $2 {Vergibt jegliche Gewinnchancen, wobei es erstaunt, dass der Fidelity Excellence auf einen leicht erkennbaren Bauerngewinn verzichtet.} ({Nur mit} 57... Rxh4 58. Kxd2 Rg4 {und einem Mehrbauer konnte Schwarz versuchen, auf Gewinn zu spielen.}) 58. Kxd2 Rxh4 59. Rxg6 $11 {Wie man diese Stellung noch verlieren kann, muss geradezu als Kunst bezeichnet werden.} Rh2+ 60. Kc3 Rh3+ 61. Kd4 Kb5 62. Rg5+ Kb4 {[#]} 63. Rc5 $4 {Ein unglaublicher Bock, der dem Gegner erlaubt, die Türme zu tauschen. Danach ist das Bauernendspiel leicht gewonnen ist für Schwarz wegen seines entfernten Freibauern auf der h-Linie. Der weisse König wird diesen Bauern abholen müssen. In dieser Zeit räumt der schwarze König die beiden weissen Bauern a2+b3 ab und gewinnt dann mit seinem verbleibenden Freibauer auf der a-Linie.} Rd3+ {Das muss die CXG Sphinx übersehen haben, oder was ich eher vermute, völlig falsch eingeschätz zu haben, weil er keine Ahnung vom entfernten Freibauer hat.} 64. Kxd3 Kxc5 65. a3 Kd5 66. Ke3 h4 67. Kf4 Kd4 68. Kg4 Kc3 69. a4 a5 70. Kxh4 Kxb3 71. Kg3 Kxa4 72. Kf4 { ***AUFGEGEBEN***} 0-1 |
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Das fürchte ich auch :( Gruss, Paul |
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Hallo Kurt,
in dieser wechselhaften Partie war wirklich alles möglich. :D Gruß Egbert |
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Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 12. Partie: Schwarz (CXG Sphinx Legend) gewinnt | Zwischenstand: 6,0-6,0 unentschieden | Gegen die Sizilianische Verteidigung wählt Weiss das so genannte Sosin-System mit Lc4, seinerzeit eine Lieblingsfortsetzung von Bobby Fischer. Bei gegenseitigen Rochaden sind beide Programme mit diesem Aufbau total überfordert. Nach dem schrecklichen 10...e5? war die schwarze Stellung im höheren Sinne bereits verloren. Wie erwartet kann Weiss jedoch keinen tödlichen Angriff gegen den schwarzen König finden. Und so plätschert die Partie ohne irgendwelche Sachkenntnisse der beiden Programme dahin. Zeitweise verdient praktisch jeder Zug ein Fragezeichen. Immerhin bekommt der Kampf doch noch einen Charakter, indem Schwarz alle Chancen am Damenflügel gegen den weissen König erhält. Und prompt strauchelt der Fidelity Excellence, indem er seine Bauernstruktur am Damenflügel tödlich schwächt, so dass der systemgemässe schwarze Angriff zum Tragen kommt. Eine sehr schwierige Partie für die beiden Protagonisten findet deshalb doch noch einen halbwegs verdienten Sieger.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "12"] [White "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Black "CXG Sphinx Legend"] [Result "0-1"] [ECO "B89"] [WhiteElo "1838"] [BlackElo "1816"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "162"] [EventDate "2022.??.??"] 1. e4 c5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 12. Partie: Schwarz (CXG Sphinx Legend) gewinnt | Zwischenstand: 6,0-6,0 unentschieden | Gegen die Sizilianische Verteidigung wählt Weiss das so genannte Sosin-System mit Lc4, seinerzeit eine Lieblingsfortsetzung von Bobby Fischer. Bei gegenseitigen Rochaden sind beide Programme mit diesem Aufbau total überfordert. Nach dem schrecklichen 10...e5? war die schwarze Stellung im höheren Sinne bereits verloren. Wie erwartet kann Weiss jedoch keinen tödlichen Angriff gegen den schwarzen König finden. Und so plätschert die Partie ohne irgendwelche Sachkenntnisse der beiden Programme dahin. Zeitweise verdient praktisch jeder Zug ein Fragezeichen. Immerhin bekommt der Kampf doch noch einen Charakter, indem Schwarz alle Chancen am Damenflügel gegen den weissen König erhält. Und prompt strauchelt der Fidelity Excellence, indem er seine Bauernstruktur am Damenflügel tödlich schwächt, so dass der systemgemässe schwarze Angriff zum Tragen kommt. Eine sehr schwierige Partie für die beiden Protagonisten findet deshalb doch noch einen halbwegs verdienten Sieger.} 2. Nf3 e6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 d6 6. Bc4 Nc6 7. Be3 Be7 8. Qe2 O-O 9. O-O-O a6 {***ENDE BUCH***} 10. Bb3 {[#] ***ENDE BUCH***} e5 $2 {Es bringt vielfach gar nichts, wenn unsere geliebten Oldies eine saubere Eröffnungsvariante auf das Brett bringen, mit dem ersten selbst errechneten Zug jedoch so schlimm danebengreifen, wie dies hier das Programm von Gyula Horvath tut. Nach dem strategisch grauenhaften 10...e5?? springen die Bewertungen der heutigen Engines von "Weiss steht leicht besser" praktisch sofort auf "Weiss gewinnt", denn der weisse tödliche Angriff gegen die schwarze Königstellung lässt sich nicht mehr parieren. Indessen spielen solche Überlegungen bei unseren Lieblingen keine so wichtige Rolle, weil sie nicht in der Lage sind, diesen gravierenden Fehler auch zu bestrafen. Übliche Züge sind:} (10... Qc7) (10... Qe8) 11. Nxc6 $2 {Und schon haben wir den Beweis. Statt mit 11.Sf5! den Gewinn anzustreben, folgt eine ganze schlechte Antwort, die Weiss nur noch das etwas bessere Spiel überlässt, indem sich die halboffene b-Linie zugunsten von Schwarz öffnet. Ferner erlangt Schwarz die totale Kontrolle über das wichtige Zentralfeld d5.} (11. Nf5 b5 12. g4 $18 ) 11... bxc6 12. h3 a5 {Wohl per Zufall eine gute Antwort, weil das Programm auf ...La6 mit Angriff auf die weisse Dame fixiert ist. Eigentlich kommen nur gerade zwei Züge in Frage, will Weiss doch noch auf etwas Vorteil hoffen:} 13. Kb1 $6 {Bei gegenseitigen Rochaden hat Weiss im konkreten Fall keine Zeit für solch harmlose Spielereien. Deshalb sind aktive Züge wie 13.g4 oder 13.f4 besser.} Ba6 {Nicht am besten. Aber die langzügige Ausgleichsvariante mit 13.. .Sxe4! liegt natürlich weit ausserhalb des Rechenhorizonts der beiden Programme.} (13... Nxe4 14. Nxe4 a4 15. Bc4 d5 16. Nc3 Be6 17. Qf3 Ra5 18. Qg3 Bh4 19. Qxe5 Bf6 20. Qf4 Bxc3 21. bxc3 Qb8+ 22. Qxb8 Rxb8+ 23. Bb3 axb3 24. cxb3 Rba8 25. Rd2 d4 $1 26. Rhd1 c5 27. cxd4 c4 $11) 14. Bc4 $6 {Hier war 14. Dd2 mit weissem Vorteil stärker.} Bxc4 15. Qxc4 $11 {ausgeglichen} Qc8 16. g4 Rb8 17. f4 $2 {Weiss wird auf die falsche Art aktiv. Richtig ist 17.g5 Sd7 18. h4 =} Rb4 $17 {Auf einen Schlag steht Schwarz besser. In der Folge zeigt sich aber, dass die zu lösenden Probleme in dieser komplexen Stellung für beide Programme mindestens einige Nummern uzu gross sind.} 18. Qd3 Qb7 19. Bc1 $2 { Keine gute weil passive Verteidigung. Weiss scheint 19.b3 gerade noch aushalten zu können.} Rb8 20. b3 $19 {Nun also doch noch, aber auch erzwungen. Schwarz steht so prächtig, dass es schon mehr als zweifelhaft ist, ob es für Weiss noch eine Rettung gibt. Aber die für einen Gewinn notwendigen feinen Manöver zu finden, darf von unseren Oldies nicht erwartet werden.} {[#]} Rd4 $2 {Wie erwartet, greift Schwarz fehl. Der Gewinnweg sieht grob umrissen wie folgt aus: 20...Sd7 nebst ...Sc5 und dann ...a4.} 21. Qf3 c5 22. Rde1 $2 { Das gibt dem Gegner nach 22.The1 wieder Chancen.} (22. Rhe1 $1 a4 23. g5 axb3 24. cxb3 Nd7 25. Nd5 $14) 22... exf4 $2 {Vergibt den Gewinn, der mit 22...a4! möglich, aber für das ungarische Programm nicht zu erkennen.} (22... a4 23. fxe5 dxe5 24. g5 Ne8 25. Rhf1 Nd6 26. Rd1 axb3 27. cxb3 Rxd1 28. Rxd1 c4 29. Nd5 cxb3 30. axb3 Bf8 31. Rd3 Qa7) 23. Bxf4 a4 24. Rhf1 axb3 25. cxb3 Rf8 $2 { Dieser passive Turmzug gibt dem Gegner wieder Gelegenheit, das Ruder an sich zu reissen, was nach 25...c4 nicht der Fall gewesen wäre.} 26. g5 $2 {Damit ist kein Vorteil zu erreichen; 26.e5! war stark.} Nd7 27. Nd5 Ne5 28. Qg3 Rd3 $2 {Den Ausgleich stellt 28...Tb8 sicher.} 29. Qg2 $2 (29. Re3 $16 {weisser Vorteil}) 29... Bd8 $2 (29... c4 $17 {schwarzer Vorteil}) 30. Re3 $2 (30. Rd1 $1 $16 {weisser Vorteil}) 30... Rd4 31. Rc3 $6 {Besser Lxe5 oder h4.} Be7 $2 ( 31... c4 $1 $14) 32. Be3 $2 {Schwach in dem Sinne, als Weiss mit 32.h4 wesentliche Fortschritte in Richtung Gewinn hätte machen können.} Rd3 33. Nf6+ $2 {Ein überraschender Zug des Fidelity Excellence, der objektiv betrachtet aber nicht gut ist.} ({Nach} 33. Rxd3 $1 Nxd3 34. Qd2 $16 {bliebe Weiss noch im Vorteil.}) 33... Kh8 $2 {Verpasst die Chance für Vorteil und gerät selbst wieder in Nachteil.} (33... Bxf6 $1 34. gxf6 g6 {fällt zu schwarzem Vorteil aus, denn der Gewinnversuch durch} 35. Rxd3 Nxd3 36. Qg5 $2 { mit der offensichtlich nicht parierbaren Mattdrohung von Dh6 und Dg7 wird widerlegt mit} Qxe4 37. Qh6 Nf4+ 38. Ka1 Qe5+ 39. Kb1 Ne6 {und das Matt ist gedeckt, Schwarz hat einen Bauern mehr und kann den Angriff am Damenflügel wieder aufnehmen.}) 34. Rxd3 Nxd3 35. Nd5 Nb4 36. Nxe7 $2 {Aus grundsätzlichen Überlegungen falsch: Weiss tauscht seinen riesenstark stehenden Springer gegen einen echt schlechten Läufer des Gegners. Eine solche Transaktion bezeichnet man als "Minustausch".} (36. Bd2 {Idee Lxb4 und Weiss verbliebe mit dem starken Springer gegen den schlechten Läufer.} Nxd5 37. exd5 {und obwohl Weiss noch immer etwas besser steht, sollte Schwarz überleben können.}) 36... Qxe7 37. Bd2 Ra8 {[#]} 38. a4 $2 {Das schwächt völlig unnötig und ganz massiv die weisse Bauernstruktur am Damenflügel. Der Fidelity Excellence muss die folgende Antwort schlicht übersehen haben.} ( 38. Bxb4 cxb4 39. Rc1 $11 {ausgeglichen}) 38... Qe6 $1 {Riesenstark, bzw. schlicht der Gewinnzug. Gegen die Doppeldrohung ...Dxb3 und ...Txa4 hat Weiss keine Verteidigung.} 39. Qf3 Rxa4 $1 {Dieser Turm darf nicht geschlagen werden. } 40. Rd1 (40. Bc1 {ist noch die beste Verteidigung, z.B.} Ra8 41. Bb2 (41. Qxf7 $4 Qxe4+ 42. Kb2 Qc2#) 41... Rb8 42. Rc1 Nc6 {und technisches Geschick, was unseren Oldies abgeht, ist notwendig, um den vollen Punkt zu holen.}) (40. bxa4 Qa2+ 41. Kc1 Qc2# {matt}) (40. Bxb4 Rxb4 41. Qxf7 Qxf7 42. Rxf7 Kg8 43. Rf3 Rxe4 $19 {und Schwarz hat Gewinnstellung}) 40... Ra3 41. Kb2 Ra2+ 42. Kb1 Ra4 {Verpasst einen Mattangriff, aber das genügt noch immer für den Gewinn.} (42... Qe5 $1 {setzt Matt in 8 Zügen} 43. Bc3 Qh2 44. Rd2 Rxd2 45. Qf1 Qg3 46. Bxg7+ Kg8 $1 47. Bb2 Qxb3 48. Qxf7+ Qxf7 49. h4 Qa2+ 50. Kc1 Qxb2#) 43. h4 Kg8 (43... Ra3 44. Bxb4 Rxb3+ 45. Qxb3 Qxb3+ 46. Kc1 Qc4+ 47. Kb2 Qxb4+) 44. Bc1 Ra6 (44... Ra8 $1) 45. Rd2 d5 $1 {stark gespielt} 46. Rxd5 Nxd5 47. exd5 Qe5 48. Bb2 Qe1+ 49. Bc1 Qxh4 $19 {Jetzt gibt Schwarz den Gewinn nicht mehr aus der Hand.} 50. Qe3 Ra8 51. d6 Qh2 52. Qd2 Qg3 53. Qd5 Rd8 54. Ba3 Qxd6 55. Qxd6 Rxd6 56. Bxc5 Rd5 57. Be7 Re5 58. Bd8 Kf8 59. b4 Ke8 60. Bb6 Rxg5 61. Bd4 h5 62. Kc2 h4 63. b5 Rg4 64. Be5 f6 65. Bd6 Kd7 66. Bb8 Rg2+ 67. Kd3 h3 68. Ke4 h2 69. Bxh2 Rxh2 70. Kd4 g5 71. b6 Rb2 72. Kc3 Rxb6 73. Kd4 g4 74. Ke3 Rb3+ 75. Kd2 g3 76. Ke2 Rb2+ 77. Kf1 f5 78. Kg1 f4 79. Kf1 f3 80. Ke1 g2 81. Kd1 g1=Q# 0-1 |
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Guten Morgen Kurt,
zumindest bleibt es spannend. ;) Gruß Egbert |
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Stimmt ... und bist du um 04:49 aufgestanden, um dem heissen Tag zu entgehen? Gruss Kurt |
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sogar bereits um 4 Uhr 30... ist wochentags Standard bei mir ;) Gruß Egbert |
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Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 13. Partie: remis | Zwischenstand: 6,5-6,5 unentschieden | Die Schottische Partie behandelt Schwarz leicht dubios und hat selbst nach frühzeitigem Damentausch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die der Fidelity Excellence trotz gegnerischer Ungenauigkeiten nicht zu meistern vermag. So landet die CXG Sphinx Legend in einem gewonnenen Turmendspiel und bald einmal in einem gewonnenen Bauernendspiel. Und hier genügt eine einzige Unachtsamkeit, um ins Remis zu schlittern, wie die Partie denn auch endet nach einer Zwischeneinlage mit Damenendspiel und wiederum Übergang ins Bauernendspiel. Ein sehr glücklicher Ausgang für das amerikanische Programm.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "13"] [White "CXG Sphinx Legend"] [Black "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C45"] [WhiteElo "1816"] [BlackElo "1838"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "150"] [EventDate "2022.??.??"] 1. e4 e5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 13. Partie: remis | Zwischenstand: 6,5-6,5 unentschieden | Die Schottische Partie behandelt Schwarz leicht dubios und hat selbst nach frühzeitigem Damentausch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die der Fidelity Excellence trotz gegnerischer Ungenauigkeiten nicht zu meistern vermag. So landet die CXG Sphinx Legend in einem gewonnenen Turmendspiel und bald einmal in einem gewonnenen Bauernendspiel. Und hier genügt eine einzige Unachtsamkeit, um ins Remis zu schlittern, wie die Partie denn auch endet nach einer Zwischeneinlage mit Damenendspiel und wiederum Übergang ins Bauernendspiel. Ein sehr glücklicher Ausgang für das amerikanische Programm.} 2. Nf3 Nc6 3. d4 exd4 4. Nxd4 Bc5 5. Nb3 Bb6 {***ENDE BUCH***} 6. a4 {***ENDE BUCH***} Qh4 {Eine selten vorkommende Fortsetzung, allerdings auch schon in GM-Partien ausprobiert.} 7. Qe2 Nf6 8. a5 Nd4 9. Nxd4 Bxd4 10. Ra4 c5 11. c3 Be5 {Der schwarze Aufbau macht einen gekünstelten Eindruck und es steht ausser Frage, dass Weiss besser steht, der mit Entwicklungszügen wie Sb1-d2-f3 oder g3 nebst Lg2 seine Figuren mit Tempogewinn ins Spiel bringen kann.} 12. g3 (12. Nd2 Qh6 13. Nb3 Qg6 14. f4 Bc7 15. Nxc5 O-O 16. f5 Qg4 17. Qxg4 (17. Qf2 $1 $18) 17... Nxg4 18. Be2 Nf6 19. Bg5 d6 20. Nb3 Bd7 21. Rd4 Rfe8 22. Bxf6 gxf6 23. Kd2 Bc6 24. Bf3 {1/2-1/2 (24) Ehlvest,J (2610)-Graf,A (2585) Groningen 1997}) 12... Qg4 13. Qxg4 {Auch 13.f3 oder 13.f4 kamen in Frage.} Nxg4 14. Be2 d6 (14... h5 $5 {vermeidet die Zersplitterung der schwarzen Bauernstruktur, wie es in der Partie passiert.}) 15. f3 Bd7 16. Ra1 Nh6 {Der Einschlag 16...Sxh2? verliert nach 17.f4 oder 17. Lf4 den Springer.} 17. Bxh6 gxh6 {Nun steht Schwarz mit einer arg ramponierten Bauernstellung da. Weiss hat spürbaren Vorteil.} 18. Nd2 Rg8 19. f4 Bf6 20. Nc4 Be7 21. Rd1 Bc6 {[#] Weiss hat deutlichen positionellen Vorteil erreicht, den er aber sofort wieder grösstenteils zunichtemacht. Dass die Engines für Weiss bereits entscheidenden Vorteil attestieren ist eine andere Sache.} 22. Nxd6+ $2 {Ein miserabler Tausch, auf den sich Weiss da einlässt: Die schwarze Bauernschwäche auf d6 verschwindet gegen den schönen Zentralbauer e4.} Bxd6 23. Rxd6 Rg6 $1 {Ein überraschend guter Zwischenzug.} ({Sofort} 23... Bxe4 { ist ungünstiger} 24. Bb5+ Ke7 25. Rd7+ Kf6 26. O-O Bc6 (26... Bf5 27. Rxb7 { mit einem gesunden Mehrbauer und für einen Oldie einfacher zu spielen als das gar noch stärkere 27.Td6+ mit vielen Feinheiten.}) 27. Bxc6 bxc6 28. Rd6+ Kg7 29. Rxc6 $18 {ebenfalls mit weissem Bauernplus}) 24. Rd2 (24. Rxg6 {nur damit lässt sich der e4-Bauer halten, aber Schwarz erhält Kompensation.} hxg6 25. Bd3 O-O-O 26. Ke2 f5) 24... Bxe4 25. Bb5+ Ke7 $2 {Nach f8 verdient den Vorzug.} 26. O-O Rd8 27. Rxd8 Kxd8 28. Rd1+ Kc8 29. Bd7+ Kb8 30. Be8 Ra6 {Schwarz ist in eine verlorene Stellung gerutscht.} 31. b4 {Offenbar geht es noch stärker.} ({Dragon 3.1 by Komodo Chess 64-bit:} 31. Bxf7 Bc2 32. Rd2 Bg6 33. Rd7 { +-(5.90/36)}) ({BrainLearn 18:} 31. Rd8+ Kc7 32. Rd7+ Kc8 33. Rxf7 {+-(4.57/38) }) 31... cxb4 32. cxb4 f6 33. Rd8+ (33. Kf2 $1) 33... Kc7 34. Rd7+ Kb8 35. Kf2 {Jetzt wählt Weiss doch noch den besten Zug.} Rc6 36. Ke3 {Für unsere Oldies nicht zu findende Gewinnzüge waren 36.b5 und 36.Td4.} Bg6 $2 {Dieser Fehler verliert, während nach 36...Lf5 der Kampf noch lange nicht entschieden gewesen wäre.} 37. Bxg6 hxg6 38. Rh7 Re6+ 39. Kf3 h5 40. f5 $1 {Der Gewinnzug in diesem Turmendspiel.} gxf5 41. Rxh5 Re5 42. Rh6 Re6 43. Rh8+ Kc7 44. Rh5 Re5 45. Rh6 Re6 46. h3 b6 47. Kf4 Re4+ 48. Kxf5 Rxb4 49. axb6+ Rxb6 50. Rxf6 Rxf6+ 51. Kxf6 {[#]} Kd6 $1 {Ein letzter Rettungsversuch. Dieses Bauernendspiel ist leicht zu gewinnen. Der weisse König kann den schwarzen Freibauer entweder aufhalten und dann marschieren die eigenen Bauern. Das zwingt den schwarzen König, zu den gegnerischen Bauern zu laufen. So hat Weiss alle Zeit, den schwarzen Bauer abzuholen und hernach mit seinem König die beiden Freibauern zu unterstützen. Nach dem Rettungsversuch 51...Kd6! gibt es nur ein Problem, weil der weisse König nicht zum gegnerischen Bauern gelangen kann, wenn er jetzt einen Bauernzug ausführt. Der König muss deshalb mit 52.Kf5!! versuchen, via e4 an den Damenflügel zu gelangen. Schwarz muss dies mit 52... Kd5 verhindern. Doch dann läuft der weisse g-Bauer durch und verwandelt sich auf g8 rechtzeitig mit Schachgebot.} 52. g4 {Vergibt den Gewinn, weil nun der schwarze Freibauer rechtzeitig zur Dame gehen kann.} (52. Kf5 Kd5 (52... a5 { hilft nicht mehr} 53. Ke4 Kc5 54. Kd3 Kb4 55. Kc2 $18) 53. g4 a5 54. g5 a4 ( 54... Kd6 55. Ke4 $1 $18) 55. g6 a3 56. g7 Kc5 (56... a2 57. g8=Q+) 57. g8=Q Kd4 58. Qa2 $18) 52... a5 53. g5 a4 54. g6 a3 55. g7 a2 56. g8=Q a1=Q+ 57. Kg6 {In diesem Damenendspiel kann sich der weisse König nicht vor den Schachs der schwarzen Dame retten oder Weiss muss den Damentausch mit Übergang in ein nicht zu gewinnendes Bauernendspiel zulassen.} (57. Kf5 Qe5+ 58. Kg4) 57... Qg1+ 58. Kh7 Qa7+ (58... Qxg8+ 59. Kxg8 {ist sofort totremis, denn Schwarz kann den gegnerischen Bauern erobern.} Ke5 60. Kg7 Kf4 61. Kg6 Kg3 62. Kg5 Kxh3 ) 59. Qg7 Qf2 60. Qg6+ Kc7 61. Qe4 Qf7+ 62. Kh6 Qf6+ 63. Kh5 Kd6 64. Kg4 Qg7+ 65. Kf4 Qh8 66. Qb4+ Ke6 67. Qb6+ Kf7 68. Qa7+ Kg6 69. Qd7 Qf6+ 70. Ke4 Kh6 71. Qf5 Qxf5+ 72. Kxf5 {Und jetzt ist ein bekanntes Bauernendspiel entstanden mit dem weissen h-Bauer und dem schwarzen König, der den Vormarsch des Bauern problemlos aufhalten kann, bzw. in diesem Fall sogar erobern kann.} Kh5 (72... Kg7 {genügt auch} 73. Kg5 Kh8 74. h4 Kg7 75. h5 Kh7 76. Kf5 Kh6 77. Kg4 Kg7 78. Kg5 Kh7 79. h6 Kh8 80. Kg6 Kg8 81. h7+ Kh8 82. Kh6 {Patt}) 73. Kf4 Kh4 74. Ke3 Kg3 75. Ke2 Kxh3 {***REMIS MATERIAL***} 1/2-1/2 |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Hallo Kurt,
da war zweifellos Kaissa auf der Seite des Fidelity Excellence. ;) Gruß Egbert |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 14. Partie: Schwarz (CXG Sphinx Legend) gewinnt | Zwischenstand: 7,5-6,5 (53,5%) für die CXG Sphinx Legend | Obwohl der Fidelity Excellence in der Englischen Symmetrie-Variante zwei Züge nach Buchende einen bösen positionellen Bock schiesst, war das nicht der Grund für seine Niederlage. Mit 18.Ld6?? leitet das Programm von Dan & Kathe Spracklen eine Abwicklung ein, die ihm in wenigen Zügen eine Leichtfigur kostet. Dieser schreckliche taktische Missgriff ist kein Programmfehler, sondern der zu geringen Rechentiefe geschuldet. Detaillierte Ausführungen dazu finden sich an entsprechender Stelle in der kommentierten Partie.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "14"] [White "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Black "CXG Sphinx Legend"] [Result "0-1"] [ECO "A34"] [WhiteElo "1838"] [BlackElo "1816"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "113"] [EventDate "2022.??.??"] 1. c4 c5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 14. Partie: Schwarz (CXG Sphinx Legend) gewinnt | Zwischenstand: 7,5-6,5 (53,5%) für die CXG Sphinx Legend | Obwohl der Fidelity Excellence in der Englischen Symmetrie-Variante zwei Züge nach Buchende einen bösen positionellen Bock schiesst, war das nicht der Grund für seine Niederlage. Mit 18.Ld6?? leitet das Programm von Dan & Kathe Spracklen eine Abwicklung ein, die ihm in wenigen Zügen eine Leichtfigur kostet. Dieser schreckliche taktische Missgriff ist kein Programmfehler, sondern der zu geringen Rechentiefe geschuldet. Detaillierte Ausführungen dazu finden sich an entsprechender Stelle in der kommentierten Partie.} 2. Nf3 Nf6 3. Nc3 d5 4. cxd5 Nxd5 {***ENDE BUCH***} 5. e3 Nc6 6. Bc4 { ***ENDE BUCH***} e6 7. O-O Be7 8. e4 $2 {Ein positioneller Missgriff erster Güte. Dabei stand doch für Weiss alles bereit für den Zentrumsvorstoss 8.d4 mit leichtem Vorteil. Nun wird der weisse d-Bauer rückständig, das Feld d4 schwach und zudem geht ein Tempo verloren, indem der Bauer in zwei Zügen das Feld e4 erreicht hat.} Nb6 $6 {Mit 8...Sdb4 oder 8...Sf6 standen zwei bessere Alternativen zu Verfügung.} 9. d3 {Gibt ohne Gegenwert das Läuferpaar auf.} Bd7 {Schlicht passiv und günstiger durch 9...Sxc4 oder 9...0-0 zu ersetzen.} 10. Bf4 O-O 11. Nb5 {Macht sich die auf d6 entstandene Felderschwäche zunutze. Die Rettung des Läuferpaars mit 11.Lb3 war auch eine gute Option.} Nxc4 12. dxc4 a6 13. Nd6 Qb6 14. Qb3 $6 {Erlaubt eine Schwächung der weissen Bauernstruktur. Die Engines schlagen die auf den ersten Blick fast unglaubliche Zugfolge 14.b4 cxb4 15.c5 mit Ausgleich vor.} Qxb3 15. axb3 Ra7 16. Rfd1 Rd8 17. Nb5 Raa8 {[#]} 18. Bd6 $2 {WICHTIG: Ein schlimmer Fehler aufgrund einer ungenügend tiefen Berechnung, denn 7 Halbzüge sind dafür zu wenig. Unter CB-Emu mit 3 MHz Excellence zeigt sich folgendes Bild: Auf niedrigen Suchtiefen (ST) wird zwischen 18.Sc3! und 18.Lc7? geschwenkt, hernach auf 18.Ld6? gewechselt. ST 7 wird nach rund 11 Min und ST 8 erst ab 39 Min erreicht. Erst nach 54 Min bei ST 8 wird 18.Ld6? zugunsten des gleichwertigen Verlustzugs 18.Lc7? verworfen. Nach 63 Min habe ich die Übung abgebrochen, ohne dass sich etwas geändert hätte. Man sieht hier exemplarisch, wie gering die Rechentiefe unserer Oldies ist. Im Mittelspiel erreicht der Fidelity Excellence 6 HZ, manchmal 7 HZ, was natürlich lächerlich wenig ist, wenn komplizierte(re) Abwicklungen zu lösen sind. In solchen Situationen sind also taktische Fehlgriffe schlicht nicht zu vermeiden. Kaum auszumalen, wie viel schlechter die Situation gar aussehen muss, wenn Partien unterhalb der Bedenkzeit von Turnierstufe gespielt werden. Solchen Tatsachen müssen wir uns einfach bewusst sein, bevor taktisch schwache Züge unserer Oldies in Grund und Boden verdammt werden.} axb5 19. Rxa8 ({Vielleicht hat Excellence auch} 19. Bxe7 Nxe7 20. Rxa8 Rxa8 21. Rxd7 {mit 7 Halbzügen berechnet, diese Stellung als ausgeglichen bewertet und konnte wegen der zu geringen Rechentiefe die folgende Katastrophe nicht mehr erkennen.} Ra1+ 22. Rd1 Rxd1+ 23. Ne1 Rxe1#) ({Oder Excellence hat} 19. Bc7 {3.HZ} Rdc8 {4.HZ} 20. Rxa8 {5.HZ} Rxa8 {6.HZ} 21. Rxd7 {7.HZ berechnet mit materiellem Gleichstand, was ebenfalls zu wenig tief ist, weil Schwarz mattsetzen kann} Ra1+ {8.HZ} 22. Rd1 {9.HZ} Rxd1+ {10.HZ} 23. Ne1 {11.HZ} Rxe1# {12.HZ}) 19... Rxa8 {4.HZ} 20. Kf1 {Erst jetzt mag der Excellence die Katastrophe bemerkt haben.} (20. Bxe7 { 5.HZ} Nxe7 {6.HZ} 21. Rxd7 {7.HZ} Ra1+ {8.HZ}) 20... Bxd6 21. Rxd6 Rd8 { In der Folge lässt die CXG Sphinx Legend nichts mehr anbrennen und gewinnt leicht.} 22. e5 bxc4 23. bxc4 Na5 24. Nd2 Kf8 25. Rd3 Ke7 26. Ke2 Bc6 27. Rg3 g6 28. b3 b5 29. cxb5 Bxb5+ 30. Ke1 Rd3 31. Rxd3 Bxd3 32. Kd1 Nc6 33. f4 Nd4 34. Kc1 Ne2+ 35. Kb2 Nxf4 36. Kc3 Bb5 37. Ne4 Nd3 38. Nd6 Ba6 39. Nc4 Bxc4 40. Kxc4 Nxe5+ 41. Kxc5 Nd3+ 42. Kc4 Ne1 43. g4 Nf3 44. h3 Ng1 45. h4 Nf3 46. b4 Kd6 47. Kc3 Nxh4 48. Kd2 f5 49. gxf5 exf5 50. Kd3 f4 51. Kd4 g5 52. Kd3 g4 53. Kd2 f3 54. Ke1 g3 55. b5 Kc5 56. b6 Kxb6 57. Kd2 {***AUFGEGEBEN***} 0-1 |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Hallo Kurt,
interessante Ausführungen zur Rechentiefe unserer Oldies. Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie unsere alten Schätze es überhaupt schaffen bei der geringen Rechentiefe so gut zu spielen wie sie es denn nicht selten tun. :) Gruß Egbert |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
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Gruss, Paul |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Match 120'/50 | Bediener: Rolf Bühler | 15. Partie: remis | Zwischenstand: 8,0-7,0 (53,3%) für die CXG Sphinx Legend | Weiss kommt nach Buchende besser ins Spiel und hat nach bereits 20 Zügen einen Bauern mehr. Im anschliessend schwierigen Endspiel die beste Verteidigung zu finden, darf vom Fidelity Excellence nicht erwartet werden. So kann die CXG Sphinx Legend endlich seine Bauernmehrheit am Damenflügel mobilisieren und erreicht so eine gewonnene Stellung. Diese wird jedoch wieder völlig verdorben und es entsteht ein interessantes wie instruktives Remis-Endspiel mit König und 2 Freibauern gegen König und Turm. Da patzt der Fidelity Excellence plötzlich und sollte verlieren. Aber die CXG Sphinx Legend revanchiert sich umgehend und die Partie endet noch mit Remis, wobei nur noch die beiden nackten Könige auf dem Brett stehen.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "15"] [White "CXG Sphinx Legend"] [Black "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C49"] [WhiteElo "1816"] [BlackElo "1838"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "129"] [EventDate "2022.??.??"] 1. e4 e5 {Match 120'/50 | Bediener: Rolf Bühler | 15. Partie: remis | Zwischenstand: 8,0-7,0 (53,3%) für die CXG Sphinx Legend | Weiss kommt nach Buchende besser ins Spiel und hat nach bereits 20 Zügen einen Bauern mehr. Im anschliessend schwierigen Endspiel die beste Verteidigung zu finden, darf vom Fidelity Excellence nicht erwartet werden. So kann die CXG Sphinx Legend endlich seine Bauernmehrheit am Damenflügel mobilisieren und erreicht so eine gewonnene Stellung. Diese wird jedoch wieder völlig verdorben und es entsteht ein interessantes wie instruktives Remis-Endspiel mit König und 2 Freibauern gegen König und Turm. Da patzt der Fidelity Excellence plötzlich und sollte verlieren. Aber die CXG Sphinx Legend revanchiert sich umgehend und die Partie endet noch mit Remis, wobei nur noch die beiden nackten Könige auf dem Brett stehen.} 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. Bb5 Bb4 {***ENDE BUCH***} 5. d3 {dazu heisst es in "Theorie der Schach-Eröffnungen", Bd .10 von Dr. Max Euwe: "5.d3 ist wegen 5...Sd4! nicht ratsam." Das muss wohl so verstanden werden, dass Schwarz nach dem harmlosen 5.d3 Sd4! gar keine Probleme zu lösen hat.} Nd4 6. Ba4 b5 7. Bb3 d5 8. O-O {***ENDE BUCH***} Bxc3 9. bxc3 Nxb3 10. axb3 dxe4 11. Nxe5 Qd5 $6 {Die Rochade verdient den Vorzug.} 12. Bf4 O-O 13. c4 bxc4 14. dxc4 Qc5 { Und schon muss die voreilig nach d5 geeilte Dame wieder ziehen.} 15. Qd2 $16 { Weiss steht deutlich besser.} Bb7 (15... a5 {hätte die starke Antwort Ta5 verhindert}) 16. Nd7 (16. Ra5 $16 {ist stärker, bzw. hält den Vorteil noch sicherer fest, aber das war von unseren Schätzen nicht zu erkennen.}) 16... Nxd7 17. Qxd7 Rfc8 {Schwarz befindet sich in der Verteidigung und ein Bauer geht in die Binsen.} 18. Be3 Qc6 {Es wäre vernünftiger, dem Damentausch durch 18...De5 auszuweichen.} 19. Qxc6 Bxc6 20. Bxa7 {Es gibt eine optimalere Lösung:} (20. Ra6 Bb7 21. Rxa7 Rxa7 22. Bxa7 $16) 20... Rd8 21. Be3 f6 { Trotz weissem Mehrbauer lässt sich die weisse Stellung nicht einfach gewinnen. Am Königsflügel inkl. Zentrum besitzt Schwarz eine Bauernmehrheit, am Damenflügel nur einen Bauer gegen drei gegnerische, wobei sich ein Doppelbauer darunter befindet. Hinzu kommen die ungleichfarbigen Läufer, was die Sache erschwert.} 22. Bf4 $6 {Gemäss den Engines ist ungenau und deren Bewertungen sinken von >2.50 um 1.20 bis 1.50 Bauerneinheiten. Aber einmal mehr entziehen sich diese langzügigen Varianten mit 22.Tfb1, was schon mal b3-b4 vorbereitet, irgendwie dem menschlichen Schachverständnis. Zum Glück bleibt für Weiss trotz allem noch lästiger Vorteil.} Rxa1 23. Rxa1 Rd7 24. h4 Bb7 25. Kf1 {Die Engines sehen Weiss als klaren Gewinner. Für unsere Oldies ist das alles bei weitem nicht klar.} Kf7 26. Ke2 (26. Ra7 {ist deutlich stärker}) 26... Ke6 (26... e3 $5 {Dieser Vorstoss zwecks Aktivierung des schwarzen Läufers bietet bessere, wenn auch ungenügende Verteidigungschancen. }) 27. Ke3 h6 28. Ra7 c6 {Jetzt muss auch noch der Läufer eingemauert werden. Das ist das endgültige Ende.} 29. g4 {Nun droht das Schlagen des e4-Bauern.} f5 30. gxf5+ Kxf5 31. Ra5+ Kg4 32. Bg3 Re7 33. b4 {Endlich kann sich die weisse Bauernmehrheit am Damenflügel in Bewegung setzen.} g5 34. hxg5 hxg5 35. b5 cxb5 36. cxb5 $18 {Zwei verbundene weisse Freibauern und der schwache e4-Bauer sollten den Sieg garantieren.} Rf7 37. Ra7 Rf3+ 38. Kd4 Bc8 {[#]} 39. b6 $2 {Mit einem Zug wirft Weiss den Gewinn weg. Die CXG Sphinx Legend hätte den folgenden Bauernvormarsch mit 39.Te7 verhindern sollen.} e3 $1 {Die unverhoffte Rettung. Dass Weiss diese natürliche Antwort nicht berücksichtigt hat, ist kaum verständlich.} 40. fxe3 Kxg3 41. b7 Bxb7 42. Rxb7 Rf1 {Der schwarze Freibauer auf der g-Linie garantiert dem Schwarzen ein leichtes Remis.} 43. Rb5 g4 44. c4 Kh4 45. c5 g3 46. Rb2 Kh3 47. c6 Rc1 48. Rb7 g2 49. Rh7+ Kg3 50. Rg7+ Kf2 51. e4 g1=Q 52. Rxg1 Kxg1 {Nun, mit nur zwei Bauern gegen einen Turm sichert dem Weissen sein weit vorgerückter c-Bauer das Remis.} 53. Kd5 Kf2 54. e5 {[#]} Ra1 $2 {Dieser unbedarfte Turmzug ändert die Lage vollkommen zugunsten von Weiss.} (54... Rd1+ 55. Ke6 Ke3 56. c7 Rc1 57. Kd7 Kf4 58. e6 Rd1+ 59. Ke7 Rc1 60. Kd7 Rd1+ 61. Ke8 Rc1 62. Kd8 Rd1+ 63. Ke7 Rc1 $11) 55. c7 $18 Rc1 56. Kd6 Kf3 57. e6 Rd1+ 58. Kc6 Rc1+ 59. Kb7 Rb1+ 60. Ka8 Ra1+ 61. Kb8 Rb1+ 62. Kc8 Re1 {[#]} 63. e7 $2 {Im letzten Moment strauchelt aber Weiss noch und muss sich mit Remis zufriedegeben.} (63. Kd7 { ist der Gewinnzug mit den folgenden typischen Manövern.} Rd1+ 64. Ke7 Rc1 65. Kd6 Rd1+ 66. Ke5 Re1+ 67. Kf6 $1 Rc1 68. e7 Rxc7 69. e8=Q {und gewinnt}) 63... Rxe7 64. Kb8 Rxc7 65. Kxc7 {***REMIS MATERIAL***} 1/2-1/2 |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Guten Abend Kurt,
trotz aller Ungenauigkeiten und Fehlern auf beiden Seiten, die Partien sind oft hoch dramatisch und für Spannung und Überraschungen wird gesorgt. ;) Gruß Egbert |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
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Das stimmt und ist das schöne an diesem Matchverlauf. Gruss Kurt |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 16. Partie: Weiss (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 8,0-8,0 unentschieden | Im Halbslawischen Damengambit werden auf beiden Seiten grundlegende positionelle Faktoren in der Behandlung von Bauernketten nicht beachtet. So erhält der Fidelity Excellence schon nach 14 Zügen eine strategische Gewinnstellung, die er allerdings nicht nutzen kann. Im Gegenteil ist es der Gegner, der die Initiative an sich reissen kann und selbst eine Gewinnstellung erhält. Das Turmendspiel erweist sich einmal mehr für unsere beiden Oldies um zwei bis drei Nummern zu gross, so dass sich die Bewertungen mehrmals ändern. Dass am Ende ein Programm, dieses Mal die CXG Sphinx Legend, eine Gewinnstellung nicht nur zum Remis versaut, sondern gar noch verliert, zeigt die gegenseitigen Endspielschwächen auf brutale Art und Weise.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "16"] [White "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Black "CXG Sphinx Legend"] [Result "1-0"] [ECO "D46"] [WhiteElo "1838"] [BlackElo "1816"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "170"] [EventDate "2022.??.??"] 1. d4 Nf6 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 16. Partie: Weiss (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 8,0-8,0 unentschieden | Im Halbslawischen Damengambit werden auf beiden Seiten grundlegende positionelle Faktoren in der Behandlung von Bauernketten nicht beachtet. So erhält der Fidelity Excellence schon nach 14 Zügen eine strategische Gewinnstellung, die er allerdings nicht nutzen kann. Im Gegenteil ist es der Gegner, der die Initiative an sich reissen kann und selbst eine Gewinnstellung erhält. Das Turmendspiel erweist sich einmal mehr für unsere beiden Oldies um zwei bis drei Nummern zu gross, so dass sich die Bewertungen mehrmals ändern. Dass am Ende ein Programm, dieses Mal die CXG Sphinx Legend, eine Gewinnstellung nicht nur zum Remis versaut, sondern gar noch verliert, zeigt die gegenseitigen Endspielschwächen auf brutale Art und Weise.} 2. c4 e6 3. Nf3 {***ENDE BUCH*** } d5 4. Nc3 c6 5. e3 Nbd7 6. Bd3 Bd6 {***ENDE BUCH***[#]} 7. c5 $2 {Ein positionell schwacher Zug. Weiss hebt den Druck im Zentrum auf und kann den baldigen Durchbruch mit ...e5 und gutem Spiel für Schwarz nicht verhindern.} ( 7. e4 {gilt als die genaueste Fortsetzung} dxe4 8. Nxe4 Nxe4 9. Bxe4 $14) 7... Bc7 {Und natürlich nicht 7...Le7, was den erwähnten schwarzen Plan massgeblich erschweren würde.} 8. O-O b6 $2 {Umgehend revanchiert sich Schwarz mit einer wesentlichen Ungenauigkeit, indem er die gegnerische Bauernkette am falschen Ort angreift. In meinen Datenbanken war nicht eine einzige Partie mit diesem positionell schwachen Vorstoss zu finden.} (8... e5 $1 9. dxe5 Nxe5 10. Nxe5 Bxe5 $11 {und Schwarz hat alle Eröffnungsprobleme gelöst und steht gut.}) 9. b4 bxc5 10. bxc5 {[#]} Ba5 $2 {Hier hat der Läufer gar nichts zu suchen. Es zeigt sich, dass auch dem ungarischen Programm von Gyula Horvath das Schachwissen fehlt, wie man solche Bauernketten zu behandeln hat. Am besten war das selbstverständliche 10...e5. Als zweite sinnvolle Option hätte man sich 10...a5 überlegen können mit der Idee, durch ...La6 die weissfeldrigen Läufer zu tauschen.} 11. Bd2 Bb7 ({Etwas besser ist} 11... Bxc3 12. Bxc3 a5 13. Qe2 $16) 12. Rb1 Bxc3 13. Bxc3 Qc7 14. Qa4 O-O {[#] Objektiv betrachtet hat Weiss eine strategische Gewinnstellung erreicht. Da es vor allem wichtig ist, den gegnerischen Vorstoss ...a5 zu verhindern, müsste der Fidelity Excellence jetzt nur noch 15.Da5!! spielen. Will Schwarz nicht ersticken, müsste er wohl die Damen tauschen, aber nach 15. ..Dxa5 16.Lxa5 fehlt im jegliches Gegenspiel.} 15. Ba5 {Das ist ebenfalls noch gut genug für Vorteil.} Qc8 {Gerne möchte Schwarz mit ...La6 die Läufer tauschen. Will Weiss das durch den Rückzug des Läufers Lc3 verhindern, kann . ..a5! folgen, weil Lxa5 nach ...La6 gar zu schwarzem Vorteil führt.} 16. Ne5 ( 16. Bc3 a5 $1 17. Bxa5 $2 Ba6 18. Rb3 Bxd3 19. Rxd3 Qa6 20. Ra3 Rfb8 $15 { und es ist Schwarz, der besser steht.}) (16. Qc2 Ba6 17. Bxa6 Qxa6 18. Bc7 $16 {sichert Weiss ebenfalls noch spürbaren Vorteil.}) 16... Nxe5 17. dxe5 Nd7 { Sieht es jetzt nicht plötzlich wieder recht rosig aus für Schwarz? Die Bauern c5 und e5 sind angegriffen, während die Verteidigung 18.Dd4 auf das aktive 18...f6! trifft. Schwarz steht dann zwar noch immer schlechter, aber so gut wie schon lange nicht mehr.} 18. Qh4 $2 {Der falsche Weg, wonach der weisse Vorteil auf ein Minimum schrumpft.} (18. Qc2 $1 {behält noch spürbaren Vorteil, weil} Nxe5 $2 {verliert nach} 19. Bxh7+ Kh8 20. Rb4 $3 $18 {und der Angriff schlägt durch, obwohl klar ist, dass die damit verbundenen Varianten nie und nimmer durch unsere beiden Protagonisten gefunden werden können.}) 18... h6 19. Qd4 Ba6 $6 (19... f5 {oder auch 19...f6 minimiert den weissen Vorteil noch besser.}) 20. Rfd1 $2 {Richtig war der Läufertausch auf a6, denn nun wendet sich das Blatt gar zugunsten von Schwarz.} Bxd3 21. Rxd3 Qa6 $17 22. Ra3 {Weiss will den a2-Bauer nicht hergeben.} Rab8 {Der andere Turm war etwas genauer.} 23. Rbb3 Qe2 $2 {Nur mit 23...Tb5! oder etwas lauer mit 23...Dc4 war der schwarze Vorteil festzuhalten.} 24. h3 Qc4 25. Bc3 $6 { Gute Alternativen sind 25.Lc7 oder 25.Dxc4 und Schwarz hat nichts mehr.} (25. Bc7 $1 Rxb3 26. Rxb3 Nxc5 27. Qxc4 dxc4 28. Rc3 Nb7 29. Rxc4 $11) (25. Qxc4 $1 dxc4 26. Rc3 Nxe5 27. f4 Ng6 28. Rxc4 $11) 25... Nxc5 26. Qxc4 dxc4 27. Rb4 Nd3 28. Rxc4 Rb1+ 29. Kh2 Nxf2 30. Rxc6 Rh1+ 31. Kg3 Ne4+ 32. Kf3 Nxc3 33. Rcxc3 Rf1+ 34. Ke2 Rf5 35. Rxa7 Rxe5 {Es herrscht wieder materieller Gleichstand und auch die Stellung ist ausgeglichen. Das Doppelturm-Endspiel dürfte aber erfahrungsgemäss noch viele Überraschungen bringen.} 36. a4 Rg5 37. Kf2 Rd8 38. g3 $2 {Das schwächt einzig die Bauernstellung, was nur für Schwarz vorteilhaft ist.[#]} Rf5+ $2 {Vergibt den Gewinn, wobei unsere Oldies einmal mehr unmöglich einen Durchblick haben können.} (38... Rd2+ 39. Kf3 Rf5+ 40. Ke4 Rh2 41. g4 Rg5 42. Rcc7 f5+ 43. Kf4 Rxh3 44. gxf5 exf5 45. a5 Rh4+ 46. Kf3 h5 47. a6 Rh3+ 48. Ke2 (48. Kf4 Rg4+ 49. Kxf5 Rf3+ 50. Ke5 Rxe3+ 51. Kd5 Ra3 $19) 48... Rh2+ 49. Kd3 Ra2 50. Ra8+ Kh7 51. a7 Rgg2 52. e4 (52. Rh8+ Kxh8 53. Rc8+ Kh7 54. a8=Q Rxa8 55. Rxa8 h4 $19) 52... fxe4+ 53. Kxe4 Ra4+ 54. Kf5 Ra5+ 55. Ke4 Rg4+ 56. Kf3 Ra3+ 57. Kf2 Rf4+ 58. Kg2 Rfa4 59. Rc5 h4 60. Kh2 Re4 61. Kg2 Re2+ 62. Kf1 Rh2 63. Kg1 Rb2 $1 64. Rh5+ (64. Rf8 Rb1+ 65. Kh2 Rxa7 66. Rh5+ Kg6 67. Rxh4 Ra2+ 68. Kg3 Rg1+ 69. Kh3 Rh1+ 70. Kg3 Ra3+ 71. Kg4 Ra4+ 72. Kf3 Rhxh4 $19) 64... Kg6 65. Rxh4) 39. Ke2 Rb8 40. a5 Rh5 41. h4 Rb2+ 42. Kf3 Rf5+ 43. Ke4 Rg2 44. a6 Rxg3 45. Rc8+ Kh7 46. Rcc7 $2 {Vom Remis zum Verlust: Verstellt freiwillig seinen a-Bauern und gerät so wieder in eine verlorene Stellung.} (46. Rd7 $11 {oder Te7, was beides a6-a7 droht, ist natürlich richtig.}) 46... Rg4+ 47. Kd3 Kg6 $2 {Schwach gespielt.} (47... Rxh4 {Nach dem schweren Zeitverlust von Weiss, kann sich Schwarz auf h4 einfach bedienen. Hernach ist der Gewinn nicht mehr schwierig mit seinem Freibauer auf der h-Linie.}) 48. h5+ $2 {Umgehend revanchiert sich Weiss und gerät wieder in Teufels Küche.} (48. Rc4 Kh5 49. Rxg4 Kxg4 50. e4 Rf2 51. Ke3 Rf1 52. Ke2 Ra1 53. Rxf7 Rxa6 54. Rxg7+ Kxh4 55. Kd3 $11 {ausgeglichen}) 48... Kxh5 49. Rxf7 g5 $19 {Jetzt sind die schwarzen Bauern viel gefährlicher als die gegnerischen Bauern.} 50. Rxf5 exf5 51. Rg7 Ra4 52. a7 Kg4 53. Kc2 h5 54. Kb3 Ra6 55. Kc4 h4 56. Kb5 Ra2 57. Kb6 h3 58. Rh7 Ra3 59. Rh8 {[#] Nun gibt es bereits mehrere Gewinnfortsetzungen.} h2 $2 {Remis statt Gewinn.} (59... Rxa7 $5 60. Kxa7 Kg3 61. Kb6 g4 62. Kc5 Kg2 63. Kd4 h2 64. Ke5 h1=Q 65. Rxh1 Kxh1 66. Kxf5 g3 $19) ( 59... Kg3 60. Rh5 g4 61. Rxf5 h2 $19) 60. Rxh2 Rb3+ 61. Ka6 Ra3+ 62. Kb7 Rb3+ 63. Kc8 Rc3+ 64. Kb8 Rb3+ 65. Kc7 Ra3 66. Kb8 Rb3+ 67. Kc8 Rc3+ 68. Kd8 Rd3+ 69. Kc7 Ra3 70. Kb6 Rb3+ 71. Kc5 Ra3 72. Rh7 Kf3 73. Kb6 Ke4 74. Rh8 g4 75. Re8+ Kf3 76. Re5 $11 {[#] Noch immer hat Schwarz das Remis im Sack.} g3 $2 { Vom Remis zum Verlust: grauenhaft.} (76... Rxa7 $1 {macht spielend Remis} 77. Kxa7 (77. Rxf5+ Kxe3 78. Kxa7 g3 79. Kb6 g2 80. Rg5 Kf2 $11) 77... g3 78. Rxf5+ Kxe3 79. Kb6 g2 80. Rg5 Kf2 $11) 77. Ra5 $1 {Das und die damit verbundene Umwandlung des weissen Bauern zur Dame sowie dessen Folgen hat das ungarische Programm von Gyula Horvath nicht gesehen.} Rxa5 78. Kxa5 g2 79. a8=Q+ {Die Dame zieht mit Schach ein.} Kf2 80. Qa7 {Die Pointe: Weiss lässt die schwarze Dame zu, kann dann aber mit dem Abzugschach e3-e4+ die Damen tauschen und e4xf5 folgen lassen.} g1=Q 81. e4+ Ke2 82. Qxg1 fxe4 83. Kb4 e3 84. Kc3 Kf3 85. Kd4 Kf4 {***AUFGEGEBEN***} 1-0 |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Hallo Kurt,
in dieser Partie war wirklich wieder alles möglich. Und im Turmendspiel sind schon weitaus stärkere Geräte gescheitert. Das am Ende dann Schwarz tatsächlich gar noch verliert, war so kaum zu erwarten. :o Gruß Egbert |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 17. Partie: CXG Sphinx Legend gewinnt | Zwischenstand: 9,0-8,0 (52,9%) für die CXG Sphinx Legend | ERÖFFNUNG: Im Klassischen Damengambit, Abtausch-Variante, stellt 3.cxd5 eine lahme Fortsetzung dar, die nichts einbringt. Schwarz baut sich dann allerdings nicht systemgemäss auf, indem er seinen Springer nach c6 entwickelt und ...c6 oder ...c5 verunmöglicht. | MITTELSPIEL: Schwarz lässt sich auf beiden Flügeln eine miserable Bauernstruktur anhängen, bekommt dafür auf der halboffenen g-Linie Angriffschancen gegen die weisse Königsstellung. Der Fidelity Excellence vermag dann jedoch den ausgleichenden Druck nicht aufrechtzuerhalten. So übernimmt die CXG Sphinx Legend vorerst im Zentrum und dann später - infolge ungenauer schwarzer Verteidigung - auch am Königsflügel das Zepter und gewinnt selbst im Königsangriff.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "17"] [White "CXG Sphinx Legend"] [Black "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Result "1-0"] [ECO "D35"] [WhiteElo "1816"] [BlackElo "1838"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "76"] [EventDate "2022.??.??"] 1. d4 d5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 17. Partie: CXG Sphinx Legend gewinnt | Zwischenstand: 9,0-8,0 (52,9%) für die CXG Sphinx Legend | ERÖFFNUNG: Im Klassischen Damengambit, Abtausch-Variante, stellt 3.cxd5 eine lahme Fortsetzung dar, die nichts einbringt. Schwarz baut sich dann allerdings nicht systemgemäss auf, indem er seinen Springer nach c6 entwickelt und ...c6 oder ...c5 verunmöglicht. | MITTELSPIEL: Schwarz lässt sich auf beiden Flügeln eine miserable Bauernstruktur anhängen, bekommt dafür auf der halboffenen g-Linie Angriffschancen gegen die weisse Königsstellung. Der Fidelity Excellence vermag dann jedoch den ausgleichenden Druck nicht aufrechtzuerhalten. So übernimmt die CXG Sphinx Legend vorerst im Zentrum und dann später - infolge ungenauer schwarzer Verteidigung - auch am Königsflügel das Zepter und gewinnt selbst im Königsangriff.} 2. c4 e6 { ***ENDE BUCH***} 3. cxd5 {Dieser Abtausch auf d5 im dritten Zug gilt als nicht empfehlenswert. Damit erlaubt Weiss dem Gegner, seinen Damenläufer bequem nach f5 zu entwickeln und so problemlos das Spiel auszugleichen. Nimmt der weisse Königsläufer den üblichen Platz auf dem Feld d3 ein, dann kann er gleich abgetauscht werden.} exd5 4. Nf3 {***ENDE BUCH***} Nc6 $6 {Ein Entwicklungszug, der in geschlossenen Eröffnungen selten passt, weil der c-Bauer verstellt wird. Der Springerzug nach c6 sollte erst nach bereits durchgeführtem Vorstoss ...c5 erfolgen. In der vorliegenden Stellung gilt 4... c6 als beste Fortsetzung, so dass der Sc6 nun wenig glücklich platziert ist und die übliche schwarze Aufstellung in diesem System verhindert.} 5. Nc3 Nf6 6. Bg5 Bb4 7. e3 O-O (7... h6 {ist genauer, damit sich der gegnerische Läufer entscheiden muss zwischen Tausch auf f6 oder Rückzug.}) 8. Bb5 {Den Läufer nach d3 zu spielen, sieht logischer aus und verdient auf jeden Fall den Vorzug. Nur schon deswegen, weil dann dem schwarzen Läufer das schöne Feld f5 nicht zur Verfügung steht.} h6 9. Bh4 Bxc3+ $6 {Kein guter Schachspieler würde sich für diesen Tausch begeistern können} (9... g5 10. Bg3 Ne4 11. Qc2 Bf5 { sieht gut spielbar aus.}) 10. bxc3 Bg4 {Sowohl 10...Dd6, Entfesslung, als auch 10...Lf5, Beherrschung der weissen Angriffsdiagonale, vermögen besser zu gefallen.} 11. h3 Bf5 12. Bxc6 bxc6 13. Qa4 Qe8 (13... Qd6 {ist natürlich besser und vermeidet die Zerstörung der schwarzen Bauernstruktur am Königsflügel durch Lxf6 gxf6.}) 14. Bxf6 gxf6 {Die schwarze Bauernstellung ist arg geschwächt mit zwei Doppelbauern. So wäre beispielsweise jedes Bauernendspiel für Weiss leicht gewonnen.} 15. Qa5 $6 {Ein seltsam anmutendes Damenmanöver.} Qd7 16. O-O Kh8 $1 {Macht die halbgeöffnete g-Linie für einen Turm frei und zeigt sich angriffslustig gegen den weissen König. So droht Schwarz bereits, mit dem Einschlag ...Lxh3 zu gewinnen.} 17. Kh2 $1 { Behebt die besagte Drohung.} Rg8 $1 {[#]Mit der Drohung, durch das Turmopfer .. .Txg2+!! zu gewinnen. Zwar kann ich mir nicht vorstellen, dass die CXG Sphinx Legend diese Drohung durchschaut hat, aber trotzdem spielt das Programm die richtige Verteidigung. Und umgekehrt hat der Fidelity Excellence das Turmopfer ebenso wenig im Köcher, denn spielt man statt 18.Tg1 den schlimmen Fehler 18. a3?, so kommt das Programm von Dan & Kathe Spracklen zumindest innert 20 Minuten nicht auf die Idee, mit 18...Txg2+!! zu gewinnen. Einmal mehr bestätigt sich, dass unsere Oldies gute Züge oftmals aus allgemeinen oder gar falschen Gründen ausführen - wie hier 17...Tg8 mit Besetzung einer halboffenen Linie - ohne jedoch die damit verbundenen Drohungen zu erkennen.} 18. Rg1 $1 a6 19. Rad1 Kh7 $6 {Bessere Fortsetzungen sind 19...Lxh3 oder 19... Dd6+ beides mit Ausgleich. Hingegen ist der Textzug für Schwarz nachteilig.} ( 19... Bxh3 20. gxh3 Qf5 $11 {führt nur zum Ausgleich.}) (19... Qd6+ 20. Kh1 ( 20. g3 Qd7 21. g4 Be4) 20... Qd7 21. Kh2 Qd6+ 22. Kh1 $11 {ist ebenfalls eine Remisvariante}) 20. Nd2 ({Nach} 20. Nh4 Qd6+ 21. Kh1 Be4 22. f3 Bg6 23. Nxg6 Kxg6 24. e4 $14 {steht Weiss etwas besser}) 20... Bd3 $6 {Die Stellung ist zu komplex für unsere Oldies. Zwei Vorschläge von Stockfish 310722 auf Suchtiefe 53 gleichen aus.} ({Stockfish 310722: 1)} 20... Rg5 {0.00/53} 21. g4 Bxg4 22. hxg4 Rxg4 23. Rg3 Rag8 24. Rdg1 Rh4+ 25. Kg2 Rxg3+ 26. fxg3 Qh3+ 27. Kf2 Qf5+ 28. Kg2 Qh3+ {0.00/53}) ({Stockfish 310722: 2)} 20... Qd6+ {0.00/52} 21. Kh1 Qd7 22. Nf1 h5 23. f3 Rab8 24. Qxa6 Bxh3 25. Qe2 Bf5 26. Ra1 Bg6 27. a4 Rb3 28. a5 Ra8 29. a6 Qe7 30. g4 hxg4 31. Rxg4 Ra3 32. Rxa3 Qxa3 33. Qh2+ Kg7 34. Rh4 Qxa6 35. Kg1 Rg8 36. Qxc7 Qa1 37. Qf4 Kf8 38. Rg4 Kg7 {0.00/52}) 21. Nb3 Qd6+ 22. g3 Bf5 23. Nc5 {Nun stehen der schwarzen Dame die wichtigen Felder d7 und e6 nicht mehr zur Verfügung.} Rgb8 $6 {Fragwürdig: Der Turm verlässt den Hauptkriegsplatz.} (23... h5 $1 $14) 24. Rd2 Kg7 25. Qa4 a5 26. a3 Be4 $6 (26... Rb5 $1 $14 {hätte den weissen Vorteil in Grenzen gehalten.}) 27. c4 Bf5 28. Re1 {[#]} Be6 $2 {Ein harmlos aussehender, aber in Wirklichkeit schlechter Rückzug. Nur mit 28...h5 oder 28...Tb6 bzw. 28...Lg6 kann Schwarz noch mitspielen.} 29. Nxe6+ fxe6 $2 {Etwas stärkeren Widerstand leistet 29... Dxe6, denn nun geht es rasch abwärts für Schwarz, der schlicht in eine verlorene Stellung gerät.} ({BrainLearn 18:} 29... Qxe6 30. Rc1 Ra7 31. Ra2 h5 32. cxd5 cxd5 33. Qd1 c6 34. Qe2 Rab7 35. Rac2 Rb6 36. a4 Rb4 37. Rxc6 Qe4 38. Qxh5 Rh8 39. Qe2 Rxa4 40. R6c2 Rb4 41. Ra2 a4 42. Qf1 Qf5 43. Qg2 Rc4 44. g4 Qd7 45. Rb1 Ra8 46. Qg3 Rc3 47. g5 Qc7 48. gxf6+ Kxf6 49. Rb5 Ke6 50. h4 f6 51. Qxc7 Rxc7 52. Kg3 Rg7+ 53. Kf4 Rg1 54. Rb6+ Ke7 55. Rb7+ Kd6 {1.37/44}) 30. e4 $1 {Weiss agiert äusserst aktiv und sehr stark.} Kf7 {Eine bessere Verteidigung ist 30...dxc4 mit allerdings null Rettungschancen.} (30... dxc4 31. Qxc4 Rf8 (31... e5 $2 32. Red1 $18) (31... Rb6 32. e5 Qd5 33. exf6+ Kxf6 34. Qc2 $18) 32. Re3 Rf7 33. Rc3 Rb8 34. Qxc6 $18) 31. exd5 cxd5 (31... exd5 32. Qc2 $1 Rg8 33. Rde2 Rg7 34. Qf5 dxc4 35. Re6 Qd8 36. Qh5+ {und Schwarz ist dem gegnerischen Angriff hilflos ausgeliefert.}) 32. c5 Qd8 33. Rde2 Ra6 34. c6 Qd6 35. Qc2 Kg7 (35... Rxc6 36. Qh7+ Ke8 37. Rxe6+ Qxe6 38. Rxe6+ Rxe6 39. Qg8+ Kd7 40. Qxb8 $18) 36. Rxe6 {Jetzt hat Weiss Mattangriff} Qxa3 37. Re7+ Kf8 38. Rh7 {Matt in spätestens 5 Zügen lässt sich nun nicht vermeiden.} Qxg3+ { ***AUFGEGEBEN***} 1-0 |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Hallo Kurt,
ein verdienter Sieg der CXG Sphinx Legend, gerade wenn man bedenkt wie sorglos der Fidelity Excellence mit seinen Bauernstrukturen umgeht. Ein Makel, dass er mit den meisten 65C02-Programmen teilt. Eine löbliche Ausnahme sind hier die Schachprogramme von Ed Schröder. Gruß Egbert |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 18. Partie: Weiss (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 9,0-9,0 unentschieden | Aus der Englischen Symmetrievariante ergibt sich eine geschlossene Stellung. Unsere beiden Oldies sind in dieser spannenden und abwechslungsreichen Partie sowohl strategisch wie taktisch völlig überfordert. So schlummern die vielen Feinheiten nicht an der Oberfläche, so dass man ohne tiefes Eindringen in die jeweiligen Stellungen den (falschen) Eindruck erhalten könnte, dass die beiden Programme eine recht gute Partie gespielt haben. Der schliessliche Sieg des Fidelity Excellence war indessen hochverdient, liess das amerikanische Programm doch eine Reihe von Gewinnchancen aus.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "18"] [White "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Black "CXG Sphinx Legend"] [Result "1-0"] [ECO "A30"] [WhiteElo "1838"] [BlackElo "1816"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "136"] [EventDate "2022.??.??"] 1. c4 c5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 18. Partie: Weiss (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 9,0-9,0 unentschieden | Aus der Englischen Symmetrievariante ergibt sich eine geschlossene Stellung. Unsere beiden Oldies sind in dieser spannenden und abwechslungsreichen Partie sowohl strategisch wie taktisch völlig überfordert. So schlummern die vielen Feinheiten nicht an der Oberfläche, so dass man ohne tiefes Eindringen in die jeweiligen Stellungen den (falschen) Eindruck erhalten könnte, dass die beiden Programme eine recht gute Partie gespielt haben. Der schliessliche Sieg des Fidelity Excellence war indessen hochverdient, liess das amerikanische Programm doch eine Reihe von Gewinnchancen aus.} 2. Nf3 {***ENDE BUCH***} b6 { ***ENDE BUCH***} 3. e4 d6 {Völlig anders entwickelt sich die Partie nach 3... e6 oder 3...Lb7.} 4. Nc3 {Der Zentrumsvorstoss 4.d4 ist kräftiger im Kampf um die Initiative.} e5 5. Be2 Nc6 6. O-O {Schwarz steht nun am Scheideweg und muss sich für einen Plan entscheiden.} Nf6 {Schwarz entscheidet sich für eine normale Entwicklung mit ...Sf6, ...Le7 und kurzer Rochade. Interessant wäre es gewesen, mit 6...g6 den königsindischen Pfad einzuschlagen.} (6... g6 $5 {z.B.} 7. d3 Bg7 8. a3 Nge7 9. b4 O-O $11 {mit dynamischem Kampf an beiden Flügeln.}) 7. d3 Be7 8. Nd5 Nxd5 {Dieser freiwillige Tausch ist unnötig, weshalb 8...0-0 den Vorzug verdient.} 9. cxd5 Nb8 {Nichts sprach auch gegen 9.. .Sd4 usw.} 10. Qa4+ {Dieses Schach nützt dem Gegner mehr als es dem Weissen hilft. Eine bessere Alternative war 10.b4 usw.} Bd7 11. Qc4 {Besser ginge die Dame nach b3 oder d1.} O-O (11... b5 $5 {war eine gute Möglichkeit, der weissen Initiative am Damenflügel entgegenzuwirken und so künftigen Problemen dort zu entgehen. In geschlossenen Stellungen wie der vorliegenden ist strategische Prophylaxe wichtiger als die kurze Rochade.}) 12. a4 { Verhindert ...b5.} Bg4 $6 {Geht an einem klaren strategischen Plan vorbei, der Schwarz gleiches Spiel gesichert hätte.} (12... a5 $1 {Verhindert a4-a5 und nun steht Schwarz jederzeit zum strategisch gut motivierten Vorstoss ...f5 bereit, während seinem Springer auch das Feld b4 winkt, Sb8-a6-b4.} 13. Nd2 f5 $11 {mindestens mit Ausgleich.}) 13. h3 (13. a5 {ist aktiver}) 13... Bh5 $6 { Hier steht der Läufer nicht günstig, ist er doch dauernd dem Angriff g2-g4 ausgesetzt und droht so, an Wirkung zu verlieren. Und da der Lg4 auf seiner schönen Diagonale c8-h3 keinen brauchbaren Platz mehr findet, hätte der Tausch ...Lxf3 durchaus seine Vorteile.} ({Nach} 13... Bxf3 14. Bxf3 a5 $1 $11 {was jegliche Aktivität von Weiss am Damenflügel erstickt, hat Schwarz ein sorgenfreies Leben.}) 14. Bd2 {Beachtenswerte Alternativen standen mit 14.g4 oder 14.a5 zur Verfügung.} Nd7 (14... Bxf3 {ist ein interessanter Ansatz} 15. Bxf3 Bg5 16. Bc3 a5 $13) 15. a5 (15. g4 $5 Bg6 16. Be3 $16 {ist ein Vorschlag, der von Stockfish 310722 gar noch besser als 15.a5 bewertet wird.}) 15... Nf6 $6 {Schwarz verpasst die Gelegenheit für aktive Aktionen.} (15... f5 $1 { weil nach e4xf5 Lh5-f7 der stolze Zentrumsbauer d5 fällt.} 16. b4 cxb4 17. Bxb4 $14) 16. a6 $6 {Ein "unmenschlicher" und positionell echt fragwürdiger Vorstoss, der für Weiss die Schoten dicht macht am Damenflügel, wo doch schon alles vorbereitet war, um dort weiterhin aktiv zu agieren.} (16. Qa6 $5 Bxf3 17. Bxf3 bxa5 18. Bxa5 Qb8 19. g3 Qc8 20. Qxc8 Rfxc8 21. Bc3 $16 {und Weiss steht besser.}) 16... Qd7 17. Qc2 h6 {Eine eigentlich unnötige Schwächung der Königsstellung. Bei einem menschlichen Spieler würde man annehmen, dahinter stehe der Plan, bald ...Kh7 folgen zu lassen, um anschliessend durch ...g5 nebst ...g4 die g-Linie zu öffnen.} 18. b3 Rac8 19. Qc1 {Wohl mit der vielleicht später möglichen Opferidee Lxh6, aber ansonsten ein zahnloser Zug.} Rfe8 {Das macht wenig Sinn und Schwarz verliert im Hinblick auf ein später Mögliches ...f5 ein Tempo. Vor allem zwei andere stellungsgerechtere Fortsetzungen kamen in Frage:} (19... b5 {ergreift die Initiative am Damenflügel mit der Absicht, die c-Linie durch ...c4 zu öffnen; auch müsste Weiss künftig seinen schwachen a6-Bauern dauernd im Auge behalten.}) (19... Bxf3 {beseitigt den starken Springer, der nach einmal Sd2 auf c4 eine aktive Position einnehmen und auch den gegnerischen Vorstoss ...c4 bekämpfen könnte. Abgesehen davon liesse sich auch der Kampf am Damenflügel mit ...b5 aufnehmen.}) 20. Qc3 Rc7 {Sowohl 20...b5 als auch 20...Lg6 sind zweckmässiger.} 21. Qc2 Bg6 {Eine für beide Programme schwierige Stellung, wo es gilt, einen vernünftigen Plan zu finden. Soll Weiss versuchen, am Damenflügel den Vorstoss b3-b4 vorzubereiten oder eher auf eine mögliche Öffnung der g-Linie tendieren. Schwarz andererseits könnte mit ...b5 selbst am Damenflügel aktiv werden und den Durchbruch ...c4 anstreben. Eine andere Idee wäre, die feste weisse Bauernstruktur im Zentrum durch einmal ...f5 unter Druck zu setzen nebst denkbarer Öffnung der f-Linie oder den weiteren Vorstoss ...f4 gefolgt von einem Bauernsturm gegen den weissen König. Aktivitäten am Damenflügel sehen für Weiss nicht sehr vielversprechend aus angesichts der soliden schwarzen Stellung dort. Hingegen hätte Weiss weniger Freude, wenn der Gegner am Königsflügel die Initiative an sich reissen könnte. In diesem Sinne wären prophylaktische Massnahmen gegen ...f5 durch 22.g4 stellungsgerecht, was noch den Vorteil hätte, dass Weiss den ersten Schritt täte, um selbst die Öffnung der g-Linie mit g5 ins Auge zu fassen.} 22. Nh2 {Vor dem Hintergrund der soeben gemachten Ausführungen sieht 22.g4 echt gut aus.} Rf8 (22... Nh7 $1 {scheint die beste Wahl zu sein, um je nach den Umständen entweder ...f5 oder ...Lg5 folgen zu lassen.}) 23. f4 {Weiss versucht energisch die Initiative zu ergreifen. Aber auch 23.Sg4 war nicht zu verachten.} exf4 24. Bxf4 Re8 25. Ng4 Nh5 26. Bh2 Bh4 27. Ne3 Bf6 $2 { Verlustzug: Dieser gesund aussehende Zug muss als Fehler betrachtet werden, aber das zu erkennen, darf der CXG Sphinx Legend nicht angelastet werden.} ({ Mit} 27... Ng3 $1 {was die gefährliche Diagonale h2-b8 für den weissen Lh2 schliesst, hätte Schwarz von allen Sorgen befreit.}) ({Auch} 27... Bg3 { mit demselben Ziel der Aufhebung der starken Wirkung des Lh2 ist eine beachtenswerte Alternative.}) 28. Bg4 $6 {Hier gibt es zwei starke (Gewinn-) Fortsetzungen, die dem Fidelity Excellence nicht zugetraut werden können:} ( 28. Rxf6 $1 Nxf6 29. Nc4 Qd8 30. Nxd6 Ree7 31. Nb5 Rcd7 32. d6 $18) (28. Nc4 Bd4+ 29. Kh1 Be5 (29... Bxa1 $2 30. Rxa1 $18) 30. Nxe5 dxe5 31. Bxh5 Bxh5 32. Rf5 Bg6 33. Rxe5 $16) 28... Qd8 (28... Qe7 {ist genauer}) 29. Rae1 {Mit dem interessanten Qualitätsopfer 29.Sc4!? Lxa1 30.Txa1 bliebe Weiss im Vorteil. Doch solche Feinheiten darf man von unseren Oldies unmöglich erwarten.} Bh4 30. Rb1 Nf6 31. Be2 Bg5 {FRAGE: Wo steht der weisse Springer besser, auf f5 oder c4?} 32. Nf5 $2 {Eindeutig die falsche Wahl. Denn nach 32.Sc4 müsste Schwarz passiv mit 32...Td7 reagieren und nach 33.Ta1 fällt 33...b5 wegen 34. Sa5 ausser Betracht.} Bxf5 33. Rxf5 Be3+ 34. Kh1 Qd7 35. Rbf1 Bd4 36. Bg3 b5 { Sucht angeblich Spiel am Damenflügel, völlig korrekt, wenn später nur folgerichtig mit dem Durchbruch ...c5-c4 fortgesetzt würde.} 37. Kh2 b4 (37... c4 $5 {ist eine systemgerechte und interessante Option} 38. bxc4 bxc4 $11) 38. Qd2 Re7 $2 {Verlustzug: Notwendig war 38...Dd8, um die folgende Kombination nicht zuzulassen:} 39. Qf4 $6 {Geht an einer wichtigen Chance vorbei:} (39. Rxf6 $3 {Mit diesem herrlichen Turmopfer, gefolgt vom nächsten Schlag, wird die geschwächte schwarze Königsstellung aus den Angeln gehoben.} Bxf6 40. Rxf6 $1 gxf6 41. Qxh6 $18 {und gewinnt, aber auch diese Kombination liegt ausserhalb der Reichweite unserer Oldies.}) 39... Be5 40. Qh4 {[#]} Bc3 $2 { Verlustzug: Schwarz ist verständlicherweise taktisch überfordert.} (40... Bxg3+ 41. Qxg3 Nh7 42. Bh5 $16 {ist nach BrainLearn 18 die beste Verteidigung.} ) 41. Bf4 $6 {Aber auch Weiss geht es nicht besser, obwohl er auch nach dem Textzug noch klaren Vorteil besitzt.} (41. Rxf6 $3 Bxf6 42. Rxf6 $1 gxf6 43. Bg4 Qd8 44. Qxf6 Re8 45. Qxh6 f6 46. Bf5 Rf7 47. Be6 Rxe6 48. dxe6 Rh7 49. Qf4 Re7 50. Qxf6 Qe8 51. Qg5+ Kh7 52. Bxd6 Rxe6 53. Qxc5 $18) 41... Ne8 42. Qg4 $2 {Wirft den Vorteil weg.} ({Nach} 42. Qg3 $1 {ist noch gar nicht klar, ob Schwarz überleben kann.} Qxf5 {Noch am besten.} 43. exf5 Rxe2 44. Bxh6 $16 { und es ist keine Frage, wer da am Drücker ist.}) 42... g6 43. Bc1 Be5+ { Es geht noch genauer.} (43... Kh7 $11 {ist eine gute Verteidigung: Hebt die Fesslung auf der g-Linie auf und deckt den h6-Bauer.}) 44. g3 {Es gibt gleichwertige Alternativen.} (44. Rxe5 Qxg4 45. Bxg4 Rxe5 46. Bxh6 $11) (44. Kh1 Kh7 45. R5f2 Qxg4 46. Bxg4 Kg7 $11) 44... Bg7 45. R5f2 Qb5 {Durch den Angriff auf den a6-Bauer ist die folgende Antwort logisch.} 46. d4 Qb6 47. dxc5 Qxc5 48. Bd3 $2 {Es ist unverständlich, dass Weiss nicht mit 48.Lc4 die offene c-Linie für den Gegner schliesst, zumal nach der folgenden Antwort der Gegner spürbaren Vorteil erhält.} Qd4 {Nun hat Weiss für 49.Lc4 keine Zeit mehr, denn 49...Sf6 erobert den e4-Bauer.} 49. Qe2 Rc3 {Zug um Zug verbessert Schwarz seine Stellung.} 50. Rd1 $2 (50. Bb1 {ist besser, denn nach} Rxb3 $6 51. Bc2 Rc3 52. Bb2 {ist die Lage unklar.}) 50... Qc5 $17 {[#] Zweifacher Angriff auf den Lc1. Nun steht Schwarz deutlich besser und Weiss sollte sich mit 51.Df1 oder 51.Tff1 verteidigen.} 51. Be3 $2 {Verlustzug: Der Fidelity Excellence kann nicht erkennen, dass er sich mit dieser schwachen Fortsetzung in Teufels Küche bringt.} Qa5 $2 {Und die CXG Sphinx Legend kann umgekehrt vom gegnerischen Fehler nicht profitieren und verpasst eine klare Gewinnchance. } (51... Bd4 $1 {ist riesenstark} 52. Bxd4 {anderes ist noch ungünstiger} Qxd4 53. Rf3 Qe5 54. Bc2 Rec7 $17) 52. Rb1 {Und schon steht Schwarz nur noch besser, aber von Gewinn kann keine Rede mehr sein.} Qa3 {BrainLearn 18 zeigt hier noch eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 50%, aber nach ...} 53. Qd1 $2 {... sinkt die Gewinnwahrscheinlichkeit auf 19%, was bedeutet, dass sich die weisse Stellung mit dem Damenzug nach d1 spürbar verschlechtert hat, was nach 53.Ld3 oder 53.Kg2 bzw. gar 53.Tf3 nicht der Fall gewesen wäre.} ({BrainLearn 18: 1) } 53. Bd2 Rxb3 54. Bc1 Qa4 55. Qc2 Rxb1 56. Qxa4 Rxc1 57. Rc2 Rxc2+ 58. Bxc2 Bd4 59. Qxb4 Bc5 60. Qb8 Kg7 61. Qb2+ Nf6 62. Kg2 Re5 63. Bd3 h5 64. Bc2 Nd7 65. Qb7 Nf6 66. Kf3 Nh7 67. Qb2 Nf6 68. Qc3 Nd7 69. Bd3 Nf6 70. Qc2 Nd7 { 0.00/44}) ({BrainLearn 18: 2)} 53. Kg2 Rec7 54. Bb5 Nf6 55. Bf4 Rxb3 56. Rxb3 Qxb3 57. Bc6 Re7 58. Rf3 Qb1 59. Bxd6 Rxe4 60. Qd3 Qa2+ 61. Rf2 Qc4 62. Qxc4 Rxc4 63. Bb8 Ne4 64. Re2 b3 65. Bxa7 b2 66. Rxb2 Bxb2 67. Be3 Rc3 68. a7 Rxe3 69. a8=Q+ Kg7 70. Qb8 Bd4 71. Qf4 g5 72. Qxe3 Bxe3 73. Kf3 Nxg3 74. Kxg3 f5 75. Bd7 Kf6 76. d6 Bc5 77. Be8 Bxd6+ 78. Kf3 Be7 79. Kg2 Bc5 80. Bh5 Bd6 81. Be8 Ke5 82. Kf3 Bb4 83. Bd7 Kf6 84. Kg2 Bc5 85. Be8 g4 {-0.15/44}) ({BrainLearn 18: 3)} 53. Rf3 Nf6 54. Bd2 Nxd5 55. Qf1 Nb6 56. Bxc3 bxc3 57. Bc2 Qb4 58. Rd1 Be5 59. Kg2 Qc5 60. Qe2 Kg7 61. Qe3 Qc6 62. Rdf1 f6 63. g4 Qc8 64. Qd3 Qc5 65. Qe3 Qc6 66. Rb1 Qb5 67. Ra1 Qe8 68. Qd3 Rc7 69. Rb1 Qh8 70. Rbf1 h5 71. gxh5 Qxh5 72. Qb5 Nd7 73. Qa5 Qg5+ 74. Kh1 Rc8 75. Qb5 Rd8 76. b4 {-0.16/43}) 53... Rec7 54. Rg2 $6 {Hier verdienen 54.Lf4 oder 54.Kg2 den Vorzug, weil sie im Gegensatz zum Textzug den schwarzen Vorteil minimieren.} Nf6 $2 {Damit verliert Schwarz seinen Vorteil, der nach 54...h5 intakt geblieben wäre.} 55. Bf4 {[#] Eine nicht nur für Oldies äusserst komplexe Stellung ist entstanden. } Bf8 $2 {Nach diesem natürlich aussehenden Rückzug, der den angegriffenen d6-Bauern deckt, geht die Partie langsam den Bach herunter. Gemäss den Engines wäre nach 55...Sd7 oder 55...Da5 noch alles im Lot für Schwarz.} ({ BrainLearn 18:} 55... Nd7 56. Bxd6 Rc1 57. Qd2 Rxb1 58. Bxb1 Rc8 59. Bxb4 Qxb3 60. Ba2 Qa4 61. Rf2 Ne5 62. d6 Nf3+ 63. Rxf3 Rc2 64. Bd5 Kh8 65. Rf2 Rxd2 66. Bxd2 Bd4 67. Rxf7 Qc2 68. Rf8+ Kh7 69. Rf7+ Bg7 70. Rf2 Qc5 71. Rf7 Qc2 { 0.00/54}) ({BrainLearn 18:} 55... Qa5 56. Bxd6 Rd7 57. Bf4 g5 58. Qe2 gxf4 59. gxf4 Qc7 60. e5 Nxd5 61. Qg4 f5 62. Bxf5 Ne3 63. Qg6 Nxf5 64. Qe8+ Kh7 65. Qg6+ Kg8 {0.00/54}) 56. Bc4 {Jetzt schwebt die schwarze Dame wegen der Drohung Ta1 in Lebensgefahr.} R7xc4 $2 {Wenn schon ein Qualitätsopfer für den Lc4, dann wäre 56...T3xc4 besser, weil der schwarzen Dame noch das Feld c3 zur Verfügung stände.} (56... Qa5 {ist noch die beste Verteidigung} 57. e5 dxe5 58. Bxe5 Ne4 59. Re2 Nd6 60. Qf1 $18) 57. bxc4 Nxe4 {Zwar hat Weiss auf jeden Fall eine gewonnene Stellung. Aber aus praktischen Gründen verdient 57...Dxa6 mit Beseitigung des gefährlichen weissen a-Bauern den Vorzug.} 58. Ra1 Qb3 59. Qxb3 Rxb3 60. Re2 f5 (60... Bg7 {leistet stärkeren Widerstand.}) 61. Be3 Bg7 62. Raa2 $6 {Verpasst den Gewinn mit 62.Ta5! usw.} (62. Ra5 Nc3 63. Rg2 Nxd5 64. Bxa7 Nc7 65. Bb8 Nxa6 66. Rxa6 $18 {und gewinnt}) {[#]} 62... Nc3 $2 { Der letzte Fehler in dieser Partie geht nun zugunsten des Fidelity Excellence aus. Dabei wäre die Aufgabe für Weiss nach 62...Tb1+ überhaupt nicht einfach gewesen.} (62... Rb1 63. Bxa7 b3 64. Bb6 bxa2 65. Rxa2 Nc3 66. Ra3 (66. a7 Nxa2 67. a8=Q+ Kh7 $14) 66... Rb2+ 67. Kh1 Rb1+ 68. Kg2 Rb2+ 69. Kf1 Rb1+ 70. Kf2 Ne4+ 71. Ke3 Re1+ 72. Kd3 Rd1+ 73. Ke2 Rd2+ 74. Kf3 Rb2 75. Be3 $14) 63. Reb2 Rxb2+ 64. Rxb2 Nxd5 {Bringt auch keine Rettung mehr.} 65. cxd5 Bxb2 66. Bxa7 {Nun läuft der weisse a-Bauer durch, denn der schwarze Läufer kann nie auf die Diagonale g1-a7 gelangen.} Kh7 67. Be3 Bc1 68. Bxc1 Kg7 { ***AUFGEGEBEN***} 1-0 |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Hallo Kurt,
trotz vieler vergebener Chancen geht der Sieg des Fidelity Excellence fraglos in Ordnung. Eigentlich von Anfang an, hatte das Programm der Spracklens die Initiative in der Partie. Gruß Egbert |
AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz
Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 19. Partie: Schwarz (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 10,0-9,0 (52,6%) für Fidelity Excellence | In dieser mit der Halbslawischen Verteidigung eröffneten Partie begeht Schwarz (Excellence) in allen Spielphasen deutlich mehr Ungenauigkeiten und Fehler als sein Gegner. So wundert es nicht, dass die CXG Sphinx Legend nach Auslassung diverser Gewinnchancen am Ende mit einem gewonnenen Bauernendspiel dasteht. Aber fast unglaublich: Das ungarische Programm von Gyula Horvath verliert dieses Endspiel gar noch, weil es der weisse König unterlässt, den gegnerischen König und seinen Freibauern rechtzeitig zu stoppen. Eine ganz bittere Niederlage und schlicht ein Geschenk an den Fidelity Excellence.
[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"] [Date "2022.??.??"] [Round "19"] [White "CXG Sphinx Legend"] [Black "Fidelity Excellence 6 MHz"] [Result "0-1"] [ECO "D46"] [WhiteElo "1816"] [BlackElo "1838"] [Annotator "KUT"] [PlyCount "131"] [EventDate "2022.??.??"] 1. d4 d5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 19. Partie: Schwarz (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 10,0-9,0 (52,6%) für Fidelity Excellence | In dieser mit der Halbslawischen Verteidigung eröffneten Partie begeht Schwarz (Excellence) in allen Spielphasen deutlich mehr Ungenauigkeiten und Fehler als sein Gegner. So wundert es nicht, dass die CXG Sphinx Legend nach Auslassung diverser Gewinnchancen am Ende mit einem gewonnenen Bauernendspiel dasteht. Aber fast unglaublich: Das ungarische Programm von Gyula Horvath verliert dieses Endspiel gar noch, weil es der weisse König unterlässt, den gegnerischen König und seinen Freibauern rechtzeitig zu stoppen. Eine ganz bittere Niederlage und schlicht ein Geschenk an den Fidelity Excellence.} 2. c4 c6 3. Nf3 Nf6 4. Nc3 e6 5. e3 Nbd7 {***ENDE BUCH*** } 6. Be2 Bd6 7. O-O {***ENDE BUCH***} dxc4 8. Bxc4 O-O 9. Bd3 e5 $1 {Nun hat Schwarz alle Eröffnungsprobleme gelöst und steht gleich.} 10. Qc2 Re8 11. Bd2 exd4 12. Nxd4 Nc5 13. Be2 Ng4 $6 {Ein primitiver Angriff gegen den Punkt h2, der leicht abzuwehren ist.} (13... Nce4 {ist der stellungsgerechte Zug}) 14. h3 Nf6 {Nun haben wir die gleiche Stellung wie nach 13.Le2 mit dem Unterschied, dass der weisse h-Bauer auf h3 steht und statt Schwarz gar Weiss am Zug ist. Somit ist klar, dass Schwarz mit 13...Sg4 lediglich ein Tempo verloren hat.} 15. Rfd1 Qc7 16. Rac1 Bd7 17. Bf3 a5 18. a3 b6 $2 {Das verliert mindestens einen Bauern mit einer übermächtigen Stellung für Weiss.} (18... a4 { war angesagt, um b2-b4 mit ...axb3 e.p. beantworten zu können.}) 19. Be2 (19. b4 $1 {ist die richtige Fortsetzung, z.B.} axb4 20. axb4 Ne6 21. Nxe6 Bxe6 22. Nb5 $1 Bh2+ 23. Kh1 Qb8 24. Nd4 Ra2 25. Qb1 Be5 26. Nxc6 $18) 19... b5 $6 ( 19... a4 $11 {war auch hier am besten.}) 20. Bf3 $6 {Und erneut verdiente 20. b4 den Vorzug, denn nach dem lahmen Textzug kann Weiss von Vorteil nur noch träumen.} b4 21. Nce2 bxa3 $6 {Da der b4-Bauer den weissen Figuren das Feld c3 verwehrt, sollte Schwarz diesen Tausch besser unterlassen und mit 21...Db6 oder 21...Tab8 reagieren.} 22. bxa3 Nfe4 {Genauer war es mit dem anderen Springer.} 23. Be1 Ng5 {Die richtige Entgegnung: Der starke Läufer soll verschwinden.} 24. a4 Nxf3+ 25. Nxf3 Ne4 26. Rd4 f5 $6 {Weniger verpflichtend und die Stellung nicht schwächend war der Springerrückzug nach f6. Denn der Se4 kann sich dort so oder so nicht halten.} 27. Nc3 Nxc3 28. Bxc3 $16 { Weiss steht besser.} Be6 $2 {Das verliert für Schwarz, bzw. sollte verlieren.} 29. Rd2 $6 {Weiss findet nicht den mit 29.Sg5! besten Weg.} (29. Ng5 $1 Qe7 ( 29... Qd7 $2 30. Qd2 Bd5 31. Rxd5 cxd5 32. Qxd5+ Kf8 33. Be5 Rxe5 34. Nxh7+ Ke7 35. Qxa8 $18) 30. Nxe6 Qxe6 31. Rcd1 Be5 32. Rd7 Qc4 33. Rc1 Bxc3 34. Rd4 Qb4 35. Rxb4 axb4 36. Qxf5 Rxa4 37. Qc5 Raa8 38. Qxc6 $18) 29... Qe7 $2 {Besser geschah ...La3. Nach dem Textzug erhält Weiss eine übermächtige Stellung.} 30. Nd4 Qd7 31. Rcd1 $1 {Richtig: Der weisse Druck auf der offenen d-Linie ist gewaltig.} Bf8 32. Nxe6 Qxe6 33. Rd7 $1 $18 {Der weisse Positionsvorteil ist bereits entscheidend.} Be7 34. Qd2 $2 {Macht aus einer gewonnenen nur noch eine bessere Stellung.} (34. Qb2 Rab8 (34... Qg6 35. Qb7) 35. Qa1 Rbd8 36. Rxd8 Rxd8 37. Bxa5 $18) 34... Qc4 $2 {Statt +/= wird es wieder +- zugunsten von Weiss.} (34... Red8 $1 35. Rxd8+ Rxd8 36. Qc2 Rd5 $14 {mit nur noch leichtem weissem Vorteil.}) 35. Bxa5 $2 {Verpasst den Siegeszug 35.Db2 und aus für Schwarz.} (35. Qb2 Qxa4 36. Bxg7 $18) 35... Qxa4 36. Bc7 $2 {Vergibt noch den letzten weissen Vorteil anstelle von 36.Lc3 +/-} Qe4 37. Qb2 Qe6 $2 {Nach dem logischen 37...Lf6, was die wichtige Diagonale f6-a1 in Beschlag nimmt, ist Schwarz seine Sorgen zum grössten Teil lost.} 38. Qb6 $2 {Umgekehrt ist es nun Weiss, der auf 38.Le5! +/- verzichtet.} Ra2 $6 {Zwei andere Fortsetzungen verdienen bei weitem den Vorzug.} (38... Bf8 $11 {ist eine passive, aber bärenstarke Verteidigung. Es ist nicht zu sehen, wie Weiss noch Fortschritte machen könnte.}) (38... Ra1 $11 {erzwingt einen wichtigen Figurentausch und auch hier ist Schwarz seine Sorgen los.}) 39. Be5 Rea8 $2 {Hier stand Schwarz eine ungewöhnliche Rettungsmöglichkeit zur Verfügung, die natürlich durch unsere Oldies schlicht zu finden ist.} (39... Rxf2 $1 40. Kxf2 Qxe5 41. Qxc6 Bc5 42. Qd5+ Qxd5 43. R1xd5 Bxe3+ 44. Kf3 Bg5 45. Rxf5 Bf6 {und nach heutigem Wissenstand ist nicht zu sehen, wie Weiss gewinnen könnte. Vielleicht bringen die 10-Steiner-EGT in 15 Jahren hier absolute Klarheit.}) 40. Bc3 Kh8 41. Qc7 $1 {Weiss befindet sich auf dem Gewinnpfad.} R2a7 42. Qxa7 Rxa7 43. Rxa7 h5 44. Rdd7 Bf6 (44... Bf8 {scheitert an} 45. Rd8 $18) 45. Bxf6 Qxf6 {[#]Schwarz ist verloren. Weiss muss einfach den g7-Bauern schlagen, weil Schwarz nicht nehmen darf, weil das Bauernendspiel für ihn hoffnungslos ist. Aber auch der Verzicht auf ...Dxg7 bringt nichts, denn Weiss kann den Damentausch erzwingen.} 46. g3 {Vergibt den Gewinn noch nicht, denn Schwarz kann seinen g-Bauern nicht retten durch ...g6 wegen Ta8+ nebst Matt.} (46. Rxg7 $1 Qf8 47. Rh7+ Kg8 48. Rag7+ Qxg7 49. Rxg7+ Kxg7 50. Kf1 Kf6 51. Ke2 Ke5 52. Kd3 Kd5 53. g3 c5 54. f3 c4+ 55. Kc3 Kc5 56. g4 fxg4 57. fxg4 $18) 46... c5 47. Rf7 {Weiss macht sich das Leben unnötig schwer. Sofort 47.Txg7 gewinnt noch immer einfach.} Qb2 $1 { Stellt eine Falle.} 48. Rf8+ $6 {Es geht einfacher:} (48. Rae7 $1 {Verhindert Schachgebote der schwarzen Dame auf e4 und droht wieder Txg7.}) (48. Rxg7 { wäre jetzt ein schrecklicher Fehler, weil die schwarze Damen dem weissen König ein Dauerschach geben kann.} Qb1+ 49. Kh2 Qc2 50. Kg2 Qe4+ 51. Kh2 Qc2 $11) 48... Kh7 49. Raf7 Qb1+ 50. Kh2 Kg6 51. Rxf5 {Noch immer hat Weiss eine gewonnene Stellung, obwohl schon präzises Spiel erforderlich ist. Aber Schwarz wird weiteren Bauernverlust nicht vermeiden können.} Qxf5 $2 {Schwarz wählt wieder den Übergang in ein verlorenes Bauernendspiel.} 52. Rxf5 Kxf5 { Schon droht Schwarz mit ...c4 zu gewinnen. Der weisse König kann aber gerade noch rechtzeitig an den Damenflügel eilen.} 53. Kg2 Ke4 54. Kf1 Kd3 {Droht, den weissen König durch ...Kd2 vom Näherkommen abzuhalten und selbst zu gewinnen.} 55. Ke1 $1 {Behebt vorerst die Gefahr.} c4 $2 {Das verliert chancenlos.[#]} (55... Kc2 $1 {ist die einzig korrekte Fortsetzung, auch wenn sie wahrscheinlich auch verliert. Es entstünde jedoch ein äusserst schwieriges Damenendspiel, das durch keinen Oldie zu gewinnen wäre.} 56. e4 c4 57. e5 c3 58. e6 Kb1 59. e7 c2 60. e8=Q c1=Q+ 61. Ke2 Qc2+ 62. Kf1 Qd3+ 63. Kg2 Qd5+ 64. Kh2 Qf5 65. Kg1 Kc2) 56. g4 $4 {Ein katastrophaler Fehler, der die für Weiss gewonnene Stellung sogar noch verliert.} (56. Kd1 $1 {verhindert die Bauernumwandlung des c-Bauern} Kc3 57. Kc1 $1 g6 58. g4 hxg4 59. hxg4 Kd3 60. f4 Ke4 {sonst läuft der f-Bauer durch} 61. Kc2 Kd5 62. Kc3 Kc5 63. e4 $18) 56... Kc3 $1 {Auch ...Kc2 genügt, um ...Kb2 folgen zu lassen nebst Bauernumwandlung in den nächsten paar Zügen.} 57. gxh5 Kb2 58. f4 c3 59. Kf2 c2 60. Kf3 c1=Q 61. Kf2 Qd2+ 62. Kf3 Qh2 63. f5 Qxh3+ 64. Ke4 Kc3 65. Kf4 Kd3 66. f6 {***AUFGEGEBEN***} 0-1 |
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