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AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
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AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Match 120'/40, 5. Partie, ECO C12: Damenbauernspiele | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 3:2 (+2 -1 =2) für den Elite V6 | Die zahme Spielanlage von Weiss stellt dem Schwarzen keine Probleme. Dann zwei unbedarfte Läuferzüge (9...Le6 und 11...Lf7) und Schwarz verliert einen Bauern, hat aber das die Partie lange Zeit im Gleichgewicht haltende Läuferpaar. Die für beide Parteien schwierig zu behandelnde Stellung wendet sich erst um den 30.Zug herum. Weiss kann aber seine Gewinnstellung nicht ausnutzen, erhält aber später durch gegnerische Fehler wieder Gewinnmöglichkeiten, die aber erneut im Sand verlaufen. Ein mehr als glückliches Remis für den Portorose 68020.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.09"] [Round "5"] [White "Fidelity Elite V6"] [Black "Mephisto Portorose 68020"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "D03"] [WhiteElo "2107"] [BlackElo "2118"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "169"] [EventDate "2018.03.09"] 1. d4 d5 {Match 120'/40, 5. Partie, ECO C12: Damenbauernspiele | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 3:2 (+2 -1 =2) für den Elite V6 | Die zahme Spielanlage von Weiss stellt dem Schwarzen keine Probleme. Dann zwei unbedarfte Läuferzüge (9...Le6 und 11...Lf7) und Schwarz verliert einen Bauern, hat aber das die Partie lange Zeit im Gleichgewicht haltende Läuferpaar. Die für beide Parteien schwierig zu behandelnde Stellung wendet sich erst um den 30. Zug herum. Weiss kann aber seine Gewinnstellung nicht ausnutzen, erhält aber später durch gegnerische Fehler wieder Gewinnmöglichkeiten, die aber erneut im Sand verlaufen. Ein mehr als glückliches Remis für den Portorose 68020.} 2. Nf3 Nf6 3. Bg5 {Ende Buch} Qd6 4. Nbd2 Ne4 5. e3 Nxg5 6. Nxg5 f6 7. Ngf3 e5 8. c4 e4 {Ende Buch} 9. Nh4 {Der Springerzug an den Rand sieht auf den ersten Blick seltsam aus, ist aber die richtige Fortsetzung, zumal Weiss nun kräftig droht, seine Dame mit Schachgebot nach h5 zu stellen. Nicht möglich wäre dann ...g6 wegen Sxg6, weil ...hxg6 an Dxh8 scheitert. Die genannte Drohung verhindert also, dass Schwarz seinen Zentrumsbauern d5 mit dem logischen 9... c6 überdeckt. Am besten täte Schwarz nun daran, dem gegnerischen Dh5+ den Stachel zu ziehen, was mit 9...g6 oder 9...f5 möglich war. Der letztere Zug würde auch den schwarzen Bauern e4 decken, der nach einem weissen cxd5 auf wackligen Füssen steht.} Be6 $6 {Der Portorose 68020 findet eine dritte Möglichkeit, Dh5+ zu entschärfen, weil darauf ...Lf7 folgen könnte. Diese Alternative erweist sich indessen als weniger gut.} 10. cxd5 Bxd5 ({Nach} 10... Qxd5 11. Bc4 Qd7 12. Bxe6 Qxe6 13. Qh5+ Qf7 14. Qf5 $16 {steht Weiss deutlich besser}) 11. Qh5+ Bf7 $2 {Ein Fehler, der in die Hosen hätte gehen können. Notwendig war 11...Kd8, was wegen der Aufgabe des Rochaderechts auch nicht erstrebenswert wäre, hätte man eine andere Wahl.} 12. Qb5+ {Erobert schlicht und einfach einen Bauern, denn beide hängenden Bauern (b7, e4) lassen sich nicht gleichzeitig decken.} Qc6 $6 {Die ungünstigste Alternative.} (12... Nc6 {mit Entwicklung scheint noch die sinnvollste Fortsetzung} 13. Nxe4 Qb4+ 14. Qxb4 Bxb4+ 15. Nc3 O-O-O {und Schwarz kann mit seinem starken Läuferpaar noch lange kämpfen.}) (12... Qd7 13. Qxd7+ Nxd7 14. Nxe4 Bb4+ 15. Nc3 g6 16. Nf3 c6 {und auch in diesem Abspiel ist mit einem noch langen Kampf zu rechnen.}) 13. Nxe4 a6 14. Qxc6+ Nxc6 15. a3 {Verhindert die zwei lästigen schwarzen Entgegnungen ...Sb4 oder ...Lb4+.} O-O-O 16. Rc1 {Der beste Zug, mit dem sich Weiss den Vorposten c5 für den Springer sichert.} Re8 {Nicht völlig ausreichend ist das interessant aussehende Opfer 16...Sxd4 wie man aus der unten stehenden Variante erkennen mag.} (16... Nxd4 17. exd4 Rxd4 18. f3 g6 19. Rd1 Rxd1+ 20. Kxd1 Bb3+ 21. Kc1 Bh6+ 22. Kb1 Rd8 23. Nc3 Rd2 24. g3 f5 25. f4 Bg7 26. Nf3 Bxc3 27. bxc3 Rf2 28. Ne1 Bd5 29. Rg1 Rxh2 30. Bg2 Bxg2 31. Rxg2 Rh1 32. Re2 $16) 17. Bd3 Bd5 18. Nc3 Bb3 19. Bf5+ Kd8 20. O-O Bc4 21. Rfd1 Bb3 22. Rd2 g6 23. d5 {Weiss, der über einen gesunden Mehrbauern verfügt, wird aktiv und sichert sich für seinen weissfeldrigen Läufer auf e6 einen schönen Stützpunkt.} Na5 {Auch 23...Se5 war gut.} 24. Be6 Nc4 25. Re2 { Ebenso in Frage kam 25.Td4, denn der Bauer b2 dürfte wegen Tb1 mit Figurengewinn für Weiss nicht geschlagen werden.} Nb6 26. Nf3 {Schwarz hat ein schweres Leben, kann vor allem nichts Aktives unternehmen, zumal auch sein Läuferpaar noch keine grosse Wirkung ausübt.} c6 {Auch der andere Befreiungsschlag 26...Txe6 ginge nur zugunsten von Weiss aus.} (26... Rxe6 27. dxe6 Bxe6 28. Ne4 f5 29. Nc5 Bd5 30. Ng5 $18) 27. e4 (27. Rd2 Nc4 28. Rd4 c5 29. Rh4 {ist eine von den Engines bevorzugte Fortsetzung mit jeweils Bewertungen von über +2 Bauerneinheiten}) 27... Bc4 28. Ree1 Bd6 {Eine gleichwertige Alternative war 28...Ld6, um das Zentrumsfeld e5 unter Kontrolle zu halten.} 29. Nd4 {Trotz Mehrbauer hat es Weiss nicht leicht Fortschritte zu machen. Der d5-Bauer kann nicht ziehen, weil dann der Le6 hängt. Die Vorbereitungen zum systemgemässen Vorstoss e5 gestalten sich nicht einfach, abgesehen davon, dass der Vorstoss e5 den Bauern d5 massgeblich schwächt. Lästig postiert ist der schwarze Lc4. Wenn es gelänge, den kalt zu stellen .. . Aber wie. Aus Sicht von Schwarz stellt sich die schwierige Frage, ob er einmal versuchen soll, seine Bauernmehrheit am Damenflügel mit c6-c5 zu aktivieren und dort durch Linienöffnung seinen Läufern optimale Wirkung zu verschaffen. Er kann aber auch abwarten und vorerst seine Türme auf der e-Linie verdoppeln, seinen Läufer auf e5 stellen und das gegnerische Zentrum mit f6-f5 aufzubrechen. All dies braucht ebenfalls Zeit und gute Vorbereitung. Kurzum, vor allem für Computer dürfte diese Stellung für beide Seiten ein echtes Problem darstellen.} Be5 30. Red1 cxd5 $2 {Das dünkt mich falsch, hebt Schwarz damit doch die Spannung auf und entwertet seine Bauernmehrheit am Damenflügel.} 31. exd5 a5 $2 {Jetzt verliert Schwarz endgültig den Faden: Er hätte mit dem König von der d-Linie weichen und den Turm auf d8 stellen sollen.} 32. b3 $1 $18 {Sehr gut und objektiv betrachtet bekommt Weiss damit eine gewonnene Stellung, denn die logische Abwicklung, mit ...Lxd4, Txd4 Lxb3 den Bauern zurückzuerobern endet in einem Desaster.} Ba6 (32... Bxd4 33. Rxd4 Bxb3 34. Rb1 a4 35. Rb4 Nd7 36. Rxb7 Nc5 37. Ra7 Nxe6 38. dxe6 Bxe6 39. Nd5 Bc8 40. Nxf6 $18) 33. Ne4 Ke7 {Was auch immer Schwarz spielt, es ist aus für ihn . .. sofern man richtig spielt.} 34. f3 {Minimiert den Vorteil. Aber offenbar ist die taktische Gewinnvariante mit 34.d6+ und 12 Halbzügen zuviel für den Elite V6, was erstaunt, sind dabei doch viele erzwungene Züge mit dabei.} (34. d6+ Bxd6 35. Nxd6 Kxd6 36. Bf7 Rc8 37. Nc6+ Kc7 38. Ne7+ Kb8 39. Nxc8 Nxc8 $18) 34... Rd8 35. Rc5 {Auch hier war 35.d6+ deutlich stärker.} a4 36. bxa4 $6 { Und hier war 36.b4 wesentlich besser.} Nxa4 {Nicht so gut wie 36...f5} 37. Rc2 f5 38. Ng5 $6 {Verpasst erneut die gute Gelegenheit zu 38.d6+ mit deutlichen Vorteil.} Rdf8 39. g3 h6 40. f4 {In der Hoffnungh auf 40...hxg5? 41.fxe5 +- mit weisser Gewinnstellung. Doch diesen Gefallen tut ihm Schwarz nicht, trifft indessen nicht die beste Wahl.} Bd6 $2 {Strauchelt erneut in eine schlechte Stellung.} ({a)} 40... hxg5 $2 41. fxe5 $18 {die geballte Kraft der im Zentrum verbundenen Freibauern gewinnt einfach}) ({b)} 40... Bxf4 $2 41. gxf4 hxg5 42. d6+ Kf6 43. fxg5+ Kxg5 44. Bb3 $18 {und Weiss gewinnt, da die Doppeldrohung Lxa4 und Se6+ nebst Sxf8 entscheidet}) ({c)} 40... Bxd4+ 41. Rxd4 hxg5 42. Rxa4 gxf4 43. Rc7+ Kd6 44. Rd7+ Kc5 45. Rxf4 Bd3 $1 $14 {war die für Schwarz beste Verteidigung, wonach Weiss ein langer Kampf zum Sieg bevorstünde.}) 41. Ngf3 Kf6 (41... Bxa3 $4 42. Ra1 {und Weiss gewänne eine der beiden schwarzen Figuren auf der a-Linie}) 42. Ne5 {Plötzlich beginnt der Elite V6 gut zu spielen.} Bxe5 43. fxe5+ Kxe5 44. Nf3+ $2 {Schade, denn 44.d6 hätte gewonnen, während nun für Weiss nur noch ein kleiner Vorteil verbleibt.} Kd6 45. Rdc1 Nb6 46. Nh4 Rf6 47. Rd1 Ra8 48. Ng2 Nc4 49. a4 Nb6 50. a5 Nc4 51. Ra2 Bb5 52. Rb1 Kc5 53. Rc1 b6 $2 {Nachdem man schon auf Remis hoffen durfte, begeht Schwarz einen entscheidenden taktischen Fehler ... den der Elite V6 allerdings nicht nutzt; richtig war jedenfalls 53...Kd6 mit Ausgleich.} 54. Re2 $2 { Ein menschlicher Spieler hätte nach diesem Fehler bzw. der verpassten Gewinnmöglichkeit eine schlaflose Nacht.} (54. axb6 $1 $18 {Offenbar haben beide Programme die Kraft dieses Freibauern unterschätzt, bzw. übersehen, dass Schwarz den weissen Turm a2 wegen b6-b7 nicht schlagen darf. Der schwarze Turm wäre somit gezwungen, die a-Linie zu verlassen. Doch dann geht der schwarze Springer c4 wegen der Fesslung auf der c-Linie verloren.} Rb8 55. Ne3 Rxb6 56. Rac2 Kd6 57. Rxc4 {und gewinnt, denn} Bxc4 58. Nxc4+ Kc7 59. Nxb6+ Kxb6 60. Rc6+ {wäre chancenlos}) 54... Kd6 {Begibt sich rechtzeitig aus der c-Linie und entfesselt seinen Springer c4.} 55. axb6 Rb8 56. Nf4 Rxb6 $11 { Nun ist für Schwarz wieder alles in bester Ordnung.} 57. Rec2 Ne5 58. Rc3 Rf8 59. Re3 Rfb8 60. Rce1 Ng4 61. Ra3 Ne5 62. Rc3 $6 {Richt 62.Tae3, denn nun erhält gar Schwarz leichten Vorteil.} Ra6 $6 (62... g5 63. Ne2 Bd3 64. Nd4 Rb1 65. Rcc1 R1b4 66. Rxe5 Kxe5 67. Nc6+ Kd6 68. Nxb4 Rxb4 69. Rc6+ Ke5 70. Bc8 f4 71. gxf4+ gxf4 $15) 63. Rce3 Nc4 64. R3e2 Nb6 $14 (64... g5 $11) 65. Rb2 $11 ( 65. Rc2 $14) 65... Nc4 $11 66. Rb3 Nd2 {Bringt den Springer auf das schöne Zentrumsfeld e4 und enthebt sich damit aller Sorgen.} 67. Rc3 Ne4 (67... g5 $142) 68. Rc2 (68. Rce3 $11) 68... Be8 $15 69. Rec1 Ra5 70. Re2 Nc5 71. Rce1 g5 72. Ng2 Bb5 73. Rd2 Bd3 74. Ne3 f4 75. Ng4 Rb1 76. Rxb1 Bxb1 77. Nxh6 Nxe6 78. Nf7+ Ke7 79. dxe6 Kxe6 {Die Stellung hat sich vollständig verflacht.} 80. Nd8+ Kf5 81. Nc6 Rc5 82. Nd4+ Kg4 83. gxf4 gxf4 84. Rg2+ Kh4 85. Rg8 {als Remis abgebrochen} 1/2-1/2 |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Match 120'/40, 6. Partie, ECO C12: Englisch (Dreispringer System) | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 4:2 (+3 -1 =2) für den Elite V6 | Die Geschichte dieser schwierigen wie dramatischen Partie ist schnell erzählt. Der Elite V6 kommt ungünstig aus der Eröffnung. Für lange Zeit findet dann fast ein Spiel auf ein Tor statt. Doch sind die Probleme für den Portorose 68020, um weitere Fortschritte zu machen und Gewinn bringende Varianten aufs Brett zu zaubern, offenichtlich zu gross. Nach der ersten Zeitkontrolle steht ein ausgeglichenes Endspiel mit weissem Mehrbauer auf dem Brett. Und ab diesem Moment kehrt sich langsam das Blatt zugunsten von Schwarz. Das Programm von Richard Lang tut zu wenig, um die plötzlich agil auftretenden verbundenen Freibauern im Zaum zu halten. Und so geht die Partie langsam aber sicher den Bach runter. Eine unglückliche Niederlage für das Mephisto-Gerät.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.10"] [Round "6"] [White "Mephisto Portorose 68020"] [Black "Fidelity Elite V6"] [Result "0-1"] [ECO "A41"] [WhiteElo "2118"] [BlackElo "2107"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "143"] [EventDate "2018.03.10"] 1. c4 e5 {Match 120'/40, 6. Partie, ECO C12: Englisch (Dreispringer System) | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 4:2 (+3 -1 =2) für den Elite V6 | Die Geschichte dieser schwierigen wie dramatischen Partie ist schnell erzählt. Der Elite V6 kommt ungünstig aus der Eröffnung. Für lange Zeit findet dann fast ein Spiel auf ein Tor statt. Doch sind die Probleme für den Portorose 68020, um weitere Fortschritte zu machen und Gewinn bringende Varianten aufs Brett zu zaubern, offenichtlich zu gross. Nach der ersten Zeitkontrolle steht ein ausgeglichenes Endspiel mit weissem Mehrbauer auf dem Brett. Und ab diesem Moment kehrt sich langsam das Blatt zugunsten von Schwarz. Das Programm von Richard Lang tut zu wenig, um die plötzlich agil auftretenden verbundenen Freibauern im Zaum zu halten. Und so geht die Partie langsam aber sicher den Bach runter. Eine unglückliche Niederlage für das Mephisto-Gerät.} 2. Nc3 Nc6 3. Nf3 d6 {Eine heute unübliche Fortsetzung, nach der Schwarz ein schwierigeres Spiel hat anstelle des "normalen" 3...Sf6.} (3... f5 4. d4 e4 5. Ng5 Nf6) 4. d4 {Ende Buch} Bg4 {Ende Buch} 5. d5 {Diese Stellung weist für Weiss eine Gewinnquote von über 60% aus, ein Indiz dafür, dass Schwarz kein leichtes Leben haben wird.} Nce7 (5... Nb8 6. e4 Nd7 7. Be2 g6 8. O-O Bg7 9. Ne1 Bxe2 10. Qxe2 h5 11. Nd3 Nh6 12. f3 O-O 13. g4 hxg4 14. fxg4 f6 15. Be3 Qe7 16. Rf2 Nf7 17. Raf1 Bh6 18. h4 Kg7 19. Nd1 Bxe3 20. Nxe3 Nh6 21. Rf3 Rh8 22. Qg2 Raf8 23. R1f2 Rh7 24. Kf1 Kg8 25. Ke2 c6 26. Rg3 Rg7 27. Qh3 Qe8 28. g5 fxg5 29. hxg5 Rxf2+ 30. Nxf2 Nf7 31. Qe6 Qd8 32. Neg4 Kf8 33. Nf6 Nc5 34. Qh3 Ke7 35. b4 Na6 36. Qe6+ Kf8 37. Nd7+ Kg8 38. Ng4 {1-0 (38) Le,Q (2737) -Shabalov,A (2544) chess.com INT 2018}) 6. e4 {Wir haben eine geschlossene Zentrumsformation vor uns. Allgemein gesprochen werden beide Parteien die Öffnung einer Turmlinie suchen. Dazu stehen Weiss zwei Pläne zur Verfügung. Er kann mit b2-b4 und c4-c5 oder direkt c4-c5 die Öffnung der c-Linie anstreben, er kann aber auch mit f2-f4 die f-Linie öffnen. Das letzte System bringt aber auch Nachteile mit sich. So wird Schwarz auf f2-f4 mit e5xf4 antworten, wonach das Feld e5 ein starker Stützpunkt für seine Figuren werden kann. Ferner neigt der Bauer e4 auf der halboffenen e-Linie zur Schwäche. Unter Umständen lässt sich f2-f4 mit g2-g3 vorbereiten, so dass e5xf4 mit g3xf4 beantwortet wird. Allerdings bleibt die Schwäche des Bauern e4 bestehen, abgesehen davon, dass die Diagonale d8-h4 dem Gegner zur Verfügung stünde. Diese Probleme führen dazu, dass der Plan g2-g3 gefolgt von f2-f4 meistens nur dann erfolgreich ist, wenn Gewähr dafür besteht, dass Weiss nach e5xf4 g3xf4 sogleich das weitere Vorgehen e4-e5 durchzusetzen vermag. Dies alles erfordert indessen langwierige Vorbereitungen. Viel einfacher und ohne praktische Verpflichtungen ist der Plan, mit b2-b4 und c4-c5 die c-Linie zu öffnen. Nur ausnahmsweise ist dann d6xc5 gut. Manchmal versucht Schwarz, das Vorgehen des weissen b-Bauern mit a7-a5 zu verhindern. Das ist jedoch einfach zu bekämpfen, wobei Weiss einzig darauf achten muss, nicht a2-a3 zu spielen, weil Schwarz dann mit a5-a4! agiert und den Vorstoss b2-b4 wegen a3xb3 e.p. wertlos macht. Weiss behielte hernach schwache Bauern auf a3 und c4 und mit b7-b6 könnte Schwarz c4-c5 für immer verhindern. Richtig wäre es deshalb, nach a7-a5 den Zug a2-a3 mit b2-b3 vorzubereiten, so dass a2-a3 a5-a4 infolge von b3-b4 sinnlos wäre. Der weisse Plan mit c4-c5 entspricht auch einer alten Regel von Aaron Nimzowitsch, wonach man eine Bauernkette an der Basis (hier d6) angreifen soll. Da bei Weiss die Basis der Bauernkette e4 ist, sollte Schwarz seinerseits den Vorstoss f7-f5 anstreben. Er hat dann die Wahl, mit f5xe4 die f-Linie zu öffnen oder - insbesondere nach der weissen kurzen Rochade - mit f5-f4 und der Idee, die g-Linie via den Bauernvorstoss g7-g5-g4 zu öffnen und einen gefährlichen Angriff gegen die weisse Königsstellung zu lancieren. Die zweite Möglichkeit für Schwarz, eine Linie zu öffnen, besteht in c7-c6. Aber wie bei f2-f4 für Weiss erklärt, ist dieses Vorgehen auch bei Schwarz selten gut, kann doch der d6-Bauer nach d5xc6 schwach werden. Stellungen mit geschlossenen Zentrumsformationen sind tricky und Verlangen gewöhnlich ein optimales Zusammenspiel zwischen Angriff und Verteidigung. Bei der vorliegenden Bauernstruktur hat also Weiss die besseren Aussichten am Damenflügel, während Schwarz am Königsflügel angreifen sollte. In der konkreten Situation auf dem Brett sind die weissen Chancen klar besser. Das hat mit der etwas unglücklichen Aufstellung der schwarzen Figuren, vor allem des Läufers auf g4 zu tun. Einmal angegriffen, wird sich dieser unter Tempoverlust zurückziehen oder sich gegen eine weisse Leichtfigur tauschen müssen. Ohne diesen Läufer erweist sich nach allgemeiner Praxis die Bauernwalze f7-f5-f4 und g7-g5-g4 also bedeutend weniger wirksam.} Ng6 {Ob anstelle des Textzuges die Entwicklung 6...Sf6 den Vorzug verdient hätte, ist einerseits schwierig zu beurteilen und andererseits vielleicht nur Geschmacksache.} 7. Be2 Nf4 $6 { Ein ungünstiger Rösselsprung, der den schwarzen Plan wie oben beschrieben entwertet. Ferner macht es selten Sinn, eine Figur, die schon vier Mal gezogen hat (Sb8-c6-e7-g6-f4), zu tauschen gegen eine Figur, die noch gar nie gezogen hat. So verschwinden im vorliegenden Fall auf einen Schlag vier schwarze Tempi. Angesagt war natürlich normale Entwicklung mit 7...Sf6.} (7... Nh4 {um etwas Holz zu tauschen, sieht natürlich aus, wäre aber ein schlimmer Fehler nach} 8. Nxh4 Bxe2 9. Qa4+ Qd7 (9... c6 10. dxc6 b5 11. cxb5 $18) 10. Qxd7+ Kxd7 11. Kxe2 {mit Figurengewinn}) 8. Bxf4 exf4 9. O-O {Ein guter Zug, aber hier stand mit 9.c5 gar eine noch deutlich stärkere Fortsetzung zur Verfügung, die zu durchschauen das Können beider Programme natürlich bei weitem überschreitet. } (9. c5 $1 Be7 (9... dxc5 $2 10. Bb5+ Bd7 11. Qb3 Rb8 12. Ne5 Nf6 13. d6 $18) 10. e5 Bxf3 11. Bxf3 Nh6 12. exd6 cxd6 13. Qa4+ {und Weiss steht prächtig}) 9... a6 $2 {Noch eine Fortsetzung, die gar nichts zur Entwicklung beiträgt und nur Zeit verliert. Selbst in einigermassen geschlossenen Stellungen wie hier, darf die Entwicklung nicht derart sträflich vernachlässigt werden.} 10. Ne1 $2 {Ein Fragezeichen nur deshalb, weil Weiss hier mit 10.c5 eine bereits gewinnträchtige Fortsetzung zur Verfügung gestanden hätte.} (10. c5 { riesenstark} Be7 (10... dxc5 11. e5 $16) 11. e5 {schon fast der Todesstoss} Kf8 12. cxd6 cxd6 13. e6 {stösst einen Pfahl in die schwarze Stellung} Bxf3 (13... fxe6 14. Nd4 $18) 14. Bxf3 f5 (14... fxe6 15. dxe6 Nf6 16. Qd4 g5 17. Nd5 Rb8 18. Rac1 Rg8 19. Nb6 $18) 15. Ne2 g6 16. Nxf4 Kg7 17. Qb3 Bf6 18. Qxb7+ Ne7 19. Rac1 Rb8 20. Qa7 Rxb2 21. Rc7 $16 {und Schwarz hat trotz Mehrbauer ein schweres Leben}) 10... Bd7 11. Nd3 {Dass Weiss günstiger steht, ist schon optisch offensichtlich. Er hat die bessere Entwicklung, der schwarze Bauer f4 ist schwach und der starke Durchbruch e4-e5 im Zentrum mit Öffnung der e-Linie gegen den schwarzen König eine Drohung.} Qf6 12. Bg4 $6 {Deutlich effektiver waren sowohl a) 12.e5 als auch b) 12.Lf3} ({a)} 12. e5 dxe5 13. Re1 O-O-O 14. c5 $18 {weisse Gewinnstellung}) ({b)} 12. Bf3 O-O-O 13. Re1 Qd4 14. e5 $1 Bf5 15. Bg4 Bxg4 16. Qxg4+ Kb8 17. Rad1 $18 {weisse Gewinnstellung}) 12... Bxg4 13. Qxg4 {Nun ist die lange Rochade des Gegners verhindert und der Bauer f4 hängt.} Qd4 {Brachiale Gewalt mit 13...g5 hilft hier nicht. Der Textzug hingegen ist gut.} (13... g5 14. e5 Qg6 15. Rfe1 Be7 (15... Qxd3 16. exd6+ Kd8 17. Qxg5+ f6 18. Qh5 $18) 16. c5 dxc5 17. d6 cxd6 18. exd6 Qxd6 19. Rad1 h5 20. Qf5 Qd7 21. Qe4 Nf6 22. Qe5 O-O-O 23. Qxe7 Qxe7 24. Rxe7 c4 25. Rxf7 $18 {weisse Gewinnstellung}) 14. Nxf4 {Möglicherweise ist 14.Tad1 genauer.} Qxc4 $6 {Rasche Entwicklung mit 14...Sf6 15.De2 Le7 verdiente den Vorzug.} 15. Qe2 $2 {Verpasst erneut einen Gewinn.} (15. e5 $1 dxe5 16. Rfe1 Bd6 17. Re4 Nf6 18. Qxg7 Nxe4 19. Qxh8+ Ke7 20. Qxa8 Nxc3 21. bxc3 Qxc3 22. Rf1 exf4 23. Qxb7 $18) 15... Qxe2 16. Ncxe2 {Schwarz hat sich dank gütiger Mithilfe des Portorose 68020 befreien und materiell gleich ziehen können.} c5 $2 {Aber das ist nun wahrlich nicht gut, da alle Bauern a6, c6 und d6 anfällig für gegnerische Angriffe werden. Gegen die lange Rochade 16.... 0-0-0 nebst 17...g6 und 18...Lg7 sprach wirklich nichts.} (16... O-O-O 17. Rfc1 g6 18. b4 Bg7 19. Rab1 Nf6 20. f3 Nd7 $11) 17. dxc6 bxc6 18. Rac1 {Und schon hat Schwarz mit gewissen Schwierigkeiten zu kämpfen, wobei seine rückständige Entwicklung ebenfalls ins Auge fällt.} Ne7 {Deckt c6, aber behindert die Entwicklung ... und erweist trotzdem als widerstandsfähiger als 18...Tc8} ({Nach} 18... Rc8 19. Rfd1 Nf6 20. Nd4 c5 21. Nf5 Rd8 22. Ne3 $16 { steht Schwarz mit seinen Schwächen bedenklich}) 19. Rfd1 Rd8 20. f3 {Das erleichtert die gegnerische Verteidigung. Für Schwarz lästig ist 20.Sh5, was ...g6 wegen Sf6 matt verhindert.} g6 21. b3 {Jetzt nur noch 21...Lg7 nebst 22.. .0-0 und Weiss stünde lediglich leicht besser.} f5 $2 {Aber nein: der Elite V6 spielt wieder sein Dschungel-Schach und schwächt seine Bauernstruktur, weil sein Se7 an die Deckung von c6 gebunden ist und nicht auf f5 schlagen darf.} 22. exf5 gxf5 23. Rc4 {Noch stärker war 23.Se6} Kd7 {Will er endlich seinen Springer von der Deckung des Bauern c6 entbinden?} 24. Rb4 {Geht auf Bauernjagd aus mit der Drohung Tb7+ nebst Ta7.} Ra8 25. Ng3 {Bindet den Se7 an die Deckung des Bauern f5.} d5 {Das ist ein heikler Entscheid, werden nun doch die Felder e5 und vor allem c5 geschwächt.} 26. Nd3 a5 27. Ra4 Bg7 {Endlich ist die schwarze Entwicklung beendet und sind die beiden Türme miteinander verbunden.} 28. Rc1 {Massiert den schwachen Punkt c5.} Kc7 {Es ist plötzlich nicht mehr so einfach für Weiss, Fortschritte zu machen. Interessant sieht 29. Sh5 aus, was dem Lg7 alle Felder auf der schönen Diagonale streitig macht.} 29. Nc5 {Sieht nur schön aus, weil die Springergabel Se6 mit Gewinn des gegnerischen Lg7 droht.} Be5 30. Nh5 {Nun nicht mehr sehr wirkungsvoll, hat doch Schwarz nach dem folgenden Wegzug des Th8 wieder ein Rückzugsfeld auf h8. } Rhe8 31. f4 Bb2 32. Rc2 Bh8 {Das weisse Lavieren hat nichts gebracht, denn die Stellung befindet sich nun etwa im Gleichgewicht.} 33. Ne6+ Kb7 {Besser ginge der König nach b6.} 34. Ng5 {Weiss hat den Faden verloren und verzettelt seine Kräfte an zwei Fronten.} Ng6 {Eine erstaunliche Antwort unter Hergabe des Bauern h7, konnte der Elite V6 doch die möglichen Folgen von 35.Sxh7 - was übrigens nicht mal am besten ist - unmöglich vorhersehen.} 35. Ng3 {Das Schlagen des Bauern h7 führt nur zum Ausgleich.} (35. Nxh7 Re1+ 36. Kf2 Rd1 37. N7f6 Rf8 38. Nd7 Rf7 39. Nc5+ Kb6 40. Ng3 d4 41. Ke2 Rg1 $11) 35... Nh4 36. Nxh7 {Zum Glück für Schwarz ergibt dieser Bauernraub nur gleiches Spiel.} Re1+ 37. Kf2 Rae8 $6 {Besser war 37...Td1, stellt aber eine perfide Falle, auf die ein Computer natürlich nicht hereinfällt.} 38. Ng5 ( 38. Rxa5 $4 Bd4# {matt war die Falle}) 38... Kb6 {Diese kleine Ungenauigkeit nutzt Weiss nicht aus.} 39. Nf3 {Stark wie sehr kompliziert war 39.Sf7 mit der Doppeldrohung, den Lh8 zu tauschen oder den Springer nach e5 zu bringen und die Verbindung der Türme auf der e-Linie zu unterbrechen.} Nxf3 40. Kxf3 Rf8 41. b4 axb4 42. Rxb4+ Kc7 {Trotz eines weissen Mehrbauern befindet sich dieses Endspiel im Gleichgewicht. Der schwarze Läufer ist stärker als der weisse Springer, zudem besitzt Schwarz zwei verbundene Freibauern auf der c- und d-Linie, die alle gegnerischen Aktivitäten im Zaum halten.} 43. Kf2 Rd1 { Weiss hat dafür zu sorgen, dass die schwarzen Freibauern nicht vorteilhaft vorrücken. Insbesondere c6-c5 muss verhindert werden. Der schwarze König kann den Vorstoss seines Bauern c5 nur unterstützen, wenn er nach d6 geht, was aber wegen der Antwort Tb6 mit Bauernverlust nicht funktioniert. Aber auch das Pushen mit d5-d4 ist wegen Tbc4 mit Bauerngewinn harmlos. Und da der schwarze Turm f8 an die Deckung des Bauern f5 gebunden ist, herrscht eine Art von Schwebestellung. Aber auch Weiss kann nichts Konkretes unternehmen. Sein Freibauer auf der a-Linie lässt sich durch den schwarzen Turm auf der Grundlinie gut unter Kontrolle halten. Der Vormarsch des weissen Freibauern auf der h-Linie verspricht ebenfalls wenig, da es ihm an der notwendigen Unterstützung der weissen Streitkräfte mangelt.} 44. Ra4 {Entsprechend den formulierten Grundsätzen sollte Weiss den Turm auf der b-Linie belassen und dem gegnerischen König keine Möglichkeit durch Kb6 geben, den Vorstoss c6-c5 anzustreben.} ({Nach} 44. Ke2 Rg1 45. Kf2 Rd1 46. Ke2 Ra1 47. h3 $11 {ist nicht zu sehen, wie man beidseits Fortschritte machen könnte}) 44... Kb6 45. Ra3 Bd4+ {Dieses Schach hätte Schwarz nicht gehabt, wäre der weisse Turm auf der 4. Reihe geblieben.} 46. Ke2 Rg1 47. Kf3 c5 {Schwarz hat ein wichtiges Teilziel erreicht, nämlich den Vorstoss des c-Bauern.} 48. Rb3+ {Besser ist 48.Td3, da der Wegzug des Läufers verhindert wird, weil der Bauer d5 fallen würde und auch der König nicht nach c6 gehen darf wegen Txd4 und diesen Turm darf man nicht nehmen, ist doch der c5-Bauer gefesselt.} Kc6 49. Rd3 {Mit Verspätung, aber zu spät, kann doch nun der Läufer das Feld d4 verlassen.} Ba1 {Weiss hat in den letzten Zügen nicht optimal agiert und muss sich schon beträchtliche Sorgen machen, wie er die beiden mächtigen gegnerischen Freibauern in den Griff bekommt. Ich tendiere zur Ansicht, dass Weiss glücklich sein kann, wenn es gelänge, noch ein Remis zu erzielen.} 50. Ra3 { Selbst der Versuch, sich mit 50.Tcd2 (s. Variante) durch den Tausch eines Turmpaares etwas Erleichterung zu verschaffen, vermag nicht mehr zu befriedigen.} (50. Rcd2 d4 51. Rd1 Rxd1 52. Rxd1 Bb2 53. Rb1 Ba3 54. Rb3 Bb4 $17 {und Schwarz steht besser}) 50... c4 {Die schwarzen Freibauern werden zunehmend lästig.} 51. Ra6+ {Der damit verbundene Plan, sich via Ta6-h6-h5 auf den Bauern f5 zu stürzen, geht gründlich in die Hosen. Allerdings war die weisse Lage wahrscheinlich so oder so aussichtslos.} Kb5 52. Rh6 Rd1 53. Rh5 Rd3+ 54. Kf2 Bd4+ {In wenigen Zügen hat sich die Lage vollkommen zugunsten von Schwarz gewendet. Jedenfalls sehe ich für Weiss keine Rettung mehr vor der Allmacht der gegnerischen Freibauern.} 55. Kf1 {Besser, wenn schliesslich auch ungenügend, ist 55.Ke1} Re8 $19 {Schwarz steht jetzt auf Gewinn} 56. Rc1 Rd2 57. Nh1 {Es ist schon belanglos, was Weiss versucht. Der glückliche Elite V6 bringt den Siegespunkt ohne Problem ins Trockene, wenn auch nicht auf die schnellste Weise.} c3 58. Rxf5 Kc6 59. Re5 Rxe5 60. fxe5 c2 61. Rxc2+ Rxc2 62. Ng3 Rf2+ 63. Ke1 Rxg2 64. e6 Rxh2 65. Ne2 Be3 66. Kf1 d4 67. e7 Kd7 68. Ng3 Rf2+ 69. Ke1 d3 70. Nf1 d2+ 71. Nxd2 Rxd2 72. a4 {Weiss gibt auf } 0-1 |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Guten Abend Kurt,
eine wirklich unnötige Niederlage des Portorose 68020 :o. Es ist bewundernswert, mit welchem Einsatz und Liebe zum Detail Du die Partien auf verständliche Art und Weise kommentierst. Das verdient ein Riesen-Lob Kurt! :goldcup: Gruß Egbert |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Da schließe ich mich meinem Vorredner komplett an! :worship: :top:
Gruß Otto |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Ich schliesse mich auch meiner Vorrednern an - grosse klasse!
Viele Grüße Jürgen |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Diese Partie ist ein „Lehrbeispiel“, wie man es schafft überhaupt keine Koordination der Steine zustande zu bringen.
Das muss man dem Mephisto schon lassen. :eek: |
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Gruss Kurt |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Match 120'/40, 7. Partie, ECO B18: Caro-Kann (Capablanca-System) | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 5:2 (+4 -1 =2) für den Elite V6 | Wie fast immer in der von den Kontrahenten gewählten Variante, erhält Schwarz aus der Eröffnung heraus eine solide Stellung. Aber einmal mehr vergisst der Portorose 68020, rechtzeitig zu rochieren und öffnet gar selbst die e-Linie gegen seinen noch in der Grundstellung verharrenden König. Die Strafe folgte auf dem Fuss und so blieb Schwarz mit einem Minusbauer und unrochiertem König sitzen. Da der Elite V6 den schnellsten Gewinnweg nicht findet, wäre noch langer Kampf möglich gewesen. Das Programm von Richard Lang zeigt dann kein Gefühl für Königssicherheit und harmonisches Fgurenspiel. Und so geht der Portorose 68020 an den Folgen einer sich selbst eingebrockten Fesslung auf der d-Linie zugrunde. Eine schlechte Vorstellung des Mephisto-Geräts.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.12"] [Round "7"] [White "Fidelity Elite V6"] [Black "Mephisto Portorose 68020"] [Result "1-0"] [ECO "B18"] [WhiteElo "2107"] [BlackElo "2118"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "78"] [EventDate "2018.03.12"] 1. e4 c6 {Match 120'/40, 7. Partie, ECO B18: Caro-Kann (Capablanca-System) | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 5:2 (+4 -1 =2) für den Elite V6 | Wie fast immer in der von den Kontrahenten gewählten Variante, erhält Schwarz aus der Eröffnung heraus eine solide Stellung. Aber einmal mehr vergisst der Portorose 68020, rechtzeitig zu rochieren und öffnet gar selbst die e-Linie gegen seinen noch in der Grundstellung verharrenden König. Die Strafe folgte auf dem Fuss und so blieb Schwarz mit einem Minusbauer und unrochiertem König sitzen. Da der Elite V6 den schnellsten Gewinnweg nicht findet, wäre noch langer Kampf möglich gewesen. Das Programm von Richard Lang zeigt dann kein Gefühl für Königssicherheit und harmonisches Fgurenspiel. Und so geht der Portorose 68020 an den Folgen einer sich selbst eingebrockten Fesslung auf der d-Linie zugrunde. Eine schlechte Vorstellung des Mephisto-Geräts.} 2. d4 d5 3. Nc3 dxe4 4. Nxe4 Bf5 {Eine alte und einfache Methode mit rascher Entwicklung des weissfeldrigen Läufers, der sofort eine aktive Position einnimmt. Da ex-Weltmeister José Raoul Capablanca ein Anhänger dieser Fortsetzung war, trägt es den Namen Capablanca-System. Auch ex-Weltmeister Anatoly Karpov hat mit dieser positionellen Spielweise gute Erfolge erzielt; weitere bekannte Spieler mit guten Ergebnissen mit der Caro-Kann sind GM Alexey Dreev und Igor Khenkin. Dieses System der Caro-Kann ist vor allem Spielern zu empfehlen, die bereit sind, geduldig zu lavieren und auf ihre Gegenchancen zu warten, die sich oftmals dadurch ergeben, weil die Opponenten ihre Stellung gerne "überziehen".} 5. Ng3 (5. Nc5 {eine Idee des Schachkünstlers David Bronstein eignet sich gut als Überraschungswaffe, ist aber nie gross populär geworden.} ) 5... Bg6 6. N1e2 {Das bezweckt die Überführung des Springers nach f4 und die Schaffung eines Figurendrucks im Zentrum und am Damenflügel.} (6. h4 { ist die modern gewordene Hauptfortsetzung, um eine kleine Schwächung der schwarzen Bauernstruktur am Königsflügel durch 6...h6 zu erzwingen.}) (6. Nf3 {die alte Fortsetzung, die heute als harmlos gilt.}) 6... e6 7. Nf4 Bd6 8. Nxg6 {Andere wichtige Fortsetzungen stellen 8.c3 oder 8.Lc4 dar.} hxg6 9. Ne4 Be7 { Ende Buch} 10. g3 {Mit diesem Aufbau sind die Ergebnisse von Weiss ganz ausgezeichnet.} Nf6 11. Bg2 Nxe4 12. Bxe4 Nd7 13. O-O {Ende Buch} (13. c3 Bg5 14. f4 Be7 15. Qe2 Nf6 16. Bf3 a5 17. Be3 a4 18. c4 Qc7 19. Kf2 O-O 20. Kg2 Rfd8 21. Rhd1 Rd7 22. Rd3 Rad8 23. Qc2 Qa5 24. Rad1 Qa6 25. Bf2 Bf8 26. Rb1 Bc5 27. Rbd1 Bf8 28. Rb1 Bc5 29. Qc3 Bf8 30. Qc2 {1/2-1/2 (30) Leko,P (2730)-Anand, V (2794) Dortmund 2001}) 13... Qb6 {Eine Neuerung, die nicht wirklich zu tadeln ist, obwohl 13...Da5 natürlicher scheint mit der Idee, unter Tempogewinn durch ...Dh5, was Matt auf h2 droht, zum Damentausch zu kommen. Auf b6 drückt die Dame auf den Punkt b2 und hält sich Option für die lange Rochade offen. Da jedoch Weiss nicht wie oftmals in dieser Caro-Kann-Variante lang rochiert hat, kommt die kurze Rochade aber eher in Frage. Dies vor dem Hintergrund, dass ein weisser Bauernsturm gegen einen schwarzen lang rochierten König bedeutend einfacher in die Wege zu leiten ist, als umgekehrt durch Schwarz ein Angriff gegen den kurz rochierten König. Hier ist eben der Doppelbauer auf der g-Linie ein gewisses Handicap für einen Bauernsturm.} ({a) } 13... Bg5 {ist eine beachtenswerte Fortsetzung mit dem Ziel, entweder zum Läufertausch zu kommen oder den Gegner zu f2-f4 zu bewegen und so die Wirksamkeit des Lc1 einzuschränken.}) ({b)} 13... O-O {Gegen die sofortige Rochade spricht natürlich ebenfalls nichts. Überhaupt ist es meistens gut, so rasch als möglich zu rochieren. Dann hätte die Partie einen anderen und für den Mephisto Portorose 68020 wohl besseren Verlauf genommen.}) 14. a4 { Der Standardzug in diesem Stellungstyp ist 14.c4, doch hier kann Schwarz mit .. .Td8 oder ...0-0-0 antworten, gefolgt von ...Sf6 und der Bauer d4 neigt zur Schwäche. Der Textzug vermiest dem Gegner die lange Rochade und erlaubt auch den weiteren Vorstoss a4-a5, was die schwarze Dame zurückwerfen würde.} e5 $6 {Bei noch immer nicht rochiertem König öffnet Schwarz das Zentrum bzw. die kritische e-Linie. Dass man solche Dinge nicht machen soll, wird schon in Lehrstunden weit unter dem Niveau für Meisterspieler verkündet. Hätte ein GM diesen Zug gewagt, wäre ich davon ausgegangen, dass die konkrete Analyse nichts Nachteiliges offenbart hat und es sich hier um eine Ausnahme von der Regel handelt.} (14... a5 {war die zu erwartende gute Antwort}) 15. dxe5 Nxe5 16. Qe2 Bd6 $2 {Das schlägt dem Fass aber nun wirklich den Boden aus. Schwarz entfernt gar eine Figur aus der e-Linie und setzt den schwarzen Springer e5 - nach dem Wegzug des Le4 - der direkten Fesslung gegen seinen König aus. Absolut zwingend als letzte Gelegenheit, musste Schwarz natürlich die kurze Rochade probieren.} 17. a5 Qb4 $2 {Mehr Widerstand leistet 17...Dc7. Nach dem unbedachten Textzug bekommt Weiss eine Gewinnstellung.} 18. f4 { Selbstverständlich wird der Springer attackiert, so dass nach dessen Rückzug der weisse Läufer e4 mit Abzugschach wenigstens einen Bauern erobern kann.} Nd7 19. Bxc6+ Be7 20. Bb5 (20. Bxd7+ {ist exakter} Kxd7 21. c3 $18) 20... a6 21. Bxd7+ Kxd7 22. Rd1+ (22. c3 $18 {ist genauer}) 22... Bd6 $2 {Nach diesem Fehler könnte es sofort aus aus.} ({Nach} 22... Ke8 23. c3 Qc5+ 24. Be3 Qc6 25. Bb6 Kf8 26. Rd4 Bc5 27. Bxc5+ Qxc5 $16 {steht Weiss zwar besser, aber Kampf ist durchaus noch möglich}) 23. c3 {Genügt zum Gewinn, auch wenn 23. Ld2 die Sache verkürzt hätte.} Qc5+ 24. Be3 Qc6 25. Rd4 {Die hübsche Kombination 25.Txd6!! mit 15 HZ ist selbst für den Fidelity Elite V6 zu tief.} (25. Rxd6+ Kxd6 (25... Qxd6 26. Rd1 Rae8 27. Rxd6+ Kxd6 28. Qc4 $18) 26. Rd1+ Kc7 27. Bb6+ Kc8 28. Qe7 Kb8 29. Rd8+ Rxd8 30. Qxd8+ Qc8 31. Qd6+ Qc7 32. Qxc7# ) 25... Rae8 26. Qd3 {Die unangenehme Fesslung des Ld6 bindet nun die schwarzen Streitkräfte.} Re6 27. Rd1 Ke7 28. Rd5 {Die beste Fortsetzung. Auch wenn Schwarz nur einen Bauern weniger hat, ist er hilflos, was insbesondere auf die äusserst aktive Aufstellung der weissen Figuren zurückzuführen ist.} Rh7 29. Bd4 $6 {Stellt das nicht den Td5 ein? Natürlich nicht, denn der ist tabu, weil 29...Dxd5? 30.Lf6+ gxf6 31.Dxd5 die schwarze Dame gewinnt. Stärker als der Textzug sind hingegen 29.b4 oder 29.Lb6} Ke8 $2 {In verlorener Stellung ein ganz schlechter Zug.} 30. Be5 $1 {Der schnellste Weg.} Bxe5 (30... Bc5+ 31. Kf1 f5 (31... Be7 32. Rd8+ Bxd8 33. Qxd8#) 32. Rxc5 Qh1+ (32... Qxc5 33. Qd7+ Kf8 34. Qxe6 $18) 33. Kf2 Rxh2+ 34. Ke3 Qe4+ 35. Qxe4 fxe4 36. Rc8+ Kf7 37. Rd7+ Re7 38. Rxe7+ Kxe7 39. Rc7+ Ke6 40. Rxb7 $18) 31. Rxe5 {Die Pointe, es geht nicht ...Txe5 wegen Dd8 matt} Kf8 32. Qd8+ Qe8 (32... Re8 33. Rd7 $18) 33. Rxe6 fxe6 34. Qc7 {Gegen Td8 und Gewinn der schwarzen Dame gibt es keine Verteidigung mehr.} Rh5 35. Rd8 Qxd8 36. Qxd8+ Kf7 37. Qd7+ Kg8 38. b4 Kh7 39. Qxb7 Rd5 {Schwarz gibt auf} 1-0 |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Guten Abend Kurt,
bislang enttäuscht mich der Auftritt vom Portorose 68020 in dem Wettkampf. In Sachen Königssicherheit offenbarte diese Partie erhebliche Schwächen des Lang-Programms. Vielleicht berappelt sich das Gerät ja noch in den nächsten Partien... Gruß Egbert |
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O ja, mich auch. Zwar sind erst 7 Partien gespielt aber langsam wäre es Zeit für den Porto zum Wach werden denn sonst kommt er mir langsam vor wie ein Idiot. Der andere Idiot war der Almeria...:mad: und das gegen DEN direkten Mitkonkurrenten :doh: andere gab es ja nicht... Grüße Otto |
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Match 120'/40, 8. Partie, ECO D18: Slawische Verteidigung (Hauptvariante) | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 5:3 (+4 -2 =2) für den Elite V6 | Endlich gewinnt der Portorose 68020 wieder eine Partie und verbessert seinen schlechten Tabellenstand. In einem ruhig verlaufenen Kampf, der sich vor allem im Zentrum und am Damenflügel abspielt, kann keine der beiden Kontrahenten spürbare Vorteile erzielen. Der weissen Offensive am Damenflügel begegnet der Elite V6 mit einem Gegenangriff am Königsflügel, führt diesen dann aber nicht zu Ende, vergibt dadurch das Remis, denn in der Zwischenzeit wird er am anderen Brettabschnitt völlig überspielt. Ein weisser Turm dringt auf die 7. Reihe ein, erobert den schwarzen a7-Bauern und Weiss muss in der Folge keinen grossen Widerstand überwinden, um den Punkt ins Trockene zu bringen.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.14"] [Round "8"] [White "Mephisto Portorose 68020"] [Black "Fidelity Elite V6"] [Result "1-0"] [ECO "D18"] [WhiteElo "2118"] [BlackElo "2107"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "96"] [EventDate "2018.03.14"] 1. d4 d5 {Match 120'/40, 8. Partie, ECO D18: Slawische Verteidigung (Hauptvariante) | Bediener: Rolf Bühler | Stand: 5:3 (+4 -2 =2) für den Elite V6 | Endlich gewinnt der Portorose 68020 wieder eine Partie und verbessert seinen schlechten Tabellenstand. In einem ruhig verlaufenen Kampf, der sich vor allem im Zentrum und am Damenflügel abspielt, kann keine der beiden Kontrahenten spürbare Vorteile erzielen. Der weissen Offensive am Damenflügel begegnet der Elite V6 mit einem Gegenangriff am Königsflügel, führt diesen dann aber nicht zu Ende, vergibt dadurch das Remis, denn in der Zwischenzeit wird er am anderen Brettabschnitt völlig überspielt. Ein weisser Turm dringt auf die 7. Reihe ein, erobert den schwarzen a7-Bauern und Weiss muss in der Folge keinen grossen Widerstand überwinden, um den Punkt ins Trockene zu bringen.} 2. c4 c6 {Gegenüber dem klassischen Damengambit mit 2...e6 will Schwarz die Schwierigkeiten mit der Entwicklung des Lc8 vermeiden und diesen Läufer nach f5 entwickeln. Also ähnliche Beweggründe wie der Unterschied zwischen der Französischen Verteidigung 1.e4 e6 und der Caro-Kann-Vereidigung 1.e4 c6. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass Schwarz in der Slawischen Verteidigung in der Regel erst mit d5xc4 das Zentrum aufgeben muss, bevor der Läufer nach f5 gehen kann. Dies deshalb, weil die frühzeitige Entwicklung des Lc8 eine ernstliche Schwächung des schwarzen Damenflügels verursachen kann. Für den ungeübten Spieler nicht verschwiegen werden darf, dass die Slawischen Verteidigung trotz der geschilderten Vorteile bedeutend schwieriger zu behandeln ist, als das Klassische bzw. orthodoxe Damengambit und auch mehr theoretische Kenntnisse erforderlich sind, um alle Fallstricke zu umgehen, die ihm Weiss auftischen kann. Dazu in den späteren Bemerkungen mehr.} 3. Nc3 (3. cxd5 cxd5 {ist die harmlos aussehende Slawische Abtausch-Variante, die jedoch beidseits feines Positionsspiel voraussetzt, um nicht in Nachteil zu kommen.}) 3... Nf6 {Die älteste bekannte Partie mit der Slawischen Verteidigung aus dem Jahr 1837 hatte 3...Lf5 zum Inhalt.} (3... Bf5 4. Bf4 e6 5. e3 Bb4 6. Bd3 Ne7 7. c5 f6 8. h4 Nd7 9. g4 Bxd3 10. Qxd3 e5 11. Bg3 b6 12. a3 Bxc3+ 13. Qxc3 bxc5 14. dxe5 fxe5 15. Bxe5 Nxe5 16. Qxe5 Qa5+ 17. Qc3 Qxc3+ 18. bxc3 h5 19. g5 Rb8 20. Nf3 Rb3 21. c4 O-O 22. Ne5 Rf5 23. Nd7 dxc4 24. O-O Rd5 25. Rfd1 Rxa3 26. Rab1 Rb3 27. Rbc1 Rbd3 28. Rxd3 cxd3 { 0-1 (28) Von Heydebrand und der L,T-Mayet,C Berlin 1837}) 4. Nf3 dxc4 {Für eine rasche Entwicklung seiner Figuren gibt Schwarz das Zentrum auf und droht, den Bauern c4 mit b5 zu verteidigen. Hier gibt es zum Textzug einige Alternativen wie:} ({a)} 4... a6 {Das so genannte Chebanenko-System; einerseits ein Abwartezug und den weissen Figuren das Feld b5 verwehrend, andererseits die Möglichkeit bietend, einmal mit b7-b5 selbst aktiv zu werden. Es entstehen schwierig zu behandelnde Stellungen.}) ({b)} 4... e6 {Das widerspricht zwar den Zielsetzungen der Slawischen Verteidigung, was die Entwicklung des Lc8 betrifft, ist aber ein gesunder Zug, der jedoch zu wiederum äusserst scharfen Stellungen führen kann nach beispielsweise} 5. Bg5 dxc4 6. e4 b5 7. e5 h6 8. Bh4 g5 9. Nxg5 hxg5 10. Bxg5 {das Botvinnik-System}) ({c)} 4... Bf5 $2 {Ein typischer Zug der Amateure, da die Schwächung des Damenflügels sofort akut wird nach} 5. cxd5 cxd5 {etwas besser das Schlagen mit dem Springer, der dem Weissen jedoch das Zentrum überlässt} 6. Qb3 { und mit diesem den Punkt b7 und den Bauern d5 doppelt angreifenden Zug ist Schwarz bereits in Schwierigkeiten, zeigt doch die beste Antwort ...Lc8, wie schlecht der Läuferzug nach f5 war; andere Verteidigungen machen ein schlechten Eindruck, so ...Dd7 Se5 bzw.} Qb6 7. Nxd5 Nxd5 8. Qxd5 e6 9. Qb3 Qxb3 10. axb3 {mit weissem Mehrbauern}) 5. a4 {Führt zur Hauptvariante der Slawischen Verteidigung, macht indessen das Feld b4 für die gegnerischen Figuren frei. Schwarzspieler müssen hier aber auch zwingend (gefährliche) Alternativen kennen wie} ({a)} 5. e4 {Ein Gambit, nämlich die Geller-Variante, wonach Schwarz den Bauern c4 festhalten kann mit} b5 6. e5 {oder 6.Dc2 (Spassky)}) ({b)} 5. e3 {Die Aljechin-Variante} b5 6. a4 b4) 5... Bf5 {Die beste gegen e2-e4 gerichtete Antwort.} 6. e3 {Erneut gibt es wichtige Optionen: } ({a)} 6. Ne5 {Auch diesen vormals beliebten Zug, der unter anderem in den WM-Kämpfen zwischen Aljechin-Euwe 1935 und 1937 zur Anwendung gelangte, muss Schwarz kennen.} e6 {Wiesbaden-Variante} ({oder} 6... Nbd7 {Krause-Angriff})) ( {b)} 6. Nh4 {Die Baarner-Variante, in der Schwarz ebenfalls wissen sollte, was zu tun ist.}) 6... e6 (6... Bd3 {Der damit beabsichtigte Tausch des weissen Angriffsläufers hat den grossen Nachteil, dass er zu viel Zeit kostet und dem Weissen das Zentrum überlässt.} 7. Bxd3 cxd3 8. Qxd3 e6 9. O-O Be7 10. e4 O-O 11. Rd1 {und Weiss steht sehr gut}) 7. Bxc4 Bb4 {Ein wichtiger systemgemässer Zug, der sich gegen e3-e4 stemmt, weil ja der Sc3 gefesselt ist. Auf jede andere Fortsetzung käme das weisse Übergewicht im Zentrum rasch zur Geltung. Beide Parteien haben nun drei Figuren entwickelt. Interessant dabei, dass der weisse Damenläufer c1 unentwickelt geblieben ist, während es Schwarz gelungen ist, beide Läufer herauszubekommen. Deshalb hat Schwarz ein gewisses Gegengewicht gegen die Mehrheit des Gegners in der Mitte.} 8. O-O O-O {Ende Buch} 9. Qb3 {Ende Buch | Einigermassen ungebräuchlich, aber durchaus spielbar. Weiss hofft, den Tausch des Lb4 zu erzwingen oder den Bauern b7 zu erobern. Da dieser Plan jedoch nicht aufgeht und die weisse Dame auf b3 nichts im Kampf ums Zentrum leistet, erweist sich die übliche Fortsetzung 9.De2 mit dem Plan e3-e4 als erfolgreicher. Allgemein verhält es sich so, dass Züge in der Eröffnungsphase, die der Zentralisierung dienen, fast ausnahmslos den Vorzug vor anderen Varianten verdienen.} Qb6 (9... Qe7 {was den Lb4 und den Bauern b7 verteidigt, findet allgemein mehr Zuspruch.}) 10. Nh4 {Den lästigen Läufer auf der schönen Diagonale h7-b1 zu beseitigen und sich das Läuferpaar zu sichern, ist keine schlechte Idee. Für Schwarz stellt sich nun insbesondere die Frage, ob er zwecks Vermeidung eines Doppelbauern seinen Läufer wegziehen oder lieber einen Entwicklungszug ausführen soll. Vermutlich ist das weitgehend Geschmacksache.} Nbd7 (10... Bg6 11. Nxg6 hxg6 12. Rd1 Nbd7 13. g3 Rad8 14. Bf1 e5 15. Bg2 Rfe8 16. Na2 Bd6 17. Qxb6 Nxb6 18. a5 Nbd5 19. a6 bxa6 20. Nc3 Nb4 21. Kf1 exd4 22. exd4 c5 23. dxc5 Bxc5 24. Rxd8 Rxd8 25. Bg5 Re8 26. Rd1 Ng4 27. Ne4 Bf8 28. h3 Ne5 29. Rd8 Rxd8 30. Bxd8 Ned3 31. b3 Nc1 32. Nd2 Bc5 33. Bb7 Kf8 34. h4 Bb6 35. Bg5 Ncd3 36. Ke2 Nxf2 37. Nc4 Nfd3 38. Nxb6 axb6 39. Bxa6 Nxa6 40. Kxd3 Ke8 41. Kc4 Kd7 42. Kb5 Nc5 43. b4 Nd3 44. Be3 f5 45. Bxb6 f4 46. gxf4 Nxf4 47. Ka6 Ne6 48. Be3 Nc7+ 49. Kb7 Nb5 50. Kb6 Nd6 51. Bf4 Nf5 52. b5 Nd4 53. Be3 Nf5 54. Bc5 Nxh4 55. Ka6 Nf3 56. b6 Ne5 57. b7 Nc6 58. Bf2 Nb8+ 59. Ka7 Nc6+ 60. Kb6 Kd6 61. Bg3+ {1-0 (61) Vaganian,R (2617)-Sakaev,K (2648) Bugojno 1999}) 11. Nxf5 exf5 {Der Doppelbauer stellt hier keine grosse Schwäche dar und trägt dazu bei, dass dieser das wichtige Zentralfeld e4 beherrscht und die halb-offene e-Linie dem Schwarzen zugute kommt.} 12. Ne2 {Interessant war 12.Sa2, um den Damentausch anzustreben und später zu versuchen, im Endspiel die Stärke des weissen Läuferpaars auszuspielen.} (12. Rd1 Rac8 13. Bd2 c5 14. Bb5 Rfd8 15. a5 Qd6 16. dxc5 Bxc5 17. Be1 Qe7 18. Nd5 Nxd5 19. Rxd5 g6 20. Rad1 Nf6 21. Rxd8+ Rxd8 22. Rxd8+ Qxd8 23. Bc4 Qc7 24. g3 Bd6 25. Qd3 Be5 26. b4 Ne4 27. Kg2 Kg7 28. b5 Nd6 29. Bd5 Qc5 30. a6 bxa6 31. bxa6 Qb6 32. Bb3 Qc6+ 33. Qd5 Qxd5+ 34. Bxd5 Nb5 35. f3 Bd6 36. Bc4 Na3 37. Bc3+ Kf8 38. Bd3 Bc5 39. e4 fxe4 40. fxe4 Ke7 41. Kf3 Kd6 42. Kf4 h6 43. Bg7 Kc6 44. Ke5 Be7 45. Bxh6 Nb5 46. Be3 {1-0 (46) Ljubojevic,L (2553)-Stellwagen,D (2630) Amsterdam 2009}) 12... Rae8 {Auch das prophylaktische 12...a5 sieht gut aus, womit die schwarze Dame wieder frei würde.} 13. Qd3 {Das sieht für mich gekünstelt aus, zumal damit auch das harmonische Zusammenspiel der weissen Figuren eher verschlechtert als verbessert wird. Anders sähe das bei 13.Dc2, später gefolgt von Ld3 aus.} Ne4 {Ohne langwierige Fernschach-Analyse ist es für Schachamateure unmöglich abzuschätzen, welches hier der Bestzug darstellt: 12...Se4, oder 12...g6 oder 12...Da5.} 14. Ng3 {Mir hätte das Springermanöver 14.Sf4 besser gefallen, weil der Textzug nie Sxe4 droht wegen ...fxe4 mit Auflösung des Doppelbauern. Auf f4 stünde der Springer zentraler.} Nxg3 {Für diesen Tausch bzw. den Wegzug des auf e4 super stark stehenden Springers bestand kein Anlass. Gut war 14...Da5.} 15. hxg3 Qa5 16. Rd1 Rd8 {Möchte dem Weissen wohl d4-d5 verleiden. Konsequent sieht indessen 16...Sf6 nebst Se4 aus.} (16... Nf6 17. Bd2 g6 18. Bxb4 Qxb4 19. Qc3 Qd6 $11) 17. Qc2 Rfe8 18. Bd3 g6 19. Bd2 Bxd2 20. Qxd2 { Am Brett könnte ob dem Problem, Damentausch ja/nein und wenn nein, wohin mit der Dame, viel Bedenkzeit den Bach runtergehen. Schwarz entscheidet sich gegen den Tausch der Damen und somit für eine weniger klare Fortsetzung, also typisch Fidelity.} Qb6 {Wenn schon dem Damentausch ausweichen, dann bitte sofort nach c7 gehen, um kein Tempo zu verlieren, wie es in der Partie geschieht.} ({Nach} 20... Qxd2 21. Rxd2 c5 {haben wir ein Endspiel auf dem Brett, das bestimmt nicht schlechter steht für Schwarz. Weiss kann nicht gut dxc5 antworten, vermag jedoch die ungünstige Isolierung seines d4-Bauern gerade noch vermeiden mit} 22. Rad1 (22. dxc5 $2 Nxc5) 22... cxd4 23. Bb5 a6 24. Bxd7 Rxd7 25. Rxd4 Rxd4 26. Rxd4 $11 {und jetzt lässt sich ohne schlechtes Gewissen die Remispfeife rauchen.}) 21. a5 (21. b4 $5 {ist meines Erachtens eine Spur besser, was vorerst c6-c5 verhindert und später, nach geeigneter Vorbereitung natürlich, die Möglichkeit eröffnet, den üblichen Minoritätsangriff mit b4-b5 in die Wege zu leiten. In der vorliegenden Situation hat dieser Angriff selbstverständlich bei weitem nicht die Kraft, wie wenn noch ein schwarzer Bauer auf d5 stünde und Schwarz b4-b5 einfach mit cxb5 beantworten wird, ohne eine Bauernschwäche auf d5 zu hinterlassen.}) 21... Qc7 22. Qb4 $6 {Hier hat die weisse Dame nichts verloren und vergibt damit seinen kleinen Vorteil, der mit 22.a6 zu festigen war.} Nf6 $6 {Vorerst a5-a6 mit 22...a6 zu stoppen, war die logische Folge.} 23. a6 b6 24. Rdc1 { Weshalb nicht das natürlichere 24.Tac1, nachdem der weisse a-Turm keine Verpflichtungen mehr auf seinem ursprünglichen Posten hat? Ferner bliebe der weisse Ld3 gedeckt.} Qd7 {Der Elite V6 vermeidet die höchst interessante Fortsetzung 24...c5, weil er offenbar mehr Nachteile für sich sah als nach dem Textzug.} (24... c5 $5 25. Bb5 (25. dxc5 Rxd3 26. cxb6 Qxb6 27. Qxb6 axb6 28. Rc6 Nd7 29. Rc7 Ne5 30. Rb7 Red8 31. Kh2) 25... Qb8 26. dxc5 bxc5 27. Qa5 Re6 28. Rxc5 Red6 29. Rf1 Ne4 30. Rc7 Rd5 31. Rb7 Qe5 32. Qa2 Nxg3 33. fxg3 ( 33. Rxa7 Nxf1 34. Bxf1 f4 35. exf4 Qxf4 36. Ra8 $1 Qd4 37. Rxd8+ Rxd8 38. b3 $11) 33... Qxe3+ 34. Kh2 Qh6+ 35. Kg1 Qe3+ 36. Kh2 Qh6+ 37. Kg1 Qe3+ {Remis 3x} ) 25. Qa4 Re6 26. Bc4 Rd6 {Droht die Gabel b5. Auf den ersten Blick bekommt man den Eindruck, dass Weiss besser steht, ist doch der schwarze Bauer c6 leicht angreifbar. Wenn man indessen etwas tiefer in die Stellung eindringt, erkennt man, dass Weiss wohl seinen Läufer nach f3 stellen müsste. Abgesehen davon, dass Schwarz unter Umständen die Kraft eines weissen Lf3 mit ...Se4 oder ...Sd5 abblocken könnte, gibt es eine zweite Lösung. Diese basiert auf dem Umstand, dass eben auch der weisse a6-Bauer angreifbar ist und Schwarz sich das zunutze machen kann mit b6-b5, gefolgt von ...Tb8 und Tb6. Dann wäre einerseits der c6-Bauer geschützt und gleichzeitig der gegnerische a6-Bauer angegriffen. Somit hat also Weiss keine freie Hand, um den schwarzen c6-Bauern in Ruhe zu belagern.} 27. Qa3 (27. Be2 Rb8 28. Bf3 b5 29. Qc2 Rb6 $11 { Ausgleich}) 27... Qe8 {Kein Fehler, aber der gerade erläuterte Plan mit 27... b5 hätte auch jetzt funktioniert.} (27... b5 28. Be2 Rb8 29. Bf3 Rb6 30. Rc2 Ne4 31. Bxe4 fxe4 32. b4 Kg7 33. Rc5 f6 $11) 28. b4 Qf8 {Einerseits ein unnötiger Tempoverlust, die Deckung c6 und die Kontrolle des Feldes e4 aufhebend, andererseits aber noch immer kein Fehler.} (28... b5 $11) 29. Bb3 Ng4 {Nun zeigt sich, dass der Elite V6 doch einen Plan hat, nämlich mit ... Dh6 auf den weissen Königsflügel loszustürmen, was sich zwar leicht abwehren lässt, aber dem Schwarzen das Remis sichert.} 30. Bd1 Re6 $2 { Weshalb der Elite V6 auf die konsequente Fortsetzung seines Plans verzichtet, ist unergründlich.} (30... Qh6 31. Bxg4 (31. Bf3 $4 {verliert wie folgt} Qh2+ 32. Kf1 Rxd4 $1 33. exd4 Re8 $19 {und gewinnt angesichts der Mattdrohung Dh1, so dass Weiss mit} 34. Qe3 {die Dame opfern müsste} Nxe3+) 31... fxg4 32. b5 c5 33. dxc5 Rd5 34. cxb6 Rh5 35. Kf1 Rhd5 36. Kg1 Rh5 $11) 31. Bf3 Rdd6 $2 ( 31... Qh6 {genügt nun schon nicht mehr, das Gleichgewicht völlig zu wahren, aber war die beste praktische Chance} 32. Bxg4 fxg4 33. b5 c5 (33... cxb5 34. Rc7 Ra8 35. Rac1 $16 {mit deutlichem Vorteil: alle weissen Figuren stehen sehr gut, was man von den gegnerischen nicht behaupten kann.}) 34. dxc5 Re5 35. Rd1 Rxd1+ 36. Rxd1 Qf8 37. Qb4 Qxc5 38. Qxg4 Qxb5 39. Qd7 Kg7 40. Qxb5 Rxb5 41. Rd7 Ra5 42. Rxa7 $16 {und Weiss steht besser mit seinem Mehrbauern, obwohl Schwarz in diesem Turmendspiel doch Chancen hat für ein Remis}) 32. b5 $1 $16 { Jetzt hat der Mephisto Portorose 68020 Blut gerochen.} cxb5 {Mehr Widerstand leistet 32...Te8} 33. Rc7 $18 {Weiss hat eine Gewinnstellung, da der schwarze a7-Bauer erobert wird und hernach die Kraft des weissen Freibauern auf der a-Linie sowie die Beherrschung der 7. Reihe den Kampf entscheiden.} Qe8 34. Rxa7 Rd8 35. Rc7 b4 36. Qxb4 Nf6 37. a7 Ne4 38. Rb7 Ra8 39. Rxb6 {Und schon sind zwei schwarze Bauern gefallen und zusätzliche Gefahr droht dem Schwarzen durch den weissen Freibauern auf der d-Linie.} Rxb6 40. Qxb6 Qc8 41. Bxe4 fxe4 42. d5 {Der Freibauer setzt sich Tod bringend in Bewegung.} Qe8 43. d6 Kg7 44. Qb7 Kh6 45. d7 Qh8 46. Rc1 {Bricht angesichts der Drohung Tc8 den letzten Widerstand.} f5 47. Kh2 f4 48. Rc8 Rxa7 {Schwarz gibt auf} 1-0 |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Match 120'/40, 9. Partie, ECO C84: Spanische Partie (Mittelgambit) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Remis | Stand: 5,5:3,5 (+4 -2 =3) für den Elite V6 | Ein glückliches Remis für den Portorose 32bit und keine Glanzleistung des Elite V6. Denn kurz nach der Eröffnung wählt Schwarz eine Abwicklung, die den Verlust der Qualität zur Folge hat. Der sich schon auf dem Gewinnpfad befindende Elite V6 taumelt ab dem 28. Zug vielfach sinnlos in der Landschaft herum und muss schliesslich seinem Gegner im Endspiel den halben Punkt noch abgeben, weil der Portorose 68020 den Schlussteil des Endspiels ab dem 38. Zug sehr gut spielt.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.16"] [Round "9"] [White "Fidelity Elite V6"] [Black "Mephisto Portorose 68020"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C84"] [WhiteElo "2107"] [BlackElo "2118"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "163"] [EventDate "2018.03.16"] 1. e4 e5 {Match 120'/40, 9. Partie, ECO C84: Spanische Partie (Mittelgambit) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Remis | Stand: 5,5:3,5 (+4 -2 =3) für den Elite V6 | Ein glückliches Remis für den Portorose 32bit und keine Glanzleistung des Elite V6. Denn kurz nach der Eröffnung wählt Schwarz eine Abwicklung, die den Verlust der Qualität zur Folge hat. Der sich schon auf dem Gewinnpfad befindende Elite V6 taumelt ab dem 28. Zug vielfach sinnlos in der Landschaft herum und muss schliesslich seinem Gegner im Endspiel den halben Punkt noch abgeben, wobei er den Schlussteil des Endspiels ab dem 38. Zug wiederum gut spielt.} 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. d4 {Um den ausgetretenen Pfaden der Spanischen Partie auszuweichen und insbesondere als Überraschungswaffe, eignet sich dieser alte Zug sehr gut. Objektiv betrachtet löst der Textzug die Spannung in der Mitte etwas früh auf, so dass Schwarz bei korrektem Spiel klaren Ausgleich erzielt, obwohl er immerhin genau spielen muss. Ex-Weltmeister Anatoly Karpov hat mit diesem System 3,5/4 und Vassily Ivanchuk 3,0/3 geholt.} exd4 6. O-O {Die älteste gefundene Partie stammt aus dem Jahre 1858.} (6. e5 Ne4 7. O-O Nc5 8. Bxc6 dxc6 9. Nxd4 Ne6 10. Nxe6 Bxe6 11. Qe2 Bc5 12. Nc3 Qe7 13. Ne4 h6 14. Be3 Bxe3 15. Qxe3 Bf5 16. Ng3 Bxc2 17. f4 g6 18. e6 Bf5 19. Nxf5 gxf5 20. exf7+ Kxf7 21. Qh3 Qf6 22. Rae1 Rhe8 23. Re5 Kg6 24. Rfe1 Rxe5 25. Rxe5 Rd8 26. Qg3+ Kh7 27. h3 Rd7 28. Qe3 b6 29. Kh2 c5 30. Qe2 Qg6 31. Re6 Qg7 32. Qh5 Rd5 33. b3 b5 34. Rxa6 Rd6 35. Qxf5+ Qg6 36. Qxg6+ Kxg6 37. Ra5 Rb6 38. g4 c6 39. Kg3 h5 40. Ra7 hxg4 41. hxg4 Kf6 42. f5 Ke5 43. Re7+ Kd6 44. f6 Rb8 45. g5 Rf8 46. Kf4 c4 47. bxc4 bxc4 48. Kf5 c3 49. Re3 {1-0 (49) Morphy,P-Loewenthal,J London 1858}) 6... Be7 (6... Nxe4 {die so genannte Rigaer-Variante führt nach} 7. Re1 d5 8. Nxd4 Bd6 9. Nxc6 Bxh2+ 10. Kh1 ({entweder zum Remis durch Dauerschach} 10. Kxh2 Qh4+ 11. Kg1 Qxf2+ 12. Kh2 Qh4+ 13. Kg1 Qf2+ 14. Kh2 Qg3+ 15. Kg1 Qf2+ 16. Kh2 Qg3+ 17. Kg1 Qf2+ 18. Kh2 Qh4+ 19. Kg1 Qf2+ 20. Kh2 Qg3+ 21. Kg1 {1/2-1/2 (21) Georgiadis,I (2435) -Sulskis,S (2596) Plovdiv 2012}) 10... Qh4 {oder zu einem komplizierten Spiel, wo Weiss zwei leichte Figuren für einen Turm und zwei Bauern besitzt} 11. Rxe4+ dxe4 12. Qd8+ Qxd8 13. Nxd8+ Kxd8 14. Kxh2 Be6 15. Nc3 c5 16. Bg5+ Kc8 17. Nxe4 b5 18. Rd1 bxa4 19. Rd6 h6 20. Bh4 Ra7 21. Nxc5 Rc7 22. Nxe6 fxe6 23. Rxa6 Kb7 24. Rxa4 Rxc2 25. Rb4+ Kc6 26. Bg3 Ra8 27. a4 Ra5 28. Kh3 h5 29. Rb8 Kd5 30. b4 Rxa4 31. Rb5+ Kd4 32. Rxh5 Rxb4 33. Rg5 Rb7 34. Be5+ Kd3 35. f3 Ke2 36. Bxg7 Kf1 37. Rg6 Ra7 38. Bf6 Raa2 39. g3 Re2 40. f4 Kf2 41. Kg4 Ra3 42. Bh4 Ra4 43. Kg5 Kf3 44. Kf6 Ra6 45. Kf7 Ra7+ 46. Kf6 e5 47. fxe5 Ra6+ 48. Kf5 Rxg6 49. Kxg6 Rxe5 50. Kf6 Rb5 51. Ke6 Ke4 52. Kf6 Rb6+ 53. Kg5 Ra6 54. Kg4 Rg6+ 55. Kh3 Kf3 56. Kh2 Re6 57. Bg5 Re2+ 58. Kh3 Re1 59. Kh2 Kg4 60. Bf4 Re2+ 61. Kg1 Kf3 62. Kf1 Re7 63. Kg1 Rh7 64. Bd6 Ra7 65. Bf4 Ra2 66. Bc7 Rd2 67. Bb8 Rg2+ 68. Kh1 Kf2 69. g4 Kf3 70. g5 Rb2 71. Bc7 Rc2 72. Bb8 Rc5 73. Bd6 Rxg5 74. Bc7 Rb5 75. Bd6 Kf2 76. Bc7 Rh5+ 77. Bh2 Rg5 78. Bc7 Rg6 79. Bb8 Ra6 80. Bc7 Rh6+ 81. Bh2 Kf3 82. Kg1 Rg6+ 83. Kh1 Kf2 84. Bb8 Rg1+ 85. Kh2 Rg8 86. Ba7+ Kf3 87. Bb6 Rg7 88. Bc5 Rg2+ 89. Kh1 Kg3 90. Bd6+ Kh3 91. Bc5 Rc2 92. Ba7 Rc8 93. Bf2 Rb8 94. Bc5 Rb5 95. Bf2 Rb1+ 96. Bg1 Kg4 97. Kg2 Rb2+ 98. Kh1 Kg3 99. Bc5 Rd2 100. Bb6 Rd1+ 101. Bg1 Rf1 {1/2-1/2 (101) Sanal,V (2418)-Sulskis,S (2567) Nakhchivan 2013}) 7. Re1 {Als gut spielbar gilt auch 7.e5} (7. e5 Ne4 8. Nxd4 O-O 9. Nf5 d5 10. Nxe7+ Nxe7 11. c3 Nc5 12. Bc2 Bf5 13. Na3 Bxc2 14. Nxc2 Qd7 15. Be3 Ne6 16. f4 f5 17. Nd4 Nc6 18. Nxe6 Qxe6 19. b4 Rfd8 20. Bd4 Rd7 21. a4 Nd8 22. Qd3 Qf7 23. g4 g6 24. Ra2 Ne6 25. Rg2 Rf8 26. Bc5 Nxc5 27. bxc5 fxg4 28. Rxg4 Qf5 29. Qxf5 Rxf5 30. Rb1 c6 31. Kf2 Rdf7 32. Ke3 Kf8 33. a5 g5 34. e6 Re7 35. Rxg5 Rxe6+ 36. Kf3 Rf7 37. Kg4 Re2 38. Rf5 Rg2+ 39. Kf3 Rxf5 40. Kxg2 Rxf4 41. Rxb7 Rc4 42. Rxh7 Rxc5 43. Rc7 Rxc3 44. Ra7 d4 45. h4 c5 46. Rxa6 Ra3 47. Kf2 c4 48. Rc6 c3 49. a6 d3 50. Ke3 d2 51. Ke2 Ra1 {0-1 (51) Mihok,O (2543) -Kravtsiv,M (2677) Hungary 2018}) 7... O-O ({Beliebter ist} 7... b5 8. Bb3 d6 9. Bd5 Nxd5 10. exd5 Ne5 11. Nxd4 O-O 12. Nc3 Bg4 13. f3 Bd7 14. f4 Bg4 15. Nce2 Nc4 16. b3 Nb6 17. Nc6 Qd7 18. Bb2 Rae8 19. h3 Bh5 20. Nxe7+ Qxe7 21. g4 Qe3+ 22. Kg2 Qe4+ 23. Kh2 Qf3 24. gxh5 Re3 25. Ng1 Qxf4+ 26. Kh1 Qe4+ 27. Kh2 Qf4+ 28. Kh1 Qe4+ {1/2-1/2 (28) Ter Sahakyan,S (2575)-Akopian,V (2675) Aix les Bains 2011}) 8. e5 Ne8 9. c3 (9. Nxd4 Nxd4 10. Qxd4 d5 {ist gut für Schwarz}) 9... dxc3 10. Nxc3 d6 11. exd6 Nxd6 {Ende Buch} 12. Nd5 {Ende Buch | Erst ab hier beginnt der eigentliche Kampf der beiden Programme. Jetzt wird auch klar, weshalb dieses Abspiel den Namen "Spanisches Mittelgambit" trägt, Weiss hat einen Bauern geopfert, freies Figurenspiel und droht nun Figurengewinn durch Lxc6 bxc6, Sxe7+. Da Schwarz seinen Le7 vor dem Abtausch des weissen Springers nicht wird schützen können, verbleibt Weiss hernach mit dem starken Läuferpaar, was den geopferten Bauer kompensiert.} Bf6 (12... Be6 13. Bxc6 bxc6 14. Nxe7+ Qxe7 15. Ng5 Qf6 16. Nxe6 fxe6 17. Qe2 Rf7 18. f3 Nf5 19. Qxe6 Qd4+ 20. Kh1 Rb8 21. Qxc6 h6 22. Qe4 Qf2 23. b3 Rd8 24. Be3 Nxe3 25. Qxe3 Qxe3 26. Rxe3 Rd2 27. b4 Rf4 28. a3 Rc4 29. h3 Rcc2 30. Rg1 c5 31. bxc5 Rxc5 32. Re4 Ra2 33. Ra4 a5 34. h4 h5 35. Kh2 Kh7 36. Kh3 Kh6 37. Rb1 Rcc2 38. Rb6+ g6 39. g4 Rh2+ 40. Kg3 Rag2+ 41. Kf4 Rxh4 42. Rxa5 {1/2-1/2 (42) Timman,J (2620) -Beliavsky,A (2620) Moscow (Russia) 1981}) 13. Bf4 {Weiss lässt den Bauern b2 einstehen, hat aber eine Schwäche in der schwarzen Stellung entdeckt. Nämlich die unsichere Stellung des Springers d6, der nach Beseitigung der Deckung durch den Bauern c7 mittels dem Scheinopfer Sd5xc7 und hernach Lf4xd6 erobert werden könnte.} Bg4 $6 {Schwarz schenkt der besagten Drohung komischerweise keine Beachtung.} ({a)} 13... Ne8 $11 {Deckt alles und Weiss bliebe ein positioneller Vorteil nach} 14. Bxc6 bxc6 15. Nxf6+ Nxf6 16. Qc2 ( 16. Qxd8 Rxd8 17. Bxc7 Rd5 18. Rac1 Bd7 $14) 16... Nd5 17. Bg3 Bb7 18. Ne5 Nb4 19. Qc3 Nd5 20. Qb3 $14) ({b)} 13... Bxb2 {ist wenig gut als 13...Se8} 14. Rb1 Bf6 15. Nxc7 Qxc7 16. Bxd6 Qd8 17. Bxf8 Qxd1 18. Rbxd1 Kxf8 19. Bxc6 bxc6 20. Ne5 c5 21. Nd7+ Bxd7 22. Rxd7 $16 {und Schwarz wird hart ums Remis kämpfen müssen}) 14. Nxc7 $6 {Nur die zweitbeste Wahl.} (14. Bxc6 $1 {war die exakte Fortsetzung} Bxf3 15. gxf3 bxc6 16. Nxc7 Qxc7 17. Bxd6 Qa5 18. Bxf8 Rxf8 19. Qd6 Bxb2 20. Rab1 g6 21. Qxc6 Kg7 22. Red1 {und auch hier hat Schwarz einen mühsamen Kampf ums Überleben zu führen}) 14... Qxc7 $6 {Danach geht die weisse Uhr wieder richtig.} (14... Nd4 $1 15. Nxa8 Nc4 $1 16. Rb1 Qxa8 { war die grosse Chance auf einen fast ausgeglichenen Kampf}) 15. Bxd6 $16 Bxf3 16. gxf3 ({Bitte nicht} 16. Bxc7 $6 Bxd1 17. Raxd1 Bxb2 $11 {und Weiss hat nichts mehr}) 16... Qb6 17. Bxf8 Rxf8 18. Bxc6 Qxc6 {Der Pulverdampf hat sich verzogen. Weiss hat einen Turm für eine Leichtfigur, bzw. hat die Qualität gewonnen. Die zersplitterte weisse Bauernstruktur scheint in der vorliegenden Stellung keine genügende Kompensation zu sein.} 19. Qb3 Rc8 20. Rad1 g6 21. Kg2 b5 22. Qa3 {Etwas genauer 22.Te2} Ra8 {Es gab keinen Grund, den Turm auf ein wesentlich schlechteres Feld zu stellen.} 23. b3 Qc2 24. Qc1 {Weiss hat nun deutlichen bis entscheidenden Vorteil.} Qf5 (24... Qxa2 $4 {scheitert natürlich am Gewinnzug} 25. Qc6) 25. Qc6 Rc8 26. Qxa6 Qg5+ 27. Kh1 Qf5 28. f4 $6 (28. Qb7 {war deutlich stärker}) 28... Kg7 29. a4 $2 {Damit wirft Weiss seine Gewinnstellung in den Papierkorb.. Richtig war 29.Db5 +/- bis +-} bxa4 $2 {Schwarz packt seine Chance nicht, die in 29...Tc2!! = bestand, aber das zu berechnen übersteigt natürlich das Können der beiden Oldies.} (29... Rc2 $11 {Ausgleich nach} 30. Qxb5 (30. Qd6 bxa4 31. bxa4 Rxf2 32. Re8 Kh6 33. Qf8+ Bg7 $11) 30... Qxf4 31. Qd3 Qxf2 32. Qg3 Qc5 33. Rd3 Bc3 34. Ree3 Bd4) 30. bxa4 ( 30. Qxa4 $16 {ist genauer}) 30... Rc2 (30... Rc3 {minimiert die weissen Gewinnchancen} 31. Qd6 Qg4 32. Rd3 Rxd3 33. Qxd3 Qxf4) 31. Qd3 $1 {Sehr gut: Da Schwarz Damentausch nicht zulassen darf, wird seine Dame vom Angriff auf f4 weggelockt.} Qc5 32. Qe3 {Droht Dxc5 und aus.} Qc6+ 33. Qe4 Qc5 34. Rf1 (34. Re2 {war natürlich bedeutend aktiver} Rc4 35. Qd5 $16) 34... Rc4 $14 35. Qa8 $6 (35. Qd5 $14 {war vorzuziehen.} Qa3 36. Rd3 (36. Qxc4 Qf3+ 37. Kg1 Qg4+ 38. Kh1 Qf3+ 39. Kg1 Qg4+ 40. Kh1 Qf3+ $11) 36... Qxa4 37. f5) 35... Rxf4 $11 { Die Stellung ist nun ausgeglichen. Weiss hat eine geschwächte Königsstellung und dort anfällige Bauern; auch droht der schwarzfeldrige Läufer unter Umständen stark in den Kampf gegen den weissen König einzugreifen. Weiss hat aus diesen Gründen keine freie Hand und kann nicht viel tun.} 36. f3 Qc2 37. Rc1 (37. a5 Rh4 38. Qb8 Rh5 {droht ...Le5} 39. Rde1 Qa2 40. Qf4 Qxa5 $11) 37... Qxa4 $6 {Damentausch kann grundsätzlich nicht im Interesse von Schwarz liegen. Auch wenn im vorliegenden Fall es sehr schwierig für Weiss sein dürfte, sein kleines materielles Übergewicht an einem Flügel zu realisieren.} (37... Qa2 { hält die Spannung aufrecht.} 38. Qc6 Rxa4 39. Qc2 Qa3 40. Qc5 Qd3 $11) 38. Qxa4 Rxa4 {Endspiel KTT-KTL} 39. Rc2 Be5 40. Rd1 Rh4 41. Rd7 Rh3 42. Rf2 Bf4 { Weiss ist am Königsflügel völlig blockiert. Die beiden Bauern f3 und h2 stehen unter Attacke. Der Tf2 hat ausser f1 kein einziges vernünftiges Feld, der Bauer h2 kann nicht ziehen, ebensowenig der weisse König, weil Kg2 Txh2 keine Option darstellt. Sobald Schwarz seinen Lf4 mit g5 gedeckt hat, können der zweite weisse Turm und der schwarze König hin- und herziehen, ohne dass etwas passieren wird. Die einzige Chance von Weiss liegt darin, seinen Td7 auf die 3. Reihe zu bringen, um hernach den Tf2 von seiner Verteidigungsaufgabe zu lösen und zu schauen, ob diese zwei Türme dem Gegner doch noch irgendwie weh tun könnte.} 43. Re7 Kf6 44. Rb7 g5 45. Rb6+ Kf5 46. Rb3 Kg6 47. Rc2 h5 48. Ra3 g4 {Das scheint zu funktionieren, obwohl mir eine rein abwartende Haltung von Schwarz besser gefallen hätte.} 49. Ra6+ Kg5 50. fxg4 hxg4 {Jetzt liegt .. .g4-g3 auf dem Präsentierteller} 51. Ra7 f5 52. Rg7+ Kf6 53. Rb7 Be5 54. Rb5 { Schwarz muss nun Tc6+ beachten.} f4 55. Re2 Rh5 56. Rb6+ Kf7 57. Rd2 {Es ist schlicht nicht zu sehen, wie Weiss irgendwo Fortschritte machen könnte.} f3 58. Rb3 Bf4 59. Rc2 Rd5 60. Rb1 Kf6 61. Rcb2 Be5 62. Rf2 Bd4 63. Rd2 Kf5 64. Rdd1 (64. Rb4 Ke5 65. Rb3 Bc5 66. Rxd5+ Kxd5 $11 {Diese Stellung ist klar Remis.}) 64... g3 {Schwarz droht Matt mit g2} 65. hxg3 Kg4 66. Rd2 (66. Kh2 Rh5#) 66... Rh5+ 67. Rh2 {Und Tb4 würde nun gewinnen.} Ra5 68. Rh6 (68. Rh4+ Kxg3 69. Rxd4 $4 (69. Rh6 $11) 69... Rh5+ 70. Kg1 f2+ 71. Kf1 Rh1+ 72. Ke2 Rxb1 ) 68... Kxg3 69. Rg6+ Kf4 (69... Kf2 {genügt ebenfalls zum Ausgleich} 70. Rh6 Ra1 71. Rxa1 Bxa1 $11) 70. Rh6 f2 71. Kh2 Kf3 72. Rh3+ Ke2 73. Kg2 Rf5 74. Rhh1 Rg5+ 75. Kh3 Kf3 {Droht wieder einmal Matt, dieses Mal mit ...Th5#} 76. Rb3+ Be3 77. Rb4 Rh5+ 78. Rh4 Rxh4+ 79. Kxh4 Kg2 80. Rd1 Bf4 81. Kh5 Be5 82. Rd2 1/2-1/2 |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Ja, das Spanische Mittelgambit spielen Almeria & Co. als weißer auch sehr gerne aber auch der Elite V6 wie eben gesehen. Morphy spielte gerne offene Stellungen ( nach rascher Entwicklung ) das kam seinem Naturell am ehesten entgegen, das nur am Rande.
Grüße Otto |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Match 120'/40, 10. Partie, ECO B40: Sizilianisch (Klassisches System mit e7-e6) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Portorose 68020 (Weiss) gewinnt | Stand: 5,5:4,5 (+4 -3 =3) für den Elite V6 | Sehr frühzeitig fällt der Elite V6 aus dem Buch, hält aber bis zum 7. Zug noch mit. Trotzdem ist es Weiss, der im Mittelspiel sich Chancen auf deutlichen Vorteil hätte erspielen können. Nach einer mit 22...Txd4 interessant eingeleiteten Abwicklung hat Schwarz drei Bauern für eine Leichtfigur. Und als Weiss in der Folge nicht konsequent genug agiert, dreht sich das Blatt und der Elite V6 erhält mehrere Male klare Gewinnchancen, die er allesamt in den Sand setzt. Ab dem 50. Zug ist es aber Schwarz, der sich Sorgen um den Ausgleich machen muss. So genügt dann eine verpasste Chance, um die Partie schlussendlich noch recht unverdient zugusten des Mephisto Portorose 68020 zu drehen.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.18"] [Round "10"] [White "Mephisto Portorose 68020"] [Black "Fidelity Elite V6"] [Result "1-0"] [ECO "B40"] [WhiteElo "2118"] [BlackElo "2107"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "145"] [EventDate "2018.03.18"] 1. e4 c5 {Match 120'/40, 10. Partie, ECO B40: Sizilianisch (Klassisches System mit e7-e6) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Portorose 68020 (Weiss) gewinnt | Stand: 5,5:4,5 (+4 -3 =3) für den Elite V6 | Sehr frühzeitig fällt der Elite V6 aus dem Buch, hält aber bis zum 7. Zug noch mit. Trotzdem ist es Weiss, der im Mittelspiel sich Chancen auf deutlichen Vorteil hätte erspielen können. Nach einer mit 22...Txd4 interessant eingeleiteten Abwicklung hat Schwarz drei Bauern für eine Leichtfigur. Und als Weiss in der Folge nicht konsequent genug agiert, dreht sich das Blatt und der Elite V6 erhält mehrere Male klare Gewinnchancen, die er allesamt in den Sand setzt. Ab dem 50. Zug ist es aber Schwarz, der sich Sorgen um den Ausgleich machen muss. So genügt dann eine verpasste Chance, um die Partie schlussendlich noch recht unverdient zugusten des Mephisto Portorose 68020 zu drehen.} 2. Nf3 e6 { Ende Buch} 3. Be2 {Eine zahme Fortsetzung, mit der Weiss gemäss Statistik bescheidene Erfolge aufweist: CB LiveBook=53% aus 103 Partien, CB Online DB=38% aus 910 Partien, CB Opening Encyclopedia 2017=38% aus 693 Partien, FS CD 2017=43% aus 92 Partien. Der grösste Nachteil dieses Systems liegt darin, dass nun Schwarz bestimmt, wo es lang geht. Allerdings sind Übergänge zum normalen Aufbau mit 3.d4 cxd4 4.Sxd4 noch immer möglich.} Nc6 4. O-O {Damit verzichtet Weiss endgültig auf einen normalen Sizilianer.} Nf6 5. Nc3 ({Nach} 5. e5 Ng4 {wird der Bauer e5 erobert}) 5... d5 {Mit diesem Zug zeigt Schwarz, dass er seinerseits nichts von einem normalen Sizilianer hält. Angesichts der Drohung ...d5xe4 und dem Raum greifenden Vorstoss ...d4 ist das Schlagen auf d5 für Weiss nun Pflicht.} 6. exd5 exd5 7. d4 {Ende Buch | Von hier ab sind beide Programme auf sich selbst gestellt. Beide Parteien haben keine Entwicklungsprobleme. Es gibt momentan nur eine offene Linie. Schwarz könnte durch c5xd4 die halb-offene c-Linie für seinen Turm bekommen, würde sich dabei aber den isolierten Bauern d5 einhandeln, den Weiss auch selbst via d4xc5 erzwingen könnte, sich das aber gut überlegen müsste, um nicht sofort mit dem gegnerischen Vorstoss d5-d4 bedrängt zu werden. Wie soll nun Schwarz fortsetzen, ist hier die wichtigste und gar nicht einfach zu beantwortende Frage, hängt doch vieles auch vom persönlichen Geschmack ab. Zu untersuchen sind folgende Fortsetzungen: A) 7...Le7 Ein normaler und guter Entwicklungszug, der die e-Linie schliesst und die kurze Rochade vorbereitet. Das kann nicht schlecht sein. Der einzige kleine Nachteil, dass der Läufer nach d4xc5 ein Tempo verlieren müsste. Das wäre allerdings nicht mit einem Nachteil verbunden, stünde der Läufer auf c5 doch recht stark. | B) 7...cxd4 Schwarz ist bereit, sich mit dem isolierten Bauern d5 und der damit verbundenen langfristigen Schwäche abzufinden, öffnet dem Damenturm die halboffene c-Linie und besitzt durch die Beherrschung der Punkte c4 und vor allem e4 in der gegnerischen Bretthälfte etwas mehr Raum im Zentrum. Eine Variante für aktiv eingestellte Spieler. | C) 7...Le6 Festigt den Bauern d5, macht das Feld c8 frei für Ta8-c8 mit der Idee, von einmal c5xd4 und dem Vorteil, auf d4xc5 Lxc5 kein Tempo für den Läufer verlieren zu müssen. | D) 7...c4 Schliesst das Zentrum ab, das in ähnlichen Stellungen nicht so gut ist, solange Weiss den Hebel e2-e4 zur Verfügung hat, was hier allerdings nicht der Fall ist. Ferner wird die Bewegungsfreiheit des weissen Le2 vorderhand eingeschränkt. Die beste Antwort darauf ist bis heute offenbar noch nicht gespielt worden | E) 7...h6 Verzögert die Entwicklung, verhindert jedoch die lästige Fesslung Lc1-g5, was zusammen mit dem späteren d4xc5 den schwarzen d5-Bauern schwer bedrängen würde. Der weitere Plan bestünde nach beendeter Entwicklung auch hier wohl in c5xd4. FAZIT: Es ist sehr schwierig, sich für einen Zug zu entscheiden und die verschiedenen Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Ohne seriöse Partievorbereitung ginge in dieser Position viel Bedenkzeit verloren, falls man sich bei derartigen Entscheidungen nicht einfach auf sein Bauchgefühl verlässt und sich rasch für eine Antwort durchringt.} c4 ({a)} 7... Be6 8. Re1 Be7 9. Be3 c4 10. Ne5 O-O 11. Bf3 Qb6 12. b3 Bb4 13. Na4 Qc7 14. c3 Bd6 15. Bf4 Rfe8 16. Bg3 b5 17. Nc5 Bf5 18. Nxc6 Qxc6 19. Rxe8+ Rxe8 20. b4 Bxg3 21. hxg3 Qc8 22. a4 bxa4 23. Qxa4 Re7 24. Qd1 Bg4 25. Qd2 Bxf3 26. gxf3 Qf5 27. Kg2 h5 28. Rh1 g5 29. b5 Kg7 30. Rg1 Re8 31. Ra1 h4 32. Rh1 Kg6 33. Na6 hxg3 34. fxg3 Qd3 35. Qxd3+ cxd3 36. Rd1 Re2+ 37. Kg1 d2 38. Kf1 Re3 39. Kf2 Rxc3 40. g4 Rb3 41. Rxd2 Rxb5 42. Ra2 Kg7 43. Rc2 Ra5 44. Nb8 Ra4 45. Nc6 a5 46. Rc5 Ra2+ 47. Ke3 a4 48. Ne7 Kf8 49. Nxd5 {1/2-1/2 (49) Staniszewski,J (2483)-Rhodes,J (2444) ICCF 2011}) ({b)} 7... cxd4 8. Nb5 Bc5 9. Nbxd4 O-O 10. Be3 Bb6 11. c3 Re8 12. Re1 Bg4 13. Qb3 Na5 14. Qa4 Rc8 15. Bb5 Re4 16. Nd2 Re7 17. h3 Bd7 18. Bg5 Bxb5 19. Qxb5 h6 20. Bxf6 Rxe1+ 21. Rxe1 Qxf6 22. Qxd5 Rd8 23. Qb5 Bxd4 24. cxd4 Nc6 25. Nf3 g6 26. Qxb7 Nxd4 27. Nxd4 Qxd4 28. Qb5 Kg7 29. b3 Rd5 30. Qe2 a5 31. Qe4 Qd2 32. Re2 Qc1+ 33. Kh2 Qc5 34. g3 Qd6 35. Kg2 h5 36. h4 Qc5 37. Qe3 Qc6 38. Qf3 Qc5 39. Qe4 Qd6 40. Qf3 Rd3 41. Qe4 Rd5 42. Qc2 Rc5 43. Qb2+ Kh7 44. Kh2 Qc6 45. Re7 Kg8 46. a3 Rf5 47. Re5 Rf3 48. Rxa5 Kh7 49. b4 Rd3 50. Qe2 Rb3 51. Rc5 Qf6 52. Rc4 Rf3 53. Kg2 Rxa3 54. Rf4 Qc6+ 55. Qe4 Qd7 56. Rf3 f5 57. Qe2 Qb7 58. b5 Rb3 59. b6 Rc3 60. Qd1 Ra3 61. Qe2 Rb3 62. Qd1 Rxb6 63. Kh2 Rb1 64. Qe2 Rb2 65. Qe5 Rb5 66. Qe3 Rb1 67. Qe2 Ra1 68. Qe5 Rd1 69. Qe2 Rb1 70. Qe3 Kg7 71. Qe5+ Kf7 72. Qc3 Qe4 73. Qe3 Qc2 74. Qa7+ Kg8 75. Ra3 Qc6 76. Qa6 Qc1 77. Qa8+ {1/2-1/2 (77) Yemelin,V (2516) -Miezis,N (2527) Jyvaskyla 2006}) 8. Bg5 {Entwicklung mit der Drohung a) Lxf6 Dxf6, Sxd5 mit Bauerngewinn oder b) Lxf6 gxf6 mit Zersplitterung der schwarzen Bauernstruktur am Königsflügel} ({a)} 8. Ne5 Be7 9. Bf3 O-O 10. Re1 h6 11. a3 Re8 12. Bf4 Bf5 13. Qd2 Bf8 14. h3 a6 15. Rad1 Ne7 16. g4 Be6 17. Bg3 b5 18. Bg2 Qb6 19. f4 Rad8 20. Qf2 Bc8 21. Bh4 {1/2-1/2 (21) Predojevic,B (2614) -Banusz,T (2608) Ruma 2017}) ({b)} 8. Bxc4 $5 {ist ein höchst interessanter Vorschlag der heutigen Spitzenengines und es sieht so aus, als ob diese theoretische Neuerung gar nicht so übel ist.} dxc4 9. d5 Nxd5 (9... Na5 $6 10. Re1+ Be7 11. d6 Be6 12. Bf4 $16) 10. Qxd5 Qxd5 (10... Be6 11. Qb5 $14) 11. Nxd5 Bd6 12. Nd2 c3 13. Ne4 Be5 (13... cxb2 $2 14. Bxb2 $18) 14. Nexc3 $16) 8... Be7 9. b3 {Will den Bauerntausch erzwingen, wonach der weisse Läufer e2 wieder seine Bewegungsfreiheit zurückerlangt.} h6 10. Bh4 {Vorteilhaft für Weiss war das Schlagen Lxf6. Der Rückzug nach h4 sollte sich als weniger optimal erweisen.} (10. Bxf6 Bxf6 11. bxc4 dxc4 12. Bxc4 Nxd4 13. Nxd4 Qxd4 14. Qe2+ Be6 15. Bxe6 O-O 16. Nb5 (16. Nd5 fxe6 17. Qxe6+ Kh8 18. Rae1 $14) 16... Qc5 17. Rad1 fxe6 18. Qxe6+ Kh8 $14) 10... Be6 {Mit 10...g5 hätte Schwarz die Initiative an sich reissen können.} (10... g5 11. Bg3 Qa5 12. Na4 Ne4 13. c3 b5 14. Ne5 Nxe5 15. Bxe5 O-O 16. Nc5 Nxc3 17. Qc2 Nxe2+ 18. Qxe2 Qb6 $15 { und Schwarz steht eine Spur besser}) 11. bxc4 dxc4 12. Rb1 {Es ist immer gut, seine Figuren aktiv einzusetzen und Türme auf offene oder halb-offene Linien zu stellen. Nun ist der Bauer b7 angegriffen. Erstaunlicherweise verteidigen die heutigen Spitzenengines diesen Bauern nicht und plädieren für 12...0-0 oder 12...Sd5. Dieses Verhalten ist für Menschen selbst auf den zweiten Blick nicht ganz erklärbar und die dargebotenen Varianten einigermassen unklar.} Qa5 ({Stockfish 9 64 POPCNT:} 12... O-O 13. Rxb7 Re8 14. Qd2 Bb4 15. Bxf6 Qxf6 16. Ne5 Bxc3 17. Qxc3 Bd5 18. Rc7 Nxe5 19. dxe5 Qxe5 20. Qxe5 Rxe5 21. Bg4 f5 22. f4 Ree8 23. Bxf5 Re2 24. Rd1 Rxg2+ 25. Kf1 Bf3 26. Bc8 Bxd1 27. Kxg2 Bxc2 28. Be6+ Kh7 29. Kf3 Bd3 30. Bxc4 Bxc4 31. Rxc4 Rd8 32. Ra4 Rd7 33. f5 Kg8 34. Ke4 Kf7 35. Ra6 Kf8 36. Ke3 Kf7 37. Kf2 Re7 38. a4 Rd7 39. Ke3 Re7+ 40. Kd3 Rc7 41. Kd4 Ke7 {0.08/45}) ({Komodo 11.2.2 64-bit:} 12... Nd5 13. Bxe7 Ncxe7 14. Qd2 Nxc3 15. Qxc3 Qc7 16. d5 Nxd5 17. Qxg7 O-O-O 18. Nd4 Rhg8 19. Nxe6 Rxg7 20. Nxc7 Nc3 21. Rbe1 Nxe2+ 22. Rxe2 Kxc7 23. Rb1 f6 24. g3 Kc6 25. a4 a6 26. Re4 Kc5 27. Rf4 Rf7 28. Kg2 f5 29. a5 Rd2 30. c3 Rd3 31. Rf3 Rd6 32. Rb4 b5 33. axb6 Rxb6 34. Rxb6 Kxb6 35. Rf4 Kc5 {0.21/37}) ({Houdini 6.02 x64-pext:} 12... Nd5 13. Bxe7 Ncxe7 14. Nxd5 Bxd5 15. Ne5 Rc8 16. c3 O-O 17. Re1 Rc7 18. Ng4 Be4 19. Rc1 Nd5 20. Ne5 b5 21. Bf1 Nf6 22. a4 a6 23. Ra1 Qd6 24. axb5 axb5 25. Ra5 Rb8 26. Qa1 Bd5 27. Rb1 b4 28. Rxb4 Rxb4 29. cxb4 c3 30. Rc5 Ne4 31. Bd3 Nxc5 32. bxc5 Rxc5 33. Nxf7 Bxf7 {0.07/36}) 13. Bxf6 Bxf6 14. Ne4 $1 {Eine starke Riposte in der richtigen Annahme, dass die schwarze Dame mit ...Dxa2 nicht zugreifen sollte.} O-O-O (14... Qxa2 $2 {ist eine Verlustvariante nach} 15. Nxf6+ gxf6 16. d5 O-O-O 17. Qc1 $18 {und Weiss gewinnt angesichts der Doppeldrohungen dxc6 oder dxe6 bzw. Ta1 mit Damengewinn.}) 15. c3 Be7 {Dass die schwarze Dame auf a2 nicht zugreift, finde ich doch einigermassen erstaunlich. Eine direkte Widerlegung ist nicht ersichtlich und die Varianten mit deutlichem Vorteil für Weiss gehen 18 Halbzüge und tiefer.} (15... Qxa2 $2 {ist auch jetzt noch verboten wegen} 16. Nc5 Rd5 17. Nxe6 (17. Ra1 {ist weniger klar} Qb2 18. Nxe6 fxe6 19. Bxc4 Rd6 20. Qd3 Qb6 21. Rfb1 Qc7 $16) 17... fxe6 18. Nd2 Rxd4 19. cxd4 c3 20. Qb3 Qxb3 21. Nxb3 Nxd4 22. Nxd4 Bxd4 23. Bg4 Kc7 24. Bxe6 $16 {Weiss steht deutlich besser, aber die Verwertung des Vorteils ist alles andere als einfach, vor allem für Computerprogramme aus dem Jahre 1989.}) 16. Qc2 ({Mit} 16. Ned2 $16 {hält Weiss seinen deutlichen Vorteil fest}) 16... Kb8 17. Nfd2 Qa6 18. Ng3 g6 {Nimmt dem gegnerischen Springer g3 die schönen Felder f5 und h5 weg. Weiss steht noch immer etwas besser, wobei vor allem der leicht angreifbare Bauer c4 Schwarz zur Aufmerksamkeit zwingt.} 19. a4 {Dazu bestand kein Anlass, zumal damit nur das Feld b3 geschwächt wird.} h5 (19... Na5 {scheint die zweckmässigste Wahl, was den Bauern c4 verteidigt und nach einem Wegzug des Sd2 die Besetzung des Vorpostens b3 ermöglicht; ferner lässt sich} 20. Rb5 {mit} Bd7 {beantworten} 21. Nxc4 Nxc4 22. Bxc4 Bxb5 23. axb5 {womit die schwarze Stellung eine gewisse Erleichterung erfahren hat}) 20. Rb5 h4 {Die konsequente Fortsetzung.} 21. Nge4 h3 $2 {Nicht gut, aber Weiss verpasst es, darauf mit 22.Sxc4 einen deutlichen Vorteil zu erlangen.} 22. g3 $2 (22. Nxc4 Bxc4 23. Bxc4 b6 24. Rfb1 Qb7 25. Bxf7 $18 {weisse Gewinnstellung}) 22... Rxd4 $5 {Eine höchst interessante und überraschende Entgegnung, die da der Elite V6 aus dem Hut zaubert und die weissen Gewinngelüste relativiert.} 23. cxd4 {Das war zu erwarten, aber die Annahme des schwarzen Opfers ergibt nur Ausgleich.} (23. Rfb1 $16 {Dieser giftige Zwischenzeit, der cxd4 und Txb7 droht, wäre noch immer zum Vorteil von Weiss ausgefallen.}) 23... Nxd4 {Dieser Doppelangriff auf den Tb5 und den Le2 bildet die schwarze Pointe der Kombination.} 24. Qd1 Nxb5 25. axb5 Qxb5 { Eine äusserst interessante Konstellation hat sich ergeben. Der schwarze c-Bauer ist bereits weit vorgedrungen. Zudem verfügt Schwarz über das Läuferpaar und geniesst wohl auch etwas Raumvorteil. Der h3-Bauer engt die weisse Königsstellung ein, verhindert aber auch, dass auf der h-Linie dem weissen König etwas droht. Weiss besitzt eine Figur für drei Bauern, was normalerweise für die Partei mit der Figur ein Plus darstellt. Ob dies auch auf die vorliegende Stellung zutrifft, bezweifle ich, denn für einen Kampf am Damenflügel - dort, wo die drei verbundenen schwarzen Bauern stehen - fehlt dem Weissen das Angriffspotenzial, z.B. ist ein Turm bereits verschwunden und somit keine Turmverdopplung mehr möglich. Und die Kraft des gegnerischen Läuferpaars sollte nicht unterschätzt werden. Gerne werden solch unklare Stellungen als dynamisch ausgeglichen benannt, wobei meistens derjenige Spieler gewinnt, der am Spieltag besser drauf ist.} 26. Qa1 Rc8 27. Bf3 Qd7 28. Rb1 Rc7 29. Qe5 Qd5 30. Qh8+ Bc8 31. Qc3 Qd3 {Statt den Damentausch anzubieten, entkorken die Engines die interessante Fortsetzung 31...f5 als vorteilhaft für Schwarz, wobei gar der Bauer h3 geopfert wird.} (31... f5 32. Ng5 Qd6 33. Nxh3 Bf6 34. Qc2 c3 35. Nb3 g5 $17) 32. Qxd3 cxd3 {Nach dem Damentausch muss Schwarz definitiv keinen Angriff auf seinen König mehr befürchten.} 33. Nf1 a5 {Dass das amerikanischen Programm seinen Freibauern in Bewegung setzt, ist sicher keine Überraschung. Aber auch objektiv ist der Zug gut, denn mit Nichtstun würde er nur dem Gegner entgegenkommen.} 34. Rb3 $2 {Das hätte bösen enden können, denn Schwarz ist nicht verpflichtet, den angegriffenen Bauern zu decken, sondern sollte die Kraft seines Freibauern auf der a-Linie in die Waagschale werfen.} Rd7 $2 {Schade um die verpasste Chance mit 34...a4 -+} (34... a4 35. Rxd3 a3 36. Nc3 Bf5 37. Re3 Be6 38. Nb5 Rc1 39. Nxa3 Bxa3 40. Be2 (40. Rxa3 Bc4 $19) 40... Bc5 $19 {und Schwarz steht prächtig; gegen den Druck der schwarzen Figuren gibt es keine Verteidigung mehr}) 35. Ned2 $6 { Hier war 35.Sc3 notwendig, denn nun ist Schwarz wieder gewaltig am Drücker.} a4 {Langsam wird der freche Freibauer echt lästig.} 36. Rb5 a3 37. Bd5 $2 { Besser 37.Sc4 und ein Fragezeichen deshalb, weil danach die Partie für Weiss eigentlich veloren ist bzw. wäre.} Bg5 {Mit dem Qualitätsopfer 37...Txd5!! hätte Schwarz alles klar machen können. Zum Glück verbleibt Schwarz auch nach dem Textzug deutlich im Vorteil.} (37... Rxd5 $3 38. Rxd5 a2 39. Ra5 Be6 { Schwarz steht auf Gewinn, denn gegen die Drohungen ...Lf6 und ...Lb4 nebst ... Lc3 gefolgt von a1D gibt es nichts mehr.} 40. Ne4 Bb4 41. Ra4 f5 $19 42. Ned2 Bc3 $19) 38. Bc4 Bxd2 {Die Hergabe des starken Läuferpaars tut weh. Die konkrete Analyse zeigt jedoch, dass Schwarz auch danach weiterhin das Sagen hat.} 39. Nxd2 Re7 40. Rb1 Bf5 {Dass der Elite V6 erneut eine Gewinnmöglichkeit nicht beachtet, darf man ihm wegen der zu tiefen Variante kaum ankreiden.} (40... Be6 41. Bb5 a2 42. Ra1 Rc7 43. Kf1 Rc3 44. Ba4 Kc7 45. Bd1 Bd5 46. Ke1 b5 47. Nf3 Bxf3 48. Kd2 b4 49. Bxf3 Rc2+ 50. Kxd3 Rc3+ 51. Kd4 Rxf3 52. Rxa2 Kb6 53. Kc4 b3 54. Rb2 Ka5 55. Rxb3 Rxf2 56. Rb7 Rxh2 57. Kc5 Rc2+ 58. Kd4 Rg2 59. Ra7+ Kb6 60. Ra1 Rxg3 $19 {schwarze Gewinnstellung}) 41. Ra1 g5 42. g4 Bg6 (42... Bxg4 {scheitert an} 43. Bxd3 Rd7 44. Rxa3) 43. Kf1 ( 43. Nf1 Re4 44. Ne3 $11) 43... Re2 44. Nb1 $2 {Widerstand war noch mit 44.Txa3 zu leisten, denn nach dem Textzug müsste es für Weiss rapide abwärts gehen.} (44. Rxa3 Rxd2 45. Ke1 Re2+ 46. Kf1 Re5 47. Bxd3 b5 48. Be2 b4 49. Rxh3 { und Schwarz hat das bessere Endspiel}) 44... a2 45. Bxa2 {Eine brauchbare Alternative ist nicht zu sehen.} (45. Rxa2 $2 Rc2 46. Nd2 Rc1#) 45... Re4 $2 { Der Elite V6 ist am heutigen Tag gar nicht auf der Höhe. Hier stand erneut ein dieses Mal aber einfacher Gewinn zur Verfügung.} (45... Be4 46. Nc3 Bg2+ 47. Kg1 Rc2 48. Bd5 Rxc3 49. Bxg2 hxg2 $19) 46. Bb3 Rxg4 {Jetzt herrscht wieder materielles Gleichgewicht mit weisser Leichtfigur gegen drei Bauern.} 47. Nd2 Rd4 (47... Rg2 {funktioniert nicht zur Eroberung des Bauern h2} 48. Bd5 Rxh2 49. Kg1 Rg2+ 50. Bxg2 hxg2 51. Kxg2 $18 {Weiss gewinnt}) 48. f3 Rd7 49. Re1 Kc7 50. Kf2 {Die Lage hat sich in den letzten Zügen komplett geändert. Nun ist es Schwarz, der ums Remis kämpfen muss.} b5 $2 {Hat der Elite V6 einen Whisky zu viel getrunken: Unglaublich, dieser Vorstoss, der nach der folgenden Antwort einfach einen Bauern einstellt.} 51. Re5 {Es ist doch nicht möglich, dass Schwarz diese Antwort mit Angriff auf zwei Bauern nicht beachtet hat.} f6 52. Rxb5 Re7 53. Kg3 $2 {Dem Eindringen des schwarzen Turms auch e2 hätte der Portorose 68020 mit 53.Ld1 begegnen sollen.} Re2 54. Nc4 Be8 $2 {Ein weiteres Manöver des Programms von Dan & Kathe Spracklen, das Kritik verdient; 54...Lf7 war schlicht und einfach bedeutend besser.} 55. Rc5+ Kd8 56. Kxh3 $6 (56. Nb6 $1 $16 {was ...Ld7 und dann ...f5 verhindert, war deutlich stärker}) 56... Bd7+ 57. Kg3 Be6 $2 {Verpasst einmal mehr eine Chance, zwar dieses Mal nicht zum Gewinn, sondern zum wahrscheinlich noch immer möglichen Remis.} (57... f5 58. f4 gxf4+ 59. Kxf4 Rxh2 60. Rd5 Ke7 61. Ne5 Ba4 62. Bc4 d2 63. Nf3 d1=Q 64. Rxd1 Bxd1 65. Nxh2 $11 {Remis}) 58. h4 gxh4+ 59. Kxh4 $18 { Nun steht Weiss auf Gewinn} Kd7 60. Kg3 f5 61. Ra5 Kc7 62. Kf4 Kd8 63. Nd2 { Raffiniert gespielt: Nimmt der Turm den Springer, dann folgt Lxe6 und aus für Schwarz; aber auch nach 63...Lxb3 64.Sxb3 geht es Schwarz nicht besser.} Ke7 { Und das führt endgültig zum Tausch weiterer Figuren, was durchaus im weissen Interesse liegt.} 64. Re5 Kf6 (64... Rxd2 65. Bxe6 Kf6 66. Bxf5 $18) 65. Rxe6+ {Wickelt auf einfache Art und Weise zum leichten Gewinn ab.} Rxe6 66. Bxe6 Kxe6 67. Ke3 Kf6 68. f4 Ke6 69. Kxd3 Ke7 70. Nf3 Kf6 71. Nh4 Ke6 72. Kd4 Kd6 73. Nxf5+ {Schwarz gibt auf} 1-0 |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Guten Abend Kurt,
auch wenn der Portorose 68020 verkürzt, das Spiel des Elite V6 in den bisherigen Partien vermag mehr zu überzeugen. Da muss der Schützling von Richard Lang in den kommenden Partien aber noch eine Schippe drauf legen... Gruß Egbert |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
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In der Tat, es wäre langsam höchste Zeit für den Porto zu zeigen das er Schach spielen kann und zwar besser als sein langweiliger Vorgänger. Gruß Otto |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Match 120'/40, 11. Partie, ECO D03: Damenbauernspiele | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Remis | Stand: 6:5 (+4 -3 =4) für den Elite V6 | Eine Partie gespickt mit vielen gegenseitigen Fehlern. Weiss (Elite V6), der lang rochierte, schwächt mit b3 seine Bauernstruktur und hätte im gegnerischen Angriff untergehen sollen. Diese Chance liess Schwarz (Mephisto Portororse 32bit) ungenutzt, spielte in der Folge aber schlecht und gerät selbst in Verluststellung. Mit einem falschen Läuferzug im Endspiel vergab der Elite V6 aber den Gewinn und verliert einen wichtigen halben Punkt.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.20"] [Round "11"] [White "Fidelity Elite V6"] [Black "Mephisto Portorose 68020"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "D03"] [WhiteElo "2107"] [BlackElo "2118"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "160"] [EventDate "2018.03.20"] 1. d4 Nf6 {Match 120'/40, 11. Partie, ECO D03: Damenbauernspiele | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Remis | Stand: 6:5 (+4 -3 =4) für den Elite V6 | Eine Partie gespickt mit vielen gegenseitigen Fehlern. Weiss (Elite V6), der lang rochierte, schwächt mit b3 seine Bauernstruktur und hätte im gegnerischen Angriff untergehen sollen. Diese Chance liess Schwarz (Mephisto Portororse 32bit) ungenutzt, spielte in der Folge aber schlecht und gerät selbst in Verluststellung. Mit einem falschen Läuferzug im Endspiel vergab der Elite V6 aber den Gewinn und verliert einen wichtigen halben Punkt.} 2. Nf3 d5 3. Bg5 Ne4 4. Bf4 {Ende Buch} Bf5 5. Nbd2 c6 {Ende Buch} 6. Nh4 Nxd2 { Eine interessante Option war 6...e5} (6... e6 7. Nxf5 exf5 8. f3 Bd6 9. Bxd6 Nxd6 10. e3 O-O 11. Bd3 Re8 12. Kf2 Qb6 13. Nb3 Nd7 14. g3 c5 15. Nxc5 Nxc5 16. dxc5 Qxc5 17. Re1 Re6 18. c3 Rae8 19. Qd2 g5 20. f4 gxf4 21. gxf4 Rh6 22. Rg1+ Kf8 23. Rae1 Rxh2+ 24. Rg2 Rh4 25. Kf3 Re6 26. Qf2 Rhh6 27. Rg3 d4 28. cxd4 Qd5+ 29. Ke2 Qxd4 30. Rc1 Qxb2+ 31. Rc2 Qb4 32. Qg2 Rhg6 33. Qh3 Kg7 34. Qh4 Ne4 35. Rh3 Rh6 36. Rg3+ Nxg3+ 37. Qxg3+ Reg6 38. Qf2 Rh1 39. Bxf5 Qb5+ 40. Bd3 Qh5+ {0-1 (40) Ahundov,R (2405)-Iuldachev,S (2495) Ashkhabad 1996}) 7. Qxd2 Be4 $6 {Absolut unzweckmässig, dem Gegner die Antwort f3 zuzulassen, was die Besetzung des Zentrums durch e4 mit Tempogewinn ermöglicht.} 8. f3 e6 $6 { Richtig war der Rückzug des Läufers nach g6.} 9. g3 (9. fxe4 Qxh4+ 10. g3 Qd8 11. Bg2 {mit Vorteil war die für Weiss günstigere Fortsetzung}) 9... Bg6 10. Nxg6 hxg6 11. Bg2 {Sofort 11.e4 war bestimmt konsequenter.} Nd7 (11... c5 { mit sofortigem Druck auf das weisse Zentrum verdient den Vorzug; danach kann der schwarze Springer eine aktivere Position auf c6 einnehmen; ferner wird auch der gegnerische Vorstoss e2-e4 massgeblich entschärft;}) 12. O-O-O { Sehr gut war 12.e4; die lange Rochade hat ihre Tücken, kann doch Schwarz schnell am Damenflügel aktiv werden.} Nb6 13. Kb1 Nc4 {Und schon befindet sich Weiss in der Defensive.} 14. Qd3 Bd6 {Bedenkenswerte Alternativen sind 14. ..b5 oder 14...Db6 oder 14...a5, alles einem baldigen Angriff gegen die weisse Königsstellung dienend.} 15. Bc1 Qa5 {Verbaut sich den Bauernsturm am Damenflügel und stellt in diesem Sinne nicht die beste Fortsetzung dar.} 16. b3 {Eine unnötige Schwächung der weissen Bauernstruktur um den König.} (16. e4 {hätte den schwarzen Intentionen ein genügendes Gegengewicht dargestellt.} ) 16... Na3+ 17. Ka1 (17. Bxa3 {ist ebenfalls für Schwarz vorteilhaft} Qxa3 18. c3 (18. f4 f5) 18... a5) 17... Nb5 18. Bb2 Bb4 $15 {Die schwarzen Figuren nehmen die weissen Felderschwächen unter Feuer.} 19. e4 $2 {Das ist nun aber ein Fehler, der den Partieverlust zur Folge hätte haben können. Notwendig war 19.c4.} O-O-O {Einen entscheidenden Angriff oder Materialgewinn erzielt Schwarz mit 19...Sc3, also schade um die verpasste Gelegenheit.} (19... Nc3 20. Bxc3 Bxc3+ 21. Kb1 Rc8 22. Qe3 c5 23. dxc5 (23. exd5 cxd4) 23... Rxc5 24. Qc1 O-O 25. a3 (25. exd5 $2 Rfc8) 25... Rfc8 26. f4 Bf6 27. b4 Qb5 28. e5 Rxc2 29. Qxc2 Rxc2 30. Kxc2 Qc4+ 31. Kb2 Qe2+ 32. Kb1 Bd8 $19 {Schwarz steht auf Gewinn} ) 20. Qe3 dxe4 (20... c5 {ist eine Spur stärker}) 21. fxe4 Nc3 22. Bxc3 Bxc3+ 23. Kb1 e5 24. d5 Rd6 $6 {Eine gute Idee zu früh ausgeführt und den Vorteil vergebend, der nach vorerst 24...cxd5 25.exd5 Td6 durchaus noch vorhanden war.} (24... cxd5 25. exd5 Rd6 $17) 25. Rd3 Bd4 26. Qc1 cxd5 27. c3 Rc6 $6 {Diese normal aussehende Fesslung gegen die weisse Dame vergibt interessanterweise den schwarzen Vorteil vollständig.} ({Mit} 27... Bb6 $15 {behält Schwarz noch leichten Vorteil}) 28. b4 Qa4 $2 {Statt mit 28...Db5 das Gleichgewicht zu halten und den Bauern d6 gedeckt zu halten, agiert der Portorose 68020 mit einem dubiosen Damenmanöver, wonach der Vorteil plötzlich an Weiss übergeht. } 29. exd5 Rc4 30. d6 {Gar stärker war 30.Dc2} Kb8 31. Qb2 Bb6 32. Bd5 Rcc8 33. Bxf7 Qd7 34. Bb3 (34. Bxg6 Rh6 35. Be4 Rxd6 36. Rxd6 Qxd6 37. Qb3 $14) 34... Qf5 35. Rhd1 Rhd8 36. Ka1 Rc6 37. Ba4 Rc4 38. Bb5 Re4 {Schwarz hat in den letzten Zügen nicht optimal agiert und Weiss hätte nun mit 39.a4 wohl schon entscheidenden Vorteil erzielen können.} 39. Qg2 (39. a4 a6 40. a5 Ba7 41. Ba4 Re1 42. Rxe1 Qxd3 43. Rd1 {mindestens +/- wenn nicht gar +-}) 39... a6 40. Ba4 Re1 41. Rd5 Re3 42. Kb2 Qg4 43. Qc2 e4 44. Re5 Re2 45. Rd2 Rxd2 46. Qxd2 Qf3 47. Re7 e3 48. Qd3 Qf5 49. Qxf5 $6 (49. Qd1 {gewinnt wie folgt} Qf2+ 50. Bc2 Qg2 51. Kb3 Qc6 52. Be4 Qxd6 53. Rxb7+ Kc8 54. Qg4+ Rd7 55. Rxd7 Qxd7 56. Qxg6 Qd1+ 57. Bc2 Qd8 58. Qxg7 $18 {und Weiss hat 3 Mehrbauern}) 49... gxf5 50. Bd7 g5 51. c4 Bd4+ 52. Kc2 f4 53. Kd3 $2 (53. c5 $16) 53... f3 {Dank gegnerischer Nachlässigkeit hat sich Schwarz noch gerade retten können.} 54. Kxd4 e2 55. Bg4 Rxd6+ 56. Kc3 Rd1 {Im ersten Moment sieht es nun gar so aus, als ob Schwarz gewinnen würde. Mit der folgenden Kombination verhindert Weiss das jedoch.} 57. Rxb7+ Kxb7 58. Bxf3+ Ka7 59. Bxe2 Rc1+ 60. Kd3 Ra1 61. h4 Rxa2 62. hxg5 Rb2 $2 {Das sollte verlieren.} 63. g6 Rxb4 64. Kd4 Rb7 65. Bf3 Rg7 66. Bh5 $4 {Ein Riesenbock, da der Läufer hier am Rand ganz miserabel steht. Der Läufer musste nach e4, damit er später nach b1 gehen und den gegnerischen Freibauern auf der a-Linie stoppen kann. Mit 66.Le4 war die Partie also einfach zu gewinnen.} (66. Be4 a5 67. Ke5 Re7+ 68. Kf5 a4 69. Bb1 a3 70. Ba2 $18 {denn nun ist der schwarze Turm gegen die weissen durch den König unterstützten Freibauern machtlos}) 66... a5 67. c5 a4 68. Kc4 Rc7 69. Kb4 a3 70. Kxa3 Rxc5 71. g4 Rb5 72. Ka2 Kb6 73. Ka3 Kc6 74. Ka4 Rc5 75. Kb3 Kb5 76. Ka3 Kc4 77. Kb2 Kb4 78. g7 Rg5 79. Kc2 Rxg7 80. Kd3 Re7 {Remis abgebrochen} 1/2-1/2 |
AW: Match 120'/40 Elite V6 - Portorose 68020
Match 120'/40, 12. Partie, ECO B22: Sizilianisch (Alapin-Variante) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Portorose gewinnt | Stand: 6:6 (+4 -4 =4) unentschieden | Eine wahrlich dramatische Partie, die zur Tragödie verkommt. Im frühen Mittelspiel bei ungefährem Ausgleich, begeht der Elite V6 mit 21...d4 einen positionellen Fehler. Bald einmal baut sich der Portorose 32bit am Damenflügel gegen den lang rochierten schwarzen König eine viel versprechende Angriffsstellung auf. Diese verpatzt er dann allerdings gründlich und im Nu hat sich die Lage klar zugunsten von Schwarz gedreht. Die gut koordinierten Figuren des Elite V6 und seine Freibauern geben dem amerikanischen Programm einen Sieg bringenden Vorteil. Drei Möglichkeiten zum Gewinn werden in den Sand gesetzt, bis mit einem bugartigen Fehler (52...b2??) der wichtigste Bauer für nichts "geopfert" wird. Doch vermag der Portorose 32bit das Gleichgewicht nicht zu halten und schlittert wieder in eine verlorene Stellung. Doch erneut vermag der Elite V6 die sich drei Mal bietenden Fortsetzungen zum Gewinn nicht zu nutzen. Schliesslich entsteht ein völlig ausgeglichenes Endspiel KT+2B gegen KTL, das der Portorose 32bit dank eines katastrophalen Fehlers des Elite V6 (90...Tf4??) gar noch gewinnen kann. Wenn es noch weitere solche Partien gibt, so muss ich mich Hartmut anschliessen und mich dringend mit Herztabletten eindecken.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.22"] [Round "12"] [White "Mephisto Portorose 68020"] [Black "Fidelity Elite V6"] [Result "1-0"] [ECO "B22"] [WhiteElo "2118"] [BlackElo "2107"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "206"] [EventDate "2018.03.22"] 1. e4 c5 {Match 120'/40, 12. Partie, ECO B22: Sizilianisch (Alapin-Variante) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Portorose gewinnt | Stand: 6:6 (+4 -4 =4) unentschieden | Eine wahrlich dramatische Partie, die zur Tragödie verkommt. Im frühen Mittelspiel bei ungefährem Ausgleich, begeht der Elite V6 mit 21... d4 einen positionellen Fehler. Bald einmal baut sich der Portorose 32bit am Damenflügel gegen den lang rochierten schwarzen König eine viel versprechende Angriffsstellung auf. Diese verpatzt er dann allerdings gründlich und im Nu hat sich die Lage klar zugunsten von Schwarz gedreht. Die gut koordinierten Figuren des Elite V6 und seine Freibauern geben dem amerikanischen Programm einen Sieg bringenden Vorteil. Drei Möglichkeiten zum Gewinn werden in den Sand gesetzt, bis mit einem bugartigen Fehler (52...b2??) der wichtigste Bauer für nichts "geopfert" wird. Doch vermag der Portorose 32bit das Gleichgewicht nicht zu halten und schlittert wieder in eine verlorene Stellung. Doch erneut vermag der Elite V6 die sich drei Mal bietenden Fortsetzungen zum Gewinn nicht zu nutzen. Schliesslich entsteht ein völlig ausgeglichenes Endspiel KT+2B gegen KTL, das der Portorose 32bit dank eines katastrophalen Fehlers des Elite V6 (90...Tf4??) gar noch gewinnen kann.} 2. Nf3 Nf6 3. e5 Nd5 4. d4 cxd4 5. Qxd4 e6 6. c3 Nc6 7. Qe4 f5 8. exf6 Nxf6 9. Qc2 {Ende Buch} Qc7 10. Bg5 Ne5 {Das sieht etwas gekünstelt aus und zieht eine entwickelte Figur zum zweiten Mal. Eher auf der Hand liegt deshalb 10... d5, was den Einfluss von Schwarz im Zentrum stärkt.} 11. Nbd2 $14 b6 {Ende Buch} 12. Bxf6 $146 (12. O-O-O $14) ({Vorgänger:} 12. Be2 Bb7 13. Bh4 Ng6 14. Bg3 Nf4 15. Bxf4 Qxf4 16. O-O Bd6 17. Qd3 Bc7 18. g3 Qh6 19. h4 O-O 20. Ng5 Nd5 21. Rae1 Rf5 22. Nde4 Bc6 23. Bg4 Rff8 24. Nxe6 dxe6 25. Ng5 Rad8 26. Rxe6 Rf6 27. Rxf6 gxf6 28. Ne6 f5 29. Nxd8 fxg4 30. Nxc6 Qxc6 31. Qe4 Qc5 32. b4 { 1-0 (32) Hort,V (2600)-Hartston,W (2445) Hastings 1976}) 12... gxf6 $11 13. Be2 (13. g3 $11) 13... Bb7 $15 14. O-O (14. Rf1 $11 {ist eher angebracht.}) 14... O-O-O 15. Nxe5 fxe5 16. Bf3 d5 17. Bg4 Re8 18. Bh5 Re7 19. Rfc1 (19. a4 $15) 19... Rg8 20. c4 Reg7 21. g3 d4 $2 {Ein positioneller Missgriff erster Güte, werden doch nun die schwarzen Zentrumsbauern unbeweglich und wird Weiss das starke Zentralfeld e4 in Beschlag nehmen.} (21... Kb8 $1 $17 22. Qa4 Qd8) 22. Bf3 $14 Kb8 23. Bxb7 Qxb7 24. Ne4 $14 Rc7 25. Nf6 {Eine unnötige Demonstration und ein Manöver, das Weiss bereits zwei Züge später wieder zurücknimmt. Ein guter Plan war, die weisse Dame nach e2 oder d3 zu bringen und anschliessend langsam einen Angriff gegen die schwarze Königsstellung zu starten, indem die weissen Damenflügelbauern in Bewegung gesetzt werden. Die unglaublich starke Stellung des zentralisierten Springers macht es dem Gegner praktisch unmöglich, etwas Erfolgversprechendes gegen die weisse Königsstellung zu unternehmen.} Rg5 26. Qa4 {Hier hat die Dame nichts zu suchen und stört lediglich die Ausführung des geschilderten weissen Plans.} Qc8 {Drückt auf der c-Linie und verhindert das (ungefährliche) Eindringen der weissen Dame nach e8.} 27. Ne4 Rf5 28. Qb5 Be7 (28... h5 {ist eine interessante Option, um die Stellung des Tf5 zu sichern und falls notwendig die Brechstange h5-h4 zur Verfügung zu haben}) 29. a4 {Endlich macht Weiss ernst mit seinem Angriff gegen die schwarze Königsstellung. So kann der a-Bauer bald einmal nach a5 vorwärts preschen und die a-Linie öffnen.} Qb7 $6 {Greift den weissen Se4 an. Es folgt jedoch eine Überraschung.} ({Mit} 29... Qd7 {hätte Schwarz den weissen Gelüsten entgegentreten und den Damentausch anstreben sollen.}) 30. a5 $1 $16 {Eine starke Riposte. Weiss kann es sich leisten, seinen Se4 einstehen zu lassen.} Qc6 $6 {Nur 30...bxa5 leistet noch einigen Widerstand.} ({a)} 30... Qxe4 $2 {verliert, denn nach} 31. axb6 axb6 32. Qe8+ Rc8 33. Qxe7 Qb7 34. Qxe6 {steht Weiss bereits auf Gewinn, z.B.} Rcf8 35. Qd6+ Qc7 36. Ra8+ Kxa8 37. Qxc7 $18) ({b)} 30... bxa5 31. Rxa5 Qxb5 32. Rxb5+ Rb7 33. Kf1 Bb4 34. Ke2 $16 {und Weiss steht besser, aber Kampf ist für Schwarz noch möglich}) 31. axb6 $1 axb6 32. Qxc6 Rxc6 33. Ra6 $1 h6 34. Rca1 { Droht Matt per Ta8+.} Kc8 35. Ra8+ Kd7 {Weiss hat rapide Fortschritte gemacht, lässt sich jedoch mit der folgenden Antwort einen grossen Teil seines Vorteils entgleiten.} 36. Rh8 $6 {Auch wenn der Mephisto Portorose 32-bit damit in der Partie schliesslich Erfolg hat - die verbundenen Freibauern g3/h2 lassen grüssen - war objektiv betrachtet 36.T8a7+ besser.} (36. R8a7+ $16 Rc7 37. Rxc7+ Kxc7 38. Ra7+ Kd8 39. Kg2 Bb4 40. Kf1 $16 {und Weiss steht deutlich besser}) 36... Rxc4 $14 37. Rxh6 Bb4 {Etwas genauer 37...Lc5} 38. Ra7+ $2 { Die zur Zeit mangelnde Koordination der weissen Figuren hätte durch 38.Th8 als ersten Schritt behoben werden sollen.} Kc6 $17 39. b3 Rc1+ 40. Kg2 Rc2 $1 { Die Lage hat sich gedreht, steht doch nun Schwarz prächtig und deutlich besser, seine Figuren arbeiten optimal zusammen, die weissen Bauern f2 und b3 sind leichte Angriffsobjekte und der Freibauer d3 kann auch eine wichtige Rolle spielen. Jedenfalls steht Weiss vor einer schwierigen, wenn nicht gar einer unmöglichen Verteidigungsaufgabe.} 41. Ra4 Bf8 (41... Bc5 $19 {war noch stärker}) 42. Rh4 Rb2 $2 {Eine Enttäuschung für uns, dass ausgerechnet der Elite V6, normalerweise scharf auf Freibauern, hier den möglichen Gewinnweg mit 42...d3 nicht startet.} (42... d3 43. Ra1 Be7 44. Rg4 Bc5 45. Rf1 Re2 46. Rd1 Bxf2 47. h4 Bd4+ 48. Kh3 Kd5 $19 {schwarze Gewinnstellung}) 43. Ra6 (43. Ra8 $17 {ist wohl besser.}) 43... Rxb3 $2 {Erneut verpasst der Elite V6 den mit 43...d3 möglichen Gewinn, steht aber selbst nach dem Textzug noch immer besser.} (43... d3 $19 44. Ra1 Bc5 $19 {und Schwarz gewinnt}) 44. Ra2 $17 b5 { Besser ist 44...Kd5} 45. Rg4 ({Günstiger ist} 45. Rh7) 45... Ra3 46. Rc2+ Kd5 47. Rc8 (47. h4 $142) 47... b4 $6 {Viel einfacher gewinnt 47...Ta2} (47... Ra2 48. Rb8 b4 49. h4 Re2 $19 {Schwarz gewinnt}) 48. Rd8+ $6 {Schlecht, aber man darf nicht zu viel schimpfen, denn schliesslich gibt es oder so für Weiss keine Rettung mehr ... das Endresultat 1-0 kommt einem Wunder gleich.} Kc4 $19 49. Rc8+ Kd3 {droht wieder tödlich ...Ta2} 50. f3 b3 ({Hübsch gewinnt} 50... Rc3 $1 {und falls} 51. Nxc3 bxc3 52. Re4 c2 53. g4 Rf7 54. Re1 Kd2 55. Ra1 Bb4 56. Ra2 Bc3 $19) 51. Nf2+ Kd2 52. Rb8 {[#] Unverändert hat Schwarz eine gewonnene Stellung.} b2 $4 {Ist das ein Bug: Jedenfalls ist es fast unglaublich, dass der Elite V6 seinen Gewinn bringenden Freibauern dem Gegner überlässt und das auch noch mit einem Schachgebot.} (52... Bh6 {und noch immer stünde Schwarz auf Gewinn} 53. Re4 Rf8 54. Rb5 Be3 55. Ng4 Rc8 56. Rexe5 Rc2 57. Kh3 b2 58. Rxe6 Kc1 59. Reb6 Bg1 60. Re6 Bf2 $19) 53. Rxb2+ $11 { Der glückliche Portorose 32-bit hat auf wundersame Weise dank grossartiger Hilfe des Gegners das Spiel wieder ausgeglichen. Der schwarze Mehrbauer, ein Doppelbauer, ist nichts wert.} Kc1 54. Re2 Raxf3 55. Rge4 Bd6 56. Ra2 {droht .. .Te1 matt} Kb1 57. Ree2 Ba3 58. Rad2 {Der Vormarsch des Bauern d4 ist nun verhindert.} Bc1 59. Re1 Re3 60. Rg1 e4 {Mit der Idee ...d3.} 61. Rdd1 (61. Rxd4 Re2 62. Rb4+ Kc2 63. Rc4+ Kb2 64. Rgxc1 Rfxf2+ 65. Kh3 Rxh2+ 66. Kg4 Rh8 $11) 61... Rc3 62. Nxe4 {Endlich herrscht auch wieder materielles Gleichgewicht.} Rc2+ 63. Kh1 (63. Kh3 $11 {ist eine Spur besser}) 63... e5 $15 {... wieder mit leichtem Vorteil für Schwarz} 64. h3 $6 {Richtig war 64.Td3, weil sich der schwarze Vorteil nach dem Textzug von leicht auf deutlich besser verändert} Rf7 $6 {Aber Elite V6 nimmt seine Chance einmal mehr nicht wahr.} ( 64... Kb2 65. h4 Rf3 66. Rge1 Re3 67. Rxe3 Bxe3 68. Re1 Kb3 69. g4 Kc4 70. g5 Bf4 71. Kg1 d3 72. g6 Kd4 73. g7 Rc8 74. Kg2 Rg8 75. Kf3 Rxg7 76. Ra1 d2 $19) 65. Rde1 $6 {Weiss hat keine glückliche Hand, denn hier war 65.Tge1 notwendig, was das Gleichgewicht hält.} d3 $2 {Im falschen Moment, denn mit 65...Kb2 stand eine bedeutend stärkere (Gewinn-)Fortsetzung zur Verfügung.} (65... Kb2 $17 {Der Sinn dieses Zuges besteht darin, den Lc1 zu decken, so dass d4-d3-d2 möglich ist, ohne Sxd2 Txd2, Txc1 befürchten zu müssen.} 66. Rd1 Rf3 67. Rge1 Re3 68. Rxe3 dxe3 69. g4 Bd2 70. Ng3 Kc3 71. g5 Kd3 72. Rg1 e2 73. Nxe2 Kxe2 74. g6 Rc8 75. Rg2+ Kd3 76. Rg3+ Ke4 77. h4 Bf4 78. Rb3 Kf5 79. h5 Kg4 80. Kg2 Kxh5 $19 {Schwarz gewinnt}) 66. Re3 $2 {Weiss beantwortet die gegnerische Ungenauigkeit ebenso und gerät wieder in eine verlorene Stellung.} (66. Rd1 $1 $15 Rd7 67. Rge1 {und obwohl Schwarz besser steht, ist noch gar nichts entschieden.}) 66... Rd7 $19 67. Nf6 Rd4 (67... Rd6 {gewinnt einfacher} 68. Ng4 Re2 69. Rxe5 Rxe5 70. Nxe5 d2 71. Kg2 d1=Q 72. Rxd1 Rxd1 73. h4 Rd4 74. Nf7 Kb2 75. Ne5 Rd5 76. Nf7 Kc2 77. Kh3 Kc3 78. Nh8 Kd4 79. Kg4 Ke5 $19) 68. Rxe5 d2 69. Rd1 Rc3 $6 {Erneut vergebene Gewinnmöglichkeit} (69... Rcc4 $1 70. Re2 Kc2 71. Rf1 Kd3 72. Ref2 Kc3 73. Rd1 Kc2 74. Re1 Bb2 75. Kg2 Kc3 76. Ref1 Rd3 77. h4 d1=Q 78. Rxd1 Rxd1 79. Kh3 Kb3 80. Rf3+ Kb4 $19) 70. Ne4 $11 Rxe4 {Auch andere Fortsetzungen scheinen nicht mehr zum Gewinn zu führen.} 71. Rxe4 Kc2 72. Rxd2+ Bxd2 {Dieses Endspiel KTL-KT+2B ist Remis} (72... Kxd2 {ändert nichts am Remis}) 73. Kg2 Kd3 74. Re8 Rc6 75. h4 Be3 76. g4 Rc2+ 77. Kh3 Rc1 78. g5 Rg1 79. Rf8 Ke4 80. Kh2 Bd4 81. Rf7 Bc5 82. Rc7 Bf2 83. Re7+ Kf3 84. Rf7+ Ke2 85. Rf4 Kf1 86. Ra4 {Und Ta1+ würde nun gewinnen.} Rg2+ 87. Kh3 Rg3+ 88. Kh2 Rf3 {Noch kein Fehler, aber statt sich mit Remis durch Dauerschach zufrieden zu geben, wurstelt der Elite V6 herum.} 89. Ra1+ Be1 90. g6 {[#]} Rf4 {Der Elite V6 stolpert mit diesem Fehler in den Verlust. Hier hätten 90...Tf6 oder 90...Kf2 und 90...Ke2 das Remis gesichert. Nach dem Textzug kann sich der weisse Turm gegen den Le1 opfern. Hernach gewinnt der König mit Kg3 ein Tempo durch den Angriff gegen den Tf4 und anschliessend marschieren die beiden verbundenen Freibauern dank der starken Stellung des weissen Königs zum Sieg.} 91. Rxe1+ $1 $18 {Sehr gut: Der Portorose 32bit kann sein Glück kaum fassen und wickelt in ein gewonnenes Endspiel ab.} Kxe1 {KT-KBB} 92. Kg3 Rf2 93. h5 $1 (93. g7 $4 {wäre falsch bzw. nur Remis nach} Kf1) 93... Kf1 94. Kg4 {Schwarz, dessen König im Kampf gegen die verbundenen weissen Bauern keine Rolle spielt, ist machtlos gegen den Vormarsch der Bauern.} Rg2+ 95. Kf5 Ke1 96. h6 Rf2+ 97. Ke5 Re2+ 98. Kf6 Rf2+ 99. Kg7 Rb2 100. h7 Rb7+ 101. Kh6 Rb8 102. g7 Rb6+ 103. Kg5 {Schwarz hat nun nichts besseres als den weissen König mit Schachs zu verfolgen. Doch der weisse König wird sich dem schwarzen Turm nähern, bis der kein Schach mehr hat, deshalb aus für Schwarz.} Rb5+ {Schwarz gibt auf} ({ Houdini 6.02 x64-pext:} 103... Rb5+ 104. Kf6 Rb6+ 105. Ke5 Rb5+ 106. Kd6 Rb6+ 107. Kc5 Rb7 108. h8=Q Rc7+ 109. Kd6 Rxg7 110. Qxg7 Kd2 111. Qd4+ Ke2 112. Qc3 Kf2 113. Ke5 Kf1 114. Kf4 Ke2 115. Qc2+ Kf1 116. Kf3 Kg1 117. Qg2#) 1-0 |
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Viele viele bunte Smarties...:p |
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Hallo Kurt,
auch wenn die Darbietungen des Portorose 68020 noch immer nicht gänzlich zu überzeugen wissen, so ist bislang der Spielstärkezuwachs gegenüber dem Almeria 68020 durchaus zu erkennen. Dann liegen Otto und ich mit unseren Prognosen vielleicht doch gar nicht so falsch ;) Gruß Egbert |
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Das sehe ich genau so. Über den Ausgang des Matches bin ich gespannt. Erstaunt bin ich immer wieder über die doch vielen gegenseitigen Fehler. Beim Spiel als Mensch gegen diese Programme fällt einem das irgendwie nicht so stark ins Auge. Gruss Kurt |
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Gruß Egbert |
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das ist exakt der springendende Punkt und geht mir genau so! Andererseits sieht man auch wie weit diese Oldies von moderneren Programmen und Programmiertechniken noch weg sind. Gruß Otto |
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Match 120'/40, 13. Partie, ECO D16: Slawische Verteidigung (Steiner-Variante) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Remis | Stand: 6,5:6,5 (+4 -4 =5) | Die von Schwarz gewählte Eröffnungsvariante behandelt Weiss nicht am schärfsten. So bekommt Schwarz eine annehmbare Stellung und nach Damentausch ein leicht schlechteres Endspiel. Ein unsachgemässer Bauernzug, 22...h6, hätte nach der einengenden Antwort 23.g6 im Elend enden können. Der Elite V6 gibt sich jedoch mit einer Alternative und leichtem Vorteil zufrieden und erobert in der Folge einen unwichtigen Bauern. Dass die beiden Programme, wie übrigens auch die heutigen Spitzenengines, das Thema ungleichfarbige Läufer nicht verstehen, zeigt sich in der Folge, wo systemlos hin- und hergezogen wird, ohne dass Fortschritte ersichtlich sind. Aber auch echte Fehler seitens des Portorose 32bit kann der Elite V6 nicht nutzen. Und so endet die Partie mit einem für Schwarz glücklichen Remis.
[Event "Elite V6_Portorose 68020"]
[Site "Zurich SUI"] [Date "2018.03.24"] [Round "13"] [White "Fidelity Elite V6"] [Black "Mephisto Portorose 68020"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "D16"] [WhiteElo "2107"] [BlackElo "2118"] [Annotator "K. Utzinger"] [PlyCount "138"] [EventDate "2018.03.24"] 1. d4 d5 {Match 120'/40, 13. Partie, ECO D16: Slawische Verteidigung (Steiner-Variante) | Bediener: Rolf Bühler | Resultat: Remis | Stand: 6,5:6,5 (+4 -4 =5) | Die von Schwarz gewählte Eröffnungsvariante behandelt Weiss nicht am schärfsten. So bekommt Schwarz eine annehmbare Stellung und nach Damentausch ein leicht schlechteres Endspiel. Ein unsachgemässer Bauernzug, 22...h6, hätte nach der einengenden Antwort 23.g6 im Elend enden können. Der Elite V6 gibt sich jedoch mit einer Alternative und leichtem Vorteil zufrieden und erobert in der Folge einen unwichtigen Bauern. Dass die beiden Programme, wie übrigens auch die heutigen Spitzenengines, das Thema ungleichfarbige Läufer nicht verstehen, zeigt sich in der Folge, wo systemlos hin- und hergezogen wird, ohne dass Fortschritte ersichtlich sind. Aber auch echte Fehler seitens des Portorose 32bit kann der Elite V6 nicht nutzen. Und so endet die Partie mit einem für Schwarz glücklichen Remis.} 2. Nf3 Nf6 3. c4 c6 {Gegenüber dem klassischen Damengambit mit 3...e6 will Schwarz die Schwierigkeiten mit der Entwicklung des Lc8 vermeiden und diesen Läufer nach f5 entwickeln. Also ähnliche Beweggründe wie der Unterschied zwischen der Französischen Verteidigung 1.e4 e6 und der Caro-Kann-Vereidigung 1.e4 c6. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass Schwarz in der Slawischen Verteidigung in der Regel erst mit d5xc4 das Zentrum aufgeben muss, bevor der Läufer nach f5 gehen kann. Dies deshalb, weil die frühzeitige Entwicklung des Lc8 eine ernstliche Schwächung des schwarzen Damenflügels verursachen kann. Für den ungeübten Spieler nicht verschwiegen werden darf, dass die Slawischen Verteidigung trotz der geschilderten Vorteile bedeutend schwieriger zu behandeln ist, als das Klassische bzw. Orthodoxe Damengambit und auch mehr theoretische Kenntnisse erforderlich sind, um alle Fallstricke zu umgehen, die ihm Weiss auftischen kann.} 4. Nc3 dxc4 {Alternativen sind:} ({a)} 4... a6 { Das so genannte Chebanenko-System; einerseits ein Abwartezug und den weissen Figuren das Feld b5 verwehrend, andererseits die Möglichkeit bietend, einmal mit b7-b5 selbst aktiv zu werden. Es entstehen schwierig zu behandelnde Stellungen.}) ({b)} 4... e6 {Das widerspricht zwar den Zielsetzungen der Slawischen Verteidigung, was die Entwicklung des Lc8 betrifft, ist aber ein gesunder Zug, der jedoch zu wiederum äusserst scharfen Stellungen führen kann nach beispielsweise} 5. Bg5 dxc4 6. e4 b5 7. e5 h6 8. Bh4 g5 9. Nxg5 hxg5 10. Bxg5 {das Botvinnik-System}) ({c)} 4... Bf5 $2 {Ein typischer Zug der Amateure, da die Schwächung des Damenflügels sofort akut wird nach} 5. cxd5 cxd5 {etwas besser das Schlagen mit dem Springer, der dem Weissen jedoch das Zentrum überlässt} 6. Qb3 {und mit diesem den Punkt b7 und den Bauern d5 doppelt angreifenden Zug ist Schwarz bereits in Schwierigkeiten, zeigt doch die beste Antwort ...Lc8, wie schlecht der Läuferzug nach f5 war; andere Verteidigungen machen ein schlechten Eindruck, so ...Dd7 Se5 bzw.} Qb6 7. Nxd5 Nxd5 8. Qxd5 e6 9. Qb3 Qxb3 10. axb3 {mit weissem Mehrbauern}) 5. a4 ({a)} 5. e4 {Ein Gambit, nämlich die Geller-Variante, wonach Schwarz den Bauern c4 festhalten kann mit} b5 6. e5 {oder 6.Dc2 (Spassky)}) ({b)} 5. e3 {Die Aljechin-Variante} b5 6. a4 b4) 5... Bg4 {Weshalb ChessBase dieses Abspiel als Damengambit (Slawische Verteidigung, Lasker/Smyslov-Variante) bezeichnet, ist mir ein Rätsel. Weder von Lasker noch von Smyslov habe ich dazu eine Partie gefunden. Hingegen hat gemäss Ex-Weltmeister Max Euwe dieses Abspiel der ungarische Internationale Meister Lajos Steiner (1903-1975) in die Turnierpraxis eingeführt. Rein schachlich betrachtet, erschliesst sich mir der Sinn von 5...Lg4 nicht wirklich. Schwarz hat mit d5xc4 das Zentrum vernachlässigt und mit dem Textzug tut Schwarz nichts gegen den Vorstoss e2-e4. Auch wird der Läufer g4 nach der folgenden Antwort zurückgeworfen und kann Weiss später mit f2-f3 einmal e2-e4 oder gar g2-g4 durchsetzen. Es wundert mich nicht, dass die Steiner-Variante im Fernschach wie auch unter Top-Spielern nur ausnahmsweise zum Einsatz kommt, wahrscheinlich als Überraschungswaffe. Jedenfalls erzielt Weiss dagegen eine überdurchschnittliche Gewinnquote von mehr als 60%.} ({a)} 5... Bf5 {die Hauptvariante} 6. e3 e6 7. Bxc4 Bb4 8. O-O O-O 9. Qb3 Qb6 10. Nh4 Nbd7 11. Nxf5 exf5 12. Ne2 Rae8 13. Qd3 Ne4 14. Ng3 Nxg3 15. hxg3 Qa5 16. Rd1 Rd8 17. Qc2 Rfe8 18. Bd3 g6 19. Bd2 Bxd2 20. Qxd2 Qb6 21. a5 Qc7 22. Qb4 $6 Nf6 $6 23. a6 b6 24. Rdc1 Qd7 25. Qa4 Re6 26. Bc4 Rd6 27. Qa3 Qe8 28. b4 Qf8 29. Bb3 Ng4 30. Bd1 Re6 $2 31. Bf3 Rdd6 $2 32. b5 $1 $16 cxb5 33. Rc7 $18 Qe8 34. Rxa7 Rd8 35. Rc7 b4 36. Qxb4 Nf6 37. a7 Ne4 38. Rb7 Ra8 39. Rxb6 Rxb6 40. Qxb6 Qc8 41. Bxe4 fxe4 42. d5 Qe8 43. d6 Kg7 44. Qb7 Kh6 45. d7 Qh8 46. Rc1 f5 47. Kh2 f4 48. Rc8 Rxa7 {1-0 (48) Mephisto Portorose 68020 (2118)-Fidelity Elite V6 (2107) Zurich SUI 2018}) ({b)} 5... Na6 {Das wäre korrekterweise die Smyslov-Variante in der Slawischen Verteidigung.}) 6. Ne5 Bh5 7. f3 (7. Nxc4 e6 8. Qb3 Na6 9. e3 Be7 10. Bd2 O-O 11. Ne5 Nb4 12. Ne2 Qd5 13. Qxd5 cxd5 14. Rc1 Bg6 15. Bxb4 Bxb4+ 16. Nc3 Ne4 17. f3 Nxc3 18. bxc3 Rfc8 19. Nc4 Be7 20. Ne5 Ba3 21. Nxg6 Bxc1 22. Ne7+ Kf8 23. Nxc8 Rxc8 24. Bd3 Rxc3 25. Ke2 Ke7 26. h4 h6 27. h5 f6 28. f4 Kd6 29. g4 a6 30. g5 fxg5 31. fxg5 b5 32. axb5 axb5 33. Rf1 b4 34. Rf7 Rc7 35. Rxc7 Kxc7 36. gxh6 gxh6 37. Bc2 Kd6 38. Kd3 Ke7 39. e4 Kf6 40. exd5 exd5 41. Bb3 Kg5 42. Ke2 Kxh5 43. Kf3 Bb2 44. Bxd5 Bxd4 {1/2-1/2 (44) Paulino Frydman-Lajos Steiner Lodz 1938}) (7. g3 e6) 7... Nfd7 8. Nxc4 e5 {Wenn Schwarz dieses die Entwicklung fördernde Bauernopfer des russischen GM David Bronstein nicht bringt, hat er gar nichts zu melden angesichts der markanten Überlegenheit des gegnerischen Zentrums.} 9. Ne4 {Eine solide Fortsetzung, die aber weniger effektiv ist als 9.e4. Immerhin droht lästig ein Springerschach auf d6.} ({a)} 9. Nxe5 {Gilt nicht als die stärkste Fortsetzung } Nxe5 10. dxe5 Nd7 11. f4 Bb4 12. Qc2 Qe7 13. e4 g5 14. Be2 gxf4 15. e6 Qh4+ 16. Kf1 Bxe2+ 17. Qxe2 fxe6 18. Qf2 Qe7 19. e5 Nxe5 20. Bxf4 Rf8 21. Rd1 Bc5 { 0-1 (21) Timman,J (2600)-Petrosian,T (2605) Las Palmas 1982}) ({b)} 9. e4 { Scheint am besten und hat statistisch betrachtet eine Gewinnquote von gegen 70%.} Qh4+ 10. g3 Qf6 11. dxe5 Qxf3 12. Nd6+ Ke7 13. Qb3 Nxe5 14. Qxb7+ Kf6 15. Rg1 Bxd6 16. Be2 Nbd7 17. Bxf3 Nc5 18. Nd5+ cxd5 19. Qxd5 Nxf3+ 20. Kf1 Be5 21. Qxc5 Rac8 22. Qf2 Bd4 23. Be3 Bxe3 24. Qxe3 Nxh2+ 25. Kg2 Rc2+ 26. Kh3 Bg4+ 27. Kh4 h5 28. Qg5+ Ke6 29. Qd5+ Ke7 30. Qb7+ Kf8 31. Kg5 f6+ 32. Kf4 Re2 33. Qb4+ Kg8 34. Qc4+ Kh7 35. Qxe2 Bxe2 36. Rg2 g5+ 37. Ke3 Ng4+ 38. Kxe2 Rb8 39. Kd3 a5 40. Kc3 Kg6 41. b3 Rc8+ 42. Kb2 Re8 43. Re1 Ne5 44. Rd1 Nf3 45. Rd5 Rxe4 46. Rxa5 h4 47. gxh4 Nxh4 48. Rc2 g4 49. Ra8 Kf5 50. a5 g3 51. Rg8 Re5 52. b4 g2 53. a6 {1-0 (53) Shimanov,A (2649)-Jobava,B (2716) Yerevan 2014}) ({c) Ein neuerer Versuch, die schwarze Stellung zu knacken} 9. Be3 Na6 10. g3 f6 11. dxe5 Nxe5 12. Qxd8+ Kxd8 13. Nxe5 fxe5 14. Bh3 Kc7 15. Rc1 b6 16. Bf5 Bf7 17. Kf2 g6 18. Be4 Kb7 19. Rhd1 Nc5 20. Bc2 Rc8 21. Ne4 Nxe4+ 22. Bxe4 Be6 23. a5 bxa5 24. Bc5 Bf5 25. Bxf5 gxf5 26. Rd3 Rc7 27. Ra3 Bh6 28. Rc2 Rd8 29. Rxa5 a6 30. Ra3 e4 31. Rb3+ Ka8 32. Rb6 Rd5 33. b4 Bd2 34. Ra2 Rb7 35. Rxc6 Rbd7 36. Raxa6+ Kb7 37. Rab6+ Ka8 38. Rb5 e3+ 39. Kg2 {1-0 (39) Aronian,L (2781)-Jobava, B (2668) Reykjavik 2015}) ({d)} 9. dxe5 {ist ein schrecklicher Fehler, der nach } Qh4+ 10. g3 Qxc4 {eine Figur verliert}) 9... Bb4+ 10. Bd2 {Ende Buch} Qe7 { Ende Buch} 11. Nxe5 (11. Bxb4 Qxb4+ 12. Qd2 Qxd2+ 13. Kxd2 exd4 14. Ned6+ Kd8 15. Nxb7+ Kc7 16. Nba5 Na6 17. e4 dxe3+ 18. Nxe3 Nb4 19. Bc4 Rhe8 20. Rhe1 Bg6 21. Kc3 Rab8 22. Nb3 Ne5 23. Nc5 a5 24. Na6+ Nxa6 25. Bxa6 Nd7 26. Bc4 f6 27. Nc2 Bxc2 28. Kxc2 Nb6 29. Bb3 Rbd8 30. Rad1 Nd7 31. Bf7 Rxe1 32. Rxe1 Nc5 33. b3 Nd7 34. f4 Kd6 35. Re6+ Kc7 36. Re3 Nb6 37. Re7+ Rd7 38. Rxd7+ Kxd7 39. Kc3 c5 40. Kd3 Ke7 41. Bg8 h6 42. Ke4 g6 43. h4 Kf8 44. Bc4 Ke7 45. Be2 Ke6 46. g4 f5+ 47. Kf3 Kf6 48. gxf5 gxf5 49. Bc4 Nd7 50. Bd3 Nb6 51. Bc4 {1/2-1/2 (51) Shipov,S (2576)-Korotylev,A (2609) Moscow 2006}) 11... Nxe5 12. dxe5 Nd7 13. Nd6+ {Damit sichert sich Weiss das Läuferpaar, denn Schwarz wird kaum auf die Rochade verzichten wollen.} Bxd6 14. exd6 Qxd6 15. Bc3 {Ein zweckmässiger Zug, der den Läufer auf die schöne Diagonale a1-h8 bringt, den Bauern g7 angreift und scheinbar den Damentausch erzwingt. Hernach wird das starke weisse Läuferpaar im Endspiel einen spürbaren Vorteil darstellen.} Qxd1+ { Vielleicht hätte sich Schwarz nicht auf den Damentausch einlassen sollen. Indessen ist es nicht einfach abzuschätzen, ob Schwarz nach 15...De7 16.Lxg7 genügend Kompensation für den Bauern hat. So gesehen, ist der Damentausch erklärbar.} (15... Qe7 16. Bxg7 O-O-O $5 {denn nun wäre} 17. Bxh8 $6 { eher fraglich, weil} Ne5 {zumindest ausgeglichen ist}) 16. Rxd1 f6 17. g4 Bf7 18. g5 {Die richtige Strategie: Weiss bricht de gegnerische Bauernstruktur auf. } Bb3 19. Rd4 c5 20. Re4+ Kf7 21. Bh3 {Sowohl 21.gxf6 als auch 21.Tg2 sind stärker.} Rad8 22. Rg1 h6 $2 {Nicht gut, aber Weiss verpasst darauf die beste Entgegnung. Besser war 22...Sb6.} 23. Bxd7 {Auch danach verbleibt Weiss noch mit Vorteil, aber das stärkere 23.g6+ hätte den Tag im höheren Sinne bereits für Weiss entschieden.} (23. g6+ Kf8 24. Kf2 {und Schwarz steht miserabel, hat er doch bald keine vernünftigen Züge mehr, was der stark einengenden Wirkung des Bauern g6 - ein Pfahl im Fleisch des Gegners - zuzuschreiben ist.} h5 25. Re3 {droht Lxf6 Sxd6, Txb3} Bxa4 26. Ra1 Nb6 27. b4 Bc6 28. Rxa7 $16) 23... Rxd7 24. gxf6 gxf6 25. Rf4 Rd6 26. Kf2 {Schwarz hat es auch jetzt schwer genug. Das sind zum einen die leicht angreifbaren schwarzen Bauern f6 und h6 und ferner der Umstand, dass Schwarz immer mit einer für ihn unangenehmen Verdoppelung der weissen Türme auf der g-Linie rechnen muss. Auch ist der weisse Läufer seinem Gegenpart deutlich überlegen.} Rh7 { Keine Prognose wage ich darüber, ob 26...b6 oder 26...Ta6 günstigere Alternativen waren.} 27. e4 {droht e5} Rg7 28. Rxg7+ Kxg7 29. e5 Ra6 30. exf6+ {Weiss hat einen Bauern erobert. Aber erstens ist das nur ein Doppelbauer und zweitens hat es ungleichfarbige Läufer auf dem Brett, wobei der schwarze Läufer, zusätzlich zu seinem König, den Vormarsch des f-Bauern, aufhalten kann.} Kf7 31. Rg4 Kf8 32. a5 Bf7 33. b4 cxb4 34. Bxb4+ Ke8 35. Re4+ Re6 { Turmtausch käme dem Schwarzen gelegen, wäre das Läuferendspiel doch für Weiss nicht zu gewinnen. Aber das wissen beide Programme natürlich nicht.} 36. Bc5 a6 37. Be3 h5 38. Kg3 Kd7 39. Bg5 Be8 {Turmtausch ergibt Remis, gelingt es doch Weiss nie, einen Freibauern über die Felder e6 und f7 zu bringen oder einen schwarzen Bauern zu erobern. Die Stärke bzw. Schwäche der ungleichfarbigen Läufer ist dem Elite V6 wie dem Portorose 32bit als auch allen modernen Schachengines nicht bekannt.} (39... Rxe4 40. fxe4 Ke6 41. Kf4 Bg6 42. Bh4 Bf7 43. Kg5 Be8 44. Kh6 Bf7 45. Kg7 Be8 46. Bg3 Bf7 $11) 40. Rd4+ Rd6 41. Rf4 Bf7 42. Re4 Kd8 43. Re7 Rd7 44. Kh3 Rc7 45. Kh4 Rc4+ $2 {Ein unglückliches Schachgebot, das zum Partieverlust für Schwarz führen sollte.} (45... Rxe7 46. fxe7+ Kd7 {sollte das Remis ohne Probleme sicherstellen, denn es ist nicht zu sehen, wie der Elite V6 die weissfeldrige Sperre der schwarzen Figuren brechen könnte; alle schwarzen Bauern stehen auf Feldern, die der eigene Läufer decken, der gegnerische Läufer aber nicht angreifen kann; der schwarze König muss kaum etwas anderes tun, als sich zwischen e8 und f7 zu bewegen und der schwarze Läufer nichts tun, ausser die allenfalls angegriffenen Bauern zu schützen; der weisse Mehrbauer spielt überhaupt keine Rolle.}) 46. Kg3 $2 {Vergibt den mit 46.Lf4!! möglichen sicheren Gewinn. } (46. Bf4 $1 Rxf4+ 47. Kg5 Rxf3 48. Rxf7 $18 {und Weiss hat ein leicht zu gewinnendes Turmendspiel}) 46... Rc7 47. h3 $6 {Erlaubt dem Gegner wieder den Turmtausch, wonach im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern nicht mehr als ein Remis zu holen sein wird.} Rd7 (47... Rxe7 $1 48. fxe7+ Kd7 $11) 48. f4 $6 Rd3+ $6 (48... Rxe7 49. fxe7+ Kd7 $11) 49. Kh4 Rd7 50. f5 Rc7 $2 {Das hätte verlieren sollen, während der Turmtausch das Remis sichert.} (50... Rxe7 51. fxe7+ Kd7 52. Bf6 Ke8 53. Kg5 Kd7 54. Kh6 Ke8 55. Bg5 Kd7 56. Bf6 Ke8 57. Bg5 Kd7 58. Kg7 Ke8 59. f6 Bc4 60. h4 Bb3 61. Kh6 Bf7 62. Be3 Kd7 63. Kg7 Ke8 64. Bg5 Bc4 65. Kg6 Bf7+ 66. Kh6 Kd7 67. Kg7 $11) 51. Kg3 $2 {Verpasst das Qualitätsopfer auf f7 mit leichtem Gewinn, da die weissen Freibauern, unterstützt durch König und Läufer, nicht aufzuhalten wären.} (51. Rxf7 $1 Rxf7 52. Kxh5 Ke8 53. Kg6 Rd7 54. h4 Kf8 55. h5 Kg8 56. h6 Rf7 57. Bf4 Rd7 58. Be5 Rf7 59. Bb2 Kf8 60. h7 $18) 51... Rd7 (51... Rxe7 52. fxe7+ Kd7 $11 { Ausgleich}) 52. Kf3 Bd5+ (52... Rxe7 53. fxe7+ Kd7 $11 {Ausgleich}) 53. Kf2 Bf7 (53... Rxe7 54. fxe7+ Kd7 $11 {Ausgleich}) 54. Ke3 Be8 (54... Rxe7+ 55. fxe7+ Kd7 $11 {Ausgleich}) 55. Kf4 Bf7 (55... Rxe7 $11) 56. Kg3 Rc7 (56... Rxe7 $11) 57. h4 Rd7 (57... Rxe7 $11) 58. Kf3 Bd5+ (58... Rxe7 $11) 59. Ke3 Bf7 (59... Rxe7+ $11) 60. Kf2 Rc7 (60... Rxe7 $11) 61. Kf3 Rd7 (61... Rxe7 $11) 62. Kg3 Rc7 (62... Rxe7 $11) 63. Kh3 Rd7 (63... Rxe7 $11) 64. Kg2 Rc7 (64... Rxe7) 65. Kf2 Rd7 (65... Rxe7 $11) 66. Kf1 Bc4+ (66... Rxe7 $11) 67. Kg2 Bf7 (67... Rxe7 $11) 68. Kh2 Rc7 (68... Rxe7 $11) 69. Kg1 Rd7 {als Remis abgebrochen} 1/2-1/2 |
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