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Alt 27.08.2022, 12:57
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AW: Der Mephisto Phoenix - mehr als "nur" ein Schachcomputer

Teil 4 - Emulationen


Hallo zusammen,

heute komme ich zu dem Teil, der für (spätere) Käufer des Phoenix mal optional sein soll, aber auf den hier vermutlich jeder wartet: Das Retroschach bzw. die Emulationen alter Schachcomputer.

Eigentlich sehr unfair, wenn man sich den Nativeteil und seine Möglichkeiten anschaut ... aber ehrlich gesagt ging es mir ähnlich …

Bis ich dann den Prototypen in den Händen hielt. Während ich mit dem Revelation die Emulationen zu 98% nutzte und maximal einen Blick auf Hiarcs mit der 1% Einstellung warf, sieht es hier tatsächlich komplett anders aus …

Nicht nur aufgrund der sehr übersichtlichen Darstellung auf dem Display und dem gut gemachten User Interface, nein auch aufgrund all der Möglichkeiten zur Individualisierung verbringe ich mindestens 30% oder mehr im Native Teil.

Als Selbstspieler werden hier einfach viele Möglichkeiten geboten, dazu spielt der neue Shredder mit NNUE einfach sehr, sehr attraktiv und natürlich … aber gut … ich schweife ab, wieder einmal ... kommen wir also zum „Retroschach“ …

Seit 2008 gibt es in den Kreationen von Ruud die Emulation großer bekannter Schachcomputer. Es begann damit, dass ich den Kontakt zwischen meinem Freund Richard Lang und Ruud herstellte. Ich berichtete Richard von der Idee und er war direkt begeistert von der Vorstellung, dass auf diese Art Fans seiner Kunst wieder in den Genuss selbiger kommen könnten. Ich begleitete das Projekt als Betatester und erlebte Höhen und Tiefen, über die ich heute lieber das Tuch des Schweigens lege …

Das Ergebnis war für damalige Verhältnisse eine Sensation: In einem Schachcomputer oder einem Modulset, das man in den alten Mephisto Brettern betreiben konnte, vereinten sich die WM-Programme Amsterdam bis Vancouver, dazu der London. Besitzer eines Mephisto Glasgow konnten sich diesen auch von Ruud aktivieren lassen.

Obwohl es damals nur eine feste Geschwindigkeit gab (sie lag knapp über der eines 68.020), war es eine echte Sensation. Ich denke, niemand, nicht einmal Ruud, ahnte, was das letztendlich auslösen würde.

2010 und 2011 kamen dann auf dem Revelation noch weitere Emus hinzu, dieses Mal von Ed Schröder und David Kittinger. Für viele Fans der alten Geräte ein absoluter Schachtraum, aber es gab auch Gegner: So gab es Sammler, die Angst hatten, dass der Wert ihrer „Originale“ fallen würde, wenn nun zusätzlich solche „Emulationen“ den Markt „fluten“ … nun, diese Spekulanten (überflüssig wie ein Kropf aus meiner Sicht) lagen falsch … die Preise für gut erhaltene Originale sind seit damals nicht gefallen, im Gegenteil … aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

2013 schlug Ruud dann mit dem Revelation II das nächste Kapitel der Geschichte auf. Neben einem größeren Display und mehr Leistung kam ein neues Feature hinzu, das aus heutiger Sicht nicht mehr wegzudenken ist: Die Speedbar. Ich weiß nicht mehr, ob die Idee von Micha oder mir kam, wir haben damals gemeinsam den Revelation II getestet und waren von der Leistungsfähigkeit beeindruckt.

Allerdings waren wir der Meinung, dass es hilfreich wäre, nicht nur „Full Speed“ haben zu können, sondern, sowohl im Native Bereich wie auch im Bereich der alten Schachcomputer die Leistung begrenzen zu können … im Idealfall auf die Originalgeschwindigkeit der alten Recken.

Ein Feature, das für jeden, der selbst gegen die Programme antreten will, extrem wichtig ist: Kann man so doch die Spielstärke wirkungsvoll begrenzen, ohne die künstliche Intelligenz mittels „künstlicher Dummheit“ zu beschneiden.

Nachdem im Laufe der Jahre weitere Klassiker der Schachcomputer Geschichte wie der R30 hinzugekommen sind, wurde der Revelation II wohl zum besten Schachcomputer seiner Zeit. Die Figurenerkennung des verwendeten DGT Brettes erlaubte dann sogar die Emulation des legendären Tasc R30, leider nur mit ca. 7 MHz … aber immerhin.

2019 erfolgte ein Upgrade auf die Anniversary Edition, die die Hardware deutlich beschleunigte. So liefen Schachcomputer, die auf dem 6502 basierten, nun mit rund 55 MHz, die 68.030er mit sensationellen 118 MHz und der R30 wurde auf 13 MHz beschleunigt.

In einer Welt, in der ein PC praktisch nach dem Kauf veraltet ist, ist es beeindruckend, dass der Rev II noch heute seinen Titel als „bester Schachcomputer“ innehat. Damit möchte ich die Exkursion in die Geschichte der Emulationen beenden ...

Ich denke, einen wesentlichen Anteil am Erfolg aller Geräte von Ruud haben diese Emulationen … folglich lag es auf der Hand, dass ein neuer Schachcomputer, der aus der gemeinsamen Feder von Millennium und Ruud Martin entspringt, auch diesen Bereich abdecken will.

Ich gebe zu, dass hier meine Erwartungen weit, weit größer waren als auf dem Native Bereich, der mich nicht nur positiv überrascht, sondern auch (bis auf die genannten Kleinigkeiten, die hoffentlich kurzfristig noch ergänzt werden) überzeugt hat.

Und ich wage die Vermutung, dass es vielen hier in der Community ähnlich geht … nun … bevor es jetzt richtig losgeht, ein wichtiges Vorwort:

Alles, was ich beschreibe, ist der aktuelle Status! Das betrifft sowohl das Layout als auch den Inhalt. Mehr Informationen wird es hier Mitte September geben … ich bitte euch, davon abzusehen, mir diesbezüglich Fragen per PN zu stellen … ich werde sie eh nicht beantworten!


Nun zu den Fakten. So ein Emulationspaket ist nicht so einfach, wie man es vielleicht meinen möchte ... das betrifft nicht nur die technische Seite, sondern auch andere Aspekte. So müssen hier zum Beispiel die Rechte der Autoren der ursprünglichen Schachcomputer berücksichtigt werden. All das gestaltet sich in der praktischen Durchführung komplexer und schwieriger, als man sich das im Vorewege denkt oder erhofft ...

Zum Marktstart gibt es ein Emulationspaket. Dieses umfasst die folgenden 20 Klassiker der Schachcomputer Geschichte:

Autor Richard Lang: Mephisto Amsterdam, Dallas, Roma, Almeria, Portorose, Lyon, Vancouver, London.

Autor Johan de Koning: Saitek Risk 2500, Mephisto Montreux, Tasc King V2.20, 2.23 & 2.50.

Autor Ed Schröder: Mephisto Rebell 5.0, MM IV, MM V, MMV (5.1), Polgar, Tasc R30 Gideon.

Autoren Elmar Henne & Thomas Nitsche: Mephisto Glasgow.


Wenn man den Mephisto Phoenix einschaltet und "Play Retro Chess" auswählt, gelangt man auf den folgenden Bildschirm:

Uebersicht Emus

Das Auswahlfenster wird Besitzern eines Revelation II bzw. eines Reflection Sets bekannt vorkommen.

Das gilt ebenso für die derzeit verwendeten Abkürzungen der Programmnamen

RS: Saitek Risk 2500, MN: Mephisto Montreux, G2: Tasc Gideon 2.1, K2, K3, K5:, Tasc King Versionen 2.20, 2.23, 2.50
RB: Mephisto Rebell 5.0, M4: Mephisto MM IV, M5: Mephisto MM V, M5: Mephisto MM V (5.1), PL: Mephisto Polgar
GL: (Mephisto) Glasgow, AM: Amsterdam, DA: Dallas, RO: Roma
AL: (Mephisto) Almeria, PO: Portorose, LY: Lyon, VA: Vancouver, LO: London

Anmerkung: Die Programme Almeria bis London laufen sowohl mit 512kB RAM als auch mit 3 MB, was sogar über dem Stand einer TM 36 MHz hinausgeht, die lediglich über 2 MB verfügt.


Ich gebe zu, ich bin mit diesem Menu nicht besonders glücklich und das habe ich auch so kommuniziert. Ich denke, 2022 sind solche Abkürzungen nicht mehr angemessen, nicht bei einem Gerät mit einem 7 Zoll Touchscreen. Ein grafisches Menü, ggf. untergliedert zunächst in die Namen der Autoren, um dann zu deren Werken zu kommen, die dann voll ausgeschrieben werden, sollte zum Beispiel machbar sein. Es kann hier auch noch Änderungen geben, darum möchte ich mich mehr auf den Inhalt als auf die Verpackung konzentrieren.

Was vermutlich jeden Leser interessiert: Was leisten die Emulationen auf dem Phoenix? Nun, die Endgeschwindigkeiten sind aktuell:

8 Bit 6502 CPU: 175 MHz
16 / 32 Bit 68.xxx: 480 MHz (bezogen auf einen 68.000)
ARM6: ca. 46 MHz.

Wie man an den ersten Beispielpartien der letzten Seiten sehen konnte, bringen diese Werte tatsächlich neues Leben in die alten Kisten. Speziell beim Glasgow hätte ich nie erwartet, dass da noch solche Steigerungen möglich sein könnten. Er ist jetzt taktisch deutlich weniger anfällig, behält aber seinen typischen Stil. Es schaut so aus, als wenn er nun tatsächlich im Bereich der 2.100er Riege mitspielen kann ... und wenn ich die Partie gegen den Portorose betrachte, sind wirkliche Perlen dabei.

Und was soll ich sagen … wer träumt nicht von einem R40? Ein echter Schachtraum … sowohl vom Funktionsumfang als auch vom Stil und der Stärke … als stolzer Besitzer eines R40 kann ich nur sagen: Die Dinger sind anfällig und alles, aber nicht sonderlich stabil … das kann schnell zum Albtraum werden, wenn sich die Kiste überhitzt und in einer Partie abkackt … nun aber hat jeder Fan des R30 / R40 die Möglichkeit, alle je erschienenen Programme von Johan de Koning und auch das Gideon Programm von Ed Schröder sogar schneller als einen R40 laufen zu lassen … völlig stabil und zuverlässig …

Wo wir beim Tasc sind, an dieser Stelle nur ein Beta Screendump. Auch hier werden Besitzer vorheriger Geräte von Ruud nichts Neues entdecken.

Tasc Screen

In der oberen Hälfte finden sich die originalen Anzeigen des jeweiligen Schachcomputers und zusätzlich die aus dem Revelation II bekannte Speedbar, die hier neue Funktionen aufweist, auf die ich später noch näher eingehen werde. In der unteren Hälfte sind die jeweiligen originalen Bedienelemente der entsprechenden Schachcomputer dargestellt.

Da es hier einen Touchscreen gibt, ist die Bedienung ansonsten denkbar einfach … die gewünschte Taste einfach mit dem Finger berühren … das ist eine wesentlich natürlichere Bedienung der Emulationen als beim Revelation … der große Touchscreen ermöglicht hier eine optimale Bedienung, sehr gut …

Unter dem Tastenfeld des jeweiligen Schachcomputers befinden sich die Systemtasten des Mephisto Phoenix:

MEN: Mit der Menu Taste gelangt man zur Startauswahl des Phoenix zurück.
SND: Sound ein- und ausschalten.
SEL: Hier geht es zum Auswahlmenu der Emulationen.
RES: Hier wird ein Reset der aktuellen Emulation durchgeführt.
SAV: Hier lassen sich mit einem Druck alle Einstellungen diverser Emulationen speichern.

Eine Anmerkung: Zu der Darstellung gibt es derzeit noch interne Diskussionen, was Änderungen am Layout und der Optik betrifft … insofern gilt auch hier: Alles, was hier beschrieben wurde, entspricht dem Stand der aktuellen Beta, in der es noch in erster Linie um technische Stabilität geht.


Ich möchte nun zum wichtigsten Punkt bzw. der wichtigsten Neuerung (aus meiner Sicht) der Emulation kommen, der Speedbar …

Ja, ich weiß, die ist nicht wirklich neu … über die Entstehung im Rev II schrieb ich ja bereits etwas … aber das, was Ruud jetzt daraus gemacht hat, ist nicht nur neu, sondern genial und für mich ein bzw. das Killerfeature!

Also … wenn ich gegen einen Schachcomputer spiele, dann ist mir Flexibilität sehr wichtig … im Jahr 2022 gehört dazu die Möglichkeit, die Geschwindigkeit vernünftig zu drosseln, um so trotzdem gegen die schachliche Intelligenz meines Gegners eine Chance zu haben … aber wenn es um die Emulation eines Klassikers geht, möchte ich nicht nur gegen das Programm spielen können, sondern so dicht wie möglich am Original sein.

Und hier setzt die neue Speedbar in zweierlei Hinsicht an:

1.) Originalgeschwindigkeiten. Wenn man eine Emulation startet, läuft diese automatisch mit der maximalen Geschwindigkeit. Wer das nicht möchte, kann dies ganz einfach ändern.

Wenn ich zum Beispiel lieber gegen einen Polgar mit 5 MHz spielen möchte, dann tippe ich kurz in die Mitte der oberen Hälfte des Touchscreens. Dann springt der kleine Speed Anzeiger in die Mitte und zeitgleich steht am Rand in grauer Schrift 6502 5 Mhz. Tippe ich noch einmal auf die gleiche Stelle, dann bleibt der kleine Punkt dort … aber ich habe einen Polgar mit 10 MHz! Ein weiterer Tappser auf den Screen und ich habe ein „18 MHz Turbokit“, wie damals von Schaetzle + Bsteh gebaut … wenn ich das wiederhole bin ich bei „Full Speed“, also ca. 175 MHz.

Beim Glasgow sieht das dann so aus: Ich habe die Wahl zwischen dem originalen Glasgow, wie er in der Erstauslieferung verkauft war mit 7,2 MHz … dann mit „echten 12 MHz“ … bis hin zu Full Speed.

Und beim Vancouver sind die folgenden Einstellungen möglich: 68.000 12 MHz, 68.020 MHz, TM 68.030 36 MHz, TM 68.030 66 MHz und Full Speed … was dann gerechnet auf einen 60.000er ca. 480 MHz entspricht …

Ich habe diese Einstellungen mit diversen Originalen verglichen und sie stimmen perfekt überein …

Ich kann Ruud gar nicht genug loben und danken, dass er sogar voller Liebe zum Detail an die 7,2 MHz Originalgeschwindigkeit des Glasgow gedacht hat … wunderbar!


2.) Justage. Tippen und bestimmte Geschwindigkeiten bekommen … super … aber was wäre ein Speedbar, wenn man sie nicht als solche nutzen könnte … damit kommen wir zum nächsten genialen Feature der „Speedbar 2.0“: Ich nehme als Beispiel abermals den Polgar, den ich mittels Tipp auf dem Screen auf die 5 MHz Originalgeschwindigkeit gebracht habe … wie erwähnt, befindet sich die Markierung nun in der Mitte der Speedbar … aus gutem Grund. Wenn ich mittels Finger diese Markierung ganz an den rechten Rand ziehe, steigere ich die Geschwindigkeit in Schritten auf bis zu 10 MHz … also dorthin, wo dann die nächste Stufe ist … was passiert nun, wenn ich den Regler nach links verschiebe? Nun, dann bekomme ich im Extremfall einen Polgar mit 1 MHz … ja, richtig gelesen, 1 MHz … so kann ich ihn nochmals deutlich absenken.

Den Glasgow kann ich so auf minimal 1,5 MHz absenken! Richtig gelesen … 1,5 MHz … wie geil ist das denn … auf diese Weise haben wir das endgültige Glasgow Programm, das bekanntlich deutlich mehr Wissen als das IIIer Brikett hat mit der Geschwindigkeit eines Mephisto III …

Um das mal zu verdeutlichen, nehme ich den Test aus meiner Mephisto Petrosian Review zum Vergleich:

In der Grundstellung wähle ich die Analysestufe und ziehe 1. f3 ... nach exakt sechs Minuten Rechenzeit rechnen die verschiedenen Versionen die folgenden Werte:

Mephisto Glasgow Urgerät: 2.592 Knoten
Mephisto Glasgow echte 12 MHz: 4.302 Knoten
GM Petrosian 25 MHz: 8.500 Knoten
GM Petrosian 32 MHz: 10.900 Knoten

Und der Mephisto Phoenix Glasgow 1,5 MHz? Nun der schafft 520 Knoten … mit anderen Worten: Er berechnet im Schnitt nur 1,5 Knoten pro Sekunde!

Ich gebe zu, das andere Ende der Fahnenstange habe ich nicht getestet … die Kiste ist so rattenschnell, dass ich ständig aufpassen müsste, da die Anzeige nur vier Stellen hat … ich überlasse es einem künftigen Besitzer, die Knoten bei fast 500 MHz zu zählen …

Almeria, Portorose und Co starten bei 2,5 MHz … einfach super … sowohl für viele Selbstspieler als auch für Turniere der alten Geräte, wo mit diesen „schwachen“ Lang Programmen neue, zusätzliche Möglichkeiten entstehen.

Als letztes Beispiel vielleicht noch der vergleichsweise unflexible Tasc … hier sind Geschwindigkeiten zwischen 7 und ca. 46 Mhz möglich.

Auch wenn ich Emulationen aus Ruuds vorherigen Schöpfungen natürlich kenne und ich aufgrund dessen zunächst skeptisch war, wo hier für mich, außer noch „schneller, höher, weiter“, der Zugewinn sein soll … er ist da … auch für mich.

Einerseits bringt die zusätzliche Geschwindigkeit einen echten Mehrwert … in den verschiedenen Tasc Modellen ohnehin, da wir hier endlich den Speed des legendären R40 nicht nur erreichen, sondern noch übertreffen … im Glasgow zeigen schon die ersten Partien, was nun in ihm steckt … und selbst als absoluter Fan und Kenner dieses Programms bin ich positiv angetan und regelrecht entzückt …

Was die Geschwindigkeit der anderen Emulationen betrifft … ich hatte noch nicht die Zeit, mich näher damit zu befassen, wie groß hier der schachliche Gewinn ist … das folgt noch …

Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit: Die neue Speedbar ist für mich das wirkliche ultimative Killerfeature, das mich derzeit die noch vorhandenen optischen Baustellen komplett vergessen lässt …

Die exakte Emulation der richtigen Geschwindigkeiten sowie die extreme Flexibilität, die zum Teil bis 1 MHz nach unten geht … das ist etwas, was im praktischen Einsatz weit beeindruckender und cooler ist, als es sich so vielleicht liest.

Und damit komme ich zu einem Zwischenfazit, das ich aufgrund des heutigen Standes der Software abgebe: Ruud hat das Emulationspaket technisch auf ein für mich komplett neues Niveau gehoben … was sich nach „Kleinigkeiten“ anhört, also mehr Speed und die „Speedbar 2.0“, sind für mich so eklatante Verbesserungen (neben der Touchbedienung), dass ich auf gar keinen Fall mehr zurück zum Revelation (II) zurück möchte … sorry ... das Bessere ist auch hier der Feind des Guten ...

Ja, was das UI und die Optik betrifft, da gibt es noch einigen Spielraum nach oben … das wissen alle im Entwicklerteam und auch Thomas … aber, wie ich schrieb, es geht derzeit um eine fehlerfreie technische Umsetzung zum Verkaufsstart … da Updates jederzeit auf einfachste Weise möglich sind, bin ich da optimistisch und entspannt …

Was inhaltliche Fragen zu weiteren Emulationen betrifft, so möchte ich euch bitten, dass ihr euch hier in Geduld übt, bis es dazu hoffentlich Mitte September im Rahmen der offiziellen Vorstellung verbindliche Aussagen von Thomas Karkosch gibt … bis dahin kann und werde ich dazu weder hier etwas schreiben, noch PNs oder eMails beantworten … versucht es also bitte gar nicht erst.

Und so bleibt mir wieder nur zum Abschluss zu sagen: Danke fürs Lesen, ich hoffe, es hat euch ein wenig Spaß gemacht.

Viele Grüße,
Sascha
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