Runde 5:
Cathi und Thomas Gerschütz, Spieler des benachbarten Schachklubs Obernburg und Kiebitz, spielten gemütlich ihre Partie, bis Steffen bemerkte, dass keiner von beiden mitschrieb. Daher also beginnt die Notation erst etwas später, es war aber noch nichts Entscheidendes geschehen. Schwarz gewann einen Bauern, dann ging es mit den Bauernverlusten hin und her, bis – mal wieder – der Milton völlig unnötig seinen Läufer herschenkte. Der weisse Springer räumte in der Folge die schwarzen Bauern ab. Rainer war doch sehr enttäuscht über diese Dauereinsteller. Lediglich seine arbeitsbedingt kurzfristig daheimgebliebene Sabine dürfte im Nachhinein froh gewesen sein, nicht das Phantömchen bedient zu haben...
Eine sehenswerte Partie, bei der der Deco zeigte, dass er nicht zu unterschätzen ist. Am Ende hatte er nach ausgeglichenem Verlauf die Qualität für Bauern. Kurz vor der 3maligen Stellungswiederholung besann sich der Mephisto-Computer dann doch und suchte die Entscheidung.
Die Spitzenpaarung dieser Runde. Nach den bisher gezeigten Leistungen beider Geräte war der Monarch klarer Außenseiter. Ein solches Turnier lebt jedoch von Überraschungen: Der Monarch gewann einen Bauern nach Db3???. Der Elite Champion verzockte sich, verfügte schliesslich über drei Minus-Bauern, der Monarch schob seinen Gegner richtiggehend zusammen. Die bisher beste Leistung des Monarchen.
Ebenfalls eine sehenswerte Partie. Der weisse a-Bauer war durch, leider fehlt ihm dann der Gewinnplan. Das Turmendspiel mit dem h-Bauern reichte dann doch nicht zum Sieg. Thomas konnte endlich einmal gemeinsam mit seinem Sensory 9 aufatmen.
Tabelle nach 5. Runde: 1. Mephisto Glasgow 4,5 2. Elite Champion 4,0 2. Monarch 4,0 4. Elite A/S 3,5 5. ESB III 2,0 6. Sensory 9 1,5 7. Decorator 0,5 8. Milton 0,0
Fazit Runde 5: Die Partien wurden jetzt schöner, was sich auch in den nächsten Runden noch wiederholen sollte. Erstmals übernahm der Glasgow die Führung. Nach dem Ende des ersten Spieltages war alles offen, die Plätze eins bis vier lagen nur einen Punkt auseinander. Spannung pur, zwei Runden vor Schluss!
Jetzt ging es in die Verlängerung. Diese Verlängerung hiess „Frankenwein“. Mit etwas Verspätung fielen wir in die Häckerwirtschaft Ott in Erlenbach ein. Wir hatten sehr viel Spass, was nicht ausschliesslich am Alkohol lag. Ganz bestimmt eine lustige Truppe! „Luftbeweger“ (eigene Berufsbezeichnung) Gerard Cousin hatte viele schöne Geschichten auf Lager. Den Starkbierabend liessen wir auf dem Heimweg links liegen, es reichte auch schon so. Auf jeden Fall gab´s ein Figurenopfer, aber derjenige erholte sich bis zum nächsten Morgen, als ob nichts gewesen wäre. Respekt! Wir hüllen den Mantel des Schweigens über den Namen des Betroffenen... Erwähnenswert auch noch, dass der Decorator selbstverständlich in Erwins Zimmer übernachten durfte – niemand hat sich getraut, ihm das nehmen zu wollen. Aus unerklärlichen Gründen hiess der „Decorator“ ab dem nächsten Morgen dann „Deflorator“.
Leider verlor Cathi die Fotos des ersten Tages (und Abends). Hier war der Hongkong-Import einer Foto-Speicherkarte im Gegensatz zum Turnier eindeutig von Nachteil. |
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