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  #21  
Alt 19.07.2018, 17:35
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Ed Schröder untersuchte bereits vor einigen Jahren den Zusammenhang zwischen Soft- und Hardware und kam zu dem Schluss, dass es nicht weiterführt, alte Schachsoftware einfach nur mit neuen Prozessoren zu tunen.
Das bedeutet lediglich, daß ein erheblicher Teil der Steigerung in der Spielstärke durch Fortschritte in der Software zustandekam und nicht bloß durch schnellere Hardware.
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applechess (19.07.2018)
  #22  
Alt 19.07.2018, 18:24
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AW: Leela Chess Zero auf dem DGT Pi / PicoChess

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Das bedeutet lediglich, daß ein erheblicher Teil der Steigerung in der Spielstärke durch Fortschritte in der Software zustandekam und nicht bloß durch schnellere Hardware.
Was auch verständlich ist. Zu jeder Zeit muss man mit der Hardware auskommen, welche einem zur Verfügung steht. Damals wie heute. Einige Ideen, welche heute Standard sein, wurden bereits vor 30 Jahren versucht umzusetzen, aber auf Grund "langsamer" Prozessoren wieder verworfen.

Ein Beispiel aus der IT. Eines meiner ersten Programme (Mitte 80er) sollte alle Durchwahlen einer beliebigen Firma per Modem anrufen und feststellen, ob das Endgerät ein Telefon, ein Fax oder ein Modem ist. Hier wurde dann von (0)001 bis (9)999 als Durchwahl alles nacheinander abgearbeitet. Alleine die Abarbeitung + Auswertung einer einzigen Durchwahl nahm teilweise über 30 Sekunden in Anspruch. Damit könnte man noch fast leben, aber damals war auch der RAM knapp und nach einigen Auswertungen hat sich dort viel Müll (Garbage) angesammelt und irgendwann war der Speicher einfach nur voll und nix ging mehr. Heutzutage baut man mit 3 Zeilen Code einfach einen Garbage-Collector in sein Programm ein und fertig.

Gerade Schachprogrammierer mussten damals um jedes kleine Byte kämpfen und dich bei der Umsetzung ihrer Ideen auf Nötigste reduzieren. Wenn man diese Programme heute auf schnellerer Hardware laufen lässt, wird einfach nur das Programm schneller ausgeführt. Züge/Tiefen, welches das Programm normal in 10 Minuten findet/erreicht, werden einfach nur schneller gefunden/erreicht.

Heutzutage muss man keine Rücksicht mehr auf Speicher usw. nehmen. Da kann man als Programmierer tonnenweise DLLs einbinden und sein Programm aufblähen lassen ohne Ende. Ein gutes Beispiel ist hier das PGN-Tool vom ChessGenius Exclusive. Hier wurden haufenweise große Programm-Bibliotheken eingebunden, von welchen allerdings gerade mal 1-2 Funktionen verwendet werden. Trotzdem werden die kompletten Bibliotheken installiert.

Im Gegensatz hierzu bin ich noch so ein "Sparfuchs", der auf Bibliotheken weitestgehend verzichtet. Eine einfache EXE möchte ich haben, in welcher alles drin ist. Klein und schnell. Wie zum Beispiel dieses TWIC-Partien-Download-Tool, dass ich irgendwo in diesem Forum mal vorgestellt habe. Keine Installation notwendig.

Um aber aufs Thema zurück zu kommen. Erst die schnellere Hardware hat es Programmierern ermöglicht, ihre Ideen in Programmen zu verwirklichen. Fortschritte von Software sind daher immer auf Fortschritte von Hardware zurück zu führen.

Gruß

Benny
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  #23  
Alt 19.07.2018, 19:30
Belcantor Belcantor ist offline
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AW: Leela Chess Zero auf dem DGT Pi / PicoChess

 Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Das Leela nicht so dolle auf CPUs läuft hängt damit zusammen, dass die Engine darauf programmiert wurde, sehr "einfach" gehaltene Daten in der Masse sehr schnell zu verarbeiten. Und hierzu eignen sich GPUs perfekt, da diese nicht so komplex aufgebaut sind, wie CPUs. Dafür können GPUs allerdings auch viel mehr "unkomplexe" Rechenvorgänge auf einmal verarbeiten. Hier ist im Prinzip die Komplexität einer CPU der Flaschenhals.

Selbstverständlich ist diese Beschreibung nicht vollständig und soll nur oberflächlich erklären, warum Leela mit CPUs nicht allzu flott um die Ecke kommt.
Aha, danke für die Erläuterung! Das erklärt, warum Leela im Gegensatz etwa zu Stockfish so mäßig unter PicoChess performt.
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