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Alt 27.08.2016, 22:08
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Match 120'/40 Excellence 3 MHz - Super Constellation 18MHz

In früheren Kämpfen des Jahres 1985 zeigte sich, dass der Super Constellation
gegen Excellence kein Bein auf den Boden brachte. Dieser Zweikampf soll nun
aufzeigen, ob sich ein auf 18 MHz getunter Super Constellation besser
schlagen wird. Hier findet man nun alle Partie, die ich auch kommentiert habe.
Das Match ging schliesslich für mich völlig überraschend mit einem
14,0 : 6,0 Sieg des Novag-Geräts zu Ende.

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.17"]
[Round "1"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "0-1"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "B06"]
[EventDate "2016.08.17"]

1.e4 g6 {Beider Programme laufen unter dem "Multi Emulator Super System 0.175".} 2.d4 Bg7 3.Nc3 {Weiss letzter Buchzug} 3...c5 4.dxc5 Qa5 5.Bd2 Qxc5 {Schwarz letzter Buchzug} 6.Bd3 Nf6 7.Nf3 O-O 8.O-O d5 $6 {Besser 8...d6 oder auch 8...Sc6} 9.b4 {Typisch Excellence, doch auch moderne Engines wählen dieses die Dame vom Punkt d5 ablenkende Manöver.} 9...Qc6 10.b5 Qc5 11.e5 {? Aber dieses ungestüme Vorwärtspreschen ist typisch Excellence. Angebracht war 11.exd5 usw.} 11...Ng4 12.Qe2 Nd7 13.e6 {Bereits erzwungen, wenn Weiss nciht den e-Bauern verlieren will.} 13...Nde5 14.Nxe5 Nxe5 15.exf7+ Rxf7 {Nun steht Weiss bereits schlecht.} 16.Na4 {Ein hilfloser Angriffszug, aber gute Optionen in schlechter Stellung sind schwierig zu finden.} 16...Qa3 17.Nc3 Nxd3 18.Qxd3 {Erzwungen, weil ja der zweifach bedrohte Sc3 einer zusätzlichen Deckung bedarf.} 18...Bf5 {Gewinnt bereits einen Bauer. Doch so leicht gibt sich Excellence nicht geschlagen.} 19.Qxd5 Bxc3 20.Bxc3 Qxc3 21.Qxb7 {Weiss hat momentan zwei Bauern für die Figur. Das ist zuwenig, zumal der Verlust eines weiteren Bauern nicht vermieden werden kann.} 21...Qc8 {Gut gespielt.} 22.Qd5 e6 23.Qe5 Qxc2 {Nachdem Schwarz diesen Bauern erobert hat und Weiss nur noch einen Bauern für die Figur hat, sollte der Rest nur noch eine Sache der Technik sein. Doch diese Technik beherrschen die damaligen Programme noch nicht. Deshalb darf in solchen Situationen die Partie noch nicht abgebrochen werden.} 24.Rfc1 Qa4 25.a3 Rb7 26.Rc5 Rd8 27.h3 Rbd7 28.Rc3 Qe4 {Unverständlich, liesse sich doch mit 28...Td5 sorgenfrei der b5-Bauer gewinnen.} 29.Qg3 Qe2 30.Rc5 Rd3 31.Qf4 Rf8 32.Qe5 Qxe5 33.Rxe5 Rd2 34.Rae1 Bd3 35.f3 Rc8 36.Rxe6 Bxb5 37.a4 Bd7 38.Re7 Rcc2 {Auf Umwegen hat Schwarz eine übermächtige Stellung erhalten.} 39.Kh1 a5 40.Ra1 Bc6 41.Rb1 {Droht Tb8 Matt} 41...Rb2 42.Rxb2 Rxb2 43.Ra7 Bxa4 44.Rxa5 {Bei der jetzt entstandenen Stellung ist zu befürchten, dass sie gar noch Remis ausgeht, falls es Weiss gelingt, alle Bauern zu tauschen. Super Constalletion wäre nicht in der Lage, das Endspiel T+L/T zu gewinnen.} 44...Bc6 45.Rc5 Bb7 46.Rc7 Bd5 47.Kg1 Rd2 48.Re7 h6 49.Rc7 Kf8 50.Rh7 h5 {Der Rest ist Schweigen.} 51.Rc7 Bf7 52.g4 $2 {Es wäre interessant gewesen zu sehen, ob Schwarz einen Gewinnplan gefunden hätte, falls Excellence seine Bauernstellung mit diesem Zug nicht unnötig verändert und sich die tödliche Schwäche auf h3 eingehandelt hätte.} 52...h4 {Verzicht auf Bauerntausch und Festlegung der Schwäche h3, sehr gut gespielt.} 53.f4 Rd3 54.Kg2 Bd5+ 55.Kg1 Rxh3 56.Rc5 Rg3+ 57.Kh2 Bf7 58.Rg5 Kg7 59.Kh1 Kf6 0-1

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.22"]
[Round "2"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.08.22"]

1.d4 d5 {Beide Programme laufen unter dem "Multi Emulator Super System 0.175"} 2.c4 c6 3.cxd5 cxd5 4.Nf3 Nf6 5.Nc3 Nc6 6.Bf4 Bf5 7.e3 e6 8.Bb5 {Weiss letzter Buchzug} 8...Nd7 {Schwarz letzter Buchzug} 9.O-O Be7 10.Re1 {Eine selten gespielte Variante, deren Idee nur darin bestehen kann, den Zentrumsvorstoss e3-e4 durchzusetzen.} 10...O-O 11.Rc1 {Beide Parteien sind vollständig und sehr gut entwickelt bei symmetrischer Bauernstruktur und der offenen c-Linie. Es herrscht somit weitgehend Gleichgewicht. Ich bin mir aber sicher, dass es die beiden Oldies bald schaffen werden, durch seltsame Züge dieses Gleichgewicht zu stören.} 11...Qa5 {Zweckmässiger 11...Tac8} 12.Qb3 Nf6 {Schon die erste Ungenauigkeit. Die Überwachung des wichtigen Feldes e5 sollte Schwarz nicht aufgeben und stattdessen einen Turm auf die c-Linie bringen.} 13.Be2 {? Ein Fragezeichen deshalb für diesen planlosen Rückzug, weil Weiss mit 13.Lxc6 gemäss Variante einen spürbaren positionellen Vorteil hätte erzielen können.} ( 13.Bxc6 bxc6 14.Qb7 Qb4 15.Qxb4 Bxb4 16.a3 Be7 17.Ne5 Rfc8 18.Na4 ) 13...Qb4 14.Qxb4 Nxb4 {Trotz des Tadels zum 13.Zug, steht Weiss noch immer besser.} 15.Ne5 Rac8 {?! Wie sich gleich zeigen wird, verdiente 15...h6, um dem Lf5 ein Rückzugsfeld auf h7 zu schaffen, den Vorzug.} 16.g4 {Ein echt guter Zug, der dem Weissen einen Raumvorteil gibt.} 16...Bg6 17.Bf1 {?! Unmittelbar nach einem guten Zug folgt dieses sinnlose Manöver. Den Vorteil festgehalten hätte 17.a3 usw.} 17...Nc6 18.Nxg6 hxg6 {Nun herrscht schon fast wieder = und in solchen Stellungen können nur gröbere Ungenauigkeiten die Situation ändern. Zugunsten von Weiss spricht hier jedoch langfristig der Besitz der Läuferpaars.} 19.Bh3 {?! Kein Fehler, aber dieser mich völlig überraschende Zug des Läufers, der ein mickriges Bäuerlein deckt, was mit 19.h3 oder 19.f3 bedeutend einfacher zu haben war, mutet wirklich äusserst seltsam an. Hätte ich dieses Manöver hier nicht persönlich erlebt, wäre ich bei Durchsicht einer solchen Partie davon ausgegangen, dass hier ein Computerprogramm von ein bis zwei Generationen früher am Werk sei.} 19...Nb4 {Droht Qualitätsgewinn mit Sb4-d3, die aber sofort behoben wird.} 20.Red1 Rfd8 21.Bg3 b6 {?! Auch das ist ein "komischer" Zug. Gut sehen 21...g5 und 21...Sc6 aus.} 22.a3 Nc6 23.Rc2 {Mit 23.Sb5 hätte Weiss den Gegner in grosse Schwierigkeiten bringen können.} 23...Na5 24.Rdc1 {Dies droht, durch Sxd5 einen Bauern zu gewinnen.} 24...Nc4 25.Nb5 Ra8 {? Das ist aber falsch und hätte zur Katastrophe führen können. Richtig war 25...a6.} 26.Bf4 ( {Nach} 26.Nc7 Rac8 27.g5 Ne4 28.Nxe6 fxe6 29.Bxe6+ Kh7 30.Bxc8 {hat Weiss eine Gewinnstellung, weil} 30...Rxc8 {an} 31.b3 {scheitert, denn der gefesselte Springe auf c4 geht verloren.} ) 26...a6 27.Nc3 Rdc8 ( {Interessant war die Abwicklung} 27...Nxb2 28.Rxb2 Bxa3 29.Rcb1 Bxb2 30.Rxb2 Rdc8 {und mit T+2 Bauern gegen zwei Läufer hat Schwarz gute Chancen, denn seine beiden Freibauern auf den a- und b-Linien sind stark.} ) 28.Bg5 {Planlos und auf g5 steht der Läufer bestimmt nicht besser als auf der aktiven Diagonale h2-b8.} ( {Mit} 28.g5 Nh5 29.Nxd5 $5 exd5 30.Bxc8 Rxc8 31.b3 b5 32.bxc4 dxc4 33.Rc3 Nxf4 34.exf4 {wäre eine zweischneidige Stellung entstanden.
} ) 28...Bd6 29.Bxf6 {Super Constellation gibt freiwillig das Läuferpaar auf} 29...gxf6 30.Bg2 b5 31.Nd1 Nb6 {Nun hatte ich einen Massentausch auf c8 erwartet ...} 32.Nc3 {... aber Weiss will nichts von Tauschen wissen.} 32...Kg7 33.f4 Nc4 34.Nd1 {Deckt e3, fesselt den Sc4 und verhindert Abwicklungen mit Sxb2.} 34...Rab8 35.f5 {Für diesen leicht fragwürdigen Vorstoss gab es keinen Anlass.} 35...Rh8 36.h3 a5 37.Kf2 b4 38.axb4 Bxb4 39.fxe6 fxe6 40.Ke2 Bd6 41.e4 {Damit kann Schwarz nicht in Verlegenheit gebracht werden.} 41...Nb6 ( 41...Rb4 {!} ) 42.Nc3 ( 42.Rc6 {!} ) 42...dxe4 43.Nxe4 Bf4 44.Re1 {In dieser Partie hat Super Constellation ein Flair für seltsame Züge.} ( 44.Ra1 {!} ) 44...Nd5 45.Kf2 Nb4 {Droht mit Sd3+ nebst Sxe1 zu gewinnen.} 46.Rc3 e5 47.Rc7+ Kh6 48.Kg1 ( 48.Bf1 ) 48...exd4 49.Rd7 Be3+ 50.Kh1 Nc2 ( 50...Nd3 {-/+} ) 51.Rb1 {Spürbar besser ist 51.Td1, denn das schwarze Plus besteht vor allem in seinem weit vorgerückten Freibauer auf der d-Linie.} ( 51.Rd1 {ist besser} ) 51...Na3 {Nachdem Weiss mit 51.Tb1?! keine Anstalten machte, den Freibauer zu stoppen, war nun Schwarz an der Reihe, diesen gefährlichen Bauern mit beispielweise 51...Tbd8 zu unterstützen. Der von Excellence gewählte Textzug ist zu materialistisch.} 52.Rf1 Rxb2 {?! Sieht imposant aus, aber das räumt dem Weissen gute Gegen- und Rettungschancen ein. Deshalb war 52...Sc4 besser.} 53.Nd6 {?! Nur der drittbeste Zug nebst 53.h4! oder 53.Sxf6, doch offenbar reizt die Drohung Sf7.} 53...Rf8 54.Nf7+ Kg7 55.Ne5+ Kh6 56.Nf7+ Rxf7 {Schon hatte ich mich mit Remis durch Zugwiederholung nach 56...Kh6 57.Sf7 und auf einen zeitgerechten Nachtschlaf eingerichtet, als Excellence meine Träume zerstörte mit seinem berechtigten Qualitätsopfer.} 57.Rxf7 Bg5 58.Rd1 Rb4 59.Bd5 Nb5 60.Bc6 {Etwas genauer waren 60.Td7 oder 60.Tb7} 60...Nc3 61.Re1 d3 {Wenn Excellence einen Freibauern vorschieben kann, tut er es. Diese Eigenheit geht manchmal in die Hosen, werden weit vorgerrückte Freibauern ab und zu auch schwach und gehen verloren.} 62.Ree7 {Mit einer simplen Mattdrohung auf h7.} 62...Bf4 {?? Ein schrecklicher Fehler, denn nach der folgenden Antwort zappelt Schwarz in einem Mattnetz. Richtig war jetzt oder nach dem Zwischenzug ...Tb1+ der Läuferzug nach h4, was den Vorteil weiterin festgehalten hätte.} 63.h4 {! Offenbar und unverstänlich hat Excellence 3 MH2 diesen Bauernzug nicht beachtet. Nun droht einfach Matt mit Tf7-h7 und das lässt sich nur noch wenige Züge unter unter Opfern hinauszögern.} 63...Rb1+ 64.Kg2 Rb2+ 65.Kf3 Rf2+ 66.Kxf2 Bg3+ 67.Kxg3 Ne2+ 68.Kf2 f5 69.Rh7# {Infolge dieses abrupten Endes konnte ich die nächtliche Bettruhe doch noch zu einer knapp vertretbaren Zeit (00.35 Uhr) in Anspruch nehmen.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.23"]
[Round "3"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "B06"]
[EventDate "2016.08.23"]

{Zwischenstand nach diesen 3 Partien: 1,5 - 2,5 zugunsten von Super Constellation 18 MHz}
1.c4 e5 {Beide Programme laufen unter dem "Multi Emulator Super System 0.175"} 2.Nc3 Nf6 3.Nf3 Nc6 4.g3 d5 5.cxd5 Nxd5 6.Bg2 Nb6 7.O-O {Weiss letzter Buchzug} 7...Be7 {Schwarz letzter Buchzug} 8.e3 O-O 9.d4 Bd6 ( 9...exd4 {mit der Folge} 10.Nxd4 Nxd4 11.exd4 Bf6 {war eine angemessenere Reaktion auf den wenig üblichen Aufbau von Weiss.} ) 10.dxe5 {Zumindest gleichwertig war 10.d5} 10...Nxe5 11.Ne4 {Den Vorzug verdiente 11.Sxe5.} 11...Bg4 {Das ist eine für Weiss lästige Fesslung.} 12.Nxd6 cxd6 {Die Drohung ...Df6 mit Figurengewinn auf f3 erzwingt nun die folgende Antwort.} 13.h3 Nxf3+ 14.Bxf3 Bxh3 15.Bxb7 Bxf1 16.Bxa8 Qxa8 17.Qxf1 {Weiss ist gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen.} 17...Rc8 ( {Eine gute Idee war} 17...Na4 18.b3 Nc5 19.Bb2 Ne4 {und die schwarzen Figuren stehen optimal.} ) 18.Bd2 h6 19.Bc3 Nd5 20.Bd4 Nb6 {Schwarz hat zu passiv agiert und nun hätte Weiss mit 21.Dg2! dem Gegner die schöne Diagonale streitig machen sollen. Und nach dem möglichen Damentausch befände sich Weiss in einem vorteilhaften Endspiel.} 21.a4 d5 {?! Präziser 21...Sd7} 22.Qb5 {! Damit kommt Excellence spürbar in Vorteil.} 22...Qc6 23.Qxc6 Rxc6 24.b4 {Der Damentausch hat Schwarz keine Erleichterung gebracht.} 24...Nc8 25.b5 Rc4 26.a5 Kh7 {Schwarz hat keinerlei Gegenspiel und muss sich passiv verhalten. Die Gefahr, dass auf der b-Linie ein stark störender Freibauer auftaucht, ist gross.} 27.Rb1 Rc7 28.b6 {?! Etwas zu voreilig, denn Weiss konnte den Gegner in eine höchst unangenehme Situation bringen, indem er vorerst den König mit Kf1 und Ke2 ins Spiel gebracht hätte.} 28...axb6 29.axb6 Rb7 30.Rc1 Nd6 ( 30...Nxb6 {?? scheitert an} 31.Rb1 {und der schwarze Springer geht verloren.} ) 31.Rc7 {? Das ist falsch. Wenn schon, dann sollte Weiss seinen Turm via a1-a7 zum Tausch anbieten, denn ein Springer ist bsonderes hilflos im Kampf gegen den Randbauer.} 31...Rb8 {? Super Constellation rennt gerade ins Verderben und erkennt nicht, dass die Rettung im Turmtausch bestand.} 32.Rd7 Nb5 33.Bc5 Kg6 34.Rxd5 {Ein schwarzer Bauer musste sein Leben lassen und der gefährliche b-Freibauer ist geblieben. Weiss hat nun Gewinnstellung.} 34...Nc3 35.Rd7 Kf6 36.b7 Nb5 37.Re7 Rd8 38.e4 Kg6 39.e5 f6 40.Rd7 Rh8 {Auf 40...Te8 folgt die selbe Antwort.} 41.e6 Nc3 42.e7 Rb8 43.Ba7 Re8 44.Rd8 Rxe7 45.b8=Q {Zwischenstand nach 3 Partien: 1-2 für Super Constellation.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.25"]
[Round "4"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.08.25"]

{Zwischenstand nach 4 Partien: 2,5 - 1,5 für Super Constellation.}
1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 g6 6.f4 Bg7 7.e5 {Weiss letzter Buchzug} 7...dxe5 8.fxe5 Nfd7 9.e6 Ne5 10.Bb5+ {Weiss findet den theoretisch besten Zug.} 10...Nec6 {Schwarz letzter Buchzug} ( 10...Nbc6 {ist die übliche Fortsetzung} 11.exf7+ Kxf7 12.O-O+ Bf6 13.Nxc6 bxc6 14.Ba4 Qxd1 15.Nxd1 $14 {1-0 (44) Spasov Vasil (2375)-Demeter Peter (2310), Marianske Lazne op 1989} ) 11.exf7+ Kxf7 12.Qf3+ Ke8 {?! Begibt sich freiwillig in die Fesslung, weahalb 12...Lf6 zu bevorzugen war.} 13.Bxc6+ {?! Einen dauerhaften Vorteil hätte 13.Sde2 sichergestellt. Aufgrund der geringen Suchtiefe von Super Constellation und den programmierten Bewertungskriterien sind solche Züge den damaligen Computern nicht zugänglich.} 13...bxc6 14.Nxc6 Nxc6 {?! Auch hier hätte es eine genügende Suchtiefe benötigt, um zu sehen, dass 14...Dd6! den Ausgleich sicherstellt.} ( 14...Qd6 15.Na5 Rf8 {= denn} 16.Qxa8 {? geht nicht wegen} 16...Bxc3+ 17.bxc3 Qe5+ {und Matt in 9 Zügen.} ) 15.Qxc6+ Bd7 16.Qe4 Rc8 17.Qb4 {? Ein in jeder Hinsicht unglaublicher Zug, der die Zerschlagung des weissen Damenflügels nicht verhindert und die Dame ohne Not ein Tempo verliert. Selbstverständlich sieht 17.Ld2 aus.} 17...Qc7 ( 17...a5 18.Qa3 Qb6 19.Bd2 Qb4 {und =+} ) 18.O-O Bxc3 {?! Gibt ohne Not das starke Läuferpaar auf.} ( 18...Qb6+ 19.Qxb6 axb6 {ist =} ) 19.bxc3 a5 20.Qd4 {Nach 20.Db3 hätte sich Weiss noch eines Vorteils rühmen dürfen. Nach dem schwächeren Textzug kann Schwarz den Übergang in ein gleichstehendes Endspiel erzwingen.} ( 20.Qb3 ) 20...Qc5 21.Be3 Qxd4 22.Bxd4 Rf8 23.Rxf8+ Kxf8 24.Rf1+ Kg8 25.Kf2 Rf8+ 26.Ke1 Rxf1+ 27.Kxf1 {Das Läuferendspiel ist Remis, doch verbietet es die Schwäche der damaligen Computerprogramme, die Partie bereits hier abzubrechen.} 27...Bf5 28.Ke2 Bxc2 29.c4 e6 30.Ke3 Ba4 31.Bb6 Bc6 32.Kd4 a4 33.g3 Bf3 34.Kc5 e5 35.Kb4 Bc6 36.Kc5 Bf3 37.Kb5 Be2 38.Kb4 Kf7 39.c5 Bd1 40.c6 Ke6 {Der schwarze König kommt gerade noch rechtzeitig, um den gegnerischen Freibauern in Schach zu halten.} 41.Kb5 Kd6 42.Bc5+ Kc7 43.Bb6+ Kd6 44.c7 Kd7 45.Kc4 e4 46.Kd4 Bc2 47.a3 Kc8 48.Ke3 Bd3 49.Kf4 Kb7 50.Kg5 Bc4 51.Kh6 {Es sieht so aus, als ob Weiss doch noch etws Gewinnbringendes aus dem Endspiel gemacht hat. Doch ist alles nur Schall und Rauch.} 51...Be6 {Droht ...Kxb6} 52.Ba5 Ka6 53.Bd2 Kb7 54.Kxh7 Bf5 55.Ba5 Ka6 56.Bc3 Kb7 57.Be5 e3 58.g4 {Ein letzter erfolgloser Versuch.} 58...Bxg4 59.Kxg6 e2 60.Bg3 Bh3 61.Kg5 Kc8 62.Kf4 Kxc7 63.Kf3+ Kd7 64.Kxe2 Ke6 65.Kf3 Kf5 {Erst jetzt darf man mit gutem Gewissen die Partie als Remis abbrechen. Der schwarze König hält den h-Bauern auf und der a4-Bauer ist unverwundbar. Ferner könnte Schwarz mit seinem König auch an den Damenflügel und gar seinen Läufer gegen den h-Bauer opfern, weil Weiss schlussendlich mit dem falschen Läufer verbleibt, der das Feld a8 nicht beherrscht.} 1/2-1/2

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.25"]
[Round "5"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "B06"]
[EventDate "2016.08.25"]

{Der letzte Fehler verliert ... dieses Mal für Super Constellation. So steht es nach 5 Partien 2,5 - 2,5}
1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 a6 6.a4 g6 7.Be2 Bg7 {Schwarz letzter Buchzug} 8.O-O {Weiss letzter Buchzug} 8...O-O 9.f4 Nc6 {Bislang sind beide Programme noch gängigen Theoriepfaden gefolgt.} 10.Nxc6 $6 {Fragwürdig, weil Weiss nur das gegnerische Zentrum stärkt und dem Gegner die b-Linie öffnet, dafür aber einen gut postierten Springer abtauscht. Der Normalzug hier ist 10.Le3} 10...bxc6 11.Be3 Rb8 12.b3 {Und schon kann von weissem Vorteil keine Rede mehr sein. } 12...d5 $6 {Das erlaubt unnötigerweise den folgenden Bauernvorstoss, wonach der schwarze Springer zurück muss.} 13.e5 Ne8 14.Ba7 Rb7 15.Qd4 $6 {Ein typischer Excellence-Zug, der alles andere als nachhaltig ist, wird die Dame doch bald wieder den Rückzug antreten müssen.} 15...Nc7 16.Qe3 $6 {Leitet Verwicklungen ein, die nur dem Gegner zugute kommen. Ein Feld weiter zurück nach f2 war jedenfalls besser.} 16...Ne6 {Droht die Gabel d5-d4.} 17.Bxa6 {Excellence macht aus der Not eine Tugend, weil 17.Tad1 Dc7! für Weiss schlecht ausgeht.} 17...d4 ( 17...Rxa7 18.Qxa7 Qa5 19.b4 Qxa6 {-/+ ist gar noch etwas stärker} ) 18.Bxd4 Qxd4 19.Qxd4 Nxd4 20.Bxb7 Bxb7 21.Rad1 {Aktives Spiel: Weiss möchte auf die 7. Reihe eindringen.} 21...c5 {Erstaunlicherweise bedient sich Schwarz nicht mit Sxc2.} 22.Nb5 {Keine sehr gute Idee, aber offenbar will Weiss den die d-Linie hemmenden Springer beseitigen.} 22...Nxb5 {Schwarz revanchiert sich mit diesem unbedachten Tausch, der zugunsten von Weiss ist. 22...Se1+ hätte noch leichten Vorteil für Schwarz ergeben.} 23.axb5 {Schwarz leidet an seinem eingesperrten Lg7, dem schwachen c5-Bauer und dem gegnerischen Besitz der d-Linie.} 23...Be4 24.Rd2 {Stärker sofort 24.c4 +/-} 24...Rb8 $2 {Schlecht: der weisse Bauer wollte so oder so nach c4. Schwarz hätte unbedingt versuchen sollen, das Zentrum mit f7-f6 aufzubrechen.} 25.c4 Kf8 26.Rfd1 Ke8 27.Kf2 Bf5 {Auch hier war 27...f6 eine zweckmässige Option.} 28.Rd5 Rc8 $2 {Auf die Gefahr, mich zu wiederholen. Eigentlich war hier 28...f6 bereits erzwungen. Nach dem Textzug geht es im Schnellzugtempo bergab.} 29.b6 $1 {Excellence lässt sich nicht zweimal bitten, seinen Freibauern in Marsch zu setzen und auf diese Weise eine Gewinnstellung zu erlangen.} 29...e6 30.Rd7 Be4 31.b7 Bxb7 {Dieses Figurenopfer ist erzwungen.} ( 31...Rb8 32.Rd8+ Rxd8 33.Rxd8+ Kxd8 34.b8=Q+ ) 32.Rxb7 Bh6 33.Rdd7 {Zwei Türme auf der 7. Reihe hat schon Nimzowitsch als unverdaulich für den Gegner propagiert.} 33...Rb8 34.Re7+ Kf8 ( {Das scheinbar bessere} 34...Kd8 {ist schlechter} 35.Rbd7+ Kc8 36.Ra7 {droht Matt mit Te8} 36...Kd8 37.Rxf7 Ke8 38.Rae7+ Kd8 39.Rxh7 {usw.} ) 35.Rxf7+ Kg8 36.Rxb8+ Kxf7 37.Rb7+ {Drängt den König auf die 8. Reihe zurück. Der Rest wird nur noch der guten Ordnung halber gespielt.} 37...Kg8 38.Kf3 Bf8 39.Kg4 h6 40.Rc7 Kh8 41.Rc6 Kg8 42.Rxe6 Kf7 43.Rf6+ Kg7 44.Kf3 Be7 45.Ra6 Kf7 46.Ke4 Kg7 47.g4 Bh4 48.f5 gxf5+ 49.gxf5 Kg8 50.Rxh6 Be7 51.Kd5 Bf8 52.Rg6+ Kh8 {Schwarz gibt auf} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.26"]
[Round "6"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.08.26"]

1.e4 e5 {Beide Programme laufen unter dem "Multi Emulator Super System 0.175"} 2.Nc3 Nf6 3.f4 d5 4.fxe5 Nxe4 5.d3 Nxc3 6.bxc3 d4 7.Nf3 Nc6 8.cxd4 ( 8.Be2 Bc5 9.O-O dxc3+ 10.Kh1 O-O 11.Qe1 {ist die unklare Hauptvariante} ) 8...Bb4+ 9.Bd2 Bxd2+ 10.Qxd2 Nxd4 11.c3 Nxf3+ 12.gxf3 {Weiss letzter Buchzug} 12...Qh4+ {Schwarz letzter Buchzug} 13.Qf2 Qf4 14.d4 ( 14.Qg3 Qe3+ 15.Be2 {ist die Normalvariante mit den Fortsetzungen 15...0-0 oder 15...Lf5 oder 15...g5 mit allgemein wenig ermutigenden Resultaten für Weiss.} ) 14...O-O {Schwarz steht recht komfortabel. Er ist schon fast vollständig entwickelt und kann mit f7-f6 das weisse Zentrum aufbrechen und dann auf der halb-offenen f-Linie Druck machen. Weiss hat noch nicht rochiert - die lange Rochade ist ihm zur Zeit verwehrt - und er müsste zur passiven Aufstellung mit Lg2 greifen, um die kurze Rochade anzustreben, aber nach 15.Lg2 f6! stünde Weiss bereits vor grossen Problemenn. Und die Entwicklung des Läufers nach e2, d3 oder c4 trifft auf Lc8-g4, wonach Weiss erneut nicht rochieren könnte. Kurzum, Weiss steht vor einem Dilemma und müsste vielleicht zur radikalen Methode mit 15.Dd2 greifen, den f3-Bauern geben, um mit Tempo Lg2 zu antworten und hernach lang zu rochieren.} 15.Bc4 ( 15.Qd2 Qxf3 16.Bg2 Qf5 17.Rf1 Qxf1+ ) ( 15.Bg2 f6 16.exf6 ) 15...Be6 {Eine beachtenswerte Alternative ist 15...Lh3} 16.Bxe6 fxe6 17.O-O {Unter Zulassung von positionellen Konzessionen ist es Super Constellation doch noch gelungen, die Rochade auszuführen} 17...c5 {Der logische Angriff auf das weisse Zentrum.} 18.Rad1 Rad8 {Der schwarze Vorteil mit Druck auf die Bauernschwächen d4 und f3 ist unbestreitbar.} 19.Kh1 cxd4 20.cxd4 b6 21.a3 {Unterstreicht die Hilflosigkeit von Weiss, der nur zuwarten kann, auf welche Art und Weise der Gegner gedenkt, seine Stellung zu verstärken. Das ist zwar keine leichte Aufgabe, aber durch geduldiges Lavieren, z. B. einen Turm nach d5, den anderen Turm via c8 nach c4 und schliesslich den Vormarsch der Bauernmajorität am Damenflügel durch b6-b5 usw., wäre Weiss wohl bald nicht mehr imstande gewesen, seine Stellung zusammenzuhalten.} 21...Rc8 {?! Gibt den Druck gegen d4 auf und erleichtert das gegnerische Spiel.} 22.Rd3 {?! Verpasst die gute Chance für Vereinfachungen mit 22.d5!} 22...Qf5 23.Qd2 Rf7 24.f4 Rfc7 {?! Verpasst die starke Fortsetzung 24...De4+, was wohl der Anfang vom Ende gewesen wäre.} ( 24...Qe4+ 25.Kg1 Rd8 26.Rf2 h6 27.h3 ) 25.Qe3 Rc2 {?! Reumütige Rückkehr eines Turms auf die d-Linie war angezeigt.} 26.Rb3 {?! Auch Weiss ist nicht auf der Höhe, ansonsten er die günstige Gelegenheit für den befreienden Durchbruch 26.d5 nicht hätte vorübergehen lassen.} 26...Qf7 {?! Dieses Mal ist es Excellence, der die starke Erwiderung 26...Ta2! -/+ ausser acht lässt.} 27.Rd3 b5 28.Qf3 {Interessant ist 28.d5} 28...a5 29.Rb3 ( 29.d5 {! sichert Weiss auch hier den Ausgleich nach} 29...exd5 30.Qxd5 Qxd5+ 31.Rxd5 ) 29...Qd7 {Deckt den b5-Bauer und verhindert den Durchbruch d4-d5.} 30.Rd3 b4 31.axb4 axb4 32.d5 {Endlich entschliesst sich Weiss für diesen wichtigen Befreiungsschlag.} 32...R8c3 {Nur mit ...exd5 konnte Schwarz noch etwas Vorteil retten.} 33.Rfd1 {Wer würde hier nicht automatisch 33.d6 spielen, was gut wäre.} 33...Rxd3 34.Qxd3 {? Ein dummer Zug, der zum Verlust führen sollte. Stattdessen konnte Weiss mit 34.Txd3 ungefähren Ausgleich erzielen.} 34...Qxd5+ 35.Qxd5 exd5 36.Rxd5 Kf7 $4 {?? Unglaublich, dass der sonst Freibauern süchtige Fidelity Excellence an dieser Stelle den Gewinn bringenden Vorstoss ...b4-b3 verpasst.} 37.Rb5 Rc4 38.f5 Rf4 39.Rb7+ Ke8 40.f6 ( 40.Rxg7 Rxf5 41.Rxh7 Rxe5 {ist =} ) 40...gxf6 41.exf6 h5 42.Kg2 Rxf6 43.Rxb4 {Nach 6 Partien steht es also 3:3 und man darf gespannt sein, wer in diesem Match schliesslich die Oberhand haben wird.} 1/2-1/2

[Event "Exc316-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.28"]
[Round "7"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[WhiteElo "1920"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "C45"]
[EventDate "2016.08.28"]

1.e4 e5 {Beide Programme laufen unter dem "Multi Emulator Super System 0.175"} 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Bc5 4.d3 Nf6 5.O-O d6 {Schwarz letzter Buchzug} 6.Nc3 {Weiss letzter Buchzug} 6...O-O 7.Na4 Na5 8.Nxc5 Nxc4 9.dxc4 dxc5 {Nach der langweiligen Eröffnung ist ein ausgeglichenes Mittelspiel entstanden.} 10.Qxd8 Rxd8 11.Bg5 $5 {Ein logischer Entwicklungszug: die Drohung Sxe4 wird aufgehoben und der e5-Bauer bleibt unter Angriff.} 11...h6 12.Bh4 {Überraschend, dass Weiss darauf verzichtet, dem Gegner die Königsstellung zu zerschlagen mit Lxf6.} 12...g5 13.Bg3 Nxe4 14.Bxe5 Nd2 15.Bxc7 Nxf3+ 16.gxf3 {Nun ist es gar Weiss, der eine arg zersplitterte Königsstellung aufweist.} 16...Rd2 {Von diesem gut aussehenden Eindringen seines Turms auf die 2. Reihe hat sich Super Constellation zuviel versprochen. Weiss ist nämlich nicht gezwungen, den c-Bauern zu schützen und damit einen Turm passiv aufzustellen.} 17.Rfd1 $1 {Aktivität im Turmendspiel ist wichtig.} 17...Rxc2 {?! Schwarz begibt sich auf einen gefährlichen Pfad.}
( 17...Rxd1+ 18.Rxd1 Bf5 19.Rd2 Re8 20.f4 g4 $14 )
18.Rd8+ Kg7 19.Re1 {Angescihts der Drohung Te1-e8 mit Figurengewinn ist man geneigt, an die baldige Partieaufgabe des Schwarzen zu denken. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht.} 19...Rxc4 20.Ree8 $2 {Erstaunlicherweise ist dieser natürlich scheinende Turmzug auf die 8. Reihe ein Fehler, wonach der Vorteil an Schwarz über geht. Die Widerlegung liegt offenbar über dem Rechenhorizont von Excellence.} 20...Bh3 $1 {Befreit auf einen Schlag seinen Ta8 und droht Matt mit dem Turm auf c1. Von Figuenverlust für Schwarz ist also nichts übrig geblieben.} 21.Be5+ f6 $6
( {Nach} 21...Kh7 $1 22.Rh8+ Kg6 23.Bc3 Rxd8 24.Rxd8 b5 {hat Schwarz wegen der unabwendbaren Drohung b5-b4, allenfalls noch unterstützt durch a7-a5, eine Gewinnstellung, weil Weiss grossen Materialnachteil nicht wird verhindern können.} )
22.Rg8+ Kf7 23.Rgf8+ Ke6 24.Rfe8+ Kf5 25.Bc3 {Wendet das Matt ...Tc1 ab.} 25...Rxd8 26.Rxd8 Ra4 $2 {Schade, denn wiederum hätte 26...b5 die Partie zugunsten von Schwarz entschieden.} 27.a3 Kf4 28.Rd6 Kxf3 29.Rd3+ Kg4 30.Bxf6 b5 {Endlich folgt dieser Vorstoss, aber zu spät, um Weiss in Verlegenheit zu bringen.} 31.Be5 Kh4 32.f3 Kh5 33.Rd6 Bf5 34.Kf2 {Es riecht schon gewaltig nach Remis.} 34...c4 35.h4 {Interessanter Vorstoss, denn Schwarz darf den Bauer nicht nehmen.} 35...b4
( {a)} 35...Kxh4 36.Rxh6# )
( {b)} 35...gxh4 36.Bf4 {droht Txh6 Matt} 36...Bg6 37.Rd5+ Bf5 38.Rxf5+ $18 )
36.axb4 Rxb4 {Die restlichen Züge bis zum Abbruch durch Remis erfordern keine Kommentare.} 37.hxg5 Kxg5 38.Bd4 Kf4 39.Rxh6 Rb7 40.Rh4+ Kg5 41.Kg3 Rc7 42.Be3+ Kf6 43.Rh6+ Bg6 44.Kg4 a6 45.f4 Rh7 46.Bd4+ Kf7 47.Rxh7+ Bxh7 48.f5 Ke7 49.Kg5 a5 50.Kf4 Kf7 51.Kg4 Ke7 52.Kg5 a4 {Somit steht der Wettkampf nach 7 Partien mit 3,5 : 3,5 immer noch ausgeglichen. Die sechsfach erhöhte Geschwindigkeit von Super Constellation scheint sich auszuzahlen.} 1/2-1/2

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.29"]
[Round "8"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.08.29"]

1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Nf3 g5 4.h4 g4 5.Ne5 Nf6 6.d4 {Weiss letzter Buchzug} 6...Bg7 7.Bc4 d5 {Schwarz letzter Buchzug} 8.exd5 Nxd5 9.O-O Be6 10.Bxd5 Qxd5 11.Bxf4 {?! Dass ein Schachprogramm die Gelegenheit nicht nutzt, um mit 11.Sc3 mit Angriff auf die Dame ein Tempo für die Entwicklung zu gewinnen, ist seltsam.} 11...Nc6 {Schwarz macht es besser und entwickelt den Springer nun seinerseits mit Tempogewinn wegen des Doppelangriffs auf den d4-Bauer.} 12.Nxc6 Qxc6 13.c3 O-O-O {Mit seinem kleinen Vorsprung in der Entwicklung und dem Läuferpaar steht Schwarz bereits etwas komfortabler. In wenigen Zügen wird sich infolge einiger kleiner Ungenauigkeiten von Schwarz die Stellung im ungefähren Gleichgewicht bewegen.} 14.Bg5 Rde8 15.Na3 Kb8 ( 15...f5 $15 ) 16.Bf6 Bxf6 17.Rxf6 h5 18.Nc2 Qe4 19.Qd2 g3 {Engt den weissen König unangenehm ein mit Angriff auf den h4-Bauer.} 20.Rf4 Qg6 21.b3 Bf5 22.Ne3 Bb1 {Will den weissen Turm im Käfig lassen.} 23.Nd5 Re6 24.Rf1 Be4 25.Nf4 {Nun steht es etwa =} 25...Qh6 $6 {Übergibt den Vorteil wieder an Weiss.} ( 25...Qg4 26.Nxe6 Qxh4 27.Rxf7 Bg6 28.Rg7 Qh2+ 29.Kf1 Qh1+ 30.Ke2 Qxg2+ 31.Kd1 ( 31.Ke3 $4 Qe4# ) 31...Qf1+ 32.Qe1 Qd3+ 33.Qd2 Qf1+ 34.Qe1 Qd3+ 35.Qd2 Qf1+ {Remis 3x} ) 26.Rae1 {Der weisse Springer ist gefesselt, denn nach einem Wegzug geht die ungedeckte weisse Dame auf d2 verloren.} 26...Bf5 $6 ( 26...Ree8 ) 27.Re2 {Schade, denn 27.Te3! hätte den weissen Vorteil gefestigt.} 27...Ree8 $6 {Verpasst den Ausgleich durch 27...Df6 und der Idee ...Dxh4 usw.} 28.Nd5 $6 {Erneut nutzt Weiss seine Chance nicht, um mit 28.Te3 +/- zu erreichen.} 28...Qxd2 29.Rxd2 Bg6 30.Nf6 Re3 31.c4 Kc8 {Das Spiel hat sich verflacht. Der Sf6 steht dort stark, ist aber insofern gefährdet, als Schwarz droht, diesen durch Th8-d8-d6 und dann Te3-e6 zu erobern. Lästig platziert ist der schwarze Turm auf e3, den Weiss deshalb beseitigen sollte durch 32.Tf3, was zur dreifachen Zugwiederholung führt, falls Schwarz mit ...Te1+ antwortet.} 32.d5 {Diesen Vorstoss kann sich Weiss gerade noch leisten.} ( 32.Rf3 Re1+ 33.Rf1 Re3 34.Rf3 Re1+ 35.Rf1 Re3 36.Rf3 {Remis 3x} ) 32...Rd8 33.Rfd1 $2 {Aber das ist fehlerhaft und hat Materialverlust zur Folge. Wenn Weiss auf die Remisvariante Tf3 Te1+, Tf1 Te3 usw. verzichten wollte, hätte er zum zweischneidigen 33.c5 greifen müssen, um das gegnerische Td8-d6 zu verhindern.} 33...Rd6 {Der weisse Springer hat nun kein Rückzugsfeld mehr.} 34.Rf1 {erzwungen} 34...Bd3 $1 {Die Pointe dieses Zuges besteht darin, dass Weiss mit seinem f-Turm die erste Reihe wegen ...Te1 -+ nicht verlassen darf. Deshalb der sofortige Doppelangriff auf den Ld3 mit} 35.Rfd1 Bf5 {... aber nun hängt der Springer endgültig in der Luft und geht verloren. Immerhin kriegt Weiss noch zwei Bauern für die Figur nach} 36.Nxh5 Bg4 37.Rd3 Bxh5 38.Rxe3 Bxd1 39.Rxg3 {Dieses Endspiel ist mit grösster Wahrscheinlichkeit gewonnen für Schwarz.} 39...c6 {Viel besser dünkt mich 39...Ta6 und Weiss bekommt Probleme.} 40.dxc6 Rxc6 41.Rd3 $2 {Sicher falsch, weil nach} 41...Bg4 {die weissen Bauern am Königsflügel gestoppt sind und Schwarz in aller Ruhe seine Stellung wird verstärken können.} 42.Rd4 f5 43.Rd2 Re6 44.Kf2 b6 45.Kg3 Re4 46.Kf2 ( 46.c5 {versprach mehr Widerstand} 46...Kc7 ( 46...bxc5 47.Rc2 Kb7 48.Rxc5 ) 47.cxb6+ axb6 {obwohl Weiss noch immer ums Überlegen kämpfen muss.} ) 46...f4 $6 {Fragwürdig und mti dem grossen Nachteil behaftet, dass dieser vorgestossene Bauer leicht angreifbar bleibt. Nichts sprach gegen 46...Kc7, was die "Drohung" c4-c5 entschärft.} 47.Kf1 Re5 48.Rd4 Rf5 {Fidelity Excellence hat es "geschafft", seinen Turm in eine bedeutend passivere Stellung zu bringen.} 49.b4 Bh5 50.Ke1 Bf7 51.Kf2 Be6 52.Kf3 Bd7 53.g4 $6 {Unglaublich: Gerade hier, als Weiss durch die Beseitigung eines wichtigen Bauern das Remis in der Tasche hat, verfällt Novag Super Constellation auf diese recht fragwürdige Idee. Was hat das Programm wohl davon abgehalten, einfach mit 53.Txf4 zuzuschlagen?} ( 53.Rxf4 Bc6+ 54.Kg4 Rxf4+ 55.Kxf4 Bxg2 56.h5 Bf1 57.h6 Bd3 58.Ke5 Kd7 59.Kd4 Bh7 60.c5 b5 61.Ke5 ) 53...fxg3+ 54.Kxg3 Re5 {Nun ist es bereits fraglich, bzw. schon fast klar, dass die beiden Kontrahenten in der Lage sind, solche Stellungen zu gewinnen. Es beginnt ein langwieriges Hin- und Hergeschiebe.} 55.Kf3 Kc7 56.Kf4 Rh5 57.Kg3 a6 58.a3 Rf5 59.Rd3 Re5 60.Kf4 Rh5 61.Kg3 Be6 62.Rd4 Re5 63.Kf4 Rf5+ 64.Kg3 a5 $6 {Bauern zu tauschen, ist hier nicht der richtige Weg. Durch 64...Tf1 konnte Schwarz einen chancenreichen Gewinnversuch unternehmen.} 65.Kg2 Re5 66.Kf3 Bd7 67.Kf4 Rf5+ 68.Kg3 a4 69.Rd3 Re5 70.Kf4 Rh5 71.Kg3 Rf5 72.Rd1 Re5 73.Kf4 Rh5 74.Kg3 Bc6 75.Rd4 Rf5 76.Rd3 Re5 $1 {Bringt Weiss in Bedrängnis. So darf der weisse Turm nicht auf die 4. Reihe wegen ...Te3+ nebst ...Txa3, während der weisse König ebenso wenig auf die 4. Reihe darf wegen ...Te4+ nebst ...Txc4.} 77.Rc3 {Fast immer dann, wenn man im Endspiel passiv spielen muss, ist das der Anfang vom Ende.} 77...Kd6 78.Kf4 Be8 $2 {Eine schlechte Wahl, die dem Gegner den Turmtausch ermöglicht, wonach ein schwarzer Gewinn wohl nicht mehr realisierbar ist. Auf jeden Fall viel besser war 78...Te4+} 79.Rd3+ Ke6 80.Rd8 ( 80.Re3 Rxe3 81.Kxe3 Ke5 82.c5 bxc5 83.bxc5 $10 {ist Remis} ) 80...Rf5+ 81.Kg3 Bc6 82.Kg4 Bf3+ 83.Kg3 Bb7 84.Kg4 Rf6 85.c5 {Weshalb nicht 85.Kg5, denn Freibauern sollte man unterstützen.} 85...bxc5 86.bxc5 Rf3 $2 {Erneut greift Schwarz fehl. Mit 86...Lf3 oder 86...Ke5 begäbe man sich auf die Gewinnbahn.} 87.h5 Rxa3 88.h6 {Dieser vorgedrungene Bauer sichert das Remis.} 88...Bf3+ 89.Kf4 Bd5 $4 {Ein äusserst unglücklicher Läuferzug, der die Partie sogar noch verliert, weil diese Figur dem schwarzen König das Feld d5 verwehrt.} 90.h7 Rh3 91.h8=Q Rxh8 92.Rxh8 {Gemäss den Lomonosov_7-Steinern setzt Weiss bei bester Verteidigung nun Matt in 47 Zügen.} 92...a3 93.Rh6+ Kf7 94.Ke5 a2 95.Ra6 Bb3 96.c6 Ke8 97.Kd6 Kf7 98.c7 Be6 99.Rxa2 Bc8 100.Ra8 Bb7 101.Rb8 Ba6 102.Kc6 Ke6 103.Rb7 Bxb7+ 104.Kxb7 Kd5 105.c8=Q {Zwischenstand nach 8 Partien: 4,5 - 3,5 für Super Constellation.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.08.30"]
[Round "9"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "C45"]
[EventDate "2016.08.30"]

1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 b6 4.e3 Bb7 5.Bd3 Be7 6.Nc3 d5 7.O-O O-O 8.b3 c5 9.Bb2 Nc6 {Schwarz letzter Buchzug} 10.Rc1 {Weiss letzter Buchzug} 10...Nb4 ( 10...cxd4 11.exd4 Nb4 12.Bb1 Rc8 13.Ne5 Nc6 {1/2-1/2 (17) Gelfand,B (2700)-Kramnik,V (2740), Novograd 1997} ) 11.Ne5 $6 {Ein strategisches Missgeschick, denn Weiss gibt seinen starken Ld3 her und geht seines Läuferpaars verlustig. Dieser hätte sich nach b1 zurückziehen sollen. Später lässt sich der schwarze Springer mit a3 wieder zurückdrängen.} 11...Nxd3 12.Qxd3 Rc8 {Schwarz hat von der Eröffnung her eine gleichwertige Stellung erreicht. Trotz der scheinbaren Einfachheit sind solche Positionen äusserst tricky zu spielen, müssen doch stets alle denkbaren Optionen im Zentrum (cxd5, dxc5 von Weiss und cxd4, dxc4 von Schwarz) berücksichtigt werden. Weitere oftmals schwer zu lösendes Probleme sind die Fragen, wo man beidseits die Türme hinstellen soll und wann die Figuren auf die Vorpostenfelder e5/e4 gebracht und wie sie dort gehalten sowie ob/wie man deren Tausch vornehmen soll.} 13.f3 Ba6 14.Nb5 Bxb5 $6 {Ein fragwürdiger Tausch unter Aufgabe des Läuferpaars.} 15.cxb5 Bd6 {Nun steht Weiss besser, aber ...} 16.f4 $6 {... mit diesem unbedachten Vorstoss, der das Feld e4 schwächt bzw. für Schwarz stark macht, wirft Weiss seinen Vorteil weg, der mit 16.Sc6 gefestigt werden konnte, zumal der Gegner mit einem einigermassen lahmen Läufer sitzen bliebe.} 16...Ne4 $6 {Schwarz revanchiert sich. Dabei konnte er mit 16...Lxe5 den weissen Springer im Zentrum beseitigen und nach 17.fxe5 Se4 seinen Springer auf das optimale Vorpostenfeld e4 bringen, einen Springer, der sich übrigens nicht mehr vertreiben liesse. Hernach stünde Schwarz ohne Zweifel spürbar besser.} 17.Nc6 {Hier hat der Springer keine echte Perspektive. Weiss hätte stattdessen den Rückzug 17.Sf3 vorziehen sollen mit der Idee, das schwarze Ross durch später Sf3-d2 zur Klärung zu zwingen.} 17...Qd7 18.dxc5 Nxc5 {Der das Zentrum stärkende Tausch 18...bxc5 verdient den Vorzug.} 19.Qe2 Ne4 20.Ne5 Qb7 ( 20...Bxe5 21.Bxe5 {kam erneut in Frage, denn nach} 21...f6 22.Bb2 {ist Schwarz in Vorteil, obwohl es nicht leicht sein dürfte, diesen Vorteil auszubauen.} ) 21.Nc6 Rfe8 22.b4 {Ein starker Zug, der a) den gegnerischen Figuren das schöne Feld c5 nimmt und b) die Option offen lässt für eine spätere Aufrollaktion am Damenflügel mit a2-a4-a5.} 22...Rc7 23.Qg4 {Mit Mattdrohung Dxg7, die jedoch leicht abzuwehren ist. Die Aufstellung der eigenen Figuren berücksichtigend, hätte Weiss jedoch besser die in der vorherigen Anmerkung mögliche Aktion am Damenflügel mit 23.a4 gestartet. Nach dem Textzug hat Schwarz vier Möglichkeiten, das Matt abzuwehren, nämlich Lf8/f6/f5/g6 und welche Methode die beste ist, lässt sich so einfach nicht entscheiden. In solchen Stellungen versinke ich normalerweise für 20 Min. in den "Tiefschlaf". Ein GM mit seiner grossen Erfahrung müsste in der Lage sein, einen raschen Entscheid zu fällen.} 23...f5 24.Qh4 ( 24.Qe2 ) 24...a6 {Plötzlich wird Schwarz am Damenflügel aktiv.} 25.Qh5 Rec8 26.a4 Nd2 {Da Schwarz nach der weissen Antwort wieder zurück nach e4 geht, erweist sich dieser Springerzug als nutzlos und nur Zeit verschwendend. Oder wollte Super Constellation das ungefährliche gegnerische Manöver Tf1-f3-h3 verhindern?} 27.Rfd1 Ne4 28.Ra1 {Es wäre interessant zu erfahren, ob Schwarz nach 28.Tf1 die Zugwiederholung gewählt hätte.} 28...axb5 $6 {Dem Gegner die a-Linie zu öffnen, ist keine gute Idee.} 29.axb5 Ra8 {Schwarz muss sich gegen die Verdoppelung der weissen Türme auf der a-Linie stemmen.} 30.Rxa8+ Qxa8 31.Bd4 Rb7 32.Rb1 {Unerklärlich, dass Weiss darauf verzichtet, durch 32.Ta1 mit Tempogewinn die a-Linie zu besetzen.} 32...Qf8 33.Qe2 Kh8 34.Qa2 Bc7 35.Ra1 h6 36.Qa6 {In wenigen Zügen hat sich die weisse Stellung massgeblich verbessert. Der Druck am Damenflügel ist gewaltig und es ist schon fraglich, ob eine Rettung noch möglich ist.} 36...Nd6 {Mehr Widerstand leistet 36...Dc8, ohne am Endresultat allerdings etwas zu ändern.} 37.Bb2 ( {Sofort gewinnt} 37.Be5 Qc8 38.Bxd6 Bxd6 39.Nd8 {hat Excellence dieses Ablenkungsopfer übersehen?} 39...Qxd8 40.Qxb7 $18 ) 37...Kh7 38.Be5 Qc8 39.Rc1 Nc4 {Jetzt kann Schwarz wieder aufatmen, ist doch der weisse Vorteil auf ein Minimum geschmolzen.} 40.Ne7 Qb8 41.Nc6 Qc8 42.Bd4 Nd6 $6 {Nach dem besseren 42...Ld6 könnte der Kampf noch lange dauern.} 43.Rc2 {Dieser Wartezug verdirbt nichts.} 43...Qe8 $2 {Während mit 43...Sc4 noch durchaus Widerstand möglich war, geht es nach dem fehlerhaften Textzug rasch Richtung Partieverlust.} 44.Be5 {Mit der Drohung Lxd6 Lxd6, Dxb7, so dass die direkte oder indirekte Deckung des b7-Turms zwingend ist.} 44...Qf7 {Schwarz ist in eine Art Zugzwang geraten. Wegen der Möglichkeit Lxd6 - beseitigt die Deckung des b7-Turms - muss dieser Turm dauernd geschützt bleiben, was nur durch die schwarze Dame auf der 7.Reihe oder auf dem Feld c8 funktioniert. Der schwarze Turm hat keinen Zug, ebenso wenig darf sich der Springer auf d6 bewegen. Es bleiben also noch der Läuferzug nach b8 und Wartezüge mit dem König oder den Bauern. Und das alles kann Weiss gewinnbringend ausnutzen.} 45.Nd4 ( 45.Rc1 {Idee Lxd6 Lxd6, und Springergabel Sd8} 45...Qd7 46.h3 h5 47.Kh2 h4 48.Kg1 ) 45...Bb8 46.Qa8 Qd7 $2 {Das verliert.} ( {Rettung bringt überraschend} 46...Ra7 47.Qc6 ( 47.Qxb8 $2 Ra1+ 48.Kf2 Ne4+ 49.Ke2 Qg6 {und Weiss wird bald Matt} ) 47...Qh5 48.Bxd6 Bxd6 49.Qxd6 Ra1+ 50.Kf2 Qh4+ 51.Ke2 Qg4+ 52.Kf2 Qh4+ ) 47.Rf2 $2 {Weiss kann sein Glück noch nicht fassen und wählt den falschen Weg.} 47...Bc7 48.Qa6 Bb8 49.h3 Nc4 50.Nxe6 Qxe6 51.Qxb7 Bxe5 52.fxe5 Qxe5 {Die interessante Abwicklung der letzten Züge hat zum Ausgleich geführt.} 53.Qc6 Nxe3 54.Qxb6 Qa1+ 55.Kh2 Nf1+ 56.Rxf1 Qxf1 57.Qc5 d4 58.Qxd4 Qxb5 59.Qc5 Qb8+ $6 {Schade, denn 59...Dd3 sichert das Remis auf einfache Art und Weise.} 60.Kg1 g6 $4 {Noch konnte Schwarz mit 60...Df4 den Kampf um ein mögliches Remis aufnehmen. Der Textzug hingegen ist ein grosser Fehler, der die Partie endgülltig ruiniert. Dies deshalb, weil die weisse Dame - sobald der Bauer bis nach b6 vorgerückt ist - nun einen Stützpunkt auf c7 hat, um der gegnerischen Dame die rettende Diagonale b8-h2 streitig zu machen.} 61.b5 Qg3 62.b6 Qe1+ 63.Kh2 f4 64.Qc7+ Kg8 65.Qxf4 Qb1 66.Qc7 {Dank der Beherrschung der Diagonale b8-h2 ist Schwarz machtlos und kann dem weissen König keine Schachgebote bieten.} 66...Qe4 67.b7 Qb4 68.b8=Q+ Qxb8 {Schwarz gibt auf. Zwischenstand nach 9 Partien somit 4,5 : 4,5.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.01"]
[Round "10"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.09.01"]

{Gespielt unter dem "Multi Emulator Super System" v0.175"}
1.e4 e6 {Diesen Eröffnungszug habe ich dem Excellence "aufgezwungen", was in der nächsten Partie umgekehrt passieren wird. Damit soll etwas Abwechslung entstehen.} 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 {Schwarz letzter Buchzug} 4.e5 Ne7 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 {Weiss letzter Buchzug} 6...O-O 7.Nf3 {Stärker verbreitet ist 7.Ld3} 7...f6 ( {Dass} 7...c5 {die übliche Methode ist, gegen den weissen Aufbau zu kämpfen, verschliesst sich natürlich der Denkweise der damaligen Computergeneration.} 8.Bd3 h6 9.O-O ) 8.exf6 Rxf6 9.Bd3 Nbc6 {9...c5 ist natürlich auch in der gegebenen Situation die richtige Wahl. Die Springerentwicklung ohne den vorgängigen Vorstoss c7-c5 überlässt Schwarz fast immer eine zu passive Stellung. } 10.Bg5 Rf8 11.O-O Qd6 {Möchte Fidelity Excellence seine Stellung mit e6-e5 befreien [was eine gute Idee ist] oder geschieht das Damenmanöver aus anderen Gründen. Wir wissen es nicht.} 12.c4 dxc4 $6 {Überlässt Weiss zuviel Aktivität, weshalb 12...b6 - was c5 verhindert und den Bauer im Hinblick auf eine kommendes Tb1 von Weiss vorsorglich deckt - besser ist.} 13.Bxc4 Bd7 14.Rb1 {Kein Fehler, aber effektiver ist 14.Te1 mit Druck auf der e-Linie.} 14...Na5 {"Springer am Rand ist eine Schand" trifft hier zu. Vernünftiger waren 14...Sd5 oder auch 14...b6, um den b-Bauer zu decken.} 15.Bd3 Nd5 {Droht nicht mal die Gabel ...Sc3, weil dann Lxh7+ Kxh7, Dd3+ Kg8, Dxc3 einen Bauern gewinnt. Die weisse Stellung ist klar vorteilhaft dank besser postierten Figuren, dem Läuferpaar, der gesünderen Bauernstruktur und dem Raumvorteil.} 16.Qd2 {Stärker war 16.Se5 +/-} 16...b6 17.c4 Nf6 18.c5 {Das ist möglich, weil 18...bxc5? 19.Dxa5 zu weissem Figurengewinn führt.} 18...Qd5 19.Qc2 {Die Doppeldrohung Lxf6 gefolgt von Lxh7+ und/oder Le4 mit Qualitätsgewinn lässt sich nicht parieren.} 19...h6 $6 {Besser 19...Lc6, was den Schaden in Grenzen hält.} 20.Bxf6 gxf6 21.Bh7+ {Dieses eingeschobene Läuferschach ist überflüssig und direkt 21.Le4 besser.} 21...Kh8 22.Be4 Ba4 23.Qd3 Qh5 24.Bxa8 Rxa8 {Schwarz hat für die fehlende Qualität keine Kompensation.} 25.Qe3 Bc2 $6 {Auf c6 stünde der Läufer besser.} 26.Qxe6 Bxb1 27.Qxf6+ Kh7 28.Rxb1 {Die von Weiss gewählte Abwicklung hat ihm 2 Mehrbauern beschert, was dem Partiegewinn gleichkommt.} 28...Re8 ( 28...bxc5 {Dieser vermeintlich Rückgewinn eines Bauern verliert sofort wegen} 29.Re1 {+-} ) 29.Qf4 Re7 30.Re1 Rg7 31.Qe4+ Qg6 ( 31...Kh8 $2 {verliert rasch nach} 32.Ne5 $1 {und die Engines sehen sich mindestens mit +5.00 im Vorteil, z. B.} 32...c6 33.g3 bxc5 34.dxc5 Qe8 35.Qb4 Nb7 36.Qc3 Nd8 37.Ng4 Qf7 38.Nxh6 {usw.} ) 32.Qxg6+ {Nach dem Damentausch ist jegliches Gegenspiel von Schwarz verhindert.} 32...Rxg6 33.Re7+ Rg7 34.Rxg7+ Kxg7 {In reinen Springer-Endspielen trifft die allgemeine Regel vielfach zu, dass diejenige Partei gewinnt, die beim Wegdenken der Springer auch das Bauernendspiel gewinnt. Das ist hier offenbar Weiss mit seinen beiden Mehrbauern.} 35.Nd2 {Gut und dem gegnerischen Ross die Felder b3 und c4 wegnehmend.} 35...bxc5 36.dxc5 Kf6 37.Nf1 $6 {Ein unglaublich komischer und passiver Zug, der mich fast vom Sessel haute. Dass damit trotz allem der Gewinn nicht vergeben wird, ist reinem Zufall zuzuschreiben.} ( 37.f4 Kf5 38.g3 Nc6 39.Kg2 Nd4 40.Kh3 {war die einfache Gewinnmethode.} ) 37...Nb3 {Mehr Widerstand leistet 27...Sc4} 38.Ne3 Ke6 39.f4 Nxc5 40.g4 $6 {Sofortige Zentralisierung des Königs mit 40.Kf2 war angesagt. Der zu frühzeitige Bauernvorstoss liegt aber gerade noch im Bereich des Erträglichen. Mit Spannung sah ich den nächsten Zügen entgegen und hätte mich nicht gewundert,wenn Weiss seine Stellung noch zum Remis vergaukt hätte.} 40...Nd3 41.f5+ $6 {Bedeutend stärker ist 41.Sg2, um nach einem späteren h2-h4 mit g4-g5 zwei verbundene Freibauern zu erhalten. Der Springerzug nach g2 verhindert auch das Eindringen des schwarzen Königs nach f4.} 41...Ke5 42.Kg2 $4 {Und hier kommt er doch noch, der Bock, der die einmal gewonnene zum Remis verdirbt.} ( 42.Kf1 {ist der einzige Weg für einen Gewinnversuch, z. B.} 42...Kf4 43.Nc4 Nc5 44.f6 Kg5 45.f7 Ne6 46.Ke2 Kf6 47.h4 Kxf7 48.Ne5+ Ke7 {unklar} ) 42...c5 $2 {Freibauern-Stürmer Fideltity Excellence findet es wichtiger, seinen c-Bauern in Marsch zu setzen und ihm kommt es deshalb gar nicht in den Sinn, dass es viel wichtiger ist, den König möglichst aktiv in den Kampf zu werfen. Dazu wäre 42...Kf4! das richtige Mittel, wonach Weiss nicht mehr gewinnen könnte.} 43.Kf3 Kd4 44.Ke2 $6 {Fragwürdig} ( 44.f6 $1 {ist der richtige Weg} 44...c4 45.Nf5+ Kd5 46.Nxh6 c3 47.f7 c2 48.f8=Q Ne5+ 49.Kg2 c1=Q {mindestens +/- bis +- obwohl der Kampf noch lange Zeit dauern dürfte.} ) 44...Nc1+ $2 {Erstaunlich, dass Excellence nicht wenigstens einen Versuch macht, seinen Freibauern vorzurücken. Nach dem Textzug spielt nur noch Weiss.} 45.Kd1 Nd3 46.f6 {Nun lässt sich Weiss den vollen Punkt nicht mehr nehmen.} 46...Ne5 47.Nf5+ Kc3 48.Nxh6 Kb3 49.h4 {Dass 49.f7 direkter war, spielt keine grosse Rolle mehr.} 49...a5 50.g5 {Erneut war hier 50.f7 konsequenter.} 50...Nd7 51.f7 Nf8 52.h5 {Führt in spätestens 16 Zügen zum Matt.} 52...Kb2 53.g6 Ne6 54.g7 Nxg7 55.f8=Q {Zwischenstand nach 10 Partien somit 5,5 : 4,5 zugunsten von Novag Super Constellation 18 MH2.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.02"]
[Round "11"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "0-1"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "B06"]
[EventDate "2016.09.02"]

{Unter dem "Multi Emulator Super System 0.175" gespielt.}
1.e4 e6 {Diesen Eröffnungszug habe ich dem Super Constellation "aufgezwungen", wie in der 10. Partie dem Excellence. Damit soll etwas Abwechslung entstehen.} 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 {Schwarz letzter Buchzug} 4.exd5 exd5 5.Bd3 Nf6 6.Bg5 h6 7.Bh4 O-O 8.Ne2 {Weiss letzter Buchzug} 8...c5 9.dxc5 Nc6 10.O-O Bxc5 11.Nxd5 g5 12.Nxf6+ Qxf6 13.Bg3 Qxb2 {Das alles ist auch schon gespielt worden.} 14.a4 ( 14.Rb1 Qf6 15.Kh1 Nb4 16.f4 Nxd3 17.fxg5 Qg6 18.cxd3 hxg5 19.d4 Bb6 20.Qd2 Bg4 21.Rb5 f6 22.Rxf6 Rxf6 23.Rxg5 Re8 24.Rxg6+ Rxg6 25.Nf4 Rd6 26.d5 Be3 27.Qe1 Rb6 28.Ne6 Bxe6 29.dxe6 Rexe6 30.Qd1 Rbc6 31.Qd8+ Kf7 32.h4 Rc2 33.Kh2 Bg1+ 34.Kh3 Rc3 35.Qd7+ Kf6 36.Qd8+ Kf7 37.Qd7+ Kf6 {1/2-1/2 Skripchenko Almira (2385)-Barua Dibyendu (2515), Groningen op, 1997} ) 14...Qf6 15.Rb1 Re8 {Stattdessen war die Beseitigung des weissen Ld3 mit 15...Sb4 möglich. Ohne Nachteil könnte Weiss dem Tausch nicht ausweichen.} 16.Qd2 Qe7 {Heutige Computer (2016) spielen natürlich das dynamische 16...Lf5 mit gutem Spiel für Schwarz, denn der (vorübergehende) Gewinn des b7-Bauern bringt Weiss nichts Gutes. } 17.Bc4 {Die schwache schwarze Königsstellung konnte Weiss mittel 17.h4! angreifen, denn das Schlagen 17...gxh4 kommt wegen 18.Dxh6! +- nicht in Frage.} 17...Be6 18.Bxe6 Qxe6 {Angriff auf den Se2. Schwarz hat die klar angenehmere Stellung.} 19.Rfe1 {Richtig ist 19.Sc1 denn nun kann Schwarz seine Stellung durch Entwicklung seines a8-Turms nach d8 mit Tempo verstärken oder auch 19...Dc4 mit spürbarem Übergewicht wählen. } 19...Rad8 {Nun ist 20.Sd4 -/+ erzwungen. Die folgende Antwort hingegen ist ein Fehler.} 20.Qc3 $2 Bb6 $2 {Sind die damaligen Programme taktisch nicht in der Lage, den Gewinn mit 20...Lb4 zu sehen?} ( 20...Bb4 {hätte die Qualität gewonnen, denn nach} 21.Rxb4 Nxb4 {darf Weiss nicht} 22.Qxb4 {spielen wegen} 22...Qxe2 {mit -+ für Schwarz} ) 21.Nf4 Qf5 22.Nd3 Ba5 {Stärker ist 22...Sd4. Der Textzug gewinnt kein Material wie die Partiefolge zeigt.} 23.Rxe8+ Rxe8 24.Qa3 {Auf dem Feld c4 wäre der weissen Majestät besser bedient gewesen.} 24...Bb6 {Unangenehmer für Weiss war 24...Te2} 25.Qd6 {Den Vorzug verdiente es, dem weissen König mit 25.h3 ein Luftloch zu öffnen.} 25...Re6 {Zwingt die gegnerische Dame wieder zurück, denn nach d7 darf sie nicht wegen dem Abzugsschach ...Te1+ und im nächsten Zug ginge die Dame mit Df5xd7 verloren.} 26.Qa3 Nd4 {Mit Angriff auf den c2-Bauern, der sich auf seinem Standplatz nicht mehr verteidigen lässt.} 27.c4 $2 {Das aber ist gar noch schlechter als die Hergabe des Bauern.} 27...Ne2+ {Das Computerprogramm verpasst die beste Möglichkeit, bleibt jedoch weiterhin im Vorteil.} ( 27...Bc5 $1 {gewinnt rasch nach} 28.Qxc5 Qxd3 29.Qc8+ ( 29.Qb4 Ne2+ 30.Kh1 Rb6 {-+} ) 29...Kg7 30.Qxb7 Nb3 31.Rf1 {einziger Turmzug, aber es wird Matt} 31...Qxf1+ 32.Kxf1 Nd2+ 33.Kg1 Re1# ) 28.Kh1 Qe4 29.c5 Ba5 30.f3 Nxg3+ {Gleichwertig stark war 30...Df5 -+} 31.hxg3 Qe2 $1 {Das Eindringen der Dame auf der 2. Reihe ist tödlich für Weiss.} 32.Rxb7 $2 {Nur mit 32.Tb2 oder 32.Kh2 konnte der sofortige Verlust abgewendet werden.} 32...Qf1+ 33.Kh2 Re2 {Nun riecht es gewaltig nach Matt um den weissen König. Die unmittelbare Abwehr hätte grossen Materialverlust zu Folge.} 34.Ne1 Bxe1 35.Rb8+ Kg7 36.Qa1+ f6 37.Rb7+ Kg6 {Super Constellation zeigt ein Matt in 5 an. Eine drastische Niederlage für Fidelity Excellence.} 38.Qb1+ Kh5 39.Qg6+ Kxg6 40.Rg7+ Kxg7 41.Kh3 f5 42.Kh2 Qxg2# {Stand nach 11 Matchpartien: 4,5 : 6,5 zugunsten von Super Constellation.} 0-1

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.03"]
[Round "12"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.09.03"]

1.d4 Nf6 {Gespielt unter dem "Multi Emulator Super System" v0.175"} 2.c4 d6 3.Nc3 e5 4.Nf3 Nbd7 5.e4 Be7 6.Be2 O-O 7.O-O Re8 8.Re1 c6 {Schwarz letzter Buchzug} 9.Bf1 {Weiss letzter Buchzug} 9...exd4 10.Qxd4 c5 $2 $2 {Ein positioneller Missgriff erster Güte. Nur um die gegnerische Dame zu attackieren, nimmt Schwarz einen rückständigen Bauern auf der d-Linie in Kauf und schafft sich auf d5 ein Riesenloch für die feindlichen Figuren.} 11.Qd1 Ne5 12.h3 Bd7 13.Be3 Qa5 14.Nd2 Qb4 15.f4 Ng6 16.Qc2 a5 $6 {Zu solchen Zügen habe ich den Ausdruck "Dschungelschach à la Fidelity Excellence" geprägt.} 17.a3 Qb6 18.Kh1 Bc6 19.Nd5 Nxd5 20.cxd5 Bd7 21.Nc4 Qc7 22.Rac1 $6 {In dieser Stellung geht dem Super Constellation jegliches Gefühl für Prophylaxe ab. Ansonsten hätte er etwas gegen den Raum greifenden Vorstoss b7-b5 unternommen.} ( 22.f5 Nf8 23.a4 {festigt den weissen Vorteil.} ) 22...b5 23.f5 bxc4 24.fxg6 fxg6 {Entgegen aller Usanzen gespielt, wohl der offenen f-Linie wegen. Trotzdem war 24...hxg6 besser, weil Weiss nun mit 25.e5 hätte ausgleichen können.} 25.Bxc4 Bf6 26.Rf1 Rf8 27.Qe2 Rab8 28.b3 a4 29.Qc2 {Zweckmässiger war 29.Lf4} 29...axb3 30.Bxb3 Qa7 ( {Mit} 30...Be5 {und Kontrolle auch des Feldes f4 war die adequate Antwort von Schwarz auf die weisse Ungenauigkeit.} ) 31.a4 {Erneut ungenauer als 31.Lf4} 31...Qa6 32.Rf3 Ra8 ( 32...Be5 ) 33.Bf4 {Nachdem Schwarz schon mehrere Male verpasst hat, seinen dunkelfarbigen Läufer nach e5 zu stellen, ist Weiss dem Ausgleich nun wieder ganz nahe gekommen.} 33...g5 34.Bg3 Rfd8 {Sofort 34...g4 verdient den Vorzug, weil nun stark 35.e5! += folgen könnte.} 35.a5 g4 ( {Der Zwischenzug} 35...Bd4 {überlässt Schwarz noch etwas Vorteil.} ) 36.hxg4 Bxg4 37.Bc4 ( {Die interessante Abwicklung} 37.Rxf6 $5 gxf6 38.Qf2 Qxa5 39.Qxf6 Qd2 40.Rd1 Bxd1 ( 40...Qe3 41.Be5 dxe5 42.d6+ Qxb3 43.Qg5+ Kh8 44.Qf6+ ) 41.Qe6+ Kg7 42.Qe7+ Kg6 43.Qe6+ {sichert dem Weissen das Remis durch Dauerschach.} ) 37...Qxa5 38.Rf4 Bd7 $6 {Das falsche Feld für den Läufer, der nach h5 gehört, um das Feld f7 zu überdecken.} 39.Rf3 $6 {Weiss nutzt die günstige Gelegenheit zu 39.Txf6 nicht.} ( 39.Rxf6 $1 gxf6 40.Bxd6 Re8 41.Bf4 Bb5 $10 {ausgeglichen} ) 39...Ba4 40.Qf2 Bb5 {Schwarz - im Besitz eines Mehrbauern - will etwas Holz tauschen und verzichtet auf das bessere 40...Ld4 =+} 41.Rxf6 $1 {Ein hübscher Einschlag, mit dem Weiss wieder die Initiative ergreift.} 41...gxf6 $2 {Mit diesem Schlagzug kommt Schwarz in Teufels Küche, falls der Gegner richtig reagiert, was jedoch nicht passiert.} ( 41...Bxc4 42.Rxd6 Rxd6 43.Bxd6 $10 {ist die korrekte Wahl für Schwarz.} ) 42.Bxb5 ( 42.Qxf6 $1 {gewinnt} 42...Rd7 43.Qe6+ Rf7 44.Rf1 Rf8 45.Rf5 $18 {und gewinnt} ) 42...Qxb5 43.Bxd6 Qd3 44.Qxf6 Qxe4 45.Be5 {Es sieht düster aus um Schwarz ... wenn der nicht einen rettenden Damenzug zur Verfügung hätte. } 45...Qg6 $1 {Verteidigung zur rechten Zeit. Hier hatte ich mir auf Remis eingestellt.} 46.Qh8+ Kf7 47.Rf1+ Ke7 48.Bf6+ Kd7 49.Bxd8 {Eine interessante Stellung, in der Schwarz sage und schreibe drei Züge hat, die zum Remis führen.} 49...Ra2 {Mit Mattdrohung, die sich gerade noch abwehren lässt.} ( {a)} 49...Qh6+ 50.Kg1 Qe3+ 51.Rf2 Qc1+ 52.Kh2 Qh6+ {usw} ) ( {b)} 49...Rxd8 50.Qa1 Qh6+ 51.Kg1 Qe3+ 52.Rf2 Qd4 $10 ) 50.Bg5 {Das ist erzwungen.} 50...Qxg5 $4 {Ein taktischer Fehlgriff, der die auf Remis stehende Partie sogar noch verliert. Schwarz gerät nun in einen fürchterlichen Angriff der verbleibenden Figuren des Gegners.} ( 50...Qh5+ 51.Kg1 Rxg2+ {wird entweder Remis durch ewiges Schach oder Schwarz erobert den Turm zurück mit materiellem Gleichstand.} 52.Kxg2 Qxg5+ 53.Kf3 Qf5+ 54.Ke2 Qe4+ {usw.} ) 51.Rf7+ Kd6 52.Qb8+ Kxd5 53.Qb3+ c4 $2 {Natürlich rettet auch 53...Ke5 nicht, aber dann verbleibt Schwarz "lediglich" mit einem Minusturm, während nach dem Textzug ein Matt möglich wäre.} ( 53...Ke5 54.Qxa2 Qh4+ 55.Kg1 Qd4+ 56.Rf2 Qd1+ 57.Rf1 Qd4+ 58.Rf2 Qd1+ 59.Rf1 Qd4+ 60.Qf2 {+- und die Schachs sind erschöpft.} ) 54.Qb5+ Ke6 55.Qxc4+ ( 55.Qe8+ {wird Matt in 13, was die Rechenkapaziität der beiden Geräte natürlich bei weitem übersteigt.} ) 55...Qd5 56.Rf6+ Kxf6 57.Qxd5 Rc2 58.Qd1 {Guter Rückzug, der auf jeden Fall den schwarzen Turm erobern wird.} 58...Rxg2 59.Qf3+ Kg6 60.Kxg2 h6 61.Qg4+ Kf6 62.Kg3 Kf7 63.Qf5+ Kg7 64.Kg4 Kg8 65.Qf6 h5+ 66.Kxh5 Kh7 67.Qe7+ Kh8 68.Kg6 Kg8 69.Qd8# {Mit diesem Sieg in der 12. Matchpartie baut der Novag Super Constellation seine Führung auf 7,5 : 4,5 aus.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.04"]
[Round "13"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.09.04"]

{Mit drei Punkten und 4,5 : 7,5 im Rückstand, war nun eigentlich wieder einmal ein Sieg von Fidelity Excellence zu erwarten. Was dann schliesslich in der 13. Partie geschah, kann ohne Übertreibung als "Komödie der Irrungen" bezeichnet werden.}
1.d4 Nf6 {Gespielt unter dem "Multi Emulator Super System" v0.175"} 2.c4 d6 3.Nc3 e5 4.Nf3 Nbd7 5.Bg5 {Damit wählt Excellence einen anderen Weg als der Super Constellation mit Weiss in der 12. Partie.} ( 5.e4 Be7 6.Be2 O-O 7.O-O Re8 8.Re1 c6 9.Bf1 exd4 10.Qxd4 c5 11.Qd1 Ne5 12.h3 Bd7 13.Be3 Qa5 14.Nd2 Qb4 15.f4 Ng6 16.Qc2 a5 17.a3 Qb6 18.Kh1 Bc6 19.Nd5 Nxd5 20.cxd5 Bd7 21.Nc4 Qc7 22.Rac1 b5 23.f5 bxc4 24.fxg6 fxg6 25.Bxc4 Bf6 26.Rf1 Rf8 27.Qe2 Rab8 28.b3 a4 29.Qc2 axb3 30.Bxb3 Qa7 31.a4 Qa6 32.Rf3 Ra8 33.Bf4 g5 34.Bg3 Rfd8 35.a5 g4 36.hxg4 Bxg4 37.Bc4 Qxa5 38.Rf4 Bd7 39.Rf3 Ba4 40.Qf2 Bb5 41.Rxf6 gxf6 42.Bxb5 Qxb5 43.Bxd6 Qd3 44.Qxf6 Qxe4 45.Be5 Qg6 46.Qh8+ Kf7 47.Rf1+ Ke7 48.Bf6+ Kd7 49.Bxd8 Ra2 50.Bg5 Qxg5 51.Rf7+ Kd6 52.Qb8+ Kxd5 53.Qb3+ c4 54.Qb5+ Ke6 55.Qxc4+ Qd5 56.Rf6+ Kxf6 57.Qxd5 Rc2 58.Qd1 Rxg2 59.Qf3+ Kg6 60.Kxg2 h6 61.Qg4+ Kf6 62.Kg3 Kf7 63.Qf5+ Kg7 64.Kg4 Kg8 65.Qf6 h5+ 66.Kxh5 Kh7 67.Qe7+ Kh8 68.Kg6 Kg8 69.Qd8# {1-0 Super Constellation 18 MHz-Excellence 3 MHz (12), match 120'/40 SUI 2016} ) 5...Be7 6.e3 O-O 7.Qc2 c6 8.Bd3 h6 9.Bh4 Re8 10.O-O-O Qa5 {Schwarz letzter Buchzug} 11.Kb1 {Weiss letzter Buchzug} 11...b5 $6 {Ein mutiges, aber schliesslich doch nicht völlig korrektes Bauernopfer, um Linien am Damenflügel zu öffnen.} 12.cxb5 c5 $2 {Dieses Vorbeigehen überrascht, da es nicht sofort mit einer Linienöffnung am Damenflügel verbunden ist.} 13.Bxf6 Bxf6 14.dxc5 dxc5 $2 {Das ist bedeutend schwächer als das normale 14...Sxc5 mit gut stehenden schwarzen Figuren und wenigstens geöffneter c-Linie. Der Textzug verdient bestraft zu werden.} 15.Nd5 $6 {Lässt sich einen klaren Gewinn entgehen, wie die Variante zeigt.} ( 15.Bh7+ Kh8 16.Be4 Rb8 17.Nd2 a6 18.Nc4 Qc7 19.Nd5 $18 {Weiss hat Gewinnstellung} ) 15...a6 {Nun sollen auf eine Benkö-Gambit ähnliche Weise die Linien am Damenflügel geöffnet werden.} 16.bxa6 Bxa6 17.Bf5 $2 {Fidelity Excellence hat keine glückliche Hand und gibt dem Gegner die Chance, klaren Vorteil zu erreichen. Richtig war 17.Le4 +=} 17...Bb7 $6 {Schade für Schwarz, der seine Chance mit 14...e4 nicht packt.} ( 17...e4 18.Bxd7 ( 18.Bxe4 Rxe4 19.Qxe4 Bd3+ 20.Rxd3 Qxa2+ 21.Kc1 Qxb2+ 22.Kd1 Ra1# ) 18...Bd3 19.Nxf6+ gxf6 20.Rxd3 Qxa2+ 21.Kc1 exd3 22.Qxd3 Reb8 $19 ) 18.a3 Bxd5 19.Rxd5 Nb6 $2 {Dieser Springerzug erlaubt dem Gegner den Gewinn eines zweiten Bauern.} ( 19...Reb8 $1 ) 20.Rxc5 Qa6 21.Rd1 Rab8 22.Bh7+ Kh8 23.Bd3 Qa8 {Natürlich hat Weiss eine Gewinnstellung mit seinen beiden verbundenen Mehrbauern am Damenflügel. Diese Bauern lassen sich jedoch nur nach äusserst sorgfältiger Vorbereitung und mit richtiger Unterstützung der weissen Figuren in Marsch setzen. Und da der weisse König am Damenflügel steht und die a-/b-/c-Linien für den Gegner geöffnet sind, ist die weisse Aufgabe für die damaligen Computerprogramme schwierig. Es verwundert deshalb nicht, dass Fidelity Excellence in der Folge seine Figuren lange Zeit hin und her schiebt, ohne echte Fortschritte zu machen.} 24.Bb5 Re7 25.Bc6 Qa6 26.e4 Qa7 27.Bb5 Kg8 28.h4 g6 29.Rd3 Bg7 30.Rdc3 Rbb7 31.g4 Kh7 32.g5 h5 33.Rc6 Qa5 34.R3c5 Qa7 35.Rd6 Rb8 36.Qb3 $6 Reb7 37.Rc2 Nc8 38.Rd5 Nd6 39.Rxd6 Rxb5 40.Qe3 Qb7 41.Qe2 Rb3 42.Rd3 Rb5 43.Rcd2 Qa7 44.Rd5 Rb3 45.Ka2 Qa4 {Droht ...Txa3! -+} 46.R5d3 R3b4 47.Re3 R4b6 48.Rc2 Rb5 49.Rec3 Qa7 50.Rc6 Rb3 ( 50...Bf8 $1 ) 51.Ka1 Qb7 52.R6c3 Qe7 53.Rc7 Qd6 54.R7c4 ( 54.Rxf7 {wird mit} 54...Rxa3+ {beantwortet} ) 54...Qb6 {Mit der Drohung ...Txa3+} 55.R4c3 Rb5 {Schwarz ist bislang zu Recht allen Tauschangeboten ausgewichen und hält mit seinen Schwerfiguren auf den offenen Linien den weissen Damenflügel dauernd unter starkem Druck.} 56.Rc6 Qa5 57.Qc4 R8b7 58.Rc8 Rb3 59.Qe2 Qb6 $2 {Sehr stark ist 59...Lf8!} ( 59...Bf8 60.Qd2 Rxa3+ 61.bxa3 Qxa3+ 62.Ra2 Qxf3 ) 60.R8c3 Rb5 61.Rc6 Qa5 62.Qc4 Qa7 63.Rc5 $2 {Richtig 63.Ka2, aber der weiterhin völlig planlos agierende Excellence gibt dem Gegner plötzlich die Chance, im Trüben zu fischen.} 63...Rxb2 $1 {Mit diesem hübschen Zug leitet Super Constellation eine Kombination ein, die den weissen Gewinn ad absurdum führt.} 64.Rxb2 Qxa3+ 65.Qa2 Qxc5 66.Rxb7 Qc1+ 67.Rb1 Qc3+ 68.Rb2 Qxf3 {Der unglückliche Excellence hat die Stellung gründlich verdorben und darf kaum auf mehr als Remis hoffen.} 69.Rb7 Qd1+ {Jetzt setzt Schwarz eine Dauerschach-Maschinerie in Gang, der Weiss nicht ausweichen kann.} 70.Qb1 Qd4+ 71.Rb2 Qa4+ 72.Qa2 Qd1+ 73.Rb1 Qd4+ 74.Qb2 Qxe4 $5 {Damit spielt Schwarz gar auf Gewinn. Das Remis war einfach infolge Dauerschach, beginnend mit 74...Da4+, zu haben.} 75.Rc1 Qf4 ( 75...Qa4+ 76.Kb1 e4 77.Qb7 Qa1+ 78.Kc2 Qa2+ $15 {konnte gefahrlos geschehen.} ) 76.Kb1 Qxh4 77.Rc7 Qxg5 78.Rxf7 Qg4 79.f3 Qg1+ 80.Ka2 Qc5 81.Rd7 Qc6 82.Qb7 Qxb7 83.Rxb7 {Das nun entstandene Endspiel hat starke Remistendenz.} 83...g5 84.Rb4 $4 {Ein sinnloses und schwerwiegend falsches Manöver, statt den König so rasch als möglich an den anderen Flügel zu bringen. Der mit 84.Tb4?? verbundene Zeitverlust kann Weiss nicht mehr wettmachen, denn Schwarz hat nun bereits eine gewonnene Stellung erreicht.} ( 84.Kb3 Kg6 85.Kc4 g4 86.fxg4 hxg4 {Remis 6-Steiner} ) 84...Kg6 {Auch 84... h4 genügt zum Gewinn.} 85.Rb6+ $2 {Nach dem Motto gespielt "Wenn der Patzer ein Schach sieht ...". Aber eine Rettung ist hier nicht mehr möglich, sind doch die schwarzen Bauern nicht aufzuhalten.} 85...Kf5 86.Rb7 Kg6 $4 {Unglaublich, Super Constellation verkorkst die Partie zum Remis. Einfach 86...Lf6 gewann problemlos.} 87.Rb6+ $4 Bf6 88.Kb1 $1 {Nun begibt sich der Excellence doch noch auf den Pfad des Remis.} 88...g4 89.fxg4 hxg4 90.Rb3 Kf5 91.Kc2 $1 {Weiss spielt wohl nur zufälligerweise den König auf das richtige (Remis-)Feld. Das Programm dürfte nicht berechnet haben, dass 91.Kc1?? zum Verlust geführt hätte.} ( 91.Kc1 $4 Bh4 92.Kd2 g3 93.Ke3 g2 94.Rb1 Kg4 95.Ke4 Bf6 96.Kd5 Kg3 {und -+} ) 91...e4 ( 91...Bh4 {bringt hier nichts ein nach} 92.Kd3 g3 93.Rb1 Kg4 94.Ke4 {und =} ) 92.Kd2 Kf4 93.Ke2 g3 94.Rxg3 {Dass Excellence erkennt, dass er nun den e4-Bauern abholt und ungenügend Material verbleibt für Schwarz für das Mattsetzen, hat mich doch erstaunt.} 94...Kxg3 95.Ke3 Bg5+ 96.Kxe4 {Zwischenstand nach 13 Matchpartien somit 8,0 : 5,0 für Super Constellation.} 1/2-1/2

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.07"]
[Round "14"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.09.07"]

1.e4 c6 {Gespielt unter dem "Multi Emulator Super System" v0.175"} 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 {Schwarz letzter Buchzug} 4.c4 Nc6 {Eine Fortsetzung, die keinen guten Ruf geniesst anstelle des üblichen 4...Sf6.} 5.cxd5 Qxd5 6.Be3 {Hier gilt 6.Sf3 als Bestzug.} 6...Nf6 ( 6...e5 7.Nc3 Bb4 {sichert den Ausgleich.} ) 7.Nc3 Qd6 8.Nf3 {Bedeutend stärker sind a) 8.Sb5 oder b) 8.d5 und Schwarz wird es schwer haben.} 8...Qb4 $2 {Typisch Fidelity Excellence, der mit seiner Dame auf Bauernjagd ausgeht, ohne zu bemerken, dass nach} 9.a3 {... der b2-Bauer tabu ist, weil die Dame mit 9...Dxb2?? 10.Sa4 verloren ginge.} 9...Qd6 $2 {Zurück, wo sie herkommt, aber falsch und etwas besser 9...Da5.} 10.Bc4 {Mit 10.d5! wäre die Partie rasch zu Ende gegangen.} ( 10.d5 Nb8 11.Nb5 Qd8 12.Rc1 Na6 13.Ne5 ) 10...Bg4 $2 {Richtig 10...a6, denn der Textzug hätte böse enden können.} 11.O-O $2 ( {Es gewinnt} 11.Qb3 e6 12.Ne5 Qc7 13.Nb5 Qb8 14.Nxg4 Nxg4 15.Bxe6 fxe6 16.Qxe6+ Be7 17.Qxg4 {und hat Weiss hat zwei gesunde Mehrbauern.} ) 11...e6 12.h3 Bh5 13.g4 Bg6 14.Re1 Be7 15.d5 $1 {Ein starker Zentrumsdurchbruch} 15...exd5 16.Nxd5 Nxd5 17.Bxd5 {Schwarz steht kurz vor der Rochade, um die Entwicklung zu beenden. Dann hätte Weiss nicht mehr viel.} 17...Rd8 $2 {Der "lahme" Excellence sieht keine Gefahren und verzichtet auf die kurze Rochade. Das wird er indessen rasch büssen müssen.} 18.Bxc6+ Qxc6 $2 {Noch immer rechnet Excellence "blind" in der Landschaft herum und statt Bauernverlust käme er mit dem fehlerhaften Textzug nach 19.Ld2 in eine ganz schlechete Stellung.} ( 18...bxc6 19.Qxd6 Rxd6 20.Bxa7 {verliert einfach einen Bauern.} ) 19.Bd4 {Nur die zweitbeste Wahl nach 19.Ld2, siehe Variante.} ( 19.Bd2 f6 20.Rc1 Qd7 21.Qb3 Bf7 22.Qe3 {und Schwarz steht hilflos.} ) 19...Rd6 $2 {Härterer Widerstand ist mit 19...b6 oder 19...f6 möglich.} 20.Rc1 Qd7 21.Ne5 {Nach nur 21. Zügen hat Super Constellation eine klare Gewinnstellung erreicht.} 21...Qd8 22.Qa4+ Kf8 23.Bc5 Re6 24.Bxe7+ Kxe7 ( 24...Rxe7 25.Nxg6+ hxg6 26.Qb4 {+- und Schwarz befindet sich in tödlichem Zugzwang.} ) 25.Qb4+ Qd6 {Alles andere ist noch schlechter.} 26.Nxg6+ {Weiss kann schon fast gewinnen wie er will.} 26...hxg6 27.Rxe6+ Kxe6 {Oder das Schlagen mit dem Bauern 27...fxe6 28.Tc7+ und Schwarz verliert die Dame.} 28.Re1+ Qe5 {Dieser à tempo ausgeführte Zug hat mich insofern überrascht, als ich mir schwerlich vorstellen kann, dass Excellence genügend tief in die Stellung eindringen konnte, um zu erkennen, dass 28...Kd7 noch schlimmer war.} 29.Rxe5+ Kxe5 30.Qe7+ Kd4 31.Kg2 Kd3 32.Qxf7 Kd2 33.Qxg7 Rd8 34.Qxb7 {Was ist los mit Excellence mit nur einem halben Punkt aus den letzten 5 Partien. Der Zwischenstand ist nun 9,0 : 5,0 zugunsten von Super Constellation.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.09"]
[Round "15"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "0-1"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.09.09"]

{Der Fideltiy Excellence 3 MHz agiert in dieser 15. Partie einmal mehr unglücklich, spielt zu passiv und aus einer nachteiligen Stellung erkämpft sich Super Constellation im Endspeil langsam eine Gewinnstellung.}
1.e4 c6 {Gespielt unter dem "Multi Emulator Super System" v0.175"} 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 {Schwarz letzter Buchzug} 4.Bd3 {Weiss letzter Buchzug} 4...Nc6 5.Nf3 {Völlig ungebräuchlich, gilt doch 5.c3 schon seit langem als beste Fortsetzung.} 5...Bg4 6.Be2 Nf6 7.O-O e6 8.Nc3 $6 {Kein starker Spieler wird diesen normal ausssehenden Entwicklungszug wählen. Der Springer steht hier nicht optimal und hindert Weiss an einem harmonischen Aufbau und dem Finden eines brauchbaren Plans. Besser deshalb z. B. a) 8.c3 was den d4-Bauern deckt, der Dame den Ausflug nach b3 erlaubt und verschiedene Optionen offen lässt oder b) 8.Sbd2 um ...Lxf3 mit Sxf3 beantworten zu können und das Feld c4 unter Kontrolle zu halten.} 8...Bb4 9.h3 Bxf3 10.Bxf3 O-O 11.Bg5 {Hier hat der Làufer nichts zu suchen, denn ein Abtausch auf f6 hätte den Verlust des Läuferpaars zur Folge. Ein guter Plan war 11.Se2, um entweder mit Lf4 oder Sf4-d3-e5 fortzusetzen.} 11...h6 12.Be3 Bxc3 13.bxc3 Rc8 {Die Zerschlagung des Damenflügels kommt dem Gegner zugute, der nun auf der halboffenen c-Linie Druck gegen den rückständigen Doppelbauer ausüben und das schöne Feld c4 für seine Figuren im Besitz nehmen kann. Jedenfalls steht Schwarz positionell bereits klar besser.} 14.Rb1 Na5 15.Qd3 Qc7 16.Bd2 Nc4 17.Bc1 {Weiss hat auf Verteidigung umstellen müssen.} 17...Rfe8 18.Rb5 Qd7 19.Rb1 Rc7 {Besser ginge der Turm direkt nach c6, was dem Gegner nie den Tempogewinn Lf4 ermöglicht.} 20.Bf4 Rc6 21.Be5 Nxe5 $2 {Verspielt den schwarzen Vorteil fast vollstsändig. Da der Tausch Lxf6 nicht zu fürchten war, sollte 21...Tec8 oder das Interesseante 21...Se4 geschehen.} 22.dxe5 Nh7 {Der vormals gut postierte Springer hat einen minderwertigen Platz gefunden.} 23.Qd4 b6 24.Be2 {Endlich eine Drohung, nämlich 25.Lb5 mit Qualitätsgewinn.} 24...Rc5 25.a4 {Erneuert die Drohung Lb5.} 25...Rec8 26.Ba6 Rxc3 $5 {Ein solch unklares Opfer hätte ich von Super Constellation nicht erwartet.} 27.Bxc8 Rxc8 28.Qd3 {Weiss verpasst den starken Vorstoss 28.a5 +=} 28...Qxa4 29.Rfc1 {Zu zahm und den kleinen Vorteil an den Gegner abgebend. Viel besser hätte Weiss für die Aktivität seiner Türme, beginnend mit 29.Ta1, sorgen sollen.} 29...Qe4 $6 {Schwarz revanchiert sich, statt mit 29...Sg5 seinen versteckten Springer wieder ins Spiel zu bringen.} 30.Qxe4 dxe4 31.Rb4 f5 {Besser 31...e3} 32.exf6 Nxf6 33.Ra1 Rc7 34.c4 {Mit 34.Ta6 und der Idee der Turmverdoppelung konnte Weiss noch auf Vorteil hoffen.} 34...Nd7 35.Ra6 Nc5 36.Ra1 Kf7 {Plötzlich hat Schwarz dank seinem gut postierten Springer keine Sorgen mehr.} 37.Kf1 e5 {Eher hätte man 37...Kf6 erwartet, damit der König via e5 auf d4 oder f4 eindringen könnte. Doch ist der Texzug nicht zu kritisieren.} 38.Rbb1 Ke6 39.Ke2 Rd7 40.h4 Kf7 41.h5 {Typisch Excellence, dabei ist dieser vorgeschobene Bauer leichter angreifbar.} 41...Kf6 42.Ra3 Kf5 43.g3 $6 {Weniger gut, weil nun das Feld g3 dem weissen Turm nicht mehr zur Verfügung steht und der h5-Bauer [wenn er angegriffen ist] durch eine Turm gedeckt werden muss. Ohne den Textzug wäre ...Kg5 nie eine Drohung wegen Tg3+, wonach ...Kxh5?? scheitert an Th1 Matt.} 43...Kg4 44.Rh1 a5 45.Raa1 Rd3 46.Rab1 Nb3 {Noch stärker scheint 46...Sa4 nebst bald einmal ...Sc3, was den Vormarsch des Freibauern auf der a-Linie bis a2 unterstützt und die weissen Kräfte stark binden würde.} 47.Rbd1 $2 {Der falsche Turm, was Schwarz erlaubt, sofort eine Gewinnstellung zu erreichen.} 47...Nd4+ {Noch korrekt gespielt von Super Constellation.} 48.Ke1 Rc3 $6 ( {Sofort gewinnt} 48...Kf3 {droht ...Sc2+, Ke1 Txd1 Matt} 49.Rc1 a4 50.Kf1 e3 {-+ und Weiss ist absolut hilflos.} ) 49.Rb1 Rxc4 {Besser, schneller und einfacher 49...Tc2.} 50.Rh4+ Kf3 51.Rxb6 e3 {Vergibt den Gewinn nicht, aber 51...Tc1+ war einfacher.} ( 51...Rc1+ 52.Kd2 Rc2+ 53.Kd1 Rxf2 {-+ und Weiss kann aufgeben.} ) 52.fxe3 Kxg3 53.exd4 {Berechtigte Verzweiflung} 53...Kxh4 54.dxe5 Re4+ 55.Kd2 Rxe5 56.Rb7 Rg5 57.Kc2 Kxh5 {Den Rest hätte man sich sparen können, denn ein solches Turmendspiel mit 3 Mehrbauern genügt gar den damaligen Programmen für einen problemlosen Sieg.} 58.Kb3 Kg4 59.Rd7 h5 60.Ka3 h4 {Gegen den Vormarsch dieses Bauern gibt es keine Verteidigung mehr.} 61.Rd4+ Kh5 62.Rd7 h3 63.Rd2 Kg4 64.Rd4+ Kg3 65.Rd3+ Kg2 66.Rd2+ Kf1 67.Rd1+ Ke2 68.Rh1 Rh5 69.Rh2+ Kf3 70.Ka4 Kg3 71.Rc2 h2 72.Rc3+ Kf2 73.Rc2+ Ke3 74.Rc1 h1=Q {Weiss gibt auf. Nun führt Super Constellation bereits mit 10,0 : 5,0 in diesem Match, eine für mich völlige Demontage von Fideltiy Excellence.} 0-1

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.10"]
[Round "16"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C64"]
[EventDate "2016.09.10"]

{So viele verpasste Chancen eines Spielers - hier Excellence - sieht man selten in einer Partie.}
1.e4 c5 {Gespielt unter dem "Multi Emulator Super System" v0.175"
} 2.Nf3 e6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nc6 5.Nc3 Qc7 6.g3 a6 7.Bg2 Nf6 8.O-O {Weiss letzter Buchzug} 8...Nxd4 9.Qxd4 Bc5 {Schwarz letzter Buchzug} 10.Qd3 {Interessant(er) ist 10.Lf4} 10...Ng4 {Sieht auf den ersten Blick etwas seltsam aus, aber ist nicht schlecht. Der Springer findet auf e5 mit Tempo einen guten Platz mit der Option, sich einmal auf c4 einzunisten.} 11.Qe2 Ne5 12.Rd1 {Die Entfesslung 12.Kh1 mit dem Ziel, f2-f4 zu spielen, war eine logische Fortsetzung.} 12...O-O 13.Bf4 d6 {Etwas besser 13...b5, was Sc3-a4 verhindert und dem Lc8 die schöne Diagonale a8-h1 anbietet.} 14.Kh1 {Nachdem sich Weiss mit Lf4 den Vorstoss f2-f4 selbst verbaut hat, ist diese Entfesslung wenig sinnvoll.} ( 14.Na4 Ba7 15.Qd2 b5 16.Qxd6 Qxd6 17.Rxd6 Nc4 18.e5 Nxd6 19.Bxa8 Nc4 20.Nc3 Nxb2 {war eine mögliche Abwicklung, die zu ungefähr gleichem Spiel führt.} ) 14...b5 15.a3 Bb7 {Schwarz hat sich einen leichten Vorteil erarbeitet.} 16.Kg1 $6 {Weiss hat "vergessen", dass er erst vor zwei Zügen Kg1-h1 gespielt hat. Den Zug nun wieder zurückzunehmen bringt ausser Zeitverlust gar nichts.} 16...f5 $6 {Verfrühte Aktivität, die den schwarzen Vorteil zunichte macht. Richtig war 16...Tac8 oder 16...Sc4, was den Druck gegen die weisse Stellung gesteigert hätte.} 17.Rd2 $2 {Eine Fehlentscheidung, wonach die Partie wieder klar zugunsten von Schwarz hätte kippen können. Einfach 17.exf5 war gut mit Ausgleich.} 17...Nc4 {Excellence findet den besten Zug.} 18.b4 Nxd2 19.Qxd2 $2 {Widerstand war nur mit 19.bxc5 möglich.} 19...Bxf2+ $2 {Welchen Teufel hat hier Excellence geritten, lag doch 19...La7 auf der Hand und Schwarz hat eine Gewinnstellung.} 20.Kxf2 Rac8 21.Nd1 ( 21.Bxd6 Rfd8 22.e5 Bxg2 23.Kxg2 Qxc3 {-+ ist hoffnungslos für Weiss.} ) 21...e5 22.Be3 Qxc2 {Mag sein, dass Fidelity Excellence diese Stellung als noch immer klar vorteilhaft für ihn eingeschätzt hat.} 23.Ke1 Bxe4 {Schwarz hat Turm+3 Bauern gegen zwei Leichtfiguren und steht deshalb noch immer spürbar besser.} 24.Bh3 Rfe8 {Bedeutend stärker sieht 24...Dc6 aus mit gewaltigem Druck auf der Diagonale a8-h1.} 25.a4 $6 {Immer wieder das gleiche Bild: Die Computer können einen Stellung einfach nicht ruhig halten und meistens verschlechtern solch pseudo-aktiven Züge nur die eigene Stellung, was auch hier zutrifft.} 25...bxa4 26.Qxc2 Bxc2 27.Bd2 {Moderne Engines (2016) würde diese Partie für Schwarz wohl zu eihem guten Ende bringen. Von solchen Qualitäten sind die damaligen Programme noch weit entfernt. Es wundert deshalb nicht, dass Fidelity Excellence die Partie in wenigen Zügen von -+ zu += verkorkst.} 27...d5 ( 27...Rc7 ) ( 27...g6 ) 28.Nc3 Rcd8 29.Nxa4 e4 {Komodo und Stockfish beurteilen die Stellung ausgeglichen, hätte Weiss nun 30.Lg5 gespielt. Doch nach } 30.Nc5 $6 ( {[Komodo 9.3 64-bit ] 35:+0.00} 30.Bg5 Rb8 31.Nc5 Rxb4 32.Bxf5 d4 33.Rxa6 Rb1+ 34.Kd2 Rb5 35.Be6+ Kh8 36.Be7 Reb8 37.Bd6 Rb2 38.Bxb8 Bd3+ 39.Ke1 Rb1+ 40.Kd2 Rb2+ ) ( {[Stockfish 7 64 BMI2] 37:+0.00} 30.Bg5 Rb8 31.Nc5 Bd3 32.Nxd3 exd3+ 33.Kd1 Rxb4 34.Bxf5 Re2 35.Rc1 Kf8 36.Rc8+ Kf7 37.Rc7+ Kg8 38.Rc8+ Kf7 ) 30...e3 {schwenkt die Stellungsberwertung für Schwarz wieder nach oben bis +1.50 und mehr.} 31.Bxe3 {Mehr oder weniger erzwungen, weil sich ansonsten die schwarze Bauernlawine mit d5-d4 in Bewegung setzt.} 31...d4 32.Kd2 dxe3+ 33.Kxc2 g6 {Materiell steht die Partie mit 2 Leichtfiguren von Weiss gegen Turm und 2 Bauern von Schwarz ausgeglichen. Doch stehen die schwarzen Figuren einiges aktiver und der weit vorgedrungene schwarze Freibauer auf der e-Linie ist ein lästiger Trumpf.} 34.Rd1 $2 {Ein Fehler, der eine sofortige Verluststellung ergibt ... sofern der Gegner richtig agieren täte. Nicht spielbar sind auch a) 34.Txa6? und b) 34.Sxa6?} ( {a)} 34.Rxa6 $2 Rd2+ 35.Kc3 e2 $19 ) ( {b)} 34.Nxa6 Rd2+ 35.Kc3 Rxh2 36.Bf1 e2 $19 ) 34...Rb8 $2 {Ecellence nimmt einmal mehr in diesem Match seine Chancen nicht wahr.} 35.Nxa6 $2 $2 {Eine unglückliche Wahl, nachdem Schwarz eine klare Gewinnstellung erhält.} 35...Rb6 36.Nc5 Rxb4 37.Kc3 Rb5 {Ebenfalls gewinnt 37...e2} 38.Nd3 Ra5 {Exakter 38...Td5 -+} 39.Nb4 e2 40.Re1 Rae5 $2 {Oops, Excellence wirft den Gewinn im wieder weg, der mit 40...Tc5+ oder 40...Td8+ rasch zu erzielen war. Denn nach dem Textzug ist der Verlust des stolzen Freibauern auf der e-Linie nicht mehr zu verhindern.} 41.Nd3 $6 {Bedeutend exakter ist 41.Lg2} 41...Re4 $2 {Und dieses Mal patzt Excellence, der dem gegnerischen Läufer erlaubt, mit Tempogewinn nach g2 und später f3 zu gelangen. Richtig deshalb 41...T5e7} 42.Bg2 Ra4 43.Bd5+ Kh8 44.Kd2 Ra5 45.Bf7 Re7 46.Bb3 Ra3 47.Bc4 Ra4 48.Nb2 Ra5 49.Rxe2 {Der Stolz der schwarzen Stellung ist gefallen und es steht wieder ausgeglichen.} 49...Rxe2+ 50.Kxe2 Re5+ 51.Kf2 Re7 52.Kf3 Rc7 53.g4 fxg4+ 54.Kxg4 Rc5 55.Kg3 {Nach diesem für Excellence unglücklichen Remis und 16 Matchpartien steht es 10,5 : 5,5 für Super Constellation, der +8 -3 =5 erzielt hat} 1/2-1/2

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.11"]
[Round "17"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "0-1"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "B06"]
[EventDate "2016.09.11"]

{In dieser Partie erleidet Fidelity Excellence eine schreckliche Niederlage und steht nach 17 Partien mit 5,5 : 11,5 überraschend klar im Hintertreffen.}
1.c4 Nf6 {Unter dem "Multi Emulator Super System 0.175" gespielt.
} 2.d4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 b6 5.Bg5 h6 6.Bh4 Bb7 7.e3 g5 8.Bg3 Ne4 9.Qc2 Bxc3+ 10.bxc3 Nxg3 11.hxg3 d6 {Schwarz letzter Buchzug} 12.Bd3 {Weiss letzter Buchzug} 12...Nd7 13.O-O O-O 14.Rab1 Re8 15.Bh7+ {Nach dem Motto "Wenn der Patzer ein Schach sieht", dabei steht der König auf g7 jedenfalls besser als auf g8, so dass dieses Läuferschach sich als total nutzlos erweist.} 15...Kg7 16.Be4 {Der Tausch des stark stehenden b7-Läufers ist richtig, hätte aber ohne das vorherige Zwischenschach geschehen sollen. } 16...Bxe4 17.Qxe4 {Es ist eine ausgeglichene Stellung entstanden. Beide Seiten haben ihre Figuren entwickelt. Das einzig bemerkenswerte Merkmal ist die scheinbare Schwächung des schwarzen Königsflügels. Doch ist angesichts des reduzierten Materials und des Umstandes, dass sich beide Könige am selben Flügel befinden nicht zu sehen, wie man gegen den schwarzen König vorgehen könnte. Zudem werden sich in nächster Zeit die Kampfhandlungen auf das Zentrum beschränken. Schwarz ist hier bereit für den strategisch motivierten Vorstoss e6-e5. Weiss wird still halten müssen, denn d4-d5 verbietet sich wegen Sd7-c5, wonach Schwarz prächtig stünde. Weiss selbst sollte über Pläne wie a2-a4 und dann a4-a5 oder allenfalls c4-c5 im richtigen Moment nachdenken. Zu überlegen sind auch Manöver wie Sf3-d2 gefolgt von f2-f4. Oder falls Schwarz e6-e5 durchgesetzt hat, ist es ein Versuch wert, e3-e4 zu spielen, um den Springer über d2/f1 nach e3 zu bringen, wo dann das Loch auf f5 besetzt werden könnte.} 17...Nf6 18.Qc2 e5 19.Nd2 c5 {Schwarz will die Situation im Zentrum klären. Nachdem das Feld c5 dem schwarzen Springer nicht mehr zur Verfügung steht, käme nun das Abschliessen des Zentrums mit d4-d5 in Frage. Aber auch d4xc5 gefolgt von e3-e4 und der Sicherung des Feldes d5 für die weissen Figuren ist eine mögliche Option.} 20.f3 {Nun "droht" d4-d5, dann e3-e4 und später das Springermanöver Sd1-f1-e3-f5. Aber irgendwie ist der Textzug etwas zu langsam.} 20...exd4 {Damit vereitelt Schwarz die gegnerischen Pläne.} 21.exd4 {Das positionelle Bauernopfer 21.e4 war ein Versuch wert.} 21...d5 {Ein interessanter Entscheid und den Umstand ausnutzend, dass cxd5 mit Sxd5 und der Drohung Se3 beantwortet werden kann.} 22.dxc5 bxc5 23.Rfd1 Qe7 24.Kh2 $6 {Ein seltsamer Königszug.} ( {Mit} 24.cxd5 Nxd5 25.Nc4 Ne3 26.Nxe3 Qxe3+ 27.Kh2 {hätte Weiss die Lage im Zentrum klären und Ausgleich erzielen können.} ) 24...Qe2 25.cxd5 Nxd5 {Es sieht für Weiss schlechter aus als es ist, denn nach 25.Te1 wäre die Partie noch immer im Gleichgewicht.} 26.Rg1 $4 {Ein schrecklicher Zug, der zum Verlust führt. Mir bleibt rätselhaft, was Fidelity Excellence davon abgehalten hat, 26.Te1 zu ziehen.} 26...Ne3 27.Qc1 ( 27.Qb2 {rettet ebenso wenig} 27...Rab8 28.Nb3 Qxb2 29.Rxb2 c4 {und Schwarz gewinnt eine Figur.} ) 27...Re5 $3 {Unheimlich stark mit der tödlichen Drohung g5-g4 nebst Te5-h5 Matt. Eine Verteidigung lässt sich für Weiss nicht mehr finden.} 28.Qb2 g4 29.c4 {Das ist erzwungen, um dem Matt zu entgehen.} 29...f6 30.Qxe5 {Auch die Hergabe der weissen Dame gegen den schwarzen Turm ist erzwungen. Hier könnte man die Partie abbrechen, aber ich wollte noch sehen, wie schnell Schwarz den Gegner platt macht.} 30...fxe5 31.Ne4 gxf3 32.Rbe1 Ng4+ 33.Kh3 f2 {Am besten, wird es nun doch Matt, was aber Super Constellation noch nicht realisieren kann.} 34.Rxe2 fxg1=Q 35.Kxg4 h5+ $1 {Ein erstaunlicher (Best-)Zug von Schwarz, den ich vom Programm nicht erwartet hätte.} 36.Kf5 Qf1+ 37.Rf2 Rf8+ 38.Kxe5 Re8+ $1 {Dass Super Constellation auf f2 nicht zugreift, ist erstaunlich. Das Programm muss das Matt gerochen haben.} 39.Kd5 Qd3+ 40.Kxc5 Rc8+ {mit Mattanzeige} 41.Kb5 Qb1+ 42.Rb2 Qxb2+ 43.Ka5 Rxc4 44.Nd6 Qb6# 0-1

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.12"]
[Round "18"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C94a"]
[EventDate "2016.09.12"]

1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 a6 4.Ba4 Nf6 5.O-O Be7 6.Re1 b5 7.Bb3 d6 8.c3 O-O 9.h3 Nb8 10.d4 Nbd7 11.Nbd2 Bb7 12.Bc2 c5 13.Nf1 cxd4 14.cxd4 Re8 {Schwarz letzer Buchzug} 15.Ng3 {Weiss letzter Buchzug} 15...Rc8 16.Bd2 {Den Vorzug verdiente 16.d5, was die Aktivität des weissfeldrigen Läufers b7 massgeblich eingeschränkt hätte.} 16...Qb6 {Ein nutzloser Zug, der wiederum 17.d5 erlaubt. Um seinen Figuren aktives Spiel zu sichern, war 16...exd4 angebracht.} 17.Nf5 {Ungenau und Schwarz wieder erlaubend, e5xd4 zu antworten. Deshalb richtig 17.d5} 17...b4 $6 {Fortsetzung des planlosen Spiels. Der Textzug soll wohl bezwecken, dass Weiss seinen Läufer nicht nach c3 ziehen kann.} 18.Ba4 {Weiss nimmt das Geschenk der frei gewordenen Diagonale für seinen Läufer gerne an.} 18...exd4 19.Bg5 Bxe4 $4 {Ein schlimmer taktischer Fehler, der Materialverlust zur Folge hat, wonach die Partie für Schwarz schon verloren ist.} 20.Bxd7 Bxf3 $2 {Besser aber auch ungenügend 20...Lxf5} 21.Bxe8 {Einfacher war 21.Dxf3 usw.} 21...Bxd1 22.Nxe7+ Kh8 $2 {Schlechter als 22...Kf8} 23.Nxc8 Qc5 24.Bxf6 gxf6 25.Raxd1 Qxc8 26.Bxf7 {Die restlichen Züge nur noch dann mit Kommentar, wenn gravierende Fehler oder Ungenauigkeiten geschehen.} 26...Qc2 27.Rxd4 Qxb2 28.Rxd6 Kg7 29.Bb3 a5 30.g3 Kg6 31.Rd7 h5 32.Bf7+ Kh6 33.Ree7 Qc1+ 34.Kg2 {Komodo 9.3 64-bit zeigt hier ein Matt in 30 Zügen an.} 34...Qc5 35.Bxh5 Qc2 36.Bf3 {Super Constellation muss gesehen haben, dass 36...Dxa2 zum Matt in 5 Zügen führt. Ansonsten hätte das Programm den wichtigen a2-Bauern durch Lf7 gedeckt.} 36...Qg6 37.Rd8 f5 38.Rc7 Qf6 39.Rc6 Qxc6 40.Bxc6 {Nach dieser erneuten Niederlage von Fidelity Excellence steht das Match nach 18 Partien 5,5 : 12,5 oder +10 -3 =5 für Novag Super Constellation.} 1-0

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.13"]
[Round "19"]
[White "Excellence 3 MHz"]
[Black "Super Constellation 18 MHz"]
[Result "0-1"]
[WhiteElo "1801"]
[BlackElo "1925"]
[ECO "E13"]
[EventDate "2016.09.13"]

1.d4 e6 {Gespielt unter dem "Multi Emulator Super System 0.175"} 2.c4 d5 3.Nc3 c5 4.e3 Nf6 5.Nf3 Nc6 {Schwarz letzter Buchzug} 6.Bd3 {Weiss letzter Buchzug} 6...Be7 7.cxd5 exd5 8.dxc5 Bxc5 9.O-O O-O {Es ist eine nicht ganz typische Stellung mit einem Isolani auf der d-Linie entstanden. Untypisch, weil in solchen Positionen der Ld3 auf e2 steht, um der Fesslung Lg4 zu begegnen und vor allem zwecks besserer Kontrolle des starken Blockadefeldes d4.} 10.Bd2 {Eine systemwidrige Entwicklung des schwarzfeldrigen Läufers, der üblicherweise auf b2 gehört, wo ihm eine schöne Diagonale winkt.} 10...d4 {Im richtigen Moment ausgeführt, ist dieser Vorstoss des isolierten Bauers oftmals unglaublich stark und bricht die gegnerische Stellung auf. Hier jedoch ist das eine harmlose Demonstration, die nur zum Ausgleich führt.} 11.Na4 Be7 12.exd4 Nxd4 13.Bc3 Nxf3+ 14.Qxf3 {Der erste Blick täuscht, meint man doch, dass Weiss eine fast überwältigende Stellung hat mit seinen gut postierten Läufern, die auf die gegnerische Königsstellung zielen. Einzig der Umstand des auf a4 ungünstig platzierten Springers trübt das Bild und diese Kleinigkeit genügt dem Schwarzen, um die Spiele auszugleichen.} 14...Bd7 {Entwicklung mit Angriff auf den Sa4 und der anschliessenden Möglichkeit, den Läufer auf c6 und die schöne Diagonale zu bringen.} 15.Bxf6 {Schade um das Läuferpaar, zumal für diesen Tausch keine Notwendigkeit bestand.} ( 15.Rfd1 Bg4 16.Qxb7 Rb8 17.Qxa7 Ra8 18.Qe3 Bxd1 19.Rxd1 Rxa4 20.Bc2 ( 20.Bxh7+ Kxh7 21.Rxd8 Rxd8 {unklar} ) 20...Qa8 21.Qxe7 {wahr das ungefähre Gleichgewicht.} ) 15...Bxf6 16.Nc5 {Der Springer steht hier imponierend, doch waren a) 16.Sc3 oder b) 16.Tfd1 ebenso gute, aber einfachere Fortsetzungen.} 16...Bc6 17.Qh3 {Dass sich Fidelity Excellence für diese Mattdrohung entscheidet, ist verständlich, obwohl objektiv betrachtet 17.Le4 die bessere Wahl darstellt. Dies insbesondere, weil die Mattdrohung leicht abzuwehren ist und hernach die weissen Figuren weniger optimal stehen als nach dem besseren 17.Le4.} ( 17.Be4 Bxb2 18.Nxb7 Bxe4 19.Qxe4 $10 {Ausgleich} ) 17...g6 18.Rab1 {Wenn man zu solch einem passiven Turmzug greifen muss, um einen Bauern zu decken, dann ist schon etwas Sand ins Getriebe geraten. Andererseits ist auch klar, dass die damaligen Programme nicht in der Lage waren, das von den heutigen Engines bevorzugte und mit einem Bauernopfer verbundene 18.Le4 zu finden.} 18...Qa5 {Höchst interessant ist, dass dieser logisch anmutende Doppelangriff auf den Sc5 und den a2-Bauer nicht einmal unter den ersten fünf Bestzügen moderner Engines auftaucht.} 19.Rfc1 ( {Mit} 19.b4 Qxa2 20.b5 Be8 21.Nxb7 $10 {und Ausgleich hätte Weiss die Ungenauigkeit des Damenzuges nach a5 "bestrafen" können.} ) 19...Bg5 $6 {Den schwarzen Vorteil hätte 19...Tfe8 besser festgehalten.} 20.b4 {Noch immer gut, aber einen Zug zu spät.} 20...Qxa2 {Kein direkter Fehler, aber nun ist Weiss seine Sorgen los, steht doch die leicht angreifbare schwarze Dame nicht sehr gut.} 21.Bc4 Qd2 22.b5 Be8 23.Rd1 Qc2 24.Qg4 {Deckt den Lc4 und greift den Lg5 an.} 24...Rd8 {Spürbar weisser Vorteil ergibt 24...b6?! 25.Se4 +/-} 25.Nxb7 Rxd1+ 26.Rxd1 {Die weisse Dame muss seinen Lc4 gedeckt halten.} 26...Bf4 {Solange der weisse Td1 dem Angriff der gegnerischen Dame ausgesetzt ist, darf man solche Züge spielen. Es droht ...Dxc4.} 27.Nd6 {Das Ross kommt wieder ins Spiel.} 27...Be5 {Genauer war 27...Ld7} 28.Rd5 Qc3 {Auch hier war 28...Ld7 genauer, denn nach dem Textzug könnte Weiss mit 29.De2 eine vorteilhafte Stellung erreichen.} 29.Bf1 ( 29.Qe2 Qc1+ 30.Rd1 Qf4 31.g3 Qf6 32.Qd3 $16 ) 29...Bxd6 $6 {Schade um den schönen Läufer.} 30.Rxd6 Qe5 31.Ra6 $2 {Statt mit 31.Td8 den Gegner vor grössere Probleme zu stellen, wendet sich nach dem fehlerhaften Turmzug das Blatt zugunsten von Schwarz.} 31...Bxb5 32.Bxb5 Qxb5 33.Ra1 Re8 {Nun hat Fidelity Excellence mit einem Minusbauer einen Kampf ums Remis zu führen. Eine allerdings machbare Sache, denn wenn Weiss den a5-Bauer dauernd unter Druck hält, wird es für Schwarz sehr schwer bis fast unmöglich, Fortschritte zu machen.} 34.Qd1 a5 35.h3 Qg5 {Meine Befürchtung ist, dass nun mit einer endlosen Seeschlange zu rechnen ist und Fidelity Excellence irgendwann doch noch einen verlustreichen Fehlgriff begehen wird.} 36.Qa4 Rd8 37.Qc4 Qe5 38.Qa4 Rd4 39.Qa3 Rd2 40.Qa4 Kg7 {Solange die schwarze Dame das Feld h2 beherrscht oder den weissen Ta1 unter Angriff hält, ist der a5-Bauer tabu wegen Dxa5?? Td1+, so dass eine einzige Deckung des a5-Freibauern durch die Dame genügt.} 41.Rd1 Rb2 42.Rc1 h6 43.Ra1 Qc3 44.Ra2 $2 {Und schon ist es passiert und zwar führer als erwartet: der von mir prognostizierte Excellence-Fehler, der die weisse Partie hoffnungslos machen sollte.} 44...Rb1+ $2 {Bedeutend schwächer als 44...Txa2.} ( {Einfach} 44...Rxa2 {der übrigens von Fidelity Excellence erwartete Zug} 45.Qxa2 Qe1+ 46.Kh2 Qb4 {gewinnt auf simple Art und Weise, denn der schwarze Freibauer ist nicht aufzuhalten.} ) 45.Kh2 Qe5+ 46.f4 {Erzwungen, weil es sonst Matt wird.} ( 46.g3 $4 Qe1 47.Qd4+ Kh7 48.Qh8+ Kxh8 49.Kg2 Qh1# ) 46...Qe3 47.Qc4 {Obwohl brute force nur auf Suchtiefe 6 abschliessend, hat Fidelity Excellence offenbar doch erkannt, dass er nach 47.Dxa5 in 7 Zügen Matt gesetzt.} 47...Re1 48.f5 {Nach dem Textzug zeigt Deep HIARCS 14 WCSC innert 6 Sek ein Matt in 19 Zügen an.} 48...Rc1 $2 {Schwarz verpasst seine Chance auf baldiges Matt mit 48...Dg1+ usw.} 49.f6+ Kf8 $6 {Bedeutend stärker natürlich 49...Kg8, denn weshalb soll sich Schwarz - wenn er nicht gut aufpasst - freiwillig in ein Mattnetz auf der Grundlinie begeben.} 50.Qa4 $2 {Das ermöglicht dem Gegner wieder einen Mattangriff, was 50.Tc2 verhindert hätte.} 50...Qg1+ $1 {Damit begibt sich Super Constellation auf den richtigen (Matt-)Weg.} 51.Kg3 Rc3+ 52.Kg4 h5+ $1 {Richtig, obwohl noch ohne Mattanzeige. Excellence hatte das länger dauernde 52...Dc5 erwartet.} 53.Kh4 Qe1+ 54.Kg5 Qe3+ 55.Qf4 Rc5+ 56.Kh6 Qxf4+ 57.Kh7 Qxf6 58.Kh6 Qg7# {Mit diesem Sieg geht der Novag Super Constellation 18 MHz mit 13,5 : 5,5 oder +11 -3 =5 in Führung. Kann sich Fidelity Excellence 3 MHz in der letzten Matchpartie wieder einmal zu einem Sieg aufraffen?} 0-1

[Event "Exc3-SC18 120'/40"]
[Site "Switzerland"]
[Date "2016.09.14"]
[Round "20"]
[White "Super Constellation 18 MHz"]
[Black "Excellence 3 MHz"]
[Result "1/2-1/2"]
[WhiteElo "1925"]
[BlackElo "1801"]
[ECO "C94a"]
[EventDate "2016.09.14"]

1.c4 c5 {Unter dem "Multi Emulator Super System 0.175" gespielt.} 2.Nf3 Nf6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 e6 {Schwarz letzter Buchzug} 5.g3 {Weiss letzter Buchzug} 5...d5 6.Bg2 Bb4+ 7.Bd2 Be7 8.cxd5 exd5 9.Nc3 Nc6 10.Bf4 O-O 11.O-O Be6 12.Nxe6 fxe6 13.Qb3 Qd7 14.Rac1 Nh5 15.Bd2 Na5 16.Qd1 Nc4 17.e4 Nf6 18.Bg5 {Die komplizierte Variante mit 18.exd5 ist vorteilhaft für Weiss, aber den Rechenhorizont der damaligen Programme übersteigend. } 18...Nxb2 19.Qe2 d4 20.Qxb2 dxc3 21.Rxc3 {Genauer ist 21.Db3 +/-} 21...Ng4 22.Bxe7 Qxe7 23.h3 Nh6 24.Rfc1 Qf6 25.Qd2 {Das schenkt dem Gegner ein unnötiges Tempo mit ...Tad8, weshalb 25.f4 zu empfehlen ist.} 25...Rad8 26.Qe3 Qd4 27.Qxd4 Rxd4 28.f4 {Entschärft den Turmzug des Gegners nach d2.} 28...Rd2 29.Ra3 {Exakter 29.Tc7 +=} 29...a6 30.e5 {Öffnet dem Lg2 die schöne Diagonale h1-a8 und legt den schwachen Bauern e6 fest, macht aber für den gegnerischen Springer das Feld f5 frei.} 30...Rb2 31.Rb3 {Möchte ein Turmpaar tauschen und mit einem aktiveren Turm zurückbleiben, ein guter Zug.} 31...Rxa2 32.Rxb7 Nf5 33.Rcc7 {Die verdoppelten Türme auf der 7.Reihe sehen imposant aus. Kann Schwarz seine Stellung noch zusammenhalten? Es dürfte schwierig werden, die die Aktivität der weissen Figuren ist spürbar grösser, während auch der Läufer stärker als der Springer einziustufen ist.} 33...Kh8 {Macht den Sf5 frei für das Eindringen in die gegnerische Stellung auf h4 oder e3, ohne dass Weiss mit Schach den g7-Bauern schlagen kann.} 34.g4 Ne3 $6 {Interessant, dass in der vorliegenden Stellung der Springer besser nach h4 gehüpft wäre. Das hätte dem weissen Lg2 das Feld f3 genommen und in manchen Varianten ist der Turmangriff Te2 auf einen auf e4 stehenden Läufer möglich.} 35.Be4 Rd8 {Plötzlich droht Schwarz mit ...Td1 ein Matt.} 36.Rd7 {Der angegriffene schwarze Turm muss fliehen, weil 36...Txd7?? 37.Tc8 zum Matt führt.} 36...Rg8 {Welch ein Schandplatz für einen Turm. Nun ist die weisse Stellung aber reif für den Schlussakkord, eingeleitet mit 37.f5!, wonach eine genügende Verteidigung nicht ersichtlich ist.} 37.Rbc7 $2 {Für einmal ist es Super Constellation, der eine super Stellung nicht verstärken kann, was mit sofort 37.f5! +- möglich war.} ( 37.f5 exf5 38.gxf5 h6 39.e6 $18 {und gewinnt} ) 37...Ra4 $1 {Mit diesem Angriff auf den Le4 entledigt sich Schwarz aller Probleme. Der Läufer muss weichen und hernach kann ...Txf4 geschehen.} 38.Bb7 Rxf4 39.Bxa6 Re4 40.Kf2 Rxe5 {Nun hoffte ich, dass Excellence mindestens diese Partie nicht verlieren wird. Der schwarze Mehrbauer genügt jedoch nicht zum Gewinn.} 41.Rb7 Rf8+ 42.Kg3 Rg5 43.Bd3 Kg8 44.Be4 h6 45.Re7 $6 {Fragwürdig in dem Sinne, dass die klare Remisstellung nach den folgenden Zügen zumindest für die damaligen Computerprogramme nicht mehr so einfach Remis sind. Mit 45.Tb6! hätte Weiss das Remis ohne Probleme auf sicher gehabt.} 45...Nf5+ 46.Bxf5 {Das ist ja erzwungen.} 46...exf5 {Natürlich ist die Stellung noch immer Remis, doch war ich nicht erstaunt, dass dieses Mal es der Novag Super Constellation trotzdem irgendwie schafft, die Partie zum Verlust zu führen.} 47.Rbc7 Rg6 48.Rcd7 h5 {Selbst diese brachiale Methode genügt nicht für einen Gewinn bringenden Vorteil.} 49.g5 ( 49.Rd4 $1 {ist der Remisweg, z. B.} 49...hxg4 50.hxg4 Ra8 51.Re5 Ra3+ 52.Kh4 fxg4 ( 52...Rh6+ 53.Kg5 fxg4 54.Rxg4 {=} ) 53.Rxg4 {=} ) 49...Rxg5+ 50.Kf4 Rg1 51.Rc7 h4 52.Red7 Rg3 53.Rb7 Rf6 54.Rbc7 Kh7 55.Rf7 Rxf7 56.Rxf7 Kh6 57.Kxf5 Rf3+ 58.Ke6 Rxf7 59.Kxf7 {In einer ersten Regung ist man geneigt, hier die Partie als 0-1 abzubrechen. Doch solches darf man nicht tun, wie insbesondere auch die Folge zeigt.} 59...g5 $4 {Unglaublich: kurz vor dem Ziel stolpert Fidelity Excellence 3 MHz noch ins Remis, dabei hätte 59...Kg5! und Vormarsch des Königs nach g3 auf simple Art und Weise gewonnen.} ( 59...Kg5 60.Kxg7 Kf4 61.Kf6 Kg3 ) 60.Kf6 g4 61.hxg4 h3 62.g5+ Kh7 63.Kf7 h2 64.g6+ Kh6 65.g7 h1=Q 66.g8=Q {Das 20-Partien-Match ist zu Ende. Und zu meiner grossen Überraschung hat Novag Super Constellation 18 MHz ganz klar mit 14,0 : 6,0 oder +11 -3 =6 gewonnen. Solch vernichtende Niederlagen sind mir zwischen diesen Geräten auf Turnierstufe bekannt, aber immer in umgekehrter Art mit Siegen von Fidelity Excellence. Offenbar tut dem Novag-Gerät das Tunen recht gut.} 1/2-1/2


Geändert von applechess (04.10.2016 um 07:59 Uhr) Grund: Zusätzliche Partie angefügt
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Boris (28.08.2016), Chessguru (27.08.2016), Eckehard Kopp (27.08.2016), Mapi (28.08.2016), mclane (28.08.2016), Michael (28.08.2016), paulwise3 (13.09.2016), Supergrobi (27.08.2016), Wolfgang2 (27.08.2016)
  #2  
Alt 29.08.2016, 19:10
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AW: Match 120'/40 Excellence 3 MHz - Super Constellation 18MHz

Hallo Kurt,

die Partien sind von dir hervorragend kommentiert, vielen dank dafür.

viele Grüße
Markus
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Folgender Benutzer sagt Danke zu Mapi für den nützlichen Beitrag:
applechess (29.08.2016)
  #3  
Alt 31.08.2016, 07:49
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MaximinusThrax MaximinusThrax ist offline
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AW: Match 120'/40 Excellence 3 MHz - Super Constellation 18 MHz

 Zitat von kurt utzinger Beitrag anzeigen
Ein wahrer Krimi spielte sich in der 8. Partie ab. Eigentlich hätte der Fidelity Excellence gewinnen müssen, der in einer langen Seeschlange nach dem verpassten Gewinn eine Reihe von klaren Remischancen vergab und schlussendlich - im tiefen Endspiel - den dümmsten Zug fand, der gar zum Verlust führte. Zwischenstand somit 4,5 : 3,5 für Novag's Super Constellation.
Mit solchen Zügen muss man bei diesem Gerät ab und zu rechnen. Trotzdem ein Super Ergebnis für den langsamen 3 MHz Excellence gegen den 18 MHz schnellen Super Conny!
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  #4  
Alt 31.08.2016, 08:37
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AW: Match 120'/40 Excellence 3 MHz - Super Constellation 18 MHz

 Zitat von MaximinusThrax Beitrag anzeigen
Mit solchen Zügen muss man bei diesem Gerät ab und zu rechnen. Trotzdem ein Super Ergebnis für den langsamen 3 MHz Excellence gegen den 18 MHz schnellen Super Conny!
Ja, ist schon bezeichnend, wenn der Superconny 18 MHz braucht, um einem 3 MHz-Excellence auf Turnierstufe Paroli zu bieten! Und wenn man bedenkt, dass die beiden (SuCo in der Normalversion) in der Aktivliste recht nahe beinander liegen, scheint das die These zu stärken, dass Spracklen-Programme längere Bedenkzeiten brauchen.

viele Grüße
Robert
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  #5  
Alt 13.09.2016, 13:45
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AW: Match 120'/40 Excellence 3 MHz - Super Constellation 18MHz

20. Partie Super Constellation-Excellence (Englisch): Die letzte Matchpartie verlief recht ausgeglichen. Kritisch wurde es, als Weiss im Endspiel 2T+L/2T+S mit beidseits 4 Bauern mit seinen beiden Türmen auf der 7.Reihe eindringen konnte. Und prompt reagiert Fidelity Excellence nicht gut genug und hätte Weiss bei richtiger Fortsetzung erlaubt, den Punkt einzufahren.

19. Partie Exellence-Super Constellation (Tarrasch-Verteidigung): Im Damengambit wählte Schwarz die aktive Tarrasch-Verteidigung. Weiss konnte die Stellung bis zum 28.Zug im Gleichgewicht halten. Hier war es dann der Super Constellation mit 2 Ungenauigkeiten, die dem Gegner erlaubt hätte, das Novag-Gerät bald unter Druck zu setzen. Leider verpasst Excellence mit 31.Ta6? seine Chance und wählte gar eine Abwicklung, die Bauernverlust nach sich zog. Das Schwerfiguren-Endspiel mit je Dame+Turm und 3 gegen 4 Bauern sollte bei normalem Verlauf wohl Remis enden. Doch einmal mehr patzt Excellence im späteren Verlauf und gerät in ein nicht zu verteidigendes Mattnetz. So steht es nun 13,5 : 5,5 oder +11 -3 =5 zugunsten von Novag Super Constellation.

18. Partie Super Constellation-Excellence (Spanisch): Die beiden Programme waren 14 bzw. 15 Züge lang im Buch. Nach wenigen zweitbesten Zügen begeht Fidelity Excellence mit 19...Lxe4?? einen schrecklichen taktischen Bock, der massiven Materialverlust zur Folge hatte. Im 40. Zug schliesslich konnte man das Handtuch werfen, denn Weiss hatte Turm+Läufer+4 Bauern auf dem Brett gegenüber König und 3 Bauern von Excellence. Eine wahrlich schreckliche Niederlage. Somit steht das Match nach 18 Partien 12,5 : 5,5 (+10 -3 =5) zugunsten von Novag Super Constellation.

17. Partie Excellence-Super Constellation (Nimzo-Indisch): Ausgeglichene Stellungen bedeuten in diesem Zweikampf keineswegs, dass die Partien dann Remis enden. So auch in dieser Partie, als Excellence einen mir unerklärlich schlechten Zug produzierte und in ein Mattnetz des Gegner geriet. Zwischenstand somit 11,5 : 5,5 zugunsten von Super Constellation.

16. Partie Super Constellation-Excellence (Sizilianisch): Fidelity Excellence muss sich nicht wundern, dieses Match drastich hoch verlieren, denn in dieser Partie lässt das Programm eine ganze Palette von Gewinnchancen ungenutzt. Es steht nun 10,5 : 5,5 (+8 - 5 =3) für das Novag-Gerät.

15. Partie Excellence-Super Constellation (Sizilianisch): Was soll man da sagen. Excellence verliert in besserer Stellung den Faden, gibt den Vorteil an den Gegner ab und wird langsam und gnadenlos überspielt. Der unglaubliche Zwischenstand des Matches lautet nun 10,0 : 5,0 zugunsten des Novag Super Constellation.

14. Partie Super Constellation-Excellence (Caro Kann): Erneut verliert das amerikanische Programm, das die rechtzeitige Rochade verpasste und nach bereits 21 Zügen eine verlorene Stellung auf dem Brett hatte. Es sieht überraschend klar aus, wenn man den Zwischenstand des Matches mit 9,0 : 5,0 zugunsten von Super Constellation berücksichtigt.

Eine wahre Komödie der Irrungen ergab sich in der 13. Partie. Ein schwarzes Bauernopfer von Novag Super Constellation brachte nicht den gewünschten Erfolg. Weitere Ungenauigkeiten hatten zur Folge, dass Fidelity Excellence einen zweiten Mehrbauern ergattern konnte. Die nur hypothetische Kompensation von Schwarz bestand in offenen Linien am Damenflügel gegen den lang rochierten weissen König. Fidelity Excellence fand kein Rezept, seine verbundenen Freibauern in Bewegung zu setzen. Im Gegenteil erlaubte er dem Gegner eine hübsche Abwicklung, wonach ein weisser Gewinn schon ziemlich illusorisch schien. Und schliesslich konnte Novag Super Constellation eine Stellung erreichen, die durch Dauerschach zwingend das Remis sichert. Doch wich das Programm von David Kittinger dem Remis im letzten Moment aus und spielte auf Gewinn. Leider verkorkste Weiss die klare Remisstellung zum Verlust. Und gerade als man geneigt war, dem Novag Super Constellation bald den vollen Punkt zu schreiben, revanchierte sich das Programm mit einem dummen Patzer, so dass die beidseits fehlerhaft gespielte Partie im 96. Zug doch noch mit Remis zu Ende ging. Damit befindet sich Fidelity Excellence mit 5,0 : 8,0 weiterhin klar im Rückstand.

In der dramatischen 12. Partie ist es erneut der Novag Super Constellation, der einen Sieg einfährt und damit 7,5 : 4,5 in Führung geht. Und wieder hat der Fidelity Excellence das an und für sich verdiente Remis verpasst. Der Matchverlauf ist für mich schon etwas überraschend. Offenbar tut dem Hongonker-Gerät das Tuning recht gut.
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Böse unter die Räder geriet Excellence mit Weiss in der 11. Partie. Nach beidseitigen Ungenauigkeiten übernimmt Super Constellation das Ruder. Ein folgenschwerer Fehler von Weiss (20.Dc3) wurde nicht bestraft. Trotzdem blieb Schwarz am Ruder und Excellence zeigte sich dem Druck nicht gewachsen. Durch Eindringen von Dame und Turm auf die 2. und 1. Reihe schuf Super Constellation ein Mattnetz. Zwischenstand nach 11 Partien somit 6,5 : 4,5 zugunsten des Programms aus Hongkong.

In der 10. Matchpartie erobert Weiss (SC) die Qualität, kann anschliessend gar in ein Endspiel mit 2 Mehrbauern abwickeln. In der Folge spielt das Programm aber derart unglücklich, dass Excellence wieder das Remis hätte erreichen können. Leider patzt das amerikanische Programm und muss schliesslich doch noch die Segel streichen. Zwischenstand nach 10 Matchpartien somit 5,5 : 4,5 zugunsten von Novag Super Constellation 18 MHz.

In der 9. Partie ergab sich das schon fast übliche Auf und Ab mit schliesslich einem typischen Freibauern-Sieg des Fidelity Excellence 3 MHz. Matchstand somit: 4,5 - 4,5 so dass beide zufrieden sein dürfen: Super Constallation 18 MHz deshalb, weil das getunte Gerät nun offenbar viel eher in der Lage ist, gegen seinen Gegner zu bestehen. Und Excellence 3 MHz deshalb, weil er trotz 6x langsamerer Hardware noch immer mithalten kann.

Ein wahrer Krimi spielte sich in der 8. Partie ab. Eigentlich hätte der Fidelity Excellence gewinnen müssen, der in einer langen Seeschlange nach dem verpassten Gewinn eine Reihe von klaren Remischancen vergab und schlussendlich - im tiefen Endspiel - den dümmsten Zug fand, der gar zum Verlust führte. Zwischenstand somit 4,5 : 3,5 für Novag's Super Constellation.

Die 7. Partie ist mit einem für Fidelity Excellence schmeichelhaften Remis zu Ende gegangen, nachdem sich eine vermeintliche Gewinnidee in eine klare Verluststellung hätte kehren können. Matchstand: 3,5 - 3,5

6. Partie Super Constellation-Excellence (Wiener Partie): Die von Weiss gewählte Eröffnungsvariante ist nicht zu empfehlen. Und so gelangt der Super Constellation in eine unangenehme Stellung. Beidseitige Fehler bringen dann die Stellung wieder einigermassen ins Gleichgewicht. Ein schlechter Damenzug hätte dann die Wende und den schwarzen Gewinn bringen können. Doch ausgerechnet der Freibauern-Stürmer Excellence nutzt seine Chance nicht, deshalb schliesslich Remis. Und somit steht es 3,0 : 3,0.

5. Partie Excellence-Super Constellation (Sizilianisch): Den erspielten Vorteil wirft der Super Constellation bald weg. Und nachdem Weiss einen einen gedeckten Freibauer auf der b-Linie etabliert und Schwarz weiterhin zu passiv agiert, führen der vorgestürmte Freibauer und die auf der 7. Reihe platzierten weissen Türme zum wohl verdienten Sieg. Somit also 2,5 : 2,5.

Die 4. Partie Super Constellation-Excellence (Sizilianisch) mündete in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Trotz beidseitiger Ungenauigkeiten endete der Kampf mit dem erwarteten Remis. Somit 2,5 : 1,5 für das Novag-Gerät.

3. Partie Excellence-Super Constellation: Ein gegnerischer Isolani auf d5 und die Bauernmehrheit am Damenflügel sichern dem Weissen im Endspiel einen Vorteil. Nach einem verpassten Turmtausch erwiesen sich der weit vorgerückte Freibauer auf der b-Linie und die weissen aktiven Figuren als Gewinn bringend für Excellence. Somit also 1,0 : 2,0 für das Novag-Gerät.

Die 2. Partie Super Constellation-Excellence sah die Abtausch-Variante im Slawischen Damengambit. Beide Programme schafften es durch teilweise fehlerhafte Züge, das Gleichgewicht zu stören. In einem schwierigen Endspiel begnügte sich Fidelity Excellence mit Schwarz zu Recht nicht mit einem Remis durch Dauerschach, sondern opferte die Qualität gegen sehr gute Kompensation. Selbst als der Novag Super Constellation zwei Türme auf die 7. Reihe brachte, stand Schwarz dank seiner vielen Bauern besser. Doch nach einem schrecklich dummen Zug von Excellence konnte sein Gegner ein unzertrinnbares Mattnetz aufbauen. Somit also 2,0 : 0,00 für Super Constellation.

Die Eröffnung der 1. Partie Excellence-Super Constellation verlief zugunsten von Fidelity Excellence. Ein unsachgemässer Bauernvorstoss wendete das Blatt. Statt sich mit Bauernverlust abzufinden, versuchte Weiss eine Abwicklung, die ihm 2 Bauern für eine Leichtfigur einbrachte. Das erwies sich allerdings als ungenügend, zumal Novag Super Constellation mit aktiv auftretenden Figuren die Initiative übernahm und schliesslich eine übermächtige Stellung herausspielte, die er dann zum Sieg führte.

Geändert von applechess (14.09.2016 um 12:57 Uhr)
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paulwise3 (13.09.2016)
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