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  #61  
Alt 01.08.2022, 20:39
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AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz

Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 13. Partie: remis | Zwischenstand: 6,5-6,5 unentschieden | Die Schottische Partie behandelt Schwarz leicht dubios und hat selbst nach frühzeitigem Damentausch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die der Fidelity Excellence trotz gegnerischer Ungenauigkeiten nicht zu meistern vermag. So landet die CXG Sphinx Legend in einem gewonnenen Turmendspiel und bald einmal in einem gewonnenen Bauernendspiel. Und hier genügt eine einzige Unachtsamkeit, um ins Remis zu schlittern, wie die Partie denn auch endet nach einer Zwischeneinlage mit Damenendspiel und wiederum Übergang ins Bauernendspiel. Ein sehr glücklicher Ausgang für das amerikanische Programm.

[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"]
[Date "2022.??.??"]
[Round "13"]
[White "CXG Sphinx Legend"]
[Black "Fidelity Excellence 6 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[ECO "C45"]
[WhiteElo "1816"]
[BlackElo "1838"]
[Annotator "KUT"]
[PlyCount "150"]
[EventDate "2022.??.??"]

1. e4 e5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 13. Partie: remis |
Zwischenstand: 6,5-6,5 unentschieden | Die Schottische Partie behandelt
Schwarz leicht dubios und hat selbst nach frühzeitigem Damentausch mit
Schwierigkeiten zu kämpfen, die der Fidelity Excellence trotz gegnerischer
Ungenauigkeiten nicht zu meistern vermag. So landet die CXG Sphinx Legend in
einem gewonnenen Turmendspiel und bald einmal in einem gewonnenen
Bauernendspiel. Und hier genügt eine einzige Unachtsamkeit, um ins Remis zu
schlittern, wie die Partie denn auch endet nach einer Zwischeneinlage mit
Damenendspiel und wiederum Übergang ins Bauernendspiel. Ein sehr glücklicher
Ausgang für das amerikanische Programm.} 2. Nf3 Nc6 3. d4 exd4 4. Nxd4 Bc5 5.
Nb3 Bb6 {***ENDE BUCH***} 6. a4 {***ENDE BUCH***} Qh4 {Eine selten vorkommende
Fortsetzung, allerdings auch schon in GM-Partien ausprobiert.} 7. Qe2 Nf6 8. a5
Nd4 9. Nxd4 Bxd4 10. Ra4 c5 11. c3 Be5 {Der schwarze Aufbau macht einen
gekünstelten Eindruck und es steht ausser Frage, dass Weiss besser steht, der
mit Entwicklungszügen wie Sb1-d2-f3 oder g3 nebst Lg2 seine Figuren mit
Tempogewinn ins Spiel bringen kann.} 12. g3 (12. Nd2 Qh6 13. Nb3 Qg6 14. f4 Bc7
15. Nxc5 O-O 16. f5 Qg4 17. Qxg4 (17. Qf2 $1 $18) 17... Nxg4 18. Be2 Nf6 19.
Bg5 d6 20. Nb3 Bd7 21. Rd4 Rfe8 22. Bxf6 gxf6 23. Kd2 Bc6 24. Bf3 {1/2-1/2 (24)
Ehlvest,J (2610)-Graf,A (2585) Groningen 1997}) 12... Qg4 13. Qxg4 {Auch 13.f3
oder 13.f4 kamen in Frage.} Nxg4 14. Be2 d6 (14... h5 $5 {vermeidet die
Zersplitterung der schwarzen Bauernstruktur, wie es in der Partie passiert.})
15. f3 Bd7 16. Ra1 Nh6 {Der Einschlag 16...Sxh2? verliert nach 17.f4 oder 17.
Lf4 den Springer.} 17. Bxh6 gxh6 {Nun steht Schwarz mit einer arg ramponierten
Bauernstellung da. Weiss hat spürbaren Vorteil.} 18. Nd2 Rg8 19. f4 Bf6 20.
Nc4 Be7 21. Rd1 Bc6 {[#] Weiss hat deutlichen positionellen Vorteil erreicht,
den er aber sofort wieder grösstenteils zunichtemacht. Dass die Engines für
Weiss bereits entscheidenden Vorteil attestieren ist eine andere Sache.} 22.
Nxd6+ $2 {Ein miserabler Tausch, auf den sich Weiss da einlässt: Die schwarze
Bauernschwäche auf d6 verschwindet gegen den schönen Zentralbauer e4.} Bxd6
23. Rxd6 Rg6 $1 {Ein überraschend guter Zwischenzug.} ({Sofort} 23... Bxe4 {
ist ungünstiger} 24. Bb5+ Ke7 25. Rd7+ Kf6 26. O-O Bc6 (26... Bf5 27. Rxb7 {
mit einem gesunden Mehrbauer und für einen Oldie einfacher zu spielen als das
gar noch stärkere 27.Td6+ mit vielen Feinheiten.}) 27. Bxc6 bxc6 28. Rd6+ Kg7
29. Rxc6 $18 {ebenfalls mit weissem Bauernplus}) 24. Rd2 (24. Rxg6 {nur damit
lässt sich der e4-Bauer halten, aber Schwarz erhält Kompensation.} hxg6 25.
Bd3 O-O-O 26. Ke2 f5) 24... Bxe4 25. Bb5+ Ke7 $2 {Nach f8 verdient den Vorzug.}
26. O-O Rd8 27. Rxd8 Kxd8 28. Rd1+ Kc8 29. Bd7+ Kb8 30. Be8 Ra6 {Schwarz ist
in eine verlorene Stellung gerutscht.} 31. b4 {Offenbar geht es noch stärker.}
({Dragon 3.1 by Komodo Chess 64-bit:} 31. Bxf7 Bc2 32. Rd2 Bg6 33. Rd7 {
+-(5.90/36)}) ({BrainLearn 18:} 31. Rd8+ Kc7 32. Rd7+ Kc8 33. Rxf7 {+-(4.57/38)
}) 31... cxb4 32. cxb4 f6 33. Rd8+ (33. Kf2 $1) 33... Kc7 34. Rd7+ Kb8 35. Kf2
{Jetzt wählt Weiss doch noch den besten Zug.} Rc6 36. Ke3 {Für unsere Oldies
nicht zu findende Gewinnzüge waren 36.b5 und 36.Td4.} Bg6 $2 {Dieser Fehler
verliert, während nach 36...Lf5 der Kampf noch lange nicht entschieden
gewesen wäre.} 37. Bxg6 hxg6 38. Rh7 Re6+ 39. Kf3 h5 40. f5 $1 {Der Gewinnzug
in diesem Turmendspiel.} gxf5 41. Rxh5 Re5 42. Rh6 Re6 43. Rh8+ Kc7 44. Rh5 Re5
45. Rh6 Re6 46. h3 b6 47. Kf4 Re4+ 48. Kxf5 Rxb4 49. axb6+ Rxb6 50. Rxf6 Rxf6+
51. Kxf6 {[#]} Kd6 $1 {Ein letzter Rettungsversuch. Dieses Bauernendspiel ist
leicht zu gewinnen. Der weisse König kann den schwarzen Freibauer entweder
aufhalten und dann marschieren die eigenen Bauern. Das zwingt den schwarzen
König, zu den gegnerischen Bauern zu laufen. So hat Weiss alle Zeit, den
schwarzen Bauer abzuholen und hernach mit seinem König die beiden Freibauern
zu unterstützen. Nach dem Rettungsversuch 51...Kd6! gibt es nur ein Problem,
weil der weisse König nicht zum gegnerischen Bauern gelangen kann, wenn er
jetzt einen Bauernzug ausführt. Der König muss deshalb mit 52.Kf5!!
versuchen, via e4 an den Damenflügel zu gelangen. Schwarz muss dies mit 52...
Kd5 verhindern. Doch dann läuft der weisse g-Bauer durch und verwandelt sich
auf g8 rechtzeitig mit Schachgebot.} 52. g4 {Vergibt den Gewinn, weil nun der
schwarze Freibauer rechtzeitig zur Dame gehen kann.} (52. Kf5 Kd5 (52... a5 {
hilft nicht mehr} 53. Ke4 Kc5 54. Kd3 Kb4 55. Kc2 $18) 53. g4 a5 54. g5 a4 (
54... Kd6 55. Ke4 $1 $18) 55. g6 a3 56. g7 Kc5 (56... a2 57. g8=Q+) 57. g8=Q
Kd4 58. Qa2 $18) 52... a5 53. g5 a4 54. g6 a3 55. g7 a2 56. g8=Q a1=Q+ 57. Kg6
{In diesem Damenendspiel kann sich der weisse König nicht vor den Schachs der
schwarzen Dame retten oder Weiss muss den Damentausch mit Übergang in ein
nicht zu gewinnendes Bauernendspiel zulassen.} (57. Kf5 Qe5+ 58. Kg4) 57...
Qg1+ 58. Kh7 Qa7+ (58... Qxg8+ 59. Kxg8 {ist sofort totremis, denn Schwarz
kann den gegnerischen Bauern erobern.} Ke5 60. Kg7 Kf4 61. Kg6 Kg3 62. Kg5 Kxh3
) 59. Qg7 Qf2 60. Qg6+ Kc7 61. Qe4 Qf7+ 62. Kh6 Qf6+ 63. Kh5 Kd6 64. Kg4 Qg7+
65. Kf4 Qh8 66. Qb4+ Ke6 67. Qb6+ Kf7 68. Qa7+ Kg6 69. Qd7 Qf6+ 70. Ke4 Kh6 71.
Qf5 Qxf5+ 72. Kxf5 {Und jetzt ist ein bekanntes Bauernendspiel entstanden mit
dem weissen h-Bauer und dem schwarzen König, der den Vormarsch des Bauern
problemlos aufhalten kann, bzw. in diesem Fall sogar erobern kann.} Kh5 (72...
Kg7 {genügt auch} 73. Kg5 Kh8 74. h4 Kg7 75. h5 Kh7 76. Kf5 Kh6 77. Kg4 Kg7
78. Kg5 Kh7 79. h6 Kh8 80. Kg6 Kg8 81. h7+ Kh8 82. Kh6 {Patt}) 73. Kf4 Kh4 74.
Ke3 Kg3 75. Ke2 Kxh3 {***REMIS MATERIAL***} 1/2-1/2

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Folgende 7 Benutzer sagen Danke zu applechess für den nützlichen Beitrag:
Egbert (01.08.2022), Mapi (01.08.2022), Mephisto_Risc (01.08.2022), Oberstratege (03.08.2022), paulwise3 (01.08.2022), Roberto (02.08.2022), Schachcomputerfan (03.08.2022)
  #62  
Alt 01.08.2022, 21:09
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Egbert Egbert ist offline
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AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz

Hallo Kurt,

da war zweifellos Kaissa auf der Seite des Fidelity Excellence.

Gruß
Egbert
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  #63  
Alt 02.08.2022, 21:55
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AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz

Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 14. Partie: Schwarz (CXG Sphinx Legend) gewinnt | Zwischenstand: 7,5-6,5 (53,5%) für die CXG Sphinx Legend | Obwohl der Fidelity Excellence in der Englischen Symmetrie-Variante zwei Züge nach Buchende einen bösen positionellen Bock schiesst, war das nicht der Grund für seine Niederlage. Mit 18.Ld6?? leitet das Programm von Dan & Kathe Spracklen eine Abwicklung ein, die ihm in wenigen Zügen eine Leichtfigur kostet. Dieser schreckliche taktische Missgriff ist kein Programmfehler, sondern der zu geringen Rechentiefe geschuldet. Detaillierte Ausführungen dazu finden sich an entsprechender Stelle in der kommentierten Partie.

[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"]
[Date "2022.??.??"]
[Round "14"]
[White "Fidelity Excellence 6 MHz"]
[Black "CXG Sphinx Legend"]
[Result "0-1"]
[ECO "A34"]
[WhiteElo "1838"]
[BlackElo "1816"]
[Annotator "KUT"]
[PlyCount "113"]
[EventDate "2022.??.??"]

1. c4 c5 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 14. Partie: Schwarz (CXG
Sphinx Legend) gewinnt | Zwischenstand: 7,5-6,5 (53,5%) für die CXG Sphinx
Legend | Obwohl der Fidelity Excellence in der Englischen Symmetrie-Variante
zwei Züge nach Buchende einen bösen positionellen Bock schiesst, war das
nicht der Grund für seine Niederlage. Mit 18.Ld6?? leitet das Programm von
Dan & Kathe Spracklen eine Abwicklung ein, die ihm in wenigen Zügen eine
Leichtfigur kostet. Dieser schreckliche taktische Missgriff ist kein
Programmfehler, sondern der zu geringen Rechentiefe geschuldet. Detaillierte
Ausführungen dazu finden sich an entsprechender Stelle in der kommentierten
Partie.} 2. Nf3 Nf6 3. Nc3 d5 4. cxd5 Nxd5 {***ENDE BUCH***} 5. e3 Nc6 6. Bc4 {
***ENDE BUCH***} e6 7. O-O Be7 8. e4 $2 {Ein positioneller Missgriff erster
Güte. Dabei stand doch für Weiss alles bereit für den Zentrumsvorstoss 8.d4
mit leichtem Vorteil. Nun wird der weisse d-Bauer rückständig, das Feld d4
schwach und zudem geht ein Tempo verloren, indem der Bauer in zwei Zügen das
Feld e4 erreicht hat.} Nb6 $6 {Mit 8...Sdb4 oder 8...Sf6 standen zwei bessere
Alternativen zu Verfügung.} 9. d3 {Gibt ohne Gegenwert das Läuferpaar auf.}
Bd7 {Schlicht passiv und günstiger durch 9...Sxc4 oder 9...0-0 zu ersetzen.}
10. Bf4 O-O 11. Nb5 {Macht sich die auf d6 entstandene Felderschwäche zunutze.
Die Rettung des Läuferpaars mit 11.Lb3 war auch eine gute Option.} Nxc4 12.
dxc4 a6 13. Nd6 Qb6 14. Qb3 $6 {Erlaubt eine Schwächung der weissen
Bauernstruktur. Die Engines schlagen die auf den ersten Blick fast
unglaubliche Zugfolge 14.b4 cxb4 15.c5 mit Ausgleich vor.} Qxb3 15. axb3 Ra7
16. Rfd1 Rd8 17. Nb5 Raa8 {[#]} 18. Bd6 $2 {WICHTIG: Ein schlimmer Fehler
aufgrund einer ungenügend tiefen Berechnung, denn 7 Halbzüge sind dafür zu
wenig. Unter CB-Emu mit 3 MHz Excellence zeigt sich folgendes Bild: Auf
niedrigen Suchtiefen (ST) wird zwischen 18.Sc3! und 18.Lc7? geschwenkt,
hernach auf 18.Ld6? gewechselt. ST 7 wird nach rund 11 Min und ST 8 erst ab 39
Min erreicht. Erst nach 54 Min bei ST 8 wird 18.Ld6? zugunsten des
gleichwertigen Verlustzugs 18.Lc7? verworfen. Nach 63 Min habe ich die Übung
abgebrochen, ohne dass sich etwas geändert hätte. Man sieht hier
exemplarisch, wie gering die Rechentiefe unserer Oldies ist. Im Mittelspiel
erreicht der Fidelity Excellence 6 HZ, manchmal 7 HZ, was natürlich
lächerlich wenig ist, wenn komplizierte(re) Abwicklungen zu lösen sind. In
solchen Situationen sind also taktische Fehlgriffe schlicht nicht zu vermeiden.
Kaum auszumalen, wie viel schlechter die Situation gar aussehen muss, wenn
Partien unterhalb der Bedenkzeit von Turnierstufe gespielt werden. Solchen
Tatsachen müssen wir uns einfach bewusst sein, bevor taktisch schwache Züge
unserer Oldies in Grund und Boden verdammt werden.} axb5 19. Rxa8 ({Vielleicht
hat Excellence auch} 19. Bxe7 Nxe7 20. Rxa8 Rxa8 21. Rxd7 {mit 7 Halbzügen
berechnet, diese Stellung als ausgeglichen bewertet und konnte wegen der zu
geringen Rechentiefe die folgende Katastrophe nicht mehr erkennen.} Ra1+ 22.
Rd1 Rxd1+ 23. Ne1 Rxe1#) ({Oder Excellence hat} 19. Bc7 {3.HZ} Rdc8 {4.HZ} 20.
Rxa8 {5.HZ} Rxa8 {6.HZ} 21. Rxd7 {7.HZ berechnet mit materiellem Gleichstand,
was ebenfalls zu wenig tief ist, weil Schwarz mattsetzen kann} Ra1+ {8.HZ} 22.
Rd1 {9.HZ} Rxd1+ {10.HZ} 23. Ne1 {11.HZ} Rxe1# {12.HZ}) 19... Rxa8 {4.HZ} 20.
Kf1 {Erst jetzt mag der Excellence die Katastrophe bemerkt haben.} (20. Bxe7 {
5.HZ} Nxe7 {6.HZ} 21. Rxd7 {7.HZ} Ra1+ {8.HZ}) 20... Bxd6 21. Rxd6 Rd8 {
In der Folge lässt die CXG Sphinx Legend nichts mehr anbrennen und gewinnt
leicht.} 22. e5 bxc4 23. bxc4 Na5 24. Nd2 Kf8 25. Rd3 Ke7 26. Ke2 Bc6 27. Rg3
g6 28. b3 b5 29. cxb5 Bxb5+ 30. Ke1 Rd3 31. Rxd3 Bxd3 32. Kd1 Nc6 33. f4 Nd4
34. Kc1 Ne2+ 35. Kb2 Nxf4 36. Kc3 Bb5 37. Ne4 Nd3 38. Nd6 Ba6 39. Nc4 Bxc4 40.
Kxc4 Nxe5+ 41. Kxc5 Nd3+ 42. Kc4 Ne1 43. g4 Nf3 44. h3 Ng1 45. h4 Nf3 46. b4
Kd6 47. Kc3 Nxh4 48. Kd2 f5 49. gxf5 exf5 50. Kd3 f4 51. Kd4 g5 52. Kd3 g4 53.
Kd2 f3 54. Ke1 g3 55. b5 Kc5 56. b6 Kxb6 57. Kd2 {***AUFGEGEBEN***} 0-1

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Folgende 7 Benutzer sagen Danke zu applechess für den nützlichen Beitrag:
Egbert (03.08.2022), Mapi (02.08.2022), Mephisto_Risc (03.08.2022), Oberstratege (03.08.2022), paulwise3 (02.08.2022), Roberto (03.08.2022), Schachcomputerfan (03.08.2022)
  #64  
Alt 03.08.2022, 04:22
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AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz

Hallo Kurt,

interessante Ausführungen zur Rechentiefe unserer Oldies. Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie unsere alten Schätze es überhaupt schaffen bei der geringen Rechentiefe so gut zu spielen wie sie es denn nicht selten tun.

Gruß
Egbert
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Folgender Benutzer sagt Danke zu Egbert für den nützlichen Beitrag:
applechess (03.08.2022)
  #65  
Alt 03.08.2022, 16:16
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AW: CXG Sphinx Legend vs Fidelity Excellence 6 MHz

 Zitat von applechess Beitrag anzeigen
Dieser schreckliche taktische Missgriff ist kein
Programmfehler, sondern der zu geringen Rechentiefe geschuldet.
Das nenne ich also das horizont effekt

 Zitat von Egbert Beitrag anzeigen
Hallo Kurt,

interessante Ausführungen zur Rechentiefe unserer Oldies. Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie unsere alten Schätzen es überhaupt schaffen bei der geringen Rechentiefe so gut zu spielen wie sie es denn nicht selten tun.

Gruß
Egbert
Ganz einverstanden, grosses respekt für die programmierer!

Gruss, Paul
__________________
Wenn ich mich irre, sollte es ein Horizont Wirkung sein
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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu paulwise3 für den nützlichen Beitrag:
applechess (03.08.2022), Egbert (03.08.2022)
  #66  
Alt 03.08.2022, 17:59
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Match 120'/50 | Bediener: Rolf Bühler | 15. Partie: remis | Zwischenstand: 8,0-7,0 (53,3%) für die CXG Sphinx Legend | Weiss kommt nach Buchende besser ins Spiel und hat nach bereits 20 Zügen einen Bauern mehr. Im anschliessend schwierigen Endspiel die beste Verteidigung zu finden, darf vom Fidelity Excellence nicht erwartet werden. So kann die CXG Sphinx Legend endlich seine Bauernmehrheit am Damenflügel mobilisieren und erreicht so eine gewonnene Stellung. Diese wird jedoch wieder völlig verdorben und es entsteht ein interessantes wie instruktives Remis-Endspiel mit König und 2 Freibauern gegen König und Turm. Da patzt der Fidelity Excellence plötzlich und sollte verlieren. Aber die CXG Sphinx Legend revanchiert sich umgehend und die Partie endet noch mit Remis, wobei nur noch die beiden nackten Könige auf dem Brett stehen.

[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"]
[Date "2022.??.??"]
[Round "15"]
[White "CXG Sphinx Legend"]
[Black "Fidelity Excellence 6 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[ECO "C49"]
[WhiteElo "1816"]
[BlackElo "1838"]
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[PlyCount "129"]
[EventDate "2022.??.??"]

1. e4 e5 {Match 120'/50 | Bediener: Rolf Bühler | 15. Partie: remis |
Zwischenstand: 8,0-7,0 (53,3%) für die CXG Sphinx Legend | Weiss kommt nach
Buchende besser ins Spiel und hat nach bereits 20 Zügen einen Bauern mehr. Im
anschliessend schwierigen Endspiel die beste Verteidigung zu finden, darf vom
Fidelity Excellence nicht erwartet werden. So kann die CXG Sphinx Legend
endlich seine Bauernmehrheit am Damenflügel mobilisieren und erreicht so eine
gewonnene Stellung. Diese wird jedoch wieder völlig verdorben und es entsteht
ein interessantes wie instruktives Remis-Endspiel mit König und 2 Freibauern
gegen König und Turm. Da patzt der Fidelity Excellence plötzlich und sollte
verlieren. Aber die CXG Sphinx Legend revanchiert sich umgehend und die Partie
endet noch mit Remis, wobei nur noch die beiden nackten Könige auf dem Brett
stehen.} 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. Bb5 Bb4 {***ENDE BUCH***} 5. d3 {dazu heisst
es in "Theorie der Schach-Eröffnungen", Bd .10 von Dr. Max Euwe: "5.d3 ist
wegen 5...Sd4! nicht ratsam." Das muss wohl so verstanden werden, dass Schwarz
nach dem harmlosen 5.d3 Sd4! gar keine Probleme zu lösen hat.} Nd4 6. Ba4 b5
7. Bb3 d5 8. O-O {***ENDE BUCH***} Bxc3 9. bxc3 Nxb3 10. axb3 dxe4 11. Nxe5 Qd5
$6 {Die Rochade verdient den Vorzug.} 12. Bf4 O-O 13. c4 bxc4 14. dxc4 Qc5 {
Und schon muss die voreilig nach d5 geeilte Dame wieder ziehen.} 15. Qd2 $16 {
Weiss steht deutlich besser.} Bb7 (15... a5 {hätte die starke Antwort Ta5
verhindert}) 16. Nd7 (16. Ra5 $16 {ist stärker, bzw. hält den Vorteil noch
sicherer fest, aber das war von unseren Schätzen nicht zu erkennen.}) 16...
Nxd7 17. Qxd7 Rfc8 {Schwarz befindet sich in der Verteidigung und ein Bauer
geht in die Binsen.} 18. Be3 Qc6 {Es wäre vernünftiger, dem Damentausch
durch 18...De5 auszuweichen.} 19. Qxc6 Bxc6 20. Bxa7 {Es gibt eine optimalere
Lösung:} (20. Ra6 Bb7 21. Rxa7 Rxa7 22. Bxa7 $16) 20... Rd8 21. Be3 f6 {
Trotz weissem Mehrbauer lässt sich die weisse Stellung nicht einfach gewinnen.
Am Königsflügel inkl. Zentrum besitzt Schwarz eine Bauernmehrheit, am
Damenflügel nur einen Bauer gegen drei gegnerische, wobei sich ein
Doppelbauer darunter befindet. Hinzu kommen die ungleichfarbigen Läufer, was
die Sache erschwert.} 22. Bf4 $6 {Gemäss den Engines ist ungenau und deren
Bewertungen sinken von >2.50 um 1.20 bis 1.50 Bauerneinheiten. Aber einmal
mehr entziehen sich diese langzügigen Varianten mit 22.Tfb1, was schon mal
b3-b4 vorbereitet, irgendwie dem menschlichen Schachverständnis. Zum Glück
bleibt für Weiss trotz allem noch lästiger Vorteil.} Rxa1 23. Rxa1 Rd7 24. h4
Bb7 25. Kf1 {Die Engines sehen Weiss als klaren Gewinner. Für unsere Oldies
ist das alles bei weitem nicht klar.} Kf7 26. Ke2 (26. Ra7 {ist deutlich
stärker}) 26... Ke6 (26... e3 $5 {Dieser Vorstoss zwecks Aktivierung des
schwarzen Läufers bietet bessere, wenn auch ungenügende Verteidigungschancen.
}) 27. Ke3 h6 28. Ra7 c6 {Jetzt muss auch noch der Läufer eingemauert werden.
Das ist das endgültige Ende.} 29. g4 {Nun droht das Schlagen des e4-Bauern.}
f5 30. gxf5+ Kxf5 31. Ra5+ Kg4 32. Bg3 Re7 33. b4 {Endlich kann sich die
weisse Bauernmehrheit am Damenflügel in Bewegung setzen.} g5 34. hxg5 hxg5 35.
b5 cxb5 36. cxb5 $18 {Zwei verbundene weisse Freibauern und der schwache
e4-Bauer sollten den Sieg garantieren.} Rf7 37. Ra7 Rf3+ 38. Kd4 Bc8 {[#]} 39.
b6 $2 {Mit einem Zug wirft Weiss den Gewinn weg. Die CXG Sphinx Legend hätte
den folgenden Bauernvormarsch mit 39.Te7 verhindern sollen.} e3 $1 {Die
unverhoffte Rettung. Dass Weiss diese natürliche Antwort nicht
berücksichtigt hat, ist kaum verständlich.} 40. fxe3 Kxg3 41. b7 Bxb7 42.
Rxb7 Rf1 {Der schwarze Freibauer auf der g-Linie garantiert dem Schwarzen ein
leichtes Remis.} 43. Rb5 g4 44. c4 Kh4 45. c5 g3 46. Rb2 Kh3 47. c6 Rc1 48. Rb7
g2 49. Rh7+ Kg3 50. Rg7+ Kf2 51. e4 g1=Q 52. Rxg1 Kxg1 {Nun, mit nur zwei
Bauern gegen einen Turm sichert dem Weissen sein weit vorgerückter c-Bauer
das Remis.} 53. Kd5 Kf2 54. e5 {[#]} Ra1 $2 {Dieser unbedarfte Turmzug ändert
die Lage vollkommen zugunsten von Weiss.} (54... Rd1+ 55. Ke6 Ke3 56. c7 Rc1
57. Kd7 Kf4 58. e6 Rd1+ 59. Ke7 Rc1 60. Kd7 Rd1+ 61. Ke8 Rc1 62. Kd8 Rd1+ 63.
Ke7 Rc1 $11) 55. c7 $18 Rc1 56. Kd6 Kf3 57. e6 Rd1+ 58. Kc6 Rc1+ 59. Kb7 Rb1+
60. Ka8 Ra1+ 61. Kb8 Rb1+ 62. Kc8 Re1 {[#]} 63. e7 $2 {Im letzten Moment
strauchelt aber Weiss noch und muss sich mit Remis zufriedegeben.} (63. Kd7 {
ist der Gewinnzug mit den folgenden typischen Manövern.} Rd1+ 64. Ke7 Rc1 65.
Kd6 Rd1+ 66. Ke5 Re1+ 67. Kf6 $1 Rc1 68. e7 Rxc7 69. e8=Q {und gewinnt}) 63...
Rxe7 64. Kb8 Rxc7 65. Kxc7 {***REMIS MATERIAL***} 1/2-1/2

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Egbert (03.08.2022), Mapi (03.08.2022), Mephisto_Risc (03.08.2022), Oberstratege (04.08.2022), paulwise3 (03.08.2022), Roberto (03.08.2022)
  #67  
Alt 03.08.2022, 18:08
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Guten Abend Kurt,

trotz aller Ungenauigkeiten und Fehlern auf beiden Seiten, die Partien sind oft hoch dramatisch und für Spannung und Überraschungen wird gesorgt.

Gruß
Egbert
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applechess (03.08.2022), paulwise3 (03.08.2022)
  #68  
Alt 03.08.2022, 19:11
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 Zitat von Egbert Beitrag anzeigen
Guten Abend Kurt,

trotz aller Ungenauigkeiten und Fehlern auf beiden Seiten, die Partien sind oft hoch dramatisch und für Spannung und Überraschungen wird gesorgt.

Gruß
Egbert
Hallo Egbert
Das stimmt und ist das schöne an diesem Matchverlauf.
Gruss
Kurt
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Egbert (03.08.2022)
  #69  
Alt 04.08.2022, 18:48
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Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 16. Partie: Weiss (Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 8,0-8,0 unentschieden | Im Halbslawischen Damengambit werden auf beiden Seiten grundlegende positionelle Faktoren in der Behandlung von Bauernketten nicht beachtet. So erhält der Fidelity Excellence schon nach 14 Zügen eine strategische Gewinnstellung, die er allerdings nicht nutzen kann. Im Gegenteil ist es der Gegner, der die Initiative an sich reissen kann und selbst eine Gewinnstellung erhält. Das Turmendspiel erweist sich einmal mehr für unsere beiden Oldies um zwei bis drei Nummern zu gross, so dass sich die Bewertungen mehrmals ändern. Dass am Ende ein Programm, dieses Mal die CXG Sphinx Legend, eine Gewinnstellung nicht nur zum Remis versaut, sondern gar noch verliert, zeigt die gegenseitigen Endspielschwächen auf brutale Art und Weise.

[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zürich"]
[Date "2022.??.??"]
[Round "16"]
[White "Fidelity Excellence 6 MHz"]
[Black "CXG Sphinx Legend"]
[Result "1-0"]
[ECO "D46"]
[WhiteElo "1838"]
[BlackElo "1816"]
[Annotator "KUT"]
[PlyCount "170"]
[EventDate "2022.??.??"]

1. d4 Nf6 {Match 120'/40 | Bediener: Rolf Bühler | 16. Partie: Weiss
(Excellence) gewinnt | Zwischenstand: 8,0-8,0 unentschieden | Im
Halbslawischen Damengambit werden auf beiden Seiten grundlegende positionelle
Faktoren in der Behandlung von Bauernketten nicht beachtet. So erhält der
Fidelity Excellence schon nach 14 Zügen eine strategische Gewinnstellung, die
er allerdings nicht nutzen kann. Im Gegenteil ist es der Gegner, der die
Initiative an sich reissen kann und selbst eine Gewinnstellung erhält. Das
Turmendspiel erweist sich einmal mehr für unsere beiden Oldies um zwei bis
drei Nummern zu gross, so dass sich die Bewertungen mehrmals ändern. Dass am
Ende ein Programm, dieses Mal die CXG Sphinx Legend, eine Gewinnstellung nicht
nur zum Remis versaut, sondern gar noch verliert, zeigt die gegenseitigen
Endspielschwächen auf brutale Art und Weise.} 2. c4 e6 3. Nf3 {***ENDE BUCH***
} d5 4. Nc3 c6 5. e3 Nbd7 6. Bd3 Bd6 {***ENDE BUCH***[#]} 7. c5 $2 {Ein
positionell schwacher Zug. Weiss hebt den Druck im Zentrum auf und kann den
baldigen Durchbruch mit ...e5 und gutem Spiel für Schwarz nicht verhindern.} (
7. e4 {gilt als die genaueste Fortsetzung} dxe4 8. Nxe4 Nxe4 9. Bxe4 $14) 7...
Bc7 {Und natürlich nicht 7...Le7, was den erwähnten schwarzen Plan
massgeblich erschweren würde.} 8. O-O b6 $2 {Umgehend revanchiert sich
Schwarz mit einer wesentlichen Ungenauigkeit, indem er die gegnerische
Bauernkette am falschen Ort angreift. In meinen Datenbanken war nicht eine
einzige Partie mit diesem positionell schwachen Vorstoss zu finden.} (8... e5
$1 9. dxe5 Nxe5 10. Nxe5 Bxe5 $11 {und Schwarz hat alle Eröffnungsprobleme
gelöst und steht gut.}) 9. b4 bxc5 10. bxc5 {[#]} Ba5 $2 {Hier hat der
Läufer gar nichts zu suchen. Es zeigt sich, dass auch dem ungarischen
Programm von Gyula Horvath das Schachwissen fehlt, wie man solche Bauernketten
zu behandeln hat. Am besten war das selbstverständliche 10...e5. Als zweite
sinnvolle Option hätte man sich 10...a5 überlegen können mit der Idee,
durch ...La6 die weissfeldrigen Läufer zu tauschen.} 11. Bd2 Bb7 ({Etwas
besser ist} 11... Bxc3 12. Bxc3 a5 13. Qe2 $16) 12. Rb1 Bxc3 13. Bxc3 Qc7 14.
Qa4 O-O {[#] Objektiv betrachtet hat Weiss eine strategische Gewinnstellung
erreicht. Da es vor allem wichtig ist, den gegnerischen Vorstoss ...a5 zu
verhindern, müsste der Fidelity Excellence jetzt nur noch 15.Da5!! spielen.
Will Schwarz nicht ersticken, müsste er wohl die Damen tauschen, aber nach 15.
..Dxa5 16.Lxa5 fehlt im jegliches Gegenspiel.} 15. Ba5 {Das ist ebenfalls noch
gut genug für Vorteil.} Qc8 {Gerne möchte Schwarz mit ...La6 die Läufer
tauschen. Will Weiss das durch den Rückzug des Läufers Lc3 verhindern, kann .
..a5! folgen, weil Lxa5 nach ...La6 gar zu schwarzem Vorteil führt.} 16. Ne5 (
16. Bc3 a5 $1 17. Bxa5 $2 Ba6 18. Rb3 Bxd3 19. Rxd3 Qa6 20. Ra3 Rfb8 $15 {
und es ist Schwarz, der besser steht.}) (16. Qc2 Ba6 17. Bxa6 Qxa6 18. Bc7 $16
{sichert Weiss ebenfalls noch spürbaren Vorteil.}) 16... Nxe5 17. dxe5 Nd7 {
Sieht es jetzt nicht plötzlich wieder recht rosig aus für Schwarz? Die
Bauern c5 und e5 sind angegriffen, während die Verteidigung 18.Dd4 auf das
aktive 18...f6! trifft. Schwarz steht dann zwar noch immer schlechter, aber so
gut wie schon lange nicht mehr.} 18. Qh4 $2 {Der falsche Weg, wonach der
weisse Vorteil auf ein Minimum schrumpft.} (18. Qc2 $1 {behält noch
spürbaren Vorteil, weil} Nxe5 $2 {verliert nach} 19. Bxh7+ Kh8 20. Rb4 $3 $18
{und der Angriff schlägt durch, obwohl klar ist, dass die damit verbundenen
Varianten nie und nimmer durch unsere beiden Protagonisten gefunden werden
können.}) 18... h6 19. Qd4 Ba6 $6 (19... f5 {oder auch 19...f6 minimiert den
weissen Vorteil noch besser.}) 20. Rfd1 $2 {Richtig war der Läufertausch auf
a6, denn nun wendet sich das Blatt gar zugunsten von Schwarz.} Bxd3 21. Rxd3
Qa6 $17 22. Ra3 {Weiss will den a2-Bauer nicht hergeben.} Rab8 {Der andere
Turm war etwas genauer.} 23. Rbb3 Qe2 $2 {Nur mit 23...Tb5! oder etwas lauer
mit 23...Dc4 war der schwarze Vorteil festzuhalten.} 24. h3 Qc4 25. Bc3 $6 {
Gute Alternativen sind 25.Lc7 oder 25.Dxc4 und Schwarz hat nichts mehr.} (25.
Bc7 $1 Rxb3 26. Rxb3 Nxc5 27. Qxc4 dxc4 28. Rc3 Nb7 29. Rxc4 $11) (25. Qxc4 $1
dxc4 26. Rc3 Nxe5 27. f4 Ng6 28. Rxc4 $11) 25... Nxc5 26. Qxc4 dxc4 27. Rb4 Nd3
28. Rxc4 Rb1+ 29. Kh2 Nxf2 30. Rxc6 Rh1+ 31. Kg3 Ne4+ 32. Kf3 Nxc3 33. Rcxc3
Rf1+ 34. Ke2 Rf5 35. Rxa7 Rxe5 {Es herrscht wieder materieller Gleichstand und
auch die Stellung ist ausgeglichen. Das Doppelturm-Endspiel dürfte aber
erfahrungsgemäss noch viele Überraschungen bringen.} 36. a4 Rg5 37. Kf2 Rd8
38. g3 $2 {Das schwächt einzig die Bauernstellung, was nur für Schwarz
vorteilhaft ist.[#]} Rf5+ $2 {Vergibt den Gewinn, wobei unsere Oldies einmal
mehr unmöglich einen Durchblick haben können.} (38... Rd2+ 39. Kf3 Rf5+ 40.
Ke4 Rh2 41. g4 Rg5 42. Rcc7 f5+ 43. Kf4 Rxh3 44. gxf5 exf5 45. a5 Rh4+ 46. Kf3
h5 47. a6 Rh3+ 48. Ke2 (48. Kf4 Rg4+ 49. Kxf5 Rf3+ 50. Ke5 Rxe3+ 51. Kd5 Ra3
$19) 48... Rh2+ 49. Kd3 Ra2 50. Ra8+ Kh7 51. a7 Rgg2 52. e4 (52. Rh8+ Kxh8 53.
Rc8+ Kh7 54. a8=Q Rxa8 55. Rxa8 h4 $19) 52... fxe4+ 53. Kxe4 Ra4+ 54. Kf5 Ra5+
55. Ke4 Rg4+ 56. Kf3 Ra3+ 57. Kf2 Rf4+ 58. Kg2 Rfa4 59. Rc5 h4 60. Kh2 Re4 61.
Kg2 Re2+ 62. Kf1 Rh2 63. Kg1 Rb2 $1 64. Rh5+ (64. Rf8 Rb1+ 65. Kh2 Rxa7 66.
Rh5+ Kg6 67. Rxh4 Ra2+ 68. Kg3 Rg1+ 69. Kh3 Rh1+ 70. Kg3 Ra3+ 71. Kg4 Ra4+ 72.
Kf3 Rhxh4 $19) 64... Kg6 65. Rxh4) 39. Ke2 Rb8 40. a5 Rh5 41. h4 Rb2+ 42. Kf3
Rf5+ 43. Ke4 Rg2 44. a6 Rxg3 45. Rc8+ Kh7 46. Rcc7 $2 {Vom Remis zum Verlust:
Verstellt freiwillig seinen a-Bauern und gerät so wieder in eine verlorene
Stellung.} (46. Rd7 $11 {oder Te7, was beides a6-a7 droht, ist natürlich
richtig.}) 46... Rg4+ 47. Kd3 Kg6 $2 {Schwach gespielt.} (47... Rxh4 {Nach dem
schweren Zeitverlust von Weiss, kann sich Schwarz auf h4 einfach bedienen.
Hernach ist der Gewinn nicht mehr schwierig mit seinem Freibauer auf der
h-Linie.}) 48. h5+ $2 {Umgehend revanchiert sich Weiss und gerät wieder in
Teufels Küche.} (48. Rc4 Kh5 49. Rxg4 Kxg4 50. e4 Rf2 51. Ke3 Rf1 52. Ke2 Ra1
53. Rxf7 Rxa6 54. Rxg7+ Kxh4 55. Kd3 $11 {ausgeglichen}) 48... Kxh5 49. Rxf7 g5
$19 {Jetzt sind die schwarzen Bauern viel gefährlicher als die gegnerischen
Bauern.} 50. Rxf5 exf5 51. Rg7 Ra4 52. a7 Kg4 53. Kc2 h5 54. Kb3 Ra6 55. Kc4 h4
56. Kb5 Ra2 57. Kb6 h3 58. Rh7 Ra3 59. Rh8 {[#] Nun gibt es bereits mehrere
Gewinnfortsetzungen.} h2 $2 {Remis statt Gewinn.} (59... Rxa7 $5 60. Kxa7 Kg3
61. Kb6 g4 62. Kc5 Kg2 63. Kd4 h2 64. Ke5 h1=Q 65. Rxh1 Kxh1 66. Kxf5 g3 $19) (
59... Kg3 60. Rh5 g4 61. Rxf5 h2 $19) 60. Rxh2 Rb3+ 61. Ka6 Ra3+ 62. Kb7 Rb3+
63. Kc8 Rc3+ 64. Kb8 Rb3+ 65. Kc7 Ra3 66. Kb8 Rb3+ 67. Kc8 Rc3+ 68. Kd8 Rd3+
69. Kc7 Ra3 70. Kb6 Rb3+ 71. Kc5 Ra3 72. Rh7 Kf3 73. Kb6 Ke4 74. Rh8 g4 75.
Re8+ Kf3 76. Re5 $11 {[#] Noch immer hat Schwarz das Remis im Sack.} g3 $2 {
Vom Remis zum Verlust: grauenhaft.} (76... Rxa7 $1 {macht spielend Remis} 77.
Kxa7 (77. Rxf5+ Kxe3 78. Kxa7 g3 79. Kb6 g2 80. Rg5 Kf2 $11) 77... g3 78. Rxf5+
Kxe3 79. Kb6 g2 80. Rg5 Kf2 $11) 77. Ra5 $1 {Das und die damit verbundene
Umwandlung des weissen Bauern zur Dame sowie dessen Folgen hat das ungarische
Programm von Gyula Horvath nicht gesehen.} Rxa5 78. Kxa5 g2 79. a8=Q+ {Die
Dame zieht mit Schach ein.} Kf2 80. Qa7 {Die Pointe: Weiss lässt die schwarze
Dame zu, kann dann aber mit dem Abzugschach e3-e4+ die Damen tauschen und
e4xf5 folgen lassen.} g1=Q 81. e4+ Ke2 82. Qxg1 fxe4 83. Kb4 e3 84. Kc3 Kf3 85.
Kd4 Kf4 {***AUFGEGEBEN***} 1-0


Geändert von applechess (04.08.2022 um 19:00 Uhr)
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Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu applechess für den nützlichen Beitrag:
Egbert (04.08.2022), Mapi (04.08.2022), Mephisto_Risc (04.08.2022), paulwise3 (05.08.2022), Roberto (06.08.2022)
  #70  
Alt 04.08.2022, 19:16
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Hallo Kurt,

in dieser Partie war wirklich wieder alles möglich. Und im Turmendspiel sind schon weitaus stärkere Geräte gescheitert. Das am Ende dann Schwarz tatsächlich gar noch verliert, war so kaum zu erwarten.

Gruß
Egbert
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applechess (04.08.2022)
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