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  #151  
Alt 01.01.2023, 12:11
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Egbert Egbert ist offline
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

Hallo Kurt,

nun rächen sich doch die vielen verschenkten Punkte der CXG Sphinx Legend.

Gruß
Egbert
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applechess (01.01.2023), paulwise3 (01.01.2023)
  #152  
Alt 01.01.2023, 14:54
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

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Hallo Kurt,

nun rächen sich doch die vielen verschenkten Punkte der CXG Sphinx Legend.

Gruß
Egbert
Hallo Egbert
So ist es ... ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die CXG Sphinx Legend
mit ihrer unbeständigen Spielweise zweimal hintereinander gewinnt.
Gruss
Kurt
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Egbert (01.01.2023)
  #153  
Alt 01.01.2023, 17:55
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

Servus Kurt,

zunächst alles Gute im neuen Jahr!
Es ist immer wieder "schön" anzuschauen mit welcher Hingabe du die Partien, speziell die "Hintergründe" einer Eröffnung (z. B. Partie 45 oder 47), kommentierst.
Vielen Dank!

LG
Udo

P.S.: Ich hoffe (natürlich ), dass der MM II die letzen beiden Partien gewinnt!
Zur Erinnerung: Mein Tipp 27-23 für den MM II !
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Alt 02.01.2023, 09:36
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

 Zitat von mickihamster Beitrag anzeigen
Servus Kurt,

zunächst alles Gute im neuen Jahr!
Es ist immer wieder "schön" anzuschauen mit welcher Hingabe du die Partien, speziell die "Hintergründe" einer Eröffnung (z. B. Partie 45 oder 47), kommentierst.
Vielen Dank!

LG
Udo

P.S.: Ich hoffe (natürlich ), dass der MM II die letzen beiden Partien gewinnt!
Zur Erinnerung: Mein Tipp 27-23 für den MM II !
Hallo Udo
Danke für die Blumen. In Kürze werde ich die 49. Partie publizieren.
Lass dich überraschen, ob es in Richtung deiner Prognose weitergeht.
Gruss
Kurt
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  #155  
Alt 02.01.2023, 10:32
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

Match 72: 120'/40+60'/20+30' | Bediener: Rolf Bühler | 49. Partie: Schwarz (MM II) gewinnt | Zwischenstand: 26-23 (53%) für Mephisto MM II | Bereits im 10. Zug werden die Damen getauscht. Der weisse Vorteil ist gering. Zwar besitzt der Anziehende einen gedeckten Freibauern auf d5 und die Bauernmehrheit am Damenflügel, die des Doppelbauern wegen jedoch entwertet ist. Abgesehen von beidseitigen Ungenauigkeiten plätschert die Partie dahin. Doch gesamthaft agiert Schwarz genauer, nimmt die offene e-Linie unter Kontrolle, während der Gegner seinen König in die hinterste Ecke stellt, statt in Richtung Zentrum. Und als dann die CXG Sphinx Legend mit f2-f4 auch noch das Feld e3 schwächt, beginnt der Mephisto MM II plötzlich riesenstark zu spielen und holt sich verdientermassen den Sieg. Damit ist auch bereits der Matchgewinn vor der letzten 50. Partie zu seinen Gunsten besiegelt.

[Event "120'/40+60'/20+30'"]
[Site "Zurich"]
[Date "2022.??.??"]
[Round "49"]
[White "CXG Sphinx Legend"]
[Black "Mephisto MM II"]
[Result "0-1"]
[ECO "B15"]
[WhiteElo "1816"]
[BlackElo "1815"]
[Annotator "KUT"]
[PlyCount "75"]
[EventDate "2022.??.??"]

1. e4 c6 {Match 72: 120'/40+60'/20+30' | Bediener: Rolf Bühler | 49. Partie: Schwarz (MM II) gewinnt | Zwischenstand: 26-23 (53%) für Mephisto MM II | Bereits im 10. Zug werden die Damen getauscht. Der weisse Vorteil ist gering. Zwar besitzt der Anziehende einen gedeckten Freibauern auf d5 und die Bauernmehrheit am Damenflügel, die des Doppelbauern wegen jedoch entwertet ist. Abgesehen von beidseitigen Ungenauigkeiten plätschert die Partie dahin. Doch gesamthaft agiert Schwarz genauer, nimmt die offene e-Linie unter Kontrolle, während der Gegner seinen König in die hinterste Ecke stellt, statt in Richtung Zentrum. Und als dann die CXG Sphinx Legend mit f2-f4 auch noch das Feld e3 schwächt, beginnt der Mephisto MM II plötzlich riesenstark zu spielen und holt sich verdientermassen den Sieg. Damit ist auch bereits der Matchgewinn vor der letzten 50. Partie zu seinen Gunsten besiegelt.} 2. Nc3 d5 3. d4 dxe4 4. Nxe4 Nf6 5. Nxf6+ exf6 {Im Buch "Caro-Kann" von Rolf Schwarz aus dem Jahre 1965 heisst es dazu: "Ein umstrittenes System. Die Theorie argumentiert. Weiss nimmt auf f6 und folgert: 1.) Schlägt Schwarz nun mit dem e-Bauern zurück, so bekommt Weiss die gefährliche Bauernmajorität am Damenflügel. Wir erinnern uns hier an die Spanische Abtauschvariante, zu der aber ein grundlegender Unterschied besteht: Schwarz hat dort als Äquivalent das Läuferpaar. 2.) Nimmt Schwarz mit dem g-Bauern, so ist der schwarze Bauernblock im Zentrum unbeweglich. Immerhin gibt die Theorie dieser Variante bessere Lebenschancen als dem Schlagen mit exf6. Wir möchten nur ganz en passent erwähnen, dass theoretische Urteile und praktische Ergebnisse nicht ganz übereinstimmen, was der Schachfreund aber bei Studium der folgenden Varianten selbst bemerken wird." Weitere Kommentare dazu sind ebenfalls interessant. Zu 5.Sxf6 exf6 meint Ludwig Pachmann: "Nun kann sich Schwarz schnell entwickeln. Ein Nachteil seiner Stellung aber ist die Entwertung seiner Königsflügelbauern. Kommt es bei einer derartigen Bauernkonstellation zum Endspiel, so ist dieses sehr günstig für Weiss." Und Ex-Weltmeister Dr. Max Euwe meint zu 5.Sxf6 exf6: "Dieses Wiederschlagen ... schwächt die Bauernstellung in sehr ernsthafter Weise, denn ein reines Bauernendspiel wäre verloren für Schwarz. Es bietet auf der anderen Seite dynamische Vorteile: Schnelle Entwicklung, sichere Rochadestellung, Druck auf die Mittellinien. Es ist deshalb nicht immer so, dass die bessere Bauernstellung des Anziehenden zu ihrem Recht kommen muss. Es besteht nur die Aussicht darauf." Und Egon Varnuz meint: "Die Theorie unterschätzt dieses System (exf6) ein wenig, weil Weiss einen ideellen Mehrbauern hat. Entfernen wir alle Figuren vom Brett, dann hat Schwarz ein verlorenes Bauernendspiel. Die Variante war jedoch zeitweilig in Mode, weil es bis zur völligen Vereinfachung noch weit ist, Schwarz keine Entwicklungsschwierigkeiten hat, der Doppelbauer seine Königsstellung verstärkt und manchmal sogar die Ergreifung der Initiative gestattet." Und A. Konstantinopolski/A. Weiz schreiben: "Lange Zeit war man der Ansicht, der Plan mit e7xf6 genüge nicht, um ein gleichwertiges Spiel zu erlangen. Er gewährt Weiss ein Bauernübergewicht am Damenflügel, wofür Schwarz keine sichtbare Kompensation hat. Allmählich aber brachte die Praxis auch die Vorteile der schwarzen Stellung an den Tag. Schwarz kann seine Figuren schnell entwickeln, nach der kurzen Rochade steht der schwarze König sicher genug; daneben kontrolliert der f6-Bauer die Felder e5 und g5, was die Entfaltung eines weissen Angriffs hemmt." Sehr aufschlussreich und wichtig finde ich zudem den Umstand, dass alle modernen Engines das Schlagen mit e7xf6 bevorzugen und mit wenigen Ausnahmen eine Bewertungsdifferenz von 0.5 und mehr Bauerneinheiten zugunsten des soliden exf6 geben. Man kann zu dem System mit 4...Sf6 stehen, wie man will, Tatsache ist, dass gemäss den oftmals täuschenden Statistiken -- weil darin auch viele fehlerhafte Partien enthalten sind, die dem eigentlichen Verlauf der Partien nicht gerecht werden -- nicht viel gegen die praktische Anwendung dieses Systems spricht. So sehen nach 5.Sxf6 die Gewinnquoten aus weisser Sicht wie folgt aus: 54,4% CB Opening Tree 2020 mit 13858 Partien, 54% im CB Live Book mit nur 4069 Partien, 54% in der CB Online Datenbank mit 18817 Partien. Und auch die Unterschiede zwischen 5...exf6 und 5...gxf6 sind statisch wenig relevant, ja 5...exf6 bringt gar leicht bessere Ergebnisse für Schwarz. Es ist also weitgehend Geschmacksache, welches Abspiel man als Schwarzer wählen will.} 6. Bc4 (6. c3 {ist die am meisten gespielte Fortsetzung}) 6... Qe7+ 7. Qe2 Be6 {***ENDE BUCH***} 8. Bb3 {***ENDE BUCH***} Bxb3 9. axb3 c5 {Damentausch auf e2 oder 9...Sa6 sieht natürlicher aus, denn Weiss kann nun einen langfristig lästigen Freibauern auf d5 installieren.} (9... Qxe2+ 10. Nxe2 Na6 11. O-O O-O-O 12. Be3 Kb8 13. c4 Bd6 14. Nc3 Nb4 15. d5 b6 16. Ra4 Kb7 17. Rfa1 Ra8 18. Ne4 Bf8 19. d6 Nc2 20. Rd1 Nxe3 21. fxe3 c5 22. b4 cxb4 23. Rxb4 Kc6 24. c5 f5 25. Ng5 bxc5 26. Ra4 f6 27. Ne6 a5 28. d7 Bd6 29. Nxg7 Rhd8 30. Nxf5 Rxd7 31. Nxd6 Rxd6 32. Rxd6+ Kxd6 33. Kf2 Rb8 34. Rxa5 Rxb2+ 35. Kf3 c4 36. Ra3 h5 37. h4 f5 38. Kf4 Rf2+ 39. Kg5 Rxg2+ 40. Kxh5 Kd5 41. Kh6 Ke4 42. Rc3 Rg4 43. h5 Kf3 44. e4+ Kxe4 45. Rxc4+ Ke5 46. Rc5+ Ke6 47. Rc6+ Kd5 48. Rg6 Ke5 49. Kg7 Rb4 50. h6 Rb7+ 51. Kg8 Rb8+ 52. Kg7 {½-½ (52) Pavlovic,M (2540)-Drazic,S (2545) Kragujevac 2010}) 10. d5 Qxe2+ 11. Nxe2 Na6 12. c4 {Weiss hat nun einen gedeckten Freibauern. Da die weisse Stellung am Damenflügel mit seinem Doppelbauer auch eine Schwäche darstellt, ist der weisse Vorteil gering.} Nb4 13. O-O Nc2 14. Ra5 b6 15. Ra6 Bd6 $6 {Eine wesentliche Ungenauigkeit.} (15... Nb4 {könnte zu einer Zugwiederholung führen} 16. Ra1 Nc2 17. Ra6 ({weicht Weiss aus mit} 17. Ra4 {so kann die Stellung des Springers auf b4 durch} a5 {gesichert werden.}) 17... Nb4 {usw.}) 16. Bd2 $1 $16 {Nun kann ein auf b4 zurückkehrender Springer mit Lxb4 beseitigt werden, was nach ...cxb4 für Weiss günstig ist, zumal ihm das starke Zentrumsfeld d4 in die Hände fällt.} O-O 17. Nc1 $2 {Weiss hat keine Ahnung, um was es in dieser Position geht. Im Gegenteil lässt er dem schwarzen Springer gar die angenehme Wahl, nach d4 zu hüpfen.} (17. Rc1 Nb4 18. Bxb4 cxb4 19. Kf1 $16 {und Weiss steht prächtig, so droht unter anderem Tca1 und Txa7.}) 17... Rfe8 {Nimmt die offene e-Linie in Beschlag.} 18. Bc3 Re7 19. Rd1 {Macht das Feld f1 für den König frei.} h5 $6 {Nach dem Motto "Denn sie wissen nicht, was tun" gespielt. Der Mephisto MM II behandelt die Stellung so wie im Mittelspiel mit Damen und will am Königsflügel angreifen. Eine völlige Illusion ohne Damen auf dem Brett.} 20. Kh1 $6 {Aber auch Weiss ist ratlos. So stellt man wieder einmal den König in die Ecke, statt nach f1, Richtung Zentrum.} Rae8 21. Nd3 h4 {Nun wenigstens konsequent, indem er die weisse Bauernstellung durch den weiteren Vormarsch ...h3 schwächen will.} 22. g3 h3 $11 {Nun sollte Weiss seinen König wieder Richtung Zentrum in Bewegung setzen, also 23.Kg1 und alles wäre noch immer im Lot.[#]} 23. f4 $2 {Verlustzug: Ein zum Himmel stinkender positioneller Fehlgriff, der das Feld e3 und die 2. Reihe tödlich schwächt.} (23. Kg1 f5 24. Rc1 Nb4 25. Bxb4 cxb4 26. Kf1 $11) 23... Ne3 24. Re1 Ng4 $1 {Sehr gut bemerkt, denn Weiss kann das Eindringen eines gegnerischen Turms auf e2 nur durch eine Aufstellung verhindern, dem positionellen Bankrott gleichkommt.} 25. Rxe7 Rxe7 26. Nc1 g5 $1 {Erstaunlich, wie zielgerichtet der Mephisto MM II zur Demolierung der gegnerischen Stellung schreitet.} 27. fxg5 fxg5 28. Kg1 f5 $1 {Und erneut ein starker Zug. Weiss kann sich kaum bewegen.} 29. Kh1 Be5 (29... f4 {ist gar noch konsequenter.} 30. gxf4 gxf4 31. Bd2 f3 32. Ra1 f2 33. Nd3 Rf7 34. Rf1 Rf3 $19) 30. d6 (30. Bd2 Bd4 31. d6 Nf2+ 32. Kg1 Ne4+ 33. Kh1 Nxd6 $19) 30... Re6 (30... Bxd6 {gewinnt ebenfalls}) 31. Bxe5 (31. Rxa7 Rxd6 {und Weiss wird mattgesetzt.}) 31... Rxe5 32. Nd3 Re3 {Der Springer ist nun verloren, denn wegen dem Grundlinienmatt darf er nicht weichen.} 33. Rxa7 Rxd3 34. Ra1 Rxd6 35. Kg1 Rd2 36. Ra8+ Kg7 37. Ra7+ Kg6 {Jetzt wird Weiss in wenigen Zügen mattgesetzt.} 38. Rd7 0-1

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chessman68 (03.01.2023), kamoj (05.01.2023), Mapi (02.01.2023), Mephisto_Risc (02.01.2023), Michael (02.01.2023), mickihamster (02.01.2023), paulwise3 (02.01.2023), Roberto (02.01.2023), Thomas J (02.01.2023)
  #156  
Alt 02.01.2023, 11:20
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

Hallo Kurt,

23. f4 war in der Tat glatter Selbstmord. Schade, lange Zeit in der Partie sah es gar nicht schlecht aus für die CXG Sphinx Legend.

Gruß
Egbert
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applechess (02.01.2023), Mephisto_Risc (02.01.2023)
  #157  
Alt 02.01.2023, 12:42
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

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Hallo Kurt,

23. f4 war in der Tat glatter Selbstmord. Schade, lange Zeit in der Partie sah es gar nicht schlecht aus für die CXG Sphinx Legend.

Gruß
Egbert
Hallo Egbert
Du sagst es. Ich hatte schon auf einen Sieg der "Unergründlichen" gesetzt.
Gruss
Kurt
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Egbert (02.01.2023)
  #158  
Alt 02.01.2023, 15:55
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

Hallo Kurt !

Nun ist dieser spannende Wettkampf also entschieden, naja was soll man sagen, die Sphinx Legend hat einfach zu viele Chance liegen gelassen, eigentlich müsste sie leicht führen, aber auch das gehört natürlich dazu, man muss vorteilhafte Stellung eben auch zum Sieg führen, was zu oft mislang.

Schönen Gruß
Christian
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applechess (02.01.2023)
  #159  
Alt 02.01.2023, 16:18
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

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Hallo Kurt !

Nun ist dieser spannende Wettkampf also entschieden, naja was soll man sagen, die Sphinx Legend hat einfach zu viele Chance liegen gelassen, eigentlich müsste sie leicht führen, aber auch das gehört natürlich dazu, man muss vorteilhafte Stellung eben auch zum Sieg führen, was zu oft mislang.

Schönen Gruß
Christian

Hallo Christian
Wenn ich dann zur Auswertung schreite, wird es wohl ans Licht kommen, dass
die CXG Sphinx Legend eigentlich hätte haushoch gewinnen können. Aber
eben, zwischen "können" und "nicht können" liegen Welten.
Gruss
Kurt
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  #160  
Alt 05.01.2023, 18:31
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AW: CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II

Liebe Schachfreunde
Das Match ist zu Ende. Zuerst noch die letzte kommentierte Partie.
Dann ein Fazit zum Match und schliesslich die kommentierten
50 Partien als PGN.


[Event "Match 72__120'/40"]
[Site "Zurich"]
[Date "2022.??.??"]
[Round "50"]
[White "Mephisto MM II"]
[Black "CXG Sphinx Legend"]
[Result "1-0"]
[ECO "C49"]
[WhiteElo "1815"]
[BlackElo "1816"]
[Annotator "KUT"]
[PlyCount "90"]
[EventDate "2022.??.??"]

1. e4 e5 {Match 72: 120'/40+60'/20+30' | Bediener: Rolf Bühler | 50. Partie: Weiss (MM II) gewinnt | ENDSTAND: 27-23 (54%) für Mephisto MM II | In der letzten Partie des Matches behandeln die beiden Kontrahenten die Eröffnung mit zu wenig Sachverstand. Die CXG Sphinx Legend lässt sich die Bauernstruktur am Königsflügel zerschlagen und läuft dauernd Gefahr, in einen tödlichen Angriff zu geraten. Der Mephisto MM II erkennt seine Chancen jedoch nicht, hat aber dank gegnerischer Ungenauigkeiten stets das bessere Spiel. Und da die CXG Sphinx Legend weiterhin ungenau agiert, geht das solange gut, bis das Fass dann doch zum Überlaufen kommt. Und schliesslich ist es eben doch die arg geschwächte schwarze Königsstellung, die den Ausschlag gibt. Statt eines 7-zügigen Mattangriffs, gibt sich der Mephisto MM II mit einer taktischen Abwicklung und Übergang in ein materiell hoch überlegenes Endspiel mit einem Turm mehr zufrieden.} 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. Bb5 {Dr. Max Euwe, Theorie der Schacheröffnungen, Band 10, Ausgabe 1962: "Das Spanische Vierspringerspiel zählte zu Beginn unseres Jahrhunderts zu den wichtigsten Eröffnungen, aber es geriet nach 1912 aufgrund der Rubinstein-Verteidigung 4...Sd4 fast in Vergessenheit, da gegen diese Verteidigung keine klare Angriffsmethode gefunden wurde. Im Augenblick sieht man im Spanischen Vierspringerspiel das geeignete Mittel, um auf sichere Art dem Remis zuzusteuern."} Bb4 {Das ist wahrscheinlich am sichersten, aber wenn Schwarz ehrgeizig ist, hat er eine gute Alternative in 4...Sd4, was von Rubinstein bevorzugt wurde (Sam Collins: Schacheröffnungen richtig verstehen).} (4... Bc5 {Die Italienische Variante}) (4... a6 {Die Abtausch-Variante}) (4... Nd4 {Rubinstein-Variante}) 5. O-O O-O (5... d6 $2 {bringt Schwarz an den Rand des Verlustes} 6. Nd5 {gefolgt von 7.d4 und 8.Lg5 (Sam Collins: Schacheröffnungen richtig verstehen).}) 6. d3 {***ENDE BUCH***} d6 {***ENDE BUCH***} 7. Na4 $6 {Ein seltsames Springermanöver, nachdem Weiss jede Hoffnung auf Eröffnungsvorteil vergessen kann.} ({Die üblichste Fortsetzung ist} 7. Bg5 {Nun ist die offensichtliche Drohung Sd5 mit fataler Schwächung des schwarzen Königsflügels (Sam Collins: Schacheröffnungen richtig verstehen).} Bxc3 8. bxc3 Qe7 {Die Einleitung eines Systems, das Metger in Kiel 1893 einführte. Teichmann, Rubinstein, Capablanca haben dazu beigetragen, dass dieses System nun schon seit Jahren als die wichtigste Verteidigung des Spanischen Vierspringerspiel angesehen wird (Dr. Max Euwe, Theorie der Schacheröffnungen, Band 10, Ausgabe 1962:). Die Stellung ist ausgewogen; der Anziehende wird Te1 und d4 spielen, aber nach ...Sd8 und ...c5 hat er nichts Eindeutiges. Die zwei Läufer brauchen offene Diagonalen, um ordentlich arbeiten zu können, und hier steht Schwarz solide genug, um die Sache geschlossen zu halten. Ausserdem hat er bequeme Felder für seine übrigen Figuren, und sein Läufer hat die richtige Farbe, um nicht von seinen Zentrumsbauern behindert zu werden (Sam Collins: Schacheröffnungen richtig verstehen).} 9. Re1 Nd8 {Die Einleitung des Metger-Systems: Schwarz will seinen Damenspringer nach e6 bringen, um den Lg5 zu vertreiben, f2-f4 zu erschweren und auf den Punkt d4 zu drücken (Dr. Max Euwe, Theorie der Schacheröffnungen, Band 10, Ausgabe 1962).} 10. d4 Ne6 11. Bc1 c5 {Die moderne Fassung der Metger-Variante. Das weisse Zentrum wird sofort angegriffen. Es droht ...cxd4, cxd4 Dc7 mit Gegenspiel auf dem Damenflügel. Dadurch hat Weiss Schwierigkeiten mit den Vorbereitungen einer Aktion auf dem Königsflügel (Dr. Max Euwe, Theorie der Schacheröffnungen, Band 10, Ausgabe 1962).} 12. d5 {Im Hinblick auf die erwähnte Drohung ...cxd4 hat Weiss kaum eine andere Fortsetzung, als die Mitte abzuriegeln, bzw. auf e5 zu tauschen (Dr. Max Euwe, Theorie der Schacheröffnungen, Band 10, Ausgabe 19629).} Nc7 13. Bd3 Nfe8 14. Rb1 Rb8 15. c4 Bd7 16. c3 g6 17. Bh6 Ng7 18. Bc2 a6 19. a4 b6 20. Qd2 Rb7 21. Rb2 Rfb8 22. Reb1 Qe8 23. Qg5 Qf8 24. Nd2 f6 25. Qh4 g5 26. Qg3 Qf7 27. Bxg7 Qxg7 28. a5 b5 29. cxb5 Rxb5 30. Rxb5 Rxb5 31. Nc4 Qe7 {½-½ (31) Tarrasch,S-Euwe,M Bad Kissingen 1928}) 7... a6 $6 {Das ist ebenfalls keine gute Wahl, denn Weiss kann sofort auf c6 tauschen und verliert so kein Tempo durch den Wegzug des Läufers. Interessant wäre 7...Se7, was ...c6 ermöglicht, und auch die Überführung des Springers nach g6 im Auge hat.} 8. Bxc6 bxc6 9. c3 Ba5 10. Qe2 c5 {Verhindert b2-b4, weil dann der Läufer nach b6 ziehen müsste, was Sxb6 erlaubt hätte.} 11. Bg5 Qe8 {Ein mutiger Entscheid. Schwarz lässt es zu, dass seine Bauernstruktur am Königsflügel durch Lxf6 zersplittert wird. Als Kompensation winkt ihm die halboffene g-Linie für Zwecke des Angriffs. Ferner kann Schwarz mit ...f5 das gegnerische Zentrum angreifen.} 12. Bxf6 gxf6 {Schwarz nimmt den Fehdehandschuh auf. Aber auch 17...Dxa4 kam durchaus in Frage.} 13. b3 {Deckt den angegriffenen Sa4 und sichert sich auf b2 ein Rückzugsfeld.} Bd7 $6 {Da in solchen Stellungen jedes Tempo zählt, mutet der Textzug eine Spur zu zahm an. Deshalb hätte vorzugsweise das aktive 13...f5 folgen sollen.} 14. Qc2 $6 {Das wird der Stellung nicht gerecht, ist aus der beschränkten Sicht des bezüglich Rechenkapazität schmalbrüstigen Mephisto MM II aber logisch, wird doch der doppelt angegriffene Sa4 ein zweites Mal überdeckt. WICHTIG: Jeder erfahrene Schachspieler würde indessen kaum eine Sekunde verlieren, um über den möglichen Bauernverlust ...Lxa4, bxa4 Dxa4 nachzudenken und wohl rasch 14.Sh4! ziehen mit dem sicheren Gefühl, dass Schwarz verloren wäre, würde er sich auf die Eroberung des Bauern einlassen. Man studiere sorgfältig die gezeigte Variante.} (14. Nh4 $16 {und Weiss steht spürbar besser} Bxa4 15. bxa4 Bxc3 16. Rab1 Qxa4 $2 17. Nf5 $1 Kh8 18. Rb3 Bd4 19. Qh5 Rg8 20. Qxf7 {Ein starker Schachspieler weiss einfach, dass diese günstige Konstellation für Weiss gewonnen und erkennt das natürlich schon im 14. Zug.} Raf8 21. Qxc7 Qe8 22. Rb7 Qg6 23. g3 h5 24. Qxd6 Ra8 25. Rfb1 $18 {und gewinnt, denn Schwarz ist völlig hilflos dem gegnerischen Tun ausgeliefert.}) 14... Bxa4 $2 {Schade um diesen Läufer.} ({Mit} 14... f5 $1 {ergreift Schwarz rechtzeitig aktive Gegenmassnahme und ist wieder voll dabei.}) 15. bxa4 Rb8 $6 {Zu passiv und sollte deshalb verlieren. Nur mit 15...f5!? kann Schwarz noch im Trüben fischen.} 16. Rab1 $6 {Das sieht doch gut und normal aus. Doch verpasst Weiss es, mit 16.Sh4 das Zepter völlig zu übernehmen und die Schwächen der schwarzen Bauernstruktur und Königsstellung blosszulegen.} Qd7 $6 {Auch hier war mit 16...f5!? noch Widerstand möglich.} 17. d4 $2 {Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen. Es ist aber verständlich, dass unsere Oldies unmöglich erkennen können, dass sowohl a) 17.Txb8 Txb8, 18.Sh4 als auch b) 17.Sh4 siegreiche Fortsetzungen sind.} (17. Rxb8 Rxb8 18. Nh4 $1 Kf8 19. Nf5 Ke8 20. Qd1 $1 Bxc3 21. Qh5 Kd8 22. Qxh7 {und Weiss muss langfristig gewinnen.}) 17... cxd4 18. cxd4 Rxb1 $2 {Räumt dem Gegner freiwillig die offene b-Linie ein. Solches Tun kann nicht gut sein und überlässt Weiss deshalb wieder spürbaren Vorteil.} (18... Qg4 $1 {zerstört die weissen Hoffnungen auf entscheidenden Vorteil.}) 19. Rxb1 c5 {Es gibt eine günstigere Verteidigung.} (19... Bb6 20. d5 Qg4 21. Rb3 Kh8 22. h3 Qh5 23. Nh2 f5 24. exf5 a5 25. Ng4 f6 26. Rf3 $16 {und Schwarz kann noch lange Widerstand leisten.}) 20. dxc5 dxc5 21. h3 {Wohl etwas stärker sind 21.Sh4 oder 21.Td1.} Qc6 $2 {Danach sollte die schwarze Stellung kaputt sein. Die beste Fortsetzung war 21...Td8.} (21... Rd8 22. Qxc5 Qxa4 23. Kh2 Qxa2 24. Rb7 Bd2 25. Rb6 Bh6 26. Rxf6 Bg7 27. Rf5 Qe6 28. Nxe5 Rc8 29. Qa5 h6 30. f4 Rb8 31. Qd2 Re8 32. Qd1 Re7 33. Qd3 $16 {und Weiss wird um den Sieg noch kämpfen müssen.}) 22. Nh2 $2 {Wirft den Sieg weg, der mit 22.Sh4! zu erreichen war.} (22. Nh4 $1 c4 23. Qe2 Kh8 24. Nf5 Qc7 25. Rc1 Rc8 26. Ne3 Qb6 27. Rxc4 Qe6 28. Rxc8+ Qxc8 29. Qb2 $16 {und obwohl der positionelle Vorteil von Weiss eklatant ist, dürfte Oldies es alles andere als einfach haben, den Gewinn zu realisieren.}) 22... c4 23. Ng4 c3 (23... Rd8 $1 {mit aktiver Aufstellung seiner Figurer war wichtiger.}) 24. Nh6+ Kg7 $2 {Völlig unlogisch, dem gegnerischen Springer zu erlauben, das schöne Feld f5 mit Tempogewinn zu besetzen. Deshalb war 24...Kh8 wesentlich besser.} 25. Nf5+ Kh8 26. Nh6 $6 {Kein Zug mit echtem Nutzen. Zum Beispiel gewinnt nun 26.Dd3 und mit Schwarz wird es langsam aber stetig bergab gehen.} (26. Qd3 Qc8 (26... Qc7 27. Qxa6 $18) (26... Rg8 27. Ne7 $18) 27. Qd6 Qd8 28. Qc6 Kg8 29. g3 c2 30. Qxc2 Qa8 31. Qd3 Rd8 32. Qe3 Rb8 33. Rxb8+ Qxb8 34. Qh6 Qf8 35. Qxf6 $18) 26... Ra8 $2 {Nach dieser erneuten Ungenauigkeit bricht die weisse Stellung zusammen. Die beste Verteidigung bestand in 26...Tc8 und dann müsste der zwar besser stehende Anziehende noch einiges beweisen, um allenfalls den Sieg einzufahren.} 27. Qb3 $18 {Nun gibt es keine Verteidigung mehr für Schwarz.} (27. Nxf7+ $2 {würde den Springer verlieren nach} Kg7 {und der Springer hat kein Rückzugsfeld mehr.}) 27... c2 28. Rc1 Kg7 $2 {Verschlimmert die Situation.} 29. Nf5+ Kh8 $2 {Das erlaubt Matt in 8 Zügen.} 30. Qxf7 Rg8 31. Qxg8+ {Wickelt in ein gewonnenes Endspiel ab.} (31. Rxc2 Bc3 32. Rxc3 Rxg2+ 33. Kxg2 Qxe4+ 34. Rf3 Qxf3+ 35. Kxf3 e4+ 36. Kxe4 a5 37. Qg7#) 31... Kxg8 32. Ne7+ Kf7 33. Nxc6 {Hier könnte man mit gutem Gewissen abbrechen und den Sieg für den Mephisto MM II buchen.} Bb6 34. Rxc2 h5 35. Rb2 Bc5 36. Rb7+ Ke6 37. Nd8+ Kd6 38. Rf7 Bd4 39. Kf1 h4 40. Ke2 a5 41. f3 Bg1 42. Nb7+ Ke6 43. Rh7 Bb6 44. a3 Bg1 45. Nxa5 Bh2 {***AUFGEGEBEN***} 1-0


FAZIT Match Nr. 72 auf 120'/40

Mephisto MM II (Elo ) vs CXG Sphinx Legend (Elo 1816)
Resultat: 27 :23 (+18 =18 -14), Gewinnquote 54% für Mephisto MM II
Turnierperformance: 1843 Elo für Mephisto MM II und 1788 Elo für die CXG Sphinx Legend

Von der Elo-Wertung her war ein ausgeglichener Kampf zu erwarten. Von neun (9) Prognosen setzten sechs (6) auf einen Sieg des Mephisto MM II und drei (3) auf einen Sieg der CXG Sphinx Legend. Wie die folgende Aufstellung zeigt hat "mickihamster Udo" einen Volltreffer gelandet, herzliche Gratulation dazu.

31,0 - 19,0 für MM II (chessman68)
30,0 - 20,0 für MM II (udo)
28,5 - 21,5 für MM II (Egbert)
28,0 - 22,0 für MM II (Mapi Markus)
27,0 - 23,0 für MM II (mickihamster Udo)
26,0 - 24,0 für MM II (CC7 Hans Jürgen)

27,0 - 23,0 für Legend (Mephisto_Risc, Christian)
26,5 - 23,5 für Legend (paulwise3)
26,0 - 24,0 für Legend (Roberto)

Zwar hat der Mephisto MM II gemäss den mehrheitlichen Prognosen auch gewonnen und mit einer Gewinnquote von 54% auch etwas höher als erwartet. Auf 1'000 Partien hochgerechnet, ergäbe sich ein eher komfortabel aussehender Sieg von 540 : 460, bzw. eine Differenz von 80 Punkten zugunsten des schwedischen Programms von Ulf Rathsman. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie der Mensch solche abstrakten Vergleiche völlig ungleich bewertet.

Aufmerksam machen möchte ich vorab auf einen wirklich aussergewöhnlichen Umstand, der mir in dieser krassen Form noch bei keinem unseren gespielten Matches so drastisch aufgefallen ist: Es geht um den Unterschied zwischen dem Matchverlauf und dem Partienverlauf. Berücksichtigt man den letzten Punkt, d.h. wie die Partien vom schachlichen Gehalt her eigentlich hätten ausgehen sollen, dann sind die Unterschiede absolut gewaltig:

Matchverlauf (aus Sicht von MM II)
27 : 23 (+18 =18 -14) oder 54% für den Mephisto MM II

Partienverlauf (aus Sicht MM II)
17 : 33 (+13 =8 -29) oder 34% für den Mephisto MM II

Partienverlauf (aus Sicht CXG Sphinx Legend)
33 : 17 (+29 =8 -13) oder 66% für die CXG

Aufgeteilt nach 10er-Staffeln sieht der Matchverlauf folgendermassen aus, wobei die Resultate nach Partienverlauf in blauen Klammern gesetzt sind:

Partien 01-10 = 6,0 : 4,0 für MM II (8,0 : 2,0 für CXG)
Partien 11-20 = 5,0 : 5,0 Unentschieden (8,5 : 1,5 für CXG)
Partien 21-30 = 5,5 : 4,5 für CXG (7,0 : 3,0 für CXG)
Partien 31-40 = 5,5 : 4,5 für CXG (6,5 : 3,5 für CXG)
Partien 41-50 = 7,0 : 3,0 für MM II (7,0 : 3,0 für MM II)

Derartige Differenzen verlangen nach einer Erklärung. Die ist allerdings schnell gefunden. Denn die CXG Sphinx Legend, das ungarische Programm von Gyula Horvath, darf sich schlicht als Weltmeister der verpassten Gewinn- und Remischancen feiern. Bediener und Kommentator würden längstens unter totalem Haarausfall leiden, wenn bei jedem solchen Fehler der CXG zwei Haare ausgefallen wären. Neidlos muss man anerkennen, dass die äusserst ruhig und zurückhaltend auftretende CXG Sphinx Legend dem schwedischen Gegner bezüglich Partieaufbau, Strategie und positionelles Spiel allgemein fast durchwegs überlegen ist. Einzig in taktischer Hinsicht vermag der Mephisto MM II dem Gegner nicht nur das Wasser zu reichen, sondern seine meistens klare Überlegenheit zu demonstrieren. Der grosse Wurm sitzt beim CXG Sphinx Legend aber im Endspiel, wo dem Programm wirklich nichts gelingen will. Denn selbst bei einfach zu gewinnenden Stellungen muss man für die CXG zittern, sei es, dass die Partie zum Remis vergeigt wird oder noch schlimmer gar verloren geht. Ich verzichte darauf, die zuhauf vorkommenden, haarsträubenden Fehler erneut zu präsentieren. Insbesonders werden dabei die gegnerischen Freibauern unterschätzt. Aus dieser Einschätzung darf man jedoch nicht ableiten, dass der Mephisto MM II das Endspiel gut zu behandeln wüsste. Ganz und gar nicht, aber das schwedische Programm hat im Endspiel einfach weniger Fehler gemacht. Und was generell auffällt: der MM II weiss seine Chancen bedeutend besser zu nutzen als die gehemmt wirkende CXG Sphinx Legend.

Im Gegensatz zum vorhergehenden chaotischen Match CXG Sphinx Legend gegen den Fidelity Excellence 6 MHz, haben beide Programme zwar stark abwechslungsreiche Partien (vom Inhalt her) gespielt, aber nur ganz ausnahmsweise konnte man von Chaos und wüstem Getümmel sprechen. Auch der Matchverlauf war insgesamt spannend, aber schade, dass die CXG die vier letzten Partien verloren hat. Dafür darf sich die Verliererin damit trösten, dass sie in diesem Match die schönsten Partien gespielt hat, nämlich die Partien 3 und 9, die man auf diesem Niveau durchaus als Modellpartien betrachten kann.
Angehängte Dateien
Dateityp: pgn Match CXG Sphinx Legend vs Mephisto MM II, 50 games.pgn (342,7 KB, 24x aufgerufen)

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