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Mythbuster 06.06.2019 15:21

Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Hallo zusammen,
in den letzten Wochen wurden wir von verschiedenen Seiten und auch Mitgliedern auf zwei Blog Beiträge eines Schachhändlers hingewiesen. Es handelt sich dabei um diese beiden Artikel:

https://schach.computer/the-king-per...chachcomputer/

und

https://schach.computer/johan-de-kon...klaus-bischof/

Letztendlich wurden Mitglieder und auch die Community angegriffen, da sie Tester der Firma Millennium sind, was von diesen Mitgliedern auch jederzeit offen kommuniziert wurde. Die Firma Millennium suchte offen den Weg mit der Community, um Produkte zu verbessern. Wir denken, dass man am Millennium King sehr gut sehen kann, dass dies aus Sicht aller Beteiligten sehr gut gelungen ist.

Wir wollten diese Artikel eigentlich nicht kommentieren, da die Aussagen dieses ehemaligen Forenmitglieds für sich sprechen und wir der Meinung sind, solchen Plattformen keine zusätzliche Aufmerksamkeit zukommen lassen zu wollen.

Mittlerweile haben sich jedoch Millennium und Ossi Weiner zu den Aussagen des Blog Schreibers geäußert und uns eine offizielle Stellungnahme zukommen lassen.

Hier diese Stellungnahme im Wortlaut:


Stellungnahme für schachcomputer.info

In letzter Zeit sorgten einige Veröffentlichungen eines bayerischen Schachhändlers für Verunsicherung in der Schachcomputer Szene, weswegen ich jetzt gerne einiges klarstellen möchte.

King Element Module
Es trifft zu, dass sich Herr Aldag Ende letzten Jahres mit der Analyse der technischen Probleme der King Element Module befasst hat. Seine Empfehlung, dass Kunden die Module öffnen und die Leiterplatten selbst reinigen sollten, wurde von MILLENNIUM abgelehnt. Die Methode war untauglich, weil Lötflussmittel unter die Tasten hineingelaufen war.
Ebenso unzutreffend ist die Behauptung, dass angeblich fast alle King Module von diesem Problem betroffen gewesen wären, tatsächlich war es nur etwa ein Viertel. Bei diesen hatte eine fehlerhafte Bauteil-Lieferung dazu geführt, dass das erwähnte Lötflussmittel in das Tastenfeld eindringen und bei Erwärmung Kurzschlüsse verursachen konnte. Von MILLENNIUM wurde das Problem durch einen kompletten Austausch aller Platinen gelöst.


Beta-Tester für MILLENNIUM
Herr Aldag stellt die Kompetenz der mit mir zusammenarbeitenden Schachfreunde in Frage. MILLENNIUM und ich sind da völlig gegenteiliger Meinung und möchten uns an dieser Stelle bei allen Beta-Testern bedanken, welche unsere Produktentwicklung erfolgreich unterstützen.

Die Unterstellung, dass die Schachfreunde welche uns unterstützen, angeblich negativ über andere Anbieter berichten sollen, ist völlig absurd. Alle unserer Tester besitzen selbst mehrere Geräte verschiedener Hersteller, und gerade deshalb sind sie in der Lage, wertvollen Input für unsere Produktentwicklung zu liefern. Offensichtlich erkennt Herr Aldag den Wert eines kooperativen Miteinanders nicht. Es freut uns umso mehr, dass der größte Teil der Szene genau diesen Punkt anders sieht. Danke für Euren Input, Leute!


Wettkampf GM Klaus Bischoff - King Element
Der Deutsche Schachbund hat zusammen mit der Stadt Magdeburg einen Schaukampf zum Thema „KI trifft Mensch“ ausgerichtet, bei dem Großmeister Klaus Bischoff gegen den leistungsstärksten MILLENNIUM Schachcomputer angetreten ist. Beide werden in ihrer ELO Bewertung auf ungefähr gleichem Niveau eingeschätzt.

Herr Aldag hatte mich in meiner Funktion als Geschäftsführer der DSB Wirtschafts GmbH gebeten, ihm freundlicherweise die Partien und einige Bilder vom Wettkampf in Magdeburg zur Berichterstattung auf seiner Website zuzusenden. Ich hatte nicht erwartet, dass er darüber in stark verzerrter Weise berichten würde, und finde es ehrlich gesagt anmaßend, einen angesehenen Großmeister, der nicht weniger als 13-mal deutscher Blitzschach-Meister war, in solch herablassender Weise zu beurteilen. Es mag sein, dass Klaus Bischoff relativ wenig Erfahrung mit Schachcomputern als Gegner hat. Aus diesem Grunde wollte er möglichst positionell spielen und taktische Verwicklungen vermeiden, was ihm allerdings in Zeitnot misslang. Auch könnte es sein, dass er die Spielstärke des King Schachcomputers unterschätzt hat.

Ich möchte mich bei Großmeister Klaus Bischoff dafür bedanken, dass er bereit war, sich einem öffentlichen Wettkampf zu stellen und anschließend die Partien mit mir zu analysieren. Das Event hat uns allen viel Spaß gemacht und an frühere Zeiten erinnert – und genau darum ging es dabei ja auch.

Ossi Weiner (München)



Wir bedanken uns bei der Firma Millennium sowie Ossi Weiner für die klaren Worte und denken, dass es damit keiner weiteren Aussagen von unserer Seite bedarf.

Beste Grüße,

Michael und Sascha

Sargon 06.06.2019 15:55

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Hallo ,


Ja ich habe es auch gelesen und ich war :erstdenke


Dieses "Händler" wissen ganz NICHT was ich/wir als Tester gemacht habe :D


Aber ich denke hier im Forum wissen euch es .


So lass dieses " allwissend " Person schreiben was er will.


Keine Ahnung was testen entwickeln ist grusse, Hans

FütterMeinEgo 06.06.2019 16:21

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Vielleicht sollte man sich abgewöhnen, hier zu diesem Blog zu verlinken - letztlich verdient der Betreiber dort an jedem Klick... ;)

Egbert 06.06.2019 16:25

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Zitieren:

Zitat von Mythbuster (Beitrag 81472)

...

Wir wollten diese Artikel eigentlich nicht kommentieren, da die Aussagen dieses ehemaligen Forenmitglieds für sich sprechen und wir der Meinung sind, solchen Plattformen keine zusätzliche Aufmerksamkeit zukommen lassen zu wollen.

...

Beste Grüße,

Michael und Sascha


Hallo Zusammen,

damit ist alles gesagt. "Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden."

Gruß
Egbert

Hartmut 06.06.2019 16:52

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Wie wenig ernst man die Aussagen auf besagter Seite nehmen kann ist doch eigentlich klar.

Es ist doch auffällig, dass die Partien von Klaus Bischoff (Elo 2511) hier genüßlich auseinandergenommen werden, während die Partien von IM Vidonjak nicht gepostet wurden. Zwar waren die Partien angeblich unter gleicher Zeitkontrolle gespielt, aber ob es vorher eine Vorbereitung gab oder nicht kann man natürlich nicht beurteilen. Anhand der geposteten Partien könnte man es. Wären die Siege zum Beispiel aufgrund von Löchern in der Eröffnungsbibliothek entstanden so müsste man kritisch hinterfragen, wie es möglich ist, ohne Vorbereitung solche Löcher auf Anhieb zu finden. Hier hat sich Herr Aldag durch Nichtveröffentlichung der Partien natürlich schön aus der Affäre gezogen.

Dabei fällt mir noch der folgende Satz des Artikels auf:

"Ich selbst konnte gegen „The King“ ebenfalls schon ordentlich Punkten. Hierbei sei aber angemerkt, dass dies hauptsächlich am Eröffnungsbuch des „The King“ lag. Nicht selten weisen einige Varianten Lücken auf, welche man als ambitionierter Eröffnungsspezialist ziemlich gut ausnutzen kann."

Nun kann man sich fragen, was man unter "ordentlich punkten" in diesem Zusammenhang zu verstehen hat. Geht man von der offiziellen DWZ von Herrn Aldag (1810) bzw. der offiziellen FIDE-Wertung (1918) aus
(Quelle hier: http://schachbezirk4.de/dwz/player.php?pkz=10001882)
dann wäre gegen einen ungebremsten "The King" angesichts des vermuteten ELO-Unterschieds unter fairen Bedingungen schon ein Ergebnis von 4 oder 5 Remis aus 10 Partien "ordentlich gepunktet". Immerhin liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei der anzunehmenden Elo-Differenz bei ca. 10 %. Sich bei dieser DWZ, die etwa der eines guten Kreisligaspielers entspricht, als "ambitionierter Eröffnungsspezialist" zu bezeichnen kann ich eigentlich nur als Satire durchgehen lassen.

Chessguru 07.06.2019 19:40

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Hallo zusammen,

heute erreichte mich eine E-Mail eines bekannten Blogschreibers.

Der Inhalt dieser Mail lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen. Der Autor fordert, dass binnen einer Stunde (! – zeitlich bis 15 Uhr) sein Name sowie seine persönlichen Daten aus dem Thread entfernt werden und dass er im Falle der Nichterfüllung einen Anwalt einschalten würde. Zudem werde er dagegen vorgehen, im Forum "zum Thema" gemacht zu werden.

Dazu sei nur gesagt, dass der Blogschreiber selbst mit seinem Blog die Öffentlichkeit gesucht hat und er das Forum und einzelne Mitglieder öffentlich zum Thema gemacht hat. Dies zum Beispiel mittels Zitaten, anhand derer nachvollziehbar ist, auf wen er sich in Teilen bezieht.

Das Ausgangsposting dieses Threads ist nicht mehr oder weniger als die ebenso öffentliche Antwort Ossi Weiners zu genau diesen Blogartikeln und es spiegelt seine Meinung zu den Äußerungen des Blogschreibers wider.

Auch im weiteren Verlauf kann ich keine "persönlichen Daten" erkennen, die so schützenswert wären, dass sie der Pflicht zur Löschung unterlägen.

So wurde im zweiten Blogartikel des Autors eingehend auf das Match GM Bischoff vs. King eingegangen. Der Hinweis auf die Spielstärke des Blogverfassers ist einerseits öffentlich für jeden einsehbar, auf der anderen Seite dient sie hier ausschließlich dazu, dass die Leser besser beurteilen können, inwieweit der Blogschreiber die Partien eines GM in der Form beurteilen kann, wie er es auf seinem Blog tat.

Alle Aussagen hier unterliegen der gleichen Meinungsfreiheit, wie sie der Blogschreiber für sich nur allzu gerne in Anspruch nimmt.

Sollte er nun der Meinung sein, dass seine Rechte verletzt wurden, wird dies auf rechtlichem Wege geklärt werden müssen.

Über den weiteren Verlauf (inkl. weiterer Nachrichten des Blogschreibers) werde ich hier berichten, ebenso, wenn es zu einem Gerichtsprozess kommen sollte.

Gruß,
Micha

MaximinusThrax 07.06.2019 20:18

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
-ohne Worte ! :vogel: Würde ich welche Schreiben wären diese nämlich wenig Rühmlich über so einen Typen.




Grüße in die Runde!

Rashid 07.06.2019 21:17

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Nun bin ich aber von den Socken. Ein Spieler mit DWZ 1810 bezeichnet sich selbst als "ambitionierten Eröffnungsspezialisten". Ich habe meine Erfahrungen mit dem Betreiber der Seite. Sie sollen hier nicht ausgebreitet werden. Aber es ist doch interessant, welche Möglichkeiten der Selbstinszenierung moderne Medien bereit stellen. Man kann z. B. ein Video auf Youtube posten, das zeigt, wie ein Computer in eine bekannte, zum Zwecke der Vorführung auswendig gelernte Eröffnungsfalle tappt, und so den Eindruck erwecken, man sei Experte, welcher dergleichen stets profund beurteilen kann. Es ist ein wenig wie bei den Nachrichtensprechern, die zu Fachvorträgen eingeladen werden, weil die Leute glauben, sie verstünden sich auf das, was sie vom Teleprompter ablesen. Nicht umsonst hat das Wort Medium auch eine esoterische Bedeutungsschicht. - So. Und nun Schluss. Zu Stil und Orthographie des verlinkten Beitrags will ich nämlich nichts sagen.

Hartmut 08.06.2019 00:25

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Zitieren:

Zitat von Chessguru (Beitrag 81541)
Hallo zusammen,

heute erreichte mich eine E-Mail eines bekannten Blogschreibers.

Der Inhalt dieser Mail lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen. Der Autor fordert, dass binnen einer Stunde (! – zeitlich bis 15 Uhr) sein Name sowie seine persönlichen Daten aus dem Thread entfernt werden und dass er im Falle der Nichterfüllung einen Anwalt einschalten würde. Zudem werde er dagegen vorgehen, im Forum "zum Thema" gemacht zu werden.

Aber sonst geht es ihm hoffentlich gut, oder? Wenn jemand in einem öffentlich zugänglichen Blog postet, dann muss er damit rechnen, dass dieser Beitrag diskutiert wird. Und ich wüsste nicht, mit welchem Recht eine solche Diskussion auf seinen eigenen Blog beschränkt sein sollte. Wer öffentlich seinen Senf von sich gibt, muss eben damit rechnen, dass dieser Senf auch öffentlich diskutiert wird. Wenn jemand das eventuell als geschäftsschädigend empfindet, weil der Blog zu einer kommerziellen Seite gehört, dem sei gesagt, dass man eben gerade wenn man kommerziell tätig ist, vieleicht nicht jedes mögliche Aufsehen erregen sollte. Der Schuß kann eben auch nach hinten losgehen. Daten den Blogschreibers sind öffentlich einsehbar, sowohl aufgrund der Kommerzialität als auch aufgrund des Impressums. Da ist nichts schützenswertes dabei

Zitieren:

So wurde im zweiten Blogartikel des Autors eingehend auf das Match GM Bischoff vs. King eingegangen. Der Hinweis auf die Spielstärke des Blogverfassers ist einerseits öffentlich für jeden einsehbar, auf der anderen Seite dient sie hier ausschließlich dazu, dass die Leser besser beurteilen können, inwieweit der Blogschreiber die Partien eines GM in der Form beurteilen kann, wie er es auf seinem Blog tat.
Eben. Und auch das ist Teil des völlig legitimen öffentlichen Diskurses. Wenn ich in einer Schachzeitschrift einen Kommentar zu einer Partie oder zur Spielweise eines Spielers lese, dann weiss ich auch in der Regel, wer den Artikel geschrieben hat. An den meisten Schachartikeln arbeiten vor allem versierte Spieler, Internationale Meister und Großmeister. Im genannten Blogartikel werden 2 Partien eines Großmeisters kommentiert bzw. es werden Schlussfolgerungen über seine Spielweise getroffen. Da ist es wohl legitim, wenn man sich dafür interessiert, welche fachliche Kompetenz der Blogschreiber im Hinblick auf die Beurteilung einer solchen Partie hat. Dieser Fragestellung wurde durch Verlinkung der öffentlich zugänglichen Wertungszahlen Genüge getan. Wenn er diese öffentlich zugänglichen Daten seiner Schachkompetenz nicht öffentlich zugänglich haben will, muss er sich bei seinem Schachverein abmelden und beim Deutschen Schachbund die Löschung seiner Daten beantragen. Ansonsten sind dies Daten, die jeder 9jährige erfolgreich über Google herausfinden kann. Was will er also?

Sorry, wer in einem Blog gerne austeilt, muss auch einstecken können. Und wer nicht will, dass über seine Äußerungen diskutiert wird, sollte eben einfach mal...

...nichts äußern. Dann kann auch keiner drüber diskutieren.

messeturm 08.06.2019 08:56

AW: Stellungnahme zu Blogbeiträgen, die Schachcomputer.Info betreffen
 
Guten Morgen,

leider werden in Blogs und Foren viele Themen mit persönlichen Angriffen diskutiert. Es ist legitim, wenn jeder seine Interessen vertritt und dazu seine Meinung äußert. Kann man nicht einfach bei dem Thema bleiben.

Wenn es so sein sollte, dass Millenium der Schachcomputer Gemeinde für Ihre Bemühungen und Mitwirkung an der Entwicklung ein Geschenkt gemacht hat, ist es doch ein Grund zur Freude. Ich halte es für ein gutes Marketing, um das Thema Schachcomputer wieder neu zu beleben.

Wenn wir ewig Gestriger sind, weil wir uns für die Geräte aus den 80er und 90er Jahren begeistert, dann ist das halt so. Dieses Schicksal teilen weltweit mehrere Schachcomputern Besitzer und Sammler.
Unsere Lieblinge sind Oldtimer der Computer Schachgeschichte.

Mir ist es ein Rätsel, wieso man für dieses schöne Hobby Anwälte und Gerichte bemühen muss.

Es sollte eher Energie für die Erhaltung alter Geräte und neuen Entwicklungen aufgebracht werden.

VG Heiko


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