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  #81  
Alt 20.07.2019, 02:55
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AW: David Broughton Turnier

Hallo Thorsten,

eine wirklich schöne Partie des SciSys Mark V. Ich vermute, ähnlich wie Hartmut, dass sich Taktfrequenz-Erhöhungen bei diesem und noch mehr bei seinem Nachfolger Philidor sehr positiv auf die Spielstärke auswirken würden. Das gilt im Übrigen auf für Mephisto II.

Nachdem mir Weihnachten 79 meine Eltern einen Novag MK I schenkten (was für ein grausames Teil ) und ich dann meinen ersten Fehleinkauf selbst tätigte (Fidelity Voice Sensory Chess Challenger..., ich dachte dieser hätte das Weltmeister-Programm des Fidelity Champion Sensory Chess Challenger- die Werbung hatte dies auch damals so suggeriert..) war mein nächster Kauf bereits der kommerzielle Weltmeister von 1981 - SciSys Mark V.

Mit diesem spielte ich selbst viele Partien und trat damit auch oftmals gegen den Sargon 2,5 meines Bruders an. Das Gerät aus Hongkong entschied damals fast alle Partien gegen Sargon 2.5 für sich und bereits in dieser Anfangsphase des kommerziellen Computerschachs entdeckte ich meine Vorliebe für selektiv agierende Schachprogramme. Und das Programm von David Broughton und Mark Taylor war durchaus in der Lage schöne Partien abzuliefern. Für den noch selektiver agierenden SciSys Mark VI (Philidor) dürfte das bei schnellerer Hardware-Basis um so mehr gelten. Bin gespannt Thorsten, wie es in Deinem Turnier weitergehen wird, gerade hinsichtlich der beiden Programme Mark V und Mark VI (Philidor).

Gruß
Egbert

Geändert von Egbert (20.07.2019 um 05:07 Uhr) Grund: Ergänzung
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applechess (20.07.2019), Hartmut (20.07.2019), mclane (20.07.2019)
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Alt 20.07.2019, 14:21
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AW: David Broughton Turnier

Mit dem mkv hast du bestimmt nichts falsch gemacht damals.

Der Fehler den Scisys gemacht hat war, den philidor nicht in den Markt zu schmeißen oder an diesem modularen System nicht festzuhalten.

Wahrscheinlich war der Druck der Konkurrenz zu hoch.

Der Kasten so wie er da ist, ist schon ein Stück high tech, welche features der alles hat, davon träumten 1981 doch so gut wie alle Konkurrenten.

Mit dem constellation kam dann ja auch 1983 noch ein herber Taktiker auf den Markt mit 2 MHz und später 3.6 MHz.
Und der super constellation war dann die Krönung.

Der mkv und der kaum irgendwo auftauchende mkVI war dann schnell Geschichte.

Vielleicht hat auch irgendein „Experte“ dazu geraten auf ein anderes Pferd zu setzen.

Einen Novag constellation könnte ich mir auch noch gut im Turnier vorstellen. Ich denke nur wenn man den mit reinnimmt würde mich auch noch der Milton Bradley interessieren.

Müsste ich natürlich noch etliche Partien mehr spielen.
Aber wenn es der Wahrheitsfindung dient.
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Geändert von mclane (20.07.2019 um 14:28 Uhr)
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applechess (20.07.2019), Egbert (20.07.2019)
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Alt 20.07.2019, 14:35
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AW: David Broughton Turnier

 Zitat von mclane Beitrag anzeigen
Mit dem mkv hast du bestimmt nichts falsch gemacht damals.

Der Fehler den Scisys gemacht hat war, den philidor nicht in den Markt zu schmeißen oder an diesem modularen System nicht festzuhalten.

Wahrscheinlich war der Druck der Konkurrenz zu hoch.

Der Kasten so wie er da ist, ist schon ein Stück high tech, welche features der alles hat, davon träumten 1981 doch so gut wie alle Konkurrenten.

Mit dem constellation kam dann ja auch 1983 noch ein herber Taktiker auf den Markt mit 2 MHz und später 3.6 MHz.
Und der super constellation war dann die Krönung.

Der mkv und der kaum irgendwo auftauchende mkVI war dann schnell Geschichte.

Vielleicht hat auch irgendein „Experte“ dazu geraten auf ein anderes Pferd zu setzen.

Einen Novag constellation könnte ich mir auch noch gut im Turnier vorstellen. Ich denke nur wenn man den mit reinnimmt würde mich auch noch der Milton Bradley interessieren.

Müsste ich natürlich noch etliche Partien mehr spielen.
Aber wenn es der Wahrheitsfindung dient.
Zu der damaligen Zeit ging es halt vornehmlich und Spielstärke, je höher die Spielstärke desto bessere Absatzchancen. Die Art und Weise wie die Programme arbeiteten interessierte leider nur die wenigsten, so dass revolutionäre Programmieransätze, wie beispielsweise die von David Broughton/Mark Taylor und Thomas Nitsche/Elmar Henne schnell in der Versenkung verschwanden. Man traute diesen Programmieren einfach nicht zu kurzfristig mit der Konkurrenz mithalten zu können. Aus unternehmerischen Gründen kann ich dies sogar nachvollziehen, als Anhänger solcher Programme blutet mir jedoch das Herz.

Gruß
Egbert
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applechess (20.07.2019), Hartmut (20.07.2019), mclane (20.07.2019)
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Alt 20.07.2019, 14:42
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AW: David Broughton Turnier

 Zitat von Egbert Beitrag anzeigen
Zu der damaligen Zeit ging es halt vornehmlich und Spielstärke, je höher die Spielstärke desto bessere Absatzchancen. Die Art und Weise wie die Programme arbeiteten interessierte leider nur die wenigsten, so dass revolutionäre Programmieransätze, wie beispielsweise die von David Broughton/Mark Taylor und Thomas Nitsche/Elmar Henne schnell in der Versenkung verschwanden. Man traute diesen Programmieren einfach nicht zu kurzfristig mit der Konkurrenz mithalten zu können. Aus unternehmerischen Gründen kann ich dies sogar nachvollziehen, als Anhänger solcher Programme blutet mir jedoch das Herz.

Gruß
Egbert
Das Problem, oder sollte ich eher sagen, das Enttäuschende war, dass viele Geräte, so auch der Mark V, als modulares Konzept verkauft wurden. Nur was hilft das beste modulare Konzept, wenn dann keine Module kommen. Damit hat sich dann so manche Firma auch die Kunden vergrault, die dann bei einem neuen Schachcomputer gedacht haben: "Naja, warten wir mal ob da nicht auch was für mein modulares Gerät kommt".

Hardwareprobleme, die der Mark V durch Überhitzung bekam, hätte man ja mit einem Nachfolgemodell durchaus lösen können. Aber einige Kunden dürften schon frustriert darüber gewesen sein, dass einige stärkere Nachfolgemodelle gegenüber dem Mark V teilweise sehr "billig" wirkten. Erst bei den Mephistos war man dann schlau genug, in den Modulen nicht nur das Programm sondern auch den Prozessor unterzubringen, so dass dann wirklich ein durchgängiges modulares Konzept vorhanden war. Beim Mark V war das glaub ich noch anders, beim MGS bin ich mir jetzt nicht sicher. Aber da wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen, wenn die Firma dann nicht vom Markt verschwunden wäre.
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Alt 20.07.2019, 18:50
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Sicherlich. Aber ob 1981 schon klar war das sich auch die Prozessoren so schnell weiter entwickeln ??

Ich habe nachgedacht und ich finde der Constellation ist einfach 100 Elo zu stark.
Und auch ein z80 Richard lang im chess2001 (z80 cpu) oder so wäre zu stark. Es ist schwer noch Geräte zu finden die in dieser Liga liegen, auch Kaare Danielsen ist eigentlich schon fast zu stark. Ich habe überlegt nen Turbo 16 K reinzunehmen aber der Superstar ist ja schon ein Kaplan Repräsentant.
Also wenn ein Novag dann müsste das UNTER dem Constellation sein.
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  #86  
Alt 20.07.2019, 19:01
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 Zitat von mclane Beitrag anzeigen
Sicherlich. Aber ob 1981 schon klar war das sich auch die Prozessoren so schnell weiter entwickeln ??

Ich habe nachgedacht und ich finde der Constellation ist einfach 100 Elo zu stark.
Und auch ein z80 Richard lang im chess2001 (z80 cpu) oder so wäre zu stark. Es ist schwer noch Geräte zu finden die in dieser Liga liegen, auch Kaare Danielsen ist eigentlich schon fast zu stark. Ich habe überlegt nen Turbo 16 K reinzunehmen aber der Superstar ist ja schon ein Kaplan Repräsentant.
Also wenn ein Novag dann müsste das UNTER dem Constellation sein.
Hallo Thorsten,

ich denke Novag Savant II würde noch ganz gut reinpassen, wenn auch eher am unteren Ende angesiedelt.

Gruß
Egbert
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mclane (20.07.2019)
  #87  
Alt 20.07.2019, 21:01
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Gibt es dazu eine Emulation ?
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  #88  
Alt 20.07.2019, 21:25
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ich glaube bis dato gibt es nur die Emulation des Novag Robot Adversary (= Savant II-Programm) auf dem Revelation II AE. Heute habe ich mich mit dieser erstmals richtig beschäftigt, aber da passt aus meiner Sicht noch etwas nicht mit den Spielstufen und den Bedenkzeiten. Auf den eigentlichen Turnierstufen sieht es wie folgt aus:

Level 5: Auf dieser Stufe sollte das Gerät durchschnittlich 2-2,5 Minuten pro Zug verbrauchen. In der Praxis verbraucht der Reveleation II AE mit der NRA Emulation auf dieser Stufe 7-8 Sekunden!

Level 6: Auf dieser Stufe sollte das Gerät durchschnittlich 5-10 Minuten pro Zug verbrauchen. In der Praxis verbraucht der Reveleation II AE mit der NRA Emulation auf dieser Stufe 15-20 Sekunden!

Es scheint, also ob der Geschwindigkeitsvorteil der NRA-Emulation auf dem Revelation II AE (ist ungefähr Faktor 15) einfach die Bedenkzeit reduziert. Ich habe Ruud meine Erkenntnisse entsprechend mitgeteilt. Das führte sogar dazu, dass Mephisto III (3,5 MHz) die Emulation des Novag Robot Adversary auf dem Revelation II AE in einer sehr schönen Partien in 27 Zügen matt setzen konnte! Beide Geräte spielten auf Level 6.

Gruß
Egbert
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  #89  
Alt 21.07.2019, 13:43
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Dann wird das erst mal nix mit Erweiterung. Gehe erst mal weiter mit den Pflichtspielen voran, es spielt nun der Junior (Tasten) gegen den prodigy der immerhin Platz 3 hat.
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  #90  
Alt 21.07.2019, 14:03
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Naja, der normale Savant 1 würde mir noch einfallen. Der wird ja in der CB-Emu emuliert. Aber der dürfte fast schon wieder zu schwach sein, da er in etwa bei Sargon 2.5 angesiedelt ist.
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