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  #21  
Alt 27.03.2019, 14:49
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Hi,

ein schöner indischer Springerkopf, links und rechts vom Display.
Gehäuse in Holz, anstatt der überflüssigen Wippe für den Zweck eine Schablone, für Flagge, Programmierer Name und Programm Name. Der eigenliche Rechner im Sockel ist OK und gut so. Display mit futurischer Beleuchtung in Wunsch Farbe. Wie gesagt bin dabei ... aber es wird ne teure Angelegenheit wenn ich das selbst in Auftrag gebe und nur für mich angefertigt wird.

Werde mir die Teile die ich brauche daher selbst besorgen und mein Werkzeug mal wieder beschäftigen.

Aber zur Zeit wie auf den Schulranzen früher ... müssen Aufkleber her, verdammt!

Muss jetzt mal abwarten wie gut der Schreiner meinen Stratos Wunsch umsetzt. Ein Freund arbeitet beruflich mit Metallen und sagte, mache das nicht in Holz sondern in Metall. Das wäre doch einfach was Du dir vorstellst.

Gibt viele Möglichkeiten!!

Jänisch Gambit:
Feobos spielt alles drei Züge nach ECO Code Ende wo sich 10 Engines mit unterschiedlichen Spielstilen einige sind, das es ausgeglichen ist. Das heißt, das FEOBOS Buch geht nicht tief, soll nur einleiten und fehlerfrei sein. Den Rest muss das Schachprogramm finden. Halte von langen Buchlinien für den Zweck Computerschach ... rein gar nichts!

Aber mal schauen ...
Jänisch Gambit ... heißt eigentlich eher Schliemann Gambit (um mein English zu verbessern lese ich zu viele englische Bücher) und entsteht nach:

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 f5
Der Gedanke ist einfach, Spanische Grundzüge vermeiden.
Daher eine Geheimwaffe viele Spieler aber eher aus früheren Zeiten.

Mal schauen ...
Habe beim Aufbau vom FCP Live Buch (Vorarbeit von FEOBOS) immer viel Arbeit in diese Variante gesteckt um ausgeglichenes zu finden. Aber das flog so nach und nach durch Engine Analysen raus, weil nicht ausgeglichen genug für viele der Schachprogramme.

FEOBOS beruht auf 41.614 Endstellungen ...
FEOBOS 20.1 Contempt 3 ist das Ergebnis nach 10 Engine Analysen der Endstellungen wobei die Engines in Teamwork nicht ausgeglichenes selbst gekillt haben. Dies über eine Excel Tabelle die 16 Millionen Formeln enthält um mal ein paar Zahlen zu nennen. FEOBOS Projekt findet sich mit einer 60 Seiten Doku auf meinen Seiten und ist frei nutzbar.



Du siehst wie viele unterschiedliche Fortsetzungen es gibt, die nach 3 Züge ECO Code Ende zu unterschiedlichen Stellungen führen. In FEOBOS sind keine Buchstats drin, keine Zugumstellungen der Endpositionen und insofern ist immer leicht abzulesen wie viele Fortsetzungen es gibt die lt. den Eröffnungsübersichten (habe 6 Wälzer eingesetzt) dokumentiert sind. FEOBOS ist nicht durch Datenbanken entstanden, sondern hier wurde per Hand gearbeitet, daher 4 Jahre Entwicklungszeit. Ein FEOBOS Update fehlender Varianten wurde per Datenbank erstellt. Aber die Kernarbeit nicht.

Viele Grüße
Frank
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  #22  
Alt 27.03.2019, 15:04
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Vergessen, findest natürlich zu jeder ausgeglichene Variante im FEOBOS Buch die Stellungsbewertungen der 10 unterschiedlichen Engines in der Excel.

Kommen ja immer Geister auf die Idee ...
Kann nicht sein das ein Buch fehlerfrei ist.

Kann auch nicht sein, aber FEOBOS ist es zu wahrscheinlich 99,9%. Sonst müssten sich 10 Engines gleichzeitig bei 6 Cores und einer Minute Rechenzeit pro Endstellung bei 4,3Ghz, schon zusammen und in zwieträchtiger Eintracht geirrt haben.

:-)

Und genau das mit Wasp macht Spaß!
Denn Wasp gewinnt gegen 100 Elo im Durchschnitt stärker (20 Engines in der Auswahl) derzeit 9x mehr Partien unter 50 Züge bis zum Matt als verloren wird. Diese Statistik wird von keiner anderen Engine aus den TOP-50 nach meinen Stats getoppt.

Solche Statistiken sind immer nur möglich 100-200 Elo über und unter eigener Spielstärke, sonst wird es ungenau!!

Man muss sehr genau arbeiten um herauszufinden welche Engine lässt sich ...
Nach unten regeln um für einen Schachcomputer geeignet zu sein und Spaß zu machen.
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  #23  
Alt 27.03.2019, 15:53
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Setzen wir noch einen drauf ...

FEOBOS sortiert die 41.164 Endstellungen nach einem Ranking. Das heißt es wurde bei FEOBOS ein Ranking entwickelt nach 8 Kriterien um für jeden ECO Code die besten ausgeglichene Stellungen zu ermitteln.

Nun ist Jänisch = C63

Schauen wir uns das im Ranking an ...



Wir sehen das was das Buch (Grafik im Beitrag zuvor ausgibt). Hier also die Varianten die im Buch sind. Und eine C63 Stellung ist gar richtig geil um eine Eng-Eng Partie zu starten, denn die steht im Ranking auf 473 !!!

Nun ja, immer wieder geil wenn ich selbst auf diese Arbeit und der Umsetzung von Excel Experte Klaus Wlotzka schaue bzw. auch der Umsetzung von Programmierern die uns Tools für diesen Zweck auf Wunsch programmiert haben.

Dennoch ... Eröffnungen beim Schach!
Ist für mich ausgereizt, gibt nichts mehr was mich da noch umhaut. Was ich wissen muss weiß ich und für mich ist das alles einfach nur ein Muss damit Partien zwischen Engines und oder Schachcomputern mit einer ausgeglichenen ausreichenden Vorgabe starten. Ohne das eine Seite bevorteilt wird und Match Ergebnisse aufgrund von Statistik Zwecken nicht beeinflusst werden.

Mehr ist das für mich nicht mehr!

Gruß
Frank

Zu sehen ist auch das FEOBOS bei C63 nur 6 Züge tief geht.
Wie gesagt, drei Züge nach ECO Code Bildung ... dann ist die Engine der Chef im Ring!
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  #24  
Alt 27.03.2019, 17:10
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Zitieren:
Eval setting max. = 0.70 0.50 0.47 0.62 0.76 0.58 0.74 0.68 0.57 0.56
Eval setting min. = -0.35 -0.31 -0.30 -0.39 -0.42 -0.28 -0.51 -0.36 -0.37 -0.32

Ranking Pos.-Nr. ECO Houdi Shredd Fire Wasp Chiron Booot Texel Andsc ASMFis Komodo avarage

473 Pos 14567 C63 0.35 0.42 0.35 0.41 0.72 0.41 0.74 0.62 0.30 0.37 0.47
Schauen wir uns die C63 Stellung im Ranking auf 473 näher an ...
Oben die Bewertungen der Engines ...

Ranking 473 ist auf Position 14567 in der Datenbank ...

[Event "FEOBOS"]
[Site "Trier"]
[Date "2017.08.12"]
[Round "1"]
[White "N.N."]
[Black "N.N."]
[Result "1/2-1/2"]
[WhiteElo "3000"]
[BlackElo "3000"]
[ECO "C63"]
[EventDate "2017.08.12"]
[PlyCount "12"]
[EventCountry "GER"]
[Source "Frank Quisinsky"]

{Game 14567}
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 f5 4. d3 fxe4 5. dxe4 Nf6 6. O-O Bc5 1/2-1/2

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  #25  
Alt 27.03.2019, 17:16
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Hm,

nur warum ist die Stellung so hoch im Ranking ...
Lt. Engines die beste ausgeglichene C63 Position.

Klar, 10 Engines finden 5 unterschiedlich beste Züge die im Auswahlkriterium zugelassener Evals liegen ...

Das schaut dann wie folgt aus:
473 Pos 14567 C63 Bc4 Qd3 Nc3 Bc4 Qd3 Qe2 Bxc6 Qd3 Bxc6 Nc3

Hier die Züge die die 10 Engines finden.

Und da aus einer Stellung der Baum weiterer Fortsetzungen größer wird, da 5 plausible Züge möglich und ausgeglichen sind, steigt der Wert der Stellung, weil die Gefahr Gleiches zu sehen weniger wird und die Chance variabler zu spielen, sprich gefährlicher zu aggieren größer wird.

Soweit zur besten C63 Stellung für einen Eng-Eng Test lt. Feobos, also lt. den Analysen unserer unterschiedlich spielenden TOP-Engines.

Und so kann aus der kompletten Theorie, das was auf dem Brett kommt sehr schön auch nachvollzogen werden, da FEOBOS mehr als ein dummes Eröffnungsbuch ist.

Gruß
Frank
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  #26  
Alt 27.03.2019, 17:23
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Wobei knapp an der Schmerzgrenze denn fast aber auch nur fast hätte Texel die Stellung gekillt. Texel bewertet durchschnittlich deutlich höher als andere Engines, bewertet den Anzugsvorteil wahrscheinlich sehr hoch.

Das muss natürlich berücksichtigt werden. Die Engine Einstellungen wann eine Stellung ausgeglichen ist oder nicht wurde geeicht auf 41.614 Stellungen. Aber dennoch ... die Grenze bei Texel ist +0,74 und Texel bewertet mit +0,74, während andere Engines das natürlich und richtiger Weise deutlich niedriger bewerten.

Tja, Engines bewerten unterschiedlich und das muss also auch erstmal unter einen Hut zu bekommen sein, damit dann 10 Engines zusammen in Teamwork diese Arbeit überhaupt verrichten können.

Also, ein paar Gedanken zum Buchranking 473 aus dem C63 System. Sehr viel ausgeglichenes gibt es da nicht. Das war hier fehlt ist nicht mehr ausgeglichen, dass heißt eine Seite hat einen zu großen Vorteil und mithin in FEOBOS nicht mehr drin.
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  #27  
Alt 30.03.2019, 10:35
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Hallo zusammen,

die Spielstärke in Elo auf die alten Schachcomputer anzupassen gestaltet sich schwierig.

Problem:
Wasp muss bei dem druckvollen Mittelspiel schon in Nachteil geraten weil im Endspiel zu überragend für die alten Schachcomputer.

Derzeit laufen bei mir Testpartien mit der Beta 4 bei 1.748 Elo für Wasp gegen Fidelity Designer 2265 mit ca. echten 1.890 Elo. Aber die ca. 275 Stellungen pro Sekunde die Wasp macht sind schon deutlich zu viel. Wasp spielt wahrscheinlich mit über 1.900 gar mit 1.950 Elo bei nur 275 Stellungen pro Sekunde.

Um also ca. 1.900 Elo zu erreichen sind wahrscheinlich 175 angebracht. Das ist unglaublich wie weit runter gedrosselt werden muss um echte 1.900 Elo zu erreichen. Das sind normalerweise keine 10 Millisekunden auf einem schnellen 4.3Ghz System.

Fest steht es macht Spaß!!

Die Testpartien laufen jetzt mit 30 Sekunden pro Zug. Wasp spielt den Zug also immer nach 30 Sekunden aus und kämpft sich natürlich auch in die Stellung, rechnet also derzeit bei 1.748 Elo (die wie beschrieben eher 1.950 Elo sind) immer mit ca. 275 Stellungen pro Sekunden, der gleichen Bedenkezeit wie seine Gegner aber ohne Ponder weil die DGT Uhr genau das nicht kann.

Denke die Schachcomputerfreaks wissen, wie viele Stellungen pro Sekunde der Mach III im Vergleich macht. Tja, die Schachprogrammierung ist nicht stehen geblieben und daran wird das echt krass deutlich.

Werde beim Testen mit der Einstellung 1748 Elo bleiben. Derzeit steht es 2:1 für Wasp und nach weiteren Partien wechseln vom Designer 2265 auf dem Designer 2325. Der ist ca. 60 Elo spielstärker und kommt auf 1.950 echte Elo. Denke dann passt es, auch mit den anderen Spielstufen in Elo.

John arbeitet nun an der neuen Formel um das anzupassen. Also, bei Wasp 3.60 später dann Spielstärken von ca. 1.400 - 2.650 maximales Level. 2.650 ist die Elo auf der DGT Pi runter gerechnet nach unseren Testergebnissen bei ca. 2.925 auf einem i7. Da ich ca. gleich meine Ratinglisten (früher SWCR und FCP) zur CEGT geeicht habe kann das gut mit CEGT verglichen werden.

Die erste offizielle Test-Version wird noch ein bissel dauern. Macht keinen Sinn das anzubieten wenn die Elo-Spielstärken nicht richtig geeicht sind.

Und wenn fertig ...
Kann auf dem DGT Brett schön gegen jeden Schachcomputer aus jeder Generation bis hin zum Großmeister gepielt werden gem. der gewünschten Spielstärke ohne das Wasp sich absichtlich durch schlechte Züge einschränkt.

Was noch aufgefallen ist und bei dieser Geschichte interessant ist?!

Fragestellung:
Kann Wasp denn auch den interessanen Spielstil halten?

Aufgrund der feinen Suche rechnet Wasp sich kontinuierlich hoch von Suchtiefe 1 an, ohne das entsprechender Müll dabei raus kommt. Schachprogramme ab ca. 3000 Elo machen gerade bei diesem Punkt in der Regel alles gleich und produzieren bei diesen Suchtiefen Müll. Sind also im Grunde, für den Einsatz bei einem Schachcomputer, absolut nicht geeignet. Es sei denn die spielen absichtlich Fehler, adaptive Spielstärke aber das ist eine ganz schreckliche Lösung. Kein Anreiz für einen Menschen gegen jemanden zu spielen der absichtlich Fehler macht.

Der Spielstil von Wasp bei nur ca. 275 Stellungen pro Sekunde ist sehr druckvoll. Jederzeit die Bauern wenn immer möglich nach vorne. Aktivies Figurenspiel aber Fresswahn. Opfer werden meist genommen und so ging auch schön böse eine Partie gegen den Mach III in die Hose. Im Endspiel überragend für die Spielstärke. Wir wären früher vor Freude den ganzen Tag gehopst wenn dieses Endspiel in einem Schachcomputer drin gewesen wäre. Und Wasp gehört nun nicht zu den Endspielkünstlern im Vergleich zu 400 Elo stärkerer Software auf dem PC, z. B. Komodo oder Houdini. Aber im Mittelspiel sehr druckvoll und nach allen Regeln der Kunst werden die Figuren entwickelt. Lediglich bei Gambit-Varianten ist Wasp dann anfällig, kann das mit 275 Stellungen pro Sekunde nicht errechnen. Konnten die Schachcomputer früher auch nicht. Sehr schönes Schach für das eingestellte Level in Elo und das bei den niedrigsten Suchtiefen spricht für das Können was John Stanback an den Tag legt. Halt ein Programmierer alter Schule.

Wie gesagt, das Problem ist das Wasp eigentlich bei gleicher Spielstärke im Mittelspiel abfallen muss denn im Endspiel haben die Schachcomputer von einst keine Chance. Die sind im Endspiel gut und gerne 300-400 Elo schwächer als im Mittelspiel. Für mich ist das nichts neues. Sagte immer schon es ist schwierig eine Elo für einen Schachcomputer zu berechnen wenn innerhalb der Partiephasen die Spielstärke unser geliebten Schachcomputer so krass auseinandergeht. Genau das ist auch der Grund für viele Fehleinschätzungen hinsichtlich Spielstärke bei den älteren Schachcomputern. Das konnten wir durch die Genration bis heute z. B. bei ebay Angeboten beobachten. Die Schachcomputer werden immer noch maßlos überschätzt.

Ein richtig spannendes Thema.
Wie gesagt, denke Ende der nächsten Woche können wir dann einen Download anbeiten.

Auch Micha hat uns schon mit Eindrücken geholfen. Habe nun auch schon einige Partien gegen Wasp mit 1.748 Elo gespielt (also etwa 1950 Elo, wie gesagt John wird das noch anpassen). Schwierig für mich weil ich im Endspiel nicht gut bin. Aber dennoch hier ist es so, dass sich zwei ca. gleich starke Kräfte messen. Gestern waren es drei Partien und es ging 1.5 : 1.5 aus. Heute waren es drei Partien und ich liege knapp mit 2.5 : 3.5 hinten, Partie 7 läuft das werde ich sicherlich nicht bei 2 Bauern mehr im Endspiel in klarer Gewinnstellung verlieren.

Also ...
150 Stellungen pro Sekunden sind wahrscheinlich 1.900 Elo.
Das ist einfach unglaublich !!

Schön das wir dieses Programm von John haben. Das ist einfach nur genial weil es sich so schön von Suchtiefe 1 hochschraubt. Bin geneigt zu sagen, ein richtig geiles Programm!!

Bei John hat mit 150 Stellungen pro Sekunde überigens ein Excel mit 3Mhz 6:1 verloren. Für den Excellence mti 3Mhz werden also unter 100 Stellungen pro Sekunde ausreichen um das Level zu erreichen. Aber die neue Formel wird jetzt noch erstellt, die Spielstufen angepasst und dann Feuer frei für die erste offizielle Testversion.

Gruß
Frank
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Geändert von Frank Quisinsky (30.03.2019 um 10:47 Uhr)
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  #28  
Alt 30.03.2019, 11:09
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Hallo zusammen,

in dieser Partie ist alles drin die zeigt mit welchen Problemen wir kämpfen um die Spiesltärke anzupassen. Der Mach III spielt das Endspiel von den Schachcomputern mit vergleichbarer Elo bekanntlich recht gut aber im Vergleich zu Wasp reicht ein kleiner Fehler.

30 Minuten pro Zug. Wasp mit 1.748 Elo (wie gesagt, sollte ca. 1.950 Elo sein, muss noch angespasst werden). Also, der Mach III muss Vorteile im Mittelspiel bekommen und das ist schwierig bei dem druckvollen Spiel von Wasp. Hier sehr schön zu sehen wie druckvoll Wasp bei nur 275 Stellungen pro Sekunde spielt.

Wie gesagt, in dieser Testpartie ist im Grunde alles drin und die Eindrücke bestätigen sich von Partie zu Partie.


[Event "Test"]
[Site "?"]
[Date "2019.03.30"]
[Round "3"]
[White "Wasp 3.60 (1748 Elo)"]
[Black "Fidelity Designer 2265"]
[Result "1-0"]
[ECO "C49"]
[WhiteElo "1748"]
[BlackElo "1890"]
[PlyCount "169"]
[SourceVersionDate "2019.03.29"]

1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. Bb5 Bb4 5. Nd5 Bc5 6. d3 Nxd5 7. exd5 Nd4 8.
Nxd4 Bxd4 9. c3 Bb6 10. O-O O-O 11. Be3 c6 12. Bc4 Bxe3 13. fxe3 Qb6 14. Qe2 d6
15. a4 cxd5 16. Bxd5 Be6 17. a5 Qa6 18. e4 Bxd5 19. exd5 Qb5 20. c4 Qb4 21. Qf2
f5 22. Ra3 e4 23. Qd4 Rac8 24. Rf4 a6 25. h3 g6 26. Rc3 Qxb2 27. dxe4 fxe4 28.
Rxe4 Qa1+ 29. Kh2 Qxa5 30. Re7 Rf7 31. Rxf7 Kxf7 32. Rb3 Qc7 33. Qb2 Rb8 34.
Qd4 Kg8 35. Rf3 Re8 36. Qf6 b6 37. h4 Qe7 38. g4 a5 39. Kg3 Qe1+ 40. Kh3 Qe5
41. Qf7+ Kh8 42. g5 Qe7 43. Qxe7 Rxe7 44. Rb3 Rb7 45. Kg3 Kg8 46. Kf3 Kf7 47.
Ke4 a4 48. Rf3+ Ke8 49. Ra3 Ra7 50. Kd3 Kd7 51. Kc3 Kc8 52. Kb4 Re7 53. Kxa4
Re4 54. Kb5 Rxh4 55. Ra7 h5 56. gxh6 Rxh6 57. Kc6 Kb8 58. Rb7+ Kc8 59. Re7 Kb8
60. Kxb6 Rh8 61. Re6 g5 62. Rxd6 Rg8 63. c5 g4 64. Re6 g3 65. Re1 g2 66. Rg1
Kc8 67. c6 Rg6 68. d6 Rxd6 69. Rxg2 Kd8 70. Kb7 Ke8 71. c7 Rd7 72. Kc6 Rxc7+
73. Kxc7 Kf7 74. Kd6 Kf6 75. Rf2+ Kg5 76. Ke5 Kg4 77. Rf5 Kg3 78. Rf4 Kh3 79.
Kf5 Kg3 80. Kg5 Kh2 81. Kg4 Kg2 82. Rf5 Kh2 83. Kf3 Kg1 84. Rh5 Kf1 85. Rh1#
1-0

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  #29  
Alt 30.03.2019, 11:23
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Hallo zusammen,

und was auch aus diesen Experimenten schon jetzt gesagt werden kann:

Eine Verdoppelung der Geschwindigkeit ist nicht immer gleich x Elo. Da war sich schon immer ein großer Verfechter von diesen Aussagen und schrieb darüber mal 1998 einen Bericht. Von einigen Usern nicht gerne gelesen aber ich erhielt großen Zuspruch von Programmieren. Die haben sich mit solchen Themen schon früher gerne auseinandergesetzt.

Die Schachcomputer Community lag auch hier meist richtig, denn früher sagten wir eine Verdoppelung der Geschwindigkeit könnten gar bis zu 100 Elo sein. Kommt natürlich immer auf das Programm an, ist nicht bei allen Programmen gleich.

Auch stimmt die Aussage, durch Verdoppelung der Geschwindigkeit werden die Fehler nur schneller errechnet. Wenn ein Schachcomputer so krasse Endspielschwächen hat, wie es nun leider ist, findet der Computer auch die Fehler im Grunde nur schneller. Selten, das dann der richtige Zug gefunden wird. Kommt also immer auf das Programm an. Aber es kann durchaus 100 Elo sein.

Heute ganz sicher nicht mehr. Bei 4.0 Ghz macht eine Verdoppelung auf 8,0 Ghz meines Erachtens keine 40 Elo mehr aus. Und hätten wir mal 100 Ghz und würden auf 200 Ghz verdoppelt wären 25 Elo ganz wundervoll.

Die Formeln die John zunächst anwendete um die Spielstärkegruppen zu finden müssen also überarbeitet werden. Das war uns aber vorher schon klar und dennoch ... wie Jan Lowman immer gerne zu mir sagte ... testen, testen und nochmals testen!!

Gruß
Frank
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  #30  
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Ach so, ich vergesse immer ...
Nicht alles in einen Satz zusammenfassbar ...

Warum die Schachcomputer Community immer Recht hatte. Weil viele Schachspieler eben nicht dieses hohe Elo Niveau haben und gerade Geräte die eine niedrige Spieslstärke haben stärker einschätzten. Wenn z. B. ein Spieler denkt, der Constellation mit 2.0 Mhz muss doch eigentlich stärker sein als die 1.560 SSDF Elo kann das durchaus stimmen.

Auch in den Ratinglisten die ich machte war es immer zu beobachten, dass die Stats nach unten heraus ungenau wurden. Sprich die Programme am Ende einer Liste, trotz tausender Partien waren zu niedrig eingeschätzt. Zwar kein großes Ding, eher so statistische Fehler bei tausenden von Partien um 25 Elo aber dennoch zu beobachten. Und da bei den Schachcomputern deutlich weniger Partien vorliegen ist und war diese Einschätzung nach "Gefühl" meist richtig.

So, genug ...

Gruß
Frank

Wenn Wasp steht, auch später in der UCI kann das alles anhand tausender Partien im Detail getestet werden. Das Spektrum an Erkenntnissen die sich daraus bilden können wird enorm sein.
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