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Alt 14.08.2009, 15:36
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Ausrufezeichen Die Sache mit den "Zweitaktern"

Hallo Jungs,

es ist nicht ganz unbekannt, dass die älteren Kisten von Mephisto/Saitek extern mit einer 20 MHz Quarzfrequenz laufen und die Programme intern nur mit 10 MHz abgearbeitet werden. Aus diesem Grund werden sie von uns auch liebevoll "Zweitakter" genannt.

Bei diesen Geräten ist es praktisch sinnlos, irgendwelche Tuningmaßmahmen vorzunehmen, da die äußere Taktgrenze der verbauten H8-Mircos mit den gegenwärtigen Mitteln bei 24,576 MHz liegt. So weit, so schlecht.

Es stellte sich bisweilen die Frage, warum das mit dem Teilen des Taktes gemacht wurde, wie das bewerkstelligt ist und ob man da vielleicht was ändern kann.

Nun, welchen Sinn das Ganze hatte, weiss ich leider immer noch nicht.
Aber ich habe herausgefunden, wie es bewerkstelligt wurde:

In der Documentation zur H8-Familie ist nachzulesen, dass es einen internen Taktteiler (1/2) gibt, der von der Software durch setzen bzw. löschen des "CKDBL bits" gesteuert wird.

Mit anderen Worten: Unsere Compis wurden bewusst und absichtlich ausgebremst!


Noch einmal über den Sinn des Ganzen nachdenkend, fällt mir nur noch ein, dass die Hersteller vielleicht Angst vor Konkurrenz aus dem eigenen Haus hatten und daher die Takthalbierung "befahlen". Ob dem aber wirklich so ist? Wenn man sich die Leistung der anderen Kisten anschaut, jene, wo das Übertakten funktioniert, erhärtet sich diese Vermutung jedoch. Deshalb wohl wurden die alten Geräte auch nicht über den Quarz, sondern über die Software gebremst. Ein Quarz ist schnell getauscht, an die Software aber kommen wir so ohne weiteres nicht heran.

Womit wir schon bei der Frage landen, ob man an den Gegebenheiten was ändern kann. Man kann schon, aber es dürfte unsere Mittel bei weitem übersteigen:

Zunächst müsste man das Programm der Begierde aus einem solchen Chip auslesen. Dann müsste man den Programmcode durchforsten und die CKDBL-Geschichte umkehren. Anschließend muss man das geänderte Programm wieder in einen solchen Chip zurückschreiben.

Die technischen Voraussetzungen dafür dürften nicht so einfach herbeizuschaffen sein. Spätestens mit dem Neuschreiben in den Chip ist eine Hürde erreicht, die man am einfachsten industriell bewältigen lässt. Die Kosten wären einfach absurd und vom Copyright will ich mal lieber nicht reden.

Wir werden damit leben müssen dass wir diesen Geräten leider nicht mehr Dampf machen können. Wirklich schade, wenn ich an die vielen Bugs der getunten schnellen und starken Nachfolger denke...

Gruß, Willi
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  #2  
Alt 14.08.2009, 20:43
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AW: Die Sache mit den "Zweitaktern"

übertakten wir eben die anderen. gestern wieder gemacht... meine schachakademie von 16 auf 24.

und er spricht immer noch
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  #3  
Alt 14.08.2009, 21:11
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AW: Die Sache mit den "Zweitaktern"

 Zitat von mclane Beitrag anzeigen
übertakten wir eben die anderen. gestern wieder gemacht... meine schachakademie von 16 auf 24.

und er spricht immer noch
Ja, natürlich übertakten wir dann eben die anderen...
Es ging mir ja auch nur darum, dieses "Phänomen" aufzuklären.
Bisher war es nur ein leise von mir ausgesprochener Verdacht, dass die Software verantwortlich sein könnte. Jetzt aber sollte klar sein: Sie ist es!

Mittlerweile bin ich mir auch garnicht mehr so sicher, dass man die Geschichte nicht selbst selbst in einen solchen Controller packen kann. Auf der Herstellerseite konnte ich was in der Richtung lesen. Nur: Billig wird das vermutlich nicht gerade sein...

Wie spricht denn jetzt eigentlich die Akadmie? Schneller, höher, beides oder normal?

Gruß, Willi
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  #4  
Alt 15.08.2009, 01:54
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AW: Die Sache mit den "Zweitaktern"

die sprachausgabe ist von der übertaktung auf 24 mhz nicht betroffen.
statt 40/120 nimmt man spielstufe 80, die ist genau den faktor langsamer wie die uhren schneller laufen und man hat wieder eine turnierstufe.
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