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  #1  
Alt 25.04.2009, 23:05
Benutzerbild von Tom
Tom Tom ist offline
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Eröffnungsverhalten des Atlanta

Hallo zusammen,

ich habe mir grad mal ein paar Eröffnungen notiert, die sich im Spiel gegen den Atlanta ergeben haben. Der Atlanta hat ja mehrere Eröffnungsbücher, nämlich

1. book/FL (keine Ahnung, was "FL" hier bedeutet)
2. book/PA (PA=passiv)
3. book/AT (AT=aktiv)
4. book/TN (TN=Turnier)

Zur Zeit habe ich leider kaum Gelegenheit, mit dem Gerät zu spielen, aber ein bisschen musste heute abend sein. Die Sucht musste ein wenig befriedigt werden.

Nun, so testete ich einfach mal das Eröffnungsverhalten meines Gerätes mit der Bibliothek "FL". Keine Ahnung, was FL bedeutet, in der Anleitung steht lediglich, Züge aus der Eröffnungsbibliothek, vielleicht ist daher "FL" die Abkürzung für das englische "From Library"?

Zunächst führe ich die weißen Steine, der Atlanta antwortet mit Schwarz, das ganze immer nur maximal 4 Züge, damit es nicht zu lange dauert:

1. e4 g6 2. d4 Lg7 3. Sf3 c6* (* bedeutet, Zug wurde berechnet, nicht in Bibl.)
1. e4 c5 2. Sf3 e6 3. d4 cxd5 4. Sxd4 Sf6
1. b3 d5 2. Sf3 c5 3. e3 Lg4*
1. d4 Sf6 2. c4 e6 3. Sf3 d5 4. e3 Le7
1. g3 Sf6 2. Lg2 d5 3. d4 e6 4. Sf3 c6
1. Sf3 Sf6 2. d4 c5 3. Sf3 cxd4*

Der Test ging heute abend über nur sechs Versuche. Ich werde das mal ausbauen und dokumentieren. Immerhin: Auf jeden Zug hatte er 'ne gespeicherte Antwort parat, auch wenn die Variante nicht sehr tief ist.

Jetzt führe ich die schwarzen Steine unter "FL", auch sechs Versuche:

1. d4 g6 2. c4 e6 3. e4*
1. Sc3 e5 2. e4*
1. c4 c5 2. Sf3 Sf6 3. Sc3 Sc6 4. g3
1. e4 e5 2. Sc3 a6? 3. Lc4*
1. Sf3 Sf6 2. e4 e5 3. Lc4 Lc5 4. e3
1. d4 Sf6 2. Lg5 e6 3. e4*

Leider kenne ich mich mit den Bezeichnungen der Varianten nicht so gut aus. Deshalb lasse ich sie einfach mal weg. Für heute abend lasse ich es damit mal gut sein.

Interessant finde ich, dass der Atlanta bei "book/PA" keine Larseneröffnung kennt, denn auf 1. b3 fängt er an zu rechnen (1. ... Sf6), während er bei "book/FL" 1. ... d5 sofort ausspuckt.

Weitere Erkenntnisse später, vielleicht nächstes Wochenende.

Gruß Tom
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  #2  
Alt 25.04.2009, 23:20
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Paisano Paisano ist offline
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

Hallo Tom,

ich gehe mal davon aus, das "FL" das Kürzel für Full ist, also benutzt der Atlanta sein komplettes Buch ohne irgendwelche Einschränkuingen.

Grüße
Uwe
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  #3  
Alt 26.04.2009, 06:25
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Tom Tom ist offline
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

 Zitat von Paisano
Hallo Tom,

ich gehe mal davon aus, das "FL" das Kürzel für Full ist, also benutzt der Atlanta sein komplettes Buch ohne irgendwelche Einschränkuingen.

Grüße
Uwe
Danke, Uwe, das würde exakt passen.
Die Unterscheidung in "Aktiv" und Passiv" liegt irgendwie auf der Hand, aber was man unter "Turniereröffnungen" verstehen soll? Vielleicht nur weige, aber besonders tiefe Varianten!?

Gruß Tom
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  #4  
Alt 26.04.2009, 10:27
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

 Zitat von Tom
Danke, Uwe, das würde exakt passen.
Die Unterscheidung in "Aktiv" und Passiv" liegt irgendwie auf der Hand, aber was man unter "Turniereröffnungen" verstehen soll? Vielleicht nur weige, aber besonders tiefe Varianten!?

Gruß Tom
Moin Tom,

Turniereröffnungen,sollen dem Atlanta am besten liegen...Also auf sein Spiel
ausgelegte Varianten!!!

Gruß,
Stefan
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  #5  
Alt 26.04.2009, 12:34
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EberlW EberlW ist offline
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

Hallo Tom,

FL steht in der Tat für "Full Book". In diesem Modus spielt der Atlanta nach dem Zufallsprinzip alles, was er an möglichen Antworten in seinem Buch findet - auch bekannt schwache Fortsetzungen die ihn auf Verlustpfade führen. Für das eigene Spiel gegen die Kiste ist das vielleicht die interessanteste Wahl, weil abwechslungsreich und eben nicht zwingend so brutal stark.

PA (Passive Book) und AT (Active Book) erklären sich quasi von selbst. Sie schränken das Buch auf bestimmte, dem gewünschten Eröffnungsverhalten entsprechende Varianten ein.

TN (Tournament Book) beschränkt die Eröffnungswahl des Gerätes auf jene Varianten, die ihm besonders gut liegen (sollen). Aber Achtung: Der Atlanta "versteht" diese Eröffnungen nur dann, wenn tatsächlich auf Turnierstufe gespielt wird! Auf Aktivstufe oder gar beim Blitz, kann er nach Verlassen des Buches garnicht tief genug rechnen, um wirklich zu kapieren was da abgeht. Auf diesen Stufen eignen sich eher das aktive und das passive buch, die beide eher auf Schnellschach abgestimmt scheinen.

Im Übrigen hast Du eine fünfte Bucheinstellung des Gerätes noch garnicht aufgeführt: Das "Allgemeine Buch"! Dieses wählst Du an, indem du die anderen Buchoptionen (ausser "Book" selbst natürlich) abwählst, also ein "-" davor setzt. In dieser Einstellung spielt der Atlanta etwas abwechslungsreicher als mit dem Turnierbuch, spielt also mehr Variante aktiv aus. Die schwachen Fortsetzungen des "Full Book" aber vermeidet er selbstverständlich.

Gruß, Willi
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  #6  
Alt 26.04.2009, 18:30
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

Danke Stephan, Willi, Uwe und alle,

wusste gar nicht, dass sich außer mir noch so viele andere Leute mit dem Atlanta auseinandersetzen. Um so besser, denn je mehr Freunde über diesen tollen Schachcomputer schreiben, desto lebendiger wird das Spiel mit ihm.

Danke für alle Anregungen, insbesondere auch für +book ohne Zusatzfunktionen. Ich möchte mir das mal in Ruhe ansehen mit echten Beispielen und Zugfolgen.

Allerdings ist für heute abend schon Schluss. Komme grad von einer anspruchsvollen Wanderung im Kinzigtal (bei Offenburg) mit phantastischem Wetter und wunderbaren Ausblicken. Echt eine Reise wert.

Bis dann Tom
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  #7  
Alt 26.04.2009, 20:08
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MaximinusThrax MaximinusThrax ist offline
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

Zitieren:
FL steht in der Tat für "Full Book". In diesem Modus spielt der Atlanta nach dem Zufallsprinzip alles, was er an möglichen Antworten in seinem Buch findet - auch bekannt schwache Fortsetzungen die ihn auf Verlustpfade führen. Für das eigene Spiel gegen die Kiste ist das vielleicht die interessanteste Wahl, weil abwechslungsreich und eben nicht zwingend so brutal stark.

PA (Passive Book) und AT (Active Book) erklären sich quasi von selbst. Sie schränken das Buch auf bestimmte, dem gewünschten Eröffnungsverhalten entsprechende Varianten ein.

TN (Tournament Book) beschränkt die Eröffnungswahl des Gerätes auf jene Varianten, die ihm besonders gut liegen (sollen). Aber Achtung: Der Atlanta "versteht" diese Eröffnungen nur dann, wenn tatsächlich auf Turnierstufe gespielt wird! Auf Aktivstufe oder gar beim Blitz, kann er nach Verlassen des Buches garnicht tief genug rechnen, um wirklich zu kapieren was da abgeht. Auf diesen Stufen eignen sich eher das aktive und das passive buch, die beide eher auf Schnellschach abgestimmt scheinen.

Im Übrigen hast Du eine fünfte Bucheinstellung des Gerätes noch garnicht aufgeführt: Das "Allgemeine Buch"! Dieses wählst Du an, indem du die anderen Buchoptionen (ausser "Book" selbst natürlich) abwählst, also ein "-" davor setzt. In dieser Einstellung spielt der Atlanta etwas abwechslungsreicher als mit dem Turnierbuch, spielt also mehr Variante aktiv aus. Die schwachen Fortsetzungen des "Full Book" aber vermeidet er selbstverständlich.

Gruß, Willi

Hallo zusammen,

interessant ! Gilt für den Programmgleichen Magellan das selbe ? Die Spiele werden ja hier automatisch mit der Turnierbibliothek gestartet. Man will aber nicht immer auf der Turnierstufe spielen, sondern auch gerne mal auf den schnelleren stufen.

Grüße
Otto
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  #8  
Alt 26.04.2009, 22:16
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EberlW EberlW ist offline
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

 Zitat von MaximinusThrax
Hallo zusammen,

interessant ! Gilt für den Programmgleichen Magellan das selbe ? Die Spiele werden ja hier automatisch mit der Turnierbibliothek gestartet. Man will aber nicht immer auf der Turnierstufe spielen, sondern auch gerne mal auf den schnelleren stufen.

Grüße
Otto
Hallo Otto,

wie es bei den Modulen ist, weiß ich nicht. Es trifft aber auf Milano Pro, Mystery, ETC, TC2100 und Miami so zu. Ich denke mal, es wird bei allen Morsch-Geräten mit dieser Menüführung gleich sein.

Gruß, Willi
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  #9  
Alt 27.04.2009, 21:08
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

Hallo zusammen,

heute habe ich ein paar Minuten für ein paar Tests. Gleich zur Sache:

Gut finde ich die Eigenschaft des Atlanta, nach vorgegebenen Zügen sofort zu erkennen, ob da noch was in der Bibliothek vorhanden ist, was er als Antwort verwenden kann.

Also (ich weiß, Atlanta schwarz, Einstellung +book/PA), normal läuft's so:

1. c4 e6 2. d4 Sf6 3. Sc3 Lb4 4. Sf3 c5 ...

Ich ziehe und der Compi antwortet.

Gebe ich jedoch im Zweispielermodus die Zugfolge 1. c4 e6 2. d4 Sf6 3. Sc3 Lb4 vor und ziehe danach als Weißer wieder 4. Sf3, antwortet der Computer sofort mit 4. ... c5. Er befindet sich also nach wie vor "in" der Bibliothek, auch wenn die ersten Züge vorgegeben wurden.

Das ist toll, wenn man bestimmte Eröffnungen tiefer untersuchen will.

Auch Zugrücknahmen während einer Eröffnung bringen ihn nicht aus dem Konzept. Wenn ich die Folge 1. c4 e6 2. d4 Sf6 3. Sc3 Lb4 4. Sf3 c5 wieder aufs Brett bringe und dann die Züge zurücknehme bis einschließlich 3. Sc3, danach wieder 3. Sc3 ziehe, folgt augenblicklich 3. ... Lb4, wobei es mir nicht auf Lb4 ankommt, sondern auch das Augenblickliche des Zuges. Er zieht also immer noch aus der Eröffnungsbibliothek.

Er lässt sich also nicht für blöd verkaufen: Moment, der Tom hat einen ganzen Haufen Züge zurückgenommen, wo bin ich denn jetzt, bin ganz durcheinander, ich glaub, ich rechne lieber mal.
Nein, sondern er erkennt jede gespeicherte Eröffnungsstellung, wenn sie aufs Brett kommt, egal wie.

Wahrscheinlich verfügen aber wohl die meisten Brettis über diese Eigenschaft, oder?

Grüße Tom

Geändert von Tom (27.04.2009 um 21:12 Uhr)
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  #10  
Alt 27.04.2009, 22:32
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EberlW EberlW ist offline
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AW: Eröffnungsverhalten des Atlanta

Ja, das können praktisch alle "moderneren" Geräte. Genau dafür ist die Bibi ja auch gedacht. Die Dinger kennen natürlich auch eine Reihe Zugumstellungen und wenn sie eine solche dennoch mal nicht geregelt bekommen, finden sie trotzdem wieder zurück ins Buch, wenn die nächsten (errechneten und vom Gegner gezogenen) Züge wieder zu einem Bild führen, dass ihnen aus der Bibi bekannt ist. Insofern stehen die Compi-Bücher -mal hauptsächlich vom Umfang abgesehen- einem modernen Eröffnungsbuch-Design (wie z.B. dem ctg-Format) in kaum was nach. Nur die wirklich alten Compis haben noch Bücher, die sich absolut stur verhalten - wenn raus, dann raus...

Gruß, Willi
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